Fahrgastschiff "Wappen von Borkum" HMV mit LC-Satz

  • Guten Abend!



    Man ist im Urlaub, wenn man das so nennen möchte, angekommen, Die ersten Strandspaziergänge hat man hinter sich, für Speis und Trank ist gesorgt, das Domizil verfügt über einen ausreichend großen Tisch, "Zeug" hat man auch genug dabei, also steht der Werft nichts entgegen. Wenn man schon auf der Insel ist, kann man ja auch gleich was passendes bauen, daher die Entscheidung für die "Wappen von Borkum". Dem Vorwort zum Bogen ist zu entnehmen, dass das 1976 vom Stapel gelaufene Schiff immer noch fährt (mit einigen Unterbrechungen) und die Insel anläuft. Allerdings nur in den Sommermonaten als Ausflugsschiff.



    Bei der ersten Durchsicht des Bogens (leider erst auf der Insel) fiel mir auf, dass es im Gegensatz zu anderen Modellen vom HMV hier keine Schotts, Lukendeckel, Türen oder Ähnliches in gedoppelter Form gibt. Es wäre also schlau gewesen, die beiden Seiten des Bogens daheim zu kopieren um sowas vorrätig zu haben. Hat man aber nicht :cursing: zefix! Dann mal das mitgenommene Material durchgeschaut und festgestellt, dass genug Papier und Karton für Eigenkreationen da ist (gut), aber keine Folie zum Verglasen (nicht so gut, obwohl...). Also gleich mal den örtlichen Krämer aufgesucht, und Kirschleckerlis in dunkler Schocki erworben, mit Folie drin (in der Packung, nicht im Essbaren). Und dann losgelegt.


    Erst mal, wie üblich, das Spantengerüst. Ich habe die Grundplatte, auch wie üblich, mit Fixogum auf eine Glasplatte geklebt. Dann alle Querspanten verdoppelt, ebenso wie die Decks. Bei Letzteren habe ich alle Klebelaschen abgeschnitten, bzw. beim Oberdeck eingekürzt, wegen späterer Verglasung der Fenster. Die Längsspanten werden am Bug zusammen geklebt, daher wäre hier eine Verstärkung eher suboptimal. Alle Spanten werden um eine Papierbreite in der Höhe gekürzt, wegen der verdoppelten Decks.


        


    Das trocknet jetzt erst mal durch, während die Decks vorbereitet werden. Das Hauptdeck wird am Bug rund geschnitten, was später noch etwas schwierig werden wird, wegen der Form der Bordwände nach unten. Aufgesetzt sieht das so aus:


      


    Die "Dullacken" am Backdeck werden noch beseitigt, sie sind beim Versuch, das Deck genau an den Spanten anzukleben entstanden. Ansonsten sieht das bis hierher ganz gut aus, bis zu den gefürchteten Bordwänden ist ja noch ein bisschen Zeit...


    Im nächsten Schritt ist noch ein bisschen Spantengerüst zu fertigen, um das Oberdeck darauf anzubringen, das später genau mit den Bordwänden abschließt. Dabei ist es in meinem Fall Absicht, dass die Längsspanten etwas Abstand zu ihrer Endmarkierung Richtung Heck haben, da die daran anschließende Rückwand verdoppelt werden wird, wegen Schotts und so, sehn wir dann...



    Da jetzt die ersten Teile verglast werden müssen und das Problem mit den Schotts geklärt werden muss, erst mal planen...


    Bis dann...

  • Moin, moin Max,


    vielleicht kannst du die noch nicht verarbeiteten Teile zwecks der Gewinnung von Aufdoppelungsmaterial irgendwo in einem netten Geschäft, Reisebüro oder Büro o.ä. mit einem Farbdrucker kopieren (lassen)......gegen einen Obolus in die Kaffekasse ist das bestimmt möglich. Ansonsten bin ich natürlich wieder mit dabei :)!


    Gruß auf die Insel

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Guten Morgen!


    vielleicht kannst du die noch nicht verarbeiteten Teile zwecks der Gewinnung von Aufdoppelungsmaterial irgendwo in einem netten Geschäft, Reisebüro oder Büro o.ä. mit einem Farbdrucker kopieren (lassen)

    Hallo Hajo, schön, dass Du wieder dabei bist! Das hatte ich auch schon überlegt, mir dann aber gedacht, wer sowas vergisst, muss eben leiden! Ich habe mir eine Methode überlegt, mit der das auch ohne kopieren ganz gut geht, ist allerdings ein gewisses Risiko, wenn man sich dabei verschneidet, ist das jeweilige Teil endgültig im A... . Hinzu kommt, dass auf der Insel um diese Jahreszeit relativ wenige Geschäfte offen haben, wie Du richtig bemerkt hast brennt hier der Bär im Sommer, im Winter friert der eher :D .


    ...und mit aufzudoppelnden Teilen geht es auch gleich los: Die Gebäudewände vorne und achtern müssen gefertigt werden. Beim Ausschnitt an der Brückenwand war ich dann schon so in Fahrt, wegen fehlender Teile, dass ich glatt übersehen habe, dass es zwar keine Schotts gibt, sehr wohl auf dem zweiten Bogen aber den Feuerschutzkasten. Hatte ich im Überschwang auch schon mit ausgeschnitten und aufgedoppelt. Ich habe also die Kleinteile aus den Wänden ausgeschnitten, und die dabei entstehende Lücke dann von hinten mit einem passenden Teil hinterklebt, so dass wieder eine ebene Fläche entsteht, auf die dann das verdoppelte Schott aufgesetzt wird. Dabei wird nicht das ganze Teil verdoppelt, weil man sonst an den Knickstellen Probleme bekommt. Selbstverständlich habe ich die Bullaugen in den Schotts verglast.


      kartonbau.de/attachment/854054/ 


    Nachdem diese Teile fertig sind, was so gebaut doch einigermaßen aufhält, kann man sie einbauen. Und dabei gibt es den ersten Fehler, der aus der Bauanleitung resultiert. An der Brückenwand sieht man links und rechts zwei kleine graue Flächen, die in der Anleitung nicht ausgeschnitten verbaut sind, zumindest bis zu dieser Bauphase. Die gehören aber dringend weg, weil dahinter die Aussparungen für die Positionslampen sitzen. das wird klar, wenn man sich um die Bordwände kümmert. Man sollte solche Anleitungen immer komplett durchlesen/schauen, bevor man zu schneiden anfängt. Solche Details können einem aber auch dann entgehen :wacko: .


      


    Im ersten Bild sieht man, die Aussparungen sind noch dran und müssen später einigermaßen mühsam am lebenden Objekt entfernt werden.


    Soweit so naja, es fehlt noch das Aufsetzen des Oberdecks. Bis dahin muss aber Strandluft genossen werden, befiehlt die beste Ehefrau von Allen, daher---


    Bis Dann...

  • Guten Abend!

    jedesmal Adrenalin pur

    Moin Hajo, ja das kann man so sagen, aber das ist bei diesem Modell sowieso so eine Sache, wie das Folgende zeigt.


    Es ist also Zeit, sich um die Bordwände zu kümmern. Die gehen bei diesem Schiff über die gesamten Decks, es ist also einiges auszuschneiden und vorzubereiten. während die Verglasung von Fenstern und Bullaugen noch ganz gut klappt, entsteht beim ersten Anprobieren des "Kleides", die Frage, wo fängt man am besten mit dem Anziehen an, vorne oder hinten, oder doch die "Sockenmethode". Ich habe mich dann letztlich für Letzteres entschieden, aber dazu später. Erst mal die Bordwände an sich:


      


    Dabei muss ich mich jetzt mal für die Qualität der Photos entschuldigen, die Lichtsituation hier am Küchentisch des Domizils ist alles andere als ansatzweise gut. In der Not habe ich mir eine Baumarktleuchte besorgt und einfach drüber gehängt, um wenigstens was zu sehen, aber für Bilder ist das eigentlich nix. Da vermisst man die Tageslichtlampen am heimischen Basteltisch doch schmerzlich!

    Wie man sieht, habe ich versucht, das im Heckbereich angezeichnete Schiebeschott plastisch darzustellen, es ist wohl nicht ganz maßstabsgetreu, etwas üppig ausgefallen. Aber besser als "gemalt". Beim Zusammensetzen der Wände habe ich vermittels eines Streifens Seidenpapier gemogelt, und die Methode dann auch gleich verwendet, um die beiden Teile am Bug zusammenzufügen. Ich denke mal nach ausreichendem Vorformen sollte sich das Ganze so am besten vom Bug beginnend nach achtern verarbeiten lassen.



    So, und an dieser Stelle noch mal zur Kontrolle in die Anleitung geschaut und dabei festgestellt, dass das mit den Positionsleuchten eben doch anders sein muss, als in Bild 2 zu sehen. Also erst mal am bereits verbauten Teil der Brückenwand für die nötigen Aussparungen gesorgt und dann die beiden Kästchen für die Positionslampen gebaut. Dabei habe ich dann den nächsten Bock geschossen: Ich habe auf beiden Bögen nach den dafür vorgesehenen Lampen gesucht, aber nichts gefunden (die sind recht gut versteckt auf dem zweiten Bogen drauf, aber weit weg von da, wo man sie vermuten würde). Nach einiger Überlegung habe ich dann die Lampenteile aus den Abfallstücken aus der Bordwand (da sind welche aufgedruckt, für Leute, die die Aussparung nicht bauen wollen) ausgeschnitten, verstärkt, bemalt (die Ränder) und in die Aussparungskästchen eingeklebt. Dann noch das Innenschanzkleid angebracht und gehofft, dass es werden wird.


       


    Sieht dann so aus. Halt ohne Rundung, aber ja mei...


    Dann begann der Prozess des Ansetzens, wobei mir einfällt, dass ich leider kein Bild mehr gemacht habe von der Montage des Oberdecks. Die ist aber eigentlich trivial, bis auf die Tatsache, dass eben die Klebelaschen wegen der verglasten Fenster eingekürzt oder entfernt werden müssen.


      


    Interessanterweise passen die Spanten sehr gut in die Fensterzwischenräume, so dass es hier eigentlich keine Schwierigkeiten gibt. Leider gibt es die aber an anderer Stelle. Obwohl ich das Hauptdeck verstärkt habe, liegt das Backdeck, wenn genau auf den Spanten aufgebracht zu tief für das Innenschanzkleid des Bugs. An allen anderen Stellen passt das Ganze eigentlich wie A.. auf E.. . Ich habe noch versucht beim Ankleben der Wände das Ganz vorne etwas zu heben, geht aber nicht, weil die Ränder satt auf den Spanten sitzen und das Schiff verwindungsfrei auf der Glasplatte. Dazu kommt noch, dass der Bug zwar verhältnismäßig rund ist, in Richtung auf den Wasserpass aber eine schärfere Falte entwickelt Dadurch ist das Backdeck an der Stelle zu rund, wodurch auch hier eine unschöne Lücke entsteht. Aber vielleicht ist das ja auch nur bei mir so. Hier taucht die erste zarte Überlegung auf, das Ding eventuell in der Rundablage zu parken. Aber gut, man ist ja geduldig, lernt aus Fehlern, murmelt wiederholt ein langgezogenes Ommm und macht dann weiter...


    Bis dann...

  • Moin Max,


    das sieht doch ganz gut aus; die Bordwände sitzen :thumbup: . Ich glaube, dass die Probleme beim Backdeck später nicht mehr auffallen; spätestens, wenn die anderen Details dort an Bord sind. Ist zwar ärgerlich für einen selbst, aber das Modell zu entsorgen wäre echt schade!


    Drücke Dir die Daumen für den weiteren Bau und LG


    Lars

  • Guten Abend!


    das Modell zu entsorgen wäre echt schade

    Danke für die Aufmunterung Lars, irgendwie ist in dem Ding ein bisschen der Wurm drin, kommt mir so vor. Naja, aufstehen, Krönchen richten, weiterwurschteln...


    Danke auch an alle Daumenheber und anderen Begleiter des Bauberichtes, ich bemühe mich ;)


    Weiter geht's mit der Brücke auf dem Oberdeck. Dabei muss doch einiges verglast werden. Vor allem die Frontscheiben sind in dieser Hinsicht eine gewisse Herausforderung wegen der sehr schmalen Rahmen. Ich habe die Verglasung im Bogen vor dem Ausschneiden des Teils vorgenommen, das macht's etwas leichter. Ich nehme mal an, dass das kleine Teil oben links auf dem Rahmen über dem mittleren Fenster eine Leuchte ist. Die zu verglasen habe ich mir mal gespart (doch bissl klein) aber aufgedoppelt habe ich sie doch, fällt dann etwas mehr auf.


        


    So sieht das Ganze dann an Bord aus, auch hier habe ich Klappen, Schotts und Türen auf die beschriebene Art verdoppelt. Damit man nachher die Baunummern nicht mehr sieht habe ich wenigstens einen Boden in die Brücke eingebaut, für eine Brückeneinrichtung hat diesmal leider die Motivation etwas gefehlt und eine geeignete Abbildung davon :rolleyes: .


      


    Es hat dann in diesem Bauabschnitt noch für das Brückendach gereicht, das ich verdoppelt habe und dann mit der vorgegebenen Einfassung verkleidet.


      


    Soweit für diesmal, ab jetzt wird's fummelig, Die "Bordwandschoner" (die heißen garantiert anders) sind schon mal verdoppelt und trocknen durch bis zu ihrer Verwendung im nächsten Kapitel.


    Bis dann...

  • Moin, moin Max,


    vielleicht hast du im Bereich des Backdecks wegen der Aufdoppelung von Grundplatte und Backdeck doch etwas zuviel von den Spanten weggenommen. Der leichte Versatz bei Brückenfront und den Bordwänden (an den Seitenkanten) deutet darauf hin. Man darf gerade mal nur am Innenstrich kürzen.


    Ggf. kannst du den Dampfer ja noch einmal bauen…..kostet ja nicht die Welt. Aber erstmal den Bau fertigstellen 👍.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Guten Abend!

    Man darf gerade mal nur am Innenstrich kürzen.

    Ja, da sagst Du was, ich war mir zwar einigermaßen sicher, da sehr vorsichtig gewesen zu sein, aber offensichtlich war's doch zu viel. Irgendwann nochmal bauen ist immer eine Option, schon allein, weil man ja doch immer wieder dazulernt, was Neues ausprobiert oder neue Superungen erfindet oder woanders abschaut. Der Vergleich ist dann eigentlich erst das wirklich Spannende. Richtig raushängen würde mir diesbezüglich als Erstes die Albatros, nicht zuletzt wegen der Holzarbeiten, deren Gestaltung man wunderbar bei einem geschätzten Kollegen abschauen könnte ;) .


    Ich bau das Ding auf jeden Fall erst mal fertig...


    Der nächste Bauabschnitt besteht in Fertigung und Anbringung der Fenderleisten. Die werden verdoppelt und die Hauptarbeit dabei ist erst mal das saubere Kantenfärben.


      


    Das Anbringen an Bord habe ich noch etwas verschoben und erst mal einige durchaus anspruchsvolle Teile in Angriff genommen:

    Die Schornsteine.

    Ich hab ja schon einige dieser Geräte gebaut und auch gerne daran rumgesupert, aber sowas wie das backbordseitige Exemplar dieses Schiffes hatte ich noch nicht unter dem Messer. Während der Steuerbordkamin, in der Ausführung etwas einfacher, eigentlich noch ganz ordentlich zu bauen geht, ist der genannte eine echte Herausforderung. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass hier der Konstrukteur etwas viel in ein Bauteil gepackt hat. Besser wäre es meiner bescheidenen Ansicht nach gewesen, lieber zwei Teile aus dem Ganzen zu machen, nämlich eine Basis und den eigentlichen Schornstein, so wie bei dem Teil auf der anderen Seite. Dadurch, dass hier nach oben sich verjüngende Teilstreifen zusammengefügt und dabei zweimal sozusagen Stockwerksplatten waagerecht eingefügt werden müssen verwindet sich das Ding nach oben eigentlich unausweichlich. Dazu kommt, dass durch das nach oben Weiterbauen auf die nach einer Seite offene Grundkonstruktion doch erheblicher Druck ausgeübt wird, was diese verformt. Hier ist ohne nachträgliche Verstärkung nichts zu gewinnen. Leider war in meinem Fall trotz der Verstärkungsmaßnahmen der Deckel der Basiskonstruktion inzwischen soweit abgesoffen, dass ich das schlussendlich nicht mehr deckungsgleich mit der Bordwand hinbekommen habe. Aber immerhin stehen die beiden Kamine jetzt einigermaßen parallel und halbwegs gerade. Kleiner Tipp für Leute die das bauen wollen: am Besten erst mal die gesamte Basis an allen Wänden und an der waagerechten Zwischenplattform mit 0,5mm Karton verstärken. Dann den eigentlichen Kamin sauber vorrunden und von oben nach unten zusammenbauen, indem an jedem Farbstreifen ein schmaler Streifen Seidenpapier innen eingesetzt wird. dann sollte das besser klappen. Zunächst eine Kopie machen und als Dummy bauen geht auch :huh: (hätte an mal machen sollen).


        


      


    Man kann das Malheur ganz gut sehen, ebenso den Knick in der grauen Mütze des Kamins, den ich am Schluss leider nicht mehr korrigieren konnte. Im Anschluss noch ein Bild von den angebrachten Fendern, das war gegenüber dem Schornsteinbau in dem Fall so gut wie problemlos.



    Ach ja, und der einzige NIedergang an diesem Modell wurde auch gleich noch angebracht. Ich habe den aus dem LC-Satz genommen und den Titelbildern des Bogens entsprechend bemalt. Das ging in dem Fall mit den Aquarellstiften ganz gut, ohne die Reling oder die Stufen schlabberig zu machen. Allerdings habe ich darauf geachtet die Farbe möglichst deckend und damit so trocken wie möglich zu verwenden.


    Damit sind dann bis auf zwei Kisten auf dem Oberdeck alle größeren Teile verbaut und es geht an den Kleinkram, Poller, Ankerwinde, Gestühl usw.


    Bis dann...

  • Guten Abend!


    Also Kleinkram. Die Poller waren als Erstes dran, ich hatte mir eigentlich vorgenommen, die komplett aus dem Bogen zu bauen, weil ja alles schön dreidimensional ist. Aber nach dem ersten Röllchen habe ich mich dann doch umentschieden. Zunächst mal hatte ich die neue Methoden des Gehrungsschneidens ausprobiert, die mir hier irgendwo im Forum unterkam (Dank dem Erfinder), was auch eigentlich sehr gut geklappt hätte (die Klebenaht wäre damit so gut wie weg), wenn sich das Papier nicht auch beim vorsichtigsten Rollen gespalten hätte. Das Röllchen ließ sich schon noch formen, war aber dermaßen instabil, dass man das zwar durch Innenverstärkung (mittels Draht) hätte retten können, aber dann kann man auch gleich zur erprobten Methode mit den Kabellitzenstückchen zurückkehren, was ich auch getan habe. Solche hatte ich sinnvollerweise im richtigen Durchmesser eingepackt, falls man noch irgendwelche Handläufe oder Ähnliches brauchen würde.



    Ich habe dann auch die Basisplatten neu geschnitten, die runden Deckel mit dem Screwpunch aus dem Bogen geschnitten, jeweils aufgeklebt und das Ganze dann mit Acryl gefärbt. Man sieht im Photo das letztlich nicht verwendete Papierröllchen neben der Litzenvariante. An Bord sieht das dann so aus:


      


    Im nächsten Schritt ist die Ankerwinde zu fertigen. Hier habe ich bei den Kleiteilen auf den LC-Satz zurückgegriffen, das hat sich im Ganzen sehr schön bauen lassen. "Echte" Ankerketten aus dem Zubehörsatz erübrigen sich hier eher, erstens weil die Stücke doch sehr kurz wären und zweitens die Kette so klein, dass sich das eigentlich nicht sichtbar lohnt.


       


    Es sind dann auf dem Backdeck und dem Oberdeck je eine kleine grüne Kiste anzubringen. Laut Plan steht steht diejenige auf dem Oberdeck ziemlich direkt vor den Klappen der Schränke an der Brücke, die somit nicht mehr zu öffnen wären. Ich habe mir die Freiheit genommen, da entsprechend Abstand zu wahren.


        


    Und ja genau, der kleine Klöterkram hält dermaßen auf, da ist der Bastelabend auch schon wieder vorbei. Nach den beiden großen Kisten und den Lüftern am Oberdeck geht's dann unweigerlich in die Serienproduktion von Sitzgelegenheiten und Rettungsgerät...


    Bis dann...

  • Guten Abend!


    Und es geht weiter mit (ich gehe mal davon aus, dass ich da richtig liege) Lüfterbau (Bienenkästen werden's nicht sein). Dabei ist die gezeichnete Anleitung m.E. ein bisschen missverständlich: Das Teil a) gehört weder ganz oben drauf, noch als unterer Abschluss des Kastens, sondern ganz nach oben innen an den Deckel geklebt. Das verkürzt den rechteckigen Standfuß auf die richtige Länge, wenn der eben bis nach oben auf die angezeichnete Fläche durch geschoben wird.


      


    An Bord gebracht sehen die Dinger dann so aus:


      


    Im Anschluss daran sind noch die beiden größeren Kisten auf dem Oberdeck zu bauen. Das ist auch mit dem, ein Diagonaldach bildenden Deckel einigermaßen simpel.


      


    Nicht ganz so simpel ist die anschließende Montage an Deck, weil die Anzeichnungen überhaupt nicht mit den Bodenflächen der Kisten übereinstimmen. Auch die Linien, die die Standpunkte für die Sitzbänke angeben sollen, sind eher Richtlinien. Aber gut, in dem Fall weiß man ja vom Titelbild ungefähr wie's aussehen soll und richtet sich danach.



    Ab hier wird es fummelig und v.A. Serienfertigung: Die Sitzbänke sind, wie auf solchen Passagierschiffen üblich doch in erklecklicher Zahl vorhanden und das ein oder andere steht schon ziemlich weit unter einem Oberdeckdach, was die unfallfeie Anbringung nicht eben erleichtert. Kleiner Tipp für die, die das nach mir bauen: Die drei in Frage stehenden Bankerl (No. 2x63 c+d,1x63 a+b) kann man auch sinnvollerweise vor der Installation des Oberdecks aufstellen, dann ist das wesentlich einfacher (also in Kapitel 2 der Bauanleitung).

    Nach Anleitung beginnt man am Bug, bzw. am Backdeck. Ich habe die Füsschen aus dem LC-Satz genommen, bei den Bänken selber ist das Kantenfärben die Hauptarbeit (ohne sieht's nicht gut aus!).


        


    Bei manchen Bänken habe ich die Lehnen erst an Bord angebracht, weil das eigentlich einfacher ist, wenn die kleinen Dinger mal fest stehen. Bei denen, die irgendwie nach hinten unters Dach gefummelt werden müssen, geht das natürlich nicht. Ach ja, und für die Bank, die auf dem Achterdeck vor dem Eingang zu den Innenräumen unter dem Niedergang steht, habe ich mir die Freiheit genommen, die Markierung auf Deck zu verlassen und sie weiter nach Steuerbord zu stellen, dann geht das eigentlich dahinterliegende Schott auch auf ;) .


    Bilder von den Bänken an Deck gibt's im nächsten Kapitel, dann geht es auch an die Bestückung des Brückendachs...


    Bis dann...

  • Guten Abend!


    Erst mal Bilder von Bänken:


      


    Im zweiten Bild sieht man auch die Bank unter dem Niedergang, bei der die Lage zugunsten des Schotts verändert wurde. Die passt da hin wie A... auf E...

    Danach ging es an die Bestückung des Brückendecks und da zunächst an den Bau des Masts. Ich habe zur Verstärkung einen 0,6mm starken Draht eingeklebt den Mast vorne gerundet und hinten mit dem Längsteil verschlossen. Hat in dem Fall mit Anpassung des Drahtes gut geklappt. Die Ansatzteile habe ich zum Großteil aus dem Bogen genommen, weil die Farbe der LC-Teile hier nicht ganz hinkommt.


     


    Den Draht habe ich nach unten etwas länger gelassen, ein Loch in das Brückendach gebohrt und den Mast so fixiert. Die Radarantenne habe ich aus dem Bogen gebaut, auch die gefiel mir farblich deutlich besser als das Laserteil. Das Horn habe ich aus 1,7mm Alurohr geformt, indem ich die vordere Öffnung vorsichtig mit einer Rundfeile verdünnt und dann in Trichterform getrieben habe. Ging ganz gut und sieht m.E. besser aus, als das flache Teil aus Bogen oder LC-Satz. Das gleiche Verfahren habe ich später bei der Schiffsglocke angewendet (da allerdings mit Messingrohr).



    Danach waren die Nerven wieder bereit für Serienfertigung: Die Tonnen für die Rettungsinseln müssen gebaut werden. Ganz schön viele. Ich habe hier die Auflagen aus dem LC-Satz genommen und bei den Mänteln der Tonnen die Klebekannte auf Gehrung geschnitten, was immer besser klappt und die Klebenaht fast verschwinden lässt.


        


    Den schief stehenden Fuß bei der zweiten Tonne von links habe ich erst auf dem Macro gesehen und inzwischen korrigiert. Wie man sieht , habe ich vor der Montage der Tonnen die dahinter liegende Reling angebaut. Ich entferne dabei die unterste Querstange und klebe die Füßchen einzeln an Deck an. Es wird dann auch noch ein Handlauf angebracht, den ich aus brauner 1mm Drahtlitze fertige. Schmal vom Draht geschnitten gibt das nach oben eine schöne Rundung und lässt sich eigentlich gut verbauen.



    Auf der Rückseite kann man den Handlauf bereits sehen.


    Da das Wetter für die nächsten Tage eher gruselig werden soll, ist Zeit für die Werft, da sollte das Schiff langsam fertig werden.


    Bis dann...

  • Guten Abend!


    Es geht auf das Ende zu. Bevor ich die Handläufe vollständig angebracht habe, war noch Einiges an Kleinteilen zu bauen. Zunächst habe ich mich um die Rettungsringe gekümmert. Die aus dem LC-Satz finde ich immer ein bisschen einfach gestrickt, man müsste zumindest die weißen Streifen nachmalen. Die aus dem Bogen sehen mit dem Schiffsnamen wesentlich besser aus. Ich habe mit dem Screwpunch 2mm das "Innere" ausgestanzt und mit dem 3,5mm die Ringe ausgeschnitten. Nach dem sorgfältigen Kantenfärben habe ich das Befestigungskreuz aus den übriggebliebenen Teilen des untersten Durchzuges der Reling gefertigt.


      


    Im Anschluss daran waren noch die restlichen Teile für das Brückendeck zu fertigen. Die zweite Radarantenne habe ich auch wieder aus dem Bogen gebaut, ihren Standfuß aus dem LC-Satz genommen. Den Scheinwerfer habe ich nach vorne verglast und innen mit silberner Aquarellfarbe getönt. Die anderen Teile sind aus dem Bogen gebaut, wobei die Röllchen schon eher die Grenze dessen darstellen, was noch vernünftig gerundet werden kann. Zudem gibt es in diesem Bogen bei allen zu rundenden Teilen eine Klebelasche (außer bei den Rettungstonnen), die ich eher störend finde, weil man dann so einen unschönen Versatz bekommt. Ich habe die jeweils weg geschnitten, dabei auf Gehrung geachtet und stumpf verklebt. Die Markierungen auf dem Brückendach sind einigermaßen verwirrend, weil die Teile in ihren Durchmessern, auch in genau gebaut, nicht den jeweiligen Anzeichnungen entsprechen (Das liegt nicht an den entfernten Klebelaschen).


      


    Teil 85 gehört natürlich nicht auf das Brückendach, sondern vor die Heckreling, wurde aber im allgemeinen Kleinteilewahn gleich mit gebaut. Ich habe das Unterteil des Flaggenstockes aus dem Bogen ausgeschnitten, die Rolle und die Laterne innen aufgedoppelt, dann den Flaggenstock (Stecknadel, bemalt) eingeklebt und mit dem Gegenstück des Unterteiles verschlossen.


      


    Vor der Anbringung habe ich auch noch die Heckreling, wie beschrieben aus dem LC-Satz montiert. Hinzu kam auch noch der Flaggenstock am Bug, ebenfalls aus einer Stecknadel.

    Als letzte Maßnahme des heutigen Bautages habe ich dann noch die Handläufe, wie oben beschrieben vervollständigt, dabei ließ sich nicht vermeiden auch noch die kleine Gangway auf dem Achterdeck anzubringen. Die ist vergleichsweise einfach mit Teilen aus dem LC-Satz zu bauen.


      


    Es fehlen noch das Beiboot, die dazugehörigen Davits, das etwas seltsame, optionale Teil 87, ein bisschen "Verspannungsdraht" und drei Flaggen. Sollte morgen eigentlich zu machen sein...wenn das Wetter passt (also, wie angekündigt unterirdisch ist) und die beste Ehefrau von Allen nicht mit anderweitigen Vorhaben um die Ecke biegt...


    Schaumermal...

  • Guten Abend!


    Also das Wetter passt, es schifft! Daher: Beibootsbau! Das ist mal was Neues, ein Schlauchboot hatte ich bisher noch nicht und die Konstruktion, wenn auch klein, verspricht doch echten Bastelspaß. Das Boot besteht ohne Außenborder aus 13 (!) Teilen, wovon die meisten erst mal gerundet werden müssen, Kantenfärben in drei verschiedenen Farben und beim Zusammensetzen die richtige Rundung an der richtigen Stelle treffen. Anspruchsvoll!


        


    Die Teile für den Außenbordmotor habe ich aus dem LC-Satz genommen, ebenso wie die für die Davits.



    Hier habe ich das ominoese Teil 87 an die Stelle seines optionalen Einbaus gelegt. Ominoes deshalb, weil das im Bild der Anleitung eher wie eine Wanne aussieht, was sich aber, so wie dargestellt, selbst mit gutem Willen und viel Malerei nicht abbilden lässt. Ich finde zudem, es sieht in der vorliegenden Form etwas seltsam aus, mir gefällt das Schiff ohne besser. Ich hebe das Teil mal auf, falls irgendein Sachverständiger mich dahingehend berichtigt, dass die Wappen von Borkum ohne nicht fährt, bau ich's eben noch ein ;) . Jetzt fehlen noch Verkabelung und Flaggen. Die Kabel habe ich, wie immer aus gezogenen Gussästen gefertigt. Auch die fliegende Verlegung (zwischen den Schornsteinen und der Längsleine vom Mast) ging vergleichsweise gut. Im Falle dieses Schiffs halten sich die Leinen durchaus in Grenzen.



    Die Flaggen sind auch angebracht, damit ist der Bau abgeschlossen. In einem anschließenden Kapitel gibt es dann noch Bilder vom fertigen Schiff, wobei die sicher eher ein bisserl provisorisch werden, weil in der Ferienwohnung weder Ausrüstung, noch Hohlkehle vorhanden sind und schon gar nicht geeignete Lichtverhältnisse herrschen. Nach der Heimkehr werden ich dann noch ein paar Bilder in die Galerie stellen.

    Soweit so gut: Der Schwierigkeitsgrad des Zwei-DinA4-Seiten-Bogens wird mit Mittel angegeben, was wie an anderer Stelle neulich im Forum besprochen doch eher mutig wirkt. Allein das Beiboot, das dem einigermaßen Erfahrenen schon Spaß macht, ist nicht wirklich mittel. Auch ohne Verglasen und ähnliche Späße ist das rein aus dem Bogen kein Selbstläufer.

    Ansonsten gilt: Nach dem Schiff ist vor dem Schiff! Ich hab noch ein bisschen was dabei, schau'n wir mal was noch geht...


    Bis dann...

  • Moin, moin Max,


    meine herzliche Gratulation zur Fertigstellung des kleinen Inselzubringers :) .


    Das ist ein sehr schönes Modell geworden mit vielen Details auf kleinem Raum. Die eine oder andere Schwierigkeit hast du gut abgearbeitet und mit dem Ergebnis kannst du durchaus sehr zufrieden sein. Mit dem Schwierigkeitsgrad gehe ich mit dir konform........"mittel, in Teilen schwierig" trifft die Sache wohl besser. Übrigens trifft das auch für die DITMAR KOEL zu. Insgesamt ist es natürlich so, dass so manche Schwierigkeiten durch die Verfeinerungen und Abweichungen vom Originalbogen entstehen.....gut, das geht dann auf die eigene Kappe. Respektabler Zuwachs für deine zivile Flotte :thumbup:!


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Hajo, Danke sehr vielmals, im Ganzen bin ich zufrieden. Am heimischen Arbeitstisch stehen doch andere Möglichkeiten zur Verfügung...aber immerhin...


    .. und hier die versprochenen Bilder:


      


     


        




    Schöne Grüße von der Insel

  • Moin Max,


    ich unterstreiche, was HaJo schrieb: da ist Dir ein sehr schönes Modell gelungen. :)

    Ganz herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung.

    Bin erst jetzt auf den Baubericht aufmerksam geworden, aber besser spät, als nie. Finde es immer sehr schön, wenn die Fenster offen dargestellt werden, was den Effekt des fertigen Modells noch deutlich realistischer macht.

    Sehr gut umgesetzt. :thumbup:


    Liebe Grüße

    Peter

  • Also ich find's mehr als gelungen, auch Deinen Bericht :thumbsup:

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Modell :thumbup:

    Da bekommt man Lust, es selbst mal zu bauen :rolleyes:

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • MaxK

    Added the Label Completed
  • Glückwunsch zur Fertigstellung. Insgesamt ein tolles Modell geworden, trotz einiger nicht mehr sichtbarer 1Aufgaben die gelöst werden mussten.

    "mittel, in Teilen schwierig"

    Es gibt eine 'Werft', die beschreibt z.B. etwa so:


    Das Modell ist relativ anspruchsvoll, kann aber auch von fortgeschrittenen Anfängern gebaut werden, weil man viele Kleinteile weglassen kann. :thumbup:


    Na, das ist doch mal was!


    Gratulationsgrüße aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort