Stabilisierungsringe in Leuchtturmbausatz "Roter Sand" einbauen

  • Hallo zusammen!

    Wie bekomme ich bei meinem Leuchtturmbausatz die Stabilisierungsringe sauber eingesetzt. Bei meinem aktuellen Bausatz hat es bis jetzt nicht geklappt, da er mir immer wegflutscht und mittlerweile auch schon trotz Verstärkung ziemlich verknittert ist.

    Würde mich über Tipp freuen! Danke!

    Hier z.B. Nr. 5, Nr. 8, Nr. 21

    Beste Grüße Udo

    Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.


    Antoine de Saint-Exupery (1900 – 1944)

  • Am besten (zumindest für mich) wäre mit Schneidezirkel ausschneiden. Wenn nicht, es geht auch mit Schere oder Skalpell, dann bei Bedarf (fast immer notwendig) schleifen – so lange, bis es passt, am besten mit ein bisschen Spielraum (der Klebstoff braucht auch Platz). Auf keinen Fall mit Gewalt anpassen!

    Hast Du die Spannten überhaupt auf Finnpappe (o.ä.) angeklebt?

  • Bei einem konischen Bauteil sollte auch die Kante des Spants schräg angeschliffen sein.


    Spant auf Arbeitsplatte legen und Bauteil trocken drauf schieben, ohne Gewalt!


    Wenns flutscht Klebstoff innen aufs Bauteil schmieren , dann wird er nach innen gedrückt,

    wo er nicht nervt.


    Gruß Joachim

  • @ BlackBOx!

    Danke für deine Nachricht. Ja, der Stabilisierungsring 5, soll der Boden des unteren Ring 4 von unten sein, dann kommt das Bauteil auf den Sockel. Henryk schreibt auch etwas von Finnpappe und dass es sehr passgenau sein muss, so wie ich ihn verstanden habe, wird dann auch stumpf geklebt, nachdem das Werkstück ohne Gewalt eingepasst worden ist, da muss ich noch üben! Aktuell habe ich einen Ring nun aus Graukarton ausgeschnitten und mehr recht als schlecht unterstützt anfangs mit Sekundenkleber und anschließend mit Weißleim verschmiert irgendwie da rein bekommen, das muss aber besser werden, da es meinen Ansprüchen nicht genügt, die Ansprüche stehen aber momentan noch über meinen Fähigkeiten!

    @ Henryk,

    danke für deine Nachricht. Wie stark sollte die Finnpappe sein, die müsste ich mir auch erst einmal besorgen. Ich habe jetzt dilettantisch einen weiteren Ring aus Graupappe geschnitten und ihn irgendwie (Sekundenkleber und anschließend Leim) eingefügt bekommen (das muss aber besser werden). So wie ich dich verstanden habe, muss er vorher sehr sauber und passgenau ausgeschnitten werden und wird dann im Sockel stumpf verklebt. Nimmst du dann Leim? Vielleicht sollte ich mir einen Schneidzirkel zulegen, da ich gerne noch den ein oder anderen Leuchtturm bauen möchte.

    Joachim

    also scheint Leuchtturm bauen doch eine ziemliche frickelige Angelegenheit zu sein, das hatte ich mir einfacher vorgestellt! Macht es denn Sinn die einzelnen Turmteile vorher noch zu verstärken, ich finde sie so ziemlich knickempfindlich, wenn man sie einpassen will. Aber von innen kleben war ein sehr guter Tipp, danke.

    Gruß in die Runde! Udo

    Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.


    Antoine de Saint-Exupery (1900 – 1944)

  • Servus Udo,


    Beim Ring 5 würde ich eher so vorgehen, erst die Grundplatte 1 und Teil 35 verkleben, dann den Spant 5 darauf kleben, nachdem du ihn vorsichtig ins Teil 4 eingepasst hast. Dann erst Teil innen mit Kleber bestreichen und darüber stülpen. Bitte keinen Sekundenkleber. Nimm lieber Uhu, dann hast du mehr Zeit zum Einrichten oder korrigieren.


    Was mich interessieren würde, wie die weiteren Turmsegmente miteinander verbunden werden. Sind Laschen im Bogen vorhanden? Wenn nicht, mach dir selbst welche. Ist nicht so schwer.

    Anscheinend ist auch der Teil 3 ein Spant, den solltest du anbringen bevor du den Teil 4 an die Grundplatte nagelst.

    Anbei ein Foto, wie der Aufbau mit Laschen funktionieren würde. Ist zwar ein Flugzeug, aber der Aufbau ist derselbe...

    In den Teil 3 (Spant) solltest du ein Loch schneiden oder so wie ich, einen V-Schnitt machen und die Spitze aufbiegen, so kannst du den Spant besser halten. Wie das da drin aussieht, ist völlig egal.



    Herzlichen Gruß und gutes Gelingen

    Robert

  • Hallo!

    @ Thomas: den Sekundenkleber habe ich auch nur mit zwei Punkten gesetzt, um den unter Spannung stehenden Stabilisierungsring zu fixieren, um ihn dann komplett "reindengeln" zu können, damit er mir nicht abhauen kann, um ihn dann von innen mit Leim zu verkleben, das war dann nur der untere Ring, die Probleme nahmen aber dann nach oben hin zu, so dass ich dieses Projekt doch abbrechen werde und den Bausatz auch nicht als Übungsmodell weiterbaue

    @ Robert: danke auch für deine sehr ausführlichen und hilfreichen Ausführungen, doch nach zwei weiteren Bastelstunden habe ich mich entschlossen, den Leuchtturm Roter Sand nun erst einmal vom Deutschen Schiffahrtsmuseum zu bauen, der Bausatz vom Schifffahrtsmuseum baut auf ein umfassendes Spantengerüst auf, mein aktueller Bausatz arbeitet da lediglich mit drei bzw. vier Versteifungsringen, die man vorher verdoppeln sollte. Bevor ich diesen Modellbaubogen erneut angehe, werde ich mir Finnpappe besorgen, wenn ich einen Tipp bekomme, welche Dicke sich für solche Vorhaben am besten eignet, ich stelle 3mm dicke Pappe vor, die man noch gut verarbeiten können müsste, nehme aber gerne Tipps entgegen. Dein Tipp mit dem V-Schnitt werde ich mir aber merken, wenn ich hoffentlich bald wieder ähnliche Bauschritte meistern muss

    Beste Grüße Udo

    Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.


    Antoine de Saint-Exupery (1900 – 1944)

  • Projekt "Leuchtturm Roter Sand" 1:120, Konstrukteur Robert Navratil, unvollendet abgebrochen:

    Dieses Projekt ist trotz euren sehr nützlichen Tipps nicht mehr zu retten, es kann nur noch verschlimmbessert werden, da kommt dann aber keine Laune auf.

    Wie bereits ausgeführt, habe ich den unteren Versteifungsring No. 5 mit Gewalt eingebaut, das hatte zur Folge, dass die Leiter No. 4 und die sich darunter verdeckte Klebung des Bauteil No. 3 an der Naht aufriss, dieses kriegte ich noch geflickt, aber da fing das Fuschen an und da kommt dann keine Baufreude auf, das Hobby soll ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten.

    Entweder hätte ich dann die Bauteile No. 6 und No. 7 schmaler bauen müssen, sie konnten nur mit Druck und Spannung aufeinandergeschoben und verklebt werden, bei den reichhaltigen Versuchen knitterte das Papier, was unschöne Spuren hinterließ.

    Und als nun Bauteil No. 10 sich auch nicht smart auf Bauteil No. 7 schieben ließ, habe ich mich entschlossen, an diesem Punkt das Projekt leider als gescheitert zu erklären.

    An dieser Stelle nochmals Danke für alle Tipps von euch, die mir bestimmt bei den nächsten Projekten helfen werden, wieder ein Stück besser zu werden.

    Beste Grüße Udo

    Images

    Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.


    Antoine de Saint-Exupery (1900 – 1944)

  • ...wenn ich einen Tipp bekomme, welche Dicke sich für solche Vorhaben am besten eignet, ich stelle 3mm dicke Pappe vor, die man noch gut verarbeiten können müsste...

    In den meisten Fällen reichet 0,5 bis 1 mm. Es muss auch nicht unbedingt die Finnpappe sein, es gibt auch viele anderen Sorten, z.B. die Rückwände vom Wandkalendern, Verpackungskartons usw.

  • Servus Udo


    3mm ist definitiv zu stark, das kannst ja fast nicht mehr schneiden. Es muss, wie auch die Kollegen schon gesagt haben, nicht unbedingt Finnpappe sein, auch andere Kartons zwischen 0,5 und 1,0mm sind geeignet.

    Ich selbst arbeite gern mit Finnpappe 0,9mm, die lässt sich sehr leicht schneiden und ist völlig ausreichend.

    Du bekommst sie z.B. bei Boesner, oder im Handel für Architekturmodellbau z.B. bei Modulor.


    LG

    Robert

  • Hallo Robert,

    ich bin schon im Internet wg. Finnpappe 0,9mm am Schauen, überlege aber auch, ob ich mir direkt einen Schneidzirkel zulege, da das ein oder andere runde Teil zukünftig ausgeschnitten werden muss.

    Beste Grüße Udo

    Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.


    Antoine de Saint-Exupery (1900 – 1944)

  • Schneidezirkel ist sinnvoll, wenn du mehrere gleiche Scheiben ausschneiden möchtest, z.B. für Räder. Für Spanten, die mit Karton verstärkt werden sollen, würde ich eher zur Schere oder Messer greifen. Das Problem ist erstmal das Finden der genauen Mitte, und zweitens, wenn du den Durchmesser nicht genau eingestellt hast oder dir der Zirkel einmal vergeht, ist das Teil verschnitten.


    LG

    Robert

  • Moin,

    darf ich auch meinen Senf dazu geben?

    Weil ich extrem faul bin, gebrauche ich beim Leuchtturmbau gerne irgendwelche Dichtungsringe aus meinem Fundus (ich war mal Mietshausbesitzer, der alle Hausmeistertätigkeiten selber ausgeführt hat). Es gehen auch Leichtmetallmünzen ( z.B. Ostgeld).

    Vorsichtig von der größeren Seite des Leuchtturms einführen und dann mit ein wenig Kleber mit Hilfe eines Pinns festmachen. Keinen großen Druck ausüben!

    Gruß

    Ralph