Reichsburg Cochem - Schreiber Bogen 1:160

  • Die Textur der Begrünung am Bauteil 74 ist zu schlampig gestaltet. Wenn innerhalb weniger Zentimeter eine mehrfache Verdoppelung zu erkennen ist, hat das aus meiner Sicht kaum noch etwas mit sorgfältiger Gestaltung zu tun. Schade!

    Genau meine Worte, die ich an einigen Modellen von Tabernacki schon öfters kritisiert hatte, Ihr erinnert Euch. Mal so, ein, zwei Stempeleien nebeneinander sind noch zu tolerieren, aber wenn großflächige Texturen einfach gespiegelt werden, und das zudem an Stoßkanten von Gebäudeteilen, dass es so aussieht, als hielte man einen Spiegel an die Kante (oder wie Rorschach-Bilder á la Tintenklecks) – das ist eine ganz große Schwäche, ebenso wie das stumpfe Wiederholen von gleichen Texturen wenige Zentimeter daneben. Adolf, mit Deinem Bild hast Du die schlampige Texturerei eindeutig identifiziert, und ganz ehrlich – das ist auch ein Argument, weswegen ich die Tabernacki-Modelle auch nicht kaufe oder baue (mal abgesehen von der wohl immer noch grottigen Kartonqualität der Schreiber-Bogen, oder hat sich da etwas gebessert?). Macht der Mann denn keine Kontrollmodelle seiner texturierten Entwürfe und fällt ihm sowas nicht stantepede auf? Das Ganze nennt man auch "betriebsblind", aber wir Kunden müssen uns dann ärgern... Ich finde das sehr nervig und, tja, schlampig. Die unkorrigierten Fenster mit ihren Perspektivfehlern brauche ich wohl auch nicht mehr zu erwähnen, ebenso wie die kuriosen Verflachungen von Vorsprüngen, die Kollegen sorgfältig ausarbeiten lassen (oder zumindest auch als Superungen mit anbieten).

    So bleibt Tabernacki der König der schon immer beim Fotorealismus früh verschrieenen "mit Fotos beklebten Schachteln", bei denen man das Unvermögen im Umgang von Photoshop und seinen Retuschemöglichkeiten deutlich ansehen muss. Schade, dass der Schreiber-Verlag das immer noch so unkritisch sieht und nicht eingreift. Spätestens nach dem Hildesheimer Dom waren Tabernacki-Modelle für mich aufgrund dieser Unzulänglichkeiten uninteressant.

    Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. — Albert Einstein

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