Republic P-47D-25 Thunderbolt; Halinski Military Model 3/2006; Maßstab 1:33

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich meine Vorliebe für zu klein geratene Jagdflugzeuge gar nicht so richtig entfalten konnte, muß jetzt mal wieder ein monumentaler Brocken unters Messer:



    Ich habe mich für die Gabreski-Thunderbolt mit ihren Respekt einflößenden 1200 Teilen (inkl. Schablonenelementen, handgezählt vom Kartonmodellshop ;) ) entschieden, weil ich völlig überraschend in meinem Fundus noch den passenden LC-Satz dazu gefunden habe ?( Der muß mal irgendwann in eine Bestellung reingehüpft sein... Auf jeden Fall ist das hier das passende Kontrastprogramm zur Liliput-Messerschmitt 8o


    Genau wie bei der Spitfire, fange ich auch das Thema P-47 mit der "einfachsten" Variante des Verlagshauses an. Welch ein Euphemismus ;(


    Der Bogen entstammt dem Nachlass des, mir nicht persönlich bekannt gewesenen, Users hemingway , der mir posthum extrem beim Aufbau meiner Halinski-Sammlung geholfen hat :thumbup:


    Zuerst Mal beginnt es wieder ärgerlich, weil man die Halinski-LC's ja erstmal durchkatalogisieren muß :cursing: Dann kommt das Spantengerüst, das gleich mal offenbart, wie winzig eigentlich die Cockpitsektion im Gesamtkunstwerk wirkt:



    Anschließend geht's gleich ans Eingemachte; Bei den Ruderpedalen hab' ich mich nicht mit Ruhm bekleckert. Anstelle von mit gefärbtem Zigarettenpapier präparierten Drahtes hätte ich lieber grüne Papierwürstchen nehmen sollen :pinch:



    Der Pilotensitz besteht aus zwei ineinander zu schiebenden Sitzschalen. Eigentlich gehen bei so einer Konstruktion bei mir alle Alarmglocken an, aber nach mehrfachem Trockenmessen mußte ich feststellen, daß die Nummer perfekt passt :thumbsup: Anschlließend wurde die Kommandozentrale im zentralen Bereich für den Einbau sämtlichen Zubehörs vorbereitet:



    Zu diesem Zeitpunkt geht es sehr drahtlastig zu. Ich habe die Schablonen im Cockpitbereich allesamt mit begrüntem Zigarettenpapier gewickelt. Das sieht im "Rohbau" nicht tausendprozentig prächtig aus, spielt aber später keine Rolle mehr, wie ich mittlerweile, anhand des Beispieles gleich mehrerer Modelle, herausgefunden habe.


    Ich glaube, daß ich bei der Art und Weise die Cockpit-Seitenteile einzubauen, von der vorgesehenen Konstruktionsweise abgewichen bin ?( Damit am Ende alles paßt, mußte ich von der Instrumentenbrett-Konstruktion hinten die Stecklaschen wegschneiden. Da sich dadurch aber generell alles "wie auf Schienen" zusammenbauen läßt, bin ich von dieser Verfahrensweise sehr überzeugt :cool: Hier ein paar Einblicke in den Piloten-Arbeitsplatz. Ich habe erstmal locker gesteckt, damit man von links und rechts mal reinschauen kann, und erst anschließend mit Kleber endmontiert:




    Soweit der aktuelle Stand. Mit (positivem) Schrecken stelle ich fest, daß ich ja erst am Mittwoch (28.06.) angefangen habe :huh: So bin ich noch nie durch einen Cockpitbau "durchgewütet" :whistling: Macht aber auch schon wieder höllischen Spaß :love:


    Jetzt brauche ich aber ein Bißchen Hilfe, idealerweise von denjenigen Kollegen, die schon mal Halinskis P-47 gebaut haben. Ich kann mit dieser Schneideanweisung hier nicht wirklich was anfangen:



    Kann mir da jeman einen schlauen Ratschlag geben, bevor ich das Bauteil mittels unüberlegter Idiotie zu Grunde richte :?: Ich konnte leider den Baubericht von Thomas Stickler nicht ausfindig machen, auch nicht per Google. Da hätte es zu dieser Frage bestimmt Aufklärung gegeben :pinch:


    Gruß,


    Daniel.

  • Ich konnte leider den Baubericht von Thomas Stickler nicht ausfindig machen

    Da kann ich helfen: Baubericht

    In Beitrag 12 und 13 sind Teile 12 P und L ersichtlich.

    In principio erat glutinis
    Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang
    Den Kartonbauer in seinem Lauf, hält weder Bogen- noch Klebermangel auf!

  • Hallo zusammen,


    Wolfgang Pesek Vielen Dank, Lesezeichen ist gesetzt :thumbsup: (Danke natürlich auch und zuallererst an Thomas Stickler , für die großartige Orientierungshilfe!) - Allerdings läßt sich der Baubericht nach wie vor überhaupt nicht googeln, nicht mal, wenn man die Threadbezeichnung direkt in die Suchmaschine kopiert ?(


    Der Bau meines Modelles gestaltet sich dafür glücklicherweise etwas weniger rätselhaft, allerdings tauchen jetzt dann doch einige kleinere Fehlerchen auf, die den ganzen Bauprozeß etwas ausbremsen :pinch: Zunächst ist anzumerken, daß für die kleine weiße Markierung links (und rechts) hinter dem Pilotensitze keine Bauteile existieren. - Hier muß mit Restmaterial vom Verschnitt der Kopfstütze improvisiert werden:



    Das Rätsel um die etwas suspekte Schneideanweisung hat sich, Thomas' Baubericht sei Dank, auch erledigt:



    Der Schnitt soll später wahrscheinlich eine gewisse Führung für die Tiefziehkanzel gewährleisten :huh:


    Den Spant W1g, der hinter die Kopfstütze platziert wird, habe ich bis jetzt weggelassen, weil mir unklar war, wie ich das Teil sauber verbauen soll. Das entpuppte sich später als gute Entscheidung, weil ich den Spant schließlich auf Kante in Segment 14 eingeklebt und mit ordentlich Weißleim "vernäht" habe:



    Auch an den Klebelaschenstreifen muß übrigens nachjustiert werden. Bei diesen wurden die Aussparungen für Stecktragflächen und Spantendurchbrüche nicht mitkalkuliert 8|


    Ein größeres Maß an Korrekturbedarf tut sich schließlich an Segment 14 auf. Dieses ist nach unten hin etwas zu lang geraten und muß daher in sehr nerviger Weise in bereits montiertem Zustand beigeschnitten werden :pinch: Auch generell habe ich mich beim Bauen von vorne nach hinten an besagtes Problembauteil rangetastet:



    Vor dem Anbringen der unteren Verkleidungsteile mußten die Spanten etwas beigeschliffen werden, da sonst die Spaltmaße zwischen Ober- und Unterteil zu groß geraten wären. Jetzt bleibt natürlich die bange Frage, ob und in wiefern dadurch Probleme mit dem vorderen Anschlußsegment entstehen.



    Hinten sollte es kein Problem sein, da konnte ich den Spant komplett unversehrt lassen. - Andererseits sitzen, nicht zuletzt durch mein bedachtes Schleifen, alle Linien super in Position. So falsch kann's also auch nicht gewesen sein 8|



    Der Übergang von Bauteil 14 zu Spant W1g hat sich schlußendlich übrigens als sehr gelungen erwiesen:



    Jetzt Daumendrücken, daß die Segmente keinen Ärger machen ;(


    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo zusammen,


    ich war in letzter Zeit fleißig am Basteln, es ging also ein gutes Stück weiter mit dem Modell. Zunächst die vordere Sektion mit den Luftauslässen (Oder etwas Auspuff ?( ) unten:



    Das ging noch gut von der Hand. Dann wurde es aber knackig schwierig, denn nach hinten ist das ganze Flugzeug auf ein Skelett gezogen. Solche Konstruktionen haben es grundsätzlich in sich, zumindes im Flugzeugbereich. Zunächst mal war ich wieder heilfroh, den Spantensatz da zu haben:



    Die Luftauslässe seitlich müssen ein Bißchen ins Blaue fixiert werden. Wenn die Konstruktion an so einer Stelle nicht tausendprozentig ist, wird's heikel:



    Zunächst mal war es aber in Ordnung. Das Teil unten mit der großen Aussparung ist auch übel, da es in mehrere Richtungen vorgeformt werden muß:


  • ...ebenfalls "interessant" ist die Konstruktion der hinteren Fahrwerksbucht:



    Das ging leider nicht ohne eine gewisse Ausfransung durch :pinch: Und hier nun erstmal der Rumpf, soweit:



    Man sieht, daß ich innen bei den Luftauslässen Flickschusterei betrieben habe. Das hätte ich mir sparen können. Die Flicken wird man am Ende mehr sehen, als die eigentlichen minimalen weißen Blitzer :wacko: Es gibt aber auch noch die Option, das Ganze am Ende zuzukleben. Muß ich nochmal drüber brüten, wie ich's tatsächlich machen werde 8|


    Danach ging's erstmal ans Leitwerk:



    Ist auch einigermaßen gelungen. Hier noch der derzeitige Zwischenstand:



    Und jetzt mache ich hier erstmal eine Pause. Ich bin deutlich "überspielt" und möchte schon wieder alles in die Tonne werfen (ohne jegliche nachvollziehbare Grundlage, versteht sich :wacko: ). Ein guter Zeitpunkt, um einfach mal eine kartonale Leiche aus dem Keller zu kramen und daran weiterzubasteln... Zum Runterkommen :cursing:


    Gruß,


    Daniel.

  • auf keinen Fall wegwerfen !

    Keine Sorge, ich hab' noch rechtzeitig auf "Pause" gedrückt :D Die Baustelle darf jetzt ein Bißchen "abkühlen", dann geht's weiter :cool:



    Hat doch bislang gut geklappt, am meisten hätte mich da Segment 14 genervt.

    Es leppert sich so ein Bißchen zusammen. Ein paar Spaltmaße sind nicht in Ordnung, ein Bißchen zu dick beim Kantenfärben aufgetragen, drei dilletantisch verschlimmbesserte weiße Blitzer... Es nervt in Summe, sozusagen. Da hilft es, erstmal zwei Wochen an was anderem zu Basteln, dann ist der Ärger wieder vergessen ;)


    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo zusammen,


    das Sommerloch scheint überstanden, ich hab' dann mal ein Bißchen an der P-47 weitergeschraubt. Als Nächstes waren die Flügelskelette und Radkästen an der Reihe. Nichts wildes, soweit:



    Dann mußte noch eine schnelle Steckprobe her:



    Noch ein Wort zum Thema Sekundenkleber:



    Die Verbinder zwischen Rumpf und Flügel habe ich gehärtet. Man weiß ja nie, welche G-Kräfte da später im Einsatz wirken :D Die Klebertube habe ich geöffnet, als ich mit der Messerschmitt angefangen habe. Der Sekundenkleber ist also bereits seit Mitte/Ende Mai geöffnet. Das Zeug ist immer noch wunderbar flüssig :thumbsup: Mir kommt nie wieder Uhu ins Haus. Der war beim letzten Mal schon im Rewe ausgehärtet :cursing:


    Hier geht's jetzt weiter, aber etwas gemächlicher. Ich möchte noch parallel eine Zweitbaustelle eröffnen 8o


    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo zusammen,


    nachdem die MiG fertig ist, habe ich mal wieder auf dieser Baustelle hier vorbeigeschaut. Leider geht es jetzt an die Tragflächen was immer wieder echt lästig ist, weil man mit minimaler Schlampigkeit maximale Zerstörung anrichten kann :pinch: Die Vorformerei, die hier geleistet werden muß, ist eine Wissenschaft für sich. Und ich habe die in der Anleitung abgebildete Wölbung an den äußeren Enden auch nicht wirklich umgesetzt bekommen ;(



    Also wurde dann nochmal schnell ein Stückchen Leitwerk angefertigt, zwecks Anprobe. Fazit: Ist noch nichts schlimmes passiert, aber irgendwie nervt mich das Modell gerade gewaltig. Ich mach' also schon wieder Baupause, zugunsten von ein paar anderen Modellen... Bei dem Tempo bin ich dann irgendwann in drei Jahren auch fertig :D


    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo zusammen,


    eigentlich wollte ich ja noch was anderes anschneiden, aber irgendwie lande ich immer wieder hier, auf dieser Baustelle :pinch: Ich habe mich jetzt aber so langsam durch die ganz und gar nervigen Abschnitte durchgekämpft 8| Die besch :cursing: :cursing: :cursing: enen Tragflächen sind fertig, bei der zweiten gab's noch Ärger mit irgendeinem nicht nachvollziehbaren Verzug, entweder am Spantengerüst oder bei der Bespannung. Wir werden's leider nie genau erfahren, wo der Hund begraben lag ?(




    Danach habe ich mir gleich das nächste Elend vorgeknöpft: Tiefziehkanzel auf Papier bringen und am Fliegerlein anpassen :S Auch dieses Thema birgt immer wieder unendlich viel Potential für modellzerstörende Fehlgriffe :thumbdown:




    Zwischendrin muß dann auch noch das Visier gebaut werden. Das Fadenkreuz ist um ein Drittel zu groß (das wissen aber nur diejenichen, die das hier gelesen haben :whistling: ) und besteht aus dem Äderchen eines Kabels, etwas Weißleim, Klarlack und schwarzer Acrylfarbe. Bei der nächsten P-47 kriege ich es auch noch ein Mü kleiner hin, glaube ich.



    Dann wurde die Frontscheibe aufgesetzt und die Heckscheibe für den Zusammenbau präpariert:



    Fazit:



    Mit leicht blauem Auge davongekommen :huh: Wie immer, wenn's an die Verglaserei geht ;(


    Jetzt habe ich noch die Sache mit den Kehlblechen vor der Brust und dann sollte der unangenehme Teil erstmal bewältigt sein 8o


    Gruß,


    Daniel.