Lotsenversetzschiff BREMERLOTSE, 1 : 250, Schiffahrtsmuseum Bremen, Konstr.: Friedrich Pohl

  • Nun mach ich doch einen kleinen Bericht. Du kannst das Modell in 1 : 100 oder 1 : 250 bauen. Ich habe, weil ich alle Schiffe in 1 : 250 habe, mich für diesen Maßstab entschieden. Nun findest du alle Teile auf EINEM Blatt. Und wie klein sie sind, richtig süß. Alles wird händelbar sein, bis auf die Reling. Da wird es spannend. Ich werde berichten. Nun habe ich erst einmal den Bogen und die Bauanleitung studiert. Aber nach 1 Stunde habe ich mich dann doch getraut etwas auszuschneiden. Beim Zusammenbau der Spanten, des Decks und der Bordwände habe ich mich an die Anleitung gehalten. Man muß nur darauf achten, das vor dem Ankleben der Spanten, die an der Bodenplatte angebrachten großen Laschen, hoch geklappt werden, weil du sie sonst nicht mehr aufrichten kannst. Sie würden sonst gegen die Spanten stoßen! Die Bordwände Stb und Bb habe ich achtern mit Seidenpapier zusammengeklebt, um sie dann von achtern beginnend, anzukleben. Beste Passgenauigkeit. Ein Lob an Friedrich Pohl. Das ist immer meine Angstpartie, die Bordwände. Wo nun aber alles so toll paßt, kann nichts mehr passieren.

  • Moin Volker,


    die beiden Lotsenboote von Fritz sind schöne und passgenaue Modelle, aber die kleinen Teile sind nicht ohne. Der Anfang sieht gut aus, ich wünsche weiter viel Erfolg!

    Wenn Du den Frieden willst, sei zum Frieden bereit!


    Viele Grüße, Nils

    Edited once, last by Unterfeuer ().

  • Nun geht es weiter mit dem Decksaufbau. Alle Teile vorgefertigt. Bei dem Innenkasten und den Seitenteilen 18 + 19 habe ich die Laschen abgeschnitten. Ich klebe lieber stumpf, und das hat auch dieses Mal wieder gut geklappt. Den Fender habe ich aus glattem Leinengarn, getränkt mit Kittifix, in mehreren Lagen gedreht, hergestellt. Auf den achterlichen Fender, der in der Bauzeichnung zu sehen ist, habe ich verzichtet, weil er den Schriftzug verdecken würde. Bei den BT 22 + 24 habe ich zuerst das mittlere Fensterelement angeklebt, trocknen lassen, und dann nur noch an die Stb u. Bb-Seite angeklebt. Jetzt sitzen die Fenster wie angegossen. Weil ich vorher schon viele Teile gedoppelt hatte, konnte ich die Trockenzeiten nutzen, um die Klappen, Lukendeckel u ä auf Deck und Aufbau zu kleben. So, jetzt scheinen die großen Teile verbraucht. Es beginnt die Feinarbeit.

  • Hallo Unterfeuer,

    ja die kleinen Teile sind nicht ohne. Aber ich tu dann immer so, als sei ich nicht da wenn ich bau, und dann geht es wie bei der HB: ganz von alleine und ohne Stress.

    Hallo Modellschiff,

    danke für die guten Wünsche. Die kann ich gut gebrauchen. Und ein passendes Hafendiorama ist noch mein Traum. Mal sehen wann es klappt.

    Gruß Volker (von der Old Lady58)

  • Weiter geht's! Zur Bauanleitung Nr. 35-Oberlicht: Die hier bezeichnete Einstiegsluke(die eckige) hat bei den Bauteilen die Nr. 37. Es muß aber richtiger Weise 35 a heißen.Die BT 41b habe ich nicht verwendet, weil sonst die Lüfter am Schornstein verdeckt wären. Mit den Lampen am Mast, und der achterlichen Beleuchtung habe ich Orientierungsschwierigkeiten: Für den Mast sind 4 Lampen vorgesehen, auf den Abbildungen findest du aber 5( 1 auf der Mastspitze)? Ich lasse die auf der Mastspitze weg, und setze die achterliche Lampe an den Schornstein. Leider ist die Halterung hierfür (siehe Modellfoto zw. der Baubeschreibung zu BT 54 + 55), nicht vorhanden. Die mußt du selber konstruieren. Das Rettungsfloß habe ich zwar gebaut, aber nicht an dem vorgesehenen Platz angebracht, weil es da viel zu eng ist. Auch das Hafenfoto vom BREMERLOTSE zeigt keine Rettungsinsel. Eine Herausforderung war das Ausstechen der Kurbeln für die Ankerwinde(0,2mm stark). Ich habe es geschafft. Vielleicht ist es ja auf den Fotos zu sehen. Jetzt fängt das Schiff langsam an Kontur anzunehmen.

  • Nun kommt der letzte Bericht, denn BREMERLOTSE ist fertig!

    All die klitzekleinen Teile, die nun noch folgen, gehören auf's Peildeck. Ich habe die "wahlweise" Variante gewählt(im Baubogen mit ww gekennzeichnet). Beachte auf jeden Fall die vorletzte Umschlagsseite. Hier sind die Positionen angezeigt, wo du die Teile hinkleben sollst. Erst gucken, dann kleben. Habe ich nicht gemacht=doppelte Arbeit und versteckter Ärger. Alles ließ sich angenehm verbauen und zeigt ein schönes Bild. Eine Angstpartie gab es natürlich noch, und das war die Reling! Ich habe die BT 53(Reling) 3x auf einen stärkeren Karton kopiert(aus Angst vor Verschnitt). Dann ein neues 30 grad Cutermesser eingesetzt, und tatsächlich habe ich die Reling fehlerfrei ausschneiden können. Bei den kleinen Dreiecken(Haltepunkte an der Deckswand) mußte ich auf die Kopierreserve zurückgreifen. Wie gut, das ich sie hatte. Im Rückblick kann ich sagen, dass das Modell im M 1 : 250 schon eine Herausforderung ist, und einem viel Geduld und Fingerspitzengefühl abverlangt.

    Viele Grüße von Volker = OldLady58

  • Hallo Volker, toll gebaut das Modell in 1:250, ich weiß ja wie klein das Schiff ist, und das man für die Kleinteile Geduld und spitze Finger braucht.

    Viele Grüße

    Fritz

    Prototypen in 1: 100 und 1:250

  • Moin Volker,

    wahnsinn mit Deiner Reling! Bei mir wäre der Karton schon beim Ansetzen der Klinge auseinander gefallen.

    Schönes Schiffchen

    Gruß

    Ralph

  • Hallo ihr lieben Kartonbauer Jochen Hunt, Sculptor, Unterfeuer und RA,

    vielen Dank für euer Lob und Anerkennung! Es ist wie der Applaus für den Theaterspieler. Es macht wirklich viel Freude solch ein kleines Schiff zu bauen, weil man sich selber damit immer neue Herausforderungen stellt. Und hier war es wirklich das Ausschneiden der Reling mit dem Cutermesser. Ich hätte nie gedacht, dass es mir so gut gelingt.

    beste Kartonbaugrüße von Volker

  • Moin Volker,

    Du hast meinen vollen Respekt, was die Präzision deines Modells angeht. Das Geländer ist wirklich ein Prunkstück.

    Ich freue mich auf Deine nächsten Taten.


    Lieben Gruß aus Hannover :thumbsup:

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort