SS Nieuw Amsterdam 1:250 von Scaldis

  • Hallo zusammen,


    langsam wird es voller auf dem Schiff. Im Oberen Promenadendeck war 1938 das Luxusrestaurant Riz Carlton.


    Erst 1956 wurde das Restaurant zu einem Tanzsaal umgebaut, in dem sich gerne Prominente wie z.B. Katherine Hepburn und Jane Russel während der Überfahrt aufhielten.

    .

    (Pläne sind Ausschnitte aus: Dr.Nico Guns dsts "Nieuw Amsterdam" Uitslaanders)



    Etwas Luxus musste damals schon sein.




    Die Tische sind gedeckt, 76 Gäste können jetzt kommen.


    VG

    Ulli

  • P.s. Da es im Baubogen leider keinerlei Einrichtungsgegenstände und auch keine Liegestühle als Vorlage gibt,

    habe ich auf meine Stühle und Liegestühle, die ich für meine Cap Arcona gelasert hatte zurückgegriffen.

    Durch die kleinen Fenster kann man nicht wirklich viel sehen, daher glaube ich, reichen die gedeckten Tische.

    In den 30er Jahren gab es tolle durchgestylte Passagierschiffe, zwei im Art Deco, eines ist die Bremen. Der Baubogen und der Lasercutsatz, beinhalten eine wirklich tolle Inneneinrichtung, ich bin gespannt.......


    VG

    Ulli

  • Gräm dich nicht, Helmut. Du zeigst doch bestimmt die Situation auf der Bremen, bevor die Tische eingedeckt werden, gerade kurz nach dem Tischtuchwechsel.

    Nicht wahr?

    Ulrich.

                                                                                   Artikel 1 GG:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt



    Edited once, last by modellschiff ().

  • Hallo Uli und Peter


    Sollen die Gäste eigentlich mit den Fingern essen oder schneidet >Ihr das Besteck noch aus??? :D


    Grüße aus Heidelberg


    Hardie

  • Erstmal müssen ja wohl die Speisekarten gedruckt werden! Und wer faltet eigentlich die Servietten? :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    Unglaublich gut, was Ihr hier zeigt!!!

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Unglaublich, was Ihr da so zeigt. Und das alles in 1:250 !!!! Man kann sich da so richtig reinsteigern. Zumindest mir ging es so mit dem IRENE ABICHT-kostenlosen Downloads mit Tischdecken, gefalteten Speisekarten und Luftschlangen als Tischschmuck, aber das war 1:100 !!!!



    liebe Grüße aus Mannheim vom Hänschen

    beste Grüße vom hänschen

  • Sehr Nobel Deine Tische Ulli, sieht sehr gut aus und gefällt mir !

    ________________________


    Herzliche Grüße, Dieter


    ______________________________________________________
    Fertig:
    US-Diesellokomotive CFA-16, HS-DESIGN
    Sporadisch: Eigenbau E-Lok ES09 in 1:45

  • Hallo zusammen,

    hallo Hardie,

    Sollen die Gäste eigentlich mit den Fingern essen oder schneidet >Ihr das Besteck noch aus??? :D


    Grüße aus Heidelberg


    Hardie

    Ja die Gäste erhalten noch etwas Komfort, aber gerade haben wir interfamiliär ein kleines Projekt bearbeitet.


    Peter und ich bauen jeder einzeln immer unterschiedliche Schiffe, weitgehend allein. Meine bevorzugten Schiffe sind Passagier- und Segelschiffe, Peter baut vermehrt Arbeitsschiffe und jetzt gerade ein graues Etwas. ;(

    Manchmal gibt es aber Anlass zu einem kleinen interfamiliären Wettstreit. Dieses Mal war der vordere Schornstein der Nieuw Amsterdam von 1938 dran.


    Ursprünglich hatte dieser Schornstein an der Front große Lüftungsschlitze, um den Luftdurchzug zu den Turbinen zu verbessern. (Der hintere Schornstein war wie bei vielen Passagierschiffen aus dieser Zeit eine Attrappe.)

    Es war ein Versuch der Werft, der sich nicht bewährte. Daher wurde 1939 dieser Schornstein gegen einen, mit rücklings angebrachten kleineren Schlitzen ersetzt.

    Auf der Website der Rotterdamer Werft kann man den Bau des Schiffes und das Aufsetzen des Schornsteins sehen. Hier drei Bilder von dieser Seite:

    Bouwnummer RDM-200, s.s. "Nieuw Amsterdam" (2), 1938, passagiersschip. - Rotterdamsche Droogdok Maatschappij (rdm-archief.nl)

        


    Und bei uns ?



    Peters Schornstein, in der Mitte hat das Rennen gemacht. :)

    Details brauchen nun wieder etwas Zeit.


    Bis demnächst

    Ulli

  • Hallo zusammen,


    nachdem die Passagiere durch die entsprechende Beleuchtung im Speisesaal etwas mehr Komfort erhalten haben (leider kein Muranoglas , wie im Original) ,



    stellte sich die Frage der Beleuchtung weiterer Räume.

    Wenn man sich das Schiff auf alten Fotos beleuchtet ansieht, so fällt auf, dass Licht durch die Säle und Kabinen nicht wirklich zu sehen ist. Diese liegen im Inneren hinter dem verglasten Promenadendeck



    oder sind verdeckt durch die Rettungsboote. Daher war die Überlegung die Beleuchtung vielleicht ganz wegzulassen.

    Aber schließlich, wollten wir dann doch, für die Messe in Friedrichshafen ein wenig Licht einbauen.






    Aber leider zeigten sich dann immer mehr Schwachstellen des Baubogens, sodass erst einmal eine längere Pause nötig war.


    Ein Hauptproblem war:

    Passen die im Bogen vorhandenen Rettungsboote zum Schiff von 1938 ?


    Mangels original Farbfotos ließ sich dies nicht so einfach klären. Sicher war nur eins, die Farbe "orange" erhielten die Rettungsboote in dieser Zeit in der Regel noch nicht.

    Auf diesem Bild von 1938 ist das Rettungsboot weiß, aber die Bänke sind leider nicht zu erkennen.

    Andrew Britton "SS Nieuw Amsterdam" S.21


    Also habe ich mich entschieden, dass die Boote außen weiß waren und innen Holzbänke hatten.



    Die nächsten Probleme:

    Wie erhalten die Boote die richtige Beschriftung ?

    Und gab es 22 gleiche Rettungsboote oder 20 Rettungsboote und 2 Arbeitsboote ? Nach dem 2. Weltkrieg sicher ja, davor ?


    Schönen Abend zusammen

    Ulli

  • Ich bin relativ sicher, dass die NA mindestens 2 Arbeitsboote hatte.

    Das war schon in den dreißiger Jahren Standard bei den Linern.

    Mir ist aber auch klar, dass Dir diese Aussage nicht viel weiterhilft, Ulli. Ich bin auf der Suche nach Bildern, aber das wirst Du auch schon gemacht haben. Leider sind die Fotos, die ich von der Vorkriegsversion gefunden habe, sämtlich so schlecht aufgelöst und / oder so unscharf, dass man keine Details erkennen kann. Einen Werftplan habe ich bisher nicht gefunden.

  • Sehe ich auch so, allein schon wegen der ständig notwendigen Farbarbeiten an den Bordwänden. Dafür fiert man nicht jedesmal ein großes Rettungsboot weg.


    Wobei wohl nach diesem Foto (beidseitig ?) jeweils das erste und die beiden letzten Boote kleiner und eines anderen Typs waren.


    Quelle: Wiki



    Gruß

    HaJo

  • Hallo Helmut,


    Ja, ich habe einige alte Bilder, auch eines, bei dem ein Arbeitsboot auf Deck gehieft wurde. Aber leider nur sehr ungenau und nicht zeitlich zuzuordnen.

    Aber manchmal ist man ja auch "blind". Muss nochmal genau die Werftpläne durchsehen.


    HaJo,

    du hast recht, drei der Boote sind kleiner, das erste ist sogar anders gelagert.... zusätzliche Lagerung mittig oder was sonst?


    Vielen Dank

    Ulli

  • Hallo zusammen,


    nach eingehender Recherche der Werftpläne,


    (Dr.Nico Guns, dsts "Nieuw Amsterdam" Uitslaander)


    (Dr.Nico Guns, dsts "Nieuw Amsterdam" Uitslaander)


    bin ich jetzt.?( schlauer ?


    Beide Pläne stammen von 1935. Plan 1 zeigt beidseits hinten, jeweils zwei kleinere Motorboote als Rettungsboote. Plan 2 zeigt jeweils 10 gleichgroße Rettungsboote und vorne zusätzlich jeweils ein kleineres motorisiertes Arbeitsboot. Also die Pläne sind mal wieder keine Hilfe.


    Fotos habe ich nur zwei aus dem Jahr 1938 gefunden.

    Bei allen anderen, ist der Schornstein ohne die markanten Lüftungsschlitze zu sehen. Dieser wurde 1939 ausgewechselt.

    Ich möchte aber möglichst den Zustand von 1938 nachbauen, wie er hier zu sehen ist:

    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.147)

    Hier ist zu erkennen, dass die ersten 10 Rettungsboote gleich groß sind und das 11. beidseits etwas kleiner.


    In meinem Handbuch von 1942 ist genau wie Helmut schrieb zu lesen, dass motorisierte Arbeitsboote in Deutschland für alle Fahrgastschiffe damals vorgeschrieben waren.

    "Auf Fahrgastschiffen muss das 14. oder 20. Rettungsboot Motorantrieb haben... Vielfach wird auch solch ein Motorboot für Verkehrszwecke vorgesehen..." (siehe S.279 H.Herner "Entwurf und Einrichtung von Handelsschiffen" 1942)


    ebd. S 281


    Es scheint mir also logisch, dass die Nieuw Amsterdam auch zwei solcher Arbeits-Rettungsboote hatte.

    Später hatte sie natürlich mehrere, stärkere Motorboote an Bord, auch um die Fahrgäste bequem an Land zu bringen.


    Meine erste Version eines solchen Arbeitsbootes im Vergleich zu meinen Rettungsbooten:



    Bis jetzt alle 22 gebaut sind, wird es wahrscheinlich etwas dauern.


    Bis dann

    Ulli

  • Hallo zusammen,


    alle 20 Rettungsboote und die zwei Arbeitsboote sind jetzt fertig.


    Für die Beschriftung habe ich am Heck, den Heimathafen des Schiffes gewählt und am Bug die Nummerierung,


    Als Name wählte die Reederei aber nicht den Heimathafen "Rotterdam" sondern den Namen "Nieuw Amsterdam".


    Im November auf der Messe in Friedrichhafen, waren die Modellbauer aus Rotterdam begeistert "ihr" Schiff zu sehen.

    Noch heute ärgert man sich wohl noch in Rotterdam, dass dieses Schiff verschrottet wurde. Es galt als Symbol des Landes und "gehörte" eigentlich den Werftarbeitern, die in der Wirtschaftskrise 1936 auf einen Teil ihres Lohnes verzichteten, damit das Schiff fertig gebaut werden konnte.

    Als das Schiff dann 1971 ausgemustert wurde, wollte die Stadt Rotterdam kein Schiff mit solch einem Namen haben. Rotterdam erhielt schließlich die "Rotterdam" als Museumsschiff und die Nieuw Amsterdam wurde verschrottet. :thumbdown:


    Hätte ich nicht schon so lange an diesem des Schiffe gebaut, ich würde es jetzt auch verschrottet. :cursing: Fehler verderben einfach den Spaß am bauen;


    Bevor die Rettungsboote in die Davits gehängt werden können, muss zunächst die Reling unterhalb der Davits befestigt werden.

    Im Papierbogen gibt es aber keine Reeling.

    Man muss also den teuren Lasercutbogen kaufen, um das Schiff fertig bauen zu können. Wäre ja zu verschmerzen, wenn dieser korrekt wäre.

    Aber siehe da, die Nummerierung der Laserteile stimmt überhaupt nicht mit der Baubeschreibung, die extra den Lasercutteilen beiliegt überein.



    Die Teile 109 P- c. d, e, f sind nicht zu finden. Statt dessen gibt es einige Relingteile ohne Beschriftung.

    Also bleibt nur:

    ...... alle Laserteile ausschneiden. anhalten und hoffen, dass das Puzzle am Schluss zusammen passt.



    Auf den Frust hin, baue ich jetzt erst mal am Bug des Schiffes weiter.


    Bis bald

    Ulli

  • Tut mir leid, dass das mit der Beschriftung der Boote nicht 100%ig gelungen ist. Das wird hinterher nur niemand bemerken, Ulli!

    Die Boote sehen klasse aus!


    Das mit den Nummern an den Relingteilen ist natürlich wirklich blöd.

    Aber das bekommst Du auch hin!

  • Hallo zusammen,

    eine Ergänzung zu den Rettungsbooten:


    Sie sind im Papierbogen in orange, ohne jegliche Beschriftung.

    Ich habe sie etwas ergänzt um den Bildern von 1938 näher zu kommen.


    Auf diesem Bild ist ein Arbeitsboot mit dem Schiffsnamen und der Nummerierung am Bug zusehen:

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    (Andrew Britton "SS Nieuw Amsterdam" S.21)


    Hier die Heckansicht eines Rettungsbootes mit dem Namen des Heimathafen:

    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.148)


    und hier die Rettungsboote mit Persenning:

    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.153)


    Bei meinen Booten war der Schiffsname und die Nummerierung maßstabsgetreu nicht darstellbar. Daher habe ich mich nur für die Nummerierung am Bug und den Heimathafen am Heck entschieden.



    aufhängen in die Davits werde ich sie aber erst, wenn alle Lüfter auf dem Böötsdeck fertig sind.


    Bis demnächst

    Ulli

  • Hallo zusammen,

    das Schiff lebt noch !!!

    Also mal wieder ein kleiner Bericht:

    In der Zwischenzeit war das Modell mindestens drei mal kurz vor der "Rundablage".

    Je mehr ich an den Details arbeite, desto ungenauer werden die Beschreibungen in der Anleitung und desto mehr muss ich Teile selbst konstruieren um möglichst genau beim Vorbild aus dem Jahr 1938 zu bleiben.

    Hier zunächst einmal zwei Fotos zu den Laserteilen. Ohne Peters Hilfe hätte ich alles in den Müll gedonnert. Wäre im Baubogen eine Papiervorlage der Reling, so hätte ich diese selbst gelasert. Da dies aber nicht der Fall ist, muss ich die teuren Laserteile verwenden und mich durch die kryptische Beschriftung und die mangelhafte Passgenauigkeit kämpfen.


    Eigentlich wurde durch den Verlag eine Korrektur angekündigt, die mir bis heute aber nicht bekannt ist. :(


    Aber es gibt noch viele andere Baustellen auf diesem Schiff, daher habe ich erst mal die Arbeiten am Bug fortgesetzt.

    Dort hatte das Schiff 1938 drei über mannshohe Lüfter.


    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.144)


    In der Baubeschreibung gibt es hierzu einen Kommentar: Die Lüfter wurden nur bei gutem Wetter aufgestellt und daher werden im Baubogen sie nur als eine Art "Stummel" dargestellt.:


    Mir ist nicht ganz klar, wie solch große Lüfter ständig auf und abgebaut wurden. Daher habe ich sie mir selbst konstruiert und aufgestellt.


    Auf allen meinen (schöne Wetter) Fotos des Jahres 1938 sind sie zu sehen. Aber nach dem Umbau des Schiffes nach dem Krieg, sind sie nicht mehr zu sehen. Ich nehme an, dass die gesamte Lüftungsanlage damals modernisiert wurde.


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    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.147)



    Schönen Abend zusammen,


    Ulli

  • Moin, moin Ulli,


    trotz aller Widrigkeiten ist das Modell doch für die Rundablage viel zu schade......und du hast schon mehr als eine Menge Arbeit hineingesteckt. Also, du musst dich durch die vielen Unzulänglichkeiten durchkämpfen und wenn das Modell dann schlußendlich fertig ist, wirst du längst deinen Frieden mit allen Widrigkeiten geschlossen haben und wirst mit einem klassischen Liner belohnt :thumbup: .


    Zu den vorderen drei Lüftern: Die Lüfterköpfe sind ja zumeist drehbar und damit entsprechend der Windrichtung anzustellen, wie man es benötigt. Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass die Lüfter da vorne doch an einer sehr exponierten Lage stehen, was ggf. schweres Wetter angeht. Wann da vorne mal eine sehr schwere See einsteigt weil das Schiff gerade ins Wellental hinuntersticht, dann werden diese Lüfter einfach vom überkommenden Wasser abrasiert und zusammengedrückt wie Pappe......die sind dann einfach weg. Über die dann ggf. frei liegenden Öffnungen kommt es zu erheblichen Wassereinbrüchen die den Auftrieb reduziereren, was man bei so einem Wetter im Vorschiff nun überhaupt nicht gebrauchen kann und einfach eine Gefahr für die Stabilität des Schiffes darstellt. Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass diese Lüfter für die Vorbereitung auf schlechtes Wetter demontierbar waren und die Lüfterschächte entsprechend stabil dichtgesetzt wurden.


    Ansonsten: weiter so......das wird schon alles.....und nachher ist die Freude um so größer!


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Ulli, ich höre dich förmlich fluchen und zetern beim Bau, und dennoch ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Allein deine Recherchen sind dermaßen aufwendig, ich bewundere dich dafür.


    Liebe Grüße an dich und Peter


    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die vielen likes, das macht einfach Mut zum Weiterbauen.


    Danke HaJo, ich dachte, man dreht die Lüfter einfach aus dem Wind und schon bleibt alles trocken. Aber klar, es gibt auch Schietwetter, mit "Monsterwellen" usw, :D Dann muss doch die Mannschaft ran.


    Danke Robi,

    Für mich ist das Tolle an diesem Hobbie, dass ich immer wieder Neues erfahre, durch eigene Recherche und durch euch. Macht einfach Spass.


    In der Zwischenzeit habe ich die Reling soweit fertig angebracht, vor allem mit Hilfe der vielen Fotos in meinen Büchern.



    Auf dem Oberdeck befinden sich zwei Spielfelder,



    die mit hohen Netzen gesichert waren. Die Rahmen sind im Lasersatz vorhanden. Um diese etwas mehr zu stabilisieren, habe ich die Streben mit Wanderwire verstärkt.


     


    Mal sehen, vielleicht kann ich dann demnächst die Rettungsboote anbringen.


    Bis dann

    Ulli

  • Hallo zusammen,

    manchmal brauche ich einfach eine längere Pause.

    "Aufgeben gibt es nicht, es sei denn es ist aussichtslos". :)


    Also habe ich mich daran gemacht, die Rettungsboote anzubringen.


    Aber wie soll es anders sein, schon wieder ein Problem. Der Baubogen gibt keinen Hinweis darauf, auf welcher Seite des Schiffes die Rettungsboote mit der geraden Nummerierung hängen sollen.



    Also, mache ich es so, wie ich es auf irgend einem Foto gesehen habe, die geraden Zahlen an Steuerbord.


    Und gleich erzählen mir liebe Kollegen, dass die geraden Zahlen stets an Backbord angebracht werden müssen.

    Die Vorschriften der Norddeutschen Lloyd legen dies auch so fest,

    Also die geraden Zahlen an Backbord.

    Alle Boote abhängen, neu zeichnen, bauen, neu aufhängen. ?( Neeeee...........!


    Glücklicherweise habe ich noch einmal alle meine Bücher durchgesehen und siehe da:

    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" booksinternational 2020 S.153)

    (Andrew Britton "SS Nieuw Amsterdam" S.96, S.105)


    Die Erbauer der Nieuw Amsterdam halten sich nicht an die NDL Regeln und hängen die Rettungsboote "seitenverkehrt" auf. :!: :!:


    Also kann der Bau mit den Leuchten weitergehen.

    Die Lasercutteilen des Baubogens sind mir aber dann doch zu flach.



    So gefallen sie mir besser.


    Fortsetzung folgt, bis dann


    Ulli

  • Moin, moin Ulli,


    die Zuordnung der geraden und ungeraden Zahlen zu Stb. und Bb. leitet sich aus dem Lateralsystem ab.

    Das unterscheidet zwischen Region A und Region B.


    Region A: ungerade Zahl zu Stb. und gerade Zahl zu Bb. (so kenne ich es auch von der Marine....Rettungsboote, Kutter, Rettungsinseln auch Raumkennzeichnungen etc.).

    Region B: genau umgekehrt (das habe ich gerade gelernt.....kannte ich auch nicht.....)

    Region A bzw. B siehe Karte bei Wiki.


    Lateralsystem – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Die Kennzeichnung auf der SS NIEUW AMSTERDAM orientiert sich also an der Region B. Vieleicht hat das etwas mit dem hauptsächlichen Fahrtgebiet zu tun.



    Gruß

    HaJo

  • Dass die Kennzeichnung der Rettungsboote etwas mit dem Lateralsystem zu tun haben könnte, darauf wäre ich nie gekommen…

    In unserem Forum lernt man was!!

  • Siehe auch Schallsignale:


    Ein (ungerade Zahl) kurzer Ton: Kursänderung nach Stb.

    Zwei (gerade Zahl) kurze Töne: Kursänderung nach Bb.


    Da ist also System drin.......wobei das dann sicherlich (abweichend) auch für die Region B gilt, da diese Schallsignale international gelten.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Ja, ja .... alles muss seine Ordnung haben: So sind sie eben, die Schreibtischtäter! :D


    Region A: ungerade Zahl zu Stb. und gerade Zahl zu Bb. (so kenne ich es auch von der Marine....Rettungsboote, Kutter, Rettungsinseln auch Raumkennzeichnungen etc.).

    Hajo, ganz im Ernst: Interessiert bei Bedarf keine Sau, ... ich bin aber für Boot 7 eingeteilt: Ne, dafür gibt es nämlich den Rollenplan, der vorsieht, wo sich wer einzufiinden hat ... also ...nur mal so, aus der Praxis.

    Gruß

    kartonskipper


    Ergänzung zur Seenotrolle: dieser Plan steckte bei uns wasserfest in einer Röhre in Nähe der jeweiligen Rettungsinsel / Reling oder dem Platz, wo man sich einzufinden hatte ...

  • Die Kennzeichnung auf der SS NIEUW AMSTERDAM orientiert sich also an der Region B. Vieleicht hat das etwas mit dem hauptsächlichen Fahrtgebiet zu tun.

    Hallo HaJo, toll !!


    Ich habe lange in meinen Büchern und im Netz gesucht, aber darauf keinerlei Hinweise gefunden. Der Begriff war mir bis jetzt auch fremd.


    Die erste große Reise der Nieuw Amsterdam ging am 16.May 1938 nach New York. Sie blieb dort die ersten Kriegsjahre und wurde dann als Truppentransporter genutzt. (In A und B Ländern. USA, Australien, Niederländisch Ostindien usw.)

    Das erste meiner Bilder stammt von 1938 der Fahrt nach Niew York. Die anderen sind nach dem Krieg entstanden.


    1946 nach der Rückkehr aus Indonesien musste das Schiff in Rotterdam komplett renoviert werden, Es erhielt auch die orange gefärbten Rettungsboote.

    Eine Erklärung warum das Schiff in Rotterdam mit der Kennzeichnung der B Region ausgestatte wurde, konnte ich bis jetzt nicht finden. Es muss also doch irgend etwas mit dem hauptsächlichen Einsatz auf den Amerikrouten zutun haben.


    Bis demnächst

    Ulli

  • Mit der Benummerung der Boote habt ihr mich überzeugt.

    Und, wie schon geschrieben, ich hab etwas gelernt!


    Ulli, das Schmuckstück wird wieder ein Hingucker!

  • Hallo Winfried,

    mag sein, dass es nicht interessiert, wie die Rettungsboote angeordnet wurden - im Falle von Seenot.
    Aber als Modellbauer bin ich nicht in Seenot. Daher interessiert es mich doch und ich freue mich über alle konstruktiven Beiträge


    Im letzten Jahr hatte ich das Schiff, noch im Bauzustand in Friedrichhafen gezeigt und damit großes Interesse bei den Schiffsmodellbaukollegen aus den Niederlanden geweckt. Jeder wusste eine andere Geschichte, die sich um dieses Schiff rankt, einfach toll.

    Auch in der Zeitung kam ein kurzer Bericht über das Schiff.


    Also baue ich immer so weiter nach Peters Motto: "Gepfuscht wird nit".

  • Ne, dafür gibt es nämlich den Rollenplan, der vorsieht, wo sich wer einzufiinden hat ... also ...nur mal so, aus der Praxis.

    Ach........völlig neue Erkenntnis :thumbsup: ......gerade der Rollenplan lebt von diesem System der Benummerung (Region A).....ob Kutter, Rettungsinsel, Raumkennzeichnung etc. .......und der persönliche Auschnitt aus dem Rollenplan findet sich dann auf der persönlichen Rollenkarte wieder, die am Mann zu tragen ist, damit man nochmal schnell nachgucken kann. Grüne Rollenkarte für die Stb.-Kriegswache, rote Rollenkarte für die Bb.-Kriegswache......dann war das auch geklärt. Aber wahrscheinlich hast du in summa doch ein paar mehr Rollenpläne ausgearbeitet und überarbeitet als ich (auch an Bord hatte ich einen Schreibtisch ;)) .......und komme mir nicht mit der Praxis........in 7 Jahren aktiver Seefahrt habe ich genug davon inhaliert.


    Beste Grüße

    HaJo


    Für Ulli:

    Entschuldigung :love: ......ich schließe das hiermit ab. Kartonmodellbau soll es nun wieder sein.....

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo zusammen,


    entsprechend den Fotos von 1938 habe ich Rettungsboote, Leuchten, Jakobsleitern befestigt.

    Damals war man sparsam, auch mit dem Material der Rettungsringe, die damals noch nicht geschlossen rund sondern unten offen waren.



    Oben auf Deck haben die Passagiere in der Zwischenzeit auch schon ihre Liegestühle verlassen und sind auf dem Spieledeck in voller Aktion:



    Da Liegestühle und Bänke im Lasersatz so nicht so enthalten sind, Habe ich sie selbst gelasert, ebenso wie alle Beschlagteile der Ladebäume.


    Bei diesen habe ich erst mal wieder intensiv die alten Fotos durchsehen müssen.

    Zwei Ladebäume reichen bis an oder vielleicht sogar über die Rettungsboote hinaus.


    ?thumbnail=1

    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.148)


    Andere sind auf dem hinteren Deck im Passagierbereich verzurrt sind. (Heute sicherlich undenkbar gefährlich :D )




    Selbst in den 50er Jahren war dies wohl noch so:


    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.147, 515)


    Bis demnächst

    Ulli

  • Hallo zusammen,


    danke für die vielen likes, freuen mich sehr.


    Das Schiff ist leider sehr groß, 93 cm und daher schwer im Zimmer zu fotografieren- (Draußen ist das Licht besser, aber die Halbwertzeit des Schiffes bei 2° C geringer. ^^ )


    Aber dennoch ein paar Details:

    Die Brücke,


    der Notsteuerstand am Heck,


    das Sonnendeck der Passagiere,





    die Spielfelder der Sportbegeisterten Gäste direkt hinter dem Schornstein (damals war wohl noch nicht so viel von Feinstaub die Rede.)



    Der zweite Schornstein war aber auch nur eine Attrappe, der Schönheit zuliebe.


    Zur Unterhaltung der Gäste gab es auf vielen Passagierschiffen der 30er Jahre bereits Rundfunk.

    Hierzu waren aber besondere Antennen notwendig. Der Baubogen bietet solche Antennenhalterungen beidseits der Schornsteine an.


    Auf meinen alten Fotos von 1938 sind diese aber nicht zu sehen.

    Website der Rotterdamer Werft: Bouwnummer RDM-200, s.s. "Nieuw Amsterdam" (2), 1938, passagiersschip. - Rotterdamsche Droogdok Maatschappij (rdm-archief.nl)

    Beidseits am Schornstein keine Halterungen. auf dem zweiten Werftbild sind aber die Isolatoren für die normalen Funkantennen zu sehen.



    Daher auf meinem Schiff auch nur eine einfache Antennenanlage.


    Bis bald

    Ulli

  • Hallo Ulli


    Was sind dann die kleinen Dreiecke, die auf beiden Bildern oben an den Schornsteinen zu sehen sind?


    So oder so: fantastisches Modell!


    Andi

    Für unser Ego und unser Vergnügen opfern wir alles - solange es den Anderen gehört.

  • Moin, moin Andi,


    ich denke, dass das „Ösen“ sind, um daran Stellagen bzw. Bootsmannstühle zu befestigten und herunterzulassen um z.B. den Schornstein zu streichen oder auch für andere Instandsetzungs- und Pflegearbeiten am äußeren Schornsteinmantel.


    Gruß

    Hajo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Andi


    die kleinen Dreiecke dienten wohl zu verschiedenen Aktivitäten, wie Hajo schreibt, zu verschiedenen Pflegearbeiten und bessere Aussichten und so....:)

    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020 S.522)


    Im Baubogen sind auch noch die großen Dreiecke vorgegeben, .......

    (Nico Guns, tsts "Nieuw Amsterdam" gbooksinternational 2020,S.651)

    ......die wohl erst nach dem Krieg angebracht wurden, wahrscheinlich 1947.

    Viele Grüße
    Ulli