Lotsenversetzdampfer DITMAR KOEL / HMV / 1:250

  • Moin, moin zusammen,


    wie bereits an anderer Stelle angedeutet, habe ich während der Modellbauausstellung in Rheine mein erstes diesjähriges Modell auf Kiel gelegt, den Lotsenstationsdampfer DITMAR KOEL.

    Es ist der bekannte Bogen vom HMV. Ein sehr schönes Modell, das ich als Ergänzung zur GOTTHILF HAGEN sehe, zumal es sich bei diesen Vorkriegsschiffen um die Vorgängervariante handelt.


    Auffällig ist, dass man bei der Ende der fünfziger Jahre gebauten GOTTHILF HAGEN und ihren Schwesterschiffen die grundlegenden Abmessungen sowie auch die Raumaufteilung so ungefähr übernommen hat - die alten Dampfschiffe scheinen sich in der Praxis bewährt zu haben.


    Es gibt einige gute Bauberichte von diesem Modell und auch unser verstorbenes Forenmitglied Jochen Halbey hat eine vorzügliche DITMAR KOEL gebaut.

    Insofern erspare ich mir die Geschichte des Schiffes und auch die technischen Daten, weil der Interessierte Leser das alles selbst bei z.B. Wiki nachlesen kann.


    In Rheine ging`s also los........ersteinmal die "Werft" eingerichtet....


  • Wie man sieht, habe ich das gesamte Spantengerüst verdoppelt, wie auch die beiden großen Decks. Alle Laschen an der Grundplatte wie auch an den Decks werden abgeschnitten. Durch die Verdoppelungen müssen natürlich der Längsspant sowie alle anderen Spanten in der Höhe gekürzt werden......ggf. sind weitere Auswirkungen zu beachten.......das muss man fortlaufend bei der weiteren Arbeit im Hinterkopf behalten.



    Bei den schönen Holztüren hat sich der Tischler wieder etwas einfallen lassen.........gut, das Aussticheln funktioniert, aber nun habe ich mir hinsichtlich der anderen vielen Holztüren die Rute vor den A.... gebunden. Solche Maßnahmen halten jetzt auf ...... selbst Schuld 8o ! Alle Fenster/Bullaugen werden dazu wieder mit Antistatikfolie "verglast"....... ggf. der Brückenbereich mit "Klarglas", damit man auch reingucken kann......mal sehen!


        

  • Klasse, wer solche (ähnlichen) Türen in 1:1 bauen kann, der bekommt das auch super in 1:250 hin… :)

    Fertig: MS WILHELM GUSTLOFF, 1:250



    Aufwachen - es ist 5 vor 33...

  • Hallo Hajo,

    schönes Schiff, dass Du da baust. Das mit den Türen, ja mei, wenn man sowas mal anfängt, ist aber großes Kino. Viel Spaß beim Bauen!


    Schönen Gruß,

    Max

  • Hallo Hajo,

    Das ist ein schönes Modell.

    Ich wünsche dir gutes gelingen.

    Deine Türen sehen Gut aus. Ich bin gespannt wie du weitermachst.


    Grüße,

    Douwe

  • Guten Abend zusammen,


    es ist zwar in diesem Sinne noch kein Baufortschritt zu vermelden, aber habe ein paar Informationen bzw. Ergänzungen.


    Bei der genauen Durchsicht des Bogens (den ich schon seit der ersten Herausgabe vor Jahren im Besitz habe) entdeckte ich ganz achtern an der Bb.-Bordwand zwei winzige Striche. Erst dachte ich, es wären Bleistiftstriche, aber mit einem sauberen Plastik-Radierer ließ sich überhaupt nichts machen. Es ist auch unter der Lupenbrille weder eine Erhebung noch Vertiefung zu sehen oder auch zu fühlen. Es scheint sich um eine Verunreinigung im Papier selbst zu handeln, sozusagen an der Oberfläche der Papierfasern. Anyway.......da ich mir wegen der geplanten Verfeinerungen als Rückfallposition (besser ist das.....) noch einen Ersatzbogen bestellt habe, ist das nicht weiter tragisch.



    Weiter verbaue ich den damals erhältlichen Ätzsatz.........mal sehen, was ich davon gebrauchen kann und was nicht. Auf jeden Fall enthält der Ätzsatz mit den Bauteilen 101a bis c ein Sonnensegelgestänge für das Brückendeck, das im Bogen in Papierform nicht enthalten ist. Irgendwo hatte Jochen Halbey das schon einmal angemerkt.



    Dann habe ich die Kante der Grundplatte mit einem schönen "Wasserlinienrot" eingefärbt.......wehret den Blitzern ^^ ! Das ist dann auch eine schöne Gelegenheit zu kontrollieren, ob nicht doch irgendwelche Spanten - wenn auch nur minimalst - nach aussen überstehen. Und sehe da........genau fünf von diesen habe ich an Stb.-Seite erwischt. Überstand minimal mit einem bis zwei Zehntelmillimeter...... also vorsichtig mit Skalpell und 600er-Schleifpapier nachgearbeitet. Jetzt werden die Bordwände unten hoffentlich gut fluchten.


        


    So, das als kleiner Ergänzungsbeitrag.


    Gruß von der stürmischen Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Jaaaa, ...ihr habt's ja momentan gar nicht lustig da oben! Auf meiner Lieblingsinsel Fehmarn ist offensichtlich die Hölle los.

    Der Ätzsatz war zu Zeiten meines Baus nicht mehr erhältlich, daher die Verwendung von Standard-LC Teilen. Sowas für die Sonnenverschattung würde man sich für den Bogen Merkur/Vulkan wünschen, muss man wohl irgendwie inzwischen selber erfinden (ist im LC-Satz nicht enthalten). Ja mei...

    Aufmunternden Grüße vom (noch sonnigen, weil föhnigen) Südrand,


    Max

  • Moin Max;


    immer ruhig durch die Nase atmen. In den Ortschaften Arnis und Massholm ist es etwas wilder, zum teil mit Evakuierungen.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Hajo


    ich habe dieses Schiff auf meinem Rechner, damals von Piet bekommen als Corel Datei und es muss ein Druckfehler sein wie du schon sagtest, den auf der Corel Zeichnung ist alles OK. Ich habe ja 2008 den Kontrollbau gemacht. Ich hatte nur einen Fehler gefunden:



    aber da meine letzte Druckdatei vom Dezember 2008 stammt und der Baubericht vom Januar 2008 gehe ich davon aus das alles OK ist.


    Der Bordwandfehler muss also in der Druckerei passiert sein


    Ansonsten ein schönes Schiff und weiterhin viel Bastelspass


    Gruß Werner

  • Moin, moin Werner,


    ja, danke! Ich denke, dass das eine Verunreinigung auf der Papieroberfläche von der Herstellung ist, denn vereinzelt sieht man andere kleinste Striche, Gott sei Dank nicht auf Teilen. Klar, der von dir gezeigte Fehler......da das die Unterseite des Decks ist, muss natürlich die lange Seite bis zum Niedergang auf die andere Seite.......aber das passiert halt beim Konstruieren.......deshalb ja auch der Kontrollbau :) .


    Gut, dass ich mir noch einen zweiten Bogen bestellt habe. Ich doppel bei den Holztüren ja nur den Rahmen auf und da habe ich gestern Abend den von der hölzernen Doppeltür so ziemlich versemmelt......na, neue Chance, neues Glück.....


    Gruß nach Käfertal

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin, moin zusammen,


    mühsam ernährt sich das Eichhörnchen......nicht viel Baufortschritt zu vermelden.


    In den letzten Abenden, habe ich mich um die beiden Aufbauwände des mittleren und achterlichen Hauptdecks gekümmert. Viele Türrahmen waren auszusticheln und hinzu kamen die kleinen Fenster mit dem wagerechten oberen Steg.


    Bei den Türrahmen habe ich den Rahmen der Doppeltür so ziemlich versemmelt....gut, da die Tür mittig am Quergang sitzt, wird man sie später am fertigen Modell fast nicht sehen können.....aber ich werde noch einen zweiten Versuch starten......sozusagen Qualitätsmanagement ^^ .


    Bei den Fenstern habe ich versucht, beim Aussticheln den Steg stehen zu lassen.......ist mal gelungen, aber manchmal auch eben nicht und letzteres gibt das Maß der Dinge an. Ich habe dann die Fenster komplett ausgestichelt, mit Antistatikfolie über die Rückseite "verglast" und danach den feinen Steg mit weiß gepöntem 0,1mm Neusilberdraht wieder eingebracht. Ziemliche Fummelei, denn das Stückchen Draht ist nur knappe 3mm lang. Es geht, aber man braucht für den Draht links und rechts zwei kleine Klebepunkte mit Weißleim, die man beim ganz genauen Hingucken unter der Lupe natürlich später sieht.......

    Alternativ könnte man auch mit dünnem Tesafilm "verglasen" und dann die Drahtstücken auf dem Klebefilm positionieren, weil der eh schon da ist.......müsste ich mal ausprobieren.


    Inzwischen habe ich schon weitere Baugruppen vorbereitet und einige Verdoppelungsfelder ausgeschnitten, geknickt und rückseitig verklebt.......also etwas vorgearbeitet.


    Und so sehen die Aufbauwände nun aus.......


             


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • ....weil das neue Haus von Töchting und Familie herzurichten ist... Samt Garten...

    Ja, darin haben wir "alte Herren" doch einen tiefen Erfahrungsschatz, den wir dann mit dem "Vormachen" an die nächste Generation gerne weitergeben :thumbsup: !


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin HaJo,

    Ich habe dann die Fenster komplett ausgestichelt, mit Antistatikfolie über die Rückseite "verglast" und danach den feinen Steg mit weiß gepöntem 0,1mm Neusilberdraht wieder eingebracht

    Ein Bild habe ich gerade nicht zur Hand (und kann auch keins machen), aber ich habe in solchen Situationen auch gute Erfahrungen mit einer anderen Methode gemacht:

    • Noch vor dem aussticheln mit dem Skalpell einen Einschnitt auf Höhe des Stegs machen und den Schnitt auf der Rückseite mit einem feinen Bleistift verlängern
    • Fenster aussticheln
    • Dann auf die Bleistiftlinie einen dünnen, weißen Faden (den ich sonst auch zum takeln nehmen) kleben.
    • Jetzt erst das Fenster verglasen.

    Der Faden ist dünn genug (jedenfalls das Serafil fine, das ich nehme), das er sich nicht durchdrückt, oder es auffällt, das die Scheibe eigentlich nicht perfekt anliegt.


    Damit spart man sich das pönen, man kann mehr Kleber nehmen und man kann (falls das Modell es hergibt) auch mehrere Fenster auf einmal mit Streben versehen, die dann perfekt in einer Linie ausgerichtet sind.


    Mfg

    Johannes

  • Moin, moin zusammen.....und ein Servus in den Süden,


    ersteinmal meinen Dank für die vielen erhobenen Daumen......das freut einen und motiviert sehr :)


    @ MaxK: Ja, ich bin sehr froh, dass ich Teile des Ätzsatzes verbauen kann. Den Bogen kaufte ich gleich nach dem Erscheinen in 2008 zusammen mit dem Ätzsatz bei meiner ersten Teilnahme beim Treffen in Bremerhaven.

    @ Werner: Eindeutig eine minimale Veruneinigung des Papiers. Bis jetzt beim Zusammenbau keine Probleme......kein Wunder bei deinem Kontrollbau..... :thumbup:

    @ Johannes: Recht herzlichen Dank für deinen Beitrag. Ich werde deinem Ansatz folgen, allerdings nehme ich anstatt des Fadens weiterhin den weiß gepönten 0,1mm Neusilberdraht.....ich werde berichten!


    So, zur Überbrückung des Wartens auf den Reservebogen habe ich ersteinmal alle Felder der zu verdoppelnden Teile aus den Bögen zusammengesucht, ausgeschnitten, geknickt und entsprechend mit UHUschw aus der Tube verleimt. Dann sind alle Teile gut durchgetrocknet und können sofort verbaut werden.


    Auch habe ich die nächste Wand angefertigt, den Unterbau für die Brücke. "Übung macht den Meister"....... wie man sieht, gelingt das Aussticheln immer besser und sauberer.....


        


    Gestern kam dann der Reservebogen und ich konnte den leicht versemmelten Türrahmen der großen Doppeltür zum Salon nochmals anfertigen.......der zweite Anlauf war deutlich besser........so kann es bleiben!


    Exercitatio artem parat!

  • Dann habe ich die Holzdecks als solche nochmals aus dem Reservebogen ausgeschnitten und auf die bereits vorhandenen Decks erneut aufgedoppelt. Das ergibt einen schönen kleinen Wassergraben am jeweiligen Außenrand.


                  


    Aus der "Ferne" ist das zwar kaum zu erkennen, aber wenn man näher heran geht......


       


    .......sieht man es schon!


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

  • Moin HaJo,


    beeindruckend zu sehen, mit wieviel Sorgsamkeit Du das kleiste Detail baust. Selbst die Bereiche, die später nicht offenkundig mehr zu sehen sind, werden mit viel Können und Mühe ausgebaut. Das macht ein gutes Modell aus :thumbsup:


    Weiterhin noch gutes und konzentriertes Arbeiten. DITMAR KOEHL ist ein schöner Lotsendampfer.


    Viele Grüße,

    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Guten Abend zusammen,


    @ Fiete: Die Werftbelegschaft dankt :)!

    @ Klaus: ich gebe mir Mühe, aber bis jetzt passt auch alles bestens zusammen, trotz meiner in Teilen "eigenmächtigen" Änderungen.....


    Heute ging es an die Montage der Aufbauwände auf dem Hauptdeck, die ich ja bereits mit viel Aufwand vorbereitet hatte. Die abgeschnittenen Laschen ersetze ich durch schmale Streifen aus Graupappe, die ich genau auf Innenseite der Markierungslinie klebe. Gegen diese Kanten werden dann die Aufbauwände unten verklebt. Dadurch bekommt man eine gute anliegende Verbindung zwischen der Wand und dem Deck. Die Klebelaschen tragen ja immer etwas auf und liegen nicht immer vollständig an. Alternativ hätte ich mir natürlich auch Winkel-Laschen (s. Passat-Verlag) anfertigen können. Die Streifen schneide ich mit einer Schlagschere von der entsprechenden Graupappe ab.


        


        


    Bei der vorderen Aufbauwand musste ich noch die Lasche bearbeiten, da auf der Außenseite genau ein Schott auf der Naht sitzt, das natürlich auch verglast werden soll.


  • Nach diesen vorbereitenden Arbeiten wurden dann die Aufbauwände montiert. Diese sind vor dem Verkleben sorgfältig auszurichten, damit entsprechende Markierungen Wand/Deck übereinstimmen.


            


        


    Und dann habe ich geguckt, ob auch das darüber liegende Bootsdeck passt.........sieht eigentlich gut aus.......wird es wohl :)!



    So, das war`s für heute. Es folgt noch etwas Kleinarbeit an den Wänden.......die Griffstangen will ich noch setzen, bevor das dort eng wird.

    Naja........die Bordwände stehen ja auch bald an.....


    Gruß von der Ostsee

    HaJo.......der sich für die Likes bedankt.

    Exercitatio artem parat!

  • Bei mir ist erstmal Pause angesagt, weil das neue Haus von Töchting und Familie herzurichten ist... Samt Garten...

    ... ohh Mann


    Günter

    Auf der Werft: MS Iserlohn; n.n.-Schiffsmodell in 1:250; Dio "Kleine Werft";


    Meine letzten Modelle:

    S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg; Fregatte Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,

    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg

  • Moin, moin zusammen,


    nach ein bißchen Gartenarbeit standen dann bei der DITMAR KOEL hauptsächlich die Tischlerarbeiten für zwei schöne Holzkisten an, die einerseits wohl als Sitzbänke fungierten und anderseits - so vermute ich - wohl Schwimmwesten enthielten.


    Doch zuerst waren im mittleren Bereich des Hauptdecks zwei schräge Abdeckungen zu fertigen und in den Winkel zwischen Deck und Aufbauwand einzukleben. Ich vermute mal, dass das Abdeckungen zu den Kohlenluken sind, denn irgendwie müssen ja die Kohlenbunker zum Bekohlen vom Oberdeck aus zugänglich sein.



    Weiter ging es dann mit den beidseitigen kleinen Holzkisten in Kassettenbauweise.......wie das früher so üblich war........

    Um diese abweichend vom Bogen plastisch zu gestalten, müssen zuerst die Kassetten ausgestochen werden. Nicht vergessen, immer alle Schnittkanten einzufärben, auch wenn sie noch so klein sind.


                


    Aus dem Ersatzbogen werden dann die Vorderwände der Kisten mit den Kassetten erneut, aber marginal knapper ausgeschnitten, um mit diesen Teilen die ausgeschnittenen Kassetten von hinten zu belegen. Somit sind dann die Kassetten plastisch. Dann noch die beiden Seitenteile abknicken und die Sitzfläche einbauen, wobei ich die Sitzfläche vorher abgeschnitten habe, weil der lange Knick wohl nicht sauber genug geworden wäre, wie ein Schnitt. Bei den Seitenflächen ging das gerade noch........und fertig sind die zwei Kisten :) .


                  

    Exercitatio artem parat!

  • Und dann wurden die beiden Holzkisten/-bänke noch an Bord gebracht und angebaut.


            


    Man kann es kaum glauben, aber das war insgesamt eine abendfüllende Beschäftigung........


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin HaJo,


    doch, das kenn' ich ich: ruckzuck ist ein Bastelabend weg – und man hat nur Kleinigkeiten hinbekommen. Deine »Kleinigkeiten« haben es allerdings in sich! :thumbsup:


    Bist Du sicher, dass die Kessel der DITMAR KOEHL in den 30ern noch mit Kohle befeuert wurden? Kam da nicht eher eine Ölfeuerung in Frage?


    Viele Grüße,

    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Moin Zusammen,


    wenn man nach dem Gröner Band 5 geht: so wurde sie angetrieben mit 2 3zyl. 3fach Exp.-M


    2 Schrauben, 2 Kessel 390 m²

    13 kn bei 135 t Kohle 32 Mann und 46 Lotsen


    Ich hoffe, ich konnte ein wenig dazu beitragen.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo, in dem Buch Seelotsen von Karl B. Kühne ist ein Plan dieser DITMAR KOEL (Stülcken, 1935). Darin sind Kohlenbunker und eine Kohlenschütte eingezeichnet.

    Der Plan bei Digipeer zeigt den Vorgängerbau gleichen Namens.

    Viele Grüße

    Fritz

  • Moin, moin zusammen,


    @ Arne u. Fritz: Danke für die Beiträge, immer gerne gesehen :thumbup:.

    @ Klaus u. Klaus-D.: Klasse, dass euch das Dampferchen gefällt :)!

    Ich vermute mal, dass das Abdeckungen zu den Kohlenluken sind.....

    Da habe ich falsch vermutet :thumbdown:, unter der Luke direkt hinter dem Schornstein liegt die Kohlenschütte.


    Die von mir bezeichneten länglichen weißen "Kisten" mit Dreiecksquerschnitt liegen beidseits des Kesselschachts........die beiden länglichen schrägen Deckel sind aufklappbar.....vielleicht um den Kesselraum besser durchlüften zu können.....Lichteinlass für den Hafenbetrieb.......keine Ahnung.....


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • ...und wurscht wie, weil ein schöner "Balkon" vom darüberliegenden Deck das Ganze am Ende einkastelt, sieht man die Dinger eigentlich nur, wenn man weiß, dass sie da sind... :rolleyes: Sieht alles klasse aus!


    Schönen Gruß vom föhnigen Südende!

  • Man kann es kaum glauben, aber das war insgesamt eine abendfüllende Beschäftigung........

    Moin HaJo,


    so wie das Ergebnis aussieht, ist Deine Zeitangabe sehr gut nachvollziehbar. Besonders schön ist es dabei, dass Du zusätzlich noch so viel Zeit zur Verfügung hast, um diesen super genauen Baubericht zu schreiben. Toll, danke.


    Eins ´rauf mit Büchern und Mappe würde ich jetzt mal sagen.


    Beeindruckter Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin, moin zusammen,


    @ Max u. Dirk: Recht herzlichen Dank für eure Beiträge :) !

    Meinen Dank auch für die vielen erhobenen Daumen!


    So, eine kleine Wasserstandsmeldung zur DITMAR KOEL.

    Gestern habe ich an den Aufbauwänden noch die 19 Griffstangen angebracht. Material ist 0,2 mm Messingdraht, braun gepönt. Ich habe mich für braune Griffstangen entschieden, weil sie den Wänden etwas mehr Kontrast geben und gut zu den Holztüren passen.....auch auf die Gefahr hin, dass sie am Original ggf. doch weiß waren.


        


    Ansonsten bin ich gerade dabei, die Bordwände vorzubereiten/anzufertigen. Inzwischen sind ersteinmal alle Bulleyes und Klüsen ausgestanzt.



    Bis demnächst wieder......


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin, moin zusammen,


    @ Otto: Ja, genauso ist das.......aber es macht einfach Spaß :) !


    In der Zwischenzeit habe ich die Bordwände zur Montage vorbereitet. Und wie bei der GOTTHILF HAGEN, habe ich die Stb.-Bordwand erneut ersteinmal versemmelt.....nur leicht, aber mich hat`s geärgert........beim Vorrunden wohl immer noch die Maurerkelle im Grobgefühl gehabt :pinch: .......mir drei kleine Knicke eingefahren.....die waren auf einmal da......



    Gelobt sei der Reservebogen.........

    Exercitatio artem parat!

  • Also für die Stb.-Seite einen zweiten Anlauf gefahren........und das hat dann gklappt :) !

    Die beiden Bordwände kann man jetzt wohl so lassen und damit sind sie klar zum Einbau.


        


        


        

    Exercitatio artem parat!

  • Noch einige Anmerkungen zur Vorbereitung der Bordwände und dem Innenschanzkleid.


    Die einzelnen Streifen der Bordwände sowie die beiden einzusetzenden vorderen Seitenteile habe ich "Kante an Kante" stumpf mit Weißleim verklebt und nach dem Trocknen die Naht nochmals von hinten ganz dünn mit Weißleim eingestrichen.


    Die beiden vorderen Seitenteile sind nach dem Ausschneiden auf der Linie marginal zu hoch, so dass sich ohne weitere Bearbeitung des Teils an der Unterkannte am Wasserpass ein Absatz ergeben würde. Also die jeweilige obere Begrenzungslinie wegschneiden (ich hätte marginalst noch etwas mehr wegschneiden müssen.....), dann passt es unten beim Wasserpass. Allerdings bleibt ein geringer Versatz bei der darüber liegenden "Nietenreihe" an der achterlichen senkrechten Naht - damit kann man aber gut leben, weil das kaum ins Auge fällt. Hier stimmt die "Zeichnung" nicht.


    Und noch eine weitere Marginalie (weil man es nur unter der Lupe sieht)........beim vorderen Stb.-Seitenteil wird der Wasserpass nach oben ebenfalls durch eine sehr dünne Nietenreihe abgegrenzt, aber nur auf diesem Bauteil, ansonsten gibt es beim Wasserpass nach oben keinerlei Linien.


    Die jeweils obere am Bug befindliche Lasche habe ich etwas "eingekerbt", damit sie sich nicht ggf. gegenseitig überdecken. Alle Laschen werden dann vorne mit dem Längsspant verklebt und dann auf das erforderliche Maß gekürzt. Und am Bug fehlen insgesamt die Knicklinien für das rückseitige Rillen.


    Schlussendlich ist m.E. das Stb.-Innenschanzteil ganz gering zu kurz. Achtern beim Einschnitt passt es wunderbar und auch bis zur ersten Klüse geht`s, aber vorne bei der nächsten Klüse liegt sie nicht in Deckung und auch vorne an der Rundung zur Back hin passt es nicht mehr. Ich habe dann vor der Klüse geschnitten und den Rest dann wieder in Deckung gebracht. Es verbleibt ein kleiner Spalt von ca. 0,5mm, den man später nicht mehr sieht, weil da eine Schanzkleidstütze hinkommt. Das Bb.-Innenschanzteil passte dagegen hervorragend.


                  


    So, dann werde ich mich heute Abend mal mit der Montage der Bordwände beschäftigen.


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

  • Moin HaJo,


    und notfalls kannst Du die Schanzkleidstütze ja auch noch verdoppeln! :thumbup:


    L.G.


    Günter

    Auf der Werft: MS Iserlohn; n.n.-Schiffsmodell in 1:250; Dio "Kleine Werft";


    Meine letzten Modelle:

    S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg; Fregatte Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,

    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg

  • Hallo, der Baubericht ist ja wie ein Lehrbuch!! Immer wieder neue Tipps. Bin schon gespannt wie es weitergeht. Und Anerkennung für die Qualität und Präzision.

    Recht schöne Grüße

    Christian

  • Moin, moin zusammen,

    für die vielen erhobenen Daumen möchte ich hiermit bedanken.....das motiviert mich, mir weiterhin Mühe zu geben.....


    @ Günter: Alles halb so wild.........da kann man beim fertigen Modell sowieso nicht mehr hingucken.......insofern..... ^^

    @ Christian: Klasse, dass dir der Baubericht gefällt und du daraus "saugen" kannst - so soll es sein!


    Kurze Zwischenmeldung......das Heck ist dicht und die Bordwände sind bis zum Beginn der Back verklebt. Unter hinreichender Berücksichtung einer gewissen "Brutalität" von Makro-Aufnahmen.......geht das wohl so......


        


    Jetzt sind ersteinmal ein paar Poller :S zu fertigen und anzubauen, weil man nach dem Aufsetzen des Back-/Bootsdecks an die beiden Seitengänge des Hauptdecks nur noch sehr schwer herankommt.......


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!