Die öffentliche Rennwagen-Bastelwerkstatt

  • Hallo zusammen,


    ich war nicht untätig, aber die Vorderradaufhängungen haben mich insgesamt fast zwei Wochen lang beansprucht, inklusive diverser Motivationslöcher ;(



    Die Rohre für die vordere Bremskühlung müssen beim Einpassen auch noch zugeschnitten werden, was für ein heilloses Gefummel aber auch :pinch:  :wacko:


    Darüber hinaus habe ich noch hinten die Verkleidung und die beiden Kühler eingeklebt:



    Jetzt sind wir bei diesem Stand hier angekommen:



    Als Nächstes kommt jetzt hinten der Motor an die Reihe, das wird auch eine heftige Detailschlacht werden 8|


    Gruß,


    Daniel.

  • schirel Wenn man beim Basteln auf einmal versteht, auf welcher Mechanik die Lenkung von dem Teil basiert, dann hat der Konstrukteur offensichtlich formidabel abgeliefert :thumbsup:


    Wobei ich mit so einem filigranen Gestänge als Lebensversicherung niemals mit über 200 um irgendwelche Kurven herumbrettern würde :thumbdown:


    Gruß,


    Daniel.

  • Als Nächstes kommt jetzt hinten der Motor an die Reihe, das wird auch eine heftige Detailschlacht werden 8|

    Servus Daniel,


    Das schaffts Du schon. Du hast doch schon ein paar Cosworth' gebaut.


    chequered flag

    René

    Demokratie ist alternativlos!


    An opinion without 3.14 is an onion. You'll understand.

  • Hallo Daniel,


    jetzt muss ich dochmal auch was vom Stapel lassen.

    Wobei ich mit so einem filigranen Gestänge als Lebensversicherung niemals mit über 200 um irgendwelche Kurven herumbrettern würde :thumbdown:

    Da brauchst Du keine Angst haben, weil die Jungs vom F-1 Kader kriegen nur die allerfeinsten, stabilsten und leichtesten Materialen an die Hand und unterm Popo! Ich bewundere ja Deine papiereren Formgebungskünste, die Karossen der Rennautos waren und sind ja mehr als geschwungen!

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. @K. Valentin

  • Nicht zu vergessen: Und einige Pacynski's 😆

    Wenn der Kollege 'nen DFV konstruiert, grab' ich mir 'n Erdloch :thumbup: :whistling:


    Da brauchst Du keine Angst haben, weil die Jungs vom F-1 Kader kriegen nur die allerfeinsten, stabilsten und leichtesten Materialen an die Hand und unterm Popo!

    Ich schaue immer mal zwischendurch die eine oder andere Motorsport-Doku, höre Podcasts mit altgedienten Rennfahrern und konsumiere YouTube-Kanäle, die sich mit der Formel 1-Historie beschäftigen. Da kommt leider durch die Bank weg immer mal wieder zur Sprache, wie der eine oder andere, manchmal leider auch tödliche, Unfall durch irgendwas Gebrochenes im Umfeld der Lenkung bzw. Radaufhängung zustandegekommen ist :thumbdown: Speziell Lotus ist bekannt dafür, mit sehr gewagten und zerbrechlichen Konstruktionen teilweise auch über die Leichen seiner Fahrer gegangen zu sein 8| Im Tyrrell P34 ist zwar zum Glück niemand draufgegangen, aber diese heftige Lenkmechanik wirkt nicht wirklich Vertrauen erweckend, auch wenn das natürlich in mechanischer Hinsicht für den Betrachter hochgradig faszinierend ist :thumbsup:


    Ich bewundere ja Deine papiereren Formgebungskünste, die Karossen der Rennautos waren und sind ja mehr als geschwungen!

    Die Karosserie ist immer der Endgegner, auch wenn sie glücklicherweise für gewöhnlich bereits zu Anfang abgearbeitet wird. Da darf nicht viel schief gehen, weil das später alles für die Ewigkeit sichtbar bleibt :pinch: Aber wenn die Sachen gut konstruiert sind, baut sich das meist einfacher, als es aussieht :thumbup:



    Beim Motor ist Perfektion nicht ganz so wichtig, der ist später sowieso nur zu sehen, wenn man das Modell von unten anschaut. Und so habe ich gleich mal richtig ins Klo gegriffen und die Unterseite des Cosworth DFV komplett hingerichtet ;(




    Ich hab' einfach schön vor mich hingebastelt und nachdem der Kleber ausgehärtet war dann gemerkt, was ich da überhaupt für eine Grütze fabriziert habe. Also wurde die Unterseite mit den Lamellen mittels der grauen Fläche eines Kalenderblattes sowie der Anwendung eines SCHNEIDELINEALS :D :D :D freihändig rekonstruiert. Den gesamten Motor habe ich dann von innen mit Pappplatten stabilisiert (Papiergewicht irgendwo leicht über 200 Gramm, keine Ahnung, das Zeug hat jedenfalls eine angenehme Haptik ?( )


    Nachdem der Block fertig war, ging's daran, ihn mit zusätzlichen Papierschichten zu verkleiden und von unten jede Menge Detailarbeit abzuleisten:



    Ich werde diesmal den faulen Weg gehen und die später völlig unsichtbaren Elemente weglassen. Deswegen gibt's keine Zündkabel und Ansaugtrichter und ich gehe sofort zum Getriebebau über...




    Du hast doch schon ein paar Cosworth' gebaut.

    Über das Thema könnte man eine ganz eigene Abhandlung verfassen 8o Der Cosworth DFV ist im Formel 1-Modellbau zwangsläufig ein häufig wiederkehrendes Element. Jeder Konstrukteur macht sich die Arbeit dazu natürlich immer nur einmal und hat dann sein Konzept in der Schublade. Und alle diese Konzepte führen zwar zu einem vergleichbaren Ziel, unterscheiden sich aber in der Methodik deutlich, was jedes Mal wieder sehr interessant beim Betrachten und Basteln ist. Und bei "Forum Team" geht's detailmäßig natürlich maximal heftig zur Sache, so eine plastische Unterseite eines Motors ist mir noch nie begegnet :thumbup: Hier ein Vergleich mit der Konstruktion von Petr Spinler, die ich schnell zur Hand hatte und wo man erkennen kann, wie dieser Konstrukteur eher wenig Wert darauf legt, wie das "untenrum" aussieht:




    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo Daniel,


    Speziell Lotus ist bekannt dafür, mit sehr gewagten und zerbrechlichen Konstruktionen teilweise auch über die Leichen seiner Fahrer gegangen zu sein

    autsch, das ist ja heftig! Und ich dachte immer das Riskante sei das Fahren an sich und weniger das Material. Da hat der weltweite Rennsportverband anscheinend doch nicht so unrecht ein klares Regelement aufzuziehen mit entsprechenden Sicherheitsauflagen. Wobei die Ingenieure immer wieder neue Schlupflöcher finden.

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. @K. Valentin

  • der von mir sehr verehrte Graham Hill hat einmal gesagt: Wenn mich mein´Hinterrad überholt, weiß ich, daß ich in einem Lotus sitze. Gerade der geniale Lotus-Konstrukteur Colin Chapman war bekannt für seine riskanten und leichten Konstruktionen mit tollen Ergebnissen aber auch gravierenden Unfällen. Ich erinnere nur an Jochen Rindt (1970) oder die Brüche der überhohen Heckflügel in Spanien 1969 (eben auch bei Hill).

  • Moinsen,


    Getriebe Basteln 8o




    Viel gibt's dazu nicht zu sagen, außer daß die Paßgenauigkeit in diesem Bereich wunderbar ist :thumbsup: Bloß der Frickelfaktor bewegt sich irgendwo um 5-tausend herum, mit geplant unterschiedlich geformten Spanten im gleichen Bauteil und anderen vergleichbaren motorischen Spitzfindigkeiten :pinch:


    Dafür sieht's aber dann auch aus :thumbup:


    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo Daniel,


    also mit den technischen Feinheiten bin ich ja nicht so vertraut, aber die Dingens, die Du baust, sehen ziemlich funktionierend aus, noch ein wenig Sprit und Strom, und der Motor samt Getriebe röhrt los. Sehr feiner Bau!

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. @K. Valentin

  • Gerald Friedel Deshalb lass' ich ja die Motorelektrik weg, damit das Teil nicht einfach aus der Vitrine wegfährt :D


    Weiter geht's mit der Konfettiparty bei Motor und Getriebe. Das Ganze war mir erstmal ein gewaltiges Rätsel ?( Dann hab' ich angefangen, einzelne Komponenten zu Bauen und ganz langsam hat sich dann auch ein Bild ergeben.



    Als Achse nehme ich einen Zahnstocher, der mit Metallicstift versilbert ist. Ein Draht mit den Klebeeigenschaften von "gar nix" macht hier keinen Sinn, weil die extrem fragile Konstruktion duch die Achse überhaupt erst irgendeine Stabilität kriegt. Und dann muss es da halt auch irgendwie kleben, sonst wird das nix :pinch: Spant R25 fehlt leider komplett im Bogen, ich hab' ihn mal auf einen Millimeter Höhe geschätzt, was dann auch gut war. Das obere Gestänge hat leider auch gleich zwei kleine Konstruktionsfehler und muß nach Augenmaß und Anpassung zugesägt werden. Das sind drei Probleme an einer sehr heiklen Stelle, was den insgesamt sehr guten Gesamteindruck dieses Modelles leider ein Bißchen nach unten zieht ;(


    Den nächsten Blödsinn hab' ich selbst zu verantworten: Ich habe die Dämpfer falsch zusammengebaut, mein Kopfkino hat die Skizze falsch interpretiert und dann hatten die Stoßdämpfer 1,5 Millimeter Luftloch nach oben :thumbdown: Das konnte ich aber mit einer Steck-Konstruktion irgendwie reparieren und zum ganz großen Glück verschwindet dieser erste Versuch von Cosworth DFV mit Getriebe, konstruiert von Robert Blaschke, ziemlich bald unter der Motorhaube und ist nur mit schmerzhaftem Um-die-Ecke-Gucken überhaupt noch sichtbar :thumbup: Wenn ich das nächste DFV-Modell von Robert baue, hab' ich das hier dann schon im Bewegungsgedächtnis und dann flutscht das auch besser...



    Die Auspuffkonstruktion ist ziemlich wabbelig, aber gut konstruiert. Eigentlich sollte das nur hinten am Fixierspant halten, aber ich habe es geschafft, die gebogenen Auspuffrohre nochmal jeweils an einer Stelle mit sich selbst zu verkleben, so entsteht noch etwas mehr Stabilität.


    Schwierigkeitsgradstechnisch geht's hier gerade ziemlich hart zur Sache, aber langsam sieht man etwas Licht am Ende des Tunnels 8|


    Gruß,


    Daniel.

  • Ich hab bei meinem Lotus Kohlefaserstäbe als Achsen genommen. Die lassen sich auch kleben :)
    Sind n bissl fummelig zu schneiden (Kreppband hilft gegen ausfasern) aber die gibts in allen Durchmessern und sie sind schön schwarz :)

  • Moin Chris,


    über die Kohlefaserstäbe haben wir auch schon mal irgendwann geratschlagt ?( Ich glaube, die hab' ich mal für eventuelle Hubschrauber-Rotoren ins Auge gefasst, irgendwas erinnert mir dunkel 8| Für die Formel 1 sind Zahnstocher ausreichend, man kann sie entweder mit Glanzpapier umwickeln oder mit Metallstiften bemalen sowie die Dicke nach Bedarf zuschleifen. Allerdings sollte man nicht die ganz normalen Zahnstocher nehmen. In manchen Supermärkten gibt es eine etwas längere Version von den Dingern, die haben dann das perfekte Maß für so eine Rennwagen-Achse.


    Der Motorkonstruktion habe ich noch eine zusätzliche Strebe verpasst und dann war dieser Bereich soweit fertig.



    Der Spoiler hat seinen Unterbau bekommen und dann habe ich zunächst den Motorblock mit Getriebe eingebaut. Der Heckflügel wurde erst danach angebracht und auf Symmetrie justiert. Das ist zwar nicht so vorgesehen, geht aber sehr gut umzusetzen.


    Und dann geht's wieder mit Reifen los. Ich habe mit den vier Vorderrädern angefangen, weil sie die viel größere Herausforderung darstellen. Die Seitenflächen ließen sich dann aber ganz gut formen.



    Ein sehr hilfreiches Werkzeug hierbei ist eine völlig stumpfe Pinzette, mit der man die Form in diese Minimalteile reinbekommt. Das Prinzip "Wurschtfinger" ist hier leider am Ende :pinch: Das sind aber auch die kleinsten Reifen, die es auf dem Rennwagensektor gibt. So eine Frickelei wird mir erstmal nicht mehr begegnen. Es ist zwar schön, wenn man einen LC-Satz für absolut ALLES Nervige hat, aber wenn dann sämtliche Rundspanten der Felgenkonstruktion so groß sind, dass sie nicht ins Radgehäuse passen, hört der Spaß auch gleich wieder auf :cursing: Die Räder sind zwar sehr einfach konstruiert, aber durch die unumgängliche Zurechtschleiferei der innenliegenden Spanten ging sehr viel Zeit völlig überflüssig flöten :thumbdown:



    Der nächste Bock: Mit den ersten fertigen Vorderrädern und dem Satz Probereifen, den ich noch rumfliegen habe, wurde die Bodenfreiheit überprüft. Dabei musste ich feststellen, daß entweder die Hinterräder zu groß oder die Vorderradaufhängungen zu weit oben positioniert sind, wobei ich mich an die aufgedruckten Markierungen gehalten habe :!: Auf jeden Fall folgte eine brachiale Biegeaktion, bei der ich den Motorblock so weit wie möglich oben an der Karosserie verklebt habe, um irgendwie das Heck anzuheben und wenigstens ein Bisschen die Bodenfreiheit justieren zu können.



    Das Ganze habe ich dann unter Gewicht trocknen lassen. Damit ist das Problem nicht komplett gelöst, aber zumindest etwas verbessert. Ich habe das schon "gerochen", als ich die Vorderradaufhängungen positioniert habe. Ärgerlich, wenn auf die Klebemarkierungen am Modell kein Verlass ist :cursing: :thumbdown:


    Aber da ich ein Modell auf diesem Baufortschritt auch nicht mehr in die Tonne werfe, werden jetzt noch die Hinterräder und Spiegel zusammengeleimt und dann kann es ans nächste Projekt gehen, naturgemäß wieder mit nur vier Rädern 8o



    Leider wurde es auf den letzten Metern nochmal unschön, ich mag so ein blödes Notfallgebiege überhaupt nicht ;(



    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo zusammen,


    ich hab' noch 'ne halbe Nachtschicht drangehängt, jetzt ist das Teil fertig :thumbsup:



    Zunächst stand aber noch der Kampf gegen die völlg vermurkste Symmetrie in Sachen Bodenfreiheit an ;(



    Dazu habe ich die Achse im Querschnitt halbiert und auch in die Hinterreifen noch kleine Schlitze nach unten gegraben, um irgendwie das Heck des Wagens ein Bisschen tiefer zu bekommen. Ich denke, am Ende ist ein erträglicher Kompromiss draus geworden 8| Des Rätsels Lösung wäre vielleicht gewesen, dem Motorblock auf der Oberseite links und rechts jeweils einen Keil einzuschneiden, damit er besser unter die Haube passt ?( Aber darauf bin ich natürlich wieder mal erst danach gekommen :wacko:


    Fazit: Das Modell hat einen üblen Schwierigkeitsgrad, ist aber speziell im Bereich der Karosserie gut durchkonzipiert. Wenn man dann in Richtung Motor und Reifen weitermacht, kommen immer mehr Fehlerchen und Fehlteile im Lasercut dazu, auch bei den Spanten selbst (hier speziell für die Räder) muss sehr viel ambitioniert geschliffen werden. Auch bei diesem Modell zeigt sich mal wieder, daß das Thema "Kreisdurchmesser" und deren Abstimmung mit- und aufeinander generell kein einfaches zu sein scheint ?(



    Damit ist das zweite Modell 2025 fertig und es geht mal wieder direkt ab ins KI-optimierte Hightech-Fotostudio



    Nur echt mit hochinnovativer Tageslicht-Fensterbeleuchtung :cool: :cool:  :cool:



    Danach hab' ich dem Modell eine Displaybox spendiert, da kommt es nochmal eine Nummer mehr protzig daher 8o



    Dafür muss der Bellof jetzt in den Keller auswandern...




    Nochmal zur Sache mit den Reifen, ich hab' dieses Jahr noch gar nix gezählt :pinch: Zum Stand von 148 gebauten Reifen zu Ende 2024 kamen zunächst 4 weitere vom Prost AP03 dazu. Und dann wollte ich den "Teekessel" bauen und hab' mal ausnahmsweise bei den Rädern angefangen:



    Ging auch alles erstmal gut, bis ich dann zu so einer "nachher Abschneiden"-Stelle gekommen bin. Ich war unaufmerksam, bin mit dem Skalpell abgerutscht und hab' voll in die Karosserie reingesenst :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: Also, ab damit nach Tonnenhausen :cursing: Jetzt hab' ich hier diese zusätzlichen 4 Räder rumfliegen, die aber sehr gut geeignet sind, um bei siebzigerjahre-Formel Einsen die Modelle schon mal auf Bodenfreiheit zu überprüfen :thumbup: "Testreifen", sozusagen.


    Mit den nun sechs Rädern des Tyrrell bin ich jetzt bei 14 gebauten Rädern 2025 und 162 insgesamt :huh: Die reinste Meditation ist das, mit dem Reifenbau :thumbup:


    Gruß,


    Daniel.

  • Unbedingt mitbringen das nächste Mal 👍

    Aber auf jeden Fall doch :thumbup: Wird nur wohl September werden 8|



    Nach der Fertigstellung des P34 habe ich ein Bißchen mit zwei Downloads rumexperimentiert 8o



    Einmal habe ich mich am Jaguar R4 versucht, was auch sehr gut ging, obwohl es weder Teilenummern noch eine Anleitung gibt. Allerdings ist mir, trotz Zaponlack, etwas Laserdruck abgebröselt, was ich nicht so richtig toll kaschieren konnte. Das hat mir dann die Lust wieder verdorben. Sind aber sowieso erst vier Teile verbaut gewesen, der irgendwann kommende Neustart ist daher nicht so tragisch...


    Und dann wurde mir völlig ungefragt, von einem der damals am Erstellen der Grafik beteiligten Konstrukteure, eine digitale Version des Jordan 197 zugesteckt :thumbsup: Das ist absolut hilfreich, weil das Modell sehr kompliziert gedacht ist und zwischendrin auch noch in der Verfahrensweise leicht abgeändert werden muß.



    Eigentlich war ich damit auch schon auf einem guten Weg, aber dann habe ich gemerkt, daß ich aus zwei verschiedenen Copyshops tatsächlich unterschiedliche Gelbtöne aufs Papier bekommen habe, was man leider auf der Baustelle auch viel zu gut erkennen kann :cursing: Ein weiterer Grund dafür, daß die digitale Version des Bogens absolut Gold wert ist: Mir fällt beim Ausschneiden der hellgelben Teile auf weißem Grund das präzise Treffen der korrekten Schneidelinie sehr schwer. Ich habe mir daher alles dreimal drucken lassen und jeweils die am besten getroffenen Teile verwendet. Aber die Konstruktionsweise habe ich größtenteils durchschaut, die Cockpitsektion ist mir bereits einmal ganz gut durch die Finger geglitten und ich werde für den nächsten Versuch nur noch auf EINEN EINZIGEN Copyshop zurückgreifen :pinch: :thumbdown:


    Nachdem ich auf diese Weise meine Copyhop-Erzeugnisse erfolgreich zugerichtet hatte, hab' ich mir dann wieder das ganz komplizierte Zeug von "Forum Team" gegriffen und versuche mich jetzt am BAR 006 aus dem Jahr 2004, gefahren vom besten Japaner, der je in der Formel 1 mitgespielt hat :D





    Bei der Verstärkung des Unterbodens ist mir ein kolossaler Fehler unterlaufen, weil ich übersehen hatte, daß meine zwei Millimeter Bauteilausfüllungspappe minimal nach vorne hin unpräzise zusammenlaufen :thumbdown: Daraus entstand dann die gewagte Improvisation mit dem reingeklopften Keil, die auf dem Foto zu sehen ist ;( Ich habe aber die Kurve noch gekriegt und der Unterboden ist einigermaßen gelungen... So gut, wie es der ziemlich üble Schwierigkeitsgrad eben erlaubt 8|


    Aber der Unterboden wird jetzt sowieso erstmal auf die Seite gelegt, denn es geht mit der Konstruktion obendrüber weiter, genannt auch "Karosserie" 8o



    Gruß,


    Daniel.

  • Oho, hier war ja lange nix los ?(


    Also nun meine kleine Pause von der Eisenbahn; ich habe in die Offsetdruck-Schatzkiste gegriffen und mir einen Williams von 1999 hervorgekramt, in der weiß-roten "Winfield"-Lackierung:



    Ich erinnere an dieser Stelle nochmal an meine immer noch aktuelle Suchanfrage (KLICK!!!): Wer von euch offsetgedruckte Rennwagen des PKAA-Verlages hat und sich eingesteht, daß er die sowieso nicht mehr bauen wird, melde sich bitte bei mir! Ich nehme die Bögen gegen Entgelt ab und baue auch nach und nach die Modelle weg, versprochen :thumbup:


    Darüber hinaus handelt es sich um einen Bogen von Petr Spinler. Die Konstruktion der Rennwagen aus den späten Neunzigern/frühen 2000ern ist bei ihm stets sehr ähnlich, so daß man Von Versuch zu Versuch immer mehr Routine und Kenntnis der Materie entwickelt, was dann idealerweise natürlich auch die Qualität steigert 8o Wie immer hab' ich vom Bogen eine Schwarzweißkopie auf 80 Gramm-Druckerpapier gezogen, zum Verstärken und Klebespanten konstruieren.


    Los geht's mit dem Lenkrad. Die Teile aus dem Bogen und der Kopie werden auf "Brystol" aufgebracht. Aus den Bogenteilen wird das Lenkrad geschnitzt, die Kopie liefert die umlaufenden Handgriffe:



    Und Zack! Plastisches Lenkrad in korrekter Dicke :thumbsup: Die Lenksäule ist übrigens noch eine übriggebliebene Achse von der Dampflok :D


    Im Anschluss wird der zentrale Karosseriekörper gebaut und mit der Schwarzweißkopie von innen ausgekleidet:




    Der Gedanke dahinter: Zuerst nutzt man das dünne 120 Gramm-Papier, um in der Formgebung präzise zu arbeiten, danach kleistert man die Stabilität von innen dagegen. Ist wahrscheinlich geringfügig besser, als gleich zu Anfang alles pauschal zu verstärken ?(


    Gruß,


    Daniel.

  • Moin Daniel,


    ja schön, ich wünsche gutes Gelingen!

    Ist ja nicht dein erster Renner.

    Aaaber… der farbige Bogen trägt die Startnummer 6, die s/w Kopie

    aber die Nummer 5?


    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)


    Meine Modelle auf ecard: https://ecardmodels.com/vendors/hvc

  • Aaaber… der farbige Bogen trägt die Startnummer 6, die s/w Kopie

    aber die Nummer 5?

    Ich denke, daß bei Daniel´s oben beschriebener Bauweise, die s/W-Version als blinde Verstärkung genutzt wird und dann nicht mehr sichtbar ist. Also bleibt es bei Ralf Schumachers Fahrzeug.

  • fretsche Es ist genau so, wie Tilman schreibt:

    Ich denke, daß bei Daniel´s oben beschriebener Bauweise, die s/W-Version als blinde Verstärkung genutzt wird und dann nicht mehr sichtbar ist. Also bleibt es bei Ralf Schumachers Fahrzeug.

    Es war mir einfach egal, welche Nummer ich von innen gegenklebe, es ging mir vorrangig darum, die Form bestmöglich anzupassen. Und die "5" hat sich einfach zuerst unters Messer gemogelt ;)


    Ist das Modell jetzt für die Tonne?

    Nein, so schlimm ist es nicht... Aber unglücklicherweise ist mein Auto durch diese unbedachte Aktion jetzt weniger wert :D Also nein, ich präzisiere: Ralf Schumachers Auto ist weniger wert, um genau zu sein 8o


    Trotz alledem hab' ich als Nächstes die Lufthutze gebaut, was immer wieder ein heikler Bauabschnitt ist: Einerseits kommen sehr viele runde Formen zusammen, andererseits müssen die meisten Klebelaschen (nicht alle, siehe Fotos!!!) abgeschnitten und der gesamte Bereich entsprechend umkonstruiert werden 8|




    Macht sich weiterhin ganz gut, bis hierhin :thumbup:


    Dann hab' ich noch das Cockpit gebaut und schon mal eingeklebt, ebenfalls unter Verwendung der sogenannten Buchschutzfolie "BLINDEN VERSTÄRKUNG" (Danke für den Begriff, Moritzamica2 :thumbsup: Der passt wie A... auf E... und ich hatte den bisher nicht parat ;) )




    Gruß,


    Daniel.

  • So, erstmal auf ein Wort zum Unterboden. Es gibt einen kleinen Konstruktionsfehler am zentralen Unterteil, den man mit ein Bisschen Kenntnis der Materie und einem Schneidelineal problemlos ausbessern kann:



    Aus der Kopie habe ich, durch Verstärkung auf 1 Millimeter Finnpappe, Klebespanten erstellt und für das zentrale Unterteil, ebenfalls durch Verwendung der Kopie, einen 1,5 mm dicken Pappkern:



    Das Ganze dann ein- und untergeklebt, sowie von oben mit den Klebespanten versehen:




    Zu guter Letzt wurde das zentrale Oberteil fixiert und die äußeren Klebespanten so angepasst, daß sie auf die Markierungen passen:



    Im nächsten Schritt habe ich die Pontons erstellt, von innen mit der Kopie gegengeklebt und am Modell angebracht (Nervenkrieg, weil das Prinzip "Große Bauteile = Große Probleme" auch hier gilt 8| ).



    An diesem vorderen unteren Bautel wird später die Vorderradaufhängung zusammenlaufen und dann kommen da noch zwei komische Leitbleche dran, die mir so in dieser Form auch noch nie begegnet sind ?(



    Gruß,


    Daniel.