SMJ Hohenzollern 1:250, HMV

  • Lange hat der Modellbogen gelegen.

    Und nun soll er aus der Zwei- in die Dreidimensionalität erhoben werden. Da das Modell schon öfters hier vorgestellt wurde, beabsichtige ich nicht, eine Komplettbaubeschreibung zu liefern, sondern ausgewählte Bauabschnitte.

    Das Hauptdeck wird an Spant 5 angebracht ,und sonst dienen nur die Spanten als Begrenzung für die Längsrichtung. Das ist mir schon bei vielen anderenModellen nicht ganz geheuer vorgekommen. Das kann zu Ungenauigkeiten führen. Dehalb habe ich an einigen Stellen des Mittelspanten Führungslaschen angebracht, die in eigens dazu genau angepasste Schlitze kommen. So bekommt das Deck eine gute Ausrichtung und kann nicht auf die Seite abdriften. Vor dem Einbau des Hauptdecks habe ich an den markierten Stellen durch kleine Drahtösen - über einen Nadelspitze verdrillter Draht- die Aufnahmeösen für die Wanten angebracht und von unten verklebt.


          



    Die Außenhautteile besitzen in der Länge etwas Reserve, die u. U. abgeschnitten werden müssen.

    Die Außenhaut soll am Bug und Heck stumpft zusammenklebt werden. Beim Bug klappt das ganz gut. Beim Heck habe ich aus Zigarettenpapier Klebelaschen benutzt. So bekam ich eine größere Klebefläche. Beim Bug kommt an die Außenhaut das Walbuckeldeck. An dieser Stelle soll auch stumpf verklebt werden. Das erwähnte Papier half auch hier genau wie bei dem Zusammenkleben der Heckstreifen.

  • Die Frage der passgenauen Längszentrierung des Brückendecks wurde ähnlich wie beim Hauptdeck gelöst. Das große Deckshaus # 32 bekommt oben einen Abdeckung. Diese habe ich drei großen Löchern versehen, damit ich die Klebelaschen gut an das Hauptdeck andrücken kann.


    Ein kleiner Gag stellt die Sitzgruppe #34 dar. Auf der sind die Bilder der damaligen Verantwortlichen für das Modell abgebildet.

  • Das Brückendeck kragt nach vorne über. Deshalb bekommt es Stützen. Die habe ich anders als vom Bogen her vorgeschlagen nicht aus dem Karton angefertigt. Über einen ganz dünnen Stahldraht habe ich Zigarettenpapier gewickelt, so dass Rundstützen entstanden sind, was wohl den Original eher entspricht als Flachstützen, an deren Ecken man sich verletzen kann.

    Die Bullaugen etc. des Rumpfes und der Aufbauten habe ich nicht ausgeschnitten. Dafür ist aber das Durchsichtigmachen der Brückenfront und später der Nocken ein Muss. Dazu braucht es aber ein ganz scharfes Messer. Etwas ganz dünne Folie stellt das Glas dar.

       

    Die Bilder für die Steuereinrichtung - es gibt deren zwei auf dem Schiff- sind in der BA etwas verwischt und auch in s/w- sind hier etwas deutlicher.

  • Was bedeutet das Beuteil 27 b und wie wird es zusammengebaut?

    Das ist vermutlich, wie Zaphod schon geschrieben hat, eine Rettungs“Boje“ (eventuell mit einem Licht), die fernausgelöst werden kann.

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Moin Ulrich,

    hat Dich der Größenwahn gepackt? Maßstab 1:20?

    Oder hast Du nur die fünf zwischen der zwei und der Null vergessen? Wenn übrigens beim HMV in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren alles klappt, kommt noch das Depeschenboot Sleipner dazu.

    Gruß

    Jochen

  • Robert Hoffmann

    Changed the title of the thread from “SMJ Hohenzollern 1:20, HMV” to “SMJ Hohenzollern 1:250, HMV”.
  • Wie gut, dass es die Moderatoren gibt. Danke an Robert. 1:20 überschreitet meine Möglichkeiten enorm. Also bleibe ich beim gewohnten 250er Maßstab.

    Ulrich

  • Hallo Ulrich,


    ich habe Deinen Beitrag leider erst jetzt bemerkt. Das schöne Schiff liegt bei mir auch noch auf Halde, ich werde also aufmerksam zuschauen.


    schöne Grüße vom Südrand,

    Max

  • Hallo Ulrich,

    eigentlich könnte ich den gesamten Beitrag meines Vorredners zitieren, denn auch bei mir liegt der Bogen dieses schönen Schiffes noch unangeschnitten auf dem Bogenstapel. Das heißt auch ich werde dir aufmerksam über die Schulter schauen.


    Sleipner wäre eine schöne Ergänzung.


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • hallo Ullrich, schön, daß du die Kurve gekriegt hast und den Bogen in Angriff nimmst.

    Ich bin immer noch nicht so weit, dabei schreit meine Kaiserliche Flotte förmlich nach ihr, der Yacht des Kaisers.

    Wünsch gutes Gelingen.


    Gruß

    Harald Steinhage

  • Zur besseren Fixierung des oberen Brückendecks habe ich auf dessen Unterseite Klebelaschen angebracht, die genau bugwärts und achtern genau in das Brückenhaus 67 passt. Dadurch kragt die obere Schanz in der Mitte etwas über. Auf den Nockseiten sind die beiden Brückenschanzen bündig verklebt.


          

  • Das Modell sind sehr detailliert konstruiert. So fehlen im oberen Kartenhaus , das achtern hin offen steht, die Ablagen unter den Fenstern nicht.


    Bei den Oberlichtern # 44 und 45 sind die Deckel etwas breiter als der Unterbau. Auf den Fotos der BA sieht alles bündig aus. Also hier wurde nachgebessert.

  • An den Schornsteinen werden später die Stage angebracht. Die Markierung sind markiert. Ich möchte aber die Stage aber nicht nur so auf den Karton kleben. Deshalb habe ich Ösen engefertigt. Die aber liegen etwas oberhalb des Schornsteindeckels. Ich habe neue Scheiben geschnitten und von oben aufgebracht. Die Schornsteinkappen habe ich überlappen zusammengeklebt, so dass sie nicht stumpf zusammengefügt werden müssen.

    Hier noch nicht ganz geschlossen.


    So sieht das Modell jetzt aus.

  • Die Heckgalerie wird unten von Traversen gestütz. Leider gab es keinen Ätzteile mehr. Deshalb war Marke Eigenbau gefragt. Der Kreis wurde mit einer Nadel ausgestochen. Die Fase auf der Rückseite wird mit einer Glasfeile ganz vorsichtig geglättet. Die Dreiecke sind mit einer ganz scharfen Olfasklinge ausgeschnitten.

  • Hallo erstmal,

    schaut schon richtig gut aus.


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Moin Ulrich,


    ein feines Modell, Deine "Hohenzollern" :thumbsup:

    Vor ca. 12 Jahren habe ich sie auch gebaut und fand die kleinen Details super (z. B. die "Galerie der Verantwortlichen").
    Zur "Rettungs-Boje" kann ich nicht viel sagen, ich muss gestehen, dass ich sie bei meinem Modell weggelassen habe (sie kollidierte sowieso mit der Reling der Heck-Galerie).


    Viel Spaß weiterhin :thumbsup:


    LG


    Lars

  • Wenn sie an ihrer Stellen stehen sieht man sie wegen der Schanz kaum noch.


     


    Auf dem rechten Bild erkennt man etwas über der Bildmitte auf den Deck eine Öse. Ich habe alle nötigen Ösen aus brünierten 0,3mm Draht über einer Nadelspitze verdrillt und dann den Fuß von unten ans Deck geklebt. Diese Ösen werde später die Wanten des Mastes und auch die diversen Stage aufnehmen.

  • Bis hierher ist der Bau gediehen. Weiter kam ich noch nicht, weil seit mehr als drei Wochen die bestellten LC Relings fehlen. Wenn die Davits und Boote schon an ihrer Stellen wären, gäbe es eine größere Fummelei, die Relingteile anzubringen. Deswegen heißt es Geduld auszubringen. Es gibt ja noch mehr Modelle, die auf ihre Fertigstellung warten.


    Die Masten sind alle mit einer Drahtseele versehen

  • Nach einer längeren Pause konnte ich nun die Hohenzollnen beenden. Ich musst insgesamt 8 Wochen auf LCRelingscwarten, denn den Ätzsatz gibt es schon lange nicht mehr. Die Gangwaysreling sind von dem Foto auf der Rückseite der Bauanleitung genommen und auf 1:250 skaliert.


    Hier wird die Dampfyacht von den zwei kaiserlichen Segelyachten begleitet. Dazu sieht man das Achterschiff der Panther.


  • Das Modell von vorne und achtern gesehen. Die Gangways stehen auf der Wasserlinie etwas von Rumpf ab, weil dieser nach oben etwas zur Achiffsmitte eingezogen ist. Ich habe jeweil einen kleinen Kartonstreifen als Halterung unter die Gangways und den Rumpf geklebt.

      




  • Der Flaggenschmuck lässt sich dippen. Oben am Mast und unten and Deck habe ich Ösen eingeklebt und mit einem hellen Faden -der soll die Flaggenlinie aus Naturmaterial darstellen- einen lange Schlaufe angefertigt. Dort, wo das Garn zusammengeklebt ist kamen die Flaggen hin, damit die Klebestellen verdeckt sind.

  • Hallo Ulrich, wunderschöne Modelle und Klasse-Aufnahmen!

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Hallo erstmal,

    sehr schön. Ob ich meinen, noch unangeschnittenen Bogen so hinbekomme ist fraglich.


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)