Gotha G.IV (KuK Luftwaffe) in 1/32 von GPM, konstruiert von Herrn Dziegielewski

  • Hallo,

    nochmals vielen Dank für die Tipps, 1-2-3-4 vorgehen ist beim Verkleben des überstehenden Teils der Flossen ein Muss und Roberts Bild hat mir die Augen geöffnet:


    Ansichten der fertigen Bombe, ggf. muss noch einmal überstrichen werden:

       

     

    Das letzte Bild zeigt gut das sich bildende Quadrat, da wurde allerdings in der Form noch nachgebessert. Außerdem zeigten die Bilder im Netz, dass die Ecken der Flossen gebogen waren, das habe ich hier auch umgesetzt.

    Edited once, last by Zaphod (June 29, 2024 at 12:43 AM).

  • So, eine Frage geklärt, doch eine weitere folgt:

    Längs des Rumpfs verlaufen die Umlenkkabel für Höhen- und Seitenruder. Hier gab es unterschiedlichen Konfigurationen, die beim Modell vorgesehene ist die falsche, die LVG-Maschinen hatten eine andere, die man sich bei Wingnut Wings ansehen kann (Seite 25):

    Wingnut Wings - 1/32 Gotha G.IV

    Offensichtlich laufen die Kabel an einem Punkt zusammen.

    Die Anleitung gibt an, dass die Kabel an ihren Umlenkpunkten durch aus Draht zu fertigende Ösen laufen sollen:

    Nur ein Stück stimmt natürlich nicht.


    Hier sieht man die -falsche- Konfiguration.


    Nun meine Frage: Muss man an dem Punkt, an dem die Kabel zusammenlaufen drei Ösen nebeneinandersetzen oder liefen die durch eine Öse?

    Letzteres kann ich mir eigentlich kaum vorstellen, da das doch die Gefahr von Reibung und Blockaden heraufbeschworen hätte.

    Wie seht ihr das?


    VG

    Zaphod

    Edited once, last by Zaphod (June 26, 2024 at 10:55 PM).

  • Montage der Tragflächen


    Schon erfolgte Schritte:

    1) Nach der Erstellung der Rampen konnten die unteren Tragflächen und die Motorgondeln eingeklebt werden. Auch nach gründlichem Durchtrocknen zeigte sich, dass die Tragflächen ohne die Rampen nach unten wegsackten. Da hier jede Bewegung schädlich ist, wurde das untere Segment der Tragflächen auf den Rampen belassen.

    2) Als nächstes wurden die zwölf langen Streben mit Sekundenkleber eingesetzt. Kleberüberstände ließen sich recht gut mit einem Stück Papier von der Küchenrolle wegwischen. Die eingeklebten Kunststoffblöcke erwiesen sich leider vielfach als nicht hart genug. Gut die Hälfte der Streben ließ sich nach dem Durchtrocknen noch ohne weiteres hin- und herbewegen.

    3) Anschließend wurde die zusammengesteckte obere Tragfläche mit den acht schrägen Streben 84 und 85 versehen (auch hier Sekundenkleber). Zwischendurch wurde sie vorsichtig aufgelegt, um die Ausrichtung dieser Streben zu prüfen.


    Ausführung

    4) Nun kam der entscheidende Akt. Nach langem Überlegen entschloss ich mich mit einem gewissen Fatalismus zu einer einfachen Vorgehensweise: Die Rampen wurden um 180° gedreht und dann die obere Tragfläche aufgelegt. Dann wurde probehalber das untere Segment daraufgestellt. Zwar saß nicht jede Strebe gleich direkt in oder bei ihrem Loch, aber es gab auch keine dramatischen Fehlstände. Begonnen wurde mit dem Verkleben an der Seite, an der einige der äußeren Streben recht stabil in der unteren Tragfläche steckten. Hier wurden von den äußeren vier Streben 82 bzw. 83 deren in der oberen Tragfläche zu verankernde Enden mit Sekundenkleber bestrichen und dann in rascher Folge alle vier Streben in die obere Tragfläche gepresst. Dies gelang bei drei Streben ohne Probleme. Die vierte stand aber unter Spannung und sprang wieder heraus. Hier wurde nochmal Sekundenkleber appliziert und dann die Strebe in ihrer Position mehrere Minuten festgehalten, dann hielt sie. Einige Stunden später wurden dann paarweise weitere vier Streben verklebt und nach einer weiteren Trocknungspause die letzten vier. Zwei Streben ließen sich nur widerwillig in die Löcher in der oberen Tragfläche schieben, der erforderliche Kraftaufwand löste die Verklebung zwischen dem Draht und der Verkleidung, zum Glück gelang es mit List und Tücke und etwas Gegendruck eine Strebe glatt in Position zu bringen, bei der anderen blieben 1,5mm des Drahtes sichtbar, aber ich wagte es nicht höheren Druck einzusetzen.



    5) Nach gehörigem Trocknen wurden erneut die Rampen gedreht und die Tragflächen vom Kopf auf die Füße gestellt. Zu meiner großen Erleichterung sieht alles ziemlich gerade aus und außerdem weist das riesige Teil eine viel höhere Stabilität auf, als ich befürchtet hatte.


    6) Nun mussten die unteren Enden der 8 schrägen Streben 84 und 85 auf ihren unangenehm kleinen Podesten an der Innenseite der Motorverkleidung stumpf verklebt werden. Einmal mehr kam Sekundenkleber zum Einsatz. Auch hier zeigte sich: Die vier vorderen standen alle dicht an ihrem Endpunkt und ließen sich gut verkleben. Bei den hinteren endete je eine deutlich zu hoch (gut 2mm). Hier wurden zuerst die beiden leicht zu fixierenden Streben verklebt und dann die beiden Problemkandidaten unter einigem Druck.


    7) Nunmehr waren über 40 Strippen zu ziehen, wobei die Reihenfolge zu bedenken ist. Ich habe zuerst die Fäden um die acht schrägen Streben 84 und 85 im Motorbereich gespannt, anschließend die sechs Paar gekreuzten Fäden zwischen den großen Streben in Flugrichtung und schließlich die zwölf Paar gekreuzter Fäden zwischen den großen Streben quer zur Flugrichtung. Von den Fäden im innersten Segment wurden nur vier gespannt, da hier im nächsten Schritt der Rumpf einzukleben war.

    Die 8 Fäden im Bereich der Motoren, diese konnten gut im Motor um die Streben und dann nach außen geführt werden. Nach dem Trocknen wurde der überstehende Rest an Faden abgeschnitten.


    Edited once, last by Zaphod (April 17, 2026 at 10:35 PM).

  • Servus Zaphod,

    der Kastendrachen der Tragflächen wird erst stabil wenn das System der Spanndrähte geschlossen ist.

    War bei meinem Lohner genau so.

    Liebe Grüße

    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Sehr viel unangenehm,er waren alle anderen Fäden zu spannen. Bei Straffen entsteht Zug nach unten und da die keine Kerbe oder dergleichen haben, in die sie einrasten, war eine straffe Ausrichtung am richtigen Platz ein Geduldsspiel.

    Hier sind bereits die die zwölf Paar gekreuzter Fäden zwischen den großen Streben fertig, die anderen in Arbeit:

     


    Nach dem Verspannen:

     


       


    In der Mitte wurden wie gesagt nur vier von acht Fäden verspannt, um den Einbau des Rumpfes nicht zu erschweren:


    Straffe Fäden, das gefällt sogar Joe Dalton:

  • Verbindung von Rumpf und Tragfläche (+3 Teile)

    Eine weitere pikante Baustufe.

    Vor der Montage des Rumpfes am Fahrwerk sollten die mittleren Einstiegstritte (Teil 2) angeklebt werden. Davon habe ich leider kein Bild.

    Die eigentliche Verbindungsfläche ist leider nicht so groß, wie es die Vorzeichnung auf der Tragfläche suggeriert. Letztendlich ergeben sich Klebestellen nur an den vier Kanten des Rumpfs:


    Die Passgenauigkeit ist allerdings -wenn man den Trockenproben glauben darf- ermutigend.

    Aber es ergibt sich eine klaffende Lücke und zwar unten am Rumpf, direkt hinter der Tragfläche:


    Ist der Einblick in die Rumpfinnenseiten (Holzverstrebungen etc.) gewollt? – Fotos von Originalen helfen hier nicht weiter, aber die Gothas von Wingnut Wings sind da geschlossen und -oh Wunder!- auch das von GPM abgelichtete Referenzmodell weist hier eine offensichtlich nachträglich eingezogene Platte auf: https://sklep.gpm.pl/modele-kartono…1/33/gotha-g-iv (10. Bild)

    Also muss hier eine entsprechende Platte von immerhin 2x2,8cm hergestellt werden. Doch damit nicht genug, an beiden Enden der Platte müssen vor ihrer Montage im Rumpf Querstreben eingezogen werden, damit eine akzeptable Auflagefläche entsteht.


    Die eingezogenen Querstreben im Blick von hinten:


    Und von oben:

    Die aufgeklebte Platte (leider nur am rechten Rand sichtbar):


    Jetzt kann man ans Werk gehen.

    Kleber der Wahl: UHU – bindet nicht so schnell ab, erlaubt aber noch Korrekturen und weicht den Karton nicht auf.

    Auf die Klebestellen am Rumpf auftragen, dann den Rumpf vorsichtig in die Tragfläche einschieben, an Ort und Stelle ausrichten und dann möglichst überall anpressen und zwar mindestens 10 Minuten.

    Tatsächlich ist die Konstruktion hier hervorragend, beide Teile verbinden sich glatt und nach dem langen Anpressen öffnet sich da auch kein Spalt mehr.

    Anschließend den Flieger wieder vorne auf den Rampen und hinten die Höhenruder auf zwei Verschlüssen von Revell Acrylfarbe aufbocken und die Verbindung gründlich durchtrocknen lassen.

     


    Ist die Gotha auch bei weitem nicht perfekt, so löst der Anblick dieses jetzt sehr nach Flieger aussehenden Gebildes doch eine spürbare Ausschüttung von Glückshormonen aus.

  • Nach einigen Tagen Trockenzeit sind die letzten vier Streben einzubauen und die letzten vier Fäden zu spannen.

    Die Streben (86 und 87) führen vom Rumpf zur oberen Tragfläche. Hinten (Teil 87) können sie nicht in derselben verankert werden, weil genau hier auch einer der beiden Drähte verläuft, der die oberen Tragflächenhälften verbindet. Auch das Einstechen des Nadelkerns an der rechten Seite des Rumpfes ist kaum sauber möglich, weil hier nur eine Holzleiste verläuft, die von der Nadelspitze durchbohrt und aufgeweitet wird. Sieht nicht toll aus.


    Kleber der Wahl: Sekundenkleber. Zuerst hinten unten. Dann die Streben beherzt unter die Tragfläche schieben (sie scheinen zuerst zu lang, passen aber genau!), Den Markierungspunkt auf der oberen Tragfläche mit Sekundenkleber versehen und das Ende der Strebe aufschieben – passt, wackelt nicht und hat keine Luft!

    Vorne sollte man mit den Streben 86 genauso verfahren, aber diese können im Rumpf und in der oberen Tragfläche verankert werden. Zuerst die Streben wieder unten mit Sekundenkleber einsetzen und möglichst nahe an den Löchern in der oberen Tragfläche postieren. Nach dem Trocknen des Sekundenklebers vorsichtig etwas Sekundenkleber in die Löcher applizieren, die beiden Drahtenden der Streben hineinfummeln und anpressen – bei mir musste die obere Tragfläche knapp 2mm nach unten gedrückt werden.


    Dann fehlen noch die vier letzten Spanndrähte. Diese können durch den Spalt der beiden oberen Tragflächenhälften geführt und so gut verklebt werden.

    Hier drei BIlder in späteren Stadium dieses Bauabschnitts. Die Streben 87 sind bereits vollständig verklebt, bei den Streben 86 muss noch die Versenkung und Verklebung in der oberen Tragfläche erfolgen:


       


    Und hier ganz fertig, es wurde noch eine schräge Strebe, die auf Fotos vom Original zu sehen ist, ergänzt.

     

    Das ist so ziemlich der aktuelle Stand. Das Fahrgestell ist auch fertig vorbereitet, die Frage ist aber, ob vor dessen Montage noch die Ösen und Kabel längs des Rumpfes montiert werden sollten.

    In Arbeit sind die Bomben und die Auflage für das hintere MG. Als nächstes kommen die Bombenhalterungen. Nach der Montage des Fahrgestells sollten dann diese und die Bomben angeklebt werden.

    Was muss an Baugruppen noch erstellt werden?

    Die beiden MGs, das Zielgerät des Bombenschützen und die Propeller.

    Edited once, last by Zaphod (July 2, 2024 at 9:59 PM).

  • Moin, moin Zaphod,

    ich finde, dass du die Flügelgeometrie sehr gut getroffen hast :thumbup: ........und das vor dem Hintergrund der sehr vielen "losen Enden".

    Das dem vorangegangene umfangreiche "Gedankenwerk" hat sich voll gelohnt! Das Teil ist eine echte Herausforderung!

    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat! Es lebe der Zentralfriedhof.......

  • Gratulation zum Baufortschritt!

    Vielleicht solltest du das Modell ständig unterstützt aufbewahren, nur zum Fotografieren, bei Besuch oder Ausstellungen der Schwerkraft aussetzen.

    Das "Loch" in den Bomben kannte ich noch nicht, man sieht die Dinger fast nie von hinten.

    Gruß Joachim

  • Hallo Joachim,

    aus Platzgründen muss die Gotha aufgehängt werden (ein murksiger alter Liberator wartet auf seine Ablösung), wie das am besten geschieht, ohne Teile des Flugzeugs zu stark zu belasten, das frage ich mich schon seit einiger Zeit.

    Hängt man nur am Rumpf auf, sacken irgendwann die Tragflächen

    Hängt man an der oberen Tragflächeauf, besteht die Gefahr, dass sich der Rest irgendwann nach unten verabschiedet

    Vielleicht eine Kombination aus zwei Fäden am Rumpf und je einer an der unteren Tragfläche innenbords beim Motor.

    VG

    Zaphod

  • Endmontage

    Ist man glücklich so weit gekommen, steht definitiv die Endmontage an.

    Alle jetzt noch zu fertigenden Teilgruppen sollten machbar sein, auch wenn mir die reichlich komplexen Propeller Respekt abnötigen.


    Die entscheidende Frage ist einmal mehr die des Vorgehens.

    Zuerst sollten die Ösen für die Anlenkkabel der diversen Ruder angebracht werden. Diese wurden aus dünnem Kupferdraht gebogen und metallic bemalt, bevor sie mit Sekundenkleber in vorgebohrte Löcher im Rumpf verklebt werden

    Hier die vorgesehene falsche Konfiguration:


    Am Rumpf (Farbretuschen sind noch erforderlich):

     

    Weitere lange Kabel liefen längs des Rumpfes zum Leitwerk hinten sowie parallel zur vorderen Tragflächenkante (Anlenkung für die Querruder). Letztere liefen durch eine Öse vorn am Motor.

    Für die Motoren vorgesehene Ösen:


    Dann wird der Vogel erneut auf den Kopf gestellt. Es werden von links nach rechts die Hauptfahrwerke und das hintere Bombengestell samt 100kg Bombe angebracht.

    Zwischendurch sollte auch die Montage des Sporns erfolgen und schließlich das vordere Bombengestell samt 50kg Bomben.

    Es folgen noch die unteren Querruder und deren Anlenkkabel.

    Danach wären die Gestelle für die MGs anzubringen (97, etliche Drähte), ggf. auch schon die Schutzgitter (S34) beiderseits des hinteren MGs. Wird hier allerdings eine selbst gefertigte realistische Version der Gitter verwendet, die nicht AUF, sondern AN den Rumpf gehört, sollte zuerst eine Luftschraube (101) fertiggestellt werden, um zu prüfen, ob diese überhaupt genug Spiel hat.

    Nunmehr können die Tanks (98) auf die obere Tragfläche geklebt werden - man kann sie verwenden, auf den Fotos der KuK-Gothas, die mir vorliegen, kann man sie, wenn auch etwas schemenhaft, ausmachen.

    Es folgen die oberen Querruder sowie die sie verbindenden Stangen. Wie schon geschrieben: Wo waren zwischen Querruder und Tragfläche die Scharniere und wie sahen sie aus – der Bogen schweigt.

    Ggf. ist jetzt die Zeit für die Anlenkkabel der diversen Ruder gekommen, man könnte aber auch zuvor die Luftschrauben (101) einstecken.

    Danach bleiben nurmehr die MGs (103) und die Teilgruppe 102 zu der es weder Zeichnung (abgesehen von einer falschen Bezeichnung des Propellers als Teil 102) noch Text gibt, außer dem Hinweis, dass sie -wohl als Rohr geformt- oben mit einem Stück Folie abzuschließen ist. Damit dürften wir es mit dem Bombenzielgerät zu tun haben, das vorne in den Stand des Kommandanten kommt.

    Edited 2 times, last by Zaphod (April 17, 2026 at 10:43 PM).

  • Hauptfahrwerk (Teile 91-94) (2x19 + 21 = 80 Teile)

    Die Textanleitung – eine zuverlässige Hilfe: „Die Schienbeine des Unterwagens werden gemäß Abb. 10 aus den Elementen 91 - 94 hergestellt, die Kufe gemäß Abb. 11 aus den Elementen 95.“

    Man ist also ganz auf die Skizze angewiesen:

    Hier hatte ich noch bei der Achse "S16?" notiert, aber das kommt nicht hin, was immer S16 für eine Schablone ist, sie ist nicht die Achse, für die es gar keine Schablone gibt.


    In folgender Hinsicht weicht der Bausatz vom Original ab:

    Die Verkleidung der vorderen Fahrwerksbeine entsprach von der Form her einer Tragflächenstrebe, war also recht breit und verjüngte sich an den Enden. Beim Modell liegt jedoch eine schlichte Rohrverkleidung vor. Mangels Reserwa habe ich davon Abstand genommen hier Abhilfe zu schaffen, sonst könnte man von einem Zweitbogen die Teile 84 nehmen und ggf. an einem Ende passend kürzen.

    Die Passgenauigkeit des Hauptfahrwerks ist sehr gut.


    Die Herausforderungen dieser Baugruppe liegen im exakten Biegen des Drahtes und in der genauen Vorformung insbesondere der Teile 91a, durch die auch die Lagerung für die Achse der Räder geht. Hier, wie auch bei den Verkleidungen 91 ist Anfeuchten unerlässlich.

    Ich fand in meinem Fundus einen gut biegbaren aber nicht zu weichen Blumendraht von 1mm Durchmesser (vorgesehen laut Schablone 0,6mm). Versuche, einen Stahldraht dieses Durchmessers angemessen zu biegen scheiterten kläglich, so dass ich beim Blumendraht blieb.

    Hier einmal die Teile für eines der vier Fahrwerksbeine:

       

    Man sieht den vorgeformten Abschnitt einer der Farhwerksbeinhälften, Nach dem Vorformen beider Hälften wurde der Draht mit Uhu in eine Hälfte geklebt. Nach dem Trocknen wurde dann die zweite Hälfte aufgelegt und ggf. die Passform noch korrigiert.

    Trotz des größeren Durchmessers des Drahtes ließ sich die Verkleidung 91 recht gut schießen.


    Ein weiteres Problem stellt die Verankerung an der Unterseite der Motorgondeln dar. Zur exakten Ausrichtung der vier Beine der Fahrgestelle schon während des Baus empfiehlt es sich eine Kopie der Unterseite einer Motorgondel zur Hand zu haben.

    Worauf es hierbei auch noch ankommt, ist, den Drahtenden, die in die Motorgondeln geschoben werden müssen, eine Spitze zu verleihen.

    Mangels Gerät musste dies mit der Hand geschehen.

    Folgendermaßen wurde vorgegangen:

    1) Die Enden des Drahts vorsichtig mit einem Hammer plattgeklopft, bis der Draht nur noch die halbe Dicke hatte

    2) Dieses platte Ende wurde nun mit einer Feile seitlich bearbeitet, bis eine möglichst schlanke Spitze entstanden war.

    Hier sieht man einen eingeklebten Draht mit handbearbeiteten Enden:

       

    Auch die zweite Verkleidungshülle, durch die die Löcher für die Achse führen, sind vorbereitet.


       

    Das geschlossene Fahrwerksbein, die aufklaffende Naht wurde noch mit Weißleim verfüllt und überstrichen.

    Edited 2 times, last by Zaphod (April 17, 2026 at 10:45 PM).

  • Dann sind die Räder vorzubereiten.

    Zu meiner Freude weisen diese Räder keine besonders ausgeprägte Rundung aus. Die Anleitung schweigt sich über ihre Dicke aus, aber der Lasercut sieht jeweils vier 1mm dicke Scheiben vor. Was diesen Scheiben abgeht, ist das Loch in der Mitte, was die Ausrichtung unangenehm erschwert. Deswegen wurden zuerst nur jeweils zwei dieser Scheiben mit Weißleim verklebt und dann eine der Scheiben aus dem Bausatz, die eine mittige Markierung für die Achse aufweisen, mit UHU aufgeklebt. Diese beiden Hälften wurden nach dem Trocknen vorsichtig mit einer Nadel durchstochen und dann aufeinander geklebt, wobei die durchgefädelte Nadel für eine saubere Ausrichtung sorgte. Nach einer weiteren Trocknungsphase wurde das Rad an den Kanten mit Schmirgelpapier per Hand rundgeschliffen und anschließend mit Teerschwarz (Revell Acryl) überstrichen. Wie sich zeigte, lässt sich der recht weiche Karton des Lasercuts sehr schön schmirgeln.

    Die Teile aus dem Bogen - mit Markierung für das Loch:


    Rad im Rohbau:

     

    Nun müssen noch die Radabdeckungen 93 gefertigt werden. Der stumpfen Naht traue ich hier nicht, daher wurden aus einer Kopie ausgeschnittene und grün gefärbte Laschen hinterklebt. Die beiden inneren Radabdeckungen sind dann aufzukleben.


    Fertiges Rad:

     

  • Jetzt gilt es die verschiedenen Teile des Fahrgestells auf die Achse zu kleben. Wie schon erwähnt kann die Schablone S16, die um 3cm lang ist, nicht als Schablone für die Achse gedacht sein, gleiches gilt für die ebenso lange Schablone S15 (es bleibt somit rätselhaft, wofür sie gedacht sind), hier benötigt man ca. 4,5 cm.

    Wichtig ist, zuerst den Abstandhalter exakt mittig ausgerichtet sehr fest auf die Achse zu kleben und die beiden Fahrwerksbeine wiederum so stabil wie möglich mit der Achse und dem Abstandhalter zu verkleben. Ich empfehle was die Beine angeht Sekundenkleber. Ansonsten bekommt man nämlich ein äußerst wackliges Gebilde, auf dem die Gotha keinesfalls wird stehen können.

     

     

    Sollen beide Räder drehbar werden, muss auf den nach dem Fädeln passend abzulängenden Draht an den Enden eine kleine Fädelperle mit Sekundenkleber geklebt werden, ohne dass der Kleber an das Rad kommt.

       

    Zum Schluss werden die beiden äußeren Radabdeckungen 93 aufgesetzt.


    Der Bausatz sieht noch zum Schließen des winzigen Lochs in der Mitte der Abdeckungen kleine Scheiben vor, die sich aber m.E. eher klobig ausnehmen.

  • Moin Zaphod,

    höre auf die Klempner, Dichtungsringe aus Gummi gibt es in vielerlei Größen und Durchmessern. Zwei Scheiben mit Durchmesser-Untermaß und dann aussen die von Dir bereits vorbereiteten Abdeckungen der nicht sichtbaren Speichen ... daß ist es ...

    Gruß

    kartonskipper

    MAGA: Make America Go Away :thumbup:

    Und die Geschichte meines Fletchers ist hier zu lesen: D170 alias Z1

  • Es geht weiter mit Bomben und Fahrgestell:

    Zunächst einige Bilder von den Bomben:

    Die Köpfe enstanden aus je acht spitz zulaufenden Streifen, hier wurde nach dem stumpfen Verkleben von hinten mit dünnem Papier gesichert.

       

    Da die Bomben überstrichen wurden, konnten die fertigen Körper abgeschmirgelt werden, um sie zu glätten.

     

    Die Spitzen wurden bronzefarben überstrichen, um den eingeschraubten Zünder zu simulieren.


       

    Jede Bombe war mit zwei Gurten am Abwurfgestell befestigt. Die Anleitung bei Wingnutwings zeigt, wo diese jeweils verliefen. Die entsprechenden „Gurte“ wurden aus schwarzem Tonpapier geschnitten, ca. ¾ um die Bombe geklebt und dann um die Stäbe des Abwurfgestells geklebt.

    Edited once, last by Zaphod (April 17, 2026 at 10:48 PM).

  • Halterungen für Bomben (Teil 96 & Drahtschablonen) (9+12 = 21 Teile)

    Die hintere Halterung besteht aus 4 zurechtgebogenen Drähten, die im selben Farbton wie der Rumpfboden gestrichen wurden


    Die Einzelteile:

    Montiert:

       

    Die 100kg-Bombe probehalber platziert:

      

    Während der Montage:

    Edited once, last by Zaphod (July 14, 2024 at 8:02 AM).

  • Halterungen für Bomben (Teil 96 & Drahtschablonen)

    Die vordere Halterung besteht aus drei Drahtschablonen (S22-S24), die deren Querstreben darstellen, einem zentralen Pylon (dieser erhielt auch unten einen Boden, um seine Klebfläche zum Rumpf zu erhöhen) und um diesen herum aus Kartonstreifen hergestellten Längsstreben der Halterung.


    Die Teile:


    Wenn man die Anordnung des Pylon (dieser wies wohl ein Loch auf, durch das der Bombenschütze mit seinem Zielgerät blicken konnte) mit dem entsprechenden Teil bei Wingnut Wings vergleicht, so sitzt dieser viel zu weit hinten.

    Die Drähte, die seitlich an den Pylon geführt werden sollen, sitzen falsch, weil die Markierungen zu niedrig sind. Sie müssten ganz oben sein. Baut man wie vorgesehen, so hat die aus Kartonstreifen hergestellte Halterung hier keinen Kontakt. Ich habe dies durch das Unterfüttern kurzer Abschnitte eines Polysterolstäbchens ausgeglichen.

    In der Anleitung sind die Nummern der Drahtschablonen S22 und S24 vertauscht.

    Aber das sind alles keine dramatischen Hindernisse:

     


     

    Und so konnten dann auch alle Bomben befestigt werden, wobei es recht fummelig war, die schwarzen Streifen um die Gestelle zu biegen und zu verkleben:

     


     

    Sieht man sich die Konfiguration von Bombenzuladungen auf Fotos oder bei Wingnutwing an, wird deutlich, dass bis zu 500kg in verschiedenen Kombinationen geflogen wurden. Dieses Modell trägt 200kg, an den Tragflächen und weiter hinten am Rumpf finden sich keine Gestelle für Bomben.

    Das könnte historisch akkurat sein, die Gothas, die an die KuK-Luftstreitmacht geliefert wurden, mussten den Hiero-Motor einbauen und hatten Probleme, passende Luftschrauben zu bekommen. Es ist gut denkbar, dass dies die Traglast herabsetzte.

    Wie auf einigen der Bilder schon zu sehen, wurde gleichzeitig das Hauptfahrwerk eingebaut. Nach einigen Anproben und vorsichtigem Aufweiten der vorgebohrten Löcher in den Motorgondeln gelang dies recht gut, Kleber der Wahl hier unbedingt Sekundenkleber.

    Zum Fahrgestell demnächst mehr. Ich ringe noch mit den äußerst fragilen Schutzblechen, die sich kaum sauber ausgerichtet montieren lassen und mit den Luftschrauben.

    Edited 2 times, last by Zaphod (April 17, 2026 at 10:50 PM).

  • Hallo,

    wie auf den letzten Bildern schon zu erkennen, wurde das Fahrgestell zusammen mit den Bomben und ihren Halterungen montiert.

    Das Einsetzen ging besser als erwartet, allerdings ist Probieren und ggf. vorsichtiges Aufbohren der Löcher in den Motorgondeln anzuraten.

    Verklebt wurde mit Sekundenkleber.

     


     


    Schutzbleche

    Die Teile 94 bilden zusammen mit den Drähten S18 bis S20 eine Art Schutzblech. Dies sollte verhindern, dass von den Rädern beim Start oder bei der Landung aufgewirbelte Steine in den Propeller gerieten.

    Die Zeichnung ist hier wenig hilfreich, immerhin finden sich an der Verkleidung 91 winzige Markierungen. Auf der Seite von GPM gibt es einige Fotos vom fertigen Modell, da kann man einigermaßen erkennen, wie das Schutzblech (etwa parallel zum Boden, das Ende weist leicht nach oben) auszurichten und anzubringen ist.


    Zum Bau:

    Die Grundplatte wurde an den Stellen für die dünnen Drähte durchnadelt, damit eine minimale Verankerung erfolgen kann.

    Verwendet wurde 0,3mm Federstahldraht und je ein 0,6mm Polysterolstäbchen passend abgelängt. Die Schablonen geben nur die Länge der drei Teile wieder, das Polysterolstäbchen muss an beiden Enden angeschrägt werden, damit es an 94 und am Fahrwerksgestell eine akzeptable Klebfläche hat.

    Verklebt wurde mit Sekundenkleber, kein anderer Kleber hat m.E. die Chance die winzigen Klebepunkte ausreichend stabil zu verbinden.

    Die Teile in der Vorbereitung:

    S18 durch S19 abgestützt:

    Ein fertiges Schutzblech, links die Bauskizze, rechts die Schablonen:

     


    Die Reihenfolge:

    Zuerst wurde das Polysterolstäbchen S18 auf die Grundplatte geklebt.

    Nach gründlichem Durchtrocknen folgte der Draht S19, den man als Stütze des Polysterolstäbchens interpretieren kann. Er muss UNTER das Ende des Polysterolstäbchens geklebt werden.

    Der Draht S20 stellt den zweiten Kontaktpunkt zum Fahrgestell dar. Bevor er am Kreuzungspunkt mit S19 verklebt wird, muss geprüft werden, ob sein Abstand zum Ende von S18 genau der richtige ist. Auf die Zeichnung kann man sich hier nicht verlassen, man muss die fast unsichtbaren hauchdünnen Strichmarkierungen am Fahrwerksbein zur Orientierung nehmen.


    Fertige Schutzbleche:

  • Ein Grundproblem der Konstruktion liegt darin, dass die Teile S18-S20 in einer Ebene sein sollen, sich aber nicht in eine Flucht bringen lassen, da sich ja S19 und S20 kreuzen. Dadurch muss man die Schutzbleche leicht schräg an die Fahrwerksbeine kleben, wenn 94 gerade sein soll. Und das mit schnell anziehendem Sekundenkleber – ist mir trotz mehrerer Versuche und sich z.T. wieder in die Bestandteile zerlegenden Schutzblechen nicht sauber gelungen.

    Am Ende mehr schlecht als recht, aber es gibt eine gewisse Anzahl an Fehlversuchen, die meine Toleranzgrenze darstellen:

       


       



    Was noch fehlte, waren die gekreuzten Abspanndrähte, hier kam mal wieder gezogener Gussast zum Einsatz:

     

    Edited once, last by Zaphod (July 21, 2024 at 10:29 AM).

  • Sporn (Teil 95) (5 + 6 = 11 Teile)

    Der Sporn sieht bei Zeichnungen z.T. deutlich anders aus, dies betrifft den Winkel von dessen Unterbau zur eigentlichen Kufe. Leider weiß ich nicht, ob das Original hier unterschiedlich eingestellt werden konnte

    Der Sporn 95 ist nicht schwer zu fertigen.

    Im Original war er recht breit, daher habe ich die beiden Seitenteile (95a) verdoppelt. Aus der reichlich vorhandenen Holzreserve wurde ein entsprechender Umleimer hergestellt, der Teil 95 ersetzte.

     

    Die im Rumpf verankerte Halterung ist laut Schablone 21 anzufertigen. Sie kann nicht in einem Stück gebogen werden, sondern muss aus zwei Teilen gefertigt werden. Hierzu wurde Blumendraht von 1mm Durchmesser verwendet, der mit Sekundenkleber verbunden wurde.

    Am hinteren Ende wurde nach Vergleichen mit dem Original noch der Überstand durch Ankleben eines Stücks Polysterol verlängert.

     


    Kufe aufgesetzt, Ausrichtung ist noch zu verbessern:

     


    Abschließend müssen zwei bis drei Fäden um das vordere Ende geführt und in das Loch im Rumpf geklebt werden. Diese sollen laut Anleitung die beim Original vorhandenen Gummiseile imitieren.

     

    Fertig:

     


    Damit kann der Vogel auf eigenen Beinen stehen, aber zuvor sollten alle Arbeiten, die kopfüber erfolgen, abgeschlossen sein.

  • Und dazu gehören die unteren Querruder:

    Anpassungen ergaben, dass diese bei ihren Gelenken nicht durchgehend Kontakt zum Flügel hatten. Dem wurde durch Aufkleben entsprechender kleiner Stücke Tonkarton abgeholfen:

     

    (Die Nahaufnahme zeigt gnadenlos den Spalt zwischen Tragfläche und Tragflächenspitze.)

    Außerdem waren die Lenkkabel anzubringen - bei den unteren Tragflächen fehlte jede Markierung am Flügel, so dass diese erst nach dem Ankleben der Querruder bestimmt, durchnadelt und mit dem Kabel versehen werden konnte - wie gesagt die Anleitung spielt in einer eigenen Liga der Zumutungen.

       


    Fertig:


    Wenn der Vogel dann auf seinen Beinen steht (vielleicht sollte ich noch Bremsklötze herstellen), werden die die Querruder verbindenden Stangen eingeklebt und abschließend die oberen Querruder angebracht.

    Derzeit aber arbeite ich mit zunehmendem Frust an den Propellern, auch hier fehlen entscheidende Hinweise und Markierungen, außerdem hege ich den Verdacht, dass ein größeres Teil spiegelverkehrt ist.

    Die Propeller will ich noch einpassen, während die Gotha auf dem Rücken liegt.

    Vielleicht gelingt heute die "Fertigstellung" des ersten Propellers. Ehrlich gesagt habe ich wenig Lust, mir von diesem Bogen ein zweites Exemplar zu kaufen, nur weil ein Propeller vermurkst ist.

  • Luftschrauben (Teil 101) (2x8 + 2x32 = 80 Teile)

    Ein Foto vom Original -also wirklich der 0811- zeigt eine Luftschraube, man erkennt erhabene Schraubenköpfe, ob dieselbe Zahl und Anordnung wie im Modell, bleibt unklar, aber es wurden offensichtlich verschiedene (sämtlich nicht zufriedenstellende, weil zu starken Vibrationen führende) Luftschrauben ausprobiert. Außerdem deutlich zu erkennen ist eine massive, sich verjüngende Erhebung in der Mitte der Luftschraube, ggf. eine große Sechskantschraube.

    Zu Motoren und Luftschrauben der kuk-Gothas:

    "Because German engine production was inadequate for German needs due to Allied numerical superiority and the Royal Navy's distant blockade, the Austrians had to provide their own 230 hp Hiero engines for their Gothas. The revised engine installation was a disaster; weak engine bearers and unsuitable propellers caused excessive engine vibration that led to piping leaks and failures of the structure and instruments. Despite great efforts by the maintenance staff, by late September the Austrian Gothas were virtually grounded and the aircrews reverted to the reliable, single-engine Brandenburg C.I for most bombing missions."

    Gotha G.IV

    Das ist doch ziemlich ernüchternd. Faktisch waren die kuk-Goths demnach nicht einsetzbar.


    DIe Luftschrauben kosten graue Haare.

    Einmal mehr kann die Anleitung nur als ungenügend bezeichnet werden. Sie bietet lediglich eine Skizze, die eine Luftschraube von einer Seite her zeigt.


    Das lässt etliche wesentliche Fragen offen:

    a) Wo genau setzt man die je 4 Blätter mittig an den Zentralelementen an? Ein Markierungsstrich wäre hier unverzichtbar.

    b) in welchem Winkel stehen die vier Blätter und die zwei Zentralelemente zueinander? Beim Verkleben zeigt sich, dass der Winkel wechselt, aber wo welcher angemessen ist, bleibt unerklärt.

    c) Muss man die Zentralelemente beim Verbinden mit den Blättern biegen oder haben die Blätter sich anzupassen?

    d) Sollte man zuerst alle vier Blätter an das lange Zentralelement kleben und dann das kleine Zentralelement einsetzen oder zuerst zwei Blätter an das lange Zentralelement kleben (einmal längs), dann das kleine Zentralelement ansetzen und mit den anderen beiden Blättern schließen?

    e) Welcher Grad an Verwindung ist normal und ab wo hat man Murks gebaut und muss korrigieren?


    Ich bin wie folgt vorgegangen:

    1) Eine Luftschraube aus einer Kopie bauen, um zumindest eine Vorgehensweise zu testen und ein Ergebnis in der Hand zu haben, mit dem man messen kann, ob die Luftschraube Spiel zum Rumpf und zu den Tragflächen hat, wenn man sie aufsetzt.

       

    2) Alle Teile ausschneiden, Kanten und Rückseiten braun färben

     


    3) Zwei Blätter 101b und 101c vorformen und eines davon mit einer Lasche versehen. Hierbei fällt ein Konstruktionsfehler ins Auge: die Enden passen nicht sauber zusammen, 102b ist gut 1,5mm schmaler als 101c


    4) Von der Mitte ausgehend die Blätter nacheinander stumpf mit Weißleim an das lange Zentralelement kleben

     

    5) In der Mitte steht der runde Kreis des Zentralelements in einem Winkel von 90° zu den Blättern. Hier besteht bei der weiteren Arbeit die Gefahr einer erheblichen Verschiebung. Daher den 90°-Winkel mit Hilfe etlicher kleiner Dreiecke aus 1mm Karton fixieren

    6) Das zweite (kleine) Zentralelement von der Mitte her einsetzen. Trotz Vorformens musste die Verbindung unter Spannung hergestellt werden, d.h. festhalten, bis der Kleber angezogen hat. Weißleim ist m.E. unerlässlich


    7) Auch auf dieses Element Pappdreiecke setzen, so dass sich beim anschließenden Anbau der letzten zwei Blätter wieder ein stabiler rechter Winkel bildet

  • Luftschrauben (Fortsetzung 1)


    8) Die letzten zwei Blätter NACHEINANDER an die Zentralelemente kleben. Zuerst hatte ich gedacht, es sei besser, beide Blätter zuerst zu verbinden (siehe vorheriges Bild). Das gab aber beim Anpassen einen derartigen Fehlstand, dass ich die Verbindung wieder aufgetrennt habe. So kann man beim letzten Blatt noch Korrekturen vor dessen Montage vornehmen.

      

    Hier sieht man, wie schwierig es schon bei dritten Blatt ist, einen sauberen Abschluss desselben am Zentralelement zu erreichen. In kleinen Abständen mit möglichst wenig Weißleim verkleben wäre emin Tipp.

    Die Montage erfordert viel Geduld und große Sorgfalt. Bei der ersten Luftschraube fehlte noch ein Blatt 101b. Während sich auf der anderen Seite 101b und 101c glatt mit den Zentralelementen verbinden ließen, stand hier auf einmal die Spitze von 101b um ca. 3mm über. Mit Hilfe einer Kopie wurde der Überstand ermittelt und dann 101b am Übergang zu 101c entsprechend gekürzt.

    Ein haarsträubender Überstand:

     

    Kürzen:

     

    (Das hier gezeigte Maß reichte noch nicht ganz aus, es musste nochmal etwas über 1mm weggenommen werden)

    An den Enden der Blätter liegen diese aufeinander, hierbei ändert sich der Winkel zum Zentralelement erheblich, ich würde ihn auf 135° und mehr schätzen:


    9) Trocknen lassen, ggf. länger beschweren, um die Form zu wahren.

  • Luftschrauben (Fortsetzung 2)


    10) Die kleinen Löcher bei den beiden Scheiben 101d ausstechen.

    11) Auf die nur aufgezeichneten Schraubenköpfe der beiden Scheiben 101d plastische Schrauben kleben und dann das Ganze metallic bemalen.

       

    12) Die beiden Scheiben 101d aufkleben


    13) Eine passende Achse durch das Zentrum der Luftschraube führen und verkleben

    Hierzu ist zunächst anzumerken: Die Luftschrauben sind wohl nicht beweglich vorgesehen, die Anleitung bequemt sich immerhin zum Hinweis, das könne man ja selber machen.

    Immerhin sind in den Motoren zwei Löcher von über 1mm Durchmesser vorgesehen, so dass die Achse einer Luftschraube hier ein gutes Widerlager findet.

    Die mittigen Markierungen auf den Scheiben 101d passen nun aber überhaupt nicht zum Loch im Motor und weisen außerdem zwei ganz unterschiedliche Durchmesser auf.

    Die Achse entstand aus einem Polysterolstab. Zuerst wurde ausgemessen, wie tief dieser im Motor verschwindet und eine entsprechende Markierung angebracht. Dann wurde kalkuliert wie dick der Abstandhalter sein muss (gut 1mm) und gemessen, wie dick das Zentrum der Luftschraube ist sowie ein Überstand von 2mm einkalkuliert.

    Auf das somit passend abgelängte Polysterolstäbchen wurde nun der Abstandhalter geklebt und dann das Ganze metallic gestrichen.

    Verklebt werden musste die Achse in der Luftschraube mit Sekundenkleber. Bei der ersten Luftschraube stand die Achse nach dem Durchschieben schrecklich schräg, so dass die Löcher in der Luftschraube mit einem Draht passend erweitert werden mussten. Der Sekundenkleber diente dann der Fixierung der Achse in diesen zu großen und leicht ovalen Löchern.

    Die erste Luftschraube mit eingeklebter Achse. Das zeite Bild lässt auch den Abstandhalter erkennen:

     


    Bei der zweiten Luftschraube war der Schrägstand noch schlimmer. Hier konnte nur noch durch das Verbiegen der Achse etwas Abhilfe geschaffen werden.

       

    Ich will hier nicht ausschließen, dass ich unsauber gearbeitet habe, allerdings erschweren die miserable Anleitung und das Fehlen von Markierungsstrichen hier ein exaktes Arbeiten erheblich.

    Die Teile 101e-g bilden wohl einen Abstandhalter zwischen Luftschraube und Motor. Beim Original ist nichts Entsprechendes zu sehen. Allerdings ist ein gewisser Abstandhalter als Ausgleich für die erhabenen Schraubenköpfe erforderlich.

    Zieht man aber Achsen ein, die dem Durchmesser der Löcher im Motor entsprechen, passt der Streifen 101e nicht mehr. Letztendlich entfielen alle drei Teile.

  • Luftschrauben (Fortsetzung 3)

    Hier muss noch ergänzt werden, dass ich bei der zweiten Luftschraube bei Vorgehen von meiner Beschreibung abgewichen bin.

    Wie man sieht, habe ich zuerst die beiden Blätter 101b angeklebt, da sich diese an der Spitze exakt an der Spitze des langen Zentralelements 101 ausrichten lassen.

    Als ich dann das kurze Zentralelement einsetzen wollte, fiel mir zweierlei auf:

    Erstens, natürlich keinerlei Markierungsstriche – WO trifft das Ende von 101b auf das kleine Zentralelement? Muss man selbst ausmessen.

    Zweitens: Wie, in diese entstandene Vorform soll das kleine Zentralelement hineingeprügelt werden? Das passt doch nie. Moment – wenn man das kleine Zentralelement umdreht, passt es genau. Ist das Teile also spiegelverkehrt? Bei dem massiven Verwinden der Luftschraube wage ich das nicht mit letzter Sicherheit zu sagen, aber bei diesem Bogen hielt ich es für angemessen, im Zweifelsfall auf einen Konstruktionsfehler zu setzen. Also wurde mit Hilfe der Reserwa ein Ersatzteil gefertigt (Vorteil: schön dick, verbiegt sich nicht so leicht, mehr Klebefläche an den Kanten) und verbaut.

    Das Ersatzteil:


    Im weiteren Verlauf musste ich bei den Blättern 101c nur das an 101b treffende Ende schmaler schneiden und diesem eine leichte Schräge geben – kein massiver Überstand bei einem Blatt mehr wie bei der ersten Luftschraube.

    Allerdings -wie oben gezeigt: Die Propellerachse der zweiten Luftschraube steht vollkommen schräg.


    Erste Luftschraube eingesetzt:

     


    Bilder der eingesetzten Luftschrauben folgen, wenn die Gotha nicht mehr Kopf steht. Ich dachte heute, es sei soweit, musste dann aber erkennen, dass die "Kotflügel" auf einer Seite zu tief standen (oder eher einen ungünstigen Winkel einnahmen) und Bodenkontakt hatten.

    Also nochmal abnehmen, dabei entstandene Schäden beheben und wieder ankleben:


    Und die hier neulich sichtbar gewordenen Spalten zwischen Tragflächen und Tragflächenspitzen wurden bei der nach unten zeigenden Seite der unteren Tragflächen mit Weißleim verfüllt und farblich nachbehandelt:

     


    Jetzt müsste es soweit sein, die Gotha kann umgedreht werden.


    Dann müssen die MG-Stände gebaut werden, Querruder und obere Tanks angebracht werden und schließlich die letzten Lenkkabel gespannt werden.

    Keine allzugroße Nummer, zumal ich die MGs in den letzten Tagen fast fertigstellen konnte.

    Das Ende naht.

    Edited 2 times, last by Zaphod (July 24, 2024 at 11:11 AM).

  • Nachdem die Gotha nun auf den Beinen steht, ein paar Bilder der Luftschrauben:


    Nicht wirklich überwältigend, links wurde nochmal abgenommen und die Achse herzhaft/rabiat gebogen.


    Und ein zweites Manko, das jetzt zu Tage trat:

    Aus der Entfernung alles ganz nett:


    Aber aus der Nähe:

       

    Was ist das? Das Rad ganz rechts hängt um gut 1,5mm in der Luft?

    Woran kann das nur liegen?? Das rechte Fahrgestell wirkt nicht (so ) schief

    Edited 2 times, last by Zaphod (April 17, 2026 at 10:57 PM).

  • Nun, da lässt sich nichts mehr ändern. Aufgehängt wird das Fahrwerksproblem unsichtbar.

    Die oberen Querruder waren noch zu montieren und außerdem die die Querruder verbindende Stange.

    Zuerst hatte ich überlegt, die Stange zuerst mit dem unteren Querruder zu verkleben, aber dann wäre es ziemlich schwierig geworden, das winzige Loch an der Unterseite des oberen Querruders zu treffen.

    Also zuerst mit dem oberen Querruder verbinden - Kleber der Wahl: Sekundenkleber.

     


    Dann die Montage, 6 Klebepunkte: Die vier von mir hinzugefügten schwarzen Gelenke (Weißleim), das winzige Loch im unterren Querruder für die Verbindungsstange (Sekundenkleber) und am oberen Ende des Profils des Querruders.

    Darauf achten, dass das Kabel der Querruderanlenkung aus dem Weg ist.

    Zügig und genau ausrichten und eine Weile in Position halten.

       


    Die Markierungen für die Verbindungsstange sind äußerst präzise, die Stange steht gerade.

    Nach dem Trocknen die Verspannung des Anlenkkabels vornehmen:

     


    Fertig:

  • Schutzgitter für den Heckschützen (+2x5= 10 Teile)

    Diese Teile hatte ich den Vorgaben entsprechend mit viel Mühe fertiggestellt, bevor der Blick auf das Original zeigte, dass sie vollkommen anders aussahen.

    So sieht sie der Bogen vor und so sahen diese Teile wohl bei den bei Gotha gebauten Maschinen auch aus.

    Aber so sehen sie bei den KuK-Maschinen aus:

     

    1) Nach unten hin erfolgt an der zum Heck zeigenden Seite des Rahmens noch ein kleiner Knick, der Rahmen ist insgesamt deutlich länger als im Modell

    2) Ziemlich große quadratische Maschen, die so angeordnet sind, dass eine Spitze nach vorne zeigt

    3) Ein rundum geschlossener Rahmen, der nicht AUF dem Rumpf angebracht ist, sondern seitlich

    4) Dieser Rahmen verlängert sich unten an beiden Enden, das hintere Ende bekommt eine Art Blinddarm nach unten, das vordere einen nach einem Knick nach vorne zeigendes Ende

    5) je zwei dünnere Stützen, die tatsächlich auf dem Rumpfrahmen aufruhen und die etwa bei 2/3 Höhe des Rahmens an diesem befestigt sind.

    M.E. weist das Schutzgitter eine helle Färbung auf, es könnte aber auch das Standardgrün der Gotha sein.

    Also Ausführung:

       

    Alles mit Sekundenkleber fixiert (unterste Leiste Polysterol, Rest weicher Blumendraht und dazu Fliegengitter), Farbe: Vallejo Silver Grey


     

    Edited once, last by Zaphod (July 27, 2024 at 9:01 PM).

  • Montiert mit UHU (die Gitter selber) und Sekundenkleber (die Stützen).

    Natürlich waren die vorgebohrten Löcher für die bogenseitig vorgesehenen Gitter zu verfüllen.

    Insgesamt hätten die Gitter wohl etwas weiter nach vorne gehört, um Kollisionen mit den Schienen für das Heck-MG auszuschließen.

    Die Propeller waren natürlich nicht für die Originalgitter ausgelegt und hatten leichten Kontakt. Hier wurden kurzerhand die Spitzen der Propeller leicht gekürzt.

     

    Erstes Gitter montiert, man kann die drei Klammern, auf denen die Schienen des Heck-MGs zu ruhen kommen, bereits erkennen

    Die Luftschraube kollidiert:


    Nach der Korrektur, die Luftschraube geht gerade so vorbei:

     


    Das fertige Ensemble von oben:


    Und wo schon mittig gearbeitet wurde, wurde auch einer der Zusatztanks aufgeklebt. Der zweite passte allerdings schlecht, wackelte über eine Diagonale erheblich und ließ sich auch nicht anpressen. Vorläufig habe ich ihn weggelassen, da ja manchmal auch nur ein derartiger Tank mitgeführt wurde.

       

    Und selbst dieser Tank liegt nicht glatt auf:

    Edited 2 times, last by Zaphod (July 28, 2024 at 9:26 AM).

  • Lenkkabel und deren Führungselemente S33 (+ 16 Teile)

    Die Schablone - in dreifacher Größe (also nutzlos) und natürlich werden 8 nicht eine Öse benötigt:

    Die Führung der Kabel bei den im Stammwerk produzierten Maschinen - für das Modell vollkommen nutzlos:

    In der Anleitung bei Wingnut-Wings findet sich zum Glück ein Schema mit der korrekten Führung


    Im Rumpf wurden 6 kleine aus Messingdraht gefertigte Ösen versenkt (und vorher metallfarben gestrichen)


    Vorne an die Motorgondeln kam dann noch eine Öse in Grün

    Die Lenkkabel für die Höhenruder wurden vorne in den Zwischenraum des sanduhrförmigen Lenkelements geklebt (sehr stabil), dann durch die unterste bzw. oberste Öse geführt, ebenso durch die Löcher an den Enden der Ruderholme geführt, straff gezogen und mit Weißleim verklebt.

     


    Die Lenkkabel für das Seitenruder mussten vorne durch ein Loch ins Innere des Cockpits geführt und dort verklebt werden. Das gelang rechts problemlos, aber links verschwindet das Kabel unsichtbar im Bereich der schrägen Platte unter den Füßen des Piloten. In beiden Fällen wurde mit Sekundenkleber verklebt, was auch die wünschenswerte Stabilität ergab

     


    Die Lenkkabel für die Querruder wurden mit Sekundenkleber auf die aus dem Rumpf ragende Achse des Steuerholms geklebt (hier wäre ein hohles Röhrchen besser gewesen, als das von mir gewählte massive Teil), durch die Öse am Motor geführt und durch ein gebohrtes Loch in der unteren Tragfläche eingeklebt und zwar kurz hinter der ersten großen Strebe und etwa auf deren Höhe.

     

  • Maschinengewehre (Teile 103) (2x14 + 2x5 = 38 Teile)

    Es ist geboten, Fotos vom Original hinzuzuziehen, da die MGs und ihre Halterungen doch einige deutliche Abweichungen von diesem aufweisen.

    Wie schon erwähnt haben die Halterungen für die MGs weng bis gar nichts mit dem Original zu tun, das gilt insbesondere für das vordere MG:

    Baubogen:

    Zeichnung zum Original:

    Bei der Zeichnung sieht man den Stab, der benutzt wurde, um das MG auf dem Ring zu bewegen. Sicherlich eine merkwürdige Konstruktion, die für den Schützen alles andere als bequem gewesen sein dürfte.

    Hier der nachempfundene Stab:


    Zur Montage der MGs:


    Zuerst wurde der „Körper hergestellt, wobei die beiden Seitenteile (1 und 2) auf Karton geklebt wurden, sodass sich ein massiver Kasten ergab, um den Teil 3 nur noch als Umleimer geklebt werden musste.

       


    Danach kamen die Kleinteile, die AUF diesen Klotz geklebt werden (4,5,9), die Teile 9 wurden hinten flach längs auf den Kasten geklebt, nicht aufrecht stehend, was deutlich vom Original abweichen würde.

    Der Kolben (6) und der Handgriff (7) wurden leicht gebogen und nur an den Kanten verklebt, so erhielten diese Teile Plastizität

    Beim Abzug (8) wurde das weiße Feld ausgestichelt, dem fiel der eigentliche Abzug zum Opfer und das Feld ist so winzig, dass ich dort keinen Abzug mehr reinbekam.

    Der hintere Teil eines MGs.

    Edited 2 times, last by Zaphod (July 28, 2024 at 10:18 AM).

  • Maschinengewehre (Fortsetzung)

    Der Mantel wurde von einem Lasercut eines MGs wie bei den Jagdfliegern genommen. Er musste passend verkleinert werden.

    In den Mantel wurde ein Polysterolstäbchen als Lauf eingeklebt und vorne noch eine aus dünnem Papier gerollte Mündung aufgesetzt.

     


    Hier kann man rechts unten den auf die Scheibe geklebten Lauf sehen, oben wird der Mantel auf einem 2mm Polysterolrohr vorgeformt

    Nach dem Verbinden beider Teile mussten noch die Kimme (10), das Visier, der vorne aus dem Mantel ragende Lauf, das Magazin und eine von Magazin zum Lauf vorne gehende Stange ergänzt werden, dann war das MG fertig:

     

     

    Die Kimme (?) (10) wurde aus einem gezogenen Gussast dargestellt, Teil 10 selber entspricht nicht dem Original

    Fotos vom Original zeigen sowohl das rechteckige wie auch das klassische Kreuzvisier, da ich nicht in der Lage gewesen wäre, ein rechteckiges Visier herzustellen, habe ich das Klassische genommen.

    Die Munitionstrommel war beim Original deutlich wuchtiger. Man muss sich hier wohl die beiden äußeren Platten, die durch einen Zapfen mittig verbunden waren vorstellen. Um diesen Zapfen wurde dann die Munition gewickelt, d.h. die Patronengurte mussten ZWISCHEN die Platten passen


    Beide MGs fertig:

      

  • Maschinengewehre (Fortsetzung 2)

    Bei den Halterungen musste sich etwas tun.

    Eine Zeichnung von einem Gotha-Cockpit und Fotos von Wingnut-Wings-Modellen zeigen die Halterung des vorderen MGs: Eine über den Rand des Schützenrings hinausragende Scheibe, die auf diesem mit Hilfe eines Stabs bewegt werden konnte, der am einen Ende an die Scheibe stieß und dessen anderen Ende drehbar gelagert in der Mitte des Bodens der Rumpfnase steckte.

    Auf der Scheibe stand ein Zylinder und auf dieser lag ein weiterer Zylinder, an dessen Enden die zum MG führenden Metallstreifen befestigt waren. Es sieht so aus, als seit die Befestigung am MG starr gewesen und die auf-ab-Bewegung über den liegenden Zylinder erfolgt. Zusätzlich konnte das MG wohl über den stehenden Zylinder gedreht und mit Hilfe des Stabs grob in andere Positionen gebracht werden.

    Die Rekonstruktion:

     

    Verbindung mit dem MG:

    Die Verbindung ist fummelig und sollte besser vor der Montage des Magazins erfolgen. So musste ich die Halterung an der einen Seite zwischen Magazin und MG reinfummeln und verkleben.


    Insgesamt erwies sich die Gabel der Halterung als etwas zu breit, dem wurde durch Einkleben eines kleinen Stücks Polysterolstäbchen abgeholfen.


    Beim hinteren MG gab es Schablonen für die aus fünf Teilen bestehende Schinenkonstruktion, auf der das MG geschwenkt werden konnte:

    Die vorbereiteten Teile:


    Bilder von Wingnut-Wing-Modellen zeigten dann aber, dass die aufliegenden gebogenen Schienen sehr viel dicker waren. Also wurden neue Teile aus Polysterolstäbchen erstellt:

    Das sieht doch schon anders aus:

     

  • Maschinengewehre (Fortsetzung 3)

    Beim hinteren MG war eine ähnliche Vorrichtung wie beim vorderen mit dem MG verbunden. Diese wird ihrerseits mit einer v-förmigen „Klaue“ verbunden, die auf den beiden gebogenen Polysterolstäbchen aufruht. Beim Original konnte man die Klaue entlang der gebogenen Stahlrohre schieben und so das MG nach rechts bzw. links bewegen, die beiden Walzen übernahmen dann wie beim vorderen MG die anderen beweglichen Momente.

     


    Das Heck-MG mit der Klaue:

      


    Soviel zu den MGs, insgesamt ermöglichen die Teile des Bogens zusammen mit einigen Superungen ein optisch stimmiges Ergebnis.


    Die mir vorliegenden Fotos der KuK-Maschinen zeigen diese fast immer ohne MGs - kein Wunder wenn die aufgrund der Probleme mit den Motoren kaum flogen, die MGs wurden erst vor jedem Einsatz angebracht und zwischendurch gewartet.

    Das einzige mir bekannte Foto lässt wenig erkennen - und das Wenige deutet auf ein vollkommen anderes MG hin.