Puffer Starlight 2022 - Paper Shipwright, 1:250

  • Hallo in die Runde,


    ich habe begonnen die PUFFER STARLIGHT zu bauen. Ich hatte einen Fehldruck erhalten, der jedoch sofort von David Hathaway ersetzt wurde. Eine kurze Verzögerung im Werftgeschehen diente dabei der inneren Einkehr und der Vorproduktion der Teile die von der Maläse nicht betroffen waren.


    Leider sind die Bestellungen in GB etwas teurer geworden, weil Steuern und Zollverwaltungsgebühren dazukommen. Aber das funktioniert reibungslos und David erhält sein Geld direkt. Es gibt jedoch auch Händler in Deutschland, die Paper Shipwright Modelle vertreiben. Auch da wird David sein Geld erhalten und die Steuern und Zollgebühren sind bereits eingepreist. Sollte auch fair ablaufen.


    Das Modell ist von ´bauerm` konstruiert und fällt durch seine Detailliertheit auf. Meine Grenzen dabei werde ich versuchen zu beschreiben.


    So sieht es jedefalls aus wenn man auf das Deckblatt schaut.



    Wer genau hinschaut sieht, dass die nötigen Vorarbeiten für die Kiellegung erfolgt sind und die Konstruktionszeichnungen komplett vorliegen. Also:



    Zack! alles zusammengeklebt. Der Cent ist nicht vergrößert dargestellt.



    Und unter den Gewichten befindet sich der Rumpf. Jetzt habe ich festgestellt, dass die Rückseite des Kartons nicht bedruckt ist. Wie gesagt, David hat sofort reagiert und einen ersatzbogen geschickt. Die Zeit habe ich genutzt um Teile, die keinen rückwärtigen Druck haben zu bauen:


             


    Meine Lieblingsteile habe ich hier zu einer Ankerwinde mit Ladewindenfunktion zusammengebaut.



    Zum Einbau werde ich dann noch nachfärben.


    Aber jetzt werden Koffer gepackt, kleine PUFFER werden mit genommen und dann geht es ins Rheinland - mit bedruckter Rückseite.


    Ich lasse von mir hören.


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Guten Tag in die Runde,


    der kleine PUFFER hat die Reise gut überstanden. Passte in die Portokasse. :) Mit der Fotodokumentation bin ich mit dem Baufortschritt nicht so ganz mitgekommen. Aber ihr könnt Euch sicher vorstellen welche Schritte erfolgt sind, falls sie nicht auf den Fotos vorkommen.



    Die Bordwände haben super gut gepasst. Leider ist bei mir das Deck achtern gegenüber der Bodenplatte etwas nach Steuerbord verschoben. Dadurch wurde das Heck etwas schief. Ich konnte mit dem Ruderschaft jedoch den Eindruck etwas kaschieren.


    Ladeluke mit Streben sowie Mastfuß und Bordwandstreben sind fertig. Das Maschinen`haus` und der Ruderstand sind im Folgenden gut zu erkennen. Hinten muss ich ein Stück einpassen. Da gi,tb´s eine Diskrepanz zwischen Deck und Schanzkleid.



    Gut zu erkennen das Steuerseil und der Stummel der `Pinne´.



    O oh. Diese und weitere Kleinteile wurden nach und nach verbaut. Das kleine Stück Leiter (zum Führerstand) hatte ich noch aus einem ander LC-Satz.



    Das Steuerrad und einige der (vorgeschlagenen) Bedienungselemente konnte ich schadensfrei aussticheln und verbauen. Einige jedoch starben mir unter der Klinge weg. Ich hoffe das Schiff bleibt manövrierfähig.


    Das Backdeck:



    Die Bauteile finden alle ihren Platz. Ich stelle mir jedoch vor wie schlank die Mannschaft sein musste, um sich dort bewegen zu können.


    Das Rettungs- (Arbeits-)boot liegt schon an seinem (Reise-)Platz und macht deutlich: bevor hier be- oder entladen wird müsst ihr mich erst einmal beiseite legen. Das macht nachher beim Takeln eine kleine Vorgabe. Mal sehen.


    Hier nochmal eine Gesamtansicht mit Cent:



    Ups, da ist ja auch schon der Schornstein fertig zum Puffern :) Ich stelle mir das Geräusch ähnlich dem eines Lanz Buldog vor. Witzig.


    Es folgt nun die Takelage. Ich versuche möglichst immer mit Kartonröhren zu arbeiten. Hier ist alles etwas kleiner, auch der Durchmesser von Mast und Ladebaum.



    Dass ich die vorgesehenen Laschen nicht verwenden könnte, war mir von vornherein klar (Lasche beim Baum breiter als das `Gelb´ der Röhre). Aber ich habe tapfer gerundet, den Karton "gespalten" und gerundet, mit Weißleim eingeweicht :) und versucht die Röhre hinzubekommen. Sieht gut aus, aber nur von Oben und Vorn.


    Nach einer 180° Wende sieht man , dass es für eine Röhre etwas viel Material war und das Dünne nicht ganz in das Dicke passt.



    Der Mast kann das verkraften. Die Naht nach hinten und zack... Der Baum hat nun eine fest definierte Ober- und Unterseite. Wenn man bedenkt, dass vom Konstrukteur vorgesehen war, die zwei Röhren des Baums ineinander zu schieben....


    Der Weißleim muss nun ausgiebig trocknen, damit Mast und Baum die nötige Haltung annehmen und bewahren können. Also: Pause


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin in die Runde,


    nun ist also takelarbeit angesagt. Bevor mir der Schornstein umfällt, muss ich als erstes mal diesen abspannen.



    Hat rechtzeitig geklappt.


    Bevor ich den Mast aufstelle baue ich mir erst einmal ein paar Blöcke in der entsprechenden Ausführung. Die Skizze für die Takelage ist zum Glück sehr schön detailliert. Gestanzte Kartonteile werden mit einem Bügel versehen:



    Die Ausführung erlaubt das Durchfädeln des laufenden Gutes. Damit lässt sich dann die Takelage nach und nach gut in Spannung versetzen.


    Zunächst wird die Mastspitze mit Takelung und Umlenkrollen versehen und der Mast aufgestellt.


     


    Erst das Vorstag und dann die Wanten und der Mast steht sicher, bevor sich die Ordnung wieder in ein Chaos verwandelt, wenn das laufende Gut vormontiert wird.


         


    Gut erkennbar die Blöcke mit den eingeführten Tauen. Es ist jedesmal ein spannender Moment, ob die Zahl der Blöcke richtig ist und die Taue die richtige Länge haben und keine Knoten entstanden ist. Es ist schon verflixt, dass die Fäden immer so widerspenstig sind.



    Bei Sonnenlicht sieht es richtig aus. Und die direkte Seitenansicht ist auch korrekt:



    Hier sieht man schön die Idee den Block mit dem Haken gegen schwingen und schlagen zu sichern. Wie oben bemerkt: das Arbeitsboot muss sowieso als erstes beiseite geräumt werden....#


    So, nun sind keine Baugruppen mehr da. Alles verbaut. Fertig. Dachte ich. Aber: Ich hatte den Bogen mit der Schablone für die Relings übersehen. Stimmt, da fehlt noch was.


    Weil meine Reserve an Fadenrelings zwar groß, die Farbe jedoch weiß ist (Handlauf braun), muss ich nun noch schnell die Schablone bauen, bespannen und die Fäden mit verdünntem Weißleim verkleben.



    Also: wieder Pause bis alles trocken und hart ist.


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin in die Runde,


    So, trocken und (fast) hart, wie das bei Fadenrelings nunmal so ist. Nebenbei ist auch die Leiter für den Mast entstanden. Die Schablonen von David - oder sind die auch von `bauerm´ - sind gut zu gebrauchen. Die Ergebnisse passen gut auf das Modell.



    Bei der Konstruktion ist von Vorteil, dass die Stützen unten nicht freistehend vorgesehen sind. So lässt sich die Reling ganz einfach montieren und der unterste "Durchzug" verschwindet hinter einer kleinen Kante der Bordwand.


    Aufmerksame Betrachter haben schon gemerkt, das auch die Giertaue für den Baum noch gefehlt haben. Hier sind sie schon mal an der Bordwand fixiert. und nach der endgültigen Verspannung kann das Kontrollfoto präsentiert werden:



    Ich stelle fest: Abbildung ähnlich ;) und ein zufriedener Schiffsbauer. Es folgen nun die Bilder der Galerie.



    Resümee: ein hübsches kleines Modell, das aber durchaus seine Herausforderungen hat und sich nicht vor anderen verstecken braucht.


    Apropos verstecken bzw. mal zeigen: Meine kleine englische Flotte ist nun also etwas angewachsen:



    Hier sind die kleinen Engländerinnen. Jede für sich eine Schönheit.


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • DiHau

    Added the Label Completed
  • Servus Dirk,


    Eine schöne kleine Flotte hast du da, die gefallen mir!

    Gibts dann auch mal einen Hafen oder was ähnliches dazu?


    Herzlichen Gruß

    Robert

  • Moin Robert,

    danke für Deine Antwort. Ich bin nicht so der Konstrukteur und mein `Hafen´ ist ein Clubmodell vom HMV. Whiskey-Brennerei am Verladekai.


    Leider sind da schon Welle und Unterelbe und diverse andere (Albion&Cleaner) (Scheelenkuhlen) verankert. Etwas bunt gewürfelt für einen britischen Hafen. Vielleicht baue ich noch mal um.



    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Hallo in die Runde,


    ich bedanke mich nochmal für die vielen Daumen und Kommentare. Es ist immer wieder Ansporn, das nächste Projekt anzugehen. Ich habe mir schon mal die EARNSLAW von Paper Shipwright auf den Nachttisch gelegt, damit ich ein wenig Nachtlektüre habe. Mal sehen wann die Kiellegung erfolgen kann. Der letzte Baubericht den ich gefunden habe, ist von Pappi aus dem Jahr 2017 und macht eine Menge Neugierde auf dieses schöne Schiff. Ich werde mich melden...


    Gruß in die Runde aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Ja, wirklich eine schöne Flotte. Es macht immer eine Freude Schiffe einer bestimmten "Sorte" zu bauen. Vielleicht können wir den Dirk ja doch mal ermutigen einen Hafenausschnitt aus London zu bauen. Wie wär das??

    Gruß von Volker