SS UNITED STATES soll versenkt werden.

  • Moin zusammen,


    die grossartige "United States" soll vor Florida als künstliches Riff versenkt werden.


    Okaloosa County will das schwimmende Relikt aus grossen Tagen kaufen und als Touristenattraktion vor der Küste

    versenken, um Taucher-Touristen anzulocken. Dieser Plan ist sehr konkret und könnte tatsächlich umgesetzt werden.


    Nachdem unzählige Rettungsversuche am Geld gescheitert sind, soll der Liner versinken.


    Ich weiss nicht - das langsame verrotten im Hafen ist auch nicht sonderlich grossartig, doch als Spaßobjekt für Taucher....naja...


    Gruß

    Hadu

    Vielleicht kommt der Tag, an dem mehr Leute checken, dass Idiotie nicht links oder rechts ist, sondern in erster Linie daher rührt, dass jemand ein Idiot ist! (M. Tegge)




    www.modell-und-geschichte.jimdo.com


    Mitglied der Luft'46-Gang

  • Wenn Museum als Alternative nicht klappt, bleiben Abbruch oder Absaufen - da finde ich "in Würde" versenken nicht das Schlechteste...

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Der "United States" könnte es irgendwann dann wie dem Frachtschiff "SS Thistlegorm" ergehen, das wurde 1941, auf dem Weg von Glasgow nach Alexandria, von der deutschen Luftwaffe versenkt. Mittlerweile ist es ein lebendiges, künstliches Riff. Seitdem ist es das wohl populärste Schiffswrack im Roten Meer und ein beliebter Spot für Taucher und Taucherinnen.

  • Moin zusammen,


    interessant ist, daß das Schiff durch die diversen Investoren und die rührige Erhaltungsgruppe inzwischen vollständig von zig Tonnen Asbest und anderen Ekligkeiten

    befreit wurde, mehrere instabile Decks gerichtet wurden und viele kleinere Erhaltungsarbeiten gemacht wurden.


    Natürlich ist der Riesenpott einfach zu gross, um "einfach so" erhalten zu bleiben. Das Schiff muss Geld verdienen, und da der Liner eine völlig leere Hülle ist, ist der

    Einsatz als Hotelschiff oder Wohnplatz einfach zu teuer.


    Der letzte Plan, den Riesen wieder in Fahrt zu bekommen, ist ja an den Kosten gescheitert, obwohl es beikleineren Schiffen schon möglich war.


    Es ist schon viel passiert, dennoch wirds wohl nicht reichen.


    Gruß

    Hadu

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  • Moin zusammen,


    ein Punkt ist allerdings sehr erheblich - das Schiff blockiert ein Pier im Hafen, das seit Jahrzehnten vom Besitzer nicht genutzt werden kann, Bisher konnten die

    Liegeplatzmieten zwar bezahlt werden, doch dem Besitzer reichts halt. Per Gerichtsbeschluss muss das Schiff jetzt weg.


    Das wars dann wahrscheinlich.


    Gruß

    Hadu

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  • Ganz interessant in dem Zusammenhang ist die homepage der USCG (United States Conservancy Group; nicht die "Coast Guard"!); die schreiben hierzu (Stand 21.08.24, also vor 2 Wochen), dass das Gericht eine letzte Möglichkeit gelassen habe: das Schiff muss bis 12.09.24 den Platz an der Pier in Philadelphia räumen, es sei denn, die USCG als Eigentümer kann bis zu diesem Tag einen Vertrag vorlegen über einen rechtlich gesicherten, anderen Liegeplatz - dann "erwartet" das Gericht weitere Verhandlungen der Parteien "in good faith" über ihren Verbleib an Pier 82, bis eine sichere Verlegung (geschätzte Kosten: 500.000 $...) möglich ist. Aktuell, so die USCG bei Gericht, mache die ungewöhnlich aktive Hurricane-Saison auf dem Atlantik eine Verlegung "außerordentlich herausfordernd" - als wenn das Wetter alles wäre. Mit den Worten des Rechtsberaters, der der USCG nach der Ersteigerung des Schiffs bescheinigt hat. "Oh Gott, Ihr seid wie ein Hund, der Autos jagt und dieses tatsächlich erwischt hat!"

    Angeführt von der Enkelin des Konstruktuers der United States.

    Eine sehr interessante Dame, die der New York Times eine längere Geschichte wert war - zu Recht, wie ich finde.

    Die USCG räumt allerdings auch schon ein, dass sie mit 2 Counties in Florida umfangreiche Verhandlungen führt, um die potentielle Verwandlung in ein künstliches Unterwasserriff zusammen mit einem Museum an Land zu ermöglichen. Wenn Hadu über Okaloosa County schreibt, ist man sich da ja vielleicht schon einig geworden.


    Was mich betrifft: die Pläne, die die USCG für den Erhalt als Eventlocation in New York vorgelegt hat, waren spektakulär, und die Investoren, die schon das fantastische TWA-Hotel am JFK-Airport in New York gestemmt haben (mit einer Super Constellation als Cocktail-Bar) hätten mit Sicherheit ein Highlight gesetzt, aber mir wäre das vorgekommen wie ein Stück Disney: zwar der richtige Rumpf, aber trotzdem wie ein "falsches" Schiff. Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Amis so etwas wirklich können: in Harlem steht "The Met Cloisters", eine durch und durch "gefälschte" Klosteranlage, aufgebaut aus den Ruinen diverser europäischer Kirchen und Klöster als Unterkunft für die Sammlung mittelalterlicher Kirchenkunst des Metropolitan Museums, das - der Vollständigkeit halber - eben auch gleich ganze Kirchen gesammelt hat. Eine völlig irre Idee - bis man da ist. Kuratiert, wissenschaftlich begleitet und für Menschen zugänglich, die eben nicht mal schnell über den Atlantik fliegen können, nur um "echte" Gothik oder einen "richtigen" Kreuzgang anzusehen, ist das Ganze plötzlich absolut sinnvoll, berechtigt, und außerdem phantastisch umgesetzt und traumhaft gelegen. Vielleicht hätten sie die US auch so hinbekommen.

    An dem Tag, an dem ich von ihrem Untergang lese, werde ich jedenfalls meinen WHV-Bogen anschneiden, selbst wenn ich dann mit dem Modell vor demselben Problem stehe und auch noch nicht weiß, wo ich damit bleibe.

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  • Hallo Heiner,

    Irgendwann hatte ich mal den Vorsatz aus unserer Runde aufgeschnappt: Niemals ein Modell von versunkenen Schiffen zu bauen!

    Pass auf den Kama auf.

    Grüße Eddi :)

  • Danke Eddi!

    Das erklärt endlich, weshalb von BISMARK, TITANIC, WASA und zuletzt der WILHELM GUSTLOFF noch niemals anständige Modelle gemacht wurden!

    ;)

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  • Danke Eddi!

    Das erklärt endlich, weshalb von BISMARK, TITANIC, WASA und zuletzt der WILHELM GUSTLOFF noch niemals anständige Modelle gemacht wurden!

    ;)

    Da würde ich aber mal ganz unbescheiden gewisse Zweifel anmelden…

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Da würde ich aber mal ganz unbescheiden gewisse Zweifel anmelden…

    Die ist doch schon unanständig (gut), Deine GUSTLOFF! "Brillant" habe ich ja nie in Abrede gestellt... :D

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  • Der WHV-Bogen ist noch nicht angeschnitten, die USCG hat weitere Meldungen veröffentlicht.

    Auszug aus der Meldung vom 12.09.24:

    "Die SS United States Conservancy hat nur wenige Stunden vor Ablauf einer gerichtlich gesetzten Frist für die Entfernung des Schiffes vom Pier 82 in Philadelphia in Gerichtsdokumenten erklärt, dass Penn Warehousing von der Conservancy und von einem potenziellen Käufer des Schiffes, dem Okaloosa County in Florida, 3 Mio. $ verlangt. Die Conservancy behauptet, Penn Warehousing habe einen Vertrag über den Verkauf der SS United States blockiert und versucht, selbst über den Verkauf des Schiffes zu verhandeln, obwohl es nicht ihr Eigentum war."

    Einen Tag später:

    "Die SS United States Conservancy begrüßt die heutige gerichtlich beaufsichtigte Schlichtung in ihrem Streit mit Penn Warehousing. Wir sind dankbar, dass die frühere Anordnung des Richters, das Schiff von Pier 82 zu entfernen, aufgeschoben wurde, da wir weiterhin in gutem Glauben daran arbeiten, diesen Streit beizulegen und das Schiff sicher zu verlegen. Wir sind weiterhin fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass das Erbe von Amerikas Flaggschiff fortbesteht und künftige Generationen inspiriert. Wir sind zwar enttäuscht, dass Penn Warehousing weiterhin sowohl die Conservancy als auch das historische Symbol unserer Nation verunglimpft und verunglimpft, hoffen aber, dass Penn Warehousing in gutem Glauben in die Schlichtung eintreten wird."

    Eine Woche später schließlich, am 20.09.2024:

    "In dieser Woche nahm die SS United States Conservancy an einer gerichtlich angeordneten vertraulichen Mediation teil, nachdem wir eine Fristverlängerung für die Verlegung des Schiffes vom Pier 82 in Philadelphia beantragt hatten. Es wurden Fortschritte bei der Klärung einer Reihe von Fragen erzielt, aber es wird noch mehr Zeit und Gespräche erfordern, um eine gütliche Lösung für diesen Streit zu finden. Infolgedessen hat Richterin Anita Brody angeordnet, die Frist für die Beseitigung des Schiffes vorübergehend auszusetzen, bis weitere Verhandlungen zwischen den Parteien stattfinden. Die Bemühungen der Conservancy werden sich in den kommenden Tagen weiterhin darauf konzentrieren, Verhandlungen in gutem Glauben zu führen und sicherzustellen, dass das Erbe von Amerikas Flaggschiff für künftige Generationen erhalten bleibt und sie inspiriert. Wir werden weiterhin unermüdlich daran arbeiten, den bestmöglichen Weg für die SS United States zu finden, auch angesichts der Einschränkungen, die uns durch diesen Rechtsstreit auferlegt werden."


    Nach meiner Lesart scheint es, als ob die Eigentümer des Piers versucht hätten, die Abgabe nach Florida zu torpedieren, vermutlich, um sie selbst zum Schrottpreis zu verkaufen und die Differenz mit zweifelhaften Forderungen auch gleich noch einzustreichen. Ist natürlich nur eine Vermutung, und die Gegenseite mag sicherlich noch Anderes dazu beizutragen haben, aber die Räumungsfrist scheint definitiv vom Gericht ausgesetzt worden zu sein - das geschieht selten ohne guten Grund.

    "Das Erbe von Amerikas Flaggschiff" zu erhalten, ist nun leider gerade nicht: "Amerikas Flagschiff zu erhalten". Aber ein Museum und ein künstliches Riff sind immer noch besser, als als ein Haufen Dosenfutter-Dosen zu enden. Ich sollte also langsam schon mal anfangen, ein paar Sicherungsscans machen.

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  • Moin Heiner,

    Deine GUSTLOFF! "Brillant" habe ich ja nie in Abrede gestellt...

    und bezüglich der Titanic gilt der Prophet nichts im eigenen Land? Nachstehend ein Kommentar zu Helmuts Titanic aus Stockholm:



    "Dear Helmut,


    Please let me extend, perhaps on behalf of the "Schwesterforum" http://www.papermodelers.com/, my most heartfelt CONGRATULATIONS!

    on the completion of your grandiose RMS Titanic model! It has been a geat joy and a priviledge to take part in this long journey, almost an Atlantic voyage or crossing! - thank you so much for sharing all of your hundreds of detailed photos, which have all been so very informative and enlightening. I have saved them all!


    It has been my great delight, to check in at "Bilder vom Baufortschritt" thread at Kartonbau.de, every now and then, to see the latest progress on the wonderful model. At the same time as I am utterly delighted with you on the completion of your extraordinary, one-of-a-kind model build, it is a bit sad for the rest of us that it is finally over.


    What a trophy and great pride of the Wiesel home this will be now! Please post a photo, once you have it inside the "Vitrine"! I am convinced you will make the most of that installation, too! Thank you, once again, dear Helmut, for a fantastic, extraordinary and VERY educational model voyage! Godspeed, RMS Titanic!



    Bengt Fredén (Trainee),

    photographer & paper modeller,

    Stockholm, Sweden :D "



    Ich schließe mich mal Helmut Zweifeln und Bengts Kommentar an :)


    Viele Grüße

    Gustav

  • Ich schließe mich mal Helmut Zweifeln und Bengts Kommentar an :)

    Gut, ein Witz, über den niemand lacht, ist jedenfalls kein guter - ich ziehe meine Äußerung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück, entschuldige mich bei allen (vor bei Helmut) und streue die Asche meines letzten Bogens auf mein Haupt. Tut mir leid. Ich hielt die Ironie für etwas offensichtlicher, als sie wohl war - mea culpa...

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  • Das Unvermeidliche ist jetzt besiegelt.

    Am 11.10.2024 hat die USCG die Pressemeldung veröffentlicht, dass an diesem Tag eine Einigung zwischen ihnen, Penn Warehousing als Vermieter des Liegeplatzes an Pier 82 und Okaloosa County erzielt werden konnte; die USCG verkauft danach das Schiff für 1 Mio $ an das Okaloosa County, das seinerseits für die zeitnahe Beräumung des Piers sorgt. Der Titel wurde inzwischen übertragen und die Arbeiten haben begonnen, um sie reisefertig zu machen. Das County hat insgesamt 10,1 Mio $ bereitgestellt für Kauf, Verlegung, Beräumung und Versenkung des Schiffs und die Errichtung des Museums, für das allein 1 Mio $ bereitstehen sollen.

    Die Polizei in Philadelphia ermittelt inzwischen weiter wegen des Einbruchs ins Schiff vom Anfang des Monats, bei dem bereits Batterien und Zubehör gestohlen wurden und die Täter Selfies davon auf Instagram geposted hatten. Inzwischen dürften auch alle anderen Souvenirjäger nach ihren ihre Metallsägen suchen, und ob sie nun nachts stückchenweise zerlegt wird oder in Chittagong in ganzen Sektionen, macht am Ende auch keinen echten Unterschied mehr. Vor der Küste von Destin - Fort Walton Beach sollten die Vandalen dann in angemessener Tiefe doch etwas weniger werden (auch wenn Taucher potentiell auch keine Waisenknaben sind). Bleibt die Frage, was die nächsten Hurricane mit ihr anstellen...


    Ende des Monats soll sie ablegen und nach Norfolk gebracht werden, wo über die nächsten Monate alle Vorbereitungen für ihre Versenkung getroffen werden. Die USCG plant derweil die Einrichtung des künftigen Museums, in dem mindestens einer der originalen Schlote und der Radarmast gezeigt werden sollen und einzelne Räume / Bereiche des Schiffs mit originaler Einrichtung und Zubehör wieder erstehen. Außerdem soll für die Ausstellung "neueste Technologie" benutzt werden, was mich virtuelle Touren mit VR-Brille erwarten lässt.


    Und nächstes Jahr irgendwann - werde ich dann den Bogen anschneiden.

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  • Da hoffe ich ein bisschen, dass die United States sich ihr Schicksal selber aussucht, so wie seinerseits die Bremen.

    Der Glaube, dass das Museum wirklich errichtet wird, fehlt mir noch ein bisschen.


    Vielleicht findet sich ja doch noch eine andere Lösung vom County.


    Gruß pianisto

  • CBS schreibt, dass sie voraussichtlich am 14.11. mittags bei Hochwasser auf die Nordseite des Beckens an Pier 80 verlegt werden wird; am Freitag früh soll sie dann bei Niedrigwasser (6:59 Ortszeit) mit dem Heck voran unter den Delaware-Brücken hindurch flussabwärts geschleppt werden. Die Brücken über den Delaware werden in dieser Zeit geschlossen.

    Über die nächsten 2 Wochen soll sie dann nach Angaben von Okaloosa County nach Mobile gebracht werden, wo sie über die folgenden 12 Monate von allen Schadstoffen befreit und so präpariert werden soll, dass sie sich beim Versenken auf ebenen Kiel setzen wird.

    Wer sie online auf der Reise nach Alabama begleiten will, kann das auf dieser Seite des Counties tun; der Tracker wird aktiviert, sobald sie sich in Bewegung setzt. Ich bin etwas überrascht, die Conservancy Group hatte noch vor Wochen erklärt, dass die Arbeiten in Newport News durchgeführt würden, aber es macht natürlich Sinn, die Reise kurz zu halten, wenn das ganze Jahr Arbeit erst investiert ist.

    Wer Freitag in Philadelphia ist: einen sehr guten Blick soll man aus dem Restaurant des örtlichen IKEA haben; auf dem Bild das Gebäude links gegenüber ihrem Liegeplatz.


    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

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    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Ja, ja, die Amis versenken gerade ihre guten Seiten.

    Ulrich.

                                                                                   Artikel 1 GG:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt



    Edited once, last by modellschiff ().

  • Die Schleppreise nach Mobile ist erstmal auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Grund ist die momentan unsichere Wetterentwicklung im Golf von Mexiko. Tropensturm Sara randaliert gerade in der Karibik und zieht aktuell vor der honduranischen Küste in Richtung Yucatan. Laut National Hurrican Center ist die Vorhersage der möglichen Zugbahn und Intensität noch zu vage.


    Das heutige Verholen in Philly findet aber dennoch statt.

  • Leider ist aufgeschoben nicht aufgehoben. Möge sie den Meerestieren eine sichere Heimat werden.

    Ulri h

                                                                                   Artikel 1 GG:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt



  • Das wird sich Okaloosa County anders vorgestellt haben: nachdem die Verlegung am 15.11. wegen einer Sturmwarnung abgesagt wurde, hat die USCG (diesmal wirklich die US Coast Guard) nach einer Inspektion am 20.11. die Verlegung bis auf weiteres verboten. :pinch: Bedenken bestehen hinsichtlich eines Tanks an backbord, dessen mögliches Versagen Auswirkungen haben kann auf die Stabilität des Rumpfes. Außerdem wurden größere Mengen an Ölrückständen festgestellt, die in versiegelte Tanks umgepumpt werden müssen, um drohende Umweltverschmutzungen zu verhindern. Da das County seinen Schleppplan nicht rechtzeitig aktualisiert hat, hat die Coast Guard eine Gefahr für den Hafen und die vorgesehenen Wasserwege gesehen und die Verlegung untersagt.

    Laut der Anordnung der Küstenwache müssen die folgenden Anforderungen erfüllt sein, bevor das Schiff auslaufen kann:

    • Es muss ein umfassender Bericht vorgelegt werden, der von einem erfahrenen Unternehmen erstellt wurde. Der Bericht muss den baulichen Zustand des Schiffes, die Wasserdichtigkeit, die Schleppbedingungen, die Flüssigkeitsbeladung an Bord, den Schwerpunkt und die Fähigkeit, bestimmte Wellenbedingungen zu durchqueren, bewerten.
    • Wird festgestellt, dass der Rumpf beschädigt ist, muss ein Bericht vorgelegt werden, in dem detailliert beschrieben wird, wie der Schaden während der Fahrt nach Alabama behoben werden soll.
    • Es muss ein Schleppplan vorgelegt werden, der Notankerplätze und Häfen mit sicherem Hafen entlang der Transitstrecke sowie einen Kommunikationsplan enthält.
    • Für die Schlepper muss eine Genehmigung eingeholt werden, und sie müssen über eine ausreichende Leistung verfügen, um das Schiff während der Fahrt zu steuern.
    • Um das Verschmutzungsrisiko im Falle von Wassereinbruch oder durch Lenzen zu verringern, müssen alle großen Ölmengen, die nicht in verschlossenen Tanks gelagert werden, in verschlossene Tanks umgelagert werden.

    Die Nichteinhaltung der Anordnung wird mit einer Geldstrafe von bis zu 114.630 Dollar für jeden Tag der Zuwiderhandlung geahndet.

    Dem stehen inzwischen folgende Forderungen gegenüber, die Penn Warehousing laut Vergleich erheben kann:

    Eine einmalige Vergleichssumme von 50.000 USD. Rückwirkend seit 12. September Mietzahlungen von 3.400 USD täglich. Reparaturkosten am Pier von 200.000 USD. Und, da die UNITED STATES bis 12. Dezember nicht den Pier verlassen hat, eine Vertragsstrafe von weiteren 100.000 USD.


    Alles nicht so schlimm, findet das County, diese Kosten werden am Ende von den Touristen über die Bettensteuer bezahlt werden. :D Außerdem erwartet das County noch in dieser Woche einen neue Verfügung der Coast Guard (vermutlich nach Übergabe fehlender Unterlagen, aber das ist jetzt meine Spekulation).

    Es scheint so, als ob mein Bogen noch für längere Zeit in Sicherheit ist....


    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

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  • Es muss ein umfassender Bericht vorgelegt werden, der von einem erfahrenen Unternehmen erstellt wurde. Der Bericht muss den baulichen Zustand des Schiffes, die Wasserdichtigkeit, die Schleppbedingungen, die Flüssigkeitsbeladung an Bord, den Schwerpunkt und die Fähigkeit, bestimmte Wellenbedingungen zu durchqueren, bewerten.

    Dieser Bericht dürfte bereits existieren, er muss nur aktualisiert werden, immerhin hatte Crystal Cruises das Schiff etwa ein halbes bis ein Jahr auf Machbarkeitsstudien untersucht.


    Gruß pianisto

  • Moin, moin zusammen,


    wer sich einmal mit der SS UNITED STATES näher beschäftigen möchte, dem empfehle ich unbedingt dieses Buch.......allerdings in englischer Sprache. Es behandelt vorab auch die SS AMERICA als deutlich kleinere Vorlage für die SS UNITED STATES. Eine Menge sehr interassanter Fotos gerade auch vom Entstehungsgang der Konstruktion und vom Bau des Schiffes.


    Titelbild



    Schornsteinbau



    In der Werft in Newport 1964........links daneben die USS ENTERPRISE im Werden.



    Und hier ist mein "Zossen" zu sehen.......




    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo zusammen,


    Nun scheint es mit der Versenkung der SS United States tatsächlich konkret zu werden.


    US-Dampfer wird künstliches Korallenriff
    Die "SS United States" ist in Philadelphia aufgebrochen, um bald im Meer versenkt zu werden. Der historische Dampfer soll vor der US-Küste zu einem künstlichen…
    www.tagesschau.de


    Demnach wird sie gerade vor die Küste Alabamas geschleppt und wird das weltweit größte künstliche Korallenriff werden.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin, moin zusammen,


    der Zug für das Schiff war schon seit sehr vielen Jahren längst abgefahren. Ihre nun letzte Bestimmung ist aus meiner Sicht doch noch sehr nutzbringend - die Unterwasserwelt wird sich freuen und den Schiffskorpus schnell in Beschlag nehmen und besiedeln.


    Uns bleiben die Kartonmodelle…..ich habe meine Whv’ner UNITED STATES damals mit sehr viel Freude gebaut.


    Ich wünsche dem Schiff eine letzte gute Reise 👋!


    Gruß

    Hajo

    Exercitatio artem parat!

  • Naja die United States versenken macht Trump ja schon :D im doppelten sinne :)

  • Naja die United States versenken macht Trump ja schon :D

    eigentlich ein schlechter deal wenn man bedenkt wie viele Kilometer Grenzwall man mit den Stahl hätte errichten können.

    Aber so entsteht ja immerhin noch etwas sinnvolles.

    meint KaEm

  • Wenn ich nochmal das Wort Deal höre, drehe ich noch durch... :cursing: :!:

    Hier kann man man nochmal einen Teil der letzten Fahrt beobachten:

    >

    Hier gibt es auch noch ein Live-Tracking:

    >https://share.garmin.com/SSUNITEDSTATES

  • Es gibt auch noch Videos, da sieht man den traurigen Zustand bei einem Rundgang an Board:

    >

  • ein hartes Urteil, aber nur noch ein großer schwimmender Haufen an Schrott.

    ... und trotzdem immer noch ein wunderschönes Schiff! :love: :love: :love:

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

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    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Der Aufbau ist Aluminium, bisschen Sandstrahlen und wie neu......

    Klar....typisch schwedischer Naturbursche :D !


    Aluminium ist mitnichten korrosionsfest. Salzwasser- und schadstoffbelastete Luft setzt diesem Stoff erheblich zu. Das zerbröselt an manchen Stellen wie ein Leibniz-Keks. Nach dem Sandstrahlen kannst du dann die Löcher mit Schußpflaster zukleben.....mal sehen, wieviele Rollen du brauchst. Und dann erst der Übergangsbereich Aluminium/Schiffbaustahl, da wütet die Korrosion dann am schlimmsten. Das habe ich oft genug bei unseren Marineschiffen gesehen. Zwar wolllte man das Problem beim Bau mit sogenannnten Isolationsnieten umgehen, aber das funktioniert nicht an jeder Stelle, denn das Schiff arbeitet und die Isolation geht dann durch "Innere Reibung" flöten......man wundert sich dann nur, wenn drinnen irgendwo undefiniert Wasser aus der Wandverkleidung über den Fußboden läuft.......


    Also......untauglicher Ansatz...... ;)


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Okay, halt kein Schwedenaluminium und -stahl verwendet.....


    Ernsthaft: Deutschland war mit seinem letztem Atlantikliner (TS Hamburg) leider auch nicht geschichtlich interessiert, also was soll ich dann einem anderem Land was vorwerfen, dass sie ihre Geschichte versenken. - Aber es ist trotzdem traurig.

    Zum Glück gibt es ja noch die Queen Mary.