Drehscheibe Westig, oder die Gleise für meinen Schienenbus...

  • Da bedurfte es zunächst etlicher Versuche, um aus dem vorhandenen Bildmaterial vom Bahnwärterhaus Westig

    (die Erlaubnis wurde damals erteilt) und meinen Erinnerungen etwas aussagekräftiges zu erstellen.

    Es war auch nicht klar, ob ich den großen Bahnübergang überhaupt auf die Grundplatte bekomme,

    oder ob ich statt dessen lieber die Weichen bauen soll. Dazu hatte ich bereits eine Software herunter geladen.

    Dann kam mir die Idee :rolleyes: es einmal schräg zu versuchen, um den großen Übergang doch noch mit aufs Bild zu kriegen.

    Denn der macht's eigentlich aus. :D


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Für die Grundplatte immerhin 1250x500x20 wurde nun eine Styrodurplatte besorgt und die Skizze in Grautönen auf DIN A3 gedruckt.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Dann ging ich daran den Gleisverlauf in Segmenten zu drucken und auf 2 mm Pappe zu kleben.

    Die Grundlage stammt von "Schaalbouw Rail in 1:45", mit der ich schon das Gleis für die Dampflock BR 23 Gebaut hatte.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Das gerade Stück mit der Textur, anschließend in einen Bogen zu überführen war gar nicht so einfach.

    Hat aber mit viel Mühe geklappt. :D Auch diese Segmente, sowie die Bahnschwellen und Schienenstücke wurden gedruckt.

    Und nun sind die Vorbereitungen komplett und es geht ans basteln.

    So weit mal für den Anfang

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Moin Reinhard,

    grossartiges Projekt; die Vorbildfotos sind ein Genuss; 41er und V100 mit 2 Silberlingen. Auch die 2 Bahnübergänge mit Schranken und ihrem Behang ...

    Wünsche gutes Gelingen.

    Gruß

    kartonskipper

    MAGA: Make America Go Away :thumbup:

  • Hallo Reinhard,


    das sieht doch mal vielversprechend aus!


    Gute Vorbereitung ist das halbe Ergebnis. Ich freue mich auf das, was da kommt.

    Beste Grüße von Andy, dem Railgoon

  • Hach... so schöne Erinnerungen...

    Über diesen Bahnübergang bin ich oft genug gefahren.

    Diesen Bericht werde ich mit viel Freude und ein wenig Wehmut verfolgen.

    Danke Reinhard

    Grüße aus Schwerte

    Falko


    Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.

  • Hallo Reinhard,


    immer wieder gerne schaue ich mir Deine Bauberichte an. Gerade für die Kleinigkeiten sind Maßzeichnungen oft nur schwer zu finden. Um Deine Baukünste zu unterstützen habe ich mal Unterlagen zur Ausgestaltung der Weiche herausgesucht.


    1. Weichenstellbock

    im NRW-Archiv findet sich diese Zeichnung eines älteren Stellbocks. Da die Dinger aus Eisenguss hergestellt waren halten die ewig und könnten daher auch noch in Westig gestanden haben. Für eine vom Stellwerk ferngestellte Weiche kann der Handstellhebel mit dem Gewicht weggelassen werden.


    Landesarchiv, NRW Weichenbock mit geteiltem Gegengewichtshebel veröffentlicht unter Creative Commons Lizenz CC-BY-SA.

    Beständiger Verweis


    Hier eine heute noch verwendete Version. Die fehlenden Maße lassen sich aber aus der o. a. Zeichnung ableiten.

    aus jagsttalbahn-modelle



    2. Weichenlaterne

    Auf den Weichenstellbock gehört natürlich eine Weichenlaterne. Hier habe ich wieder passende polnische Zeichnungen gefunden.


        


       


    Zeichnungen aus Album urządzeń zabezpieczenia ruchu grupa 0

    Plany modelarskie polskiego taboru


    Die zweite Zeichnung (P087.png) enthält sogar den fertigen Ausschneidebogen ^^ für den Korpus.


    Aus den Zeichnungen habe ich in Sketchup diese 3d-Zeichnung erstellt:



    Ich hoffe Du kannst etwas davon gebrauchen.


    Viel Spaß beim Weiterbauen und viele Grüße aus dem Tölzerland

    Martin Rüggeberg

  • Moderation:


    Hallo Martin (Posten68a),

    bitte gib umgehend die Quelle der von Dir eingestellten Bilder (Zeichnungen von Weichenstellbock und Weichenlaterne) an!


    Inzwischen erledigt. Danke!




  • Signale, Bahnübergänge, Weichenlaternen, Schilder, Schränke, Spannwerke und mehr... als kostenlose Downloads

    Hier einmal ein Tip(p) für den Bahnfreund aus Europa:


    Wer seine Eisenbahnmodelle einfach ein wenig besser darstellen möchte, sei auf eine großartige Webseite aus Polen verwiesen:


    Allein die Formsignale, die auch gut zur DRG, DR oder DB passen, sind besser und detaillierter als viele Fahrzeugmodelle. Erhältlich als kostenloser Download (pdf). Es lohnt sich in jedem Fall auf dieser Seite ein wenig herumzustöbern. So etwas hat (mir) schon lange gefehlt.


    Massstäbe: 1:25, 1:45, 1:87, 1:120 und 1:160

  • Hallo Balticstar...

    Genau diese Seite kenne ich auch. Nur hatte ich irgendwie den link dazu verbummelt.

    Herzlichen Dank für die Auffrischung.

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Weiter geht's im Baubericht...

    Nun ging ich daran, die auf 2 mm Graupappe aufgeklebten Teile, auszuschneiden.

    Dazu verwendete ich einen Cutter oder Teppichmesser. Das hatte ich mir schlimmer vorgestellt und verlief eigentlich ganz gut.

    Nachdem alles, einschließlich der 5 mm breiten Ränder geschnitten war, wurden die Einzelteile übereinander versetzt zusammengeklebt.

  • Als nächstes wurden die Teile mit der Textur ausgeschnitten.

    Diese konnten anschließend passgenau auf den Untergrund aufgeklebt werden.

    Und damit ist das Gleisbett schon mal erledigt. :D

    Euer, Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Die Schienenschuhe wurden als nächstes gefertigt.

    Dazu hatte ich mir so meine Gedanken gemacht und sie aus braunem Tonkarton gefertigt.

    Eine etwas langweilige Arbeit, die trotzdem genau sein sollte. Aber seht selbst.

    Die ersten 55 Stück sind inzwischen fertig.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Da diese Schienenschuhe doch sehr empfindlich sind, habe ich beschlossen für die jetzt Fertigen

    schon jetzt ein paar Schienen zu basteln und dann sofort alles zu montieren. Zunächst den Innenradius.

    Die Schienen:

    1) Ausschneiden und Rillen

    2) Den Kern 1,8 x 0,5 schneiden

    3) Kern verkleben

    4) Zuerst L- dann U-Förmig falten

    5) mit einer breiten Pinzette T-Förmig verkleben

    Nun den Schienenfuß ausschneiden und mit den Schienen verbinden.

    Bis Später, Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Reinhard,


    wieviele Schienenschuhe werden das insgesamt ?


    Das scheint ja sehr meditatives Arbeiten zu werden. :thumbup:


    Welcher Maßstab ist das eigentlich ?


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Nun wurden als Erstes alle Schwellen aufgeklebt. Darauf die Schienenschuhe des inneren Radius. So weit so gut.

    Aber nun mußte die gebogene Schiene zwischen die hochgestellten Halter platziert werden. Gar nicht so einfach.

    Nachdem das gelungen war, wurden die Halter auf den Schienenfuß gedrückt und verklebt.

    Dann brauchte es neue Schienenschuhe für die weiteren Schienen.

    Davon sind mittlerweile drei Stück verbaut.

    Das reicht mir für heute, Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

    Edited 3 times, last by Reinhard Fabisch ().

  • Servus Renee,


    schau dir bitte die Konstruktion und Funktion einer einfachen Weiche an.

    So wie du die Schienenschuhe am geraden Gleisteil in Richtung Weichenherz montiert hast, wird die Weiche nur geradeaus befahrbar sein, aber niemals ein abbiegen möglich sein.

    Denn die Weichenzungen sind beweglich und nicht fixiert.

    Ich denke auf Youtube gibt es sicher erklärende Videos.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934


  • So könnte es eigentlich gehen...

    Einfach mal mit der Lupe groß zoomen und dann mit den Pfeiltasten hin und her springen.

    Probleme hab ich mit dem mechanischen Umstellhebel.

    Und zwar mit der Farbe des Gegengewichtes.

    Eine Seite schwarz/weiß und die gegenüberliegende gelb? hmm

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

    Edited 4 times, last by Reinhard Fabisch ().

  • Servus Renee,


    irgendwo hab ich mal gelesen die gelbe Farbe hat was mit der Grundstellung einer Weiche zu tun.

    Ich meine es war "Weiche ohne Grundstellung".

    Angabe ohne Gewähr.


    Deine Überlegungen zur Funktion der Weiche passen. Ich würde den Antrieb um zwei Schwellen nach Links versetzen.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Moin,

    Allein die Formsignale, die auch gut zur DRG, DR oder DB passen, sind besser und detaillierter als viele Fahrzeugmodelle. Erhältlich als kostenloser Download (pdf). Es lohnt sich in jedem Fall auf dieser Seite ein wenig herumzustöbern. So etwas hat (mir) schon lange gefehlt.

    Hier wieder mein Tipp zu der Seite: Stellt die Sprache oben rechts auf polnisch um, nicht alle Modelle wurden übersetzt!

    Repozytorium PKP | Sygnalizacja i infrastruktura dla modelarzy kolejowych


    Die Schienenschuhe wurden als nächstes gefertigt.

    Erstmal Hut ab, das du dir das antust. Bei der Menge macht das sicherlich nicht allzu viel Spaß, gehört in dem Maßstab aber eindeutig dazu.

    Ich hoffe du nimmst es mir nicht allzu krumm, wenn ich hier mal dazwischengrätsche: Schienenschuhe gibt es nicht. Wenn, dann meinst du Schienenstühle - aber auch der Begriff ist veraltet, weil sich die Oberbauformen weiterentwickelt haben. Schienenstühle kommen aus der Zeit vor Breitkopfschienen.

    Ich vermute das die Gleise dem Typ Oberbau K (oder einem ähnlichen) nachempfunden sind. Damit wäre das eine Kombination aus Rippenplatte und Klemmplatte+Schraube (die hochstehenden Laschen).

    So wie du die Schienenschuhe am geraden Gleisteil in Richtung Weichenherz montiert hast, wird die Weiche nur geradeaus befahrbar sein, aber niemals ein abbiegen möglich sein.

    Wie Wiwo richtig eingeworfen hat, werden im Weichenbereich keine normalen Kleineisen verbaut. Die würden verhindern, das die Weichenzunge angelegt werden kann. Außerdem brauchen die Weichenzungen eine glatte Oberfläche zum aufliegen.

    Das folgende Bild zeigt zwar eine moderne Schnellfahrweiche (120 km/h) mit entsprechendem Radius, aber das Prinzip ist ähnlich. Auch Wiwos zweiter Einwand den Antrieb zu versetzen unterstütze ich. Gerade das Zungenende ist kritisch und muss perfekt anliegen um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Daher ist der ganz am Ende der Zungen verbaut.



    Den Bereich mit dem Herzstück hast du bei deinem Dio zwar abgeschnitten, aber der Vollständigkeit halber auch davon ein Bild:



    Hier mit beweglichem Herzstück, das wäre bei deinem Bahnhof natürlich overkill.


    Mfg

    Johannes

  • Moin Reinhard!

    Weichen haben meist eine Grundstellung, in die sie nach Benutzung wieder zurückgestellt werden müssen und dann oft auch verschlossen werden; also z.B. immer geradeaus.

    Aber:"Dieser Weichstellhebel ist oben nicht weiß,sondern gelb eingefärbt - das bedeutet eigentlich: keine Grundstellung erforderlich." Gartenbahprofi 4/2021, S.41 (Bildunterschrift).

    Grüße

    Hanns.G


    Hänschen klein ging allein in die weite Welt hinein...das e-bike wartet schon.

  • Inzwischen bin ich beim letzten Schienenstück für den Innenradius angekommen :thumbsup:

    Außerdem hab ich mich mit Wiwo über die Weiche einigen können.

    Das war mir heute morgen schon selbst aufgefallen und wurde von Wiwo bestätigt. Danke dafür :thumbup:

    Dann wurde der Stellmechanismus neu platziert.

    Bevor ich mich aber intensiver mit der Weiche befasse, möchte ich den Außenradius der Schienen fertig stellen.

    Auch hier wurde ein Anfang gemacht.

    Gut's Nächt'le, Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Reinhard,

    hallo Mitleser,

    auch wenn in den obigen Beiträgen die Farbe der Hebelgewichte schon richtig erklärt wurde, möchte ich hier noch eine Zusammenstellung der möglichen Farbvarianten zeigen:


    Quelle: http://www.fahrdienstleiter.ne…buch-orientierungszeichen aus Signalordnung (Aktualisierung 11) - 301.9001 Bahnbetrieb (Gültig ab 13.12.2020)

    Der Anstrich des Hebelgewichts ist von beiden Seiten gleich.


    Der Hinweis von Johannes, die Seite von Repozytorium PKP auf polnisch durchzusehen, ist wichtig. Weichenlaternen und Stellböcke in verschiedenen Maßstäben finden sich unter

    Wskaźniki kolejowe świetlne PKP, 1946-1959


    Grüße aus dem Tölzerland

    Martin Rüggeberg

  • Hallo Reinhard,

    hallo Mitleser,


    Johannes hat bereits den Oberbau K angesprochen. Dies ist tatsächlich die gebräuchlichste Bauform des Oberbaus bei der DB und dürfte auch in Westig benutzt worden sein.

    Ich habe von dieser Oberbauform mit dem Zeichenprogramm sketchup eine 3d-Zeichnung angefertigt:


       


    Bei der Zeichnung habe ich nur das unter dem Schienenfuß platzierte Pappelholzplättchen (später Kunststoff) weggelassen.

    Diese Form des Oberbaus ist als Kartonmodell schwer darstellbar und der Kartonmodellbau bedingt nun mal Vereinfachungen. Die von Dir gewählte Lösung finde ich akzeptabel.


    Für alle, die es trotzdem versuchen wollen, findet sich in einem Beitrag des Users Astra28 bzw. Andrew Px48 im polnischen Forum papermodels.pl ein Bogen im Maßstab 1:25:

    Oberbau K

    Leider sind die Bilder des Beitrags nicht mehr sichtbar. Eine Baubeschreibung von Astra28 findet sich aber hier:

    Bauanleitung Oberbau K


    Grüße aus dem Tölzerland

    Martin Rüggeberg

  • Moin,

    Johannes hat bereits den Oberbau K angesprochen. Dies ist tatsächlich die gebräuchlichste Bauform des Oberbaus bei der DB und dürfte auch in Westig benutzt worden sein.

    Für Holzschwellen und die Deutsche Bundesbahn mag das stimmen (ich nehme mal an, das du die meintest). Aber für die aktuelle DB stimmt das nicht mehr, da Betonschwellen mittlerweile >80% des Netzes ausmachen. Da ist Oberbau W der Standard.


    Der Nachteil ist allerdings, das man den als (Karton-)modellbauer wirklich komplett vergessen kann. Die Epsilonspannklemmen verhindern eine vernünftige Umsetzung. Am ehesten ginge es wohl mit Resin 3D Druck. Wenn jemand da eine andere Idee hat kann er sich gerne bei mir melden, ich bräuchte mittel-/langfristig wohl eine Lösung in 1:25…


    Mfg

    Johannes

  • Sehr beeindruckend, vor allem, was den Detaillierungsgrad für die Schienen angeht,

    die ja meist bei den Modellen der Loks vernachlässigt werden.

    Was den Weichensteller angeht, so ist in unserem KLV 11 Bastelbogen so ein Teil enthalten.


    Der ist zwar weniger detailiert, aber vieleicht dient er zumindest als orientierung

    bei deiner Konstruktion.


    Den Bogen gibts hier:

    Klv 11


    Viele Grüße

    Holger

  • Ganz lieben Dank an Holger und die Mondorfer. Nett das Ihr dabei seit. :thumbsup:

    ==========================================================

    Mir waren ja gestern die Schienen ausgegangen. Die wurden nun für den Außenradius gefertigt.

    Das war bei den Schienenschuhen nicht anders. Aber dann ging's weiter mit dem Verlegen.

    Schuhe aufkleben, Schienen einpassen und diesmal vor dem Kleben ausrichten. ;)

    Dazu hatte ich mir ein paar Hilfsmittel gebastelt, um die Spurweite einhalten zu können.

    So nach und nach näherte ich mich dem Ende des Gleisbettes. Und so schaut's nun aus. :rolleyes:

    Nächste Woche werde ich mich dann mit der Weiche beschäftigen. :S

    Euch ein sonniges Wochenende, Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Kaum bin ich hier und dann über den Thread gestolpert und dachte das kenn ich doch ... alte persönliche Erinnerungen werden da wach

    ... nicht so alte wie auf dem Foto mit Dampflok - schon später - aber Gedanken die aus einer anderen Zeit sind :thumbup: hab gleich mal abonniert

  • Ich schätze mal,

    wenn der Weichensteller mechanisch vom Stellwerk verstellt wird,

    braucht es den Hebel mit dem Gewicht gar nicht.



    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Reinhard,


    das Gewicht mit Handhebel gibt es meines Wissens nur bei Weichen, die direkt vor Ort von Hand umgestellt wurden.

    Wenn die Weiche vom Stellwerk aus über Seilzüge bedient wird, ist dort kein Gewicht.

    Das Gewicht soll nur die Weiche von unabsichtlichem Verstellen schützen, bei Fernbedienung per Seilzug macht das ja der arretierte Hebel im Stellwerk.


    Ich hoffe nur mal, dass ich hier keinen Quatsch erzähle... :S


    Viele Grüße

    Dieter

  • Moin,

    Ich hoffe nur mal, dass ich hier keinen Quatsch erzähle... :S

    So eingehend haben wir uns mit mechanischen Stellwerken nicht mehr beschäftigt, aber von meinem Verständnis her sollte das eigentlich so passen.


    Um in einem mechanischen Stellwerk eine Fahrstraße einstellen zu können, muss man die Weichen in der richtige Position verschließen. Erst wenn alle Weichen korrekt stehen, kann der Fahrstraßenhebel umgelegt werden. Und ist der einmal umgelegt, kann man die Weiche nicht mehr umstellen, bis die Fahrstraße wieder aufgelöst wird. Das ganze wird durch eine ziemlich clevere Mechanik im Verschlusskasten gesteuert. Wirklich spannend, was man auch vor >100 Jahren schon mit relativ simpler Mechanik alles für Logiken umsetzen konnte.

    Könnte man die Weiche zusätzlich auch noch lokal umstellen, bräuchte es eine wesentlich aufwändigere Mechanik. Die müsste zusätzlich auch noch absichern, das die Weiche nur dann lokal umgestellt werden kann, wenn der Fahrdienstleiter gerade keine Fahrstraße einstellt/eingestellt hat und zusätzlich auch den lokalen Hebel vom Stellwerk aus umstellt, wenn der Fahrdienstleiter eine Fahrstraße einstellt. Das wäre ein ziemlicher Aufriss gewesen, für einen relativ kleinen Vorteil und wurde daher afaik nicht gemacht.


    mfg

    Johannes

  • Vielleicht kann ein netter Forenmitarbeiter diesen Baubericht in die richtige Abteilung verschieben? :S

    Mir ist da am Anfang ein Mißgeschick passiert und ich habe ihn in die falsche Rubrik eingestellt. :cursing:

    Leider jetzt erst entdeckt. :huh:

    mit einem lieben Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!