H0 Lokomotive E 92 im 3D-Druck

  • Hallo Modellbahnfreunde,


    lange habe ich nichts geschrieben. Aber untätig war ich deshalb nicht.

    Vor einigen Jahren bekam ich einen 3-D Drucker zum Geburtstag geschenkt, einen Tronxy X1.

    Im Netz wurde das Gerät verrissen. Da mich sowas eher anspornt habe ich ihn etwas getunt und mich mit dem Gerät vertraut gemacht.

    Dabei kam etwas heraus, was ich euch zeigen möchte. :cool:




    Und was hat das Ganze mit Kartonmodellbau zu tun, werdet ihr fragen?

    Ganz einfach, der Faltenbalg zwischen den Maschinen ist aus schwarzem Karton!

  • Hallo Frank,


    ja Druckdaten sind das Erfolgsrezept, aber sie lassen sich bekanntermaßen nicht ohne weiteres auf andere Drucker, Materialien und Modelle übertragen.

    Das wichtigste sind Erfahrungen. Bei mir hat das 2 Jahre gedauert bis ich das Setup einigermaßen verstanden habe und ich lerne immer noch.

    Das Wichtigste ist die "druckerfreundliche" Konstruktion des Modells. Was ich damit meine, siehst du an folgendem Bild der Hauptbauteile (die Dächer stehen beim Druck senkrecht):



    Ich habe mit "Cura" die Modelle aufbereitet und da "Cura" meinen Drucker nicht erkennt, mit "Repetier" gedruckt,

    Die Düsengröße ist 0,2mm bei einer Schichtdicke von 0,1mm.

    Die Druckgeschwindigkeit war 20mm/s und die Drucktemperatur lag bei 190...220°C, je nach Material und Erfolgsaussicht.

    Bei der Druckplattenhaftung kommt meist Skirt zum Einsatz. Mehrere Teile drucke ich nacheinander.

    Ansonsten bleibe ich meist bei den Standard Einstellungen. Bei Druckfehlern versuche ich, wenn der Drucker i.o. ist, einzelne Parameter anzupassen. Das ist dann aber oft "woodooh". :D


    Gruß

    Peter


    PS.: Besten Dank an alle für den "Daumen hoch"! Das es euch gefällt, freut mich außerordentlich.

  • Servus Peter,


    grandios was du aus deinem Drucker (Schnürldrucker) herausgeholt hast. Mich würde interessieren, wie das Ding aussieht, wenn ich es mit meinen SL1S in höchster Auflösung drucken würde.

    .


    Servus aus Wien


    Robert


    "Stell dir vor da ist ein Forum und keiner schreibt was rein!"


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  • Hallo,


    "0.2mm Düse ist problemlos oder verstopft die gerne?"


    Vor dem Druck presse ich 50mm Materialstrang durch die Düse in den Müll. Wenn das problemlos klappt, gelingt der Druck meist auch.

    Nur wenn das Material lange in der Düse steht kann es Probleme geben da dann zuviel Material aufgeschmolzen wird und die Zuführung nicht mehr "durchkommt". Mittlerweile habe ich mir 0.15mm Düsenreinigungsnadeln für den Ernstfall zugelegt.

    Wichtig ist, daß das Material erst ganz unten in der Düse aufgeheizt wird. An der Düse liegt es meist nicht, sondern an zuviel aufgeheiztem Strang.


    Hallo Robert,


    nach so einem "Resin" Drucker habe ich auch schon geschaut. Bei einer Pixelgröße von 0,05mm kann man ganz anders konstruieren. Dann sind Nieten, Griffstangen, Türklinken, Fenster, Lichtleiter, Dachösen u.a. möglich. Da können sich die Modellbaufirmen warm anziehen. Bisher habe ich aber von der Anschaffung abgesehen, da ich die gesamte Handhabung und den Geruch scheue. Ich könnte mir vorstellen, daß die Modelle nach diesem Verfahren sehr nahe an Industriemodelle herankommen. Auch sehe ich den Vorteil, daß man das Modell nicht so stark zerteilen muß, sondern beispielsweise den gesamten Lokkasten in einem Teil drucken könnte. Bei youtube gibt es Beispiele die von Industriemodellen kaum zu unterscheiden sind.


    Nun habe ich auch eine Frage an dich. Warum werden beim "Resin Druck" die Modelle um alle Achsen schief in den Bauraum gelegt? Gerade Flächen werden dann ja wieder Treppenförmig ausgeformt, zwar nur mit 0,05mm Treppen, aber doch sichtbar. Mein Modell habe ich so zerteilt, daß alle ebenen Flächen möglichst parallel zur Tischebene verlaufen um Treppen zu vermeiden.


    Gruß

    Peter

  • Warum werden beim "Resin Druck" die Modelle um alle Achsen schief in den Bauraum gelegt? Gerade Flächen werden dann ja wieder Treppenförmig ausgeformt, zwar nur mit 0,05mm Treppen, aber doch sichtbar. Mein Modell habe ich so zerteilt, daß alle ebenen Flächen möglichst parallel zur Tischebene verlaufen um Treppen zu vermeiden.

    Servus Peter,


    beim Resin Druck ist es notwendig den Flächeninhalt des Druckes auf ein minimum zu reduzieren. Da der Druck ja bei jeder Schicht von der Plattform abgezogen werden muss, benötigt er bei einer schiefen Lage im Bauraum dazu weniger Kraft.

    .


    Servus aus Wien


    Robert


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  • Hallo,


    heute habe ich noch ein Foto vom Zustand unter der Karosserie gemacht.



    Innerhalb des schwarzen Grundrahmens liegt horizontal eine Leiterplatte, die alles elektrische für Analogbetrieb trägt. Alsda sind Entstördrosseln, Motor Anschlüsse, Zweifarb-Leuchtdioden, Radschleifer und eine Sub-Leiterplatte mit Einfarb-LED und Schutzdiode für das obere Spitzenlicht. Nur der Entstörkondensator ist direkt am Motor verlötet.


    Gruß

    Peter