SRK Otto Schülke / HMV / 1:250

  • Hallo und schönen guten Abend liebe Freunde,


    lange ist es her, seitdem ich mich zum letzten Mal hier zu Wort gemeldet habe. Wie das in meinem Beruf nun einmal so ist, hat es mich in die Ferne verschlagen. Ich habe somit den Sommer und Frühherbst im Irak, genauer gesagt in Bagdad verbracht und nach meiner Rückkehr eine neue Verwendung in Berlin angetreten, was nun auch einige Wochen der Einarbeitung etc. erforderte, was dazu führte, dass ich auch nicht unmittelbar Muße zum Kartonbau gefunden habe.

    Heute war es aber dann soweit.:):)


    Wie der Titel bereits angibt, wird es der SRK Otto Schülke, dem HMV Bogen der Seenotrettungskreuzer entnommen. Der entsprechende LC-Satz ist mit von der Partie.



    Wieso ausgerechnet Otto Schülke?

    Meine Familie war während meines Einsatzes wieder auf Norderney - als bewährtes und liebgewonnenes Urlaubsdomizil - und hat mir eine Broschüre des SRK Otto Schülke mitgebracht, der nun nach einer gewissen Odyssee nach seiner Außerdienststellung im Jahr 1997 jetzt wieder als Museumsschiff zurückgekommen ist.



    Was lag also näher, als den Wiedereinstieg mit diesem Modell zu begehen, nachdem ich nach den beiden vorherigen Urlauben bereits den SK Eugen und den SRK Vormann Jantzen gebaut habe,die ich dort live bewundern durfte? Mit der Otto Schülke wäre dann sozusagen die Nachkriegshistorie der Norderneyer Seenotrettungsstation seit Erfindung der modernen Bauform der SRK um einen weiteren SRK ergänzt.


    Kurz einige Sachverhalte zum Vorbild:


    Baujahr: 1968/1969,

    Taufe: 11.06.1969 durch Frau Hermine Lübke (Ehefrau des BPräs gleichen Namens)

    Rufzeichen: DBAO

    Tochterboot: Johann Fidi

    Typschiff einer Klasse von 4 SRK: (Otto Schülke, Hans Lüken, H.-J. Kratschke, G. Kuchenbecker)

    Länge: 18,90m

    Breite: 4,30m

    Tiefgang: 1,30m

    Geschwindigkeit: 16-18kn

    Verdrängung: 35to

    Besatzung: 3

    Außerdienststellung bei der DGzRS: 1997, danach Dienst bei der Isländischen Seenotrettung


    Wer das Original näher kenenlern möchte, wird unter diesen Links fündig:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Sch%C3%BClke

    https://www.otto-schuelke.de/Das-Schiff/

  • Nun zum Bau des Modells. Das Modell passt auf eine Seite, verspricht also kurzweiligen Bauspaß, ohne sich wochenlang binden zu müssen. Wie Ihr möglicherweise noch wisst, habe ich ja noch einige andere Baustellen offen. Ich will hiermit meine Fingerfertigkeit wieder reaktivieren, die wohl etwas eingerostet sein dürfte.



    Die vom HMV bekannte bebilderte Bauanleitung gibt Aufschluss darüber, wie die Montage erfolgen soll:




    Der Rumpf ist mit der klassischen Spantenvariante mit Klebelaschen entlang der Wasserlinie und unterhalb des Mittelspants konstruiert, also gings wie vorgesehen voran:


      


      



    So darf das Ganze bis morgen trocknen, dann geht es weiter im Text.

    Viel Spaß und einen schönen Abend.:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin, moin Peter,


    klasse, dass du wieder gesund und munter aus dem Einsatz zurück bist - und jetzt Berlin.....dafür wünsche ich dir auch alles erdenklich Gute und Erfolg :thumbup:.

    Tja.....kann schon sein, dass du ein bißchen Sand in den Fingergelenken aus dem Einsatz mit nach Hause getragen hast. Da ist so ein Rettungskreuzer richtig Labsal für die Gelenke :D. Ich gucke mir das gerne alles an.....


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo,

    ein Interessantes Projekt! Der Igel unter den Seenotkreuzer!



    Du wirst es bestimmt besser hinbekommen, zumal du auch den LC Satz verwendest. Das Bild von Lars ist Interessant, der Mast ist doch nicht in Tagleuchtfarbe…..

    Ich bin gespannt auf deine Arbeit.

    Lg

  • ... Das Bild von Lars ist Interessant, der Mast ist doch nicht in Tagleuchtfarbe…..

    Das Farbschema könnte sich aber mehrmals geändert haben, Thomas. Lars' Foto zeigt die OTTO SCHÜLKE offenbar in den Ursprungszustand zurückversetzt (bis auf die "Ohren" am Heck) im alten DGzRS-Farbschema.

  • Schönen guten Abend zusammen,


    vielen lieben Dank für die netten Willkommensgrüße und die Kommentierung des Baus der Otto Schülke, die Beispielbilder des Originals und auch eines Modellgeschwisters, sowie die vielen Likes. Habe mich sehr gefreut!:):)


    Heute Abend habe ich mich dem Deck und den Bordwänden gewidmet.


    Deck vorbereiten und vorrunden, so dass es auf die runde Oberseite der Spanten passt:


       


    Danach Bordwände schlitzen, runden und mittels Weißleimnaht in die erforderliche Form, in erster des Bugs bringen. Da in der Anleitung die Socken-Methode empfohlen wird, also das Zusammenleimen des Bugs und überstülpen der verbundenen Bordwände, habe ich das ebenfalls so umgesetzt.


      


    So, es hat halbwegs hingehauen, kann also weitergehen. Nun erstmal trocknen, morgen dann die Heckklappe und der Beginn des Aufbaus.


      


    Liebe Grüße und einen schönen Abend.:cool::)

    Peter

  • Gute Wahl :thumbsup:.

    Zum Farbschema des Museumskreuzers: Größtenteils ist es in Anlehnung an das bis in die 70'er Jahre angelegt. In einigen Bereichen weicht es jedoch etwas ab. Es hätte noch mehr Hell- (Lind-) grün und Grau dazu gehört, ein sehr aufwendiges Schema. Das Weiß ist vom Tagesleuchtschema übrig geblieben. Ist wahrscheinlich auch kostengünstiger und somit für Eigenleistung auch besser zu bewerkstelligen.

    Viele Grüße aus Laboe


    Dirk

  • Hallo Peter,

    willkommen im Club (der Otto Schülke-Modellbastler)! Ich vermute, dass Du auch bei diesem Modell wieder viel zum Aussticheln finden wirst. Aber vielleicht reizt es ja auch Dich (wie mich vor einigen Jahren), das Schiff in verschiedenen Bauversionen und Farbgebungen zu bauen ...

    http://www.kartonbau.de/forum/…board5-schiffe/t32660-f6/?

    Mit herzlichem Gruß, Ulrich

  • Schönen guten Abend Freunde,


    Dirk Göttsch : dankeschön - ja, ich finde auch, diese alten SRK Klassiker haben einfach was, besonders, wenn man zumndest um die Ecke auch einen gewissen Bezug hat.:)

    theo modellbau : danke für die Bilder Ulrich. An den Baubericht mit den verschiedenen Versionen erinnere ich mich noch. Mal sehen, ob es dazu kommt, dass ich ebenfalls die einzelnen Schemen nachbaue. Dieses Exemplar jedenfalls wird so, wie gedruckt auch gebaut.:thumbup:


    A propos gebaut - habe die Woche noch angefangen das Deckshaus zu bauen, habe allerdings erst die Bilder der Montage aus den Tiefen des Rechners wieder ausgraben müssen, da sie nach dem Exportieren aus meinem IPhone tatsächlich in irgendeiner Ordnerstruktur spurlos verschwunden waren. Nachdem ich jetzt die Muße hatte diese Suche durchzuführen, kommt der Baubericht erst heute.


    Wie gesagt, das Deckshaus. Der Aufbau ist im Grunde analog zu dem der anderen SRK Klassiker, die ich bisher baute, also wie bei Theodor Heuss und Vormann Jantzen angelegt. Ich lasse einfach mal Bilder sprechen (nachdem ich sie ja nun wiedergefunden habe :D)...


    Vorsortieren und aussticheln, bzw. ausschneiden:


      


    Hauptteile Seitenwände und Brückendeck:



    Front unterer Steuerstand, neue Namensgebung - von Hans Lüken zu Otto Schülke:



    und schließlich die Montage auf dem Rumpf:



    So gings dann ins Wochenende, am Montag sollte es weitergehen. Wünsche allseits einen schönen Sonntag und sage

    liebe Grüße

    Peter



    PS: mir ist eben aufgefallen, dass ich diesen BB in die falsche Katergorie gestellt habe, wenn möglich bitte zu "Zivile Schifffahrt" umparken. Dankeschön.:)

  • Schönen guten Abend Freunde,


    nach der gestrigen Rückkehr in die Pendlerkemenate ging es heute ein wenig weiter.

    Dreh- und Angelpunkt war die weitere Ausgestaltung des Brückenbereichs, bzw. oberen Steuerstands, gespickt mit einigen Kleinteilen aus dem Bogen und dem LC-Satz.



    Da das Modell ja nun recht klein ist, einfach zwei Totale zur Übersicht, bereits auch mit montierten Laufgittern entlang der Bordwände.


      



    BIs die Tage - und vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Likes, freue mich sehr über den Zuspruch dieses kleinen Kreuzers.:):)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter,


    hast Du das Deckshaus schon festgeklebt? Beim Blick durch die Bullaugenfenster habe ich den Eindruck, dass ich "ins Weiße" blicke. Könnte es Sinn machen, die Innenwände des Deckshauses dunkel zu färben?


    Mit herzlichem Gruß, Ulrich

  • Schönen guten Abend liebe Freunde,


    zunächst ganz herzlichen Dank für die vielen Likes, die große Wertschätzung freut mich sehr.:):)

    theo modellbau : ja, zum Zeitpunkt der Frage war das Deckshaus bereits festgeklebt, insofern hatte ich keine Möglichkeit mehr, Deinen Rat umzusetzen. Da sieht man mal, dass auch manche modelltechnische Selbstverständlichkeit abhanden kommen kann. Das Innere nicht zu verdunkeln, wäre mir vor dem Einsatz sicher nicht passiert...?(8|


    Nun gut, habe mir ja bewusst erst etwas zum wieder war-werden gegönnt. Oh Mann...


    Nachdem ich vergangene Woche im Homeoffice war und als Bahnfahrer, der ich aufgrund der doch recht weiten Entfernung nun bin, meine Mobil-Werft nicht mehr mit heimnehmen kann, musste also Baupause gehalten werden.


    Heute Abend schließlich zwei weitere Schrittchen in Form des Schlots, sowie des Aufgangs zum oberen Steuerstand.

    Hier einfach einige Bilder:



      


    Damit wünsche ich einen schönen Abend und bis demnächst.:thumbup::)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin Peter,


    ich glaube, dass 99,99% der Fotos von Deinem Modell keine weißen Blitzer im Aufbau zeigen werden. Da hast Du (nah rangezoomt) einfach die 0,01% erwischt :D

    in Form des Schlots

    ...diesen Begriff habe ich letztens anderswo auch verwendet... "Schornstein" hallte es mir entgegen... (über Abgaspfosten möchte ich hier nicht diskutieren, kleiner Insider-Joke :cool:).
    Alles gut, schaut prima aus, viel Spaß weiterhin :thumbup:


    LG


    Lars