Bau eines Eigenentwurfes Museumshafen mit Werft 1 : 250

  • ´Beworben habe ich mich beim IMMH zu Teilnahme an den int. Schiffsmodellbautagen am 7. +8. Sept. Ich habe mir Gedanken gemacht was ich ausstellen möchte, und mit meinen Museumsschiffen kam mir die Idee eines Museumshafen mit Werft. Ich habe alles arrangiert, und ein Foto mit einem Bewerbungsschreiben abgeschickt, und habe eine Zusage erhalten. Nun heißt es also an die Arbeit, den Museumshafen bauen. Ich habe verschiedene Vorlagen, aus denen ich schöpfen kann. Dies sind die Gebäude vom Modell " Trinity Buoy Warf Lighthouse" von D. Hathaway, Kaiwände und Kopfsteinpflaster vom Modell "Lagerhaus mit Hafenkran, Lübeck" von Michael Urban, ein alter Hafenkran aus Visby von Gunnar Sillens, SE, und die Wasserfläche und der Pavilion vom HMV. Die 12 historischen Dampfer bestimmen die Größe des Modells. Ebenso natürlich auch die Größe der Schuppen. Herausgekommen ist eine Fläche von 70 x 40 cm. Die Kaianlage habe ich in T-Form konstruiert. Auf dem langen Ende werden drei Schuppen aufgebaut. Dann träumte ich eines Nachts, das so eine Werft ja auch eine Slipanlage braucht. Also wurde der Kai noch mal 12 cm länger. Ich habe dann den Boden des Kais mit verdoppeltem Karton angefertigt, an die Seiten dann die Kaimauern angeklebt und alles mit Spanten verstärkt. Hier habe ich unkonzentriert gearbeitet; man kann es mit etwas Ruhe und Überlegung einfacher rund schneller bewerkstelligen. Die Konstruktion der Slipanlage war eine spannende Angelegenheit, wollte ich doch die Seiten etwas ausrunden. Ich habe die entsprechenden Teile nach Augenmaß angefertigt und nach und nach hat sich die notwendige Form und Größe ergeben. Ich mußte mich nun entscheiden, welchen Bodenbelag ich für den Kai nehmen sollte, Beton- oder Kopfsteinpflaster. Ich habe mich für das Kopfsteinpflaster entschieden, paßt das doch am Besten zu den alten Schuppen. Wir werden das später sehen. Auf dem Foto mit dem Bodenbelag sieht man 3 Aussparungen. An diese Stellen kommen die Schuppen. Soweit erst einmal. Später melde ich mich mit dem Schuppenbau.

  • Du legst ja ein ordentliches Tempo vor. Das ist eine spannende Ansage von Dir!


    Interessierte Grüße aus Hannover, Dirk

    Kann dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kann

  • Moin,


    Dein Museumhafen mit Werft sieht der Flensburger Museums Werft ein wenig ähnlich. Nur das noch die Fischhütte der Kran und die Liftanlage die gebraucht von Kröger stammt in einer Halle liegt.


    Veel Spoß wiederhin.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Ja, Dank an alle Daumen und Kommentarschreiber! Da hast du Recht Arne, die Fischhütte fehlt noch. Eine gute Anregung. Ich werde einen Lizensantrag in FL stellen. So, nun geht es weiter mit dem Bau der Schuppen. Ich habe sie ja generiert aus einem Modell von David Hathaway. Da es sich dort um ein doppeltes, parallelliegendes Satteldach handelt, mit 2 darunter liegenden Schuppen, musste ich erst einmal alles zerschneiden, anprobieren und einen Probeschuppen bauen(es soll ja nur ein Schuppen werden). Dabei stellte sich heraus, das ich aus dem scheinbar doppelt vorhandenem Dach, wegen der Assymmetrie, nur 1 Dach schneiden kann. Die vorhandene Stütze des Daches konnte ich auch nicht verwenden, weil die Mittelwand fehlt. Also habe ich mir aus 3 mm starker Graupappe die Giebelform für den Innenbereich als Dachstützen zugeschnitten. Ergebnis: Probebau passt. Nun kam die Arbeit, wo man an nichts denken darf: Alle Teile ausschneiden; und da es ein wenig 3-dimensional aussehen soll, werden die Fenster ausgeschnitten, die Türen vorbereitet, die später offenstehen sollen, die Kanten gemalt in hellblau und in zart gelb. Dann die Fenster hinterklebt mit Transparentpapier, und dann endlich alles zusammen gesetzt. Jetzt habe ich die Giebel und Seitenteile , um daraus die 3 Schuppen zu bauen. Ich hoffe auf den Bildern kann man die einzelnen Arbeitsschritte erkennen. Dann bis gleich, Grüße von Volker


  • Sehr mal wieder einen Bericht über einen Dioramenbau zu lesen. Dioramenbau ist so etwas wie eine unendliche Geschichte. Man kann immer wieder etwas Neues dazu konstruiren und anfügen.

    Viel Erfolg.

    Ulrich

                                                                                   Artikel 1 GG:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt



  • Ja, Dioramen zu bauen ist deswegen eine unendliche Geschichte, weil man während des Bauens immer nachdenkt wie es weitergeht. Und die neu entstehenden Ideen verbessern das Objekt und verlängern die Bauzeit. Aber das ist auch eine schöner Charakter der Dioramen.

    Nun geht es weiter: Der Zusammenbau der Schuppen erwies sich nach den guten Vorbereitungen als relativ einfach. Sorgfalt war aber trotzdem gefordert, Ich habe aus 3mm starker Graupappe Winkel geschnitten, um die Rechtwinkligkeit der Sch. zu gewährleisten, ebenso Spanten zur Stützung des Daches. Zum Verkleben habe ich mit Uhu-Alleskleber aus der flinken Flasche gearbeitet, weil dann die Teile noch eine gewisse Zeit bewegt werden können. Ich finde es sind sehr schöne Schuppen geworden und die 3-Dimensionalität kommt gut zum Ausdruck. Dank an D. Hathaway für die Konstruktion. Auf dem Kai musste ich den Fußboden der Sch. noch betonieren(hellgrau anmalen), weil man ja durch Tür, Tor und Fenster hereinschauen kann. Wie sieht es sonst aus! Bevor die Sch. nun auf den Kai geklebt werden können, muß in den Sch. zur Slipanlage(rechter Sch.) noch die Winde mit dem Seil angebracht werden. Und dann kommt die Überraschung: an den linken Sch. wird ein Leuchtturm angebaut. Aber davon später. Jetzt muß ich mal los, um eine passende Bodenplatte zu kaufen. Das Modell soll ja 70 x 40 cm groß werden, und ich möchte wegen des besseren Transportes die Platte in 2 Hälften zu je 70 x 20 cm teilen. Mal sehen ob das klappt. Dann also bis später.

    Grüße von Volker

  • So, jetzt habe ich die Winde für den Slipwagen gebaut und angebracht. Hübsch zu sehen. Dann Sch. darübergeklebt. Weg ist sie. Die Stecknadel zeigt ungefähr den zukünftigen Standort des Slipwagens. Die Grundplatte habe ich jetzt besorgt, und konnte nun zwei Probeaufbauten des Museumshafens erstellen. Ich würde mich ja freuen wenn der eine oder andere mir sagen würde, welche Anordnung der historischen Schiffe er bevorzugt. Ich werde die Platte nicht teilen, sondern mir ein entsprechendes Gefährt beschaffen, mit dem ich alles transportieren kann. So, jetzt gehe ich den Leuchtturm bauen. Bis später. grüße Volker

  • Servus Volker.


    mir persönlich gefällt die Variante 1 besser.

    Könnte dir aber nicht sagen warum.

    Vielleicht liegt es daran, daß die zweite Variante mich zusehr an einen kommerziellen Yachthafen erinnert.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Hallo Volker,


    ich finde beide Varianten sehr schön. Aber gemessen an der Zeit, in der diese Schiffe mit Dampf unterwegs waren, wo Bugstrahl oder ähnliche Manöver-Hilfen noch kein Thema waren, würde ich tatsächlich Variante 2 vorschlagen. Gerade vorwärts rein und rückwärts wieder raus :).

  • Moin Volker,

    mein Favorit wäre auch die Variante 2. Die von Dirk genannten Argumente sind korrekt, kann ich aus meinen Erfahrungen mit Traditionsschiffen bestätigen.

    Beste Grüße

    Fiete

  • Ja, zuerst einmal Danke für die Meinungen zur Stellung der Schiffe im Hafen. Ich selber habe mit dem Tonnenleger Bussard in Flensburg ein Anlegemanöver längs an die Pier miterlebt, und kann feststellen, das hat wunderbar geklappt. Aus diesem Grund, und weil es mir harmonischer erscheint, habe ich mich für die Anordnung der Schiffe längs der Pier und der Schlängelanlage entschieden. So, nun geht es mit der Arbeitsbeschreibung weiter. Ich habe die Sperrholzplatte mit eine 3 mm dicken Graupappe beklebt, um darauf zweilagiges Seidenpapier zu kleben. Auf das Seidenpapier kommt die Farbe für das Wasser im Hafenbecken. Ich habe diesmal Seidenpapier genommen, weil mich letztes Mal die Struktur des Küchenpapiers gestört hat. Nun kann man 2 Nachteile des Seidenpapiers feststellen: 1. Es nimmt sehr schlecht den Tapetenkleister auf. 2. Man kann nur schwierig bis gar nicht durch stubsen mit dem Pinsel Wellenstrukturen erzielen. OK, nächstes Mal wieder Küchenpapier. Bemalt habe ich dann mit Acrylfarbe. Zuerst alles "himmelblau", dann abgetupft mit silbergrau und dann diese Tupfer wieder mit himmelblau übertupft. Als Ergebnis zeigt sich die Abbildung eines blauen Himmels mit leichter, grauen Bewölkung in dem Hafenwasser. Meine Frau findet ihn schön. Also keine Widerworte! Nun konnte ich das Anbringen der Kaianlage und der Schlängelanlage vorbereiten. Ich habe dann die Grundflächen der entsprechenden Gegenstände lagegetreu auf die Platte gezeichnet und aus dem Seidenpapier ausgeschnitten. Jetzt wurden Kai und Schlängelanlage entsprechend aufgeklebt. Beschwert habe ich die Modellteile mit den berühmten "Ankerbausteine". Durch das Ausschneiden des Seidenpapiers erreicht man, dass die Wasserfläche bis an die Gegenstände heranreicht. Jetzt kann nicht mehr darunter gucken. Nun geht es endlich an die Details: Ausstattung des Kais mit Kran, Pavillion, Schiffsausrüstungen, LKW's, Poller, Betonpfosten an die Kaimauer, Kisten, Kabelrollen, Slipwagen und Olli's Fischbude. Wo die hinsoll ist mir allerdings noch nicht eingefallen. Na, das wird schon. Mit vielen Grüßen von Volker.

  • Sehr schöner und sonniger Südseehafen..........jetzt weißt du, wo deine Frau gerne mal hin möchte :D :thumbup: !


    Gruß

    HaJo


    Für Mittel- / Nord-Europäische Gewässer fast etwas zu blau...

    Bedenke, die europäischen Häfen liegen meist an Flußmündungen. Da sind dann große Mengen an Schlamm, Grünalgen und Schwebstoffen im Wasser. Experimentier mal an einem Abfallstück mit verschiedenen grau-grün-braun-Tönen und vergleich das mal mit Farb-Bildern im Internet.


    Viele Grüße


    Karlheinz


    PS: Die Lagerhäuser sind dir sehr gut gelungen!

  • Nee, nicht "fast", eindeutig zu blau...

    Bei meinem Werftdiorama ist das "Wasser" eher grün/braun, siehe Bild...


    518678-267-jpg


    Vielleicht lässt sich da ja noch etwas machen... ;)


    Beste Grüße von der braun-grünen Elbe

    Fiete

  • Neben den Schwebeteilchen im Wasser spielt auch das Wetter eine wichtige Rolle. Bei Sturm und dunklen Wolken ist das Wasser fast schwarz, bei Sonnenschein und blauen Himmel eher tiefblau....

  • ... und im Hafen oft schmutzig (grau) mit Ölschlieren in bunten Farben oder moorig graubraun oder......

    Hanns.G


    Hänschen klein ging allein in die weite Welt hinein...das e-bike wartet schon.

  • Danke für die vielen Informationen zu den Farbspielen des Hafenwassers. Mir war mal nach himmelblaujautzendem Hafenwasser. Außerdem glaube ich, geben die Bilder die wirkliche Farbe nicht wieder. Ich habe etwas Grau eingearbeitet. Aber in der Summe der Meinungen gebe ich euch recht. Nächstes Mal ist der Himmel grau verhangen. Nun zu den ernsten Themen: Ich war zum Intensiv-Kartonbau 3 Tage bei meinem Bruder in Hannover und konnte dort das Unterwasserschiff für die Libelle konstruieren und bauen, sowie einen Slipwagen für die Werft herstellen und den historischen Hafenkran aus Visby von Gunnar Sillen bauen. Das war ein schöner Fummelkram; ist aber gelungen. Auch sind alle "Dekorationsstücke" für die Kaianlage nun fertiggestellt und warten auf die Verteilung auf dem Kai. Sogar Olis Fischbude(Flensburger Museumswerft), hat einen Platz gefunden.Auf dem vorletzten Bild ist der Hafenkran aus Visby zu sehen. Jetzt sind alle Gegenstände auf dem Kai verteilt. Die Flaggen an den Masten(außer Dänemark) zeigen die Nationalitäten der Museumsschiffe. Eine Flagge davon wird heute nicht mehr geführt. Beim nächsten Mal bekommt ihr alles zu sehen. Grüße von Volker

  • Zu erzählen ist auch noch, dass sich die Sperrholzplatte gebogen hat, und der Leuchtturm wie der Turm zu Pisa aussah. Ich musste nun eine Tischlerplatte unter die Sperrholzplatte schrauben, um alles zu stabilisieren. Die Schraubenlöcher im Hafenwasser wieder zu verstecken, war eine mühsame Arbeit. Aber es hat sich gelohnt; alles ist Potteneben und wiegt ungefähr eine Tonne -). Nachdem nun der Kai bestückt war, habe ich das Diorama mit den Museumsschiffen gefüllt. Zur Dekoration gibt es im Fahrwasser noch die Bugsier 14, eine Barkasse die Hafenfähre Hasse und zur Aufsicht ein Polizeiboot. Der Dampfschlepper Scheelenkuhlen verlässt den Hafen. Rückblickend kann ich sagen, es hat viel Spaß gemacht diesen Hafen zu entwickeln und zu bauen. Große Aufmerksamkeit musste gelegt werden auf den Umbau der vorhanden Modelle(Schuppen und Kai und Kaimauer). Die Stabilisierung der Kaifläche ist sehr wichtig, um darauf später schadlos die Schuppen und anderen Gegenstände befestigen zu können. Alles ist fertig, es hat lange gedauert, manchmal dachte ich es nimmt gar kein Ende. Aber nun ist es gut geworden(bis auf die Hafenwasserfarbe).

    Viele Grüße Volker

  • Hallo Volker,


    das ist ein sehr schönes Arrangement geworden, herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Werk :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: !!


    Einen kleinen Hinweis hätte ich aber noch: es wäre schon gewesen, wenn deine Bilder eine höhere Auflösung gehabt hätten, um die vielen schönen Details besser erkennen zu können.

    Viele Grüße aus Laboe


    Dirk