Französischer Krezuer "Lavoisier" von Oriel, 1:200

  • Liebe Mitbauer,

    nach reiflichem Überlegen habe ich mich nun entschlossen, ein etwas grösseres Projekt in Angriff zu nehmen: die "Lavoisier" von Oriel, die ich hier vorgestellt habe. Dies ist mein erstes Schiff in 1:200, dazu mit Vollrumpf. Es kommt also schon einiges an Neuheiten auf mich zu. Zum Modell habe ich mir auch das Spantenmodell und die Lasercut-Teile besorgt. Es gibt noch ein paar Sachen, worüber ich mir noch nicht ganz klar bin:


    • Sollte ich die Türen aufdoppeln, oder waren sie bündig mit der Aussenhaut?
    • Für die Masten weist der Hauptspant keine Aussparungen auf, aber nur auf Deck verklebt werden sie kaum halten?
    • Fenster werde ich vermutlich ausstechen und mit Transparentfolie hinterlegen
    • Ein Bogen ist nur auf dünnem Papier gedruckt, was ich zu dünn finde. Es wird sich zeigen, ob ich Kopien auf 120g/m2 oder gar 160g/m2 ausdrucke, und daraus die Teile formen werde.


    Gestern habe ich zu Testzwecken ein Beiboot gebaut, aber eben auf dickerem Papier ausgedruckt (auch die Teile, die auf dickerem Karton geliefert wurden). Soweit ging es relativ gut, jetzt habe ich ein "Reserveboot", falls ich die Originalteile in den Sand setze. Es fehlt noch etwas Farbe, der Originaldruck ist etwas kräftiger als meine Kopie. Komisch ist auch, dass die Rumpfform vorne und hinten spitz zuläuft, das "Deck" des Beibootes aber ein Spiegeldeck aufweist?



    Parallel daneben habe ich noch 3 Plastikmodelle am laufen, die Fortschritte werden sicherlich etwas bescheiden sein, bis ich diese vollendet habe. Die Lavoisier ist ein "Testbau", später werde ich die Erfahrungen beim Bau der "Pascal" anwenden. Die ist doch noch etwas komplexer als die Lavoisier.


    Danke für die Aufmerksamkeit!


    Alex

  • Hallo Alex,



    Das dünne Papier auf Bogen 4 ist gewollt, die Teile sollen sich so besser formen lassen.


    Masten immer verankern. Zuerst ein passendes Loch ins Deck schneiden (meist reicht es, die Markierung auf dem Deck auszuschneiden)


    Falls darunter kein Spant liegt: Mast mit Überstand bauen, der so lang ist, dass er auf das nächste Deck bzw. die Grundplatte stößt. Züsätzliche Stabilität schafft eine Hülse, die man unter dem Deck um das Loch herum klebt.


    Falls darunter ein Spant liegt: einen passenden Ausschnitt machen, der Mast sollte mindestens 1cm tief versenkt werden. Damit der eingeführte Mast eine Auflage hat, am Fuß des Ausschnitts zu beiden Seiten des Spants dicken Karton kleben, auf dem der Mastfuß ruhen kann. Auch hier erhöht eine Hülse die Stabilität.


    Und ein Tipp zur Takelung: Fäden, die auf einem Deck enden, lassen sich schwer sauber verkleben. Vor dem Ausschneiden des Decks alle Positionen von Fäden ermiteln und durchnadeln. Jetzt kann man die Fäden mit Hilfe einer Stecknadel ins Deck einführen und verkleben (Weißleim).


    VG


    Zaphod

  • Hallo Zaphod,

    danke für die Tips! :thumbup: Wie ist das mit den Nadeln gemeint, einfach die Takelung ins Nadelöhr einknoten, und dann die Nadel ins Deck einkleben? So dass die Nadel dann im Deck bleibt?


    Alex

  • Hallo Alex,


    tatsächlich noch einfacher: mit einer Nadel ein Loch ins Deck stechen und später wie oben beschrieben durch dieses LOch einen Fadeen führen und verkleben.


    VG


    Zaphod

  • OK, jetzt habe ich es begriffen, danke! So weit bin ich gedanklich noch nicht, ich arbeite gerne mit hochflexiblen Gummifäden, die kann man gut aufs deck kleben (noch ohne Spannung), und wenn der Leim trocken ist, geradeziehen. Diese haben den Vorteil, dass sie halt extrem gummig sind, man kann sie gut spannen, ohne dass sie Kräfte aufbauen, die irgend etwas verformen könnten.


    Aber ja, wenn da schon Löcher im Deck sind, geht es sicher noch einfacher!


    Alex

  • Hallo Alex,

    Klasse Projekt, setze mich mal dazu.

    Verspannung aus Gummfäden habe ich ausprobiert , bei mir haben sie ca.5 Jahre gehalten, dann sind sie gerissen und begannen sich aufzulösen. Nimm lieber einen guten Faden.

  • Der Worte sind genug gewechselt, nun lasst uns endlich Taten sehen!



    L: die Wasserlinienplatten wurden zusammengeklebt (Uhu flinke Flasche)

    M: leider ist die Verbindungsstelle relativ nahe bei einem Spant, so dass man schlecht eine Verbindungslasche darüberlegen kann

    R: Die ersten Spanten sind auch schon draufgeklebt, darüber kommen dann die Längsspanten



    L: Die öffnung für den Masten muss noch ausgeschnitten werden, diese ist nicht vorgesehen!

    M: Das "Probedeck" mit dem Loch für den Masten

    R: Achtung, Teil 006 und 009 nicht verwechseln. Teil 9 würde auch passen, wo Teil 6 hingehört. Gerade noch einmal gutgegangen!



    Die Bullaugen habe ich mit dem 2mm japanischen Lochstanzer mit Holzgriff ausgestanzt. 2mm ist vielleicht ein ganz klein wenig gross, aber ich hatte nichts kleineres. Oder gleich viel zu klein.


    Morgen geht es gleich weiter, sogar mit dem ersten Patzer... aber nichts schlimmes, zum Glück!


    Alex

  • Hallo Alex,

    Bei kleineren Durchmesser als 2mm steche ich die Position mit einer Stecknadel durch und erweitere dann auf Wunschgrösse mit einem Zahnstocher.

    Eddi

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    L: Die ersten Längsspanten sind verklebt, was die Stabilität deutlich erhöht

    M: Auf dem "Hilfsdeck" habe ich das Loch für den Masten falsch eingezeichnet, ich bin um ca. 5mm verrutscht. Der Mast ist ausgerechnet dort, wo sich ein Spant befindet. Also muss auch dort eine Öffnung geschnitten werden.

    R: Blöderweise habe ich die Öffnung beim falschen Spant eingeschnitten. Manchmal ist man doofer als sonst. Das war so ein Moment.


      


    L: Wo der unnötige Einschnitt war, habe ich Verstärkungen eingeklebt. Auch der Spant weiter vorne habe ich wieder mit Karton stabilisiert. Der Mast sitzt jetzt 8mm tief im Spant, das sollte reichen. Tiefer ging nicht, da der Spant nur 10mm breit ist. Es werden vermutlich noch weitere Verstärkungen angeklebt.

    R: Die Spanten sind ganz wenig breiter als das Deck, das gibt hoffentlich keine Probleme. Auf dem Deck werden die typischen "Kleinspanten" angeklebt, ich muss dann schauen, ob ich die Seitenwand zuerst anklebe, und dann die Spanten, oder zuerst die Spanten, und dann die Bordwand.


    Heute geht es mit dem Deck weiter!


    Alex

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    L: Glück gehabt, das Deck auf Karton geklebt (unten) ist ein ganz wenig breiter als das Lasercut-Teil (obendraufgelegt), so dass die Sorge unbegründet war. Das passt nun besser.

    R: Teil 119 ist der Niedergang zum "Unterdeck", mehr eine optische Täuschung. Das geht in 1/200 sicher besser.


      


    L: ich habe die Öffnung auf dem Deck ausgeschnitten. Das wäre sogar sicher besser gegangen, wenn ich es gemacht hätte, bevor ich das Deck auf das Spantengerüst geklebt habe. Merke: Beim Kartonmodellbau immer etwas im Voraus denken... Die Box wurde innen auf 3 Seiten schwarz bemalt, und von unten an die Öffnung geklebt. Jetzt fehlen noch die beiden Treppen samt Stufen.

    R: Der Niedergang ist nun etwas plastischer. Edit: Die Innenkante des Decks wird noch mit dünnen Papierstreifen ausgekleidet.


    Nächste Woche bin ich im Urlaub, da wird es keinen Fortschritt mehr geben!


    Grüsse,

    Alex


  • Zurück aus den Ferien...

    Links habe ich bei der Luke die Innenseite mit Papier ausgekleidet, sieht wesentlich besser aus als das ausgefranste Deck aus dem letzten Beitrag! Oben steht der karton noch ganz leicht über, so dass es ein Süllbord hat. Gefiel mir so gut, dass ich dies auch auf den anderen sichtbaren Deckskanten machen werden

    Rechts : Das Hauptdeck (?) weist eine grosse Öffnung auf, durch die man auf das untere Deck sehen kann. Die Kante dieser Öffnung habe ich auch mit Papier drapiert. Rechts und links sieht man das weisse Papier, in der Mitte habe ich dies noch nicht gemacht. Hätte man auch malen können, aber so gleichmässig hätte ich das nicht hinbekommen. Und hätte vermutlich erst noch länger gedauert.


    Alex

  • Habe noch ein wenig weitergebastelt...


       


    L: die Bordwände für das untere Deck wurden angeklebt, es gibt eine etwas aufwändigere (dazwischen kommt noch ein Pyramidenstumpf).

    M: und eine etwas einfachere Version der Wand. Und diverse Stückstrukturen sind ebenfalls auf das Deck geklebt (die Boxen mit den roten Rechtecken)

    R: Das Deck liegt nicht ganz auf der Längsspante auf, da sollte ich vermutlich etwas auffüttern? (die Alternative wäre, die Querspanten etwas kürzer zu schneiden, das ist aber aufwändiger.


      


    L: Die Boxen halten die Decks nicht nur im richtigen Abstand, die Einschnitte fixieren das deck aus seitlich in der korrekten Lage. Passt wie angegossen!

    R: das Deck ist vielleicht etwas zu kurz? Die Breite der Querspanten ist etwas gross, aber weil sich der Rumpf stark verjüngt, wird das vermutlich wieder passen, wenn die Spanten angeschrägt werden. Der Hauptspant ist hingegen ca. 2mm zu lang. Ich werde später schauen, was ich da noch machen kann (oder vielmehr: machen muss!).


    Grüsse,

    Alex

  • Hallo Alex,


    prima Fortschritte - das Auskleiden mit Kartonstreifen wertet optisch ungemein auf!


    Achtern musst Du ran, der MIttelträger ist definitiv zu lang bzw. das Deck zu kurz. Am besten die vorbereiteten Bordwände anhalten, um zu sehen, wie vorzugehen ist.



    VG


    Zaphod

  • Servus Alex.


    da ist nix zu kurz oder zu lang.

    Du mußt die Spanten entsprechend anschleifen.


    Der Längspant muß von beiden Seiten schräg, der Linie der Bordwand folgend zugeschliffen werden damit dann die Bordwand einen sauberen Abschluß hat.

    Die Querspanten sind ebenso zuzuschleifen, daß sich die Bordwand ohne Gewalt sauber anschmiegt.

    Das selbe gilt auch für die Spanten am Bug.


    Hilfreich ist ein Streifen von 1mm Graukarton ca 1cm breit und 15cm lang, den man anlegt und und so die Schmiege überprüft.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Danke Wiwo, etwas in der Richtung habe ich auch vermutet, bei den Spanten jedenfalls. Ich habe ja auch noch ein Holzschiff in der Arbeit (seit ca. 15 Jahren...), und da geht man ähnlich vor. Die Spanten sind so breit wie an der breitesten Stelle, und müssen dann geschliffen werden, damit sie die Form der Rumpfwand annehmen. Vorne und hinten entsprechend stärker als in der Mitte.


    Womit schleift man Karton so, normal mit trockenem Schleifpapier? Welche Körnung so? Ich nehme an, mit dem Japanmesser kriegt man das nicht so gleichmässig hin?


    Danke und liebe Grüsse,

    Alex

  • Servus Alex,


    ich verwende dafür sogenannte Papiernagelfeilen.

    Die sind aus etwas festerm Karton und haben auf den beiden Seiten unterschiedliche Körnungen.

    Gibt es zum nicht allzugroßen Preis im Drogeriehandel.


    Auch ist es eine gute Idee besonders beim Längsspant an Bug und Heck, den zu schleifenden Bereich mit CA-Kleber oder dünnflüssigem Plastikkleber zu härten.

    Dann franst die Geschichte beim Schleifen nicht aus.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

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    L: für den Niedergang habe ich die Treppengeländer ausgeschnitten, mit Sekundenkleber verstärkt und mit weisser Acrylfarbe bemalt. Habe ich schon geschrieben, dass man zeitweise nur halb so schlau ist wie sonst? Die Treppengeländer habe ich zwei mal zu gross gemacht. 1cm, was in Echt 2m Höhe wäre... aber kein Problem, die obere Stange weggeschnitten, dann passt es wieder. Durch die flache Unterseite sollte die Ausrichtung keine Probleme machen.

    M: Die Treppe aus Karton. Höhe 12mm, Winkel 70°, Tritte mit Revell Ocker bemalt. Passt.

    R: die Geländer vorsichtig eingeschoben



    Und die Reling drumherum, passt! Sieht schon besser aus als die optische Täuschung aus Post Nr. 10...


    Jetzt kann das Oberdeck aufgeklebt werden! :)


    Alex

  • Kleines Intermezzo, es geht jetzt um die Beiboote: Ich fand das Originalpapier etwas gar dünn, daher habe ich auch Boote mit 160g/m2 gebaut. Der Vergleich:



    Das vorderste Boot ist auf 160g gedruckt. Das hat am besten gepasst. Bei den anderen beiden Booten, aus dem Originalpapier, scheint die Form nicht ganz zu passen, das oberste Teil mit den Sitzbalken ist jeweils zu kurz. Das sieht man beim hintersten ganz gut.



    Bei den anderen Booten ist das selbe Problem, die "Einlage" ist zu kurz. Beim hinteren fällt das nicht auf, da habe ich den Rumpf hinten leicht gekürzt, bevor ich das Spiegelheck angeklebt habe. Beim vorderen (übrigens wieder auf 160g-Papier) sieht man es gut, es hat eine ca. 1mm lange Lücke ganz hinten.


    Mache ich etwas falsch? Ich ging folgendermassen vor: zuerst habe ich den Rumpf ausgeschnitten und so gut es ging vorgeformt. Dann habe ich im Mittelteil den dünnen Streifen angeklebt. Anschliessend habe ich den Streifen vorne und hinten mit der Rumpfschale verklebt. Dann die beiden Rumpfhälften aneinandergeklebt, dann der "Fussboden", dann die Sitzbalken eingeklebt. Dass bei allen Beibooten das gleiche Problem auftaucht zeigt mir irgendwie, dass ich einen systematischen Fehler begehe. Ich habe zum Glück alles eingescannt, also kann ich genügend oft üben!



    Bei diesem Boot fällt's nicht auf, da eine Plane obendrauf liegt. Der Propeller folgt noch.


      


    Beim Rumpf geht es mit dem Unterwasserschiff weiter. Die Passung ist gut, aber die Schlitze sind etwas zu tief, da muss ich den Kiel nicht ganz hineindrücken.


    Liebe Grüsse,

    Alex

  • Hallo Alex,


    das kann durchaus auch ein Fehler in der Konstruktion sein - wie Du demonstrierst, Bootsrumpf entsprechend kürzen, dann sieht es gut aus.

    Ansonsten gefällt mir die Konstruktion der Boote durchaus, bedruckte Innenwand und tiefer gesetzte Ruderbänke, viele Modelle sehen immer noch vor, die Ruderbänke ganz oben einzukleben.


    VG


    Zaphod

  • Hallo Zaphod,

    danke, dann ist doch nicht Hopfen und Malz verloren... Was definitiv eine Fehlkonstruktion ist, ist die Form der Ruderbänke (siehe Beitrag 1): Die Ruderbank ist hinten flach abgeschnitten, aber die Rumpfform ist spitz zulaufend.


    Mir gefallen die Boote auch, vielleicht mache ich noch eine Serie und nehme einfach die schönsten davon. Kostet ja nix (ausser eine halbe Stunde Lebenszeit pro Boot).


    Alex


  • L: Das Unterwasserschiff ist auch dran. Unten sieht man doch diverse Baustellen als dem Plastikmodellbau: Der SPz Luchs (Revell, 1/72), der VAB (Heller, 1/72), die Scud B (Revel, 1/72) und die Nimitz (Trumpeter, 1/700, die ewige Baustelle)

    M: Ich habe das Gefühl, da wurde ein Teil vergessen. Ist nicht auf der Anleitung zu finden, und bei den Teilen fehlt es auch. Aber die Passschlitze sind vorhanden. ... einfach ein Oval, nehme ich einmal an

      


    L: die ersten Teile für's Deck. Mit dem dünnen Papier geht es besser, als ich anfänglich befürchtet habe.

    R:Lüfter und Rohre.


        


    L: dieses Teil, das 50x vorkommt, ist schon ein guter Grund, das Lasercut-Set zu kaufen. Die Kanten habe ich mit weiss bemalt

    M: Die Passgenauigkeit ist gut, und stabilisiert das schmale Oberdeck für die spätere Montage der Rumpfwände.

    R: Langsam geht's vorwärts.


    Schönes Wochenende Euch allen!


    Alex

  •     



    L: Die "Bastinages" sind fertig, den Papierstreifen konnte ich gut von innen anbringen. Auf ca. jedem dritten Spant einen kleinen Leimklecks, und dann später von hinten fixiert, alles mit Weissleim. Die Lücken rechts sind gewollt, da hat es eine Tür.

    M: Die Ränder habe ich mit dünnem Karton kaschiert, ist schöner als einfach weiss zu bemalen, was vermutlich eine rauhe Oberfläche hinterlässt

    R: die sechs Beiboote. Fehlt noch ein Ruder und der Propeller.



    L: Die 10cm-Kanone sieht toll aus, gefällt mir gut!

    M: Aber sie ist etwas hoch, laut Plänen sollte die Achse der Kanone 1m über Deck sein, so sind wir jetzt schon bei 1.3m (und der Sockel für den Winkelausgleich fehlt noch). Mit Sockel wäre das Rohr unrealistisch hoch (1.8m ab Deck)

    R: Ohne Sockel passt die Höhe besser.


        


    L: Das Rohr ist ein kleines Stück zu lang, es sollte vor dem Flaggstock enden

    M: Wiki meint, das Rohr müsste 4500mm sein, also 22.5mm. Hier sind wir tatsächlich ca. 3mm zu lang

    R: Teil 254 ist der Sockel für den Winkelausgleich (Das Deck steigt leicht an, die Kanone sollte aber waagerecht sein). Vermutlich werde ich den Sockel von der Kanone wieder vorsichtig entfernen, und durch Teil 254 ersetzen. Den Sockel mit dem kegelförmigen Aufbau werde ich vermutlich ganz weglassen, sonst wird die Kanone definitiv zu hoch bauen.


    Es geht um diese Kanone, nehme ich schwer an? https://fr.wikipedia.org/wiki/…e_100_mm_mod%C3%A8le_1893



    Und als Bonus eines der vier Scheinwerfer. 7 Teile, das Dünne Papier lässt sich hervorragend rollen und verkleben. Das geht besser, als ich anfänglich dachte, das Papier sei zu dünn.


    Heute Nacht geht es dann wieder mit ein paar Kleinteilen weiter!


    Alex

  • Danke, der Sockel war auch leicht breiter als das Schild. Also kann ich mit etwas Glück einfach Teil 254 um den zylindrischen Sockel kleben, so erspare ich mir vielleicht noch die Schnippelei! :thumbup:


    Alex

  • So, nach diversen Kleinteilen auf Vorrat geht es jetzt ans Eingemachte: die Rumpfbeplankung. Dies wird mein erstes Vollrumpfmodell, daher hätte ich ein paar Fragen:


    1. Die Rumpfplatten werden auf das Spantengerüst geklebt, die Spanten sind aber recht dünn (1mm). Hier sollte ich vermutlich Papierstreifen als Unterlage verwenden. Reichen da 120g/m2, oder nehmt ihr Halbkarton dafür?

    2. Ist vermutlich eine Glaubensfrage, aber arbeitet ihr von Bug und Heck Richtung Mitte, oder von der Mitte aus nach aussen?


    Alex

  • Hallo Alex

    Ich verwende für die Streifen 80 g/m2 Papier, damit es möglichst wenig aufträgt. Ich arbeitete früher von den Enden her und schaute, dass die beiden Teile da zusammentreffen, wo eine Korrektur leicht möglich ist, d.h. der Stoss möglichst gerade ist. Die beiden Teile je am Bug und am Heck klebe ich zuerst zusammen und schiebe sie erst dann auf die Spanten.

    Heute klebe ich je eine Hälfte des UWS oder sogar das ganze mit Weissleimnähten zusammen und ziehe es dann als Ganzes auf die Spanten. I.d.R. reicht es dann, den Kiel und die oberen Kanten mit Kleber zu versehen. So hast du keine durchgedrückten Spanten und kannst auch auf die Papierstreifen verzichten.

    Viel Erfolg!

    Andi

    Für unser Ego und unser Vergnügen opfern wir alles - solange es den Anderen gehört.

  • Hallo Andi,

    danke für die interessanten Ansätze. Das mit der "Sockemethode" (erst zusammenkleben, dann überziehen) klingt interessant, aber daran traue ich mich noch nicht. Ich werde dann von vorne und hinten auf die Mitte hin arbeiten.


    Grüsse,
    Alex

  • Es geht langsam los...


        


    Begonnen habe ich mit dem vordersten Teil. Die Kanten habe ich mit Revell Ziegelrot eingefärbt. Auf den Spanten habe ich Streifen aus dünnem Papier geklebt, und kleinere Lücken offen gelassen, damit man den Spant darunter noch sieht. Nach dem Vorformen habe ich das Teil bei der Wasserlinie aufgeklebt (Uhu), und trocken lassen. Nachdem der Leim trocken war, habe ich den hinteren Teil angeklebt, und mit Tamiya Tape fixiert. Der Rand beim Längsspant habe ich vorsichtig runden können.


        


    L: man sieht, wie das Teil ein ganz klein wenig zu lang ist (weil ich vorne den Spant gerundet habe, und damit etwas unfreiwillig gekürzt habe?)

    M: Aber es passt ziemlich gut! :)

    R: Das zweite Teil ist jetzt ganz wenig zu lang, und das dritte Teil hätte folglich keine Auflage mehr auf dem Spant. Also muss Teil nr. 2 leicht gekürzt werden. Der Umfang passt gut auf beiden Seiten, so dass ich das Teil hinten etwas verkürzen werden. Würde ich es vorne machen, so wäre die Geometrie nicht mehr passend (das Teil ist leicht konisch, also wäre die Abwicklung der Kante auf dem zweiten Teil leicht länger als die selbe Kante auf dem ersten Teil - einigermassen verständlich?). Ich hoffe, dass ich dann beim Teil 3 nicht das selbe Problem mit Teil 4 haben werde....


    Alex

  • Ich wünsche allen ein gesundes und glückliches neues Jahr! Das Unterwasserschiff ist nun fertig. Ich bin bedingt zufrieden damit, gröbere Patzer habe ich glaub ich nicht gemacht, aber es gibt schon ein paar Unsauberkeiten. Einzelne Übergänge habe ich vorsichtig verschliffen, aber dabei ging natürlich auch die Farbe etwas weg. Vermutlich werde ich den Rumpf vorsichtig neu bemalen, einerseits um diese Stellen etwas zu überdecken, andererseits um die zu regelmässige Farbgebung etwas aufzubrechen. Beim nächsten Schiff werde ich die Platten vorsichtiger auf den Spanten ausrichten, und wo nötig, die Spanten auch lokal verdoppeln, damit die Auflagefläche grösser ist.


        


    An einigen Stellen gibt es auch kleinere Lücken zwischen den Platten, da werde ich vermutlich mit dünnen Kartonstreifen etwas auffüllen müssen.


    Alex

  • Hallo Alex,


    das sieht doch soweit prima aus. BEim Anschleifen leidet die Farbee natürlich etwas, Übermalen ist hier immer eine Option.


    Viel Erfolg beim ÜWS !


    VG


    Zaphod

  • Hallo Alex,

    Super schön geworden.

    Ich würde das UWS erstmal so lassen, weil im echten, allerlei Muscheln und Schmodder sich allerdings unten ablagern, und wir als Modellbauer immer als "Niegelnagelneu" darstellen wollen. und ich würde weiter bauen nach oben. Sieht gut aus so ein abgeschredertes zerschrammtes Unterwasserschiff. Wirklich.


    Viele Grüße Andreas

  • Der erste Teil des ÜWS ist jetzt montiert. Es passte ziemlich gut, nachdem man das Teil entsprechend leicht gekürzt hat. Leider haben sich die Spanten leicht abgezeichnet, da hätte ich etwas unterlegen sollen.


       


    Bei der gegenüberliegenden Bordwand habe ich die Spanten mit 2mm-Karton verbreitert, so dass es hoffentlich nicht mehr durchdrückt. Ist die Lektion für das nächste Schiff.


    Alex