Containerschiff MARY ARCTICA/ 1:250/ JSC

  • Moin Modellbaugemeinde !


    Meine Wahl für mein nächstes Projekt ist zurückzuführen auf meine Vorliebe für nordische Schiffe. Die MARY ARCTICA ist ein nordisches Schiff. Sie treibt Handel zwischen Grönland und dem Rest der Welt. Gebaut wurde sie 2005 auf der Danziger Werft. Bei einer Länge von 113 m ist sie mit 10.300 BRT vermessen. Sie läuft max. 15.3 kn und kann 572 TEU transportieren.


    Quelle: Flickr


    Das JSC-Modell habe ich vor einigen Jahren einmal gebaut gesehen und war ziemlich enttäuscht. Da ich schon einige Containerschiffe gebaut habe, glaube ich, aus dem Bogen ein besseres Modell bauen zu können.


    Für mich als von den Wilhelmshavenern geprägten Kartonmodellbauer ist die Rumpfkonstruktion der JSC-Modelle jedes mal ein Abenteuer. Die Grundstruktur auf den ersten beiden Fotos besteht aus 6 Teilen, zwei Deck-Bordwand-Elementen und vier Spanten. Praktisch im luftleeren Raum wird das Backdeck aufgesetzt. Schließlich kommen die Bordwände an die bisherige Konstruktion. Da die Grundplatte fehlt, kommt man gut an die zu verklebenden Bordwände von unten heran.


      


      


    Ich hoffe, mein neuestes Modell stößt auf euer Interesse !


    Henning

  • Moin Henning!

    Finde ich auch spannend, Dein Vorhaben! Das freischwebende Backdeck ist natürlich etwas heikel, aber die eigentliche Konstruktion war ja auch ziemlich genau ein Drittel kleiner gehalten, da sind dann auch die Spannweiten und Abstände zwischen den Versteifungen entsprechend geringer.

    Die Farbe und die Grafik gefallen mir auch sehr gut - ich nehme mal an, dass Du eines der ab Werk vergrößerten Modelle baust und keinen selbst gedruckten Scan?

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Moin Zusammen;


    na denn man to.


    Moin Henning!

    Finde ich auch spannend, Dein Vorhaben! Das freischwebende Backdeck ist natürlich etwas heikel, aber die eigentliche Konstruktion war ja auch ziemlich genau ein Drittel kleiner gehalten, da sind dann auch die Spannweiten und Abstände zwischen den Versteifungen entsprechend geringer.

    Die Farbe und die Grafik gefallen mir auch sehr gut - ich nehme mal an, dass Du eines der ab Werk vergrößerten Modelle baust und keinen selbst gedruckten Scan?

    Das Backdeck ist teilweise durch ein Spraihood abgedeckt hat einen Windabweiser und Zellengerüste.

    Der weitere Vorteil ist, es bleibt kein Green oder Slamming Water liegen.



    SILVER MARY (MMSI: 257221000) Ship Photos | AIS MarineTraffic


    SILVER MARY (MMSI: 257221000) Ship Photos | AIS MarineTraffic


    SILVER MARY (MMSI: 257221000) Ship Photos | AIS MarineTraffic

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Da ich schon einige Containerschiffe gebaut habe, glaube ich, aus dem Bogen ein besseres Modell bauen zu können.

    Ich drücke Dir die Daumen. In Bremen gibt es ja 4 Beispiele, die auch sicher waren etwas besseres zu finden.... :thumbsup: mit Erfolg glaube ich!


    Im Ernst: ich freue mich auf die Entwicklung


    Märchenlastige Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • @ Heiner: Ich habe den verlagsseitig, in Zusammenarbeit mit Scaldis auf 1:250 vergrößerten Bogen benutzt. Die gute Qualität von Farben und Grafik kann ich nur bestätigen. Ich habe mir auch den LC-Satz besorgt.


    Der Rumpf ist jetzt fertig.


      


    Ein großer Schwachpunkt des Modells ist die mangelnde Transparenz der Arkade unter dem Aufbau. Der Bogen tut so, als sei alles mit Spanplatten vernagelt wie bei einem baufälligen Haus. Das geht natürlich gar nicht ! Also muss ich konstruktiv nachhelfen. Die Öffnungen der Arkade habe ich schon ausgeschnitten. Für die Decksfarbe kann man eine der roten Reserveflächen verwenden. Aufbauwände, Verholwinden und Poller müssen neu gezeichnet werden.

  • Moin Henning,


    Quote

    Ein großer Schwachpunkt des Modells ist die mangelnde Transparenz der Arkade unter dem Aufbau. Der Bogen tut so, als sei alles mit Spanplatten vernagelt wie bei einem baufälligen Haus. Das geht natürlich gar nicht !

    Ja, das fand ich auch schon bei meinem Modell von X-Jahren in 1:400 nicht gerade schön.

    Hab's dann aber doch so gebaut.


    Gruß

    Stephan

  • Hier nun die Nachrüstung des achteren Hauptdecks mit Aufbauwänden, zwei Mooring-Winden, Pollern und Decksstützen. Fragt nicht, wie weit das mit dem Original übereinstimmt. Ich habe nur einen sehr schlecht aufgelösten Generalplan, dem allenfalls der abgeschrägte Verlauf der Aufbauwände zu entnehmen ist.


        

  • Das ist ein echter Gewinn für das Gesamterscheinungsbild.


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Moin Henning!

    Fragt nicht, wie weit das mit dem Original übereinstimmt. Ich habe nur einen sehr schlecht aufgelösten Generalplan

    Hast Du Bartosz bei JSC mal um HIlfe gefragt? Auch wenn seine Rumpfkonstruktionen "eigenwillig" sind, sind sie nicht weniger ernsthaft oder ungenauer als bei vielen anderen Konstrukteuren. Sprich: er weiß, was er tut und warum er es tut (was dafür spricht, dass er Unterlagen hat, das Vorbild kommt ja von REMONTOWA - auch aus Danzig ;) ), und er ist nach meiner Erfahrung auch sehr hilfsbereit.

    Ich hatte mal eine Frage zu seiner FOLDOY und Material von ihm bekommen, mit dem eigentlich eine absolute Neukonstruktion im Stile der ARLAU fällig wäre...

    Fragen kostet ja nichts - so von Konstrukteuer zu Konstrukteur :D

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Naja....zu dem, was auf dem Generalplan zu erkennen ist trifft man noch ein paar zusätzliche "qualifizierte Annahmen" und was und wo seemännisch an Pollern, Winschen usw. Sinn macht........und wenn man dann von außen durch die kleinen Öffnungen schaut, sieht der Betrachter etwas und freut sich.......so halte ich das immer......


    Aber das sieht so eindeutig besser aus, als dass es der Bogen vorsieht....... :thumbup: !


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Nee, Heiner, ich trenne das Bootsdeck nicht wieder ab, um etwas richtig zu stellen, was kaum zu sehen ist. Mich beschäftigt viel mehr der schräg gestellte Bordwandstreifen am Bug. Der ist im Original dreidimensional gekrümmt, ich weiß nur noch nicht, wie ich das am besten hinbekomme.


    Heute habe ich den Lukenblock gebaut. Hier bei den großflächigen Teilen merkt man, dass das Modell maßstäblich vergrößert wurde, während die Kartonstärke gleich blieb. Korrigierend eingreifen musste ich aber nicht.

      


    Die Lüftungsgitter habe ich ausgeschnitten und hinterklebt. Die Schotten habe ich aus rotem Reservekarton ausgeschnitten und aufgeklebt.


  • Man konnte bisher ja denken, dass meine MARY ein recht grobschlächtiges Modell wird, dank der LC´s für Relings und Leitern wird es jetzt aber sogar filigran.


        

  • Inzwischen habe ich bei meiner NELLA DAN-Nachfolgerin auf der Back diese Mischung aus Lüfterbauwerk und Wellenbrecher gebaut, an Stb. sind die Containerstützen und die Relings komplett, die im Bogen nicht vorgesehenen Container-Führungsschienen habe ich hinzugefügt.


        

  • Ich bin mit dem Deckshaus angefangen. Ergänzt habe ich die aufgeklebten Schotten und Feuerlöschkästen an der Achterkante des Deckshauses, sowie die Deckskanten und den Stützengang an Stb.


        

  • Heute habe ich mich mit den an der Achterkante des Deckshauses vorgesetzten Decks einschließlich Relings und Niedergängen bis zu Brückendeck hochgearbeitet. Wenn man wie ich den LC-Satz von JSC verwendet, ist man gut beraten, von der vorgesehenen Reihenfolge der Nummerierung abzuweichen. Man sollte erst das höhere Deck einbauen, bevor man die Reling des niedrigeren Decks anbringt. Andernfalls bekommt man die Niedergänge mit Reling nicht in die dafür vorgesehenen Aussparungen eingeschoben.


        


    Etwas störend ist das unterschiedliche Weiß von Bogen (strahlend weiß) und LC-Satz (beige abgetönt). Der Perfektionist wird den LC-Satz vorher weiß lackieren. Etwas befremdlich ist auch das Nebeneinander von LC-Reling und aufgedruckter Rettungsinsel. Aber hier lässt sich durch ausdetaillierte Rettungsinseln von anderen Bögen leicht Abhilfe schaffen.

  • Für die Kommandobrücke bietet JSC zwei Versionen an: eine geometrisch halbwegs korrekte Version, bei der der Sockelbereich der Aufbauwände senkrecht steht, und die Fensterbereiche oben nach außen auskragen. Lediglich die Bereiche mit den Schotten stimmen nicht ganz. Diese müssten -damit die Schotten verschlossen werden können- auch Im oberen Bereich senkrecht stehen. Bei der einfacheren Variante haben die Aufbauwände eine einheitliche Neigung. Das ist etwas schneller zu bauen, was bei JSC offenbar eine Rolle spielt.


    Ich bin bei der Kdo.-Brücke so vorgegangen, dass ich zunächst den Bogen gescannt und die Fensterflächen schwarz angelegt habe. Die Fensterflächen habe ich dann mit Tesafilm überklebt. Die hauchdünnen Fensterrahmen (ca. 0,5mm) habe ich dann vom Bogen ausgestochen und auf die schwarzen Fensterflächen geklebt. Freunde von Inneneinrichtungen werden das nicht gut finden. Bei mir stimmt aber der Kontrast! Die hellgrauen Farbschatten des Bogens sind mir viel zu blass.+


        

  • Die Aufbauwände des Ruderhauses sind fertig und das Peildeck ist drauf. Das Original hat an der Deckskante eine schräge Blende, den der JSC-Bogen nicht berücksichtigt hat. Ich halte dieses Element jedoch für sehr markant und habe es deshalb selbst gezeichnet und gebaut.


      

  • Moin Zusammen,

    die schräge nach innen fallende Blende wird auch Faceplstte genannt. Sie hatte hatte den Grund Wind abzuweisen.


    Die Aufbauwände des Ruderhauses sind fertig und das Peildeck ist drauf. Das Original hat an der Deckskante eine schräge Blende, der JSC-Bogen nicht berücksichtigt hat. Ich halte dieses Element jedoch für sehr markant und habe es deshalb selbst gezeichnet und gebaut.


      


    Sie musste absolut Beulenfrei sein, wurde am auf dem Kopf liegenden Peildeck angeheftet, war je nach Aufbau aus Alu oder Macromal ( antmagnetischer Stahl ). Die Kompasszone hatte eine Radius vom gut 6.000mm.Es gab auch vom Meister und Werftbass Rüffel wenn es ordentlich war.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut