Staanerhüser, ein Baubericht/Bauanleitung für ein handgezeichnetes Kartonbaumodell im Stil von Gilbert Baud.

  • Heute möchte ich mit dem Baubericht/Bauanleitung von Staanerhüser, einem Fachwerkhaus, was später hier im Forum als Downloadmodell erscheinen wird, beginnen.
    Das zuvor hier unter "Versuch einer Eigenkonstruktion eines Fachwerkhauses im Stil von Gilbert Baud" erschienene Fachwerkhaus hat nun einige architektonische Veränderungen erhalten und wurde komplett überarbeitet. Hierbei zeigte es sich, was für eine Arbeit die Konstuktion eines Kartonmodelles bedeutet. Zudem ist das Kartonmodell auch von der Architektur eine Eigenkonstruktion und hat kein bestehendes Vorbild.
    Das Modell besteht aus 2 aneinander gebauten Gebäuden, dessen erster Teil nun als Baubogen fertig gestellt ist. Dieser erste Bauabschnitt wurde von mir zeitgleich mit der Erstellung des Baubogens, Teil Gebäude1, als Kontrollmodell gebaut. Nun wird anhand von diesem Baubericht/Bauanleitung der Baubogen von einem weiteren Kartonmodellbauer als Kontrollmodell gebaut, um eventuelle Fehler noch ändern zu können.
    Dieses Kartonmodell ist im Bau als schwierig einzustufen und für Anfänger im Kartonbau nicht geeignet.

    Mit freunlichem Gruß: Rainer.

  • Fangen wir mit dem Baubericht/ Bauanleitung an.
    Zuerst wird das Bauteil 1.A (erstes Foto) auf eine 1,5 mm starke Graupappe geklebt. Danach wird dieses Bauteil bis auf den schraffieren Mittelteil ausgeschnitten. Bauteil 1.A dient dazu die Bordsteinkante genau festzulegen, deshalb vor dem Ankleben von Bauteil 1. überprüfen, ob die Knickstellen genau passen.
    Bauteil 1. wird ausgeschnitten und an der gestrichelten Linie vorgeritzt und geknickt. Bei diesem Bauteil werden auch die schraffierten Felder ausgeschnitten und an den runden Ecken mehrmals bis an die gestichelte Linie eingeschnitten.Nun befestigen wir mit den ablösbaren Klebestreifen von Haftnotizen Bauteil 1.so auf der Graupappe, das vorne und an den Seiten die abzuknickende Bordsteinkannte übersteht.
    Die vordere Bordsteinkante kann nun an die Kante der Graupappe angeklebt werden.(Siehe Foto 4, Achtung hier auf dem Foto ist die aufzuklebende Fläche auf Grund vom Papierersparniss bedruckt).
    Nun können die Oberfläche und danach die restlichen Bordsteinkanten angelebt werden.Beim Ankleben der Oberfläche sollte man nicht die gesammte Oberfläche auf einmal ankleben, sondern stückweise vorgehen. Dabei kommt einem die ausgeschnittene schraffierte Fläche zugute, durch die man noch minimal Nachkorregieren kann. Zu guter letzt wird auch die Graupappe in der Mitte der Grundplatte ausgeschnitten,um später von unten in das Gebäude zu kommen.


     


     


     


  • In Bauteil 2.Befinden sich 3 Fenster und eine Tür, Bauteile 3/ 4/ 5/ und 6/ Bei Bauteil 2 sitzen Tür und Fenster 2 mm zurück und die Fenster sowie Türe werden mit der Nr. 3/ 4/ 5/ und 6/ aus dem Folienbogen 16. verglast. Dieses Blatt 16 ist als Farbdruck auf Karton dem Baubogen beigefügt welcher in Farbe auf Folie kopiert wird. (Eventuell in einem Copycenter kopieren).
    Bauteil 2. wird ausgeschnitten und die gestrichelten Kanten geritzt und gekickt. Die Bauteile 3A bis 6A werden nach dem Ausschneiden zu einem U geknickt und Innen mit einem 2mm starkem und 4 mm beitem Streifen Finnpappe gefüllt.Sie bilden den oberen und unteren Fensterrahmen, der hinten auf Bauteil 2 geklebt wird.

    Aus 2 mm Finnpappe schneide ich mir weitere 4mm breite Streifen und klebe sie an einer Seite unter den seitlichen inneren Fensterrahmen. Für die zweite Seite messe ich die genaue Breite, die ich vom Fenster übernehme.


       



    Nun werden die Fenster ausgeschnitten und mit Folie von Blatt 16. hinterklebt, sie sind mit den Nr.3/ 4/ 5/ und 6 bezeichnet und werden hinter den Fensterrahmen angebracht.


       


    Zuletzt werden die Balkenförmigen Zwischenteile 3.A und 6.A geformt und zwischen die Fenster der 2 und 3teiligen Fenster geklebt.


     

  • Die Gardinen sind auf 80 Gr. Schreibpapier auszudrucken, so das noch etwas Licht durch sie fällt. Sie müssen ausgeschnitten und dann passend hinter die Fenster geklebt werden. Dazu nehme ich UHU Flex, so das ich die Gardinen nach dem Aufkleben noch passend rutschen kann.


       


     


    Bauteil 2 kann nun auf die Grundplatte geklebt werden. Ich hatte die Gardinen vergessen und mußte sie nachträglich einbauen, was eine längere Zeit in Anspruch nahm.


     

  • Die Bauteile 7./ 7A/ 7B/ und 7C, bilden die rückseitige Gebäudewand.


    Bauteil 7 wird ausgeschnitten, die gestrichelten Linien geritzt und vorgeknickt. Dabei sollte man das kleine Fenster 7B oben im Giebel nicht vergessen. Bauteil 7C beinhaltet die Balkenkonstruktion. Hier sollte man beim Ausschneiden den Strich gut stehen lassen, damit nach dem Aufkleben die darunter liegende Linie nicht zu sehen ist. Die Balkenkonstruktion wird wieder nur stückweise angeklebt, um einen genauen Sitz der Balkenkonstruktion zu bekommen. Nach dem Ankleben der Balkenkonstruktion kann das kleine Fenster 7B mit den Bauteilen 7A gefertigt und wie zuvor bei den Fenstern beschrieben eingebaut werden.
    Das Bauteil kann nun auf die Grundplatte und an Bauteil 2 angeklebt werden.Dabei Bauteil 7 zuerst auf die Grundplatte kleben und nach der Festigung des Klebers an den Seiten verkleben.


       



    Die Bauteile 18 und 18A ergeben den Boden vom ersten Stockwerk. Dabei dient Bauteil 18A als Schablone für das genaue Ausschneiden einer Finnpappverstärkung und wird auf die Finnpappe aufgeklebt.Die Verstärkung ist zur Stabilisation notwendig, da die Gebäudewände des ersten Stocks 5 mm überstehen

    Gehen wir hier genauer auf die Fertigung der Decken ein.
    Zuerst schneiden wir die Decke aus und knicken die Klebelaschen um. Dann werden sie auf 1,5 mm Finnpappe gelegt und die größe auf die Finnpappe übertragen. Es müssen aber pro Seite 0,5mm abgezogen werden, damit die Klebelaschen gut geknickt werden können. Ich schräge mit einem Balsaholzhobel die Kanten, was aber nicht zwingeng notwendig ist..Es sollte vor dem Aufkleben der Finnpappe nachgeprüft werden, das die Klebelaschen von Bauteil 18 gut geknickt werden können. Wer im Besitz eines Balsaholzhobels ist kann die Kanten der Finnpappe schräg hobeln.


       



    Bauteil 18 zuerst an Bauteil 7 ankleben Beim Aufkleben von Bauteil 18 auf Bauteil 2 unbedingt auf einen gleichmäßigen Überstand achten.


     

  • Bauteile 8. bis 8D Bilden die restlichen Gebäudewände, hier wurde die Giebelseite gegenüber der Erstkonstruktion geändert

    Bauteil 8. wird ausgeschnitten und die gestrichelten Linien geritzt und vorgeknickt.Die auszuschneidenden Fensteröffnungen sind ca. 0,5 mm größer als die eigendliche Öffnung, damit sich die Klebelaschen welche sich auf Bauteil 8.A befinden ohne Probleme knicken lassen.
    Bei Bauteil 8A wurden bei der Balkenkonstruktion die Seitenteile von der Giebelfront getrennt um ein besseres und leichteres ankleben der Balkenkonstruktion zu gewährleisten.Später werden die Gebäudeecken mit dem Bauteil 16 überklebt. Vor dem Einbau der Fenster wird die Balkenkonstruktion 8.A wie bereits beschrieben ausgeschnitten und Stückweise aufgeklebt, jeweils einschließlich bis zu einem Querbalken.
    Zum Einbauen der Fenster werden wieder die Bauteile 8D zu einem U geknickt, hier aber mit 1,5 mm starker Finnpappe gefüllt, da in den Obergeschoßen die Einbautiefe gegenüber dem Erdgeschoß nur 1,5 mm beträgt.


        


    Diese Bauteile laufen zur Stabilisierung teilweise über fast die gesammte Gebäudebreite.Um die Öffnung der Senkrechten Fensterlaschen passgenau zu kleben fertige ich mir 2 Schablonen, siehe Foto 2. Der weitere Einbau der Fenster wird so wie bei Bauteil 2. durchgeführt.


       


    Kommen Wir zu den Bauteilen 17. Diese werden zur Stabilisierung der schmalen oberen Seitenteile von Bauteil 8. benötigt und zu Kästen verklebt. dann werden sie hinten auf die Seitenteile so geklebt, das sich die Klebelaschen noch ohne Probleme knicken lassen. Damit sie problemlos eingebaut werden können, sind bei den Fenstern Nr.15 Aussparrungen (schraffiert) vorgesehen. hierbei darf aber rechts und links nicht verwechselt werden.


     


    Nach dem Anbringen der Kästen,kann das Bauteil 8. angeklebt werden und die Bauteile 16, welche im Winkel geknickt wurden, auf die Hausecken geklebt werden.


     

  • Oben im Giebel wird eine 2flügeige Giebeltür 31.eingebaut, die geschlossen und geöffnet gebaut werden kann. Für die geöffnete Tür steht ein kleiner angebauter Raum 31 A zur verfügung, wenn die Tore geöffnet dargestellt werden sollen, so sollte man diese erst später nach dem Ankleben der Giebelbretter einkleben. Bei geschlossenem Giebeltor werden oben und untem von hinten an der Toröffnung die Bauteile 25 als Verstärkung angebracht. Bei geöffnetem Giebeltor sind die Bauteile 25 für den Einbau beschriftet.


       


    NACHTRAG.

    Die Bauteile 3/ 4/ und 6 sind die Fensterbänke für die Erdgeschoßfenster.Hier muß eventuell etwas nachgeschnitten werden, damit sie bei den senkrechten Mittelholzpfosten passen. Bauteil 5 ist die Trittstufe für die Türe. Diese Bauteile befinden sich auf dem hellgrauen Blatt 3.


     


    Nun kann das Dach gefertigt werden! Es wird von mir empfohlen die Klebelaschen für das Dach mit 1,5 oder 2mm starker Finnpappe zu unterkleben.Das erleichtert das Aufkleben des Daches und gibt ihm mehr Stabilität.

    Baiteil 19 und 20 ergeben den oberen Teil des Daches. Die Klebelasche an Bauteil 19 ist für den Einbau ohne Unterklebung mit Finnpappe vorgesehen und damit kann Bauteil 19 und 20 verbunden werden. Bei der Unterklebung kann die Klebelasche abgeschnitten und die Dachteile einzeln aufgeklebt werden.Oben wird das Dach mit Bauteil 19-20A welches zuvor über eine dicke Nadel oder Ähnlichem halbrund gebogen wurde abgedeckt.Alle Dachteile werden unten mit den Bauteilen 19A, 20A, 21A, 22A und 26A beklebt. Die Dachteile werden nun angebracht, Auf die Teile 19 und 21 wird später die Dachgaube geklebt. Hier ist die Anklebelinie etwas zurück gesetzt um ein Durchblicken der weißen linien zu verhindern.Die Aussparungen an den Bauteilen 19 und 21 ergeben die genaue seitliche Aufklebung der Dachgaube.


     


     


    Hier die mit dem Dach aufgeklebte Rückseite des Gebäudes, auf der noch der Klebmarkierung für den Schornstein fehlt.


  • Bei der Dachgaube 23 auf Blatt 4 wird wieder mit Bauteil 24 eine Balkenkonstuktion ausgeschnitten und aufgeklebt. Die Fenster 25 werden wie gehabt eingebaut und das Dach 26 mit 26 unterklebt. den Abschluß bildet 26A der Giebelfirst.


       



    Nr 30 der Schornstein kann gefertigt werden, man sollte ihn aber erst ganz zum Schluß, wenn die Gebäude 1 und 2 fertig gestellt sind auf das Dach kleben. Die Knickstellen des Schornsteines sollten unbedingt vor dem Ausschneiden der Rauchabzugsöffnungen gut vorgeknickt werden. Hier hilft es mit dem Lineal fest über die geknickten Stellen zu streichen, damit sich nach dem Ausschneiden die sehr schmalen Stege gut knicken lassen.
    Nr. 32, die Giebelbretter sollten vor dem Ausschneiden mit 2 weiteren Tonerpapierstärken unterklebt werden und wie der Schornstein erst ganz zum Schluß angeklebt werden.


     

  • Unter den Überstand vom ersten Stock kommen 19 Balkenköpfe die passgenau uter die senkrecht nach oben führenden Balken geklebt werden. Hier die Fertigung der Balkenköpfe.

    Nach dem Ausschneiden klebe ich das kleine Vierkantrörchen zusammen und öffne es dann mit dem Skapell.


       


    Aus 2mm Finnpappe schneide ich einen schmalen Streifen, der in das Vierkantröhrchen passt und runde ihn vorne mit einer Rasierklinge.


     


    Nach dem Einkleben der Finnpappe in das Röhrchen kann ich nun ohne Probleme die runde Balkenspitze zusammenkleben.


     


    Den fertigen Balkenkopf schneide ich mit der Rasierklinge vom Finnpappstreifen ab. Damit ist der Balkenkopf fertig gestellt.



    Neben den 17 Balkenköpfen werden 2 Balkenköpfe für die Gebäudeecken gefertigt, diese sind etwas länger und erhalten hinten einen V förmigen Einschnitt mit der Rasierklinge.


     

  • Der Tabakladen 27 ist das letzte Bauteil von Gebäude1, auch hier muß unbedingt daran gedacht werden für das Vorknicken der gestrichelten Knicklinien mehr Karton stehen zu lassen und gut vorzuknicken.Danach erst sollte dann das genaue Schneiden erfolgen.


     


    Die Ladentüre 27A sollte man vor dem Einbau verglasen und die Klebelaschen an Bauteil 27 für die Tür dürfen nicht mit Finnpappe unterfüttert werden, damit genügend Klebefläche für das Verglasen des Schaufensters bleibt. In dem Baubogen sind die Bauteile die auf Tonerpapier gedruckt sind, so auch der Tabakladen, als Weißdruck beigefügt, so das man sie auf Tonerpapier ausdrucken kann. Bei einem Baubogen von mir ist der Tabakladen in rot und grün zur Auswahl beigefügt.


     


     


    Auf Blatt 1 befindet sich eine Schablone 33 B, die auf 1mm Graupappe geklebt wird. Das ausgeschnittene Bauteil wird als Verstärkung nach dem Verglasen auf Bauteil 27 geklebt und die Seitenkanten von Bauteil 27 an die Graupappe geklebt.


       


  • Das Schaufenster 27 B wird so eingeklebt, das der Boden des Innenkastens mit der Schaufensterunterkante gleich ist.Hier kann es sein, das die seitlichen Klebelaschen nachgeschnitten werden müssen, also erst eine Einbauprobe machen. Als Beschriftung für den Tabakladen sind 2 verschiedene Schilder unter 27B und Reserveschildern auf Blatt 1 beigefügt.


       

  • Jetzt wird es schwierig, der kleine Schaukasten 28 wird gebaut. Wieder die gestrichelten Linien sehr gut vorknicken und dann erst komplett ausschneiden. Zuerst wird nur eine, der sehr kleinen Klebelaschen einer Schaukastenseite angeklebt und mit der Pinzette bis zur Festigung des Klebers festgehalten.


     


    Nun kann die andere Seite der Schaukastenseite verklebt werden. Danach kleben wir eine der kleinen Scheiben 4,5 mal 14,5 mm in die Schaukastenseite. Auf der Folie vorhanden.


     


    Nach der Verfestigung des Klebers kann die mittlere Scheibe eingeklebt werden. Die Klebelaschen der zweiten Seite des Schaukastens werden nach der bekannten Weise verklebt.


     


    Nach der Verfestigung des Klebers wird die letzte Scheibe eingeklebt. Die Rückwand des Schaukastens 28A die eingebaut werden soll, muß genau passen, deshalb die Größe überprüfen, eventuell nachschneiden.


     


    Die Rückwand wird nun unter eine Klebelasche geklebt, Dann die anderen Klebelaschen nach dem Kleberauftrag vorsichtig zum Kleben auf die Rückwand herunterdrücken. Durch leichtes drücken des Schaukastens der mit der Rückseite auf einer glatten Unterfläche gelegt wird können die Klebelaschen weiterhin bis zur Festigung des Klebers angedrückt werden.


      

  • Mit dem ankleben des kleinen Schaukastens ist der Tabakladen fertig gestellt. Das zweite Foto zeigt ihn beim fertigen Modell, belebt.


     


    Es gibt nun noch einen Flaschenzug über dem Giebeltor, den ich nachträglich gefertigt habe. Hier ein Foto der Weißzeichnung und des eingebauten Flaschenzuges beim fertigen Modell.


     

  • Die Bauteil 39. und 39.A ergeben die Rückwand von Gebäude 2, die an Gebäude 1 geklebt werden.Dabei werden einige Fachwerkteile sichtbar, die ich größer gezeichnet habe als sie sichtbar werden, damit ihre Plazierung besser sichtbar ist. Die rechte Seite muß im Erdgeschoß mit dem Erdgeschoß von Bauteil 1 bündig sein.


       



    Bauteil 40. und 41.bilden das Erdgeschoß von Gebäude 2. Hier wurde die Wangentiefe des Schaufensters von 2mm auf 1mm tiefe verändert, was beim fertigen Gebäude ein besseres Bild ergab.



    Die Bauteile 43.ergeben die Fensterwangen für das Schaufenster des Cafes Die oberen Wangen sollten zuerst unten abgeknickt und in der enstprechenden Rundung passgenau aufgeklebt werden, danach werden die Wangen, wie auf dem Foto zu sehen
    mit Finnpappstückchen von nur 1 mm auf die genaue Höhe gebracht. Die Seitenwangen werden auch nur mit 1mm Finnpappe gefüllt.

    Beim ersten Bau des Schaufensters hatte ich eine Höhe von 2mm genommen, was beim Schaufenster aber kein schönes Bild ergab. Bei den 6 Rundbogenfenstern ist das Bild mit 2mm Höhe gut.


       


    Die Fensterwangen für die Rundbogenfenster 42U (unten) und 42O (oben) werden wie Beim Schaufenster beschrieben eingebaut, allerdings ist bei ihnen die Wangenhöhe 2 mm.

    Die 6 Rundbogenfenster 43A und 43B auf Folie Blatt16, die Rundbogenfenster werden ausgeschnitten und mit der Folie verglast, die empfindliche Druckseite sollte dabei in dem Gebäude sein. Dann werden die Fenster passgenau eingeklebt.


     

  • Die Schaufenster mit Türe Nr.43 und 43 A werden ausgeschnitten.

    Die Schaufensterfolie 43B auf Blatt 16 ist samt Aufschrift in einem Stück, sie muß am besten in 2 Teile geschnitten werden. Dann wird die Folie mit der Aufschrift,( hier auf den Fotos noch die alte Aufschrift von einen Versuchsbau) in den oberen Fensterteil geklebt, dabei sollte die Folie nur die obere Hälfte des Zwischensteges bedecken.


       


    Danach wird die untere Schaufensterfolie, an die obere Folie anstoßend aufgeklebt.


     


    Die Türe 43 A wird nach dem Ausschneiden und verglasen erst oben angeklebt. Bitte darauf achten das die Klebelasche nicht in das darüber liegende Fenster ragt, Dann die Seitlichen Klebelaschen bis an die Linie am Türrahmen ankleben, Siehe Fotos. Die Fotos sind von einem Versuchsaufbau ohne ausgeschnittene Fenster.
    Die Trittstufe der Türe wird erst nach dem einkleben in Bauteil 40 verklebt.


       


  • Hier die fertige Front,welche von mir nicht passgenau,schnell nur für die vergessenen Fotos gebaut wurde.



    43 B die Schaufensterauslagen werden wie auf dem Foto zu sehen zusammen und eingebaut.


       


    Die von mir gebauten Torten gehören nicht zum Baubogen, können aber mit einem Locher oder Locheisen hergestellt werden!

    Bei Herstellung mit dem Locher einige der runden 5mm großen Scheiben aufeinander kleben und farblich bemalen.


    Da die Hotelbeschriftung in der Folie nicht besonders gut zu sehen ist, wird Bauteil 43 C wie auf den Fotos zusammen gebaut und hinter die Beschriftung geklebt. Es ist darauf zu achten das die Schaufenster dabei frei bleiben. Die Hotelbeschriftung wirkt nun wie auf Milchglas geschrieben und kann von oben beleuchtet werden.


       



    Hier das Schaufenster mit von mir gebauten Torten und beleuchtet.



  • Die fertigen Wände 40. und 41. können nun auf die Grundplatte - Gebäude 1 geklebt werden.


     


    Die Decken müssen gefertigt werden, bei Gebäude 1 gab es für die Decke eine Schablone, aber hier müssen mehrere Decken gefertigt werden und das machen wir ohne Schablonen. Gehen wir hier genauer auf die Fertigung der Decken ein.
    Zuerst schneiden wir die Decke aus und knicken die Klebelaschen um. Dann werden sie auf 1,5 mm Finnpappe gelegt und die größe auf die Finnpappe übertragen. Es müssen aber pro Seite 0,5mm abgezogen werden, damit die Klebelaschen gut geknickt werden können. Ich schräge mit einem Balsaholzhobel die Kanten, was aber nicht zwingeng notwendig ist.


       


     

  • Moin Rainer...

    Mit diesem Modell ist Dir wahrlich großes gelungen.

    Den Titel Konstrukteur hast Du Dir redlich verdient.

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Schur Renee.

    Danke für Dein Lob, der Baubogen der Staanerhüser wird in Kürze als Download hier im Forum eingestellt, aber Du kannst von mir als langjähriger Kartonbaufreund einen Originalbogen bekommen! Wenn Du Intresse hast, so teile mir Deine Anschrift mit.

    Der Baubericht/ Bauanleitung wird bis Ende der Woche fertig gestellt.

    Mit freundlichem Gruß: Rainer.

  • Weiter im Baubericht/Bauanleitung.

    Bauteil 44 die Decke des Erdgeschoßes bildet und auf 3 Seiten 5 mm übersteht wird wie zuvor beschrieben gfertigt und dann eingebaut.
    Hier sollte man so vorgehen, das man zuerst Bauteil 44 mit der Klebelasche an Bauteil 7 klebt.


     


    Achtung! ! ! Die oberen und unteren Fensterwangen 45 und 46 sowie 48B für die Kopfseite haben eine Tiefe von 1,5mm, gegenüber den 2mm tiefen Fensterwangen des Erdgeschoßes. Sie können wie auf den Fotos gefertigt werden, indem man sie über die Kante von 1,5 mm Finnpappe klebt und sie dann ausschneidet. Zur Stabilisierung des Modells laufen sie über fast die gesammte Länge des Bauteiles, hier auf einem Foto bei dem die Kopfseite des Gebäudes, das im ersten Stock noch keinen 3 mm Vorsprung hatte.


       


    Um eine passgenaue Fensterbreite zu erhalten habe ich mir wieder eine Schablone angefertigt.



    Die Wände vom 1. Stock Können auf die gleiche Weise wie beim ersten Gebäude gefertigt werden. Sie bestehen aus 3 Teilen, 45,-45/1, mit den Fenstern 45A und 45B. 46,- 46/1 mit den Fenstern 46A und 48,- 48/1 mit den Fenstern 48B.


     


    Wie bereits beschrieben wird die Decke 47 des ersten Stocks gefertigt, allerdings springt der zweite Stock auf der Kopfseite nicht vor. Die Bauteile 49,-49/1, mit den Fenstern 49A und 48B , - 50,- 50/1 mit den Fenstern 50A und 48A,- 48A/1 mit den Fenstern 48A, 48B,und 48C ergeben die Wände vom zweiten Stock Auf den zweiten Stock kommt eine Grundplatte 51 für das Dach was seitlich 3 mm übersteht. Das letzte Foto zeigt die Sicht auf die Decken von Oben.


     

  • Um dem Gebäude Stabilität vor dem Weiterbau zu geben wird das Dach gefertigt. Hier gibt es eine Eigenart von mir!

    Bereit nach dem ersten Baud Modell welches ich gefertigt habe, bemerkte ich daß das Dach doch sehr labil war und sich sehr leicht durch Anfassen verformte. Aus diesem Grund unterfüttere ich das Dach mit Finnpappe welche ich unter die Klebelaschen für das Dach klebe.

    Diese Finnpappe muß man selber ausmessen und fertigen, denn sie ist im Baubogen nicht enthalten.

    Da das Dach zwei unterschiedliche Schrägen hat, sind 4 Teile aus Finnpappe zu fertigen. Dabei kommt wieder mein Balsaholzhabel zum Einsatz

    Die Stoßfugen der Finnpappe bestreiche ich gut mit etwas verdünntem Weißleim, der für eine gute Verbindung in den angesetzten Fugen sorgt. Nach der Trocknung des Klebers hat das Unterdach eine hohe Stabilität.Wer das Dach ohne Finnpappenunterbau fertigt, der muß an Bauteil 52 oder 53 oben eine zusätzliche Klebelasche anbringen.


       


    Die eigendliche Dachhaut besteht aus den Bauteilen 52 und 53 unter die die Bauteile 52A und 53A geklebt werden.


       


    Als letztes wird der Dachfirstabschluß 53A über eine dicke Nadel halbrund gebogen, auf länge geschnitten und aufgeklebt.


     


    Die 56 Balkenköpfe Nr. 60 und 61 auf Blatt 15 werden unter dem ersten Stock genau so wie bei Gebäude 1 angebracht, aber unter dem zweiten Stock werden sie senkrecht auf die Balken geklebt. (Die Fotos sind vom ersten Versuchsmodell)


     

  • Der Hoteleingang ist in einem Vorbau, der auf einem 2mm hohen Sockel Bauteil 54 steht siehe Foto 1. Ich habe den Sockel mit 2mm starker finnpappe gefüllt, damit er sich beim aufkleben der Bauteilel nicht zusammen drückt. Foto 2. die Bauteile.


     


    Bei Bauteil 55 müssen 14 mm von hinten, Maß ohne Klebelasche, Markierungen für das genaue anbringen der Mittelwand 56 aufgezeichnet werden. Siehe Foto. Die aufzuklebenden Balkenkonstruktionen Bauteil 55A, und 56A sind auf Foto 1 über den Bauteilen zu sehen. Die Scheiben auf der Folie unter 55A und 56A zu finden, müssen so aufgeklebt werden,das die mittlere Wand 56 ohne Probleme eingeklebt werden kann.


       


    Zusätzlich zur Stabilität sowie Maßhaltung, wird noch Bauteil 57 hinter die Klebelaschen geklebt.


     


    Das Dach besteht aus den Bauteilen 21 und 21A und wird genauso, wie das Hauptach verarbeitet, aber ohne Unterbau aus Finnpappe.
    Auf den oberen Querbalken der Anbaufront kann noch der Hinweis Entree Hotel, Bauteil 55A, welches sich auf Blatt 1 befindet angebracht werden.


     

  • Auf das Hauptdach kommen 3 Schornsteine, 2 Dachfenster und eine Dachgaube, ihre Plazierung ist etwas kleiner gehalten als die eigendliche Größe, damit die weiße Plazierung am Rand der aufzubringenden Bauteile nicht zu sehen ist.


    Der Bau der Dachgaube, Bauteile 58/ 58A/ 58B/ und 58A/B, wurde bereits beim Bau von Gebäude 1 beschrieben. Allerdings sind hier die Fenster 58B auf Blatt 12, aus Platzgründen nicht zurückgesetzt, sie werden direkt auf Bauteil 58 geklebt. Bauteil 58B wird hinter die Klebelaschen von Bauteil 58 geklebt und dient der Maßhaltung sowie der Verhiinderungder Sicht auf die Dachpfannen. Hier Foto der fertigen Dachgaube.


     


    Die Schornsteine 61/ 62/ und 63 haben die gleiche Bauart und werden wie auf den Fotos zu sehen zusammengebaut.


     


       

  • Die Dachfenster Bauteile 64 werden siehe Fotos gebaut. Die Scheiben mit 64 bezeichnet, für das Dachfenster befinden sich auf der Folie Blatt 16. Um sie einzubauen wird mit einer scharfen Klinge ein Loch in das Dach geschnitten, welches etwas kleiner ist als der Rahmen der Dachfenster.Mit der scharfen Klinge kommt man ohne größere Probleme durch die Dachhaut mit Finnpappe. Bei geöffnetem Dachfenster wird ein Stück Draht (eventuell Büroklammer) zur Hochstellung des Dachfensters verwendet, siehe letztes Foto.


       



    Damit ist der Baubericht/Bauanleitung der Staanerhüser beendet.

    Zum Abschluß noch Fotos meines von mir belebten Modelles zum Einbau auf den 4ten Teil meines großen Dioramas.


       


       

  • Congratulations on your new building.

    It looks so pretty. Great works!!!

    Thank you very much for sharing your report and photos


    Seo by the Bay

  • Ein wunderbares Modell, Rainer! Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank!


    Nur mal so gefragt, ohne Hintergedanken: Bist du jetzt auf den Geschmack gekommen oder bleibt das ein Solitär?


    Beste Grüße

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Schur Klaus.

    Die Frage hatte ich bereits beantwortet! Zuerst baue ich noch den 4ten Teil meines 4teiligen Dioramas fertig, für den ich dieses Gebäude ohne Vorbild konstruiert habe und dann geht es weiter mit einem neuen Gebäude im Stiel von Gilbert Baud, aber mit einem französischen Gebäude aus Flavigny-sur-Ozerain als Vorbild.

    Da ich in meinem Haus keinen Platz mehr für weitere Dioramen habe, werde ich nur noch die von mir konstruierten Gebäude zur Kontrolle bauen und dann als Einzelgebäude in meine Sammlung aufnehmen.

    Mit freundlichem Gruß: Rainer.

  • Herzlichen Glückwunsch zu dem wunderschönen Modell! Und vielen Dank für den Baubericht.

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

  • Moin Rainer,


    wie genial ist das denn!
    Ich hatte ja schon öfter das Glück, Deine Modell-Ensembles live sehen zu können (schade dass es dieses Jahr für die Ausstellung in Hemer dank "Big C" nicht gereicht hat).
    Mit diesem Modell vom Staanerhüser ist Dir ein weiteres, tolles Highlight gelungen. Und was muss ich lesen... man kann es nachbauen (inklusive Dachluke?) :thumbsup::thumbsup:

    Vielen Dank dafür und auch für die wunderbare Vorstellung im Baubericht. Den Bezug zu den Modellen von Gilbert Baud hast Du top umgesetzt :thumbup:


    Hoffe, man sieht sich bald mal wieder.
    Schönes Wochenende und LG


    Lars

  • Hallo Schreinerreiner1,


    mein Respekt und meine Anerkennung, hier ist in Eigenkonstruktion ein wirklich sehenswertes Kartonmodell entstanden.


    mit freundlichen Grüßen Josef

    geht nicht gibt's nicht! :D

  • Dieses Modell steht den Baud-Modellen in nichts nach. Ich glaube, Du hast Deine neue Berufung gefunden. :D


    Ich habe mir gestern das Downloadmodell gezogen, schob teilweise gedruckt und die Bodenplatte schon gebaut. Ich habe allerdings nicht genügend braunes Tonpapier da, daher werde ich nicht allzu weit kommen bis die Lieferung kommt. Im stationären Bastelbedarf gibt es leider immer nur die gemischten Pakete.