Ehemaliger Bahnhof Lederhose - Entwurf und Bau (1:160)

  • Wenn man mit dem Auto von Berlin nach München fährt, kommt man in Thüringen an der Autobahnabfahrt Lederhose vorbei. Der Ortsnahme verweist aber nicht auf die Herstellung von Lederhosen sonder bezieht sich lt. Wikipedia auf einen slawischen Personennamen. Lederhose hatte auch einen Bahnhof. Der Personenverkehr wurde 1967 eingestellt.

    Der Autor Günter Fromm, nach dessen Vorlage ich den Bahnhof Kleindembach gabaut habe, hat auch vom Bahnhof Lederhose Zeichnungen veröffentlicht und ich hatte schon vor einigen Jahren die Idee, diesen Bahnhof zu bauen. Neben den Zeichnungen von Günter Fromm hatte ich auch einen bemaßten Grundriss gefunden, ev. als das Gebäuse mal zum Verkauf stand.


  • EIn Grund, warum ich diesen (und auch noch einen weiteren) Bahnhof solange nicht angefangen habe zu bauen, sind die Dachgauben mit dem darüber fließenden Dach. Ich mache hier meine ersten Versuche. Mal sehen, wie es gelingt. Der erste Rohbau des Hauptgebäudes hat im Wesentlichen geklappt.


       


    Mal sehen, wie sich die Gaube dann mit Ziegeln machen lässt, da ja die Ziegelreihan auch geschwungen sein müssen.


    Gruß Micha

  • Micha59

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  • Hallo Micha,


    Wieder ein sehr liebs Bahnhof!:love:

    Bhf Kleindemdach hast Du niemals veröffenlicht, doch? Oder....?(

    Grüsze aus Holland


    Willem E.


    Sorry für meinen Blumenkohlen-Deutsch

  • Hallo Micha,


    schöner Bahnhof, aber der Name ist natürlich noch besser!


    Die Gauben könnte man vielleicht in eine Aussparung auf Stoß kleben, aber ob das
    dann mit den Ziegeln klappt, ich bin gespannt.


    Gruß Joachim

  • Grüß´ Dich Micha,


    und noch´n Bahnhof, das gefällt mir! Für die Konstruktion des Modells hast Du beste Voraussetzungen: genaue Zeichnungen.


    Viel Freude beim Bauen!


    godwin

  • Hallo Micha,


    Wieder ein sehr liebs Bahnhof!:love:

    Bhf Kleindemdach hast Du niemals veröffenlicht, doch? Oder....?(

    Hallo Willem,

    Kleindembach gerne per PN. Da der Bau einige Erfahrung benötigt und ich keine Anleitung geschrieben habe, habe ich den auch nicht als generellen Download eingestellt.

    Gruß Micha

  • Joachim: Beim Probebau habe ich ein Dreieck ausgeschnitten und ein etwas größeres Dreieck (größerer Winkel) dort gebogen auf Stoß eingeklebt. Bei den Fledermaus-Gauben gibt es mind. zwei Sorten, meist ist das Fenster senkrecht angeordnet und damit hat dann das einzuklebende Dreieck einen Bogen nach innen. Das muss ich dann mit der Stauchung der Ziegel wohl ausgleichen, damit ich vorn eine gerade Ziegelkante habe. Die wenigen Fotos, die ich habe, und die Zeichnung deuten auf senkrecht stehende Fenster hin. Es gibt aber auch die Ausführung, wo das Fenster schräg steht. Da wäre wahrscheinlich der Ziegelabstand gleich. Die Variante gibt es bei dem anderen noch in der Schublade liegendem Bahnhof.



    Godwin: Leider ist Lederhose so weit weg, um Fotos zu machen und in den Weiten des Netzes ist Fotomaterial rar. Da werde ich mich erstmal an die Zeichnung halten. Die Fenster werde ich wohl zusammenstückeln müssen. Und Freude habe ich dabei. Das ist ja das schöne am Hobby.


    Viele Grüße Micha

  • Hallo Micha,


    sorry, auf dem Foto sah es so aus als wenn die Gaube aufgeklebt sei.


    Habe mal ein bisschen nach Gaubenfotos gesucht, auf einigen sind die vorderen Ziegel stärker überlappt,

    aber vorne braucht man ja mehr Ziegel für den längeren Weg.


    Das ist echt ein Problem in Karton.


    Viel Erfolg Joachim

  • Ich habe etwas am Weißmodell weitergebaut. Auf einer extra Bodenplatte habe ich den Güterschuppen und die Rampe aufgebaut. Es scheint erstmal alles zu passen. Den Zaun und die Treppe werde ich dann noch bauen, und dann werde ich mit der Textur beginnen.




    Eine schöne Adventszeit

    Gruß Micha

  • Ich habe jetzt mal andersrum angefangen - ich habe erst dem Güterschuppen und der Rampe eine Textur verpasst, da ich dabei auf vorhandene Texture zurückgreifen konnte.


     


    Gruß Micha

  • Hallo Micha,


    die beiden Güterschuppentore gefallen mir gut. Könntest Du bitte mal näher beschreiben, wie die entstanden sind?


    Irgendwie strahlen die alten Bahnhöfe eine besondere Anziehungskraft aus! Kann mich kaum dagegen wehren.


    Grüße!


    godwin

  • Hallo Godwin,


    das sind die aufgearbeiteten Tore von Bahnhof Loitz, als ich ihn 2013 besuchte. Da war der Bahnhof eine Gasstätte an einer Marina. Das ist nur aufgedoppelter Druck.


    Gruß Micha

  • Tag Micha,


    das ist ja interessant! So mancher stillgelegte Bahnhof erlebt als Restaurant ein "zweites Leben". Hier in Brandenburg gibt es jede Menge davon. In Loitz ist es wieder etwas ganz Besonderes: Welcher Bahnhof liegt schon an einem Hafenbecken?


    Das Gebäude ist sehr gut restauriert worden, auch das Nebengebäude. Ich besuchte den Bahnhof noch in der Zeit seines Dämmerschlafs.


    Vielen Dank für deinen Hinweis!


    Ich freue mich auf die weiteren Bauschritte der "Lederhose".


    Grüße!


    godwin

  • Hallo zusammen,

    der Fenster- und Türenbau ist abgeschlossen, Dachdecker war auch schon da und haben Ziegel und Schiefer geliefert. Jetzt gehts ans Fenster und Türen tiefersetzen.



    Ich wünsche einen schönen 4. Advent

    Micha

  • Moin Micha...

    Die zurück gesetzten Fenster und Türen sehen gut aus. :thumbup:

    Der kleine Balkon gefällt mir recht gut. Da hätte ich sicher noch die Holzlatten ausgestochen.

    Aber Deine Vertäfelung ist ja allererste Sahne. Da bin ich echt sprachlos. :thumbsup:

    Gruß und bleib gesund, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Renee,

    das mit dem Ausstechen ist bei 1:160 so ein Problem. Jede Holzlatte ist nur 0,8mm breit und das Papier, welches ich verwende hat zwar durch die Beschichtung eine gute Farbwiedergabe, ist aber wenig zusammengepresst, also recht faserig.


    Falls es anders erscheint, die Schiefer-Vertäfelung ist reine Foto-Textur, war aber trotzdem eine ganz schöne Bastelei. Für die Fläche habe ich mir eine Füll-Textur gebastelt, bei den Umrandungen in Fotos gesucht, entzerrt, gefärbt ...


    Viele Grüße Micha

  • "Falls es anders erscheint, die Schiefer-Vertäfelung ist reine Foto-Textur, ..."


    Hallo Micha, ja! Es erscheint anders! Die 3D-Wirkung ist hervorragend! Bin sehr gespannt, was Du uns noch so an Überraschungen bieten wirst.


    Frohes Gelingen und Fest!


    godwin

  • Hallo,

    freut mich, dass Euch die Textur so gut gefällt. Bei dem Maßstab geht noch viel durch die Schattenwirkung.

    Mal sehen, ob ich vor den Festtagen noch zum Weiterbauen komme.


    Ich wünsche schon mal ein frohes Fest.

  • Die anderen Außenwände des Hauptgebäudes sind fertig. Erst wurde die lange Außenwand gestellt, dann die anderen drumrum und anschließend in Etappen das Dach geschlossen.


     


    Jetzt werde ich mich an die geschwungenen Dachgauben machen.


    Gruß Micha.

  • Euch allen ein gesundes neues Jahr.


    Das Dach ist drauf, ein paar Fensterbretter sind auch schon drin. Anls nächstes kommt dann der Windfang.



    Gruß Micha

  • Windfang und Stellprobe



    Es fehlt noch die Gartenmauer auf der anderen Seite und ich hatte auch noch vor, ein Abort-/Stallgebäuder zu bauen, aber da finde ich kaum Quellen. Ein Ausschnitt einer Ansichtskarte und Luftbilder, die zeigen, das das Gebäude L-förmig ist, sind die einzigen Hinweise. Im Luftbild von 2007 ist es verschwunden. Na mal sehen ob ich noch was finde dazu.



    Gruß Micha

  • Hallo Micha,


    ich bin ein stiller Teilnehmer deines Bahnhofs, den du da hergestellt hast.

    Ich gratuliere dir für diese Arbeit. Ja ich denke auch immer zurück, an die alten Bahnhöfe, sie sind und waren steht's ein ein Anziehungspunkt für mich.

    Hier in der Dominikanischen Republik gibt es so etwas nicht, hier sind es die historischen Gebäude, die von Kolumbus und den spanischen Einwanderern gebaut wurden.


    Gruss

    Horst

  • Hoi Micha


    Mir gefällt dein Bahnhof...und ja, zum Nebengebäude, denke die Masse sind mit dem Luftbild und der Postkarte so etwa rekonstruierbar, der Vorteil bei der Eisenbahn ist ja der, dass meist irgendwo Gleise liegen, deren Spurweite bekannt ist.


    Gruss Barni

  • Hallo Barni,

    die Maße sind nicht mein Problem. Da würde ich auf die Maße der Stirnseiten wie bie bei Kleindembach zurückgreifen, die sind passend und die Seitenlängen bekomme ich auch aus den Längen der Fachwerke hin. Es fehlen die zwei langen Seitenansichten. Soweit ich das Foto interpretieren würde, ist an der einen Seite der Stall und an der anderen der Eingang zum Pissoir.


    Mal sehen was ich noch finde.

    Gruß Micha

  • Hallo zusammen,


    bei der bisherigen Farbgebung hatte ich mich an einem etwas verwaschenen aktuellen Foto (braune Fenster und gelber Putz) und an den ganz alten Aufnahmen mit dunklen Fenstern und hellem Putz orientiert. Ich habe mir jetz nochmal die Beschreibung von Günter Fromm vorgenommen. Dort ist von grauem Putz und weißen Fenstern die Rede. Ich habe eine weitere Farbgebung erstellt. Weiße Fenster gefallen mir persönlich auch besser und alle bisherigen Modelle haben auch solche. Ich bin aber noch in den Bau-Vorbereitungen. Da kam mir doch die blöde Idee, die Fensterrahmen auszuschneiden (nicht die ganz dünnen Streben). Erste Versuche waren nicht so erfolgreich, das Papier reißt an den dünnen Fensterkreuzen oder fasert. Ich hatte schon festes 160g-Papier genommen. Aber der Ehrgeiz war da. Die Verfestigung von hinten mit Sekundenkleber versagte, das schlägt durch. Die zweite Variante war dann mit Schnellschleif-Grundierung von Clou. Das hatte ich schon bei anderen Basteleien zur Verfestigung des Papiers verwendet, aber nicht für solch filigrane schnitte. Das scheint so zu klappen - Lupe vorausgesetzt. Anschließend nochmal etwas mit Schleifgrund von hinten nachpinseln. Hier meine ersten Versuche.


     


    Ich hoffe das klappt weiter so und auch mit dem Kleben..


    Gruß Micha

  • Hallo Micha.

    Das Durchschlagen von Sekundenkleber kannst Du ganz leicht vermeiden:

    Zuerst die Rückseite des Bauteils leicht mit Uhu FF schwarz einstreichen, antrocknen lassen und dann den flüssigen Sekundenkleber auftragen.

    Alternativ geht das auch mit einer deckenden Schicht Haarspray. Hierbei aber vorab vorsichtshalber auf eventuelle Farbveränderungen prüfen.


    Ein interessanter Entwurf! Viel Erfolg weiterhin! :)

    Im Bau: MS WILHELM GUSTLOFF, 1:250



    Aufwachen - es ist 5 vor 33...

  • Hallo Helmut,


    Danke für den Tipp. Ich denke, der Schnellschleifgrund zieht tiefer in das Papier ein als UHU FF und lässt sich gut mit einem Pinsel flächig auftragen. Der Schnellschleifgrund ist ja sehr flüssig, trocknet schnell und verfestigt das Papier sehr gut. Das Haarspray macht wahrscheinlich was ähnliches. Aber zum Kleben mit Sekundenkleber ist die Vorbehandlung mit UHU eine gute Idee.


    Gruß Micha

  • Nun wie ich mir das so vorstellen kann, gehört auch sehr viel Fingerspitzen Gefühl dazu.


    Gruss

    Horst

  • Aus der Elektronik bin ich es gewohnt, unter Mikroskop und Lupe mit Pinzette und Lötkolben u.ä. zu arbeiten, und eine ruhige Hand habe ich zum Glück noch. Ansonsten wäre ich wohl gar nicht auf die Idee gekommen. Die Herausforderung bestand von meiner Seite wirklich in der Festigkeit des Papiers, damit es nicht reißt, obwohl ich eine neue scharfe dünne Klinge verwendet hatte.


    Gruß Micha