Kirche des Heiligen Prokop Stříbrnice (Kostel sv. Prokopa Stříbrnice) / Modely-vystřihovanky / 1:150

  • Hallo liebe Gemeinde,


    die letzten paar Monate habe ich gefühlt nur Zwischendurchmodelle gebaut, es bestand langsam aber sicher also der Wunsch nach einem Projekt, das mich wieder etwas länger beschäftigt. Nachdem mich die Unschlüssigkeit kreuz und quer durch alle Sparten getragen hat, bin ich schliesslich bei dieser kleinen, hübschen Dorfkirche in der Tscheschichen Republik gelandet.

    Der Bogen kommt vom Tschechischen Verlag Modely-vystřihovanky, früher auch Dukase. Konstrukteur ist Aleš Cupák.



    Schon das Vorbild gibt optisch echt was her, und das Modell hält sich mit der Detaillierung auch nicht zurück, 340 Teile habe ich gezählt. Die Aufmachung wirkt vielversprechen, ich gespannt, was sich daraus machen lässt.



    Der schön bebilderte Einleitungstext im Umschlag befasst sich ausführlich mit der Geschichte der Region, des Dorfes und der Kirche.

    Im wesentlichen: Die Kirche wurde 1908 fertiggestellt, und ziert seitdem mehr oder weniger unbeschadet den Hügel am Nordöstlichen Rand des Dorfes. Nur die drei Glocken wurden jeweils im ersten und zweiten Weltkrieg beschlagnahmt, befinden sich jetzt also in der dritten Generation. Das Modell zeigt den Zustand der Kirche um 2010, seit 2019 sind renovierungsarbeiten im Gange, mittlerweile evtl. abgeschlossen.



    Der Kirchturm ist rund 33m hoch, im Modell dürften es also ca. 22cm werden. Der Grundriss füllt keine A4-Seite, alles in allem also ein handliches, regalfreundliches Modell.


    So viel mal zur Ankündigung, weiter bin ich auch noch nicht :D


    Bis dann,

    Lorenz

  • Hallo allersteits


    Erste Fortschritte gibt es, ich kann also schon etwas berichten :)


    Den Anfang macht die äussere Schicht des Hauptturms. Die wird verdoppelt, damit die entstehende Stufe höher ist.

    Erst werden die Silhouetten ausgeschnitten, dann verklebt. Die inneren Details werden erst am Schluss aus dem verdoppelten Papier ausgeschnitten, damit eine möglichst saubere Kante entsteht.


    Besagte Kante ist natürlich besonders dick und besonders weiss, da ist färben fast schon Pflicht. Ich habe mich jetzt von Filzstiften abgewendet und habe ganz auf Aquarellfarben gewechselt. Besonders die seichten Pastellfarbtöne kriegt man sonst einfach nicht richtig hin.


    Dann geht es eine Ebene zurück und der eigentliche Hauptturm wird vorbereitet.


    Die Konstruktion der Fenster ist mir neu. Die Läden, bzw. Scheiben werden verstärkt und dann erst umrahmt. Das funktioniert aber gut, und ist robuster, als die mir bekannte Art, wie z.B. bei Ondrej Hejl, siehe im rechten Bild:

    Ein weiterer Vorteil ist, das kein unschöner Absatz am Ende der Rundung entsteht.


    Fenster sind schnell eingeklebt, dann bleiben noch Eingangstür, ein Fenster aus sechs Schichten und die Uhren an der Turmspitze.


    Das runde Fenster wirkt gut und die Uhren können noch mit Zeigern und kleinen Simsen verfeinert werden, was ich natürlich probieren musste. Vor allem bei den Simsen tat ich mich schwer, keine Sauerei mit dem Kleber zu machen, was dann geholfen hat, war den Weissleim zu verdünnen. So kann man Kleinstmengen noch kleiner auftragen :D

    Was mir erst zu spät aufgefallen ist: beim Ausrichten der Runden Teile ist vom Bogen keine Hilfe vorgesehen. Das runde Fenster über der Eingangstür musste ich noch einmal lösen, weil es deutlich verdreht war und die Uhren sind noch schwieriger auszurichten, weil die Achsen durch die Zahlen nicht eindeutig sichtbar werden. Bei letzteren dürfte es aber spätestens nach Verkleben des Turm nicht mehr auffallen.

    Für die Zukunft merke ich mir aber, mir da von Anfang an mit Hilfslinien auf der Rückseite auszuhelfen.


    Und bevor alles geschlossen und verklebt wird noch einmal die Rückseiten.

    Den Hauptturm hätte ich sowieso verstärkt, aber durch das viele rumhantieren war es auch wirklich nötig geworden, eine gewellte Kirche möchte ich nämlich nicht bauen :D


    Das ist der Aktuelle Stand der Dinge. Ich bin von dem Bogen immer noch gleich entzückt, wie von Anfang an, es kann also weitergehen.


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

  • Und es ging direkt weiter. Bis jetzt war ja nur Vorgeplänkel, jetzt gibt es auch ein erstes nennenswertes Zwischenergebnis :D


    Der Turm wird geschlossen und dann die Aussenhaut gaaanz vorsichtig Seite für Seite geklebt.


    Falls da Sorgen bezüglich der Passgenauigkeit waren, haben die sich schnell verzogen, alles geht perfekt auf. Und fast noch wichtiger, ganz ohne Kleberunfälle (bis auf vereinzelte Spinnenfäden, die Uhu immer mit sich zieht, aber die lassen sich entfernen).


    Es geht noch weiter mit Kleinteilen am Turm, aber langsam sieht man, wo es hinführt :thumbsup:


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

  • Moin Lorenz,


    macht sich doch schon sehr gut; Deine neue Baustelle :thumbsup: :thumbsup:

    So wie Du die Fassade umgesetzt hast, gewinnt das Modell schön an Tiefe, gefällt mir :thumbup:


    Weiter so, ich bin gespannt!


    LG


    Lars

  • Hallo Lars,


    danke! Ich finde auch, die Fassade wirkt sehr gut und ich bin mindestens genau so gespannt auf das Ergebnis :D

    Danke auch an die Daumengeber!


    Der Turm bekam ein paar kleine Säulen spendiert, wie alles in diesem Bogen schön detailliert.

    Das Papier habe ich etwas dünner gemacht, mit dem Ziel, dass die Säulen so eine schönere Rundung bekommen. Statt sie hohl zu bauen, kommt ein Polystyrolstab in die Mitte.


    Dazu kommen kleine Kapitelle und Sockel. Die Löcher in den Kapitellen sind etwas zu klein, dank dem Kunsstoffkern kann ich hier aber den obersten Teil entfernen, damit er gut eingeschoben und verklebt werden kann. Auch die Länge der Säulen kann man so gut anpassen, ohne Gefahr zu laufen, sie dabei zu zerdrücken. Also eigentlich nur Vorteile.


    Eingebaut sind sie dann schnell mit guter Wirkung :thumbsup:


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

  • Was auch positiv auffällt: die Farbgebung hört nicht an den schwarzen Linien auf, sondern läuft noch etwas weiter. Bei meiner Kirche muss ich dauernd den Malkasten hervor nehmen, um die weissen Blitzer zu übermalen...


    Alex

  • Und weiter geht's


    Dieter, Peter, Alex und Harald vielen Dank. Euer Zuspruch freut mich riesig :thumbsup:

    Und ja, das "Überlaufen" der Farben auf die Klebeflächen ist eine so einfache, wie sinnvolle Verbesserung. Sieht man aber vor Allem aus Tschechien, wie mir scheint.


    Nächster Schritt ist der Haupteingang, der noch verschönt werden möchte. Die Tür wird umrahmt und überdacht.

    Statt lateinischen Inschriften prangt nur ein "IHS" über den Eingang. Wofür das steht, habe ich aber nicht herausgefunden.


    Das entstandene Stück wird am Turm befestigt und noch mit zwei Säulen bestückt. Die Säulen folgen dem gleichen Muster, wie weiter oben am Turm, deshalb gehe ich da nicht näher drauf ein.


    Fehlte nur noch ein wenig Relief, das in der Anleitung nicht erwähnt wird. Es ist aber ohnehin keine schlechte Idee diese Teile zuletzt zu verkleben, weil Teil 22 noch an das Dach des Eingangs angepasst werden musste.


    Alles verklebt, deshalb hier noch einmal die aktuelle Gesamtansicht:


    Jetzt fehlt nur noch das Turmdach, dann geht es langsam weiter Richtung Seitenschiffe :)


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

  • Hallo Lorenz,

    Sieht wieder super sauber aus! :) :thumbup:

    Zu Deiner Anmerkung:

    Statt lateinischen Inschriften prangt nur ein "IHS" über den Eingang. Wofür das steht, habe ich aber nicht herausgefunden.

    IHS ist die Abkürzung für „Jesus“ im Altgriechischen.

    Genauere Erläuterung bei katholisch.de:

    Die ersten drei Buchstaben des griechischen Wortes für Jesus; sie werden auch als Abk. verstanden für "Jesus, Erlöser der Menschen" (lat.: Iesus Hominum Salvator) oder volkstümlich gedeutet als "Jesus, Heiland, Seligmacher" bzw. lat. "In Hoc Salus" ("In ihm ist das Heil") oder "In Hoc Signo[vinces]" ("In diesem Zeichen wirst du siegen"); als Christusmonogramm wird das IHS vor allem von den Jesuiten in ihrem Ordenswappen gebraucht.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter,


    Toll, danke für die Erklärung! So wirkt es auch gleich ganz anders. Mein Gedanke war, dass die Abkürzung auf die Gemeinde o.Ä. bezogen ist, was ja ziemlich unangebracht wäre bei einem "Haus Gottes". Bildungslücke erfolgreich geschlossen :D


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

  • Und wie angekündigt, zum Abschluss des Turms folgt das Dach


    Beim Dach habe ich die lange Klebelasche entfernt. Wenn man dann die Klinge bei den beiden Kanten noch leicht schräg hält, wird die Naht so fast unsichtbar.


    Der Anbau am Turm war dann etwas Problematischer. Das Dach bleibt flexibel und beim hinhalten wollten die Giebel einfach nicht parallel zur Dachkante verlaufen. Um dem entgegenzuwirken habe ich Verstärkungen aus Finnpappe gebastelt.

    Das Achteck macht das Dach sehr robust und hält es in Form, das Doppelkreuz war für das Innere des Turms gedacht. Es war mir dann aber doch zu unsicher, es einzusetzen. Etwas mehr Spiel mit den Giebeln zu haben, erschien mir sinnvoller.


    Blieb also noch das Dach mit dem Turm zu verkleben. Nach viel drücken, ziehen, lösen, wieder verkleben, übermalen und seufzen habe ich es dann stehen gelassen. Ich nachhinein betrachtet, sehe ich auch warum die Giebel und Dach nicht parallel zu kriegen waren. Das Problem ist nicht der Turm, sondern die "Vorsprünge" am Dach, die nicht ganz vertikal sind.

    Besser wäre also gewesen, das formgebende Achteck vor dem anbringen dieser Vorsprünge einzusetzten. Wenn das Dach noch sehr formbar ist, geschieht dieser Schritt nämlich einfach auf gut Glück.


    Eine Nacht drüber geschlafen, es ist immer noch nicht perfekt, aber akzeptabel.

    Geradheitstest erfolgt mit Hilfe des Computers. Beim drehen eiert die Spitze (sehr) minimal, Aber die Kirche ist schliesslich auch über 100 Jahre alt, da darf sowas sein :D


    Als letztes noch ein kleiner farblicher Akzent in den Ecken unter dem Dach...

    ... und dann ist der Turm auch wirklich fertig. Zierkreuze folgen natürlich erst ganz zum Schluss.


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

  • Hallo Lorenz,


    hättest Du es nicht angesprochen und explizit im Bild aufgezeigt, dass die Spitze nicht sauber im Lot ist, wäre es niemandem hier aufgefallen.

    Aber das kennt wohl jeder, dass man selbst sein größter Kritiker ist.


    Mir gefällt der Bau nach wie vor ausnehmend gut! :) :thumbup:


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin, moin Lorenz,

    ....hättest Du es nicht angesprochen und explizit im Bild aufgezeigt, dass die Spitze nicht sauber im Lot ist, wäre es niemandem hier aufgefallen.

    Aber das kennt wohl jeder, dass man selbst sein größter Kritiker ist.

    Das sehe ich ganz genauso! Und, das ganze Konstrukt wie auch der Kartonmodellbau überhaupt ist überwiegend Handarbeit.....und das darf man an der einen oder anderen kleinen Ecke ruhig sehen. Jedes Modell ist somit ein richtiges Einzelstück.


    Sehr sauberer Bau :thumbup: !


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Danke Peter :)

    hättest Du es nicht angesprochen und explizit im Bild aufgezeigt, dass die Spitze nicht sauber im Lot ist, wäre es niemandem hier aufgefallen.

    Ja, bei der Spitze musste sogar ich suchen, um etwas zu bemängeln, von blossem Auge und bei normaler Betrachtung ist das nicht sichtbar. Aber die Ansichten fand ich trotzdem interessant, auch weil man da die leicht nach innen geneigten Dachkanten sieht. Deshalb habe ich sie dringelassen.

    Ansonsten stimmt es natürlich mit der Selbstkritik, aber mit ein bisschen zeitlichem Abstand verstummt normalerweise auch der gnadenlose innere Kritiker :D


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

  • An einer dermassen alten Kirche dürfte das Dach aber auch nicht mehr gerade sein...


    Sieht schön aus, dass es nicht 100% gerade ist, fällt mir nicht einmal auf, wenn ich es weiss.


    Alex

  • Hallo HaJo und Alex, danke euch auch!


    Noch kurz zur Erläuterung: Das mit der Spitze ist nicht mein eigentliches Problem, das hatte ich nur nebenbei erwähnt. Das was tatsächlich sichtbar schief ist, sind die Ränder des Daches:

    Aber dass ich das auch extra hervorheben muss, ist ja eigentlich schon Hinweis genug, dass ich ruhig mal einen Gang zurückschalten darf :D


    Und besonders das hier...

    Und, das ganze Konstrukt wie auch der Kartonmodellbau überhaupt ist überwiegend Handarbeit.....und das darf man an der einen oder anderen kleinen Ecke ruhig sehen. Jedes Modell ist somit ein richtiges Einzelstück.

    ...kann man sich beruhigt zu Herzen nehmen :thumbup:


    Was als nächstes folgt, sind die seitlichen Anbauten rechts und links am Turm.

    Eine gute Handvoll Teile, es dürfte also ein weilchen dauern bis Fortschritte folgen.


    Bis dann, liebe Grüsse,

    Lorenz

  • Hallo zusammen


    Die letzten Wochen ist hier kaum etwas passiert, weil ein Wanderurlaub in Südfrankreich geplant und ausgeführt werden wollte. Das war natürlich sehr schön, jetzt freue ich mich aber doch, dass wieder etwas Ruhe eingekehrt ist und wieder mehr zeit zum kleben bleibt :D


    Die obigen Teile wurden allesamt vorbereitet, nichts kompliziertes eigentlich...


    ...nur bei den Fenstern hat es kurz geholpert. Die Simse sind nämlich in der Abwicklung mit den Scheiben verbunden. Wenn man dann dieses Teil genau nach Falzlinien vorbereitet und auf die Laschen des Rahmens klebt, steht der Sims zu weit vor.


    Damit neben den Fenstern keine unschönen Spalten bleiben, wurde also der Sims gestutzt und stumpf aussen an den Rahmen geklebt. So ist wieder alles schön bündig.

    Das musste ich aber nur bei den zwei Fenstern so machen, die ich schon geritzt hatte. Danach habe ich einfach die Simse etwas kürzer gefalzt.

    Den kleinen aber feinen Trick, die dreieckigen Klebelaschen bei konvexen Kanten nicht vollständig auszuschneiden, habe ich übrigens mal hier im Forum gesehen. Spart Zeit und macht erst noch das Verkleben einfacher. Das war ein sehr alter Thread und der Tipp kam entweder von Benutzer John oder Ricleite. Von ihnen gibt es einige sehr schöne Bauberichte, zwar sehr alt, dadurch aber nicht weniger inspirierend.


    Die Teile wurden dann auf jeden Fall alle verarbeitet, für die Stabilität habe ich noch Rippen aus Finnpappe eingeklebt.


    Nur mal lose hingestellt passt es weiterhin wunderbar.

    Das Verkleben hebe ich mir noch aber noch auf, nicht dass ich mir ausversehen etwas zubaue, was später den Zusammenbau erschwert.


    Es geht weiter Richtung Hauptschiff, als nächstes kommen die ersten seitlichen Stützpfeiler. Dazu aber in Kürze mehr.


    bis dahin, liebe Grüsse

    Lorenz

  • Moin Lorenz...

    Das schaut sehr gut aus. Auch Deine vorgehensweise.

    Bin regelrecht begeistert :thumbsup:

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Moin Lorenz,


    die letzten beiden Fotos sind :thumbsup: :thumbsup:

    Die kleinen, aber feinen Übergänge der detaillierten Fenster/Simse zum Turm sind Dir hervorragend gelungen :thumbup:

    Der Tipp mit den Klebelaschen, topp... freut mich, dass Du auch in älteren Beiträgen recherchierst :thumbsup:

    Weiter so, ich bin gespannt auf das Kirchenschiff ;)

    Viel Spaß und LG

    Lars

  • Hallo nochmal


    Erstmal noch Danke Renee, Alex und Lars für eure netten Kommentare :thumbsup:

    Ältere Beiträge durchstöbern ist immer dann schön, wenn man süchteln möchte, aber gerade nicht basteln kann. Da findet man, vor allem als Späteinsteiger, immer wieder vergrabene Schätze :)


    Voller Tatendrang aus Mannheim zurück (es war toll), soll es jetzt auch hier wieder weitergehen.


    Wie schon vorgemerkt, ging es zuerst an die seitlichen Stützpfeiler.

    Soweit bin ich gekommen, dann habe ich die Teile auch schon wieder zur Seite gelegt. Es stand fest, dass da noch Verstärkung rein muss, die Konstruktion wird langsam aber ziemlich verschachtelt, also habe ich erstmal die daran anschliessenden Wände vorbereitet.


    Einmal zeige ich die einzelnen Schichten noch, in Zukunft werde ich das übergehen, ist ja immer das Gleiche.


    Aussenwände und Verdoppelung. Einige Kanten sind für's Ausrichten schon genau ausgeschnitten.


    Verdoppelte Umrandung ausgeschnitten, dann wird die "Rückwand" verklebt und die Fenster (und Tür) dahinter verbaut.


    Und fertig.

    Allein die zurückgesetzte Tür verleitet mich fast schon wieder zu Schwärmereien für den Bogen :D


    Jetzt kann ich auch nachvollziehen, wo Wände und Laschen hinkommen, gerade wird also Stützpfeiler und Wand verbunden und verstärkt. Dazu dann mehr, wenn es fertig ist.


    Liebe Grüsse

    Lorenz

  • Servus Lorenz,


    Meine Vorredner haben es schon gesagt und ich wiederhole es. Blitzsauberer und exakter Modellbau, es macht Freude die Bilder anzusehen!


    Herzlichen Gruß

    Robert

  • Hallo Lorenz,


    Zu deiner hervorragenden Bauweise ist ja schon fast alles gesagt, Chapeau.

    Da bekomme ich doch gleich Lust auf bestellen.....und Bauen.


    Beste Grüße,

    Mike

  • Hallo allerseits


    Erstmal riesiges Danke für die vielen (!) positiven Rückmeldungen und auch die Daumen. Das Motiviert natürlich ungemein.


    Harald, es hat mich auch gefreut dich persönlich zu treffen und deine Werke mal in echt bestaunen zu dürfen :thumbsup:


    Gerade ist wieder viel los, der nächste Bauabschnitt konnte aber trotzdem abgeschlossen werden.

    Zunächst wurden Wand und Giebel verbunden und verstärkt, wie geplant. Verstärkt wird diesmal nicht zu üppig, vieles ist ja schon in doppelter und dreifacher Papierstärke.

    Die losen Dreiecke sollen noch oben an die Wand. Das verschliesst aber den Zugang zur Innenseite der Giebel. Wie genau ich das mache, lasse ich mir also noch offen.


    Es folgen zwei weitere Stützpfeiler für die Wand vom Kirchenschiff.

    Die rot markierten Klebelaschen hätte ich lieber weggelassen. Die Stützpfeiler werden mit den Laschen leicht breiter und die Kante ist nicht ganz sauber. Weil ich es aber bei den vorherigen Stützpfeilern auch nicht so gemacht hatte, habe ich es auch hier stehen lassen, damit zumindest alles gleich aussieht. Ist auch kein Problem, nur Nachbauern würde ich es nicht so empfehlen.


    Dann werden noch die vielen kleine Dächer verbaut (Rest der Dächer in Bild 10.02 und 09.01)


    Und damit ist die Baugruppe abgeschlossen.


    Wo es weitergeht habe ich noch gar nicht geguckt, ich rate aber einfach mal, weiter nach hinten.


    Liebe Grüsse

    Lorenz

  • Moin Lorenz,


    ganz großes Kino; klasse sind auch deine Hinweise auf Problembereiche und wie man sie umschifft, hilfreich für jeden "Nachahmer" :thumbsup: :thumbsup:


    Viel Spaß weiterhin und LG


    Lars

  • Hallo nochmal


    Danke auch noch an euch, Peter und Lars, für die Komplimente :)


    Was als nächstes ansteht, ist das Querschiff der Kirche. Die ersten zwei Teile hier sind recht unspektakulär, deshalb kann ich ja mal erzählen, wie ich das mit dem Verstärken mittlerweile (meistens) mache.

    Links die Originalteile, rechts eine grob ausgeschnittene Kopie, die auf Finnpappe mit der gewünschten Stärke geklebt wird. Früher (sprich: bei meinem letzten Modell) habe ich hier noch spiegelverkehrt ausgedruckt, das ist aber eigentlich gar nicht nötig. Jetzt wird halt einfach die bedruckte Seite von hinten auf das Bauteil geklebt. Die rohe Finnpappe nachher im inneren zu haben, finde ich sowieso schöner.


    Wenn die Pappe bis zur Kante laufen soll, schneide ich sie allseitig noch ca. 0,5-1mm kürzer, damit etwas Spielraum für Bewegung und Papierstärke bleibt.

    Wenn zwei Ecken zusammenlaufen, muss der Karton natürlich mit einer Gehrung geschnitten werden. Die Klinge 45° schräg zu halten ist aber leider eine 1A-Methode sich die Schneidematte zu zerstören, wie ich herausgefunden habe :D

    Also wird ersmal ganz normal zugeschnitten. Erst danach, mit gebührendem Abstand zur Schneidematte, wird von hinten die Kante genommen.

    Die Streifen mit Gehrung waren für die Stützpfeiler gedacht, hier aber doch nicht alle nötig. Ist auch so alles robust genug. Aber nicht schlimm, sie kommen sicher bei den übrigen Stützpfeilern noch zum Einsatz.


    Weiter geht es mit dem sichtbaren Teil des Querschiffs. Der Ablauf ist hier im Grunde gleich wie bisher, also nur kurz im Schnelldurchlauf:


    Besonderheit sind diesmal die Verziehrungen über dem Fenster, die plastisch dargestellt werden. Leider je nach Lichteinfall nur schwer sichtbar, aber es ist da :cool:


    Auch hier wird verstärkt (diesmal doch wieder von Hand ausgemessen), dann mit den anderen Wänden verbunden.


    Ein Bild hat noch Platz, deshalb mal wieder alles zusammengestellt. Langsam aber sicher nimmt es Form an :thumbsup:


    Das Verkleben hebe ich mir weiterhin auf, Zweifel, dass es da zu Problemen kommen könnte, habe ich aber keine.


    Bis demnächst und liebe Grüsse

    Lorenz

  • Und weiter gehts! Und zwar mit den Giebeln des Querhauses.


    Eigentlich alles wie gehabt, nur die Lüftungsfenster (Teil 90) gefallen mir nicht, so wie sie im Bogen sind. Die Löcher sind nämlich nur schwarz aufgedruckt.

    (Fotoausschnitt aus dem Bogen)

    Beim Original ist das natürlich anders und es geht so beim Modell viel Tiefe verloren, fand ich.


    Also bleibt nur eins: auch mal auf Dombaumeister machen und die Dinger aussticheln :D


    Damit die Wanddicke stimmt, habe ich die Fenster mit zwei Schichten Restpapier verstärkt. Die Rundungen sind mit einem Punch&Die-Set ausgestochen.

    So müssen nur noch die geraden Kanten von Hand geschnitten werden. Das Vorgehen ist natürlich stark inspiriert von Pitje :D


    Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass das so gut funktionieren würde, weil die Stichelei doch sehr filigran ist, aber entgegen allen Befürchtungen hat es ziemlich gut geklappt.


    Dann die Giebel wie üblich verstärkt und Hüte aus Tonpapier gemacht, damit man auch nicht reingucken kann.

    Und fertig.


    Das ganze ist für mich gerade ein kleines Highlight am Modell, weil das Ergebnis meine Erwartungen komplett übertroffen hat :thumbsup:


    Die Giebel kriegen noch einen Sims, bevor sie auf das Querschiff kommen, dazu aber dann beim nächsten Mal mehr.


    Bis dann, Liebe Grüsse

    Lorenz

  • „…hat es ziemlich gut geklappt…“


    Ziemlich gut massiv untertrieben, Lorenz!

    Fertig: MS WILHELM GUSTLOFF, 1:250



    Aufwachen - es ist 5 vor 33...

  • Wenn man mehrfach "gefällt mir" drücken könnte, würde ich es machen.

    Super Idee.

    Gerade das macht unser Hobby so interessant.


    Viele Grüße

    Ulrich

  • So interessantes Modell wie Toblerone :cool:

    IHS, YHS oder JHS ist en Monogramm abgeleitet von der griechischen Abkürzung des Namens Jesus.

    With best regards, Mit liebe Grüsse:

    Krisztián

    Edited once, last by kriszmesz71 ().