Schulfregatte Scheer AgfBM [1:250] (fertig)

  • Spitzenbau sehr gut erklärt.

    Ein Supermodell.

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

    Nein ,nein, ich bin nicht stur. Nur Meinungsstabil!

  • Im ersten Schritt erhält die hintere Rah des vorderen Gittermasts noch zwei Spreizantennen an den jeweiligen Enden. Hierzu benötigen wir die folgenden Teile:


    Bild 1: Für die Spreizantennen benötigte Ätzteile


    Zuerst bohre ich das Loch in der Spreizantenne ein wenig auf, denn durch den Ätzvorgang passen die Teile nicht ganz genau.


    Bild 2: Die Löcher der Spreizantennen sollte man ein wenig aufbohren


    Es gibt hierbei Teile, die sehen aus wie Werkzeugschlüssel. Die beiden Enden werden um 90° nach unten gebogen. Der runde Teil sitzt später oben auf der Rah auf.


    Bild 3: Die Enden der „Werkzeugschlüssel“ nach unten biegen


    Auf die Oberseite wird das Winkelstück aufgeklebt. Auf die nach oben zeigende Spitze wird dann die Spreizantenne aufgesetzt.


    Bild 4: Die fertige (aber noch nicht lackierte) Spreizantenne


    Die beiden lackierten Spreizantennen werden an die äußeren Enden der Rah geklebt.


    Bild 5: Die Position der Spreizantenne auf der Rah

  • Als nächstes Teil habe ich mir eine Laternenkette vorgenommen. Diese Laternenkette hängt von der backbordseite der vorderen Rah herab. Das untere Ende wird wieder am vorderen Gittermast abgespannt.

    Die benötigten Teile finden sich alle auf der Ätzplatine wieder. Es ist die Laternenkette selbst sowie Teile, die vorn und hinten auf die Laternen aufgeklebt werden, um diese plastischer wirken zu lassen.


    Bild 1: Position der Ätzteile auf der Platine


    Im ersten Schritt mache ich die beiden Laternen plastischer, in dem ich vorne und hinten ein Ätzteil aufklebe.


    Bild 2: Durch Aufkleben der Ätzteile werden die Lampenkörper plastischer


    Im Folgeschritt wird die Lampenkette lackiert. Die beiden äußeren Längsstreifen dienen nur zur Stabilisierung und sind nicht Bestandteil der Laternenkette.


    Bild 3: Die Laternenkette wird noch lackiert


    Zu jeder Laterne gehört noch ein durchsichtiger Teil. Diesen stelle ich durch „Kristal Klear“ her. Die Öffnungen der beiden Lampen werden mit diesem Material aufgefüllt. Beim Trocknen wird das Material durchsichtig.


    Bild 4: Die durchsichtigen Teile werden durch „Kristal Klear“ realisiert


    Die fertige Laternenkette kann jetzt an das Ende der Rah geklebt werden.


    Bild 5: Die fertige Laternenkette


    Das untere Ende muss noch mit dem Gitterast verspannt werden. Hierzu habe ich einen 0,33 mm Draht verwendet.


    Bild 6: Die Laternenkette eingebaut

  • Ich habe noch einen Hinweis von Peter Hurler bekommen. Es geht um folgende Ätzteile:


    Bild 1: Ätzteile Befestigungsleinen


    Sie gehören an den Bug der beiden Schlauchboote. Es ist für diesen Baubericht natürlich ein wenig spät. Aber der Vollständigkeit halber gebe ich diese Information natürlich weiter.


    Bilder 2 und 3: Angebrachte Leinen an den Schlauchbooten

  • Die letzte Bauteilbeschreibung für den Baubericht der Scheer gilt der “optischen Geschütz Richtsäule alt“ (SE40). Ein entsprechend vereinfachtes Kartonmodell habe ich bereits verbaut.


    Bild 1: Modell der optischen Geschützrichtsäule aus Karton


    Aus den Ätzteilen lässt sich, wenn man einmal begriffen hat, wie der Zusammenbau funktioniert, sehr viel mehr an Details herausholen.

    Die notwendigen Informationen hat Peter Hurler wieder im „Beipackzettel“ zur Ätzplatine bereitgestellt. Als bester Kleber hat sich, wenn man Ätzteil mit Ätzteil verklebt, ein flüssiger Sekundenkleber bewährt.


    Bild 2: Der „Beipackzettel“ enthält alle notwendigen Informationen


    Beginnen wir mit der Säule. Wir benötigen für jede Geschützrichtsäule ein Rundmaterial von ca. 6 mm Länge und 0,8 mm Durchmesser. Wer den Mast aus diesem Rundmaterial gebaut hat, wird sicherlich noch Reste davon übrig haben. Zusätzlich benötigen wir noch die Bodenscheibe. Hier sind auf der Oberseite Rillen für die Stützen angeätzt und jeweils vier Stützen.


    Bild 3: Zusammenbau der Säule


    Vor dem Zusammenbau der Säule sollte geprüft werden, ob das Rundmaterial durch das Loch in der Mitte der Bodenscheibe passt. Gegebenenfalls muss hier noch einmal aufgeweitet werden. Das Rundmaterial wird an einem Ende mit der Bodenscheibe verklebt. Die Rillen müssen dann zum Rundmaterial zeigen. Auf die Rillen und das Rundmaterial werden dann die Stützen verklebt.

    Oberhalb der Säule besteht die Geschützrichtsäule aus einem eckigen Kasten, an dessen Oberseite sich Halterungen für die optischen Geräte befinden. Ander Unterseite befindet sich eine runde Öffnung, wo die Säule später von unten eingeklebt wird.

    Auf der Ätzplatine befinden sich in der Nähe der (noch 2 dimensionalen) Kastenteile jeweils drei Ringe. Die beiden größeren Ringe werden auf das runde Loch im Kasten geklebt und der kleinere Ring kommt zum Abschluss drauf. Nach dem Trocknen der Klebestelle empfehle ich, zu prüfen, ob das Rundmaterial problemlos durchgeführt werden kann und das Loch ggfs. ein wenig zu vergrößern.


    Bild 4: Setzen der Scheiben an den Kasten für die Aufnahme der Säule


    Auf der Rückseite des Kastens befinden sich noch zwei winzige Löcher. Hier wird später ein Haltegestell eingeklebt. Im Original wurde hier der Richtschütze im Bereich seiner Hüfte mit einem Gurt von hinten festgeschnallt, um Ungenauigkeiten bei der Peilung zu reduzieren. Hier sollte geprüft werden, ob das Haltegestell mit seinen Zapfen durch die beiden Löcher passt. Das Haltegestell wird zur Erhöhung der plastischen Wirkung außerhalb des Kastens später noch einmal verdoppelt.


    Bild 5: Säule, Kasten und Haltegestell


    Die Aufnahmehalter für die optischen Geräte werden durch entsprechende Teile noch einmal verdoppelt.


    Bild 6: Optische Halterungen verdoppeln


    Dann wird, wie bereits erwähnt auch das Haltegestell für den Richtschützen verdoppelt. Die beiden Zapfen zum Einstecken in den Kasten verdoppele ich nicht.


    Bild 7: Haltegestell auch verdoppeln


    Dann biege ich an Hand der vorhandenen eingeätzten Biegelinien den Kasten schon einmal zurecht. Die Seitenteile mit den Halterungen verbiege ich noch nicht.


    Bilder 8 und 9: Formen des Kastens und Einschieben der Säule


    Von unten wird jetzt die Säule in den Kasten eingeschoben und verklebt. Zum Verkleben kommt man jetzt noch bequem über die ungebogenen Seitenflächen heran.

    Im zweiten Schritt wird das Haltegestell für die Körperbefestigung des Richtschützen eingesteckt und verklebt werden.


    Bild 10: Befestigen des Haltegestells am Kasten

  • Die Halterungen werden jetzt beidseitig bestückt. Zuerst wird eine Winkelskala angebracht. Das gerade Stück zeigt senkrecht nach unten.


    Bild 11: Anbringen der Winkelskala


    Danach wird der Stellhebel mit Gegengewicht angebracht.


    Bild 12: Anbringen Stellhebel mit Gegengewicht


    Danach wird das Gegengewicht verdoppelt.


    Bild 13: Verdoppeln des Gegengewichts


    Zum Schluss muss der optische Teil des Richtgeräts in die trapezförmige Verbindungsstrebe eingesetzt werden. Zur plastischen Gestaltung wird der „optische Teil“ mit Ätzteilen jeweils verdreifacht.


    Bild 14: Plastische Gestaltung des optischen Teils


    Nach dem Einsetzen ist die optische Geschütz Richtsäule (zum Lackieren) fertig.


    Bild 15: Die Optische Geschütz Richtsäule ist fertig bestückt

  • Die letzte Bauteilbeschreibung für den Baubericht der Scheer gilt der “optischen Geschütz Richtsäule alt“ (SE40). Ein entsprechend vereinfachtes Kartonmodell habe ich bereits verbaut.

    Ja, ich bekenne mich als Zeichner für diese Einfachheit schuldig; es gebietet jedoch bei meinen gezeichneten und veröffentlichten Modellen - bis auf die Relings - solche "vereinfachten" Teile aus Karton anzubieten. Was entsteht, wenn Peter und ich uns gegenseitig hochschaukeln, um noch mehr Details herauszugraben, ist dann Ergibnis dieser und anderer Platinen.
    Diese Platinen werden dann, wenn sie so wie von Dir hier als Ergebnis präsentiert, gelobt - aber ehrlich ... man bleibt dann doch lieber beim kartonalen Standard ... sich auf etwas Neues einzulassen oder wirklich dem Original nahe kommen?

    An anderer Stelle las ich gerade, dass irgendwelche Flaggen fehlen ... oh man, was für ein Vergehen - gut, dass kein Strichcode gefehlt hat .. früher wäre man dafür ins ... :D

    Axel, ich freue mich, daß Du für unser Machwerk ein klein wenig Werbung und Licht ins Dunkel der Platine bringst ...
    Unsere nächsten Machwerke werden sich an einen kleinen Kreis wenden, 10 Modelle als Download für Freunde und eine gleiche Anzahl an Platinen ...
    Mit einem lieben Gruß und ein gutes Neues Jahr, Dir

    kartonskipper

  • Der Begriff "vereinfacht" war jetzt von meiner Seite keineswegs wertend gemeint. Es ist auch klar, dass man mit Ätzteilen die Details besser zum Ausdruck bringen kann, ist auch unbestritten. Ob man lieber Purist bleibt oder solche Angebote, wie Ätzteile in Anspruch nimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Während des Baus der Scheer stellten sich viele Fragen, die mir parallele Bauberichte gar nicht alle beantworten konnten. Teilweise war in dem jeweiligen Baubericht das Modell der Scheer nicht aus der benötigten Perspektive fotografiert worden, teilweise aber waren Bilder auch unscharf, sodass ich speziell bei kleinen Teilen deren Verarbeitung gar nicht ersehen konnte. Diesen Dingen wollte ich mit der Detailtiefe meines Bauberichtes Abhilfe schaffen. Auf der anderen Seite bekommt man mit Peters Ätzplatine eine Fülle von Teilen, die für einen Außenstehenden auf den ersten Blick gar nicht zuordenbar sind. Peter und ich, wir haben einige Telefonate geführt und danach war mir dann der Zusammenbau klar. Dieses Wissen und auch noch Hintergrundwissen von Peter habe ich in diesem Baubericht weitergegeben. Ich hoffe, dass der Zusammenbau hierdurch transparent wurde.
    Für das nächste Modell, was ja von dir bereits fertig konstruiert ist und die Ätzplatine noch kommen wird, habe ich etwas ähnliches vor. Mal schauen, ob wir eine Vollauswertung von Peter's Ätzplatine hinbekommen. Vielleicht komme ich ja auch in den Kreis der erlauchten 10 Modellbauer, die die Modelle weiter bauen dürfen.
    Mehr will ich noch nicht loswerden, sonst habe ich nichts mehr für das Fazit, wenn ich den Bau des Modells in Kürze abschließen werde.

  • ......früher wäre man dafür ins ...

    .... nicht nur früher..... :D

    ......die für einen Außenstehenden auf den ersten Blick gar nicht zuordenbar sind.

    Axel, dein Baubericht ist wahrlich eine außerordentliche Hilfe, die Ätzplatine auszukosten und zu verbauen. Meinen Dank dafür...... so manches Fragezeichen ist damit sicherlich erledigt.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Axel,

    ich habe das "verinfacht" schon richtig im Wortsinne verstanden; mir wäre es lieber wenn einige Dinge wieder vereinfacht würden, zum Beispiel unsere verschwurbelte, verangliziste Sprache; die uns im englischen Sprachraum oft der Lächerlichkeit preisgibt. Und es ist ja auch so, dass sich nicht jeder eine Platine leisten kann oder will; so etwas soll es noch geben. Und auch daran denke ich bei meinem Tun.

    Und ja, Du hast recht, die perfekte Bauanleitung gibt es nicht; ich gehe immer davon aus, dass man sich in ein Modell "hineinschmecken" kann in Form von Quellenstudium ... ich will jetzt nicht zu hoch greifen .. aber auch in der Musik muss man die Noten lesen können und daraus die Töne auf welchem Instrument auch immer, realisieren können ... soviel Schmunzeln muss sein ... :D

    Gruß
    kartonskipper

  • Die “Optische Geschütz Richtsäule“ lässt sich jetzt einfach fertigstellen. Beide Richtsäulen werden lackiert und nach vollständigem Trockenen auf ihren Standorten verklebt bzw. hier gegen die einfacheren Versionen aus Karton ausgetauscht.


    Bilder 1 und 2: Optische Geschütz Richtsäule auf Position


    Auf Bild 2 sieht man noch, dass ich danach die Flagge noch gehisst habe. Jetzt ist die Scheer fertig!


    Ich nehme mir hier Zeit für ein kleines Fazit. Vieles hatte ich bereits vorweggenommen.

    Die von Wilfried konstruierten Kartonteile passen an jeder Stelle. Es gibt kein Teil, wo ich Passungenauigkeiten feststellen konnte. Für mich hatte es der Rumpf in sich, sodass ich ihn ein zweites Mal bauen musste. Das lag aber an meiner Fähigkeit, gescheite Rümpfe zu bauen. Gut finde ich auch, dass es die Bordwände zum selbst ablängen gab. So kann jeder Kartonbauer seine benötigte Länge zuschneiden. An zwei Punkten habe ich auch Kritik. Die mitgelieferte Bauanleitung hat nicht an jeder Stelle sich auf den Zusammenbau konzentriert.

    Bei den Beibooten war eines in offener Bauweise und das andere in geschlossener Bauweise konstruiert worden. Ein solcher Mix sieht auf der Scheer nicht gut aus. Es hätten entweder beide Beiboote in geschlossener oder offener Bauweise angeboten werden sollen. Oder noch besser, der Erbauer kann sich hier aussuchen, ob er die beiden Beiboote in geschlossener oder offener Bauweise baut. Da ich ein Befürworter der offenen Bauweise bin, habe ich mir so beholfen, dass ich das geschlossen konstruierte Beiboot in geöffneter Bauweise gebaut habe. Die Spanten habe ich aus Klarsichtfolie erstellt (war ein Experiment).

    Wer sich jetzt noch unschlüssig ist, ob er das Modell mit oder ohne Ätzplatine bauen will, dem sei gesagt, die Ätzplatine lohnt sich und wertet die Scheer ungemein auf.

    Mit der Ätzplatine bekommt der Modellbauer eine Fülle von Teilen. Nicht alles lässt sich sofort gedanklich zuordnen. Das ging mir genauso. Hier kann ich nur empfehlen Peter Hurler direkt zu kontaktieren (Den Kontakt vermittele ich gerne). Ich habe bei einigen Telefonkontakten noch zusätzliches Material von ihm bekommen, welches er auch für die Konstruktion seiner Ätzteile verwendet hatte. Aus urheberrechtlichen Gründen konnte ich leider dieses zusätzliche Material nicht in den Bauberichten zeigen. Jedes Teil, so klein es auch sein mag, ist verbaubar. Auch die Ätzteile passen (bis auf eine Ausnahme) 100%ig.

    Wilfried und Peter haben hier viel Herzblut in die Konstruktion investiert und mit größter Präzision konstruiert.

    Ich kann sowohl Kartonbogen als auch Ätzplatine guten Gewissens uneingeschränkt weiterempfehlen.

    Sollte jetzt beim Nachbau ein Bild aus einer speziellen Perspektive fehlen, dann bitte eine PN an mich. Ich kann die Scheer jederzeit nachträglich aus einem Winkel fotografieren.



  • Zum Schluss möchte ich mich für die vielen Kommentare während dieses Bauberichts bedanken. Sie waren sogleich Hilfe als auch Ansporn für mich.

  • apfisdu1

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  • apfisdu1

    Changed the title of the thread from “Schulfregatte Scheer AgfBM [1:250]” to “Schulfregatte Scheer AgfBM [1:250] (fertig)”.
  • Moin Axel,

    herzlichen Dank für Deinen Bau- und Ergänzungsbericht; ich akzeptiere Deine Kritik bezüglich einer umfassenden Anleitung; dieses fehlende Gen an Darstellungen von Berichten und entsprechenden Dossiers hat mich damals eine Laufbahn als Beamter als untauglich erscheinen lassen. Dafür habe ich den Weg in die Kreativität und Verwirklichung eigener Ideen ohne Vorgaben gewählt - diese Modelle sind ein Ergebnis im Nebenzweig geworden. :D

    Ich freue mich schon auf Deinen Bericht über das nächste Modell, welches auch immer es sein möge.
    Gruß

    kartonskipper