Hochseeschlepper ELBE/CLYDE der Reederei L. Smit & Co, Internationale Sleepdienst Maatschappij vom Scaldis Cardboard-Modelclub im Maßstab 1 : 250

  • Von den berühmten Niederländischen Schiffen begeistern mich am meisten die Hochseeschlepper. Die HOLLAND steht schon im Regal. Nun soll die ELBE gebaut werden. Über den Bau möchte ich mit einem kleinen Bericht informieren.

    Ich arbeite grundsätzlich ohne Laschen. Die werden bei mir bis auf wenige Ausnahmen abgeschnitten. Ich klebe den Rumpfaufbau mit Uhu-Alleskleber. Von da an mit Kittifix. Aber Teile, die ich noch ein wenig verschieben muss, werden wieder mit Uhu geklebt. Die Bodenplatte und die Decks 9 und 27 habe ich mit Karton verdoppelt. Dadurch wird das Modell stabiler und ich kann den Kleber für die Bordwände gut auftragen. Wegen der Verdoppelung müssen die Spanten um 0,4 mm(2 fache Kartonstärke) gekürzt werden, sonst passt die Bordwand nicht. Ich habe dann die Spanten auf die Grundplatte, und das Deck 9 mit dem Bauteil(Bt) 10 versehen auf die Spanten geklebt. Ebenso Deck Bt 27. Alles steht auf einer glatten Fläche und wird beschwert. Erst nächsten Tag kann es weitergehen mit den Bordwänden.

    Die Bordwände habe ich in der Länge mit Seidenpapier zusammengefügt. Auf die Bt 30 31 konnte daher verzichtet werden. Dann Bb und Stb am Bug mit Seidenpapier verbunden, und am Heck an einer Seite Seidenpapier angebracht, um einen möglichen, späteren Spalt bemalen zu können. Vom Bug beginnend habe ich dann die Bordwände angebaut. Vor Bordwänden habe ich immer Angst. War hier aber unbegründet. Alles passt bestens zusammen. Den Maler konnte ich abbestellen. Die Ankerklüsen, Bt 32 wurden natürlich vor dem Anbau der Bordwände eingebaut. Wegen meiner Hektik habe ich aber die Bt 11 - 23 vergessen, die unter Deck 27 gehören. Muß man auch nicht bauen, weil sie später gar nicht mehr gesehen werden. Bei Aufbauteil Nr. 10 kann man auch so die Türen für die Schlepptrossen aufstehen lassen. Ich habe aber alles mit Aceton noch mal zerlegt und nach Einbau der Winden wieder zusammengefügt. Man sieht 2 Trossen aus den Türen rausgucken...Bei den Decksaufbauten habe ich die Fensterflächen und Bullaugen durch das transparente Papier der Briefumschläge ersetzt.

    Damit die Decksaufbauten auf den Decks Nr 27 und 39 passgenau angebaut werden können, habe ich die Bt 27 und 39 kopiert, auf verdoppelten Karton geklebt und um die Kartonstärke schmaler ausgeschnitten, dann entsprechend aufgeklebt. Jetzt habe ich eine Kante zum Anlegen und Ankleben der Decksaufbauten. So ist es viel angenehmer zu arbeiten, als mit den Laschen auf dem Deck herumzurutschen. So, jetzt ist erst einmal Pause. Morgen geht es weiter. Gruß Volker

  • OldLady58

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  • Hallo Volker,


    das wird ein sehr schönes Modell.

    Ich habe die Elbe vor vielen Jahren mal gebaut, damals mit Winde und einem Einblick in den 'gefakten' Maschinenraum durch die Luken. Das Bau hat mir damals viel Spaß gemacht, ich wünsche dir auch viel Freude beim Bauen.


    Viele Grüße

    Dieter

  • Ja, Danke für die netten Grüße.

    Jetzt geht es weiter mit dem Bau: 1. Bei den Decksteilen 38 und 42 mußte ich in der Länge eine kleine Kürzung vornehmen. Voran das lag, weiß ich nicht. Man sieht es dann beim Anbau ob es notwendig ist. 2. Als kleine Verbesserung habe ich Handläufe angebaut, die ich bei der Mellum vom HMV über hatte. Dort wußte ich nicht wohin damit, aber hier sehen sie sehr gut aus; es ist sogar ein feiner Strich für deren Lage an den Aufbauteilen angebracht. 3. Deck, Bt 39: hier kann man auf das vorgesehene Loch verzichten, weil es sich nach oben nicht fortsetzt. 4. Den Niedergang zum Deck, Bt 45, habe ich durch einen 30 Grad Niedergang vom HMV(Art Nr 5104) ersetzt.

    D 5. Die Bb und Stb Positionlichter auf dem Bogen haben mich nicht begeistert. Ich habe mir nach der Vorlage bessere konstruiert, und sie entsprechend am Bt 43 angebracht, nachdem ich die Aufdrucke ausgeschnitten hatte.

    6. Das Schanzkleid auf dem Brückendeck benahm sich beim Ankleben sehr widerspenstig, sodass ich es Stück für Stück angeklebt habe. An Stb musste ich bei dem Knick des Schanzkleides eine Längenkorrektur vornehmen. 7. Der Schornstein: Beim Innenskelett, d. i. BT 49, habe ich das senkrechte Teil(da steht 42 drauf) herausgeschnitten. Es ließ sich dann besser arbeiten. Das Schornsteinteil 48 und 49 mußte ich auf die tatsächliche Schornsteinfläche einkürzen. Ob das grundsätzlich so ist, kann ich nicht sagen. Unteres Teil von 49(da steht 45 drauf) so aufkleben, das der Klebepunkt für den achterlichen Mast zwischen Niedergangsöffnung und Schornstein erhalten bleibt. Oberes Teil von Bt 49(da steht 50 drauf) von den Laschen befreien, als Stabilisierung in das vorgeformte Bt 48 einkleben und dann alles stumpf aufs Deck und an Bt 42 ankleben. Bt 50 vorformen und mit der vorgegebene Lasche verkleben, den Deckel, Bt 51, ohne Laschen oben auf Bt 50 ankleben, damit der Schornsteinteil seine richtige Form erhält. Nachdem die Klebe trocken ist, kann der Schornstein jetzt vollendet werden. Leider habe ich gerade festgestellt, dass ich vom Schornsteinbau gar keine Bilder habe. Man möge es mir verzeihen.

    8. Bei der Motorenlüftung, Bt 52, musst du dich entscheiden: offene oder geschlossene Fenster. Bei offenen Fenstern muß der Innenraum schwarz ausgemalt werden. 9. Die Umlenkrollen, Bt 58 - 63 : Aus Bt 57 + 58 wird ein Tisch gefertigt, der die Poller aus Bt 59 + 60 aufnimmt. Nun werden die beiden Teile 61 und die Kreispaare 63 rückwärtig verklebt und mit Bt 62 zu 2 Pollern verarbeitet. Diese werden dann auf den Pollertisch geklebt. 10. Zu den Bt 64 - 140 sind keine Anmerkungen zu machen. 11. Die Rettungsboote, Bt 111 - 116: Bt 113 gehört zu Bt 114 und 115 zu 116wegen der unterschiedlichen Größen der Bootskörper. Für die Stützen der Davits, Bt F, habe ich aus 0,5mm starkem Draht entsprechende Längen geschnitten und angebaut. Mit Leingarn habe ich die R-Boote an den Davits befestigt. 11. Jetzt ist erst mal Schluß. Morgen geht es weiter.

  • Baubericht der Dritte! Zuerst einmal Danke für anerkennende Worte und die erhobenen Daumen. Ich muß jetzt noch ein Bild für die Pollerbank, Bt 59 - 63, einfügen. Das hat letztes Mal nicht mehr hinein gepasst: 1. Dem Kompaß auf dem Peildeck fehlte die Farbe für Bb + Stb. Habe ich ergänzt.

    2. Für die Steuerräder, Bt 122 + 141musst du dir die Stützen selber anfertigen. Ich habe versteiftes Leinengarn von 6mm Länge genommen. 3. Die Relingsteile habe ich nach den gedruckten Vorlagen aus meinen Fadenrelings selbst gefertigt. Da Anfang und Ende, sowie die Kickpunkte nicht immer passen, ist dies eine wirkliche Fleißarbeit. Aber das Ergebnis entschädigt für den Aufwand!

    Für die Herstellung der F-Reling habe ich mir aus verstärkter Pappe einen Rahmen gebaut, der waagerecht Einkerbungen für die Züge, und senkrecht welche für die Stützen hat. Ich kann den Rahmen auf der vorderen und hinteren Seite durchgehend bespannen, sodaß sich nur ein geringer Abfall an Garn ergibt. Das Garn hat die gewünschte Farbe der Reling. Die Kreuzungspunkte klebe ich mit Kittifix und besprühe alles mit Haarfestiger. Nun habe ich eine feste Reling. Auf dem Bild erkennst du das Prinzip.kartonbau.de/attachment/799031/ Allerdings habe ich damals das Garn noch angemalt. Aber das ist eine schlechte Lösung, weil alles sehr steif ist.

    3. Die Antenne, Bt L, hat m. E. nur eine ungenügende Darstellung. Hier ist Eigenkonstruktion angesagt. Ich habe 2 Kreise von 3,5mm Durchmesser ausgestanzt und einen Innenkreis von 3,0mm mit dem Cuter ausgeschnitten. Man wünscht sich Lasercut!!

    4. Bei den Bauteilen 106 - 109 habe ich vollkommen versagt, weil ich zu ungeduldig war. Erst die Anleitung auf der 3. Seite lesen... und dann bauen. 5. Bei den Masten zeigt sich ein kleiner Mangel des Baubogens. Die Teile hierfür sind nicht auf Karton gedruckt, sie liegen nur auf Papier gedruckt als Klebevorlage vor. Ich habe Karton verdoppelt, Die Vorlagen aufgeklebt, mit dem Cuter ausgeschnitten und angemalt. Den vorderen Mast(Peildeck) habe ich das erste Mal aus Zigarettenpapier gedreht. Das ist ganz ordentlich geworden. Der Aufbau der Masten ist problemlos, ebenso das Anbringen der Positionsleuchten. Allerdings muss bei dem Niedergang hinter dem Schornstein das zum Sch.-stein zeigende Relingsteil entfernt werden, weil sonst der Mast nicht angebaut werden kann.

    6. Der achterliche Baum soll gewöhnlicher Weise auf dem Bt. 144 aufliegen. Dies ist aber nicht möglich, weil die Konstruktion mit dem "Pollertisch" kollidieren würde. Ich habe statt dessen 2 Kreise ausgestanzt, Durchmesser 3,0 und 1,5mm, übereinander geklebt und auf dem Deck, Bt 27, angebracht, und darauf das Baumende geklebt. Sieht auch schön aus.

    7. Die Bügel auf dem Achterdeck musst du wenige mm länger schneiden als angegeben, und beim Anbauen auf die richtige Länge einkürzen.

    8. Die Ankerwinde: wie bei jedem Schiff bereitet sie auch hier Schwierigkeiten. Ist sie doch mal wieder breiter als die Bodenplatte, Bt 82. Aber man bekommt sie schon zusammengebaut.

    9. Bei der Takelage habe ich mich nach dem Gemälde des Baubogens gerichtet. Ich nehme die Längen mit dem Stechzirkel am Modell ab, schneide sie vor und klebe sie dann mit Kittifix an. Ich benutze dafür Leinengarn in der passenden Farbe, dass ich mit Sekundenkleber versteift habe.

    10. Schluß: Das Modell war gut zu bauen und es ist passgenau. Ja, es hat Spaß gemacht. Mit einem Lasercutsatz wäre vielleicht eine größere Detailtreue herausgekommen, aber ich finde, dass dieses Schleppermodell auch durch seine Schlichtheit besticht. Neben der Seefalke vom HMV und der Holland von diesem Verlag, macht die Elbe ein gutes Gesicht. Noch ein kleiner Mangel sei zu allerletzt angemerkt: Die Fahnen und Flaggen sind auf das glänzende Umschlagspapier gedruckt, sodaß man dafür nochmal in den Kopierladen laufen muß. Das ist doof!

  • Ja, ich wusste, dass sie beide kommen würden, aber leider war ich Ortsabwesend und konnte sie deswegen nicht besichtigen. Danke für die schönen Bilder.

  • Moin Volker,

    nun habe ich den Bericht doch heute Abend noch gelesen. Sehr akkurat gebaut und umfangreich beschrieben. Tolle Arbeit. Ich muss sagen, dass Deinen Fadenrelings sehr sauber gearbeitet sind und gut auf das Modell passen. Ein Gewinn für den sich der wahrscheinlch sehr hohe Zeitaufwand echt gelohnt hat.


    Ich bin schon auf den nächsten Schlepper gespannt :)


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Danke an alle, für die anerkennenden Worte. Ja, die kleine Schlepperflotte zeigt meine Hochseeschlepper. Den Rest habe ich in der Vitrine versteckt.

    Und für Hajo: Du warst wohl mal Kriminaltechniker, dass du den Ortsnamen Vegesack hast lesen können. Das Brett hat vorher den Schleppern Vegesack, Rekum, Sirius und Steinbock vom WHV als Helge gedient.

    Und für Dirk: Welcher Schlepper nun der nächste wird, ist noch offen. Bugsier 14, Passat-Verlag, Bugsier 18, Jabietz-Verlag, Zwarte Zee, Scaldismodelclub oder die Bremerhaven, Passat-Verlag sind mögliche Favoriten. Helft mir, ich kann mich nicht entscheiden.

  • Zwarte Zee wäre meine erste Wahl.

    Viel Spaß beim Aussuchen des "Richtigen"


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • ...Welcher Schlepper nun der nächste wird, ist noch offen. Bugsier 14, Passat-Verlag, Bugsier 18, Jabietz-Verlag, Zwarte Zee, Scaldismodelclub oder die Bremerhaven, Passat-Verlag sind mögliche Favoriten. Helft mir, ich kann mich nicht entscheiden...

    Das würde mir auch schwer fallen! Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, dass sowohl die 14 als auch die 18 sehr viel Spaß beim Bau machen...

    Beste Grüße

    Fiete

  • An Torsten: Danke für die Glückwünsche!

    Die Auswahl wurde folgendermaßen getroffen: Ich habe gesehen, das ich für die Zwarte Zee einen Lasercutsatz bestellen kann. Das wird umgehend geschehen. Bis der aber eingetroffen ist, fang ich mit der Bugsier 14 an. Danke für eure Hilfe.

    Grüße von

    Volker