• Hallo miteinander,

    Vor Weihnachten wurden die Preise für Lasercutter deutlich gesenkt, teilweise bis zu 50%. Daher habe ich mir ein Weihnachtsgeschenk in Form eines neuen Lasercutters gemacht, für ungefähr 250 € mit Zubehör. Die Arbeitsfläche beträgt 400 X 400 mm und die Laserlichtleistung 5,5 Watt. Da ich keine Werbung machen will, nenne ich keinen Namen, weil diese Geräte von diversen Herstellern in ähnlicher Form hergestellt werden.

    Das Gerät kommt vormontiert und muss zusammengeschraubt werden, was aber schnell erledigt ist. Der eigentlich spannende Aspekt ist der neuartige Laserkopf, bei dem mehrere Laserdioden über ein Spiegelsystem zusammengeschaltet werden und ein Laserstrahl von nicht einmal 0,5 X 0,5 Zehntel Millimeter erzeugt wird. Dadurch wird sehr viel Energie in den Laserstrahl geführt, mit tollen Ergebnissen. Der dünne Schnitt in Papier hat praktisch keine Materialverbrennungsbreite, die Zeichenvorlagen können ohne Rücksicht auf den Laserstrahl übernommen werden. Papierbreiten von 2 bis 3 Zehntel Millimeter sind problemlos machbar. Aber auch Sperrholz von 4 mm Stärke wird ausgeschnitten. Der Lasercutter wird mit der kostenlosen LaserGRBL Software angesteuert, dazu passt das ebenfalls freie Inkscape ( SVG Dateien ) oder ein anderes Vectorgrafik erzeugendes Programm ( ich nehme Rhino, muss aber einen Umweg über CorelDraw machen ). Das Gerät macht verdammt viel Spaß, ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu meinem älteren Gerät. Die Handräder im Bild haben Strukturen von 2 Zehntel Millimeter, im letzten Bild ist 0,5 mm starker Karton bearbeitet.

    mit lieben Grüßen

    Wolfgang

              


           

    Es geht immer noch besser.

  • Jahrgang 51 January 15, 2024 at 4:19 PM

    Changed the title of the thread from “Mein neuer Laserkutter” to “Mein neuer Lasercutter”.
  • Servus,

    ich würde auf eine andere Software umsteigen. Versuche mal Lightburn, da ersparst du dir den Umweg über Corel. Außerdem ist Lightburn um einiges Benutzerfreundlicher als LaserGRBL und es gibt auch eine 30 Tage Demo-Version.

    .

    Servus aus Wien

    Robert

    "Stell dir vor da ist ein Forum und keiner schreibt was rein!"


    Crawler: 133/499

    Edited once, last by maxhelene (January 16, 2024 at 10:05 AM).

  • Hallo Wolfgang,

    das hört sich ja sehr gut an, schade das du nicht das Modell Preisgibst, so könnten Leute die sich auch so ein Teil anschaffen möchten gleich zuschlagen ohne lange im Netz Testberichte zu lesen.

    Viele Grüße

    Reiner

    Viele Grüße

    Reiner

  • Hallo Wolfgang,

    Ich bin gespannt auf Ihren Erfahrung mit diesen Gerät.

    Und genau auff die Einstellungen wenn 1 - 2 mm Graukarton geschnitten wird. In 1 Pass, oder mehr... Welche Starke un Geschwindigkeit.

    Ich habe einen Totem 2.5 watt aber noch im Box...

    Grüsze aus Holland

    Willem E.

    Sorry für meinen Blumenkohlen-Deutsch

  • … Da ich keine Werbung machen will, nenne ich keinen Namen, weil diese Geräte von diversen Herstellern in ähnlicher Form hergestellt werden.

    hallo Wolfgang, kein Problem. Du kannst den Namen in dem Fall ruhig nennen.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Hallo miteinander,

    jetzt sind doch viele Anfragen wegen des Lasercutters bei mir eingegangen, darum einige Antworten um die ich gebeten wurde.

    Das Gerät wird von TWOTREES hergestellt und über Amazon verkauft. Modell: TTS-55 Pro 5,5 Watt Laserlichtleistung, der Preis von heute 209,99€.

    Die Leistung des Cutters sind beeindruckend, selbstverständlich schneidet und graviert das Gerät. Die Arbeitsgeschwindigkeit beträgt maximal 2000 mm pro Minute.

    Beim schneiden muss man immer einen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Stärke des Laserstrahles eingehen. Hohe Geschwindigkeit ( kürzere Arbeitszeit ) bedeutet das

    der Laserstrahl auf hoher Leistung arbeiten muss, das Ergebnis kann sehr verqualmt und verrußt sein. Abhilfe schafft hier ein Luftgebläse an der Brennstelle.

    Einige Ergebnisse: 160g Papier mit V= 600 Stärke= 30% ein sehr sauberer und dünner Schnitt

    360g Papier mit V= 500 Stärke= 40% siehe oben

    Graukarton 1,5 mm V= 300 Stärke 50% siehe oben

    Beim 4mm Sperrholz habe ich um ein sauberes Ergebnis zu bekommen 4 Durchläufe mit V= 100 Stärke= 50% benötigt.

    Alle Ergebnisse ohne Luftunterstützung.

    viele Grüße

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • als ahnungsloser in diesem Bereich, habe ich folgende frage an die experten.

    ist es praktikabel bausätze einzuscannen und vom laser ausschneiden zu lassen?

    wieviel nacharbeit nach dem scannen fällt so an? ich sehe oft meine frau beim stundenlangen klickorgien beim nacharbeiten zu.

    gibt vllt. für das einscannen+nacharbeiten spezialisierte software? oder eignen sich lasercutter eher für selbstgzeichnete vektor graphiken.

    Danke!

  • Bauplane händisch zu vektorisieren ist

    a) eine sehr langwierige Arbeit

    und

    b) den Plan wirklich(!) 100%ig, auf den zehntel mm am Cutter zu positionieren eigentlich unmöglich, da du es zBWIRKLICH orthogonal auf dem Wabengitter ausrichten müsstest

    und

    c) die Bewegung des Schneidlasers auch nicht auf den hundertstel mm genau ist.

    Ich habe derartige Versuche auf einem 20.000 € Cutter live erlebt, letztlich ist der Versuch gescheitert.

    ... dem's einfach Spaß macht, ein Bastelonkel zu sein

  • Ich arbeite seit über 10 Jahren in einem Fablab mit mittlerweile mehreren Lasercuttermodellen, eines davon kann 19mm Fichtenbretter schneiden.

    Meine Projekte sind immer von Scratch als Vektoren designed.

    Wenn du selbst einen Bauplan als Vektoren erstellst schauts anders aus.

    ... dem's einfach Spaß macht, ein Bastelonkel zu sein

  • Im Hausgebrauch wirst Du einen Druck und das Auslasern nicht übereinander bekommen. Auch das eingescannte kann verzerrt sein. Aber Bausätze "einfarbig" lasern ist möglich.

    Igoetrich, was kostet die im fablab?

    Im Bau

    EGV "Frankfurt am Main" 1:250

    Cn2t "Las" 1:25

  • Moin, miteinander!

    Achtet bloß bitte unbedingt auf die Sicherheit! Herr Hofmann hat mich persönlich sehr gebeten, bloß keine solchen Heimgeräte zu benutzen, was man natürlich auch einem gewissen geschäftlichen Interesse zuschreiben kann. Trotzdem: er hat mir von Versuchen erzählt, die sein Sohn mit sog. "Schutzbrillen", einem handelsüblichen UV-Laser und einem Messgerät durchgeführt hat - kurz: das wäre durchgegangen bis auf die Netzhaut, und was da weggebrannt wird, wächst wohl auch nicht mehr nach (Robi kann mich da vielleicht korrigieren). Die Schäden von CO2-Lasern werden nach seiner Erfahrung wohl eher an der Oberfläche angerichtet, Linse und so, aberselbst wenn ich danach keine Brille mehr brauche: auf Reparaturen an der Stelle habe ich auch keine Lust...

    Nach seinen Erfahrungen ist selbst der orange Deckel auf manchen Umhausungen eher symbolisch, und für eine vernünftige Schutzbrille rechnete er ungefähr das gleiche Geld wie für den Heimlaser.

    Lasern ist toll, und eigene LC machen fast den gleichen Spaß, wie das fertige Modell, an dem sie dann angebracht werden - aber ich wollte es doch mal gesagt haben. Für mich war es ein Grund mehr, letztlich auf einen eigenen Cutter zu verzichten.

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Wir arbeiten im Betrieb auch mit ziemlich potenten Lasern, und die Schutzbrillen sind da schon sehr schwer und dick. Abgesehen davon, dass man auch spezielle Einweisungen und Kurse absolviert haben muss.

    Ich kann das unterstreichen, wenn man schon wenig Ahnung davon hat, mindestens (!!) die Vorschriften einhalten.

    Alex

  • Hallo, miteinander

    Zum Sicherheitsaspekt möchte ich bemerken, dass die modernen Geräte mit einer Umhausung aus dicken roten Plastik, am Ende des Lasermodules bestückt sind. Es ist nur noch ein kleiner Spalt, so 2 bis 3 Millimeter frei, der Laserstrahl ist kaum noch sichtbar. Außerdem muss man ja nicht mit der Nase am Lasermodul den Brennvorgang beobachten und sich einer erhöhten Gefahr aussetzten. Ich finde, der Betrieb eines Lasercutters, zu Hause, ist durchaus machbar und ich kann diese Geräte nur empfehlen, die machen richtig Spaß, man muss nicht übervorsichtig sein. Da so ein Lasercutter nichts alleine macht, sind Kenntnisse eines Vektor Zeichenprogrammes sehr nützlich und eigentlich Voraussetzung um seine Pläne Wirklichkeit werden zu lassen. Da der Brennvorgang gerade bei Sperrholz viel Qualm erzeugt ist eine gute Belüftung oder Absaugung wirklich zu empfehlen.

    viele Grüße

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Ich meine auch, das es auf dieser Welt wesentlich gefährlichere Sachen als einen Lasercutter gibt.

    Und leider ist eben wirklich nicht alles mit dem Stanleymesser oder dem Skalpell zu schnippeln.

    Schon der Faustkeil war in den falschen Händen nicht ungefährlich!

    Beste Grüße von Andy, dem Railgoon

  • Ich bin selber absoluter LC-Fan und will hier auch nicht vor Auric Goldfingers Maschine warnen ("Nein, Mr. Bond - ich erwarte, dass Sie sterben!"). Es ist beim lasern nur eben wie beim Lagerfeuer, Du schaust einfach hin. Und Laserstrahlen können, wie anderes Licht auch, auch reflektiert werden, ich warne also nicht davor, das Ding auf einen Glastisch zu stellen und sich dann darunter zu legen (obwohl man das vielleicht auch noch erwähnen müsste).

    Es haben auch fast alle Leute das Autofahren ohne Gurt überlebt - trotzdem rate ich dazu, sich anzuschnallen und meine, dass Busfahren eigentlich auch nicht schlecht ist - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wer dann meint, das müsse nicht, soll nachher bitte nur nicht nicht heulen, und wer mit 80 noch ohne Netzhautablösung sehen kann, den hat es vielleicht nicht betroffen.

    Ich meine auch, das es auf dieser Welt wesentlich gefährlichere Sachen als einen Lasercutter gibt.

    Und leider ist eben wirklich nicht alles mit dem Stanleymesser oder dem Skalpell zu schnippeln.

    Schon der Faustkeil war in den falschen Händen nicht ungefährlich!

    @ Andy: lass uns das mal in der Volkskammer beschnacken...

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Moin der Herr. Mit welchem Programm zeichnest du denn die Teile. Möchte selber auch meine reelinge und Kleinteile erstellen. Vll kannst mir ja weiter helfen..mfg

  • Hallo Soldat,

    die Anrede gefällt mir richtig gut, habe schließlich auch mal gedient ( Luftwaffe ).

    Für den Cutter ist der Schneidemodus zuständig, es werden also Dateien in einem Vektor Format gebraucht, wie zum Beispiel DXF, ein weit verbreitetes CAD Format.

    Es bleibt einem also nicht erspart, sich in ein Vektorzeichenprogramm einzuarbeiten, um die gewünschten Teile zu erstellen.

    Persönlich arbeite ich mit Rhino 8, es geht selbstverständlich auch mit jedem anderen Programm, da ist die Auswahl sehr groß, von umsonst bis sehr teuer.

    Hier hilft die Suche im Internet. Mit Lightburn als Betriebsprogramm für den Cutter kann man auch die Teile erstellen, da ist ein Zeichenprogramm dabei.

    viele Grüße

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Ich danke dir. Das hat mich schon etwas weiter gebracht. Nen laser besitze ich schon seit September. Aber habe es noch nicht geschafft mich da einzuarbeiten.