Panzerkorvette S.M.S. Sachsen HMV mit LC-Satz

  • Tach die Herren,


    nach langer Abwesenheit, v.A. wegen gesundheitlicher Malaisen und deren Behandlung, wäre es mal wieder an der Zeit und außerdem möglich einen neuen Baubericht anzufangen...den man dann auch hoffentlich fertigkriegt. Der letzte (Fähre Nordfriesland) wurde leider wegen obigem unterbrochen und dann wegen zu viel Zeit dazwischen beendet. Ich gelobe aber Bilder vom fertigen Dings in die Galerie einzustellen. Irgendwie ist das dann doch noch fertig geworden.


    And now for something completely different:

    Bei den Kaiserlichen, nichtgrauen fehlt mir außer der Jacht Hohenzollern vom HMV eigentlich nur noch die SMS Sachsen. Daher gedachte ich, die als nächstes Projekt zu bauen.



    Und allererstens baut man ja das Spantengerüst. Ich habe die Spanten alle verdoppelt, das hat sich bei den letzten Modellen, wegen Stabilität, als sinnvoll erwiesen. Das Ganze dann mit lösbarem Kleber auf eine Glasplatte gesetzt, damit sich nix verzieht. Derweilen trocknen die verdoppelten Decksteile unter Gewicht, damit auch die schön platt bleiben und sich nicht wellen. Das dauert, daher bis demnächst...

  • Vielen Dank für die vielen Daumen und so! Ich hoffe ich kriege was Ordentliches zusammen.


    Nach Anleitung sind als nächstes die Hauptdeckteile dran. Ich verdoppele die wie immer, damit wird das Ganze stabiler. Die angegebenen Öffnungen für die Lüfter habe ich nicht ausgestanzt, ich klebe die Lüfter stumpf auf die Markierungen. Dafür habe ich die Öffnungen ausgestanzt, die m.E. Lichter oder Bullaugen in das Unterdeck sein müßten, und habe die "verglast" (mit der berühmten dickmachenden Folie). Zum Verdoppeln großer Teile kopiere ich die auf geeigneten Karton, schneide sie genau aus und verklebe mit Sprühkleber flächig. In diesem Fall habe ich die Klebelaschen für die Bordwände erst mal dran gelassen (einfach), mal sehen, möglicherwese entferne ich die noch, Klebefläche ist durch das Verdoppeln genug da.


      


    Nachdem das Hauptdeck mit dem Spantengerüst verbunden ist, sollen der Anleitung nach zuerst die Bordwände angebaut werden. Ich habe mich da anders entschieden, weil der Bug bis zum Backdeck oben abschließt. Ich habe also zunächst die Rahmenteile und das verdoppelte Backdeck angefertigt. Dazu sind einige Klüsendeckel und zwei Türen zu verdoppeln, auszuschneiden (Kantenfärben nicht vergessen) und anzubringen. Auf dem Backdeck gibt es am Bug einen Kran, der auf einer drehbaren Fläche montiert ist. Um die drehbar zu kriegen, das Backdeck kopieren, die drehbare Fläche ausschneiden und mit verschieden großen Kreisscheiben (hier hilft der Screwpunch) am Backdeck befestigen. Dazu habe ich in die Mittenmarkierung ein Loch 3,5mm gestanzt, auf die Drehscheibe mittig von unten zwei Scheiben mit 3,0mm geklebt, das Ganze von oben in das Loch auf dem Backdeck und von unten mit einer 5,0mm Scheibe gekontert. Dann kann sich das drehen.


     


    Den Kran habe ich auf später verschoben. Jetzt geht es an die Bordwände, dafür muss einiges an Kleinteilen vorbereitet werden. Ich habe mich zur Anbringung für die "Sockenmethode" entschieden, das sollte eigentlich gut klappen, weil das Backdeck ja schon drauf ist...


    bis demnächst

  • Hallo Max,

    2 kurze Fragen, was ist in diesem Fall, die

    "Zementfabrik", und was ist die "Sockenmethode"

    Begriffe die ich gerade nicht einordnen kann... :) :) :) :) :)


    Viele Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,


    also erschtens, den Spitznamen Zementfabrik erhielt die Sachsen deshalb, weil ihre Schornsteine nicht, wie üblich in Reihe hintereinander, sondern paarweise nebeneinander auf Deck angebracht waren. Das hing mit dem Antrieb in zwei getrennten Maschinenräumen des Schiffes zusammen und sah eben nicht unbedingt "schiffsmäßig" aus.


    und zweitens: Das mit der Sockenmethode erkläre ich im nächsten Kapitel des Bauberichtes noch mal genauer, wenn ich die Bordwände montiere. Man verbindet die beiden Teile der Bordwände entweder am Bug oder am Heck (wo es bei dem jeweiligen Schiffstyp besser ist) mit einem Stück Seidenpapier und zieht dann das Ganze von vorne oder eben von hinten beginnend über das Spantengerüst, so wie man einen Socken anzieht, und verklebt auf beiden Seiten bis man zum Verschluss am anderen Ende kommt.


    Schönen Gruß, Max

  • .....vielen Dank für die schnellste Beantwortung belangloser Fragen.

    1.Begriff, kannte ich wirklich nicht.

    2.Begriff, kannte ich auch nicht, aber so ähnlich mache ich das auch.

    Viele Grüße Andreas

  • Hallo Max,

    da werde ich mich dazusetzen und schauen. Den Dampfer habe auch liegen. Schaut schon sehr gut aus wünsche weiterhin gutes Gelingen.


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Vielen Dank für die Daumen, hallo Michel,

    schön dass ihr alle da seid!


    Also die Bordwände...das ist ja immer so eine Sache. Bei diesem Schiff ist der vordere Teil eher problemlos, weil stangengerade, die Schwierigkeiten kommen erst am Heck, wo es doch eine einigermaßen mehrdimensionale Krümmung vorzuformen gibt. Daher habe ich mich für eine Bugseitige "Socke" entschieden und arbeite mich dann langsam nach hinten vor. Zur Vorbereitung habe ich die Bordwände zunächst vorgeformt und dann die Anbauteile (Ankerklüsen) drauf gesetzt. Die Öffnung für die Ankerkette habe ich ausgestichelt und offen gebaut, die Hebeseile aus gezogenen Gussästen dargestellt.


     


    Die oberen und unteren Leisten habe ich vorbereitet, die werden aber erst "am Schiff" angebaut. Die beiden fertigen Bugwände habe ich dann am Bug mit einem Stück sehr dünnem Seidenpapier verbunden, so dass das Ganze dann über den Bug nach hinten gezogen werden kann.


      


    Vorne passt's erstaunlich gut. Beim nach hinten verkleben habe ich den überstandfreien Ansatz an das Hauptdeck nicht immer hundertprozentig hingekriegt, aber im Ganzen bin ich zufrieden.


      


    Im Anschluss habe ich noch die Anbauteile (Klüsendeckel, obere und untere Leisten) drangesetzt, wobei die Leiste über der Wasserlinie wegen der Anpassung an die weißen, senkrechten Linien (ich nehme an, dass das außen angebrachte Stützstreben vorstellen soll) nicht ganz einfach war. Die Leisten sind alle vier gleich gezeichnet, was bei Backbord- und Steuerbordanbringung nur mit Stückeln geht. Falls das wirklich Streben oder was in der Art sein sollten, werde ich da am Ende des Baus noch was basteln, genau wie bei den einfach nur aufgemalten Steigleitern, die leider nicht im LC-Satz enthalten sind. Bei der Beowulf habe ich die aus Draht gebaut, mal sehen...

  • (…)

    Im Anschluss habe ich noch die Anbauteile (Klüsendeckel, obere und untere Leisten) drangesetzt, wobei die Leiste über der Wasserlinie wegen der Anpassung an die weißen, senkrechten Linien (ich nehme an, dass das außen angebrachte Stützstreben vorstellen soll) nicht ganz einfach war. Die Leisten sind alle vier gleich gezeichnet, was bei Backbord- und Steuerbordanbringung nur mit Stückeln geht. Falls das wirklich Streben oder was in der Art sein sollten, werde ich da am Ende des Baus noch was basteln, genau wie bei den einfach nur aufgemalten Steigleitern, die leider nicht im LC-Satz enthalten sind. Bei der Beowulf habe ich die aus Draht gebaut, mal sehen...

    Moin Max,


    nach Ansicht alter Fotos vermute ich stark, das die Linien Fenderleisten darstellen sollen. Es gab eine durchlaufende Leiste knapp unter der Bordwandobenkante und eben vier senkrechte Stücke. Ein einfaches- oder gedoppeltes Stück Karton könnte als Darstellung passen.


    Viele Spaß noch mit der Zementfabrik,

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Servus Klaus,


    vielen Dank für den Hinweis, ich hatte mir schon sowas gedacht. Aber so weiße, gemalte Linien auf einem schwarzen Rumpf gehen gar nicht. Da werde ich am Schluss, zusammen mit den Steigleitern was dran machen.

    Ich bin mir allerdings sicher, dass ich (wie bei der Beowulf) gelegentlich Expertenrat brauchen werde; so Einiges ist in dem Baubogen nicht ganz klar, was das darstellen soll und wie es schlussendlich aussehen soll.


    Nachdem die Bordwände dran sind, muss noch der Kran auf dem Backdeck montiert werden. Ich habe seine Plattform drehbar gebaut, funktioniert auch gut.



    Die nächsten Teile sind die Schanzkleider vorne und die Staukästen und Ascheaufzüge an ihrer jeweiligen Innenseite.


      


    Da gibt es dann doch einiges vorzubereiten, Kantenfärben, Teile vorformen bzw. runden (ich verwende dazu verschiedenen Kugelpunzen). 


    So, und dann wird das Ganze an Bord eingebaut. Bei den Ascheaufzügen ist hinten, also Richtung Bordwand eine Papierbreite aufzukleben, damit das Häuschen mit dem Schanzkleid eine Fläche bildet. Da aber das Schanzkleid verdoppelt ist, sollte man auch das aufzuklebende Teil verdoppeln, sonst langt's in der Breite nicht.


        


    Soweit so eigentlich ganz gemütlich zu bauen, das nächste Kapitel widmet sich der Mittelbarbette, und die hat es (sieht erst gar nicht so aus) ein bisserl in sich.

    Bis dahin...

  • Hallo Max,


    schicke Baufortschritte, gegen die weißen LInien am Rumpf muss man natürlich etwas machen.


    Was den Ankerkran auf der Back angeht - m.W. war nicht die Scheibe drehbar. Diese stellt eine Plattform mit umlaufender Schiene dar. Der Kran selber war im Zentrum der Scheibe beweglich gelagert und der nach unten zeigende Ausleger hatte am Ende Rollen, die an der Schiene liefen.


    VG


    Zaphod

  • Moin Max,


    so ändern sich die Zeiten: Als die SACHSEN in den 90er Jahren herauskam, setzte der Bogen neue Maßstäbe im Kartonmodellbau. Heute regt die Vorlage zu weiteren Ergänzungen und Verfeinerungen an.


    Zaphod hat Recht: Der Ringe ist eine Schiene auf der sich der Ankerkran dreht. Oder haben wir Dich nicht richtig verstanden? Auf dem Foto sieht Deine Konstruktion jedenfalls gut aus.


    Das beste Modell der SMS SACHSEN welches ich kenne, ist hier:

    https://www.arbeitskreis-histo…tglieder/modelle/sachsen/

    Leider sind die Bilder nicht sehr groß. Es sind aber sehr viele tolle Details erkennbar. U.a. ist der Auscheaufzug gut zu sehen. Ein tolles Detail, das ähnlich auch auf der BEOWULF vorkommt.


    Viele Grüße

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Servus Zaphod, Servus Klaus,


    Danke für euren Hinweis, bzgl. des Ankerkrans. Dummerweise habe ich die runde Plattform drehbar gebaut. Theoretisch könnte man das rückgängig machen, aber dann wäre der Kran nicht mehr drehbar. Hätt' ich's mal vorher gewusst, dann hätte man da was entsprechendes basteln können. Ich muss noch bissel drauf rumdenken, wie man das Malheur vielleicht noch beheben kann.


    Ach ja, und Danke Klaus für den Link, kann man brauchen! Da wird doch einiges klarer. Das mit dem Ascheaufzug werde ich sicher versuchen umzusetzen.


    ...weiter im Text: Als Nächstes ist die Schanz für die Mittelbarbette zu bauen. Das sieht einfacher aus, als es ist, es hat sich herausgestellt, dass das mit den Wänden abschließende Aufsetzen des "Deckels" v.A. in den Kurven durchaus problembehaftet ist.


     


    Die Aussen- und Innenschanz sind erst mal einfach zu bauende Teile, das Montieren an Bord dagegen ist nicht so ganz trivial. Ganz wichtig dabei ist, darauf zu achten, dass die Wände an jeder Stelle senkrecht stehen. Sonst gibt das mit dem Deckel Verzug.


      


    Man sieht, an der linken vorderen Ecke hat's nicht ganz so geklappt, wie gewünscht. Da ist an der Außenschanz ein leichter Zug nach innen, der durch das Einsetzen der Abstandshalter entstanden ist.

    Soweit so gut, im nächsten Kapitel dann die Schanzkleider hinten...

  • Und weiter geht's...


    ... Schanzkleider hinten: Die werden alle drei durch Falten verdoppelt, Kantenfärben nicht vergessen, und dann, möglichst in gerader Linie an Bord gebracht.


      


    Dann folgen die Ankerlager (34/35). Beim Ausschneiden der dafür nötigen Teile muss vor Allem an den stumpfen Klebekanten darauf geachtet werden, dass diese gleich lang sind. Dazu lieber noch mal messen und an dem ein oder anderen Teil etwas mehr dranlassen. Bisschen übermalen geht immer, zu viel abschneiden noch schneller. Dann gut vorformen und an Bord ausprobieren, bevor das endgültig verklebt wird. Ich musste an eine Stelle etwas nacharbeiten, die gezeichneten Linien sind nicht immer so genau.


      


      


    Die eigentlichen Ankerlager, bzw. die "Schweinsrücken" (gab's bei der Beowulf auch in der Form) werde ich gegen Schluss des Baus, wenn so die letzten Außenverzierungen dran sind, aus Draht fertigen und an den Markierungen aufsetzen.

    Weiter geht es dann mit der vorderen Barbette, das wird dann ein eher komplexeres Teil...

  • Hallo erstmal,


    schaut schon sehr gut aus. Weiterhin gutes Gelingen.


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Danke Michel und auch den Daumenhebern, das motiviert!


    Ja, die vordere Barbette. Es gibt ja glücklicherweise im Bogen eine Schnittskizze, aus der einigermaßen ersichtlich wird, wie das Ding aufgebaut ist. Manche Teile werden aber auch hier nicht ganz so klar, v.A. wo genau die dann hingehören (38h). Auf jeden Fall soll die Plattform innen drehbar gestaltet werden.


    Erst mal alle Teile ausschneiden und wie angegeben einige verdoppeln. Die Scheibe 39e habe ich nicht wie angegeben verdoppelt, ich habe für die Plattform das Teil aus dem LC-Satz genommen, das ist schon dick und steif genug, wenn man 39e unten dagegensetzt.

    Die Anleitung beginnt mit den beiden Teilen für die Panzerung, da ist Vorformen wichtig.

    Dann beginnend mit der verdoppelten Grundplatte zunächst die Versteifungsspanten aufsetzen. Dabei genau die Reihenfolge beachten, damit genug Raum für die Drehscheibe bleibt.


      


    Wie man sehen kann, habe ich am Deckel 39c ein bisschen rumgesupert: ich habe die Klüsendeckel alle verdoppelt und mit dreidimensionalen Verschlüssen (aus gezogenem Gussast) versehen. Dann wird die Achse 39 eingebaut, mit dem unten ausgesparten Schlitz auf den Mittenspant aufgesetzt. Ich habe als Deckel nicht das vorgesehene Teil benutzt, sondern eine passende Scheibe aus dem LC-Karton ausgestochen. Die passt besser zur LC- Plattform.


       


    Die beiden vorgefertigten Scheiben, Teil f habe ich verdoppelt, dann dreht's leichter, werden dann als drehbares Teil (das "wie" ist hier aus der Skizze gut ersichtlich) mit der Plattform c verbunden. Kleber ist dabei nur auf dem Teil f, das sich mit der fertigen Plattform verbindet.


      


    Dann wird das Ganze auf der Grundplatte angebracht, nicht an der Achse verkleben. Nur der Deckel 39 wird am Rand mit der Innenhaut der Panzerung verklebt. Die Munitionskranschiene 37b habe ich jetzt erst eingebaut. Bei diesem Teil soll man eine sehr dünne Linie im Bogen falten, verkleben und dann ausschneiden. Einfacher geht's, wenn man einen dünnen Streifen aus dem bereits ausreichend dicken LC-Karton in der passenden Länge schneidet.


    Dann soll die Außenhaut drauf, dazu gibt es wieder Abstandshalter im Bogen. Anschließend noch den Rahmendeckel drauf, und das Teil ist fertig. Das mit dem Deckel ist gar nicht mal so einfach, Da die Panzerung vorne ansteigt, müssen die beiden Enden des größeren Teiles etwas nach oben geformt werden. Bei mir hat das nicht ganz so geklappt, ich habe deshalb mit etwas Weißleim "gespachtelt". Das sieht im Macro gröber aus, als es ist; mit etwas mattschwarz überstrichen passt das ganz gut.


      


    zum Schluss habe ich noch die Markierungen auf der Außenhaut geschwärzt. Dann kann man das Teil einbauen.



    ..dann bis demnächst...

  • Habe den Bogen auch hier liegen, bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen ihn zu bauen.

    Werde dein Bericht verfolgen, denk mal er wird eine Hilfe sein.


    Grüße Roberto

  • Hallo erstmal,

    Habe den Bogen auch hier liegen, bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen ihn zu bauen.

    Werde dein Bericht verfolgen, denk mal er wird eine Hilfe sein.

    sehe ich genauso.


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Hallo Roberto, hallo Michel,


    ja dann hoffe ich mal, dass ich den Erwartungen halbwegs gerecht werden kann!


    Weiter geht es mit dem Panzerstand Teile 42- 45. Hier gibt es zum ersten mal einen kleinen Konstruktionsfehler zu beheben. Das Teil für die Innenfläche (44-a) des Panzerstandes ist zu kurz, das heißt, wenn später die Abdeckung mit dem Brückendeck drauf kommt, ist das Dreieck zu klein und es gibt Lücken zur Abdeckung. Wenn man genau hinschaut, sieht man nach dem Vorformen des Teils, dass die Zeichnung der Gräting auf der Grundplatte größer ist als das umgebende Teil. Ich habe das dann mal an die entsprechende Stelle am Brückendeck (Teil57) drangehalten, und bin auf eine Lücke von ca. 2mm gekommen. Anhand des Brückendecks habe ich mir dann einen Dummy für die Abdeckung zurechtgeschnitten und einen 2mm breiten Streifen aus gefärbtem Abfallkarton auf ein Stück ebensolchen geklebt, so dass der Streifen genau in die Lücke geklebt werden kann.


      


    Zum Einbau an Deck muss nun zunächst Teil 42 bugseits innen an die Markierung an der Barbette geklebt werden.



    Da drauf kommt dann nach Fertigstellung der Panzerstand. Dazu muss noch die Steuersäule nebst Steuerrad (aus dem LC-Satz) und ebenfalls eine kleine Leiter (LC) angebracht werden. Leider sind die zugehörigen Bilder nicht ganz scharf, ich hoffe man sieht trotzdem was wichtig ist.


      


    Ich habe dann zunächst den Panzerstand auf seine Markierung gesetzt und erst zum Schluss die Außenfläche angebracht. Beim Verkleben muss man darauf achten, dass die Außenhaut gut mit dem Unterteil und der Außenwand der Barbette abschließt.



    So weit so gut. Den Dummy für die Abdeckung habe ich inzwischen gelb eingefärbt und aufgehoben. Ich denke, dass die (die Abdeckung) nicht einfach auf das Brückendeck aufgemalt war, so dass man hier möglicherweise ein erhabenes Teil brauchen kann. Schau mer mal...


    In der Folge sind eine ganze Reihe an Kleinteilen zu bauen, bis dahin...

  • ...und schon geht's weiter:


    Bei neuerlicher Betrachtung des letzten Bildes im vorangegangenen Kapitel ist mir unangenehm aufgefallen, dass ich die Grundplatte einfach so eingebaut habe, mit der aufgemalten Gräting. Da muss ich bei Gelegenheit noch mal ran, das sieht nicht aus. Da muss sich doch was Besseres mit einem geschnitzten Teil aus einem Standard LC-Satz machen lassen.


    Aber zunächst mal weiter im Text. Es sind vier (drehbare) Geschützlager zu bauen.



    Die Teile dazu erst mal aus dem Bogen ausschneiden, die Rahmen zu Ringen formen und die eigentlichen Plattformen aus dem LC-Satz nehmen.



    An den Plattformen sind vorne kleine, dreieckige Fortsätze, die mit einer Pinzette nach unten gebogen werden; die stellen dann die Lagerböcke in der auf das Decksteil aufgemalten, halbrunden Schiene dar. Ich hatte zunächst überlegt, da kleine Räder einzubauen, hätte dann aber die Schiene entsprechend vertiefen müssen, und das ist nachträglich eher weniger zufriedenstellend machbar. Also hab ich's gelassen.



    Im Anschluss werden die Rahmenringe an Bord gebracht. Dabei muss man darauf achten, den kleinen, weißen Strich auf den Rahmenringen mit der Markierung auf Deck in Linie zu bringen, sonst wird das Ganze, der Decksneigung wegen, schief.

    Die im Hintergrund des letzten Bildes sichtbaren Plattformen sind nach der Methode aus dem vorletzten Kapitel (vordere Barbette) bereits mit ihrer Dreheinrichtung verbunden. Damit die drehbar bleiben, wird nur der äußere Rand des mit der schwarzen Fläche nach oben eingebauten Ringes am auf Deck befindlichen Rahmen oben vorsichtig angeklebt.


      


    Wie zu sehen, funktioniert die Sache mit dem Drehen. Weil noch Zeit war, habe ich noch das Mastlager (47) als letztes Teil der heutigen Session eingebaut. Kleine Vorplanung: Der eigentliche Mast, der dann auf dem Brückendeck steht, wird mit einer hölzernen "Seele" verstärkt, die durch das Deck und das Mastlager bis zur Grundplatte gehen soll. Nur so wird das Ganze stabil genug für die anschließende Takelung und die "Bäume".


    Im nächsten Kapitel muss dann der Glaser ran...

  • In diesem Kapitel geht es um Niedergänge, Lüfterklappen und Glaserarbeiten.


    Die Niedergänge und Lüfterklappen sind in diesem Fall alle kleine rechteckige Kisten, auf die im Falle der Niedergänge je eine verdoppelte Tür oder Schot aufgeklebt werden muss.


      


    Ein bisschen schade finde ich, dass im LC-Satz Die Lüftergitter nicht enthalten sind, das wäre ein schönes Detail. Ich hatte mit dem Gedanken gespielt die einzuschneiden und aufzubiegen, aber das ist in dieser Größe dann doch eher unwahrscheinlich, dass das gut wird,


    Bei den Lichtkisten ist das was anderes, ich neige dazu alles, was möglich ist zu verglasen. Dazu färbe ich zunächst die Klebefläche auf Deck grau ein, damit man nachher die Baunummer durch das Fenster nicht mehr lesen kann.

    Anschließend schneide ich die Fensteröffnungen aus, auch die in den Aufzusetzenden Rahmen. Die Zwischenholme setze ich nach der Verglasung aus gezogenen Gussästen wieder ein. Ich verglase wahlweise mit der Lübecker Marzipanfirma oder mit dem Kirschenersatz, die innenliegende Folie finde ich ideal.


      


    Das sind dann so ein bisschen die Grenzen der Macrophotographie, das Ganze sieht immer wesentlich schlimmer aus, als es dann tatsächlich ist.

    An Bord gebracht sieht's dann so aus:


      


    Im Anschluss daran habe ich noch die Geschichte mit der Gräting im Panzerstand geändert. Also ein passendes Teil aus dem Standard LC-Satz geschnitzt, die Kleinteile vorsichtig von der Grundplatte gelöst und dann das Ganze wieder zusammengebaut.


      


    Zum Schluss noch die Innenwand korrigierend angepasst, so gefällts mir besser.


    bis demnächst...

  • Danke Helmut, jetzt weiß ich auch endlich wie das Zeug heißt :thumbsup: .


    Weiter geht's mit zwei Spills, auf dem Hauptdeck am Heck und auf dem Backdeck. Dazu müssen eine ganze Menge Kleinteile vorbereitet werden. Die runden Scheiben müssen verdoppelt bzw. vervierfacht werden, damit die Dicke des Umleimers erreicht wird. Die Basis wird ebenfalls verdoppelt.



    Zusammengesetzt sieht das dann so aus:



    Und an Bord gebracht:


      


    Im nächsten Schritt sind vier kleine Lüfter zu bauen, die neben dem Panzerstand (56) und hinten innen in der Mittelbarbette (55) montiert werden.

    Die bestehen aus je zwei Teilen, die ich mit einer Präpariernadel runde. Die ist mir dabei dann endgültig abgebrochen :cursing: . Nach Jahren gemeinsamen Modellbaus ;( . Also sofort was Neues geordert, kommt aber erst nächste Woche, also Zwangspause...zefix...


      


    An Bord sieht das dann so aus:


      


    Wie man sieht, habe ich die Lüfter innen in der Außenfarbe gelb gefärbt. Auf Anraten einiger verdienstvoller Kollegen aus dem Forum habe ich das schon bei der Beowulf so gemacht. Das erscheint irgendwie logischer als rot oder Schwarz. Bei dem von Klaus weiter oben zur Ansicht vorgeschlagenen Modell sind die Lüfter innen rot. Allerdings sind da auch einige andere Sachen anders als im vorliegenden Modell gefärbt: Die Abdeckung der Mittelbarbette ist da gelb, die vordere Barbette ebenfalls und das Kartenhaus, das hier weiß ist, erscheint dort in Holzoptik. Wie man das dann macht, muss jeder für sich entscheiden, wie schon mal gesagt, bissel Phantasie ist immer. Zum Färben verwende ich auf Papier Aquarellstifte oder direkt Aquarellfarben, die sind erstaunlich lichtecht. Auf anderen Materialien Acrylfarben für den Plastikmodellbau.


    Ja dann, guckst du weita...

  • Moin Max,

    Ich glaube, die Diskussion über die Innenseiten der Lüfter hatten wir mal bei Deiner VICTORIA LOUISE. Es ist vielleicht ein Modellbauerreflex, dort zu Rot zu greifen. Das muss historisch nicht unbedingt richtig sein. Man müsste auf alten Fotos gucken, ob die Grautöne an den Stellen unterschiedlich sind. Und ob ein hölzernes Kartenhaus mal angemalt war, kann sein oder kann nicht sein. Auch da würden nur Originalfotos helfen.


    Viel Spaß noch beim Weiterbau

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Hallo,


    es müssen nicht unbedingt Fotos sein, etliche ältere Kaiserliche sind damals auch farbig für Publikationen gezeichnet worden und warum sollte man da willkürlich von den Originalfarben abgewichen sein?


    VG


    Zaphod

  • Naja, es gibt eine bekannte Darstellung von der BEOWULF im weissen Tropenanstrich den das Schiff nie hatte (findet sich im Internet). Ich kenne auch eine Lithografie vom Kanonenboot EBER mit weißem Rumpf und grauen Aufbauten die das Schiff auch nicht hatte. Manchmal wurden solche Bilder vor Indiensstellung hergestellt oder - wie bei der BEOWULF - als mögliche Einsätze geplant waren die aber in der Realität nicht ausgeführt wurden. Maler wie Stöver, Bohrdt und Bergen arbeiteten mit viel Recherche und Sachkenntnis, konnten jedoch auch mal irren.

    Von der SACHSEN habe ich im Netz ein Foto gefunden, auf dem die Lüfter schwarz sein können. Auf einem anderen erscheinen sie gelb, auf einem weiteren könnten die Innenseiten dunkel gemalt sein, vielleicht rot?

    Es bleibt schwierig...

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Servus Klaus, servus Zaphod,


    ja schön, dass ihr so hilfreich dabei seid! Das mit den Farben ist ein Thema, nicht nur bei den Lüftern. Ich habe mir immer wieder alles, was man so an Bildmaterial im Netz findet, damals zu Beowulf und jetzt zu Sachsen, angeschaut. Da gibt es von "sieht plausibel aus" bis "nö, eher nicht " alles. Ich habe Abbildungen mit Schornsteinen in grau mit roten Ringen, mal einem, mal zweien gefunden, gelbe und schwarze, mit Kragen und ohne...Wo wir grade bei Schornsteinen sind: Die Bilder von dem Modell, die Klaus mir dankenswerterweise geschickt hat, sind da auch nicht eindeutig. Auf einer Abbildung gibt es einen schwarzen Kragen, auf einer einen gelben. Und die Dampfpfeifen sind auf einem Bild gelb, wie im HMV Modellbogen und auf dem anderen scheinen sie in Messing belassen zu sein. Ich bin am Überlegen, wie ich das löse, denke aber, dass ich einen schwarzen Kragen fertigen werde und die Dampfpfeifen gelb, also sozusagen in "Wagenfarbe" lackieren werde. Das habe ich bei der Beowulf auch so gemacht, und das wirkt ganz gut. Auf dem Bild noch ohne Verstagung.



    Ich habe mich auch gefragt, warum bei diesem Modell keine Steigleitern an den Schornsteinen angebracht sind, habe aber auch auf den zur Verfügung stehenden Abbildungen keine gefunden. Gab's wohl nicht. Wäre sonst ja ein Leichtes, da was hin zu supern.

    Mal sehen, im Moment bin ich eher am recherchieren und planen, wie Teile, eben wie die Schornsteine und der Mast, aber auch im Bogen gar nicht enthaltene Sachen wie der Ascheaufzug gebaut werden könnten.


    Schöne Grüße erstmal...

  • Illustre Gäste muss man begrüßen: Hallo Hajo, schön, dass Du dabei bist!


    ...und weiter geht es mit dem Brückendeck (57). Das ist ja mal eine anspruchsvolle Form, v.A. weil die mit einem Unterteil gedoppelt werden muss. Sieht ein bisschen aus wie ein Flaschenöffner mit Armen. Nach dem Verdoppeln müssen einige Öffnungen ausgeschnitten werden: die für den Panzerstand, die für den Mast und der Schlitz für die Steuersäule. Dabei stellt man dann fest, ob man deckungsgenau geklebt hat. Ich habe alle Relingteile abgeschnitten, weil ich die aus dem LC-Satz nehme und den entstandenen Rand gelb gefärbt.

    Ich habe schon mal einige Teile vorbereitet, die da angebaut werden müssen: Die Gräting für den Steuerstand habe ich aus einem Standard-LC-Satz geschnitzt und mit dem Rahmen aus dem Bogen beklebt. Den Rahmen um den Panzerstand habe ich mit einem verdoppelten Stück beklebt, ich glaube, dass da was war, einfach aufgemalt war's eher nicht. Die Steuersäule (57b) durch den Schlitz zu schieben wird noch spannend, aber das passiert erst nach der Montage des Decks.

    Dann das Deck umgedreht und die Stützen angebaut. Ich habe die aus dem LC-Satz genommen. Da sind allerdings ein paar kleine Korrekturen nötig, weil die Teile nicht überall deckungsgleich mit den Markierungen auf dem Deck sind. Der Schlitz für die Steuersäule muss versetzt werden, das heckseitige Teil muss eingekürzt werden, sonst steht's hinten raus.


        


    Auf dem dritten Bild ist schon mal mein Modellbauerschmerz sichtbar: Da ist was von vorneherein nicht stabil genug. Da das Brückendeck vorne auf dem Panzerstand aufliegt und hinten auf dem Mastlager, hatte ich gehofft, dass die Stützen aus dem doch vergleichsweise steifen LC-Karton halten würden. Tun sie aber zum Teil nicht. Hajos Methode mit dem Schnellschleifgrund zum Versteifen klappt hier leider nicht, weil der LC-Karton dabei deutlich die Farbe verändert. Da beim Verkleben doch etwas Druck von oben nötig ist, wird da wohl deshalb noch mehr knicken. Ich habe vorsichtshalber schon mal gelbgefärbten Draht vorbereitet und die Stützen hinter dem Mastlager von vorneherein durch Draht ersetzt. Hält einfach besser und sieht, weil's nicht knickt doch besser aus.


      


    Bei der Montage habe ich mich von außen nach innen gearbeitet: Die inneren Stützen an den "Armen" habe ich auch aus Draht gebaut, dann kann da später nichts mehr passieren. Für die Verklebung der Stützen auf Deck habe ich Sekundenkleber benützt, weil doch etwas Spannung von oben drauf ist, und beim Halten bis der Kleber trocknet sonst Knicke entstehen können.



    Insgesamt hat das ganz ordentlich geklappt, in Anbetracht der doch etwas fitzeligen Stützen.


    Im nächsten Kapitel geht es dann um das Kartenhaus und dann langsam um die Schornsteine, wobei noch einige Entscheidungen zu treffen sind...


    bis dahin...

  • Moin Max,

    die Ringe an den Schonsteinen markierten die Position des Schiffes in der Gefechts- bzw. Schlachtlinie. Die Farben der Ringe (Rot, Blau, Gelb?) definierten das zughörende Geschwader. Die Anzahl und die Farben der Ringe konnten je nach Manövererfordernissen wechseln.

    Steigeisen oder Leitern habe ich bei diesen Schiffen im Zustand mit den vier Schornsteinen noch nie gesehen.

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Danke für's Lob und auch allen Daumenhebern, bei dem Fummelkram, der ansteht, ist Motivation dringend von Nöten!


    Ja und immer wieder Danke Klaus für die Info, du immerwährender Quell des Wissens! Ich bin mir sicher, dass da noch einige Fragen kommen werden, aber Du hast ja die Antworten.


    So, weiter geht's zunächst mit dem Kartenhaus. Ich habe das in der vorliegenden Färbung (weiß) gelassen. Die Fenster sind verglast, und die unter den Fenstern sitzenden Scheibenabdeckungen habe ich aus verdoppelten Abfallstreifen gefertigt. Bei der Emden waren die im Bogen dabei, hier muss man sich selber was schnitzen.


      


    und da steht's dann auch schon auf dem Brückendeck.


    Damit das Schiff seinem Spitznamen gerecht wird, müssen jetzt die Schornsteine, vier an der Zahl gefertigt werden. Dafür braucht es etwas an vorbereiteten Teilen, die so nicht im Bogen enthalten sind. Die Dampfpfeifen habe ich aus Messingrohr im Durchmesser 1,1 mm geschnitten, und mit Airbrush passend lackiert. Mir gefällt "rund" in so einem Fall einfach besser, als die flachen Leisten aus dem LC-Satz.


      


    Dann habe ich mich nach Ansicht verschiedener Bilder dazu entschlossen, je einen Kragen aus schwarzer Drahtlitze, einen Verstagungsring mit Befestigungslagern und äußere Befestigungsleistchen für die Dampfpfeifen zu bauen. für letzteres habe ich gelb gefärbten Abfallkarton aus dem Bogen benützt, da ist genug übrig, weil ich ja die Stützen für das Brückendeck aus dem LC-Satz genommen habe. Nach der Vorbereitung der Kleinteile geht der Schornsteinbau mit den Sockeln los.

    Dazu muss man beachten, dass die Umlaufleisten (64/65) um das gerundete hintere Ende der verdoppelten Scheibe 64a mit der Naht geschlossen werden müssen. Nur so kann die Decksneigung ausgeglichen werden und die Schornsteine stehen am Ende gerade. Ich musste nach dem ersten Versuch noch mal ändern (read that fucking manual :cursing: ). Außerdem ist hier Backbord und Steuerbord unterschiedlich. Ich habe mir das mit Bleistift markiert, damit's nachher sicher passt.


      


    Anschließend die vier verdoppelten Scheiben 66 a/b auf die Sockel kleben. Dann wird das Ganze an Bord gebracht, indem 66b (der Sockel mit den drei Dampfpfeifen backbord achtern steht.



    So, das war's mal soweit, hoffen wir, dass das alles schön grade ist, damit die Schornsteine nachher nicht windschief werden...


    bis dahin....

  • Das sieht doch super aus.

    Ich muss sagen, mir taugen die hmv Modelle total, mag den Maßstab auch und das gefummel mit den kleinen Teilen super.

    Weiter so Frank :thumbup:

  • Ja, danke nach Oberösterreich, Frank oder? Es gibt in dem Verlag durchaus sehr schöne Modelle, und bei aller manchmal anfallenden Kritik, i mog's aa!


    Und weiter geht's im Schornsteinbau: die vier Sockel müssen gebaut werden. Ist erst mal das normale im Kartonbau: vier gleiche Röhren unten und oben mit passenden, verdoppelten Scheiben verschlossen.


      


    Da drauf müssen dann noch ebenfalls doppelte Scheiben aufgesetzt werden, die die eigentlichen Schornsteinrohre tragen. Dann wird das Ganze an Bord gebracht. Dabei schon mal darauf achten, dass die Sockel senkrecht und zueinander parallel stehen. Die Naht schön nach achtern, die sieht man dann eh nicht mehr, wegen der Dampfrohre.



    Anschließend werden die Schornsteinrohre gefertigt. Das ist nicht ganz so einfach, weil die ein Innenleben aus einem schwarzen Streifen für das obere Viertel haben und eine schwarze Scheibe, die das nach unten abschließt, so dass von oben nix weißes mehr sichtbar ist. Die Scheibe jeweils so reinzufummeln, dass die richtig sitzt...naja, dauert etwas. Der Streifen muss etwas angepasst werden, der ist etwas zu lang. Zum Schluss wird noch ein waagrecht zum Schiff stehender Trenner eingebaut.


        


    Ich habe das jeweils noch mit einem Kragen aus schwarzer Drahtlitze gekrönt. Sieht auf dem Bild gröber aus als in Wirklichkeit.

    Aus den Bildern von dem Wettbewerbsmodell habe ich gesehen, dass es im oberen Drittel noch einen Ring gibt, der die Befestigungen für die Verstagung trägt. Den habe ich aus verdreifachten Abfallstreifen und kleinen Dreiecken aus Restkarton hergestellt. Die Dampfrohrbefestigungen habe ich aus dem LC-Satz genommen.


        


    So, dann mal kurze Pause, vor dem an Bord bringen, sonst wird's mit den Bildern schwierig und außerdem dauert sowas...

  • ...Pause vorbei! Die Schornsteine müssen an Bord gebracht werden und die Dampfpfeifen müssen montiert werden. Ich fange mit dem hinten links (backbord achtern) an.


      


    Die Dampfpfeifen bestehen, wie oben schon gezeigt aus Messingrohr. Die bekommen später noch eine Außenhalterung aus einem dünnen Streifen gelben Kartons.


       


    Im vorletzten Bild sind die Streifen auch schon dran.

    Die Verstagung kommt später, Ich habe geplant, die Aschetransporteinrichtung komplett zu bauen, in etwa so wie sie bei dem Wettbewerbsmodell aussieht. Dabei würde mir das Gekabel der Verstagung im Weg umgehen, wie man hierzulande sagt.

    Nach Anleitung sind jetzt erst mal diverse Lüfter zu bauen, Stückera 16 an der Zahl.


    Schau'n wir mal wie's wird...

  • Lüfter sind ja immer so ein Thema, vor Allem bei Schiffen aus dieser Zeit, weil's da dann schon einige gibt. Es ist also Serienfertigung angesagt. Bei der Sachsen gibt es im Großen und Ganzen zwei Lüftertypen. Da ich nicht weiß, wie die genau heißen, also: "Trötentyp", das ist der mit der Trichteröffnung und "Röhrentyp", bei dem liegt die Öffnung in Form einer Röhre obendrauf. Zuerst mal Trötentyp:


      


    Weil die Klebestellen bei den dünnen Röhrchen immer unter Spannung stehen und man sich mit Weissleim und Uhu ein Loch in den Kopf warten kann, bis das hält, bin ich bei sowas auf Sekundenklebergel umgestiegen. Muss man nur sehr vorsichtig verarbeiten, weil's sonst sichtbare Glanzstellen auf dem Karton gibt. Ich bleibe bei der gelben Innenfärbung, ich finde das nach wie vor am logischsten.


      


    Bei der Fertigung dieser ersten vier Lüfter ist mir meine Dissektionsnadel abgebrochen. Ich benutze die zum runden der Teile, was sehr gut geht, weil die Dinger (die Nadeln) sehr fein sind und einen Griff haben. Ist also nicht so fummelig wie mit Nähnadeln. Ich hab sofort neue bestellt, jetzt muss die Lüfterproduktion warten, bis die da sind. Damit das Warten nicht so lang wird, habe ich mich nochmal mit dem Ankerkran auf dem Backdeck beschäftigt. Das Ding so als einfacher schwarzer Balken gefällt mir nicht, also beim Wettbewerbsmodell nach geschaut und entdeckt was da zu machen wäre. Erstens mal eine Rolleinrichtung für die Kreisschiene und dann noch kleine Rädchen und Achsen über die später die Ankerketten laufen können. Die Rädchen habe ich aus einem Standard LC-Satz genommen. Leider wird aus den Bildern nicht klar, wo die Ankerkette aus dem Boden kommt oder ob da noch eine Winde neben dem Kran steht.


     


    Außerdem hat man noch ein Gräting aus einem alten Bausatz gefunden, die ganz gut da hin passt. Das mit der Kette wartet noch auf eine Lösung.


    Ja, dann warten wir mal auf die Lieferung der Nadeln...

  • Moin Max,

    Deine Tröten sind Drucklüfter :cool:

    Der Kran die te dazu, die Anker auf die Schweinsrücken - die Ablagen - zu heben. Die Ketten waren am Anker angeschäkelt und liefen durch die Ankerklüsen in den Rumpf. Eine Öffnung im Deck gab es nicht. Es war dasselbe Prinzip wie bei der BEOWULF.

    Viel Geduld beim Warten auf die Nadeln,

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Mal wieder Danke Klaus!


    beim Warten auf die Bestellung kann man sich ja schon mal mit Kleinzeug beschäftigen. Also habe ich mal den Kran fertig gebaut und tatsächlich in den Resten eines alten Bausatzes einen Schäkel gefunden (nie was wegschmeißen!). So mit der Rolle sieht das ganz gut aus, ob's der Wirklichkeit entspricht, naja...


      


    Dann war da ja noch was mit dem Ascheaufzug. Bei der Beowulf habe ich den ja auch nach Bildern gebaut, also machen wir das hier auch. Im Gegensatz zum Wettbewerbsmodell habe ich die Anlage in gelb gebastelt mit einer T-Schiene innerhalb der Schanzkleider. Den Rest habe ich aus Draht gebogen. Anschließend habe ich mit dem Dremel entsprechende Löcher in das Deck gebohrt, die Standhaken eingesetzt und dann das Schienensystem installiert.


          


    Das auf beiden Seiten und dann die Innenschiene. Die Steher sieht man schon im letzten Bild oben.



    Schöne Fummelei! Aber lohnt sich wie ich finde.


    Da morgen Sonntag ist, keine Post, schaun wir mal, was man da an Baugruppen vielleicht vorziehen kann...