SMS Wiesbaden in 1/250 konstruiert von Herrn Wolfgang Keller (Mannheimer Modellbaubogen)

  • Zu den 8,8ern zu gegebener Zeit mehr, während sich das Deck von vorne nach hinten mit Lüftern komplettiert und die Boots-Barrings darauf warten, an die Reihe zu kommen, wurde auch an Kleinteilen gewerkelt.


    Diese en bloc gegen Ende eines Baus zu produzieren, wirkt sich bei mir nicht fördernd auf die Motivation aus, daher immer mal wieder einige Teile, das flutscht einfach besser.



    Poller z.B. hat die Wiesbaden mehr als einige:

           

    Allein 8 Stück 212, die in Serie gefertigt werden.


    Zwei fette 213er:




    Vier mittelgroße 214er:


    Und zwei große angeschrägte 215er, also in Summe 16 Stück:


      



    Verglichen damit sind die Ankerspills bunt und abwechslungsreich, der Laserct musste nicht bemüht werden, es ist aber gut, ihn in Hinterhand zu wissen:


    Zuerst nur vier Felder ausstechen und deren Kanten mit Sekundenkleber stabilisieren.



    So wird es dann was:


      

  • Anker 194

    • als erstes sollten 194 und 194a zusammengeklebt werden, danach kann der Ankerstock durch die auszustechende kleine Markierung auf 194 geschoben und mit 194a verklebt werden


    Hier sieht man in der MItte 194a, welches noch zusammengeklebt werden muss



    Hier ganz links einmal 194 und 194a verbunden, zwei weitere Teilgruppen in der Vorbereitung


    Die Ankerstöcke 194c eingeschoben und verklebt


    Einmal ein fertiger Anker und einmal die Teile



    Teil 195 ist ein Niedergang auf der Back, der etwas getrimmt werden muss:

  • Weitere vorbereitete Kleinteile:


    196 (Wellenbrechertreppe)

    Ich habe die 8 Stufen separat angebracht und zwar auf der ersten Seite mit Sekundenkleber. Danach die kleine Plattform (muss ca. 1,5mm länger sein) und abschließend die zweite Seite mit Weißleim auf das Ganze geklebt


      


      

  • Und auch für das Achterdeck wurden Kleinteile vorbereitet:


    Das Oberlicht 209:

      



    Und die Teile 208 (Heckspill), 210 (Umlenkrolle für den Heckanker) 211 (Kettenstopper)


    Das Spill:

      

    Dazu gehört ein Rohr mit Drehrad obendrauf - zum bremsen?


    Kettenstopper mit abgelängter Kette:


    Die von mir vorgesehene Kette passte recht knapp, von daher war es erforderlich, sie schon in diesem Stadium einzukleben.



    Fertig - das daneben liegende winkelförmige Teil wird oben drauf geklebt, es stellte wohl einen Hebel zur Aktivierung bzw. Lösung der Arretierung des Kettenstoppers dar.



    Der Anker einmal zur Probe eingesteckt:


      


    Da wird der Ankerstock noch so gebogen werden müssen, dass der Anker Kontakt zur Bordwand bekommt, z.B. so:



    Viele Kleinteile sind damit fertig, nur die Munitionskräne (200, 207) und den Notsteuerstand (206) habe ich noch nicht erstellt.


    An großen Baustufen fehlen noch:

    4x 15cm Geschütze

    2x 8,8 Geschütze

    3x Beiboote

    Bootslager und Davids

    Reling

    4x Scheinwerfer

    2 Masten

  • Auf dem Aufbaudeck ging es mit den Lüftern zuende.


    Die Nr. 6 war mir der unangenehmste. Das Herumfummeln der Lamellen ohne guten Festhaltepunkt strapazierte das Gerüst mit seinen Zähnen aus dünnem Karton deutlich.

    Hier würde ich raten, die Zähne aus dem Lasercut zu verwenden.


    Der Deckel in der oberste Lamelle passt 100% exakt, warum bei den ersten Lüftern doch recht deutlich beschnitten werden musste, wird dadurch zum noch größeren Rätsel.






    Der Lüfter an Ort und Stelle:



    Zuerst sah es von der Seite gruselig aus, aber das ließ sich richten:




    Und Lüfter 7, wieder aus drei Lüftern bestehend, wobei erneut mit Gittern gearbeitet wurde:



      


      

  • So, nun zurück zu den 8,8 Geschützen


    Begonnen wurde mit einer nicht zu supernden Teilgruppe:


    Geschützlager

    • wie beim 15cm Geschütz wurden auch hier Zapfen aus Polysterol (0,64mm) verwendet. Diese wurden vorsichtig in die vorgestichelten Löcher der rechteckigen Teile 175h, die die Aufnahme des Geschützrohrs bilden geleimt (Sekundenkleber), BEVOR diese Teile dann ausgeschnitten werden. So wird die Gefahr vermieden, dass die Rechtecke wegspringen, wenn man die Polysterolröhrchen mit Druck einführt.
    • bei beiden Geschützwangen 175j wurden die Ränder der gestanzten Löcher von außen mit flüssigem Sekundenkleber stabilisiert.
    • das Zusammenkleben der Teile 175g und 175h war kniffelig, weil hier der Stabilität halber auch Sekundenkleber zum Einsatz kam
    • noch unangenehmer gestaltete sich das Aufschieben der Komponente 175g/h auf die Geschützwangen 175j, aber nach einigen Anläufen gelang es


    Die fünf Teile:



    Hier sieht man die Teile des Geschützlagers. In 175 wurden die Polysterolzapfen eingeklebt und alle fünf Teile ausgeschnitten


    Die zusammengeklebten Teile 175g/h:



    Die fertige Komponente auf die Platte 175c geklebt (was zur Stabilisierung des Geschützlagers umgehend erfolgen sollte):

  • Dann zum Geschützrohr (2x2 + 7T)

    • zuerst mussten Maße bestimmt werden, zusammen mit dem neuen Verschlussblock (Konturen vom Geschütz der Derfflinger auf Abfallkarton übertragen, müsste aber noch breiter sein), ergab sich eine Länge von 1,9cm
    • nachdem ich die äußere Hülle 175e (Teil wieder gespalten) auf das eigentliche Rohr 175d geklebt hatte, fiel mir auf, dass die Proportionen überhaupt nicht hinkamen. wie die Bilder zeigen, setzt die äußere Hülle ganz knapp hinter außerhalb des Schutzschilds ein. Beim vorgegebenen Rohr würde sie viel weiter nach vorne ragen. Also alles in die Tonne, die Proportionen an einer Zeichnung abgemessen: Gesamtrohrlänge auf der Zeichnung 11,5cm, und es beginnt 5cm von vorne die äußere Rohrhülle, auf die Rohrlänge von 1,9cm umgerechnet, also 8,1mm.


    Das Rohr mit den falschen Proportionen:



    Korrigiert:

    Hier sieht man auch schon den Verschlussblock mit der eingeschnittenen Öffnung, das Einschneiden erfolgte natürlich zuvor:

    Von links: der dem Modell beigegebene Verschlussblock 175f, eine Kopie vo der Derfflinger und eine solche, in die die Öffnung geschnitten wurde. Zuvor wurde die Kopie (dünnes Papier) mit Fixogum auf grauen Abfallkarton geklebt und gerillt.


    Vor dem Zusammenkleben des Verschlussblocks wurden dann die beiden Seiten ganz hinten durch das Einkleben eines winzigen Stücks Karton verdoppelt und so stabilisiert:


    Das Rohr wurde vor dem Einschieben und Verkleben hinten schwarz gefärbt:


    Das erste fertige Rohr, man kann die eingeklebte stabilisierende Kartonplatte am Verschluss erkennen:


    Drei Rohrrücklaufbremsen hätten meinem immer noch zu schlanken Verschlussblock schlecht zu Gesicht gestanden, daher wurde nur die mittlere gestaltet, ein dünnes Rohr, aus dem ein 0,3mm Draht 1mm herausragt und an die Platte stößt, die auf das Rohr geklebt wurde


    Schließlich noch links am Verschlussblock in Schwarz aus einer Lasersprosse hergestellt ein Teil, das wohl den Schließmechanismus darstellt:

      

  • Geschützsockel (2x +3)


    Der Streifen 175b ist zu niedrig, 4mm Höhe sind erforderlich. - NAchträgliche Anmerkung: Nein, 4mm sind ca, 1,5mm zu viel. Die fertigen Geschütze haben zwischen Unterkante/Schild und Deck zuviel Luft.


    Ein entsprechender Streifen wurde stramm um einen Zahnstocher gewickelt und dann das verdoppelte Teil 175l unten angeklebt. Das Ganze oben gekappt – fertig ist der leichtgängige Sockel.


    Oben der Zahnstocher mit 175m, darunter der Streifen in der Vorbereitung




    Der fertige Sockel:




    Handräder und Sitzschalen (+ 2x10 T)


    Wie sich zeigte, bildet das Modell die Wangen des Geschützes nur teilweise ab, so dass rechts ein Teil ergänzt werden musste, an dem Handrad und Halterung der Sitzschale befestigt wurden:

    Außerdem wurde der Sechstel Kreisbogen hinten rechts am Geschützrohr ergänzt

    Hier kann man den Kreisbogen (per Hand geschnitten, keine Freude) und das nach einer Zeichnung vom Original ausgeschnittene Zusatzteil, auf das das Handrad geklebt wurde, einigermaßen erkennen.


    Die Handräder waren noch vom Ätzsatz der „Derfflinger“ übrig


    Die Sitzschalen entstanden aus zwei im rechten Winkel verleimten kleinen Polysterolabschnitten (0,64mm), auf die eine Sitzschale (von der Flak der Gambier Bay, den kleinen Zapfen vorne in der Mitte musste ich per Hand schneiden, das gelang erst nach einigen Anläufen einigermaßen)


    Vorlagen der Gambier Bay:


    Und was draus wurde:

    Oben rechts die mit Sekundenkleber verleimten Gestänge der Sitzschalen



    Die Gestänge für die Sitzschalen montiert, sie müssten eigentlich auf gleicher Höhe sein, beim zweiten Geschütz muss ich zu diesem Zweck auch links noch Teile der Original Geschützwange ergänzen.

      



    Sitzschalen und abschließend der Sockel montiert:


      



    Morgen bei gutem Licht mache ich Fotos vom installierten Geschütz, hoffentlich sind dann die ergänzten Teile zu erkennen

  • Hallo,


    die Lichtverhältnisse sind derzeit schwierig, aber es hat einigermaßen geklappt. Hier also die erste 8,8 an Ort und Stelle.



    Einmal rundum:

      


      


      


      


    Die Sitze werde ich bei der zweiten 8,8 versuchen gleichmäßig auszurichten.



    Und der Höhenrichtwinkel, ich hätte nicht geglaubt, dass es gelingt, das Geschütz in dieser Hinsicht beweglich zu gestalten:


      



    Während also somit die Hälfte der Geschütze fertiggestellt ist, läuft parallel seit einigen Wochen die Fertigung der Beiboote, Bootslager und Davids. Dazu demnächst Näheres.

  • 17. Bootslager


    Die Bootslager erfordern Geduld beim Aussticheln, wären aber eigentlich eine unproblematische Baustufe, wenn es auf den Barrings Markierungen gäbe, die den Ort ihrer Anbringung exakt bezeichnen.


    Doch den Skizzen kann man nicht klar entnehmen, in welchem Abstand die Bootslager


    a) vom Ende der jeweiligen Beibootsbarring

    b) von der jeweiligen Begehplanke


    anzubringen sind.


    Hier wären kleine Markierungsstrichen auf den Beibootsbarrings sehr hilfreich gewesen. Da die Bootslager sie verdecken würden, wären sie am fertigen Modell unsichtbar.


    Hier einmal die Teile eines Bootslagers, oben die breitere Begehplanke, darunter die schmale Planke, an die sich die eigentlichen Bootslager anschließen und sodann eben diese vier Bootslager:


    Es empfiehlt sich zuerst alle Teile auszuschneiden. Die Skizzen zeigen leider nur, dass zwischen Aufbaudeck (85-87) und Beginn der Bootslager ein deutlicher Abstand ist und dass die Begehplanken recht dicht am Bogen der Barrings lagen. Der Abstand zwischen Begehpanke und der die Lager trennenden Planke variierte.


    Montiert wurde zuerst die schmalere Planke (winzige Tupfer Weißleim auf der Barring) nach Augenmaß und dann wurde ein zum Aufbaudeck zeigendes Bootslager angehalten, um zu prüfen, ob ein angemessener Abstand zu diesem gegeben war.


    War dies der Fall, wurde die Begehplanke angebracht und die Ausrichtung beider Planken kontrolliert, bevor nach deren Trocknen die eigentlichen Bootslager festgeklebt wurden.


    Es sollten zuerst die beiden Bootslager 183 (für die 9,5m Pinasse) und 184 (für das Dampfboot) montiert werden, da sich deren Lager von der Form der anderen Lager unterscheiden


        

    Lager der 9,5m Pinasse montiert


    Planken und ein Lager für das Dampfboot montiert:

        

    Im mittleren Bild kann man die beiden Sockel für die Davids (Teile 185) erkennen, die tunlichst sehr viel früher angebracht werden sollten.


    Zu diesem Zeitpunkt wurden die mittigen Abspannfäden von den Schornsteinen verklebt:




    Die Arbeiten an Steuerbord fast abgeschlossen:

      

    Man beachte, dass die Planken nicht fluchten, das ist korrekt.

  • Lager an Backbord:



    An Backbord stehen die Lager für die 9,5m Pinasse und den vor ihr zu liegen kommenden 8,5m Kutter sehr nahe beieinander. Dieser Abstand wird vom Abstand der Barrings vorgegeben, wird aber Probleme bereiten:

      



    Es könnte sein, dass die Lager des Kutters etwas mehr binnenbords und die der Pinasse etwas mehr außenbords liegen sollten, um eine Kollision zu vermeiden, die auftreten wird, sobald das Steuer des Kutters angebracht ist.


    Ich empfehle daher, erst diese beiden Boote fertigzustellen und bei der Montage der Bootslager Fixogum zu verwenden, um nach Stellproben Korrekturen vornehmen zu können.


    In der Anleitung besteht übrigens ein deutlich größerer Abstand, der aber nicht zutreffend ist:

    Wie das letzte Photo weiter oben zeigt, kann die PInasse nicht noch weiter nach hinten versetzt werden, ohne dass das Bootslager zum guten Teil seine Funktion einbüßt.


    Der Anleitung kann man wie gesagt die exakte Positionierung der Bootslager nicht entnehmen:




    In Summe eine Baustufe, bei der man Vorsicht beim Verkleben walten lassen muss.

  • Moin, moin Zaphod,

    Es könnte sein, dass die Lager des Kutters etwas mehr binnenbords und die der Pinasse etwas mehr außenbords liegen sollten.....

    Das ergibt sich m.E. aus der Zeichnung der Draufsicht. Achterer Kutter sehr binnnenbords, dann die Pinasse davor sehr außenbords und der vordere Kutter wieder binnenbords, ggf. nicht so stark wieder achtere Kutter. Am Modell könnte der vordere Kutter noch einen winzigen Ticken weiter voraus und die Pinasse einen winzigen Ticken nach achtern. Beide Boote würden trotzdem noch auf den Bootslagern aufliegen. Mit dem achteren Kutter müsste das dann auch noch klappen.


    Aber sehr gut, dass du darauf aufmerksam machst....da muss man vorher "trocken" mit den Bootslagern und Kuttern etwas herumschieben, um alles sauber voreinander zu bekommen und sich nichts zu sehr auf der Pelle hängt.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Hajo,


    vielen Dank für Deinen scharfen Blick, man sollte sich wirklich an der Draufsicht mit Booten orientieren.


    Demnächst will ich die vier Scheinwerfer erstellen. Leider kann ich nicht einmal herausfinden, welche Typenbezeichnung die hatten und ich konnte auch keine Nahaufnahmen von Scheinwerfern der kaiserlichen Marine finden.


    Meine Absicht ist es, Hinweise für mögliche und machbare Superungen zu finden, z.B. Handräder zum richten.


    Kennt jemand von euch Bildquellen?

    VG



    Zaphod

  • Scheinwerfer (Teil 241, 4x11+9 = 80 Teile)


    Die Scheinwerfer vertragen einige Superungen. Vor allem die aufgezeichneten Lamellen ohne Tiefe genügten mir nicht.


    Hier der vorgesehene Bau:


    Hier die meisten Teile:


    Und hier die Scheiben 241, 241b und 241e. Da diese formgebend sind, erschien es mir besser, sie zu verdoppeln, damit sie sich beim Einsetzen nicht verbiegen.



    Für den Sockel wurden die Teile des Bogens verwendet:

      

    Sockel und Gabel in der Vorbereitung


    Fertige Sockel

  • Zur Superung:



    Es wurde nur der Korpus 241d + 241f mit einer Scheibe 241e hinten verschlossen und dann das ganze Innenleben silbern angelegt.


    Hier noch in der Montage, eine Lasche zur Sicherung der Klebnaht wurde hinzugefügt:




    Aus der Scheibe 241i wurde der innere Kreis herausgetrennt und dieser dann mit einer Plastikscheibe verschlossen. Leider habe ich nur Locheisen bis 3,5mm, benötigt würde 4mm.






    Danach wurden schwarz gefärbte und passend abgelängte dünne Abschnitte von gezogenem Gussast auf die Scheibe geklebt – mehr als sechs habe ich nicht hinbekommen.

    Ein Scheinwerfer erhielt das überzählige Teil vom Lasercut der „Nassau“, man beachte den Unterschied



    Hier das Ergebnis:

      

    Ja, die vielen engen Lamellen des Laserteils sehen besser aus, aber mit meiner Handarbeit bin ich auch nicht unzufrieden.



    Der runde "Rahmen" 241j wird dann auf den Rand von 241i geklebt (leider nur bei genauem Hinsehen zu erkennen):



    Und die fertigen Scheinwerfer, jetzt kann man den Rahmen gut erkennen:


        



    Ein Blick zurück auf die Bauteile, die zweite Scheibe 241e, sowie die Lamellenteile 241k und 241l entfallen:



    Und jetzt stellt sich die Frage nach weiteren Superungen. Klueni hat das bei den Scheinwerfern seiner "Derfflinger" demonstriert, da kamen noch Stellräder und diverse Handgriffe dazu.


    Schöne, kleine Stellräder wären da:



    Und die Handgriffe ließen sich auch ohne weiteres herstellen.



    Aber sind die Scheinwerfer alle dasselbe Modell?



    Wie gesagt, wenn jemand von euch Informationen hat und Bildquellen kennt, wäre ich sehr dankbar.




    Bis demnächst


    Zaphod

  • Hallo,


    es ging voran mit den Schweinwerfern.


    In Staffs "German Battlecruisers" gab es ein sehr gutes Foto:


    Wobei die Frage offenbleibt, ob die Wiesbaden die 1,10 Meter Scheinwerfer führte.


    Was fällt (zu spät) auf?


    A) Eine Vielzahl von Rädchen, ich zähle allein auf dieser Seite vier, die winzigen Exemplare ganz unten im Sockel nicht mitgerechnet.

    B) Am Rand hinten u-förmige Griffe (?) - Klueni hat die bei der "Derfflinger" nachgebildet

    C) Oben drauf vorne mittig eine Öse, auch die hat Klueni nachgebildet

    D) Seitlich in Höhe des oberen Endes der Halterung eine Stange (an beiden Seiten?), auch die hat Klueni geschafft

    E) Die Halterung ist ziemlich breit und wurde nach unten breiter, mit verdoppeltem Karton wird sie nur grob wiedergegeben.

    F) Die Lamellen sitzen vorne drauf - zu spät, um das bei mir noch zu ändern.


    Bislang habe ich mich an einigen Rädchen versucht:


      

    Seitlich auf der Kante des "Teilers" und etwas tiefer auf der Kante des Rahmens.


    Der optische Efferkt ist bei den schwarzen Scheinwerfern äußerst begrenzt, man könnte die Rädchen auch ohne weiteres weglassen.


    Ich will noch einmal mit der Stange experimentieren, aber ansonsten würde ich nichts weiter zu ändern versuchen.

  • Zwischendurch wurde die Reling 220 und 223 montiert, die am weitesten innen liegt und später nur schwer erreichbar sein würde:


    Vorne die beiden Teile 220:


      




    Und weiter hinten im Bereich der 8,8 die Teile 223:


      



    Gesamtschau

       

    Wie diese Fotos zeigen, ist die Reling an einigen Stellen etwas krumpelig geworden, das hat zwei Gründe:


    Erstens kommt hier die Idee jeden Knick zu vermeiden, indem viele Einzelsegmente angeboten werden, an ihre Grenzen. Immer wieder würden zwei Stangen nebeneinanderstehen und mit Verlaub recht blöd aussehen.

    Also wurde immer eine Stange abgetrennt und dann die jetzt lose wackelnden Enden möglichst sauber angeklebt. Ist nicht immer gelungen.


    Zweitens kamen die Relingabschnitte im vorderen Bereich von der Länge her nicht hin. Wie man sieht, mussten doch Knicke eingebracht werden, meist recht dicht am Ende der Teile. Ist auch nicht so schön geworden.


    Ganz ehrlich: Ich wünsche mir eine Reling, die man eben an einigen Stellen knicken muss,

  • Moin, moin Zaphod,


    deine Rädchen langen und die Stange ist auch noch gut umsetzbar :thumbup: ......weniger ist manchmal mehr. Es besteht ja immer die Gefahr, dass man sich in den Details verläuft. Letztendlich zählt auch der Gesamteindruck.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Zusammen,


    Reling dort einzubringen wo man später fast nicht mehr drankommt ist eine wichtige Notwendigkeit...


    Gruß Werner


    PS. Die "Wiesbaden" wird ganz toll!

  • Hallo Werner,


    ja, es ist jetzt ein Baustadium erreicht, wo die Reihenfolge der noch zu montierenden Teile in den Vordergrund tritt.


    Ich denke, die Masten sollten jetzt gebaut (das kann dauern) und gesetzt werden, dann muss ich weiter sehen. Abspannfäden der Schornsteine und Masten, Reling auf dem Aufbaudeck, Beiboote - diese Baugruppen stehen dann zur Montage auf der "Wiesbaden" an.


    Wie Hajo richtig anmerkte, die Stangen noch, dann is gut.


      



      



      


    Die Stange ist auf einigen Bildern einigermaßen zu erkennen. Der Kasten oben auf dem Scheinwerfer wurde durch Aufkleben eines verdoppelten Teils, das aus einem Farbrest geschnitten wurde, realistischer gestaltet.


    Ansonsten bleibt Vieles auch auf diesen Aufnahmen angedeutet, bis auf die Gestaltung des Innenlebens und die Kasten oben kann die Superung wie gesagt auch entfallen, ohne optisch aufzufallen.

  • Beiboote (Teile 177-181) (182 + 15 = 197 Teile)



    Die Scheinwerfer waren von der Teilnummerierung ziemlich weit von hinten vorgezogen. Eigentlich geht es nach den Lüftern und der Bewaffnung (die letzten beiden 15cm Geschütze sind in Arbeit) mit Beibooten, Bootslagern und Davids weiter.


    Die Bootslager (182-184) hatte ich ja schon gezeigt, nun zu den Booten selber.


    Hier die Anleitung:

        

    Bei der leichten Wellenform der Bordwände achtern (3. Bild) habe ich mich schwergetan.



    Folgende allgemeine Anmerkungen scheinen mir sinnvoll:

    Dieser Konstruktionstyp bietet eine sehr realistische Rumpfform, dafür muss man an den Bordwänden etliche Schlitze verkleben. Bei diesen wäre es schön gewesen, wenn sie keinen schwarzen Rand gehabt hätten. Das erschwerte zwar das Ausstechen, verhinderte aber optisch unschöne schwarze Striche.


    Die Schlitze in den Bordwänden erst stumpf mit Weißleim schließen – eine Geduldsarbeit- und dann von hinten mit einem Streifen dünnen Papiers sichern, damit die Schlitze bei der Montage der Bordwände nicht wieder aufklaffen.



    Die Bordwände lassen sich m.E. von vorne nach hinten besser ankleben.


    Die Steuerruder sind ziemlich filigran, insbesondere das der Jolle. Dennoch kann man sie aussticheln. Hier empfiehlt es sich, zuerst den inneren Winkel auszuschneiden und dann die Schnittkanten mit flüssigem Sekundenkleber zu versiegeln, was gleichzeitig das ganze Teil härtet.


    Die Ruder hätten sich in einfacher Kartonstärke nur beliebig verbogen. Verdoppeln ist hier angezeigt, auch erleichtert dies das Ausschneiden kolossal.




    Gestartet wurde mit der Jolle 177.
    Hier die Teile im Überblick:



    Aus den Teilen 177e und 177f einsteht ein robuster Kiel:


    Da ich solche Teile nie zur Deckung bringe, wurde 177e einzeln ausgeschnitten und dann verklebt:


      




    Die Teile 177c und 177d (Seitenwände innen) sind ca. einen mm zu kurz. Von hinten an Teil 177 geklebt, klafft vorne eine entsprechende Lücke bis zum Kiel. Dies scheint gewollt zu sein, zumindest tritt dieser Effekt auch bei den 8,5m Kuttern und der Pinasse auf.

    Hier ein Bild von einem der Kutter:

  • Jolle (177), Fortsetzung



    Ruder und Scheuerleisten (?) sind vornereitet:


    Nach dem Zusammenbau von Kiel, "Kasten" und dem Teil mit den Duchten ist fast alles zum Anbringen der Bordwände bereit (der Sicheurngsstreifen auf deren Rückseite fehlt noch):

      


    Es ist ein Gefummel, den Leim an die richtigen Stellen zu bekommen und insbesondere am Kiel muss man die frisch verklebten Teile eine Weile in Position halten, bis der Weißleim angezogen hat, aber das Ergebnis lohnt den Aufwand:


        


    Sechs Ruder, mehr geht bei der von mir gewählten Anordnung nicht:

  • Die 8,5m Kutter und die 9m PInasse sind von der Konstruktion her ganz ähnlich.


    Bei den Kuttern passen von den beigegebenen 10 Riemen nur knapp 8 ins Boot, wenn man sie nebeneinander anordnet. Bei der „Breslau“ wurde dem Rechnung getragen und die Zahl von 10 auf 8 gesenkt.



    Die äußeren Bordwände der Kutter sind knapp 2mm zu lang. Sie wurden hinten entsprechend gekürzt.


    Ein fertiger Kutter:

        


    Die Einkerbungen für den Kiel vorne sind in dem Teil mit den Duchten und in dem Rahmen, der auf dieses Teil geklebt wirde, deutlich zu schmal. Beim Rahmen kann man diesen auch ohne weiteres zweiteilen:

      


    Sauber verarbeitet schließt der Rumpf einfach herrlich:


    Das Heck, bevor es geschlossen wird:



    Und geschlossen:

      


    Die Scheuerleisten 178l sind etwas zu lang. Nach kurzer Überlegung habe ich sie nicht gekürztm sonbdern um diee Ecke achtern geführt und die kleinen Scheuerleistenstücke 178k gekürzt.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass das auch beim Original so war. Es wäre m.E. eine gute Idee, die Teile 178l so zu verlängern, dass 178k entfallen kann (das gilt natürlich für alle Boote).

  • Pinasse (179)

    Vorsicht, deren Riemen sind länger, bei Massenproduktion dürfen sie nicht durcheinanderkommen.

    Auch hier sind die äußeren Bordwände 2mm zu lang.


      

    Hier ist mir der Rumpf nicht so schön gelungen, wie bei den Kuttern.



    Aber von oben merkt es keiner:



    Bei den Scheuerleisten wieder dieselbe Prozedur, hier vor dem Einstückeln:


    Und fertig:

  • Motorboot (181)


    Hier sieh es innen natürlich ganz anders aus:

      


    Die Zwischenräume im Bereich der Schraubenwelle und der Schiffsschraube müssen natürlich weg:



    Die Schiffsschraube ist leider erheblich zu groß (auch der Lasercut). Sie passt nicht in den kleinen Kasten im Kiel. Ich musste eine Kopie auf 70% verkleinern, bis es passte.


    Das Original:

      


    Originalgröße und passende Größe:




    Fertig:

  • Dampfboot (180)


    Vorbereitung des KIels:

      


    Das Bootsinnere füllt sich:



    Und einmal mehr müssen geduldig 2x6 Einschnitte in der Bordwand stumpf verklebt werden:

      


    Dieses kniffelige Teil ist bei allen Booten (abgesehen von der leicht zu behebenden Überlänge) phantastisch konstruiert.


    Auch hier: es muss eine kleinere Schraube her:



    Fertig:


      



    Demnächst etwas zu den Davids, nur so viel vorab: Auch diese eine der schönsten Konstruktionen, die ich je basteln durfte. (Aber Scheiben, Scheiben, Scheiben)

  • Hallo Lars,



    danke für das Lob ! Beiboote als Zusatzbogen wären eine willkommene Chance, ältere Modelle der kaiserlichen Marine aufzuwerten, deren Beiboote noch mehr dem alten Wilhelmshavener Design entsprechen.


    VG


    Zaphod



    Hallo Hajo,


    ja, so seitlich aufgeschichtet passen mehr rein.


    Sehe ich das richtig, dass dann auch drei verschiedene Längen von Riemen und ggf. auch Blattformen realistisch wären?


    VG


    Zaphod

  • Bei letzten Beiboot haber ich eine neue Anordnung der Riemen ausprobiert.


    Die hohe Stapelung von HaJos Bild konnte ich nicht erreichen, ich vermute, die Duchten lagen bei dem Boot auf der Abbildung tiefer.


    Optisch macht sich das ganz anständig, natürlich sollte in Zukunft Symmetrie angestrebt werden.



    Nachdem nun Bootslager und Beiboote gebaut sind, fehlen noch die Davids. Diese sollten m.E. erst in der Endmontage an Bord kommen, da sie auch ganz zuletzt noch sehr leicht montiert wertden können.


    Die Konstruktion selber ist eine der schönsten, die ich bislang bauen durfte, der optische Eindruck m.E. einfach großartig.


    Ein Blick auf die Bauanleitung:


    Die blockförmigen Sockel auf keinen Fall zusammen mit den Davids am Schiff montieren, wie schon früher erwähnt. Das ergäbe ein unbefriedigendes Gefummel, das m.E. nur damit enden kann, dass

    a) die Blöcke nicht sauber platziert werden

    b) die Davids beschädigt bzw. wieder von den Blöcken abgerissen werden


    Und hier einmal ein fertiger David laut Bauanleitung:




    Der Bau beginnt jeweils mit dem Profil, das durch einen im rechten Winkel aufgebrachten Kartonstreifen stabilisiert wird.


    Anschließend wird oben im Bereich des Bogens eine Art Manschette angebracht, bevor an der Seite eine KLampe drankommt, an der wohl das vom David kommende Tau des Flaschenzugs befestigt war, wenn es nicht mit einer Winde verbunden war.

    Hier sieht man die entsprechenden Teile. Bei den oben liegenden Kartonstreifen ist zu beachten, dass diese an ihren schmalen Enden eine Stufe haben. Diese Stufe muss auf der Seite vom David sein, an die die Klampe (das T-förmige Teil) kommt, denn sie bietet den Einschnitt, der erforderlich ist, um den Flaschenzug am Ende vom David glatt aufkleben zu können.


    Vorne in der Mitte sieht man die noch nicht ganz ausgeschnittenen vier Manschetten. Hier hat sich das Rillen von der Rückseite und simultanes Knicken mehrerer Teile bewährt.



    Einen Schritt weiter:

    Links ist bislang nur der stabilisierende Streifen aufgeklebt. Das Ganze bleibt trotzdem reichlich wackelig. Mann kann daher in Erwägung ziehen, die Profile der Davids mit Sekundenkleber zu härten, muss dann allerdings eine Verfärbung durch den einziehenden Kleber hinnehmen. Ich habe dies daher nur bei den zwei Davids, an denen die Jolle hängt, getan.

    Rechts ist bereits die Manschette montiert.


    Hier noch ein Blick auf dieses Baustadium:

    Es hat sich bewährt, die noch offene Manschette zuerst in Position auf den Rücken des Davids zu kleben und nach dem Durchtrocknen des Klebers zu schließen. Dabei erwies sich bei mir die stumpf zu schließende Seite der Manschette stets als zu breit. Ich musste da immer 0,5mm oder sogar etweas mehr wegnehmen, das kann aber auch daran liegen, dass ich nicht ganz exakt gerillt habe.



    Hier nun die ersten vier Davids halbfertig:

      

    Die Klampen wurden mit Sekundenkleber (Gel) angeklebt, das ist zwingend erforderlich, wenn man die Verspannung mit Fäden machen will.

    Die kleinen runden Bodenplatten erwiesen sich als erstaunlich labil. Mit Weißleim geklebt, gingen sie öfters wieder ab, so dass ich ihre Montage später ganz nach hinten verschoben und dann auch Sekundenkleber genommen habe.

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  • Im zweiten Schritt waren dann aus je drei kleinen bis winzigen Scheiben pro David eine Umlenkrolle und ein Block zu fertigen, bevor der David mit einem Tau abgeschlossen wurde.




    Die Blöcke entstanden wie folgt:


    1) Auf die größeren Scheiben wurden die innen liegenden kleineren Scheiben geklebt. Letztgenannte bekamen schwarze Kanten, das passte besser zu den Tauen.


    2) Je zwei dieser Doppelscheiben wurden dann mit schwarz gefärbten Abschnitten aus gezogenem Gussast verbunden (Sekundenkleber Gel). Der Gussast als Werkstoff ist zwar fragil, hat aber m.E. den unschätzbaren Vorteil, dass er absolut gerade und ganz leicht und sauber zu schneiden ist. Draht oder gar Faden gefallen mir da als Werkstoff nicht.


    Hier sieht man eine fertige Verbindung, Die Montage ist kniffelig. Den Gussast mit einer schmalen Pinzette halten und an beiden Enden mit Sekundenkleber versehen. Während man ihn weiter hält, fixiert man eine der Doppelscheiben mit eine zweiten Pinzette, die man in der anderen Hand hält und bringt dann vorsichtig den Gussastabschnitt auf. Der Gussast darf nicht AUF der kleinen Scheibe zu liegen kommen, sonst blockiert er die Montage der zweiten größeren Scheibe.


    Hier sind drei Blöcke fast fertig und links einer ganz fertig.



    Die Montage:

      


    Das Ganze oft wiederholen, doch, am Ende war ich soweit, dass ich die Scheiben als Bestandteil des Lasercuts begrüßt hätte (zumindest die kleinen, bei denen die Farbe egal ist)

      



    Als letzter Schritt dann der Faden. Zuerst unten an der Klampe mit Sekundenkleber (Gel) fixieren und dann in zwei Schritten mit Weißleim an Umlenkrolle und Block anbringen:

      



    Fertig:


    Fazit: Fummelig und erfordert Konzentration, aber vom Ergebnis her einfach klasse !

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  • Hallo Zaphod

    Füt mich ist es einfach phantastisch wie du es schaffst diese kleinen Blöcke zu bauen. Habe ich oft versucht, hat noch nicht geklappt.

    Klasse

    Otto

  • Hallo HaJo,


    ja, die Klampen (danke für den Fachausdruck!) haben mir auch sehr gefallen, sonst sind die nicht mit dabei.




    Hallo Lars,


    ja, ich brauche zwar immer länger (bislang fast 6 Monate), aber wenn der Ehrgeiz erstmal da ist, dann frickelt man auch diese detaillierten Baustufen zusammen.



    Hallo Otto,


    gerne baue ich die Blöcke (auch da war mnir der Fachausdruck entfallen, danke für den Gedankensnstoß!) auch nichrt. Ein ziemliches Gefummel von Teilen, die nicht da bleiben wollen, wo sie hinsollen, immer die Gefahr, dass der Gussast durchbricht.


    Schön wäre ein Lasercut aus recht dickem Karton, der die innen liegenden beiden Scheiben verbunden mit den Tauen bietet. Den könnte man dann schwarz färben und müsste nur noch die etwas größeren äußeren Scheiben aufkleben.



    VG


    Zaphod

  • Parallel zu den letzten Davids wurde auch die 15cm Geschütze 7 und 8 fertiggestellt.


    Hier habe ich mein Vorgehen nochmals modifiziert.


    Die Zapfen aus Polysterol wurden jetzt schon in die noch nicht ganz ausgeschnittenen Teile der Geschützwiese eingelassen. Zuvor hatte ich hier nur die obere Kante ausgeschnitten und dann mit Sekundenkleber gehärtet, weil ich fürchtete, das Schneiden würde sich zu kniffelig gestalten, nachdem der Zapfen eingeklebt war:


      

    So gestaltete sich die Montage erheblich leichter.


    Eine fertige Geschützwiege:


    Wie man sieht, habe ich innen ein passendes Stück Karton eingeklemmt. So kann man viel besser Druck beim Aufschieben der hier bereit liegenden beiden Teile ausüben. Zuvor war mir dabei mehrfach die Geschützwiege wieder auseinandergebrochen.


    Und dann wieder das Vorbereiten der ganzen Teile der Superung:



    Fortgeschrittenes Stadium:

      



    Und damit rückt die letzte umfangreiche Baustufe in den Fokus: die Masten.


    Begonnen habe ich, mehr dazu demnächst, nur Folgendes vorab: Ich versuche die vorgesehene Wickeltechnik zu vermeiden und die Mastkreuze im Lasercut sind erheblich breiter als die Teile in Bogen und haben auch ein erheblich größeres Zentrum. Hoffentlich führt das nicht zu Problemen.

  • Masten (Teile 230-250)

    Vorderer Mast


    Konstruktion der Masten

    • Das Wickelprinzip ist mir immer suspekt, besonders bei längeren Teilen wie diesen hier und das hat zwei Gründe:
    • Erstens muss vollkommen präzise gewickelt und geklebt werden, auch zu viel Kleber bedeutet, dass am Ende ein zu großer Durchmesser herauskommt
    • Zweitens bekommt man am Ende eine Stufe, auch wenn diese bei dünnem Papier gering ausfällt


    Deswegen wurde umkonstruiert. Als Kern des langen Mastabschnitts diente ein 2mm Rundholzstab. Proben ergeben, dass zwei Lagen des dünnen Papiers um diesen geklebt genau den Durchmesser der Löcher in Deck und Brücke treffen.

    Die innere Umhüllung muss 8mm, die äußere 9mm breit sein. Trockenes Anpassen und ggf. minimale Korrekturen vornehmen ist sinnvoll.


    Der Mast nach dem Bekleben mit der 8mm Umhüllung.


    Die zweite Hülle wurde zuerst entlang der Naht der ersten auf 2mm Breite mit Weißleim fixiert:

     


    Fertig sieht das so aus:



    Ganz links sieht man, dass unten, im Bereich des im Deck versenkten Abschnitts, die äußere Hülle leicht auseinanderklafft, aber das blockiert die Montage nicht, ggf. etwas glattschmirgeln.

    Die Scheinwerferplattform ist schon aufgeschoben. Sie muss im Winkel von 45° zur Schiffslängsachse fixiert werden, das wird kniffelig.
    Ein Problem bietet auch die Anbringung der Plattform in der korrekten Höhe, hier fehlt ein Markierungsstrich.


    Wie die Anleitung zeigt, sind es 4,6cm vom unteren Ende des Mastes bis zur unteren Spitze der Stützkonsolen der Plattform, die sich direkt oberhalb des Mastsprungs zu befinden hat.

    Oben habe ich die innere Hülle bis zur Markierung für das Mastkreuz wieder abgenommen, weil dessen Loch im Lasercut für meinen Begriff recht klein ausfiel. So vermeide ich unnötige Spannung.


    Meine Methode hat m.E. nicht nur den Vorteil, dass sie einfacher auszuführen ist und leichter ein sauberes Ergebnis bringt. Man könnte auch auf der inneren Hülle Markierungen für die Konsolen der Scheinwerferplattform anbringen, die auch deren Ausrichtung schräg zum Mast dramatisch erleichtern würde.

    Zur Zeit wir hier im Forum diskutiert, welche Anforderungen an eine möglichst gute Anleitung zu stellen sind. Neben passenden Skizzen ist für mich bei kniffeligen Baustufen ein Hinweis zur Reihenfolge des Vorgehens oft sehr wertvoll.
    Nehmen wir zum Beispiel die Scheinwerferplattform:


    Variante 1

    Die nackte Plattform auf den noch nicht montierten Mast aufschieben, verkleben und dann mit den Stützkonsolen sichern, bevor im letzten Schritt die Reling dran kommt
    Vorteile

    ---gute Handhabbarkeit des Mastes
    ---keine Gefahr, die filigrane Reling zu beschädigen

    Nachteile

    ---die Reling zuletzt anzubringen, wird ein ziemliches Gefummel
    ---in weiteren Bauschritten könnte die Reling beschädigt werden


    Variante 2

    Die mit Reling versehene Plattform auf den noch nicht montierten Mast aufschieben, verkleben und dann mit den Stützkonsolen sichern,

    Vorteil

    ---die Reling lässt sich leicht anbringen

    Nachteile

    ---die Reling könnte beim Aufschieben der Plattform (Widerstand der Masthülle) beschäfigt werden

    ---in weiteren Bauschritten könnte die Reling beschädigt werden


    Variante 3

    Die Plattform auf den noch nicht montierten Mast aufschieben, verkleben und dann mit den Stützkonsolen sichern, Reling wird nach Mastkreuz und Fleckerstand montiert.

    Vorteil

    ---die Reling wird in den folgenden Bauschritten nicht beschädigt

    Nachteil

    ---die Reling ganz zuletzt anzubringen, wird nicht nur ein ziemliches Gefummel, jetzt besteht auch zusätzlich die Gefahr, dass man dabei einzelne Ausleger des Mastkreuzes beschädigt.

    Und dann gäbe es noch die Möglichkeit, zuerst nur den unteren Abschnitt des Mastes im Schiff einzukleben und dann nach und nach zu komplettieren. Großer Nachteil hier: die Zugänglichkeit.

    Stellt man aber zuerst den gesamten Mast fertig, wird dessen Montage zur Herausforderung. Da er mit einigem Nachdruck durch die insgesamt 3 Löcher geführt werden muss, besteht die Gefahr, dass man bei einem Abrutschen der Hand ganze Komponenten des Masts demoliert.







  • Noch ein Blick auf weitere zentrale Baugruppen des Mastes:


    1) Das Mastkreuz - wie schon erwähnt, dessen Form im Bogen ist eine ganz andere, als die Form der Teile auf dem Lasercut.


    Die Bauanleitung sieht vor, dass man die Ober- und Unterseite jeweils verdoppelt, dann aufeinanderklebt und das Ganze mit Sekundenkleber tränkt. Nachteil hierbei: Der Kleber zieht in den Karton ein und verfärbt diesen deutlich.

    Alternativ gibt es im Lasercut jeweils zwei Teile pro Mastkreuz, die wohl aufeinandergeklebt werden sollen, auch wenn dann m.E. ein dickeres Teil rauskommt, als wenn man die Teile aus dem Bogen verwendet. Nachteil hier: die fertigen Teile müssen bemalt werden, das sieht m.E. nie so gut aus, wie die Verwendung der bedruckten Teile.


    Meine Idee zur Erstellung der Mastkreuze war folgende gewesen: Ich kombiniere das Beste aus beiden Alternativen.


    Ich nehme nur ein Teil aus dem Lasercut, tränke dieses mit Sekundenkleber und klebe darauf die NICHT VERDOPPELTEN Teile aus dem Bogen. damit habe ich auf jeden Fall die Dicke des Bogens erreicht, außerdem bleiben mir die Originalteile vom Bogen erhalten, die u.a. die wichtigen acht Markierungen für die Dreiecke, zu denen Taue der Takelage führen, aufweisen.



    Hier sieht man das Ergebnis für die Oberseite des Mastkreuzes:

        

    Sehr deutlich wird, dass der Lasercut ereheblich breiter ist, als die Originalteile, außerdem weist er im Zentrum an der Vorderseite eine ausgeprägte Verlängerung der Bodenplatte des Fleckerstands auf. Letztgenanntes dürfte aber kein Problem darstellen, da der Fleckerstand alles abdecken wird.



    2) Der Fleckerstand

    Hier wären wirklich Hinweise zur Baureihenfolge sehr erwünscht gewesen.


    Denn IM Fleckerstand vollzieht sich der Übergang vom unteren Abschnitt des Mastes zum mittleren (1,2mm Draht).


      


    Absoluten Vorrang hat hier aus Stabilitätsgründen die Verbindung der genannten beiden Mastabschnitte. M.E. sollte hier Sekundenkleber zum Einsatz kommen, wenn die Drahtstenge VOR den dickeren, unteren Mastabschnitt geklebt wird.


    Geht man aber so vor, muss der Fleckerstand dann UM diese beiden Mastabschnitte herum gebaut werden. Ich bin mir über die Reihenfolge des Vorgehens noch nicht ganz im Klaren, folgende Überlegungen stehen im Raum:


    1) Das Mastkreuz auf den unteren Mastabschnitt schieben und verkleben, mit Konsolen 242b sichern.

    2) Den Boden des Fleckerstands auf den unteren Mastabschnitt schieben und auf dem Mastkreuz verkleben

    3) Auf den weißen Teil des Bodens eine mindestens verdoppelte Kopie dieses Abschnitts des Bodens kleben, damit die Wand "b" unten mehr Klebefläche bekommt


    für die folgenden Schritte bin ich mir noch nicht sicher,


    Variante 1

    4) Das Dach "d" auf den mittleren Mastabschnitt schieben, nicht verkleben

    5) Den mittleren Mastabschnitt mit dem unteren Mastabschnitt verkleben, das Dach "d" dabei als Hilfe für die Ausrichtung nehmen, aber nicht fixieren

    6) Die Wand "b" an den Boden des Fleckerstands kleben

    7) Das Dach "d" von oben einführen und mit der Wand "b" verkleben

    8) An die Wand "b" hinten zwei Streifen mindestens 0,5mm Karton kleben, so bekommt man eine größere KLebefläche für die Rückwand "c"

    9) Die Rückwand "c" aufkleben

    10) Die drei Teile der Reling aufkleben


    Variante 2

    4) Die Wand "b" an den Boden des Fleckerstands kleben

    5) Das Dach "d" auf den mittleren Mastabschnitt schieben, nicht verkleben

    6) Den mittleren Mastabschnitt mit dem unteren Mastabschnitt verkleben, das Dach "d" dabei als Hilfe für die Ausrichtung nehmen und dabei verkleben.

    7) An die Wand "b" hinten zwei Streifen mindestens 0,5mm Karton kleben, so bekommt man eine größere KLebefläche für die Rückwand "c"

    8) Die Rückwand "c" aufkleben

    9) Die drei Teile der Reling aufkleben



    Und abschließend eine Frage zum Fleckerstand:



    Wie zu sehen ist, habe ich die schwarzen Rechtecke, die Sehschlitze, ausgestochen.


    Sollten die Öffnungen verglast werden?

  • Und eine letzte Frage, der Lasercut bietet folgende Teile:



    Ich kann nirgends erkennen, wo diese Teile an den Masten benötigt würden.




    Zur Probe wurde übrigens der vordere Mast schon einmal eingesetzt (hoffentlich bekomme ich ihn ohne Schaden wieder raus):