Gotha G.IV (KuK Luftwaffe) in 1/32 von GPM, konstruiert von Herrn Dziegielewski

  • Draht oder gezogener Gussast von Plastikmodellen .....trägt nicht zur Stabilität der Tragflächen bei


    EINSPRUCH! 


    Tut er sehr wohl, sonst würde der Draht beim Original ja auch nichts nutzen.


    Ein Spanndraht verhindert, dass man gegen ihn "Ziehen" kann, damit man nicht "Drücken" kann braucht es den zweiten Draht.


    Bei meinem Wright Flyer waren die Leitwerksträger extrem wabbelig, nach dem Ankleben von zwei Drähten mit Weißleim nicht mehr!


    LG Joachim

  • Hallo Joachim,


    das hätte ich nicht gedacht, ich bin davon ausgegangen, dass Draht an solchen Stellen erst dann stabilisiert, wenn man ihn spannt.


    VG


    Zaphod

  • Da du ein Kartonmodell - im Gegensatz zum Original - vermutlich nicht so stark belastest, dass der Draht sich dehnt, reicht ein spielfreier Einbau völlig aus, um Stabilität zu erzeugen.

    Spannung brauchst du erst zum Ausgleich entsprechender Gewichte oder Lasten. Das durfte ich im RC-Modellbau auch schon lernen, dass sich die physikalischen Eigenschaften der verwendeten (und umgebenden) Materialien sich nicht im Maßstab mit verändern.

    Grüße aus Schwerte

    Falko


    Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.

  • Hallo,


    das bringt mich zum Nachdenken. Draht -müsste wohl um 0,5mm oder darunter sein- lässt sich viel leichter anbringen und die Spannung, die ich mit dem Fädenziehen erzeuge, ist eine zusätzliche Quelle von Fehlern.


    Momentan versuche ich erst einmal, eine Motorgondel so zusammenzusetzen, dass ich ihren Anblick ertragen kann. Angesichts des nahezu völligen Fehlens von Referenzpunkten und der stillschweigenden Annahme, dass man das alles stumpf verkleben kann, kein wirklich stimmungshebendes Unterfangen - davon später mehr.


    Vielen Dank für die Tipps !


    Zaphod

  • Servus Zaphod.


    So wie ich das sehe sollte es eigentlich kein so großes Problem sein.

    Die Motorgondeln stehen fest auf den unteren Tragflächen und haben kurze Stützen zu den oberen Tragflächen.

    Ebenso ist es beim Rumpf.

    Damit hast du definierte Auflagepunkte für die obere Tragfläche.


    Ich hab bei meinem Lohner schwarzes Garn, Gütermann Col. 000, für die Spanndrähte verwendet.

    Auch haben meine Stützen einen Kern aus Federstahldraht, dessen Überlänge in den Tragflächen steckt.

    Mit UHU Hart in die Tragflächen gklebt, wird das Gebilde schon recht stabil.

    Stabilisiere den Faden mit Weißleim oder Schnellschleifgrund und lass die Fäden unter Spannung gut durchhärten.

    Ich habe mir auf diese Weise ca. 1m lange Fadenstücke so vorbereitet.


    Dann brauchst du nur die benötigten Längen abschneiden, hinstellen und jeweils mit einem Tröpfchen Klebstoff fixieren.

    Die Klebestellen immer gut aushärten lassen.

    So machst du ein Fadenkreuz nach dem anderen.

    Du wirst sehen, je weiter sich das System schließt, umso stabiler wird das Gebilde.

    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Hallo Wiwo,


    danke für die ausführliche Beschreibung Deines Vorgehens !


    Die Tragflächen muss ich noch ansehen, es gibt Punkte, die anzeigen, wo die Streben hinkommen (die brauchen natürlich einen Metallkern), aber auf dem mittleren Sehment der unteren Tragfläche fehlen z.B. alle 8 Punkte, an denen ein Faden zu verankern ist.


    Aber so weit muss ich erstmal kommen. Im Moment bringt mich die fröhlich-ansatzpunktarme Verkleidung der Motorgondeln ins Schwitzen.


    Eine Frage: hast Du als kuk-Experte Zugriff auf Bilder von Hiero-Motoren, auf denen man Kabel und Schläuche sehen kann?


    VG


    Zaphod

  • Servus Zaphod,


    du hast ein Email.

    Ich hoffe es hilft dir weiter.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Hallo,


    in das Mittelstück der unterer Tragfläche sond die ersten Spannfäden einzukleben.


    Die Frage ist jetzt, welche Farben kommen der Realität nahe: Schwarz, grau, weiß?


    Fäden anmalen mochte ich nicht, davon werden sie steif und lassen sich schlecht spannen.


    VG


    Zaphod

  • Servus Zaphod,


    ich würde Schwarz nehmen, wegen des Kontrasts gegen das Licht.

    Beim Lohner hab ich Schwarz verwendet.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Hallo Wiwo,


    vielen Dank für die Überlegung. Es wird auf jeden Fall etwas Dunkleres, von Hellgrau, an das ich zuerst gedacht hatte, bin ich abgerückt.


    Die Motoren ziehen bzw. zogen sich hin. Mittlerweile sind sie fast fertig -und meine Gotha-Motivation ist für dieses Jahr auch fast aufgebraucht.


    Lange habe ich die mir von Wiwo zur Verfügung gestellten Abbildungen des Originals mit dem Modell verglichen. Um eine sinnvolle Verkabelung der Zylinder herzustellen, müssten diese völlig andere Köpfe erhalten. Auch die diversen Zuleitungen (?) verliefen vollkommen anders bzw. waren ganz anders geformt und nicht zuletzt befanden sich an der MOtorwanne zusätzliche Ausbeulungen, Zuleitungen und anderes, die beim Modell vollkommen fehlen. Nach einigen offengestanden etwas halbherzigen Versuchen, habe ich das aufgegeben. Es wären vollkommen neue Motoren herausgekommen, nur unter hohem Zeitaufwand zu erstellen und das, wo noch gar nicht klar ist, ob die Gotha gelingt, denn das größte Hindernis, die Tragflächen, folgt noch.


    Also die Motoren nach dem Einbau in die Gondeln nur mit wenigen Schläuchen ergänzt - Bilder davon später.



    Unproblematisch fügen sich die Kühler zusammen, aber die Anleitung ist erneut ein Offenbarungseid.



    Zur Stabilisierung habe ich Kopien der Teile 60 und 61 auf 1mm Karton gezogen und den Rahmen 62 mit einer hinterklebten Lasche geschlossen. Nach dem Durchtrocknen von 62 wurden die eben genannten Platten in den Rahmen eingeklebt.


    Jetzt aber sollten 60 und 61 an 62 geklebt werden und hierbei lässt einen die Anleitung zuverlässig erneut im Stich: Der Kühler ist vorne leicht gerundet, das unterschlägt die Abbildung vollkommen. Teil 60 muss also auch leicht gerundet werden.

    Hier sieht man die Form von 62 mit der Rundung vorne gut.


    Nun bleiben die drei Teile, die den Kühlerverschluss bilden sowie vier Teile, die die vordere und hintere Fläche des Kühlers bilden: 60/60a und 61/61a.


    Vier ???? Man braucht doch nur zwei. Und warum haben zwei Teile -60a und 61a- eine große weiße Fläche innen? Sollen diese Teile gar rückseitig verklebt werden? Aber das macht keinen Sinn, die Rückseiten mit der weißen Fläche würden komplett unsichtbar werden, auch der umlaufende Rahmen.

    Ein Blick in Gerds Baubericht auf „Die Kartonmodellbauer“ bietet die Lösung: Die weiße Fläche ist auszuschneiden (natürlich findet sich in der Anleitung nicht der geringste Hinweis darauf) und dann wird dieses Teil AUF das andere geklebt, so dass sich eine im wahrsten Sinne des Wortes erhabene Wirkung ergibt.


    Hier sieht man einen der Rahmen.


     

    Hier die Baugruppe vor der Endmontage. Links der solide Klotz mit den eingezogenen Pappen, auf den als nächstes das gewölbte Teil 60 aufgeklebt wird. Dann folgen die vorbereiteten Rahmen.


    Und so sieht das mit aufgeklebtem Rahmen aus - hier die Rückseite:



    Soviel also zu den Kühlern, die Passgenauigkeit ist ausgezeichnet.

  • Es folgen die eigentlichen Motorgondeln und bei diesen treten Passungenauigkeiten zur weiterhin indiskutablen Anleitung hinzu.


    Begonnen wurde mit der Vorbereitung einiger Teile des Gerüstes. Leider tritt hier rasch erneut das Fragwürdige der Konstruktion und der Bauanleitung zu Tage.

    So wird in der Skizze 5 nicht deutlich, dass 45c und 45d Teile in 1mm Stärke sind. Die Skizze suggeriert vielmehr eine viel geringere Stärke.

    Die zwei Komponenten 44 (hinten) und 45/46 (vorne) werden nur durch je 4 Streben 45g/45h verbunden. Letztgenannte sind nicht stabil. Daher gilt: AUF KEINEN FALL so vorgehen, wie es die Zeichnung suggeriert. Man erhielte ein labberiges Gerüst, das sich beim Anbringen der Verkleidung mit Sicherheit massiv verbiegen, wahrscheinlich sogar wieder auseinanderfallen würde.

    Und ein zweiter Kritikpunkt: Ich bin mir fast ganz sicher, dass die unteren beiden Streben NICHT so wie auf der Skizze angebracht werden sollten. Vielmehr sollten sie ganz außen liegen, weil sie so die Verkleidung etwas stabilisieren. Innen hingegen ist die Gefahr einer Kollision mit dem später hier einzulassenden Motor groß (Es bleibt auch völlig unklar, ob der Motor AUF diesen Streben aufruhren soll oder ob sie außen am Motor entlangführen).


    Bevor man sich übrigens weitere Gedanken über die Baureihenfolge machen kann, tritt das nächste Problem auf:


    Die verschiedenen Platten (44b, 44c // 45d,e,f) sollen jeweils einen rechteckigen Tunnel bilden, in den dann später die vorstehenden Streben der Mittelsektion der Tragfläche geschoben werden. Diese Funktion wird in der Bildanleitung kaum sichtbar, nur der Hinweis „wyciac“ = „ausschneiden“ auf den auszuschneidenden Flächen hilft. (Die Textanleitung verrät davon natürlich auch nichts).


    Wie man das Ausschneiden bewerkstelligen soll, bleibt z.T. ein Mysterium. Hinten ergibt sich bei Teil 44b unten ein Streifen von knapp 0,5mm Breite. Schneidet man 44b auseinander, bevor man es auf die Rückseite 44 klebt, hält man also diesen hauchdünnen Streifen in der Hand, der sich kaum sinnvoll anbringen lässt. Klebt man 44c erst auf 44b, darf an die Rückseite der „wyciac“-Fläche keinerlei Kleber kommen, denn dann müsste man diese nach dem Trocknen vorsichtig mit dem Skalpell wegschneiden. Hierbei wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der hauchdünne Steg unten an 44b zerfastert werden. Also: Den Steg gleich mit wegschneiden.


    Hier kann man gut unter der „wyciac“-Fläche den hauchdünnen Steg sehen.


    Hier die Rückseite 44, die mit der grünen Seite nach außen geklebt wird. Es wäre sehr schön gewesen, wenn 44 und 45 ein Teil mit zwei Knicklinien gebildet hätte, das hätte die Stabilität des Ganzen deutlich erhöht.


    Darüber hinaus waltet bei diesen Teilen m.E. ein grober Konstruktionsfehler: Vorne lässt sich das Seitenteil 45 noch mit dem Tunnel zur Deckung bringen, hinten nicht. Hier musste ich den Tunnel umkonstruieren.

     

    Im Querschnitt kann man die Änderung gut sehen: Der schmalere Kartonstreifen in der Mitte musste hinzugefügt werden.


    Vorne wird der Tunnel wie folgt erzeugt:

       


    Und die Ansicht im Querschnitt:



    Bevor man mit der Verkleidung beginnen kann, muss diese rückseitig gestrichen werden. Das geht ganz schön in die Fläche, was dazu führt, dass sich die Teile wölben.


  • Beim Lasercut ergibt sich noch das Problem, dass der Einschnitt in Teil 46a nicht tief genug ist:



    Hat man solchermaßen das Gerüst hinten und vorne vorbereitet, geht es an die Verkleidung. Die Seitenteile 45 erhalten die drei Rechtecke 45a mit den aufgedruckten Öffnungen der Lüftungsschlitze. Die Lüftungsschlitze müssen m.E. ausgeschnitten werden, das sieht deutlich besser aus, ist aber bei schwarz aufgedruckten Öffnungen neben grüner Motorgondel für meine Augen eine arge Herausforderung. Die kleinen Abdeckungen 45b sollten erst zum Schluss angebracht werden, man könnte sie sonst leicht wieder abreißen. Allerdings kann man hier eine Alternative wählen: Zuerst die Abdeckungen 45b auf 45a kleben und dann das Ganze an 45. Hierbei fiel mir das saubere Ausrichten von 45b leichter


     

    Das erste Bild zeigt, das es nicht leicht fiel, die dünnen Stege sauber auszustechen, aber die Abdeckungen 45b verbergen den Lapsus später.



    Die Rückseite der Seitenwand. Die Stangen 45g und 45h werden erst spät in der Montage benötigt




    Wo fängt man an, die Verkleidung anzubringen? M.E. vorne mit Teil 46, weil es einen klaren Referenzpunkt hat. Dieses Teil muss vorgeformt und sehr gewissenhaft an das Gerüst 45c-f angehalten werden. Bei mir war es erforderlich, unten etwas vom Gerüst wegzuschmirgeln, damit 46 da glatt abschließt. Die Seiten von 46 müssen die Kante des vorderen Profilstücks 45c komplett verdecken.


     


    Jetzt folgt der Boden 43. Dieser lässt sich aufgrund der hier herzustellenden Form und der gewissen Sperrigkeit des Kartons nur mit großer Mühe einigermaßen sauber anbringen. Der Übergang zu 46 konnte nur schrittweise geklebt werden, z.T. mussten die Nähte mit Nachdruck zusammengehalten werden, bis der Weißleim abgebunden hatte, nicht selten sprangen Nähte wieder auf. Aus das Unterkleben von dünnem Papier, um die Klebefläche zu vergrößern, half wenig.

       


  • Ist dies geschehen, können die Seitenteile 45 angeklebt werden. Diese ruhen vorne AUF der Kante des Profilstücks 45d auf. Unten sollte unbedingt eine selbstgefertigte Klebelasche angebracht werden, stumpf traue ich dieser Verbindung nicht. Ist man erst einmal so weit, folgen die massiven Profilteile der Teilgruppe 44 und zum Schluss die hintere Wand 44.

    Nun können auch die Stangen 45g, verklebt werden. Ich habe sie -passend gekürzt- auf 45 gesetzt, so dass sie oben leicht überragen. Dies gibt eine zusätzliche Klebefläche für die Abdeckungen 48.


       


        


    Hinten sah man beim erste Versuch noch den Konstruktionsfehler. Der Tunnel wurd weitgehend verdeckt und muss wie oben gezeigt, umgestaltet werden:


    Nun hat die Gondel eine gute Längsstabilität erreicht, so dass der Motor aufgesetzt werden kann. Dieser ruht vorne und hinten auf den Einschnitten bei 44b bzw. 45c und 45d auf. Verkleben mit Sekundenkleber ist aufgrund der kleinen Kontaktflächen unbedingt anzuraten, aber herausfordernd, weil man den Motor dann schnell einsetzen und sauber ausrichten muss.



       

  • Der eingesetzte Motor:


     


     


    Es folgt die vordere Verkleidung 47. Hier habe ich den Kühler zuvor eingeklebt, so kann man ihn sauber ausrichten und die schön großen Klebeflächen optimal nutzen. Wenn alles andere vorher sauber ausgerichtet wurde, passt 47 mit Kühler gut, bei mir war das beim ersten Motor leider nicht der Fall.

       


    47a schließt dann die Verkleidungen vorne ab. Es empfiehlt sich dessen Ränder von hinten auf ca. halbe Dicke abzuschmirgeln, dann passen sie sich besser an.

       

    Wie die Bilder zeigen, kommen jetzt auch die Stangen 45h an die Reihe -man kann sie auch nach den Abdeckungen 48 einkleben, das ist aber m.E. fummeliger.

    Das linke Bild zeig auch ein Problem, das durch die Kombination von Ausschneiden der Belüftungsöffnungen und rückseitiger Bemalung des Motorinnenraums entsteht: Die Seitenwände neigen dazu, sich nach innen zu wölben. Beim Anbringen der Abdeckungen 45b muss man daher von hinten Gegendruck geben, auch die Verbindung mit der Tragfläche ist erschwert.


    Ich würde daher empfehlen, direkt unter den Öffnungen für 45b eine satt passende Platte Karton von 1mm Dicke einzuziehen

  • Das folgende BIld zeigt gnadenlos, wie schief beim ersten Motor der Kühler geworden ist. Sichtbar wird hier aber auch die zusätzlich angebrachte (gebogenes und gefärbtes Polysterolstäbchen) Leitung vom rostfarbenen Abgassammler.




    Anschließend werden die Abdeckungen 48 angebracht, hier erweist sich die leichte Rundung durch das Bemalen der Rückseite als günstig, da diese Teile leicht gebogen sein müssen.


       



    Abschließend werden die je 18 Abdeckungen 45b auf die Lüftungsschlitze geklebt. Dies ist ziemlich kniffelig, da 45b an den Enden exakt identisch gerundet werden müssen und da es optisch einen erheblichen Unterschied macht, ob man 45b AUF 45a oder IN 45a klebt.



     


     

    Die letzten beiden Bilder zeigen den Unterschied zwischen 45b zuerst auf 45a kleben (das linke und mittlere Feld 45a) und 45b auf das zuvor an 45 geklebte Teil 45a kleben (rechtes Feld)


    Ich bin tatsächlich letztendlich besser gefahren, indem zuerst 45b auf den Rahmen 45a geklebt wurde. Hier gelang erstaunlicherweise die Ausrichtung besser und es konnten eventuell verbleibende kleine Schlitze mit Kleber und Farbe abgedeckt werden. Das nachträgliche Anbringen von 45a an die gebogenen Teile 45 (Weißleim) ging dann erstaunlich gut, wenn man innen mit einer Messerklinge Gegendruck gab (das musste man auch bei 45b, nur öfter)

  • Noch ein letzter Blick auf die Motoren.


    Zusätzlich zum schon gezeigten Verbindungsrohr wurde der -vagen- Anleitung folgend noch einweiterer Schlauch vom Kühler zum Motor geleitet.

    Als Material diente hier ein schwarz gestrichener Faden, auch Schläuche hatten seinerzeit manchmal eine textile Ummantelung, so dass mir dies recht plausibel erschien. Außerdem ist so ein Teil biegsam und kann nach dem Vorformen und dem Verkleben eines Endes noch entsprechend angepasst werden.


    Der Schlauch soll vom Motor kommen. Ich haben die weiße runde Fläche oben auf Teil 58 als Anschlusspunkt gedeutet und hier ein Ende mit Sekundenkleber fixiert. Das zweite Ende soll laut Anleitung unten am Kühler angebracht werden (genauer wird es in dieser Anleitung nicht mehr). Ich habe jeweils eine Ecke des grauen Kühlergrills gewählt.


     



    Auf dem letzten Bild kann man den Schlauch sehen, wo er Teil 58 entspringt. Das andere Ende liegt leider zu sehr im Dunkeln.

  • Untere Tragfläche, Mittelstück


    War der Bau der Motoren schon anstrengend, so wird es nicht entspannter, denn das mittlere Segment der unteren Tragfläche will auch genau bedacht werden:


    A) Die vier Löcher auf der Unterseite (da kommt später ein Gestell für Bomben hin) müssen durchnadelt werden

     



    B) Es müsste auch Nadelpunkte auf der oberen Seite geben, sogar 8 für Verspannungen – diese FEHLEN alle und die Bauzeichnungen erlauben KEIN exaktes Bestimmen ihrer Position. Man muss Kopien der Außenteile der unteren Tragflächen anlegen und deren Markierungen übertragen.



    C) Wenn man die Nadelpunkte einigermaßen bestimmt hat, stellt sich die Frage: soll man die Fäden in die untere Tragfläche einlassen? – Ich habe mich dafür entschieden und als Farbe letztendlich ein mittleres Grau genommen, u so etwas wie Stahl zu simulieren.


    D) Es gibt zwei ovale Öffnungen für die Bombenschächte. Diese weisen keinerlei innere Verkleidung auf, man kann also ungestört in das weißere Innere der Tragfläche blicken, ein optisch verheerender Anblick, da muss etwas geschehen, bevor die Tragfläche geschlossen wird


    E) Die Einkerbungen der beiden äußeren Rippen (die grünen) sind zu weit außen gesetzt. Die Rippen, die exakt in einer Flucht mit der Tragfläche abschließen müssen, würden vorstehen.


    Soviel zu den Problemen, nun zur Umsetzung.



    Beim Bau dieses Teils ergab sich daraus Folgendes:


    1) Zuerst das Teil ausschneiden und die fehlenden Nadelpunkte bestimmen.


    2) Anschließend die Kanten des Tragflächensegments wie auch die Rückseiten der Ränder in den verschiedenen Farben des Tarnmusters anlegen


    3) Auf der Rückseite der Unterseite des Tragflächensegments mittig eine Linie einzeichnen, auf die später die mittlere Rippe geklebt wird. Auch eine horizontale Hilfslinie vorne am Übergang zwischen oberer und unterer Hälfte ist sinnvoll.


    4) Die acht Verspannungsfäden durch die Löcher führen und innen verkleben


    Bei den folgenden beiden BIldern ist zu beachten, dass die Bespannung auf der Oberseite liegt, im zweiten Bild sieht man die in Schritt 3) erwähnte LInie..

     




    5) Das Gerüst erstellen. Dieses ist sehr fragil: dünne Rippen mit Einkerbungen an allen Verbindungspunkten. Die Längsträger habe ich lieber aus richtigem 1mm Karton erstellt, die Pappe des Lasercuts war mit etwas suspekt. Und die Verklebung sollte mit Sekundenkleber (Gel) erfolgen. Verklebt wurde von innen nach außen, die beiden äußersten Rippen aus dem Bogen erstellen (grüne Farbe) und noch nicht einkleben. Das Gerüst immer wieder beschweren, damit es sich nicht verzieht. Dies ist angesichts der gebogenen Form der Tragfläche kniffelig.

    6) Das Tragflächensegment vorformen. An der Vorderkante geht dies nur durch Anfeuchten. Hierauf reagiert der Karton gut.

    7) Das Gerüst auf die Unterseite kleben.


    Hier ein Blick auf das Gerüst, das auf die vorgeformte Bespannung geklebt wurde. Noch fehlt die Verkleidung der Bombenschächte.


    8) Die Bombenschächte an den Seiten mit zusätzlichen Rippen einrahmen. Die nach innen zeigende Seite der Rippen wurden braun bemal


    Hier sieht man das erste braun bemalte Rippensegment, das eingeklebt wurde.


    Die fertige Umrandung:



    Ein Blick von unten in die Schächte:


  • 9) Die Tragfläche schließen.


    Ansicht von unten:

     


    Ansicht von oben:



    Hier kommt es vorher auf exaktes Vorformen der an der vorderen Kante angefeuchteten Bespannung an.


    10) Die acht Trittleisten aufkleben:


    11) Nach dem Durchtrocknen seitlich die Motorgondeln ankleben.

    Tatsächlich lassen sich die hervorstehenden Streben in die Motoren schieben. Dies muss sogar mit Nachdruck geschehen, deswegen würde ich die Streben selber nicht mit Kleber bestreichen, sondern nur die das Flügelsegment abschließenden beiden Profile und auch die nur bis zur vorderen Strebe, danach hat das Profil vorne keinen Flügelkontakt mehr.


    Auch hier war es erforderlich mit einer Messerklinge von innen im Motor Druck auszuüben, damit die Motorbeplankung vollen Kontakt mit dem Tragflächenprofil bekommt.


    Hier der Übergang Motor- Tragfläche:

     


  • Das Endprodukt:


     




     



    Und einmal zur Probe mit dem Rumpf kombiniert:


      



     



    Das war es für dieses Jahr.


    Der nächste Bauabschnitt entscheidet dann über Wohl und Wehe dieses Projekts.

    Die unteren Tragflächen sollen vom Kontaktpunkt an der Motorgondel bis zur Flügelspitze je 1,6cm ansteigen.

    Da wird es wohl sinnvoll sein, eine Lehre zu bauen.


    Es folgen die zahlreichen Streben und dann die obere Tragfläche.


    Es ist wohl vorgesehen, erst die gesamte fertige Tragfläche an den Rumpf zu kleben.

    Das wage ich nicht. Die Verbindung kommt als nächstes, auch wenn das Modell dann sperriger zu handhaben ist.


    Die geschlossene obere Tragfläche auf einen Sitz aufzusetzen, kann m.E. auch nur in eine Katastrophe münden:

    ----- zu viele gleichzeitig zu bedienende Klebepunkte

    ---- die Spanndrähte können erst nach dem Aufsetzen der oberen Tragfläche in die vorgebohrten Löcher geprökelt werden

    ---- die obere Tragfläche ist in der MItter gespalten (Lücke 1,5mm) und wird da nur durch zwei Drähte zusammengehalten.


    Also wohl doch die Lösung, bei der die obere Tragfläche an der Vorderkante zweigeteilt wird?!


    Es bleibt spannend.