Fiktive Burgruine 1:140 ABC von Richard Viskovsky

  • Hallo Leute


    Ich brauche wieder mal Papier zwischen den Fingern, das Gefühl von schneiden, falzen, kleben, als Abwechslung, bzw. Motivation zum Strippenziehen bei meinem Schiffchen.
    Lange habe ich meine Gögen durchgesehen und überlegt, was es denn sein sollte. Etwas nicht alltägliches, etwas nicht zu aufwändiges und vor allem was ein atraktives Ergebnis verspricht.
    Von diesem Modell einer fiktiven Burgruine aus dem Mittelalter von Richard Viskovsky habe ich bisher nirgends einen Baubericht gefunden, was Motivation genug ist. [Blocked Image: http://www.die-kartonmodellbau…ges/smilies/smiley179.gif]
    Gekauft habe ich das Modell in diesem Shop. Es handelt sich um herausgetrennte Seiten der bekannten tschechischen ABC--Hefte.
    Die Originalbögen habe ich auf 160g Papier kopiert. Mit den optimalen Einstellungen werden die Bögen auf meinem Drucker sehr originalgetreu.

    Die rund 140 Teile sind wie bei diesem Konstrukteur bekannt, sehr eng auf 4 A4-Bögen zusammengepfercht. Der Charakter der Grafik ist ebenso typisch und lässt in diesem Fall die Vermutung zu, dass es sich um ein Modell der ersten Hälfte seines Schaffens handelt.


     


     


    Die Bauanleitung ist tschechisch und lässt sich mit Google Lens halbwegs verständlich übersetzen.




    Dann mal los!

  • Zunächst werden die beiden Grundplatten A und B verstärkt. Ich verwende 2mm Finnpappe.

    4 Stützen mit 17x17mm Seitenlänge sollen die Oberfläche von B auf 15mm über jener von A bringen. Also in meinem Fall müssen die Stützen 13mm hoch sein. Es wird darauf hingewiesen, dass das sehr genau sein muss damit die Terrain-Teile auch gut passen.

     




    Den eigentlichen Bau beginnen wir mit dem Turm. Die Fenster und Türe 2/3 werden zurückversetzt angebracht. Dies erfordert dass der Turm schon gut vorgerundet wird da die horizontalen Fensterkanten logischerweise gerundet sind und so sauber verklebt werden können.
    Ich schneide mir noch aus Graupappe zwei Kreisscheiben als Spanten um den Turm von Innen rund zu halten.


     

  • Es folgen die beiden Mauersegmente bestehend aus den Teilen 7 bis 11.
    Die Treppe 5/6 werde ich erst nach der Montage von Turm und Mauern auf der ooberen Platform, sowie nach dem Anbringen des Terrains auf Fläche B bauen.


     


     


    Die Mauersegemnte werden beidseitig an den Turm angeschlossen und durch die erhöhte Fläche ausgerichtet.
    Passt hervorragend. Bisher bin ich begeistert von der Exaktheit dieses handgezeichenten Bogens!


     


     


    Das soll's dann mal gewesen sein für den Anfang!
    Wünsche allerseits einen schönen Sonntagabend und bis demnächst.
    Beste Grüsse
    Peter

  • Hallo Leute


    Herzlichen Dank Euch allen für die zahlreichen Likes und Beiträge!

    Ja, der Bogen macht wirklich Spass, die Textur ist Viskovsky-Typisch, und Ruinen haben tatsächlich ihren ganz eigenen Reiz.


    Weiter gehts mit dem Terrain um diese Baugruppe. Die Art und WEise erinnert an Z-Art. Bzw. ist es wohl umgekehrt, dass Z-Art an Viskovsky erinnert.

    Die Teile sind nicht sonderlich komplex, dennoch fragt man sich am Anfang, wie man diese passend anbringen soll. Aber es flutscht einfach wie von selbst. Zuletzt werden die noch gelben Flächen mit den Terrain-Teilen T2-4 abgedeckt. Hier gibt es ein paar kleine Unstimmigkeiten die ich aber mir zuschreibe. Sie können aber gut kaschiert werden und Pinsel und Farbe tun den Rest.


    Die Treppe am Turm passt irgendwie eher schlecht zusammen. Ich baue sie noch ein zweites Mal, habe aber wieder genau dieselben Probleme. Entweder habe ich etwas falsch interpretiert, oder sie passt tatsächlich nicht so gut. Egal, mit etwas Improvisation wird auch diese passend gemacht.


    Zu guter Letzt wird noch das Dach auf den Turm gebaut. Eigentlich soll es stumpf auf die Oberen Kanten des Turmes aufgeklebt werden. Ich dengel mir aber einen zusätzlichen Streifen, der in der Turmmauer angebracht wird mit Klebelaschen nach oben. So wird das Dach suaber aufgesetzt.


     



    Bis demnächst in diesem Theater!


    Beste Grüsse

    Peter

  • Hallo Leute


    Der ehemalige Bergfried (so vermute ich zumindest) ist das Erste Gebäudeteil dass "ruinös" ist. Der Wohntrakt ist offen und man sieht hinein.

    Zum Zusammenbauen erscheint das auf den ersten Blick etwas knifflig, der Konstrukteur ist hier aber wiederum sehr clever vorgegangen.

    Zunächst wird eben dieser Wohntrakt gebaut die Fensterleibungen hinterklebt.


     


    Dann wird das Aussenmauerwerk mit den Fenstern in der ersten Etage versehen und zum Schluss der Wohntrakt Stück für Stück sorgfältig eingeklebt.


     


     


  • Nun baue ich den Anschluss an die Treppe zum Turm.

    Der Zusammenbau, Bergfried auf die Grundplatte und an die bestehende Aussenmauer sowie das Zusammenfügen der Treppe funktioniert auch hier wieder wider erwarten ohne Probleme. Einzig der Treppenansatz muss etwas zurechtgeschnitzt und bis zum vollends Durchtrocknen mit zwei Fipappen-Streifen unterstützt werden.


    Mittlerweile sieht das Ensemble so aus:


     


     


    Das war's für heute!


    Beste Grüsse

    Peter

  • Hallo Leute


    Das nächste Bauteil bzw. die nächste "Bau-Klein-Gruppe" ist der nächste Turm. Auch dieser ist oben nicht geschlossen und wird in der Art ähnlich dem Bergfried (der, wie ich mittlerweile weiss, kein Bergfried ist, da ein Bergfried ein UNBEWOHNTER Turm ist. So zumindest erklärt uns das Wikipedia). Daher gehe ich nicht speziell darauf ein.


     


     


    Zwischen den letzten beiden gebauten Türmen wird ein Tor eingebaut. Ein Terrain-Teil mit einem Weg wird zum Schluss angefügt.


     



    Einmal mehr staune ich über die Konstruktion und die Passgenauigkeit, bzw. die Einfachheit, wie das ganze flutscht!


    Schönen Abend und beste Grüsse

    Peter

  • Hallo Leute


    Besten Dank wiederum für die zahlreichen Daumen!


    ZumAufwärmen für die komplexeste Baugruppe widmen wir uns erstmal einem Mauersegment, das im Anschluss an den grossen Eckturm angebracht wird.

    Dieses wird mit einem Holzsteg, der letztendlich vom Turm zum nächsten Geböeudeteil fürht versehen. In der Länge gibt es hier kleine Probleme, diese führe ich aber auf mangelnde Erfahrung mit dieser Art von Konstruktionen meinerseits zurück. Der Steg wird vor dem Zusammenbau noch entsprechend ergänzt.



    Und nun zu einer Baugruppe, die doch für ein so kleines Modell recht komplex ist. Da die BA nur in tschechisch und sehr rudimentär ist und Google wenig hilfreich, ist umso mehr auf die Abfolge des Zusammenbaus zu achten. Grundsätzlich hielt ich mich bisher an die Nummern-Reihenfolge. Hier weiche ich nach Gutdünken ab, da sich mir diese nicht immer erschliesst.

    Es macht wenig Sinn, hier meinen Weg zu beschreiben, Bilder sagen da wohl mehr als Worte.


    Schritt 1: Erste Wände zum Innenhof



    Schritt 2: Wände 3 und vier zum Innenhof zusammengefügt


     



    Schritt 3: Sämtliche Teile für die Aussenmauern vorbereiten



    Schritt 4: Schritt für Schritt zusammenfügen der Einzelteile


     


     


    Hier und da muss noch etwas nachkorrigiert und -geschnitzt werden. Insgesamt passt alles wieder sehr gut. Einige kleinere Ungenauigkeiten sind wohl dme Umstand geschuldet dass Ritzcodes und Schneidlinien entsprechend der Handkonstruktion und dem Alter des Bogens relativ dick sind. Wenn man da nicht immer genau gleich in der Mitte der Linie schneidet/ritzt, kann sich das bei solchen Baugruppen schon mal auf 1mm Ungenauigkeit kummulieren.

    Ist aber halb so schlimm!

  • Moin Peter!

    Bei solchen "alten" Bauwerken finde ich es immer nicht so schlimm, wenn ich etwas ungenau arbeite oder der Bausatz ungenau ist. Dann muß ein bißchen gezerrt und gedrückt werden. Oder der zu kurze Steg wird mit einem "Brett" mit anderer Holzfarbe "repariert". Wenn ich auf Touren solche aechten alten Gebäude anschaue, sind sie nie so glatt wie ein Bausatz. Es gibt Setzungen und Setzrisse; ausgebeulte Wände wegen mangelnder Standfestigkeit oder Druck durch ein schweres Dach oder die seltsamsten Ausbesserungen und Veränderungen ohne jede Rücksicht auf das Bestehende.Denkmalsschutz gibt es ja noch nicht so lange; und was dabei manchmal rauskommt........ . Viel Spaß beim Bauen.

    Grüße

    Hanns


    Hänschen klein ging allein in die weite Welt hinein...jetzt lieber zu Hause bleiben

  • Vielen Dank Hanns. Genau das ist der Vorteil einer Ruine! Später dazu noch mehr.

    Danke auch für die diversen Likes!


    Hallo Leute


    Die letzte Baugruppe ist das Haupttor zum Innenhof. Diese wird aus dem Mauerelement mit den Zinnen und dem Tor, das von aussen einen gotischen Spitzbogen hat und von innen einen flachen Bogen. Der Zusammenbau ist insbesondere mit den Zinnen etwas knifflig. Eine Ungenauigkeit stelle ich ledier erst bei den Fotos fest ich werde sie später versuchen mittel OP zu verbessern.


     


     



    Das Element lässt sich sehr passgenau zwischen die beiden Gebäudeteile einfügen.


     

  • Zum Schluss waren noch eine Stützmauer, eine Apsis und ein Balkon anzubringen.

    Die vermurkste Zinne am Portal versuche ich noch zu verschlimmbessern leider mit wenig Erfolg.


    Damit ist dieses kleine Modellchen fertig.

    Nein, es ist definitiv kein Glanzstück meiner Karriere, zu viele Ungenauigkeiten, ja sogar teilweise verpfuschte Teile. Vielerorts war ich zu schnell zufrieden, bzw. habe geflissentlich über Dinge hinweggesehen, die ich hätte besser machen können.

    Aber das Modell hat für mich seinen Zweck erfüllt. Es hat mir Spass gemacht und das kann ich derzeit wirklich gebrauchen.


    Insgesamt ist es ein tolles Modell, es lässt sich auch ohne Bauanleitung sehr gut bauen, die Passgenauigkeit ist wenn man genau arbeitet sensationell, insbesondere wenn man bedenkt, wann und wie das Modell konstruiert wurde.


    Hier erstmal ein Rundgang:


     


     


     


     

  • Hallo Peter,


    ein sehr stimmungsvolles 'romantisches' Modell.

    Da dir der Bau Spass gemacht hat, hat das Modell den besten Zweck erreicht :thumbsup:


    Viele Grüße

    Dieter

  • Moin Peter...

    Ganz schön winzig für so viel Gefummel.

    Aber insgesamt passend und harmonisch. :)

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!