Brabham BT42 "Scuderia Finotto"; Gérard Larrousse, Großer Preis von Belgien 1974; Modell von Petr Spinler im Maßstab 1:24

  • Hallo zusammen,


    mich zieht es gerade stilistisch extremst in die 1970er Jahre :cool: Also habe ich mir die neueste Neuerscheinung von Petr Spinler zugelegt: Den Brabham BT42, der eigentlich aus dem Jahre 1973 stammt, aber 1974 vom höchst dubiosen Rennstall "Scuderia Finotto" in einigen Rennen eingesetzt wurde. Als Fahrer fungierte der spätere Rennstallbesitzer Gérard Larrousse... Ich empfehle unbedingt, den Wikipedia-Artikel hierzu zu studieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Scuderia_Finotto Solche schrägen Geschichten von windigen Geschäftsleuten, die mal eben ein Formel 1-Team betreiben möchten, finde ich immer wieder total faszinierend 8o


    Aber nun zum Modell. Das sieht so aus...



    ...und neben der etwas mageren Bauskizze im klassisch tschechischen Stil gibt es noch eine Seite kleingedruckte Textanleitung, die ich selbstverständlich übersetzen werde. Darüber hinaus orientiere ich mich auch noch am Kontrollbau von Zdenek Smazenka, der hier zu finden ist: http://www.papirove-modely.cz/galerie/14756 Das Besondere hierbei: Der Kontrollbauer war beim ersten Versuch mit dem Farbton nicht zufrieden. Darafhin wurde nochmal Zeit und Mühe investiert, so lange, bis das gut war. Exemplarisch dafür ist dieses Bild hier: http://www.papirove-modely.cz/velkynahled/390270 Sollte ich also an diesem penibel auskonstruierten und durchprobierten Modell scheitern, käme zwangsläufig das Prinzip "selber Schuld" zur Anwendung, ohne jeglichen Diskussionsspielraum :pinch:


    Ich schätze mal, daß es hier zum Ende der Woche hin losgeht :rolleyes:


    Gruß,


    Daniel.

  • Ach Daniel,


    sooo schöne Autos, das waren noch Zeiten...

    Ich bin gespannt, welch ein Schmuckstück du wieder erschaffst!


    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • sooo schöne Autos, das waren noch Zeiten...

    Irgendwie sind es auch genau diese Kisten, die bei der kartonbastelnden Zunft am besten ankommen :?: Ich hab's nicht so mit Durchhaltevermögen, aber als Idee ist mir schon durch den Kopf gegangen, daß ich mal nacheinander eine ganze Serie von Rennwagen aus den Siebzigern hinbasteln könnte. Das wäre auch ausstellungstechnisch sehr interessant. Da gibt es einige exzentrische Konstruktionen, auch ohne sechs Räder dran 8o



    Nun aber "Butter bei die Fische" :D


    Das Modell an sich ist zwar nicht besonders tückisch... Wer aber hier versucht, ohne Textanleitung zu arbeiten, der ist gleich von Anfang an verloren :wacko: Sämtliche Angaben, was womit verstärkt werden soll, sind nur in den Textinstruktionen vorhanden. Die obligatorischen Sternchen im Bogen existieren hier überhaupt nicht ?(

    Los geht's dann erstmal in einer für tschechische Modelle sehr untypischen Weise, denn die Fahrzeugfront ist mit einer ziemlich stattlichen Zahl an Spanten verstärkt.




    Damit ist der Anfang erstmal gemacht. Superungen werde ich hier, abgesehen vom Öffnen sämtlicher angedeuteter Öffnungen, keine vornehmen. Ich will mal sehen, wie gut oder schlecht so ein Spinler-Modell "in Natura" rüberkommt :cool: Das ist hier ohne weiteres möglich, weil auch die Windschutzscheibe im Original tiefschwarz daherkommt, was einer Umsetzung als Papierteil nicht weiter im Wege steht.


    Gruß,


    Daniel.

  • Servus Daniel


    Da krieg ich fast schon Lust, auch mal so ein Vehikel zu bauen, wenn das blöde Räder bauen nicht wäre...


    LG

    Robert

  • Hallo Robert,


    Formel 1 Räder sind sogar noch einen Ticken einfacher, als die von deinem Steyr-Gespann, weil du da nicht mit Profilen rumhantieren mußt. Wenn du das eine kannst, geht auch das andere nicht schwieriger. Davon mußt du dich jedenfalls nicht bremsen lassen 8o


    Gruß,


    Daniel.

  • Servus,


    Der Steyr hat glatte Räder mit aufgedrucktem Profil, ist auch nicht komplizierter. Viele sinds halt. Aber wer sagt, daß mir dort die Räder Freude machen? Das ist der einzige Grund, warum ich mit dem Bogen nicht gleich loslege...

    Aber sag niemals nie.


    LG

  • Hallo miteinander,


    weiter geht's mit dem restlichen Frontspoiler, in dem tatsächlich auch noch Kühler eingebaut sind:



    Und dann hab' ich mir einen dämlichen Bock geschossen: Bevor man die Fahrzeugfront baut, soll schon das Teil Nummer 19, das große Karosserieteil unten, auf die Bodenplatte platziert werden. Steht übrigens auch dick und fett in der Anleitung. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil :pinch: Man könnte jetzt noch meckern, weil Teil Nummer 19 eigentlich die "3" haben sollte, womit alles logisch erschließlich wäre. Andererseits kann man aber auch einfach mal machen, was in der Textanleitung steht :wacko: Egal, das Teil ist platziert:



    Allerdings steht die ganze Geschichte jetzt einigermaßen unter Spannung und es deutet sich an, daß sich dieser Ärger vergrößern und fortsetzen wird. Ich muß aber sowieso nochmal beim Exklusivhändler dieser Modelle bestellen, weil da gerade eine absolute Rarität im Shop aufgetaucht ist 8o Ich lege das hier jetzt auf die Seite, um im größten Notfall mit dem vorliegenden Werkstück weiterwurschteln zu können. Und dann habe ich mir den Bogen nochmal bestellt und fange eine Runde von vorne an. Denn dieses Ding muß unbedingt fertiggebaut werden. Es sieht ja jetzt schon richtig cool aus :cool:



    Die anderthalb Wochen Postlaufzeit, bis der neue Bogen da ist, werde ich mit einem anderen Modell überbrücken... Ich bleibe aber auch dabei thematisch in den Siebzigern.


    Gruß,


    Daniel.

  • Na dann warten wir mal ab, Daniel...


    Ich habe mir dann auch schon mal 70er F-einsen mit 4 Rädern bestellt.

    Irgendwie steckt das an :D


    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Na dann warten wir mal ab, Daniel...

    Die anderthalb Wochen vergingen, der zweite Bogen wurde geliefert, angefangen, für Ungut befunden und der Anfang wieder weggeschmissen :pinch: Das ursprüngliche Werkstück lag monatelang in der Gegend rum und hat irgendwie nicht so richtig den Absprung in die Mülltonne geschafft ?( Gestern habe ich mich dann gefragt, was ich überhaupt beim "Mannheimer Kreis" basteln möchte :?: Die P-39 war schnell eingepackt und so als Backup, falls ich auf den Flieger doch keine Lust habe, schnappte ich mir mal den ollen Pseudo-Brabham. Schlußendlich habe ich gestern mittag in Mannheim den Cockpitkasten gebaut und abends gleich mit der oberen Chassisumrandung weitergemacht:



    Wegen des kleinen Löchleins neben der Startnummer habe ich von innen Schwärzungen vorgenommen. Damit sich die Karosserie später unter dem Lack nicht wellt, wurde von innen Orlik-Bogenpapier gegengeklebt (Die Anleitung für den Überrollbügel des DTM-Mercedes...).



    Aufgrund des entsorgten zweiten Baubeginns kann ich ab jetzt alles noch einmal testbauen. Ich finde, durch diese ganzen lustigen Umstände ist jetzt eine gute Basis zum Weiterarbeiten gefunden :cool:


    Gruß,


    Daniel.

  • Hi Daniel,


    aber als Idee ist mir schon durch den Kopf gegangen, daß ich mal nacheinander eine ganze Serie von Rennwagen aus den Siebzigern hinbasteln könnte. Das wäre auch ausstellungstechnisch sehr interessant. Da gibt es einige exzentrische Konstruktionen, auch ohne sechs Räder dran

    das nenne ich schon fast eine Drohung, erst werden sämtliche auf dem Markt erhältlichen Spitfires und Mes 109 gebaut und dann kommen noch alle möglichen Rennwagen aus den 70zigern dazu. Aber mach ruhig hin, F1 Affcinados werden Dich loben und ehren!


    Ich bin ganz neugierig, wie dieser Bau ausfällt, weil diese Kisten passen nicht so in mein Beuteschema!

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    I'm walking! @fats_domino

  • F1 Affcinados werden Dich loben und ehren!


    Ich bin ganz neugierig, wie dieser Bau ausfällt, weil diese Kisten passen nicht so in mein Beuteschema!

    Gegen sowas hilft das klassische "Overload-Prinzip" :whistling:



    Das mit der "ganzen Serie" ist, so ganz unterschwellig, schon ziemlich gut am Gedeihen :cool:


    Gruß,


    Daniel.

  • Also rein farblich ist ja der kleine Schwarze mein Favorit, we war denn da der Fahrer (ich habe echt keine Ahnung vom Sport)?

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    I'm walking! @fats_domino

  • Gerald Friedel Lotus72, Emerson Fittipaldi, Saison 1973. Der weiße Kreis um die Startnummer ist eine durch den Konstrukteur fehlinterpretierte Lichtspiegelung. Der rotweiße daneben ist ein McLaren M23 von 1974, auch Emerson Fittipaldi, da fand ein Teamwechsel statt. Und ganz rechts im Bild schließlich das legendäre "Propellerauto" von Niki Lauda aus dem Jahr 1978. Technische Bezeichnung: Brabham BT46b. Alle Klarheiten beseitigt :?:


    ;)

  • Konnte das Propeller-Auto auch an der Deck fahren oder war der Anpressdruck noch zu gering?

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    I'm walking! @fats_domino

  • Gerald Friedel Das Propellerauto kann sogar unendlich tief tauchen, vorausgesetzt man schmeißt es ins Meer :whistling: Also nee, weiß ich nicht, ob der mit seinem Anpreßdruck Bodenfliesen rausreißen konnte :pinch:



    Und es gibt an der rasenden Käsetheke auch gleich noch ein Bißchen Baufortschritt zu bewundern 8o Zunächst wird die Cockpitsektion hinten verschlossen, wobei die Formgebung oben echt etwas eigenwillig daherkommt. Ich habe aber jede Menge Originalbilder studiert, das muß hinten oben so unförmig aussehen.



    Trotz Kontrollbau bleibt im Innenraum links und rechts jeweils ein ziemlich gigantischer weißer Blitzer übrig. Diesen habe ich schließlich mit Teilen aus dem Zweitbogen überdeckt und dann noch den Deckel auf den Tank geklebt:



    Auch hier rebelliert mein Logikbedürfnis zunächst massiv gegen das Bauteil, aber auch hier muß das tatsächlich am Ende so komisch überstehen, wie ich durch intensive Bildrecherche erfahren habe.


    Irgendwie ist mir jetzt nach Käse und Rotwein zumute :D


    Gruß,


    Daniel.