Alstom ET 440 (Coradia Continental)/ skaliert auf 1:250/ Werbemodell NordWestBahn

  • Hallo Modellbaugemeinde !


    Als ich am letzten Dienstag beim Stammtisch in Bremen war, habe ich ein Faltmodell vom ET 440 ergattert. Moritz hat es mitgebracht. Es ist ein einteiliges, vorgestanztes Modell. Der Maßstab ist krumm, ungefähr 1:100. Ich dachte mir, dieser Triebzug würde ganz gut zu meinen Dioramen passen. Wenn man ein Modell im Maßstab verkleinert, muss man normaler auf Details verzichten, die in dem verkleinerten Maßstab nicht baubar sind. In diesem Fall war es umgekehrt: Die lebendige Dachlandschaft ist im Originalbogen nur grafisch dargestellt. In 1:250 kann man aber durchaus etwas daraus machen. Dem Originalbogen kann man aber zugute halten, dass man die Dachlandschaft nur sieht, wenn man auf einer Brücke steht und der Zug unter einem durchfährt.


    Das erste Fotos zeigt den ET 440 mit dem Originalbogen, das zweite mit dem Wasserstoff-Triebzug Coradia Ilint und auf dem dritten Foto ist der ET 440 in meinem Sielhafen zu sehen.


    Henning


        

  • Moin Henning,


    die Verkleinerung macht sich sehr gut. Ich vermeide die Nordwest-Bahn zwar möglichst und nehme lieber den RE, aber als Modell sehr schön!


    Jetzt braucht der Sielhafen noch Fahrdraht oder der Zug eine Lok zum Schleppen ;)

  • Moin Henning!


    So schnell klebt keiner außer dir!

    Ich bin bislang nur dazu gekommen, das gute Stück einzuscannen und auf 1:160 zu skalieren...

    Das sieht mal wieder klasse aus und passt 1A in dein Diorama!

    Wie hast du das mit dem Fahrwerk gelöst? Zeigst du uns das Modell mal von unten?


    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Moin Henning,


    Als jemand der mit der überarbeiteten Version (ET 1440; Die unterschiedet sich hauptsächlich durch einen neuen Kopf, der die aktuellen Crashnormen erfüllt. Ich finde die sehen dadurch auch etwas besser aus.) bestimmt schon >1000 mal gefahren ist, gefällt mir das Modell natürlich sehr gut!


    Allerdings muss Ich dir widersprechen: Batterien zum Fahrdrahtlosen fahren haben die nicht. Ganz falsch ist es aber auch nicht, Alstom hat letztes Jahr den Auftrag gekriegt bis 2023 11 Coradia Continentals mit Batterien für die Strecke Strecke Chemnitz - Leipzig zu bauen. Das werden die ersten mit Batterie: https://www.alstom.com/de/pres…er-batteriezuege-fuer-den

    Im Endeffekt sind die nahezu baugleich mit den klassischen Continentals, nur das auf dem Dach noch einige Batterien Platz gefunden haben. Die Reichweite beträgt 120 km und sie liefern genug Strom, das die Höchstgeschwindigkeit auch nicht niedriger ist als unter Fahrdraht (160 km/h).

    Wobei dir als Modellbauer natürlich frei steht, die Züge nachträglich für den Batteriebetrieb umgerüstet zu haben ;)


    Das ist übrigens auch ein gutes Beispiel für eine Strecke, für die Batteriezüge perfekt geeignet sind:

    • Beide Endbahnhöfe sind elektrifiziert - man braucht also keine zusätzliche Ladeinfrastruktur zu errichten.
    • Mit 80 km Länge und 120 km Reichweite sollte auch ein bisschen Puffer drin sein, falls man mal ein paar Minuten Verspätung hat und nicht die volle Ladezeit zur Verfügung hat.
    • Aktuell geht man davon aus, das die Batterien wohl etwa 10 Jahre lang genug Leistung erbringen, bevor sie getauscht werden müssen (Für den stationären Einsatz zB als Stromspeicher sind sie dann aber immernoch gut genug.) Die Strecke soll allerdings bis ~2028 (Also frühestens 2033...) elektrifiziert werden. Also müssen die Batterien nicht gewechselt werden, sondern können einfach ausgebaut werden. Die Züge können dann als herkömmliche Elektrozüge weiterbetrieben werden.
      Das kostet in der Anschaffung natürlich etwas mehr, aber so kann man jetzt schon die Vorteile von modernen (Elektro-)fahrzeugen nutzen, ohne dann für 20-30 Jahre Dieselzüge an der Backe zu haben.

    mfg

    Johannes

  • Ich habe mir mal überlegt, wie ich meine ganze Züge in einem kleinen Diorama unterbringen kann. Eine Möglichkeit ist natürlich ein Bahnhof mit Bahnsteigen.


       

  • Hach ja, das Bienchen aus Berlin, wunderschön geworden.


    Da wird dann wohl bald mal das Bremerhavener Empfangsgebäude fällig?


    Liebe Grüße

    Rob(p)i

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Oder der Ostbahnhof in Berlin mit verglaster Halle - Da passen der ICE, die S-Bahn und nach der nächsten Ausschreibung auch die Nordwestbahn im Regionalverkehr hin :D Wenn man nur die Front der Halle baut, aus der die Züge rausschauen, wäre das nicht mal ein Jahrhundertprojekt und der Zwei-Wagen-ICE reicht auch. Und Loks aus anderen Ländern sieht man dort auch.


    Das Empfangsgebäude in Bremerhaven fände ich natürlich super :whistling:

  • Ich habe einmal an meinen bühnenbildnerischen Fähigkeiten gearbeitet und versucht, Nils´Vorschlag mit der Bahnhofshalle umzusetzen.


       


       

  • Moin Henning,


    sehr schön! Das Hallendach und die Schürze könnten sogar noch weniger dursichtig sein, damit die Züge darunter quasi nach hinten verschwinden. In jedem Fall machen sich alle fünf Züge darunter wirklich gut :thumbup:


    Bis zu welchem Grad willst Du detaillieren? Kommen noch Fahrdraht bzw. bei der S-Bahn die Stromschiene dazu?


    Wenn ich an den Ausgangspunkt nicht-elektrifizierter Sielhafen oben denke, gibt es übrigens eine interessante Parallele: Die Schürzen des Hallendachs waren zum Zeitpunkt der Elektrifizierung zu tief für die Fahrleitung. Da die Elektrifizierung am Ostbahnhof bzw. damals Hauptbahnhof endete, fuhren - bzw. besser "rollten" - die Loks die letzten Meter mit runtergeklapptem Stromabnehmer.


    Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  • Die Oberleitungen baue ich bestimmt nicht ein, weil ich dann die Züge nicht darunter aufs Gleis gestellt bekomme. Da ich kein Modelleisenbahner bin, ist das DIN A-4 Gebilde mit Bahnhofshalle eher eine Abstellfläche für meine Züge als ein ernstzunehmendes Diorama.