Schiefer Turm von Pisa - 1:160 - Schreiber

  • Hallo Mitschnipsler,

    da bin ich mal wieder, diesmal mit dem schiefen Turm von Pisa aus dem Haus Schneider.

    Das Modell ist ziemlich gut gemacht, obwohl ich mir hätte vorstellen können, dass man durch die Öffnungen in den Turm hineinsehen kann.

    Die Grafik ist recht ansprechend, viele Details sind allerdings nur gedruckt. Die Bauanleitung ist nicht ganz einfach zu verstehen. Ein Anfänger hat da sicherlich Probleme.

    Hier also der Bausatz.


  • Zunächst gab es da eine ganze Menge Teile, die mit 1 mm Karton verstärkt wurden.

    Der Graukarton ist beim Bogen dabei. Dieser Graukarton ist allerdings richtig schwer zu schneiden. Das hat mich einige Skalpellklingen gekostet und schmerzende Finger bereitet.

    Damit ich das hinter mir hatte, habe ich dann gleich alle verstärkten Teile ausgeschnitten.


  • Hier der restliche Zusammenbau.

    Warum es hier einen Steinboden und eine Mauer gibt, ist mir nicht klar geworden. Später wird der Turm aufgesetzt und man sieht davon nichts mehr.

    Alles in Allem aber eine schöne Konstruktion.




  • Der Turm selbst besteht aus nur einer Schicht Karton und wird nur von außen mit den Stockwerksringen gefestigt.

    Diese Röhre habe ich entsprechende klein gewickelt, um beim "los lassen" eine klebefähige Röhre zu erhalten.

    Allerdings sind diese Ringe ein wenig zu groß oder der Kern ein wenig zu klein und ja, ich habe aufgepasst und möglichst genau geschnitten.

    Das Problem hat sich leider bis oben durchgezogen.



  • Das Erdgeschoss des Turms ist dicker als der restliche Turm. Daher wird dieser extra gebaut und erhällt halbe Säulen.

    Diese habe ich zuerst an einer Seite angeklebt und trocknen gelassen und dann die zweite Seite mit einem Anschlag angeklebt.


    Zum Schluss wird dieses Stockwerk an die Turmröhre geklebt. Dazu hat diese Röhre Klebelaschen, die unten um den Boden geklebt werden.





  • Danach war der erste "Balkon" zu bauen. Da der Ring der Säulenkapitelle kleiner ist als die "Balkonfläche", musste auf dem Ring von unten ein Kreis mit entsprechendem Durchmesser aufgezeichnet werden. Leider hatte ich die ausgeschnittenen Scheiben bereits weggeworfen, also musste ich da etwas jonglieren.

    Ein Bauteil, das von unten auf den Ring geklebt werden kann wäre da von Vorteil gewesen. Oder man hätte die Teile nicht gleich vollständig ausschneiden dürfen. Pech gehabt.

    Am Ende passen die Kapitelle ziemlich genau auf die halben Säulen und ergeben trotz nur aufgezeichneter Details eine gute Optik dieses Bauteils.




  • Die nächste Ebene ist die erste mit Säulen. Dazu wird wieder auf dem Ring des Laubengangs ein entsprechender Kreis gezeichnet und das Teil mit den Kapitellen angeklebt.

    Diesmal ist der Abstand zwischen Kapitell und Turmwand größer. Darum sind die Teile dafür doppelt, damit diese von oben und unten eine Grafik haben.



  • Um diesen Laubengang korrekt auf die Säulen zu kleben, werden zunächst nur 4 dieser Säulen in 4 Himmelsrichtungen aufgeklebt.

    Das macht es wesentlich einfacher, den Laubengang passend anzukleben.

    Danach konnten die restlichen Säulen recht einfach ausgerichtet und angeklebt werden.



  • Die nächsten Ebenen sind baugleich bis auf ein paar grafische Unterschiede. Darum gibt es die Teile 11a bis 11d.

    Schon bei der zweiten Ebene ist mir aufgefallen, dass der Laubengang weit über der vorgesehenen Position (siehe Markierung) liegen würde.

    Wenn ich das so durchziehe, bin ich ganz obern mindestens 1/2 cm zu hoch. Da ich die vorgesehene Graupappe verwendet habe, ist mir dieses Problem doch ziemlich aufgestoßen.

    Egal, da muss was geändert werden. Ich habe dazu die fertigen Ringe "abgeschält" und hoffen, dass sich das bis oben dann regelt.




  • Die Mauer mit den Nischen für die Glocken war da doch wesentlich aufwändiger zu bauen. Ich hatte da echte Befürchtungen, dass dieses Teil verzogen zusammengeklebt ist.

    Zum Glück hat alles nahezu perfekt gepasst und dieses Teil konnte aufgeklebt werden.




  • Bei den Glocken war ich mit nicht sicher, welche Ausführung ich bauen wollte - flach oder 3D.


    Nach einer kurzen Recherche allerdings sehen die Glocken überhaupt nicht so aus wie sie im Bogen als 3D Bauteil angeboten werden.

    Ich habe mich daher für die 2D Glocken entschieden und diese sowohl etwas gerundet als auch unterschiedlich groß ausgeschnitten (eben so, wie ich das gesehen hatte).

    Ich finde, dass das optisch gut zu vertreten ist.




  • Die letzten Bauteile sollten gedruckte Geländer werden. Diese Geländer gefielen mir von Anfang an nicht und entsprechen auch nicht der Realität.

    Ich habe daher Geländer mit 5 Durchzügen aus 0,5 mm Kunststoffstäbchen geklebt und lackiert. Dabei hatte ich versucht, wie das am Originalturm gemacht wurde, die Stützen über jedem Kapitell anzubringen. Das hat leider nicht funktioniert. Ich hätte die Geländer am Modell zusammenkleben sollen.

    Ich finde trotz nicht passenden Längen dieses Geländer erheblich schöner als das gedruckte.




  • Die letzte Aufgabe war dann das zusammenstecken des Turms mit dem Sockel. Das Konstrukt hält auch, wenn es nur zusammgengesteckt wird, ich habe trotzdem die beiden Teile zusammengeklebt. Ich kenne mich, irgendwann hätte ich das Modell nur am Sockel oder am Turm angefasst und das jeweilige Gegenstück wäre der Schwerkraft ausgesetzt worden.


  • Damit war auch dieses Modell fertig und ich muss eingestehen, dass es gut aussieht, aber von mir, was den Arbeitsaufwand angeht, ziemlich unterschätzt wurde.

    Es hat wesentlich länger gedauert, bis der Turm jetzt in der Vitrine steht.


    Ein paar kleinere, behebbare Problemchen waren vorhanden, was den Bauspaß aber nicht geschmälert hat.


    Hier nun die Fertigbilder. Bis zum nächsten Projekt macht es wieder gut.

    LG

    Jürgen



  • Cool, da war ich gerade diese Woche!


    Interessanter Baubericht, danke fürs zeigen! Jetzt noch der Dom und die Taufkirche dazu... ;)


    Alex

  • Moin Jürgen

    ein schönes Bauergebnis. :thumbsup:

    Ich bin mal das gewesen.Ja der Turm ist wirklich so schief,aber ist kleiner

    als ich dachte. :)

    Grüße von der Ostseeküste,

    Thomas