Drehscheibe Westig, oder die Gleise für meinen Schienenbus...

  • Die Weiche...

    Zunächst ging ich daran die Zungenschienen zu basteln.

    Sie wurden aus herkömmlichen Schienen gefertigt und spitz zulaufend bearbeitet.

    Dann kam die Konstruktion des Weichensignals.

    Dabei waren die Daten von Posten68a (Martin) und Rheintrutz (Holger) schon recht hilfreich.

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Um das Signal beweglich zu machen hatte ich diesen Umstand bereits in die Planung einfließen lassen.

    Der Test mit dem Draht ging dann auch ganz zufriedenstellend.

    Das lässt sich beim schnellen Wechsel der letzten beiden Fotos erahnen (Fotomontage).

    Jetzt muß ich das Ganze "nur" noch zwischen die - und mit den Schienen der Weiche montieren.

    Mal schau'n ob das klappt...

  • Als nächstes wurde nun der gebogene Draht mit einem Kartonstreifen vereint, welcher unter den Schienen, zwischen den Schwellen beweglich verläuft.

    Will sagen, er läßt sich hin und her schieben. Nun wurde als nächstes das Signal mit dem losen Kartonstreifen auf das Gleisbett geklebt.

    Wenn man nun an dem Kartonstreifen zieht oder schiebt, wird das Signal um 90° gedreht. :D

    Nach einer ausgiebigen Funktionsprobe wurde auch noch ein Teil zum anfassen am anderen Ende verklebt.

    Nun kamen die vorgefertigten Weichenschienen an die Reihe. Mit Hilfe meiner Spur-Schablone konnte jetzt zuerst die gebogene,

    anschließend die gerade Weichenschiene am äußersten Ende, auf die letzte Schwelle geleimt werden.

    Am gegenüber liegenden spitzen Ende wurden sie mit dem Schiebe-Kartonstreifen verbunden.

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Wenn man nun den Streifen bewegt, wird sowohl die Weiche als auch das Signal verstellt. :thumbsup:

    Die ersten beiden Fotos wieder schnell hin und her switchen. ;)

    Und nun noch zwei Fotos mit Schienenbus.

    Euch einen schönen Abend, Euer Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Renee,

    Deine Detaillösungen sind es, die mich immer wieder faszinieren.

    Da sieht immer alles so locker aus und sagt nichts über die Zeit des Knobelns und des schweren Denkens....

    Beste Grüße von Andy, dem Railgoon

  • Hallo Renee!
    Das hast Du klasse gemacht!!! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph


    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

    :!: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es den "Hohenhof" in Hagen als Kartonmodell geben soll :!:

  • So liebe Freunde und Kartomverwerter...

    Hier entsteht eine längere Pause. Nach der Ausstellung in Hemer, geht's gleich auf große Fahrt

    nach Alsleben. Dort spielt auf dem "Laut open Air Festival" (Heavy Metall) der Sohn meiner Freundin

    in der Band "Die Bestien" Gitarre. Und morgen am Samstag wird er fünfundfünfzig. Den wollen wir dort überraschen.

    Danach gibt einige weitere Geburtstage und Arzttermine. Und dann hat das Kinderbuch Priorität.

    Ach ja der neue Rechner mit Win11 muß auch noch eingerichtet werden. Es gibt also viel zu tun.

    Bis demnächst in diesem Theater,

    Euer Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

    Edited once, last by Reinhard Fabisch (August 29, 2025 at 8:18 AM).

  • Hallo liebe Freunde, ich lebe noch...

    Ich bin zur Zeit in Velen (Münsterland) um den Erinnerungen als Flüchtlingskind meiner Freundin nachzuspüren. Recht schöne Gegend hier und das bei dem sonnigen Wetter.

    Bis bald, euer Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • So liebe Skalpell- und Scherenfreunde...
    Ab jetzt geht's, trotz der enormen Hitze :cursing:, auch mit der Darstellung von Westig-Drehscheibe weiter.
    Da hab ich mir zunächst Gedanken dazu gemacht, die recht groß gewordene Grundplatte zu Teilen.
    Und dann sind da ja auch noch die Schranken. In den 70er Jahren sogar noch mit Behang. :huh:
    Dafür wurde als Erstes eine Zeichnung erstellt. Und zwar mit einer kleinen sowie einer großen (doppelten) Schranken.

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    Edited once, last by Reinhard Fabisch (June 28, 2026 at 4:00 PM).

  • Und da der Behang wohl das kniffeligste Teil an der Sache ist, hab ich damit angefangen.
    Hier mußten zunächst die Ösen für die Streben gebogen werden.
    Um alle auf die gleiche Länge zu bekommen, hab ich meinen Stirnschneider etwas modifiziert.
    Dann wurde der Draht 0,5, wie folgt gebogen.
    Für die Ösen des Gehänges wurden einige Streben dann in der Mitte geteilt.

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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Diese wurden nun in die Zwischenräume der Behangschienen geklebt.
    Zum entfernen der Überstände hab ich einen Nagelknipser verwendet.
    Nun begann das vorsichtige Einfädeln der Streben in die Schienen. Erst alle oben, dann unten.
    Der fertige Behang mußte nun noch, mit dem inzwischen auf 3 mm gerollten Baum, verbunden werden.
    Und so schaut das aus.
    Gruß, Euer :cursing: schwitzender Renee

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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Wow,

    Feinmechanik at its best. Damit kannst du versuchen als Goldschmied umzuschulen. :thumbsup:

    Meinen vollen Respekt!

    Beste Grüße

    Ernst

  • Moin Renee,

    deine letzten Fotos rufen Erinnerungen hervor... der Bahnübergang nebenan (Bahnhof Iserlohn Ost) war zu meiner Jugend noch in Betrieb und diese Art von Schranken waren auch dort im Einsatz. Es kam schonmal vor, dass "jemand" den unteren Teil der Schranken einfach mal beiseite geschoben hat, um noch schnell auf die andere Seite zu rennen :D Was waren das noch für Zeiten...

    Danke für die Eindrücke; du setzt das alles genial um :thumbsup:

    LG aus der Nachbarschaft ;)

    Lars

  • Weiter geht's mit der Antriebseinheit.
    Auf http://pkprepo.net/mechanische-schranke/ findet man eine sehr detaillierte Bauanleitung für eine Schranke mit Behang in 1:25.
    Allerdings geht es mir nicht darum solch ein funktionierendes Schrankenmodell in 1:45 zu bauen, (wobei, machbar wär's schon)
    sondern vielmehr darum, die Erinnerung an Westig Drehscheibe so gut wie möglich nachzuempfinden.
    Die Widererkennung hat dabei Priorität. :thumbup:
    Zuerst also einmal Zeichnen und dann Schritt für Schritt zusammenbauen.
    Für die Lagerung des Baumes hatte ich mir so meine Gedanken gemacht. :rolleyes:
    Das hat funktioniert. :D

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Nun rückte der Baum wieder ins Blickfeld.
    Die Gegengewichte mußten geschnitten und montiert werden.
    Darüber hinaus gab's noch eine Lagerschale für den Drehpunkt und eine feste Schrankenbaumstütze.
    Und dann konnte die komplette erste Schranke montiert werden.
    Ich hab sie mal in ein Styrodur-Reststück eingelassen um zu testen wie das wirkt.

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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Nun stoße ich allerdings auf eine eher grundsätzliche Frage.
    Soll der Schacht für das Gegengewicht von der Grundfläche nach oben überstehen?
    Macht Sinn, damit da nichts hinein fällt und die Schranke somit blockiert.
    Oder doch eher mit dem Boden abschließen? Eine entsprechende Suche im Internet gab da kaum Aufschluß. Habt Ihr eine Idee?
    Soweit mal, Euer Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Nun wurde die Grundplatte geteilt. Kein Problem, nur bei den Schienen wurde es heikel.
    Unter größter Vorsicht mit Cutter, Skalpell und Rasierklinge ist es aber schlußendlich gelungen.
    Das mußte nun auf eine Platte geklebt werden. Dazu hatte ich eine Schrankrückwand auserkoren.
    Der erste Versuch mit Sprühkleber ging in die Hose. Aber ein weiterer Versuch mit reichlich Weißleim klappte ganz gut.
    Und nun geht's ans gestalten des Terrains. Um die Straßendecke auf Schienenoberkante zu erhöhen, soll das Gelände ausgedruckt und auf Wellpappe geklebt werden.
    Aber das wird erst nächste Woche was werden.
    Heute geht's mit meiner Liebsten zunächst nach Aachen und von dort am Donnerstag mit dem Reisebus nach Holland zu einem André Rieu Konzert in Maastricht.
    Bis dann also, Euer Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Renee

    prima gelungen dein Bahnübergang, will keine Kritik üben aber ein Sicherheitsrelevantes Teil

    fehlt leider noch.

    was ich meine ist das Läutewerk, das beim Herablassen der Schranken den unvergleichlichrn Klingelton erzeugte.

    Stelle dir nochmal das Bild ein, indem ich die Glocke markiert habe.

    Euch viel Spass bei der Reise und angenehme Erinnerungen

    Gruß Jürgen

  • Die Fahrt bis nach Aachen verlief ganz gut. Aber dann, in Aachen Baustelle an Baustelle.
    Mit dem Navi kein durchkommen. Mit viel Geduld und nachfragen haben wir das Hotel gefunden.
    Leider kein Parkplatz mehr frei. Also zum Dom-Parkhaus ca. 750 m entfernt. Der Veranstalter hatte an allem gespart, auch an der Reiseleitung.
    Das Konzert war eher mäßig, schon wegen der schlechten Plätze. Man bekommt da im Fernseher doch ne Menge mehr geboten.
    Nun aber zum Baubericht.
    Die ausgeschnittenen Geländeteile wurden auf die "Wellpappe" geklebt, beschnitten und angepasst.
    Zuerst die eine-, dann die andere Seite. Auch die Schranken wurden eingesetzt.
    Nun muß ich mal schauen, wie ich die Übergänge handhabe und das Gelände mit einem begrünten Hang vervollständige.
    Euer Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Renee, standen die Schranken früher auf der gleichen Seite ?

    ich habe im Kopf das die Schranken wechselseitig angbracht sind. Jeweils rechts von der jeweiligen Fahrspur...


    Viele Geüße


    Wolfgang

  • Hi Wolfgang...
    Noch ist ja nichts verlebt, sondern nur lose zusammengestellt.
    Ich hatte sie auch zuerst gegeneinander angeordnet, bis ich dieses Foto fand.
    Da schaut das parallel zueinander aus.

    Das ist näher betrachtet auch keine richtige Straße, eher ein befahrbarer Übergang.

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Zunächst mal: Wieder ein "normaler Fabisch"! Also von der Bauausführung kaum zu toppen.

    Das mit den Schrankenanordnungen war wohl von Fall zu Fall vollkommen verschieden. Ich vermute mal, das hier im Zuge der Optimierung die Einseitige Variante gebaut wurde. Ist einfach wesentlich leichter mit der Strippenzieherei.

    Beste Grüße von Andy, dem Railgoon

  • Ich vermute mal, das hier im Zuge der Optimierung die Einseitige Variante gebaut wurde. Ist einfach wesentlich leichter mit der Strippenzieherei.

    Wäre auch meine Vermutung. Dadurch das beide auf der Stellwerksseite liegen, braucht man kürzere Seilführungen, dadurch weniger Kraft die Schranken zu bedienen und man spart sich auch noch eine Seildurchführung unter der Straße.

    Mit elektronischen Schrankenantrieben ist das egal geworden.

  • Vielen Dank für die Aufklärung.

    Dann war es wahrscheinlich wegen der Seilführung, wenn das früher alles mechanisch war. Das macht Sinn. :thumbup:


    Viele Grüße

    Wolfgang