Vickers Viscount 814 - Verlag Wilhelmshavener Modellbaubogen, Maßstab 1:50 auf 1:87 verkleinert

  • Vickers Viscount 814 - LH

    Verlag Wilhelmshavener Modellbaubogen, Maßstab 1:50 auf 1:87 verkleinert


    Nach meinen „Landausflügen“ geht es nun wieder in die Luft.


    Zum Flugzeug:

    Die Vickers Viscount war ein Verkehrsflugzeug der britischen Vickers-Armstrongs (Aircraft) Ltd., das von 1948 bis 1964 gebaut wurde. Das für bis zu 75 Passagiere ausgelegte Flugzeug wurde von vier Rolls-Royce Dart-PTL-Triebwerken angetrieben und erreichte eine maximale Reisegeschwindigkeit von 584 km/h.

    Als erstes Verkehrsflugzeug mit Turboprop-Antrieb leitete die Viscount eine neue Ära der Luftfahrt ein. Der Erstflug, der für Mittel- und Kurzstrecken ausgelegten Maschine, fand am 16. Juli 1948 statt. Die Indienststellung erfolgte im April 1953. Bei den Passagieren war die Maschine vor allem wegen ihrer großen Fenster und ihres ruhigen und weitgehend vibrationsfreien Antriebs beliebt.


    19 Fluggesellschaften nutzten diesen Typ. Die Lufthansa setzte von 1959 bis 1971 insgesamt 11 werksneue Viscount 814 ein .


    Technische Daten:


    Besatzung

    3–4

    Passagiere

    max. 75

    Länge

    26,11 m

    Spannweite

    28,55 m

    Höhe

    8,15 m

    max. Reisegeschwindigkeit

    522 km/h (in 7000 m)

    Dienstgipfelhöhe

    7620 m

    Reichweite

    je nach Nutzlast bis zu 3040 km

    Triebwerke

    vier Rolls-Royce-Dart-510-Triebwerke mit je 1768 PS (1324 kW)

    (Vierblatt-Propeller mit 3,05 m Durchmesser)

    (Danke an Wikipedia)


    Auch hier gibt es für mich eine alte Erinnerung.

    Im Jahre 1972 flog meine Schwester und ich mit solch einer Maschine von Bouremouth Hurt in England, das an der Kanalküste liegt, nach Düsseldorf. Auf dem Flug ging ein aufgeregtes Raunen im Fahrgastraum umher, als die Motoren nach dem Start auf Flughöhe vom Propellerantrieb auf Turbinenanschub umschalteten. Als flugzeugbegeisterter Junge wusste ich natürlich was diese merkwürdigen Motorengeräusche bedeuteten, die sich anhörten als ob jetzt die Motoren ausfielen. Was sie ja auch taten, um dann leiser mit dem Turbinenanschub weiter zu fliegen.


    Der Modellbaubogen:

    Der Modellbaubogen besteht aus 6, wie bei allen Wilhelmshavener Modellbaubogen, etwas größeren als DIN A3 Bogen. Da ich mein Modell noch aus dem Jade Verlag Bestand erwarb ist es ein Offsetdruck. Das Modell ist in den Farben der Lufthansa. Meine skalierten Bogen sind Laserdrucke.




    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

  • …Auf dem Flug ging ein aufgeregtes Raunen im Fahrgastraum umher, als die Motoren nach dem Start auf Flughöhe vom Propellerantrieb auf Turbinenanschub umschalteten

    ??

    Das verstehe ich nicht.

    Die Viscount war eine Turboprop-Maschine.

    Im Bau: MS WILHELM GUSTLOFF, 1:250



    Aufwachen - es ist 5 vor 33...

  • Das verstehe ich nicht.

    Die Viscount war eine Turboprop-Maschine.

    Genau, gestartet wurde mit Propellerantrieb und ab einer bestimmten Geschwindigkeit und Flughöhe wurde auf reinen Turbinenantrieb umgeschaltet, das den deutlich ruhigeren Flug ausmachte.

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

  • und ab einer bestimmten Geschwindigkeit und Flughöhe wurde auf reinen Turbinenantrieb umgeschaltet,

    Nä,.... totaler Quatsch !

    Ein PTL-Antrieb ist ein Propeller-Antrieb, wobei der Propeller nicht mit einem Kolbenmotor (rappel-rappel),

    sondern mit einer Turbine (säusel-säusel) angetrieben wird.

    Es ist und bleibt aber ein Propeller-Antrieb! Da wird nix umgeschaltet.


    Den reinen Propeller-Antrieb sieht man hier besonders gut am 1/72 ziger Modell eines umgefärbten und scalierter Schreiber-Modells:


    Man, echt gut gebautes Modell ... :D


    Es gab wohl Kombinationen, wo Propeller und SEPARATE Düsenantrieb verbaut waren, wo zwischen den jeweiligen

    Antriebn umgeschaltet werden konnte:


    Convair B-36 – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Die >Viscount galt als im Vergleich zu den Sternmotor-Brummern als leise und in der Kabine geräuscharm ...

  • Moin,

    das kann nicht richtig sein. Der Propeller wird kontinuierlich durch die Turbine angetrieben. Diese trägt nur zu ca. 10% zum Schub bei. Je nach Fluggeschwindigkeit und Flughöhe wird allerdings der Anstellwinkel der Propellerblätter verändert, das kann zu einer Veränderung der Geräusche führen.
    Gruß
    Fiete

  • Moin Wanni,

    mein "das kann nicht richtig sein" bezog sich auf die Aussage von Christoph. Wir haben fast zeitgleich gepostet (Hast Dich dazwischengedrängelt... ;) ). Wenn Du meinen Text mal liest, dann ist der Inhalt mit Deiner Aussage identisch... ;)

    Beste Grüße

    Fiete

  • Auf jeden Fall eine sehr schöne Maschine/ Modell :thumbsup:

    In den LH- Farben ein echter Hingucker !

    Wie sind denn das Fahrwerk/ die Fahrwerkschächte detailliert ?

    ________________________


    Herzliche Grüße, Dieter


    ______________________________________________________
    Fertig:
    US-Diesellokomotive CFA-16, HS-DESIGN
    Sporadisch: Eigenbau E-Lok ES09 in 1:45

    Edited once, last by didl ().

  • Hallo Dieter!

    Du hast recht, das Modell ist ein Schmuckstück und nicht nur das Fahrwerk wird eine Herausforderung bei dem Maßstab 1:87! Die Detailierung ist richtig gut.

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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    Friederich Schiller

  • Vielen Dank an alle für die regen Beiträge zur VV 814!



    Nun geht es weiter mit dem Bau:

    Die Baueinheit 8 besteht aus mehreren Teilen, die den Zylinder stabil rund halten soll und auch dem späteren Tragflügelspant halt geben soll.





    Die meisten der Rumpfsegmente sind vorbereitet


    Die Teile 7 - 14 sind zusammen.

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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    Friederich Schiller

  • Die Rumpfsegmente Richtung Bug.




    Der Laserdruck fordert seinen Tribut durch Abplatzen und notwendigen farblichen Korrekturen.


    Die Bugnase aus den Teilen 17 füge ich erst später dran. Sie wird mit Bleikügelchen gefüllt, damit später das Modell waagerecht bleibt wenn das Fahrwerk montiert ist.

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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    Friederich Schiller

  • Ein Ständerpaar habe ich schon mal hergestellt.


    Und mit Filz gepolstert.

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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    Friederich Schiller

  • Der Spannt für die Tragflächen Nr. 23



    Vorsorglich habe ich längere Laschen zum Verbinden angebracht. Die Bauteile sind gut gekennzeichnet, so das klar ist wie die Positionen sind.


    In den Spalt wird der Spannt Nr. 23f bzw. 23g eingefügt.


    Mit den längeren Laschen kann der 2. Teil-Spannt besser eingeführt werden.


    An den Enden sind die Nr. 23h bzw. 23i


    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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  • Das Cockpit


    Die Cockpitfenster sollen stumpf verklebt werden. Ich habe mich für Laschen entschieden.



    So sieht das Ganze jetzt aus

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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  • Hallo Harald (Harald 49),

    dafür stimmt es auf der anderen Seite! :rolleyes:

    Als erster Schuldhabender nehme ich alles auf mein Kappe ;) .

    Es ist in der Tat ein schönes Modell und gut zu bauen.

    Oben habe ich nicht erwähnt, dass die Konstruktion von Günther Neubert aus dem Jahr 1962 stammt.

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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  • Die Tragflächen



    Die vorgegebenen Laschen für die Spalten habe ich durch 90mg/m2 Streifen ersetzt weil mir dünneres Papier sinnvoller erscheint.


    Die Spannten habe ich mit Dreiecken stabilisiert, weil sie sonst umknicken wenn die Flügelhaut darüber geschoben wird.

    Damit die Tragflächenhüllen zum Rumpf stoßen können mussten die Enden beschnitten werden.


    So sieht es bis jetzt aus.





    Als Nächstes kommen die 4 Triebwerke dran. Jedes besteht aus über 30 Teilen, also es wird einiges dauern!

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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    Friederich Schiller

  • Jetzt sind doch schon über einen Monat vergangen mit Weihnachten, 70. Geburtstag (nicht der meine), Neujahr und der Zamma. In der Zeit ist es doch weiter weitergegange.


    Die 4 Triebwerke


    Jedes Triebwerk besteht mit Laschen und Spannten aus mehr als 30 Teile. Zum besseren zusammenkleben der Ringe sind zusätzliche Klebelaschen hinzugefügt. Damit die einzelnen Teile auch schön rund bleiben habe ich noch zusätzliche Rundspanten ausgeschnitten.


    Der erste Motorblock gefällt mir so gar nicht, da der Laserdruck doch kräftig gelitten hat und die Nachkolorierung mir nicht gelungen ist. Darum habe ich alle Triebwerke eingescannt und per Tintenstrahldrucker ausgedruckt.

    Der erneute Versuch ist etwas besser

    Aber letztlich ist alles nicht so geworden wie ich es möchte.

    Also die Vorlagen nochmal neu und mit höherer Auflösung Scannen und ausdrucken. Mit einer Versigelung, höchstwahrscheinlich mit Caparol, geht es neu ans Werk.

  • Dafür sind die Propeller etwas geworden.


    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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  • Es geht weiter:

    Mein Versuch mit der Versiegelung ist kläglich gescheitert.

    Da muss ich noch üben.


    Jetzt baue ich ohne Versieglung erstmal weiter.


    In der letzten Zeit habe ich an den Triebwerken weiter gemacht und so sieht es bisher aus:

    Nach der Anpassungsprobe ist nun das erste Triebwerk fest an dem Flügel angebracht.





    Und das zweite Triebwerk ist auch schon angebracht

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



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    Friederich Schiller