Das Modell entstand aus einem alten Kranich-Modellbogen aus dem DDR-Verlag Junge Welt. Das Original erschien 1964 und kostete seinerzeit 1,80 Mark. Im Vergleich zu modernen Modellbogen ist die Konstruktion recht gelungen. Die Formen stimmen weitgehend mit dem Original überein, wie man am fertigen Modell gut erkennen kann. Bedenkt man, welche Geheimhaltung die Sowjetunion betrieben hat, ist das durchaus bemerkenswert.
Im Maßstab 1:50 habe ich diese Jak heute nicht gefunden, es sind alles große 1:33er-Modelle mit einem zwar hohen Detaillierungsgrad, aber auch einem ziemlichen Arbeitsaufwand. Den wollte ich nicht und wählte den alten Kranich-Bogen.
Anders als das Titelbild verspricht, sind in dem Bogen keine Lenkwaffen enthalten. Um diese attraktive Bewaffnungs-Variante zu realisieren, griff ich auf die erwähnten Groß-Modelle der Jak zurück, in diesem Fall auf die Jak-28P vom polnischen Verlag Hobby Model und verkleinerte die dort beiliegenden Luft-Luft-Raketen entsprechend meiner Jak-27. Auch einige Kleinteile übernahm ich, um die etwas karg ausgestattete Kranich-Jak aufzuwerten. Die Bordkanone entsprach ebenfalls nicht dem Kranich-Bogen, ein russischer Modellbogen der wenig bekannten Jak-140 konnte aushelfen. Auch das Fahrwerk, insbesondere die Stützräder, wurden mit Hilfe von Original-Aufnahmen verbessert. Die Mühe hat sich gelohnt, die Jak-27 von Kranich ist ein wahrer Blickfang geworden.