Kriegsfischkutter , Mannheimer Modellbaubogen, 1:250 ---Fertig ---

  • N'Abend in's Forum,


    Am vergangenen Wochenende war ich in Oberhausen auf der Ausstellung ZAMMA.

    Dort habe ich mit Helmut gesprochen.

    Er hat mich auf die Idee gebracht, meinen Baubericht des Kriegsfischkutters vom Mannheimer Modellbaubogen-Verlag auch hier einem Publikum zu präsentieren.


    Denn man tau....und hier isser nun, der Baubogen des Kriegsfischkutter 's, im Original 24 m lang.



    Das Wasserlinienmodell ist vom Mannheimer Modellbaubogen-Verlag und weist jede Menge Details auf.

    Gebaut werden können zwei Modelle, eines davon mit Tarnschema.

    Alle bisherigen in Foren gelisteten Bauberichte über Schiffsmodelle dieser Provenienz waren sehr positiv bewertet, einige fertige Modelle durfte ich bei Kurt/Mainpirat bewundern.


    In 1:250 ist der Kleene dann keine 10 cm lang, der Baubogen weist 429 Bauteile auf, der dazugehörige LC-Satz nochmals 64 .

    Natürlich wird wieder gemalt und ggfs. gesupert, wo es geht.


    Das ist übrigens mein erstes deutsches Kriegsschiff aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, welches ich in meiner zweiten Kartonmodellbau-Karriere baue.

    Schaun mer mal, ich fange einfach mal an.....


    .....und zwar......ÜBERASCHUNG ......mit dem Spantengerippe...

    Der Mittelspant ist vierfacher Karton, Halbspanten und Grundplatte sind verdoppelt, Steven und Achterteil wurden aufgrund trüber Erfahrungen mit über- und abstehenden Teilen mit Sekundenkleber stabilisiert.


      


    Hier das Spantengerüst in voller Größe, und nun muss es unter Beschwerung trocknen:


      


    Und das ist das Deck, mit wunderschönen Fischungen.....da muss ich was mit machen....


    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

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  • Jaaaa, dieses Deck.....

    Ich bau ja bei meinen Modellen zuallermeist einen grau abgesetzten "Wassergraben" zwischen Decks- und Bordwandkante.

    Hier kann Wasser in die Speigatten ablaufen, können beim Modell Bordwandstützen, Reling etc. bequem platziert und unsichtbar verklebt werden.

    Möglicherweise ist das ja real-schiffsbautechnisch nicht ganz richtig....Aber es juckte mir in den Fingern und ich hab die schönen Fischungen ausgestochen.
    Das Deck wurde an den Kanten mit Weißleim gegen Ausfransen gesichert und mehrfach mit mattem Klarlack gegen Ausbleichen gestrichen.

    Zudem lassen sich so eventuell daneben gegangene Farbspritzer etc. an Deck besser entfernen.

    Desweiteren hab ich achtern eine Mannluke ausgestochen und den entsprechenden Teil im Spantengerüst geschwärzt.

    Das Deck wurde mit lösungsmittelhaltigem Kleber auf eine Deckskopie aus HMV-Karton aufgeklebt und exakt ausgerichtet, Rand und Kanten mit Weißleim gesichert.

    Anschließend wurde der Rand mit hellem Grau (an die Bordwandfarbe des Baubogens herangemischt), sauber gestrichen.


      


     


    Und dann kam das Deck auf die Spanten, wurde gut ausgerichtet und musstr erstmal jetzt unter Beschwerung .


      

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  • Also machte ich mich frisch ans Werk, meine Lieblingsbauteile an einem Schiff waren zu fertigen.....Bordwände....ich hasse die Dinger !

    Andererseits sähe es ohne auch etwas merkwürdig aus....

    Hier die relevanten Bauteile, von oben:


    Barghölzer, Scheuerleisten, Heckspiegel, Schanzkleidstützen, Schandeckel, sowie die Bordwände selbst:



    Die Bordwände wurden für einen ersten Versuch vorsichtshalber auf HMV-Karton kopiert. Hat den Nachteil, dass die Schnittlinien etwas unscharf sind. Hat den Vorteil, wenn ich was versiebe, mach ich halt noch 'ne Kopie....

    Hier die ausgeschnittenen Bordwände nebst ausgestochenen Klüsen und Speigatten. Die 1mm durchmessenden Klüsen sind leicht oval, daher verbot sich die Anwendung einer passend runden Stanze. Ich hab sie also mit frischer Klinge ausgestichelt und mit Weißleim gegen Ausfransen gesichert:


      


    Unten ließ ich einen halben Millimeter Karton stehen. Zum Einen kenne ich die Passform des Baubogens noch nicht genau, zum Anderen und Offensichtlicheren traue ich meinen eigenen Baukünsten nicht so besonders über den Weg....


    Die Bordwände wurden grob vorgeformt, vorn und achtern zusammengezogen und mit Sekundenkleber verklebt.

    Sekundenkleber?

    Genau!

    Und zwar reichlich.....

    Ich neige nämlich dazu, auch die letzten Riefen am Rumpf wegzuschleifen, und da braucht es einen stabilen und tiefgründigen Untergrund.

    Innen wurde die Geschichte im Übrigen durch Streifen von Butterbrotspapier gesichert, und sieht jetzt so aus:



    Da der Rumpf ziemlich klein ist, etwas über Beibootgröße, werde ich ihn erst nach Montage aller Barghölzer und Scheuerleisten außen streichen.

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  • Wie Ihr sicher festgestellt habt, weisen die Klüsen eine Umrandung auf, welche den verdickten Klüsenring darstellen soll.

    Ich hab mir gedacht.....den bauste plastisch auf, denn durch den Anstrich isser sonst weg !



    Ich wickelte dünnen Kupferdraht feste um ein 1mm durchmessendes, rundes Messingstück....



    ....schnitt die "Feder" mit meiner feinsten Schere auf....



    ....und formte Ringe von 1,5mm Durchmesser....



    .....voilà, 8 Ringe für 8 Klüsen ! Fast wie beim "Herrn der Ringe"....nur nicht so bombastisch....


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  • Die vorbereiteten Bordwände wurden angebracht, geklebt wurde mit UHU-schwarz und Sekundenkleber, Passform war gut.

    Schwierigkeiten hatte ich nur an den Kanten am Heck, wo Bordwand und Deck stumpf zusammenkommem.

    Zudem hatte ich vergessen, meine üblichen langen Klebelaschen oben und unten an's Spantengerüst zu kleben....ging aufgrund der Kleinheit des Modells auch so.

    Die Kanten am Heck konnte ich mit den Barghölzern retten. Ich nahm aber nicht die Leisten aus dem Baubogen, sondern ein 0,3mm Evergreen-Profil quadratischen Querschnitts.

    So sah's im Rohbau aus:


      


    Ein Schmankerl waren die Klüsen, welche ich mit den gestern gefertigten Ringen ausstattete, innen wie außen. Das kommt optisch richtig gut! Finde ich...


      


    Nach mehrfachem Schliff der Bordwände, Anbau der Scheuerleisten und Anstrich sieht der Rumpf nun wie folgt aus:


      


    Es fehlt noch der Wasserpaß, die Schanzkleidstützen und der Schandeckel. Irgendwie hab ich's auch geschafft, einen kleinen Farbwischer an Deck zu zaubern....da kommt später eine Seilrolle oder ein Männeken hin....

    Für's erste heisst es jetzt erstmal "Trocknen".


    bis denne


    Tommi

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  • Sehr schön, Klueni!

    Danke, dass Du uns das Werden dieses Kleinods hier zeigst.

    (Und ich kann hier schon mal verraten, dass es auf der diesjährigen ZAMMA in Oberhausen mit absolutem Recht einen Spitzenplatz bei der Baubewertung errungen hat! Glückwunsch dazu nochmals!)

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Guten Abend ins Forum,


    Helmut und alle Liker:

    Allerbesten Dank !


    Weiter geht die Reise mit dem Kriegsfischkutter:


    Es standen nun die Schanzkleidstützen an, Stücker 17 pro Seite, vom Bug zum Heck in der Höhe absteigend.

    Ja....die Höhe....die ersten beiden Stützen, korrekt ausgeschnitten, erwiesen sich als ein Hauch zu hoch, und oben als ein Hauch zu breit.

    Sie hätten binnenbords unter dem nur knapp 1 mm breiten Schandeckel hervorgelugt, und nach oben auch drübergeschaut und hätten eh gekappt werden müssen.

    Also hab ich die Dinger knapp 0,5mm niedriger und etwas spitzer nach oben hin ausgeschnitten:



    Geklebt wurde mit Weißleim, zunächst bb.

    Als Vorlage habe ich die Schanzkleid-Innenteile des Baubogens genommen. Die hab ich nämlich nicht eingebaut, das wäre mir zu dick geworden. Denn 2 x 0,23mm Karton, plus Kleber, plus Schanzkleidstützen ist, wenn ich Pech habe, mehr als 1 mm Schandeckel.....

    Und das Dingen soll möglichst glatt druff !

    Also wurden die Dinger nach Augenmaß und Vorlage eingebaut:



    Mein Problem war, dass diese winzigen Stützen alle nicht aufmal ausgeschnitten und dann eingebaut werden konnten. Wäre ich wahrscheinlich total durcheinander gekommen (wegen der absteigenden Höhe) und hätte zudem die Hälfte verschlört.....Die Lösung wäre ein Setzkasten gewesen, hab ich aber nicht.

    Also ausschneiden, einbauen, ausschneiden, einbauen....etc.....dauerte ergo wesentlich länger als geplant.

    Zum Schluss wurde vor Ort bemalt, und schaut nun so aus:


      


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  • Durch den Ganzkörperanstrich des Kutters war mir dessen Wasserpass flöten gegangen.

    Mittels schmalem Maskierband von RaiRo, 1,5 mm breit, und schwarzer Farbe wurde das Ganze wiederhergestellt.


      

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  • Als Nächstes hab ich den Schandeckel ausgeschnitten.

    Weil mir bei ähnlichen Modellen, nämlich meinen Admiralty Driftern, der zunächst in einem Stück ausgeschnittenen Schandeckel in gleicher Breite in trüber Erinnerung geblieben ist, habe ich das Riesen-Hufeisen aus dem Baubogen geteilt, und zwar in 5 Einzelteile.

    Die habe ich nun schön pö à pö eingebaut.



    Das ist mir ehrlich gesagt nicht so zufriedenstellend gelungen, das Ganze ist nicht völlig glatt geraten.

    Da aber der Schandeckel die Grundlage für eine spätere kleine Reling darstellt und das dadurch nicht weiter auffallen dürfte, hab ich es so gelassen.


      


      


    Am Heck hab ich eine Luke nebst Leiter eingebaut.

    Zwar ist die originale Karton-Luke aus dem Baubogen geschlossen, aber ich hab ein Ätzteil aus meinem Fundus mit einem kleinen Messing-Oberlicht verbaut...das hat's bestümmt mal gegeben, bei den vielen Hundert KFK....


    Und damit ist der Rumpf fertig.

    95 Bauteile, und 8 Tage Bauzeit.

    Mein letzter Rumpf hat 8 Monate gebraucht...naja, der war auch 10 X länger....


    Morgen geht es mit dem "Gefechtsturm" weiter....


    bis denne

    Tommi

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  • Mich freut und berührt Dein Baubericht besonders - mein Vater ist auf einem KFK (im Schwarzen Meer) als Maschinist gefahren.

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Guten Abend ins Forum!


    Helmut:

    JungeJunge, das war sicherlich alles andere als komfortabel auf diesen kleinen Pötten!


    @alle Liker:

    Allerbesten Dankl !


    Weiter gehts am KFK:


    Also.....der "Gefechtsturm" wird noch nicht mal ein Türmchen.....eher so eine Art Fahrstand.....jedenfalls wirklich sehr klein....Fischkutter halt.....


      


    .....aber detailmässig wird es durchaus OHO !

    Das winzige Gebäude wurde zunächst mal völlig normal zusammengesetzt, mit Boden und achterer Deckplatte, sowie selbst geschnitzten Verstärkungsspanten im höheren Gebäudeteil ausgestattet. Ist nun also ein ziemlich stabiler "Würfel.

    An diesem Fachwerk-Fahrstand sind die Gefache nämlich plastisch vorgesehen.

    Ich hab, wie immer, erstmal eine Kopie verbaut.

    Zunächst wurde der kleine Rahmen der Rückseite ausgestochen und angepasst....



    Sodann wurden die anderen Rahmen ausgestochen.

    Von meiner sonstigen Gewohnheit, solche Werkstücke zuvor rückseitig mit Sekundenkleber zu verstärken. wich ich ab, um die Rahmen nicht zu dick werden zu lassen. Schließlich mussten sie flach auf das Führerhaus aufgeklebt werden.

    Das erledigte ich mit Weißleim.

    Das Nichtverstärken rächte sich dabei, denn stb. verschob sich der durch den Leim weiche Karton unten mittig bei der Montage des Rahmens der anderen Seite um eine Kleinigkeit.....irreversibel und ärgerlich !!!


      



    Aber ich lass das erstmal so, denn die Stelle liegt im Bereich des späteren Aufganges nebst kleiner Plattform ausser Sicht.

    Merke:

    Alte Gewohnheiten sollte man durchaus beibehalten.....

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  • Ich hab mich allerdings derart über die verhunzte Steuerbordseite des Brückenaufbau(chens) geärgert .....Da hab ich das Dingen komplett nochmal gebaut Dieses Mal aus dem Original, auch habe ich die Rahmen dieses Mal von hinten , wie sonst immer, mit Sekundenkleber stabilisiert.


      


    Die Teile des Originalbogens haben sehr dünne, scharfe Begrenzungslinien. Diese weichen bei einer Kopie stets etwas auf, aus 0,1mm werden 0,2mm, das reicht schon für geringe Ungenauigkeiten, die eben ab und zu kein gutes Ergebnis bringen.

    Heute bin ich mit dem Ergebnis schon etwas zufriedener, es kann also weitergehen.


    Wenn man Modelle großflächig bemalt und so versucht, sie "wie aus einem Guss" wirken zu lassen, gehen viele feine, gedruckte Details eines guten Baubogens schlichtweg unter.

    Diese Details muss man entweder in 3D sofort nachbauen und vor Lackierung montieren, oder sie einzeln nachbauen, deren Lage markieren, separat bemalen und dann montieren.

    Diese Arbeitsweise hat bislang immer bestens geklappt und durchaus zu Erfolgen geführt.....


    Im vorliegenden Fall weist der Brückenaufbau eine Art Fachwerk auf, die ich ja schon nachgebaut habe, aus bogenseitigen Teilen, und hierbei die Plätze der Türen mit ausgestochen.

    Ohnehin ist kleine Aufbau ziemlich "löcherig", er hat immerhin 5 Türen, 2 Bulleyes und 8 Fenster....in jedem Wintergarten ist es dunkler....

    Aber auch die Türen weisen eigene Gefache auf, zudem haben sie gedruckte Fensterrahmen und Scheibenimitate.....


    Zunächst hab ich mal die späteren Türen vom Karton auf 80g-Papier kopiert und alles von hinten mit Sekundenkleber stabilisiert.

    Sodann hab ich für die Fensterrahmen passende Abschnitte aus Ätzteil-Treppen geschnitten.

    Die wirklich winzigen (unter 1mm) , runden Rahmen der 2 Bulleyes sind aus einem 1:100er Victory-Ätzsatz von Dafi und eigentlich zwei "O".



    Die Metall-Rahmen wurden auf die Fensterpositionen geklebt, mit Weißleim. Die Frontrahmen sind zweiteilig, da ich keinen passenden Rahmen gefunden habe.

    Die Türen wurden nebst Ausschnitten extrem vorsichtig ausgestochen, die so entstehenden Papierrahmen wiederum auf 80g.-Papier geklebt.

    So halte ich die Stärke derTüren so dünn, dass sie auch bei Einbau an ihre Plätze am Brückenaufbau noch eine plastische Wirkung haben dürften.


      


    Ziemlich viel feines Gefummel, insgesamt aber nicht besonders viel gebaut.

    Mal sehen, wie das Ganze mit Bemalung daherkommen wird. Und ob das mit der "Verglasung" so klappt wie geplant.

    Aber dazu später.


    Der Brückenaufbau wurde bemalt, die Ätzteilrahmen der Fenster glänzend gekratzt, die Türen eingebaut und mit Klinken und Scharnieren versehen.

    Zudem hab ich am unteren Rand eine Art "Fußleiste" aus 80g-Papier angeklebt, der Bogen wies entsprechenden Druck auf.

    Desweiteren hab ich das Brückendach ergänzt, nebst den Auflagen für ein später einzubauendes Rettungsfloß.


      


    Neben dem Aufbau, quasi noch im Rohbau, das vor der Brücke zu platzierende Oberlicht, ebenfalls mit Fensterrahmen aus Ätzteil-Treppen.


    Stört Euch bitte nicht daran, daß dieses nur rund 2 Kubikzentimeter und 55 Bauteile umfassende, stark strukturierte Bauwerk etwas uneben daherkommt.

    Ich zeige hier oftmals extreme Makros ....in Normalsicht sieht das Ganze wesentlich besser aus.

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  • Neben und vor dem Brückenaufbau finden sich Oberlichter. Die eigentlich aus einem Stück bestehenden und mehrfach zu knickenden Bauteile hab ich als Anhänger scharfer Kanten sämtlich komplett auseinandergeschnitten und einzeln wieder zusammengesetzt, bemalt, Fensterrahmen aus Ätzmetall aufgeklebt und mit Klarlack "verglast". Das war schon ziemlich fummelig.

    Was ich nicht nachbauen konnte, waren die feinen Schutzgitter der Scheiben.....mir fehlt entsprechendes Material. Ggfs. täte es eine 4zügige Ätzteil-Reling im Maßstand 1:700.....


       


    Auf dem breiten Oberlicht kamen auch erste LC-Teile zur Anwendung. Die Haken sind die Halterung für ein später zu bauendes

    "Knall-Bumms-Rotes Gummiboot"....

    Und frei nach dem Motto "was fertig ist, darf auch an Bord" kam nun etwas Leben an Deck des Kutters:



    Achtern hab ich den Lukendeckel wieder abgerissen. Ich hatte nämlich schlichtweg vergessen, der Decksöffnung ein Süll zu spendieren....das wurde nachgeholt:


      


      


    Und noch eine kleine Aussicht auf weitere Fortschritte, die beiden Brückenzugänge und Nocks im Rohbau:



    Bis denne

    Tommi

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  • Es muß halt nicht immer ein Schlachtschiff sein! Auch im Kleinen lässt sich Meisterschaft zeigen :thumbsup:


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Guten Abend ins Forum,


    Helmut:

    Besten Dank, dieses Kompliment kann ich sehr überzeugt und gerne zurückgeben !


    Klaus:

    Da bist Du selbst ja das allerbeste Beispiel für !


    So, spät, aber es geht weiter am KFK:


    Der kleine Brückenaufbau wurde weiter vervollständigt.

    Die fertigen Zugänge wurden mit Windabweisern ausgestattet und an der Aufbauwand verklebt.

    Hinzugefügt wurden die zuvor abgeschnittenen Karton-Stützen aus 0,5mm-Evergreen-Profilen quadratisch.

    Die Niedergänge sind aus einem alten, überzähligen und zum Plündern freigegebenen HMV-Ätzsatz der SMS Von der Tann. Hab lange im Fundus gesucht, bis ich welche fand, die passend waren. Aber auch die mussten auf 4 Stufen gekürzt werden.

    Anstand eines Handlaufes kamen Griffhilfen aus dem bogeneigenen LC-Satz zum Einsatz.


       


      


      


    Im Bau, aber noch nicht trocken, sind die Positionslampen.

    Die "Glaszylinder" wurden mit Klarlack glänzend gestrichen, das gibt einen schönen Effekt.


      


    Mir ist jetzt übrigens klar geworden, warum ich mit dem Bemalungsergebnis bei diesem Modell so hadere. Es liegt am Lack.....Es handelt sich um Revell-Aqua-Color. Die Farbe habe ich extra angemischt, um den hellgrauen Farbton des Baubogens zu treffen.

    Zusammengemischte Farben werden mit der Zeit jedoch grundsätzlich dicker von der Konsistenz, da kann man noch so viel verdünnen. Zudem treten nun verstärkt winzige, harte Partikel auf den lackierten Flächen auf, die sich im Lack befinden und nicht herauszufiltern sind.

    Aber ein Farbwechsel auf eine reine Farbe kommt jetzt nicht mehr in Frage. Da muss ich jetzt durch, und das Modell auch!

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  • Die Positionslampen wurden fertig, bestehen Stücker aus 6 Teilen, und schon sitzen sie oben auf dem Dach der Brücke:


      


      


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  • Die achtere Flak-Plattform steht nun an, später soll dort ein Zwozentimeter-Zwilling Platz nehmen. Hier die Bauteile:



    Die rechtwinkligen Stützen, welche achtern am Brückenaufbau anschließen werden, hab ich aus 0,5mm-Evergreen-Profilen nachgebaut. Aus Stabilitätsgründen hab ich zwei "Knotenbleche" eingefügt.

    Die verdoppelte und ausgestochene Plattform habe ich rundum mit einer etwas über 0,5mm schmalen Borte ausgestattet. Ich weiß, dass dort noch eine Reling angebracht wird. Aber trotzdem, da hab ich wenigstens einen vernünftigen Klebe-Untergrund.

    Am Übergang zum Aufbau hab ich beidseitig ein kleines Stückchen von 0,5mm-Evergreen-Profil einfügen müssen.

    Die Plattform dort war zu schmal, oder besser gesagt, der Aufbau zu breit geworden. Vermutlich wegen der aufgeklebten Rahmen, Kleber, Farbe etc.

    Egal, sieht jetzt im Rohbau so aus:



    Für die Flak-Plattform gabs eine Reling im LC-Satz.

    Grundsätzlich bin ich jedoch kein Fan von LC-Relings, zumal wenn ich was Besseres aus Ätzmetall habe.

    Dies war zum Einen ein Ätzsatz einer 3zügigen 1:250er Reling von Peter Hurler mit langen und kurzen Stützen-Abständen.

    Zum Anderen hatte ich ein Stück dreizügige Reling aus einem alten Ätzsatz der HMV-Von der Tann, der in der Länge exakt der Reling aus dem LC-Satz entsprach.

    Die Hurler-Reling musste ich etwas stückeln, um die passende Länge zu erreichen.

    Die HMV-Reling passte fast genau, war jedoch fast einen Millimeter höher.

    So sehen die Versionen aus:



    HMV Hurler Hurler HMV


    Ich entschied mich trotz des Relingsversatzes für die Hurler-Version. Die ist schön filigran und passend hoch.

    Weiterhin hab ich eigentlich noch nie eine Flak-Plattform ohne Bereitschaftsmunition gesehen.

    Deswegen, trotzdem nicht im Baubogen vorgesehen, werde ich der Plattform 2 selbstgedengelte Muni-Kästen verpassen, und zwar von außen.

    Innen wäre das zu knapp und würde den Schwenkbereich des Geschützes einengen.

    Die Kisten werden deswegen etwas über die Reling hinausragen und nach oben zu öffnen sein, nicht nach vorn wie bei der Plattform auf der Back.

    Hier die Kisten im Rohbau:



    Am achten Rund der Plattform wird eine allerliebste Hecklaterne ihren Platz finden:


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  • Die Plattform wurde mit Weissleim an ihrem Platz verklebt.

    Der nun wirklich ziemliche mickrige "Großmast" wurde aus 0,3mm-Federstahl und dem originalen Kartonfuß gebaut und unter der Plattform stb. angepappt..

    Die Rah und die Gaffel werde ich erst ganz zum Schluß anbringen, die reißen sonst beim weiteren Bau wieder ab.


      



    Leider hab ich vergessen, vom weiteren Bau der Muni-Kästen Fotos zu machen....aber dafür hab ich Rettungsringe nebst Aufhängung gedengelt....



    Und mit dem ganzen KrimsKrams, also Munikästen, Leitern, Fensterläden für die nach achtern gerichteten Fenster, Hecklaterne, wurde dann die achtere Flak-Plattform fertig.

    Und die Rettungsringe kamen auch an ihren Platz.


      


      


    Das war'sfür heute

    bis denne

    Tommi

    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

  • ...

    Mir ist jetzt übrigens klar geworden, warum ich mit dem Bemalungsergebnis bei diesem Modell so hadere. Es liegt am Lack.....Es handelt sich um Revell-Aqua-Color. Die Farbe habe ich extra angemischt, um den hellgrauen Farbton des Baubogens zu treffen.

    Zusammengemischte Farben werden mit der Zeit jedoch grundsätzlich dicker von der Konsistenz, da kann man noch so viel verdünnen. Zudem treten nun verstärkt winzige, harte Partikel auf den lackierten Flächen auf, die sich im Lack befinden und nicht herauszufiltern sind.

    Aber ein Farbwechsel auf eine reine Farbe kommt jetzt nicht mehr in Frage. Da muss ich jetzt durch, und das Modell auch!

    Du beschreibst es genau, Thomas!

    Die gleichen Probleme habe ich auch immer mal wieder, auch wenn ich nicht so viel lackiere wie Du (zuletzt bei einen VII C-Uboot; aus diesem Grund liegt der Bau schon einige Zeit auf Eis).


    Waren die Rettungsringe auch im Krieg rot-weiß gestrichen?

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Guten Abend ins Forum,


    besten Dank für all die dicken Daumen !


    Helmut:

    Das Benutzen von Lack bringt eben nicht nur Vorteile....

    Die Rettungsringe im Krieg waren zumeist nur rot.

    Aber meine Modelle haben gewisse, immer wiederkehrende Charakteristika.

    Poller und Anker sind z.B., immer schwarz, Treppenstufen immer holzfarben.....und Rettungsringe immer weiß-rot.... :D


    Und nu geits weiter auf der bislang völlig leeren Back.

    Als erstes werde ich zwei Niedergänge und vier doppelte Oberlichter bauen.


       

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  • Zuerst die zwei Niedergänge, Stücker letztlich 14 Teile:



    Die Schienen des Schiebedeckels hab ich aus gerecktem Weißmetalldraht gebaut und nach dem Bemalen wieder glänzemd gekratzt:


      


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  • Aber....da war noch was.....

    Ich war mit diesen Niedergängen nicht zufrieden.

    Ich bin dann einige Zeit mittels der Makros drumrumgeschlichen. Ich fand die Konturen zu verwaschen, zu unsauber, nicht akzentuiert genug...Es gefiel mir gar nicht, das musste besser werden. Langer Rede kurzer Sinn, ich musste nochmals ran, also jetzt zum mitschreiben:


    Verbaut wurde jetzt eine Kopie, das Original hab ich ja verbraten.

    Zuerst wurde das eigentlich einzeilige und zu knickende Bauteil völlig zerlegt, dann habe ich die einzelnen Teile nach dem Ausschneiden gewohnt genau mittels Weißleim verklebt. Im Gegensatz zu der ersten Version klebte ich die Wände aber UNTER die Deckplatte, nicht wie vorher seitlich daran.

    Das machte die Sache von vornherein schmaler, aber auch höher. Ich hab also unten eine Kartonstärke abgeschnitten, das Kästchen wurde auf 80g-Papier geklebt und scharf ausgeschnitten:



    Bislang hab ich die "Fachwerk"-Rahmen stets ausgestochen und dann aufgeklebt. Das führte jedenfalls bei mir stets dazu, daß die Kanten und Ecken nicht scharf ausfielen, sondern eher rund. Eine Überlappung der Ecken hab ich mit den Rahmen im Ganzen nicht hinbekommen.

    Dieses Mal verklebte ich rundum lediglich sehr schmale 0,5mm-Kartonleisten und baute die Rahmen so nach. Das ergab natürlich eine saftige Erhöhung der Teile-Zahl.....:dafür aber überlappende, scharfe Ecken und Kanten .



    Auch die Oberseite wurde mit 80g-Papier beklebt, sodaß nun der kleine Aufbau wieder die richtige Höhe hat. Zudem verschwanden so alle Kartonkanten oben, es ergab sich eine völlig glatte, scharfkantige Fläche:


      


    Dort wurden nun die dünnen Weißmetalldrähte aufgeklebt, welche die Schiebedeckel-Schienen imitieren sollen, sowie der Deckel selbst:



    Es erfolgte die Lackierung:


      


    Nun eine Gegenüberstellung der alten und neuen Niedergang-Häuschen:


      



    Also, ich fand's es deutlich schärfer und akzentuierter.

    Und nun wusste ich auch, warum ich mit der Brücke und den anderen Oberlichtern nicht so zufrieden war. Dort hatte ich auch die ausgestochenen Rahmen mit demselben, unscharfen Ergebnis verwendet.

    Wenn ich dort auch einzeln aufgeklebte Streifen verbaut hätte, wäre die Geschichte zwar aufwendiger, aber auch akzentuierter geworden.


    Nun ja.....hätte - hätte - Panzerkette.....

    Das werde ich nun nicht nochmal bauen !!!

    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

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  • Aber die restlichen vier Oberlichter werde ich so bauen wie eben beschrieben, die Grundlagen sind gelegt:



    War etwas aufwändig.....




    ....aber letztlich doch erfolgreich . Hier die vermaledeiten Dinger alle zusammen:


      


    Insgesamt beeinhalten diese sechs Kästchen 140 Bauteile!

    Und weils so schön war, hab ich die Kreuzpoller aus dem LC-Satz satt mit Sekundenkleber eingesabbert und auf ihre Grundplatten gestellt. Durch den etwas dicker auftrocknenden Sekundenkleber erübrigte sich das Verdoppeln der Kreuzpoller, sie hatten nun genügend "Körper".



    Die braunen Rechtecke sollen kleine Fußmatten für die Niedergangs-Häuschen darstellen...

    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

  • Und nun kam das ganze Geschlunze an Deck:


      


    Hier mal mit Lineal, um die Ausmaße des "Giganten" darzustellen:



    Ab morgen ist die vordere Flak-Plattform dranne.



    Bis denne

    Tommi

    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

  • Guten Abend ins Forum,


    erstmal allerbesten Dank für die vielen, vielen dicken Daumen!


    Also, noch 'ne Plattform, quasi für Turm Anton mit der Schweren Artillerie (3komma7cm Flak...)

    Die steht auf 8 L-Trägern nebst einem Mittelpfeiler. Die Träger hab ich schon aus 0,5mm-Evergreen-Profil grob zusammengeklebt und an einem Legostein (scharfkantig und 100%tig im Lot) genau rechtwinklig ausgerichtet.



    Zuerst hab ich mir einen kleinen Setzkasten gebaut, denn die insgesamt 8 Stützen haben zum Bug hin absteigende Stützenhöhen. Durcheinanderkommen war streng verboten !

    Die Winkel wurden mit "Knotenblechen" ausgestattet.



    Die Plattform selbst wurde verdoppelt und mit einem 0,5mm-Umleimer ausgestattet. Die Luken wurden aus einer Kopie ausgeschnitten und gesupert. Die Kästen unter der Plattform sind, ebenso wie die Mittelsäule, Evergreen-Profile.



    Die Stützen wurden in der korrekten Reihenfolge unter die Plattform geklebt, und der andere Kram auch angebracht.


      

    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

    Edited once, last by Klueni ().

  • Fertig ist das Dingen zwar noch nicht, schließlich fehlen noch Reling und 2 Muni-Kästen. Aber auf der Back Probesitzen ging schon mal:



    Und?

    Passt, völlig in der Waage!



    Die o.g. Flak-Plattform wurde nun mit Reling ausgestattet. Vorne mit einer Gottseidank gut passenden Hurler-Ätzmetall-Reling, hinten mit einem Teilstück der mit Sekundenkleber stabilisierten LC-Reling, eine Sondergröße mit Öffnungen zur Aufnahme der Muni-Kästen.



    Und die Muni-Kästen hab ich natürlich auch noch gebaut:



    Beim Einbau der Muni-Kästen ergab sich dann das erste wirkliche Passproblem, denn die Kästen, bewusst schmal gehalten, passten nicht durch die Relings-Öffnungen. Auch nicht, nachdem ich die Mittelstütze weggeschnitten habe.

    Also wurde diese Reling restlos entfernt, da musste was anderes hin:



    Der Versuch, die durchaus passende achtere Reling des Bootes, mit Sekundenkleber stabilisiert, umzubauen und zweckzuentfremden ging leider auch gründlich schief:


      


    Die Rettung brachte erneut eine alte Reling der SMS VonderTann von HMV, die passend zurechtgeschnitten werden konnte.


      

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  • Nun passte alles, die Leitern wurden noch zugefügt, 65 Bauteile waren verbraten:


      


    Das Dingen ist übrigens so groß wie mein Pfennig....und der ist wirklich nicht groß.....



    Als nächstes wurden zwei schmale Lüfter gebaut:



    Dies führt mich doch zu der Frage, wo denn beim KFK die Abgasanlage saß...Schlot, Auspuff o.ä. sind nämlich nicht vorhanden.....

    Letztlich kam alles an Bord und damit ist der Rumpf nebst Aufbauten fertig. 501 Bauteile schlugen zu Buche.


      


      



    Nun geht das Schiffchen in die Ausrüstung, angefangen wird mit den Winden vorn und achtern.

    Aber erst morgen!


    Bis denne

    Tommi

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  • Die Frage zur Gestaltung der Rettungsringe in #20 hat mir keine Ruhe gelassen. Auf alten Fotos sind die Ringe entweder einfarbig rot oder rot/weiß gemalt. Interessant finde ich auch, dass oft weiße Kenn-Nummern am Bug der KfK gefahren wurden.


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Guten Abend ins Forum,


    Helmut:

    Hmmmm.....das glaube ich eher nicht, denn das Schiffchen besaß immerhin ein adäquates 220 PS Dieselmotörchen, der zeitgemäß gerußt haben dürfte.

    Und ob diese Beeinträchtigung der Bereitschaft der Flak-Besatzung dienlich gewesen sein dürfte.....

    Ich vermute, der Abgas-Auslass könnte tief unter der Heckrundung in Höhe der Wasserlinie gesessen haben.....da könnten die Emissionen nicht so gestört haben.


    Klaus:

    Dank Dir für die Info aus berufenem Munde, da lieg ich ja mit meinen rot-weißen Exemplaren doch gar nicht sooo daneben !

    Auf Nummern-Bezeichnungen hab ich bewusst verzichtet, da ich ein eher beliebiges Exemplar dieser kleinen Schiffsklasse zeigen wollte.


    Sodele:

    Die Winde auf der Back stand an. Nicht nur eine Winde, wahrscheinlich auch für den Anker, sondern auch noch eine "doppelflammige Stehlampe".

    Sah ziemlich friemelig aus....und war es auch!


      


    Zunächst der erste Versuch....der ging mal wieder gründlich in die Buxe, zu grob und zu ungenau das Ganze. Außerdem hatte ich es geschafft, die Bauteile mit der Halterung für die Handkurbel falschrum einzubauen.....


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  • Also das Ganze nochmal...kenn ich ja bei diesem Bau schon:


      



    Natürlich hab ich wieder gepimpt. Der zweibeinige „Laternenpfahl“ ist nicht aus dem Bausatz, sondern aus Messingdraht nachgebaut. Viel filigraner und fester!

    Zudem hab ich zwei Handräder für eine Windenbremse zugefügt.

    Die Handkurbel ist aus dem LC-Satz, die Laternen Eigenbau.

    Die Abschlussscheiben der äußeren Winden hab ich mit einer meiner neuen Kugelpunzen pfannenförmig ausgeführt.

    Ergo 39 Bauteile mehr an Bord...


      


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  • So, die vordere Winde durfte an Bord probesitzen, musste aber jetzt erstmal wieder runter..

    Und nun wurde es interessant.

    Zwar gibt es im Baubogen Winde, Anker und Ankerkran.

    Aber was ist mit einer Kette. Und wo kam die her und wo ging die durch und wo hin ?

    Fragen, die ich durch eine Internetrecherche und eine Nachsuche in meiner nicht ganz kleinen Bibliothek zu beantworten versuchte.

    Gefunden habe ich konkret ..... NIX ....von Originalfotos schonmal GARNIX !

    Es gab zwar Bilder von Modellen mit Ankerketten, die wurden dann aber z.B. oben über den Schandeckel geführt, von einem Kettenkoker oder Ähnlichem gar keine Spur.

    Was tun, sprach Zeus, die Götter sind besoffen , und der Olymp ist...nun ja.....nicht mehr so gutaussehend....


    Von anderen kleinen Schiffen weiß ich, daß ein Kettenkoker oft hinter der Winde liegt. Vor allem wenns auf der Back so eng ist wie beim KFK.

    Also fing ich an, mein schönes Deck mit einem passenden Eisen zu malträtieren.....

    Ein selbstgedengelter 1mm-Kupferring fand sich auch noch.....




    ....und sieht jetzt so aus:



    und ein passendes, geschwärztes "Kettsche" hatte ich auch.



    Mal sehen, wie sich das Ankergeschirr so ergibt.

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  • Nun zunächst erstmal zu Anker und Kranbalken:


      


    Die LC-Version wurde zunächst etwas aufgepäppelt, die Fluken verstärkt und ein Ankerstock aus Messingdraht durch den Schäkel eingesetzt.

    Da oben aber ein weiterer Schäkel unumgänglich war, wurde der 2. LC-Anker um diesen erleichtert und das Ding oben auf den vorgesehenen Anker gesetzt:



    Der Kranbalken besteht aus 0,3mm-Federstahl. Er wurde im Bogen mit einer Klampe aus gerecktem Weissmetalldraht und an der Spitze einer Ätz-Öse ausgestattet.

    Der Anker wurde mit SEHR dünner Schnur an die Spitze des Kranbalkens getüdelt. Ein Tauende wurde mit der Kampe verbunden, an diese eine "Taurolle" aus 0,1mm-Kupferdraht geklebt und so die Verseilung imitiert.


      

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  • Sodele, Ankerkette:

    Die wurde in die Decksöffnung hinter der Winde geklebt, dann durch die Winde Richtung Bug gezogen.

    Vor der Winde wurde ein angedeuteter Kettenbremskasten nebst Umlenkrolle nach bb.an Deck installiert, die Kette durchgelegt und durch die benachbarte Klüse aussenbords geführt.


       


    Dann wurde das Ganze an Deck geklebt, die Kette passend gekürzt und am Ankerschäkel angedengelt.

    Vielleicht etwas wenig Spiel, aber sei's drum.

    So sieht das Ganze nun aus:


      



    Letztlich könnte in Fahrt wieder die Wischmeyer-Version, also Anker binnenbords und die Kette über den Schandeckel laufend, zum Tragen kommen.

    Aber für mich reicht das nun erstmal so gerade noch aus.......


    Bis denne

    Tommi

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  • Servus Tommi,


    ich freu mich, daß du den kleinen Schnuckel auch hier zeigst!


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934


  • Letztlich könnte in Fahrt wieder die Wischmeyer-Version, also Anker binnenbords und die Kette über den Schandeckel laufend, zum Tragen kommen.

    Aber für mich reicht das nun erstmal so gerade noch aus.......

    So ist der Anker „klar zum Fallen“.

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Moin Tommi,

    danke für die detaillierte Beschreibung von Anker und -winde. Ich bin immer auf der Suche nach solchen Beschreibungen, weil ich an meinen Modellen gerne eine gute Lösung dafür finden möchte.


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Guten Abend ins Forum,


    wiwo1961 :

    Das hatte ich auf der ZAMMA Oberhausen mit dem Helmut besprochen.


    Helmut B. :

    Stimmt !

    Aber in diesem Fall geht's ja gerade erst los......d.h., der Anker dürfte kurz vor der Übernahme an Deck stehen.


    DiHau :

    Ich freu mich auch immer, wenn ich genaue Beschreibungen oder Darstellungen von solchem Tüdelkram finde.



    So, und nun gehts wirklich an die Heckwinde, scheibchenweise ernährt sich hier offenbar das Eichhörnchen.....



    Und hier die ersten Schritte:



    Windenkasten, und die mittleren Trommeln. Das Scheibchen mit dem verzwirbelten Draht-Dingens sitzt mittig zwischen den Trommeln und hatte ganz sicher im Original einen Zahnkranz als Antrieb.

    Und den werde ich so darstellen. Erst streichen, dann außen abkratzen.....


    Die Winde wurde dann nach Plan zusammengebaut. Ergänzt hab ich neben dem "Zahnkranz" auch zwei "Rollenbremsen" nebst Handrädern.


      


      

    Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

  • Beim Einbau unter der achteren Plattform auf dem Achterschiff stellte sich jedoch heraus, dass letztere Ergänzungen zu groß waren und die Winde nicht an ihren engen Platz passte.....

    Also hab ich die Dinger wieder beschädigungslos abgebaut, und dann ging's.


      


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