FERTIG Martinskirche auf dem Christenberg bei Münchhausen, M1:120, Christoph May

  • Heute möchte ich mit dem Bau der Martinskirche auf dem Christenberg bei Münchhausen beginnen. Das Modell wurde von Christoph May konstruiert und handcoloriert von Pablo de la Riestra.


    Christoph May hat das von ihm entwickelte Modell auf einem Vortrag am 28.04.2001 im Rahmen des Vortragsprogrammes des 13. Internationalen Karton-Modellbau-Treffens im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven vorgestellt und es ist auch bei ihm zu bestellen.


    Die Hintergrundinformation über diesen sakralen Bau findet Ihr hier.


    Das Modell besteht aus 63 Teilen sowie einer ausführlichen schriftlichen Bauanleitung. Die Bauanleitung besteht aus 17 Arbeitsschritten, die ich durch Baufotos ergänzen werde.


    Beginnen wir nun mit dem Bau der Martinskirche auf dem Christenberg bei Münchhausen:


    Anmerkung: Die Original-Baubeschreibung ist in Kursivschrift, meine Anmerkungen oder Kommentare in Normalschrift.

    1. Die Grundplatte 1 wird grob ausgeschnitten (nicht vergessen: Teile in den beiden Montageöffnungen herausschneiden!) und zur Verstärkung auf das ca. 1 mm starke Stück Karton geklebt. Wenn der Kleber getrocknet ist, die Grundplatte genau ausschneiden.

    Anmerkung: Die beiden Montageöffnungen ebenfalls aus der Graupappe herausschneiden!


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

    Edited once, last by Horst_DH ().

  • Schietwetter!!:cursing:

    Aber dafür Zeit zum Basteln:D


    Vielen Dank an diejenigen, die Daumen angeklickt haben:thumbsup:


    2. Der Turm 2 wird auf die Grundplatte geklebt. Die Teile 2a und 2b werden auf die markierten Stellen des Turms geklebt.



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Auf dem Christenberg hat der alte Bonifatius gewirkt und ein längst untergegangenes Bistum gegründet.

    Viele hundert Jahre hat der berühmte Buchillustrator Otto Ubbelode umd die Jahrhundertwende 19. zum 20. die Grimmschen Märchen verschönt mit seinen Zeichnungen. Dabei wird der Christenberg ( nördl. von Marburg) öfters gezeichnet.

    Auf dem Christenberg befand sich eine wohl schon aus der Keltenzeit stammende Fliehburg. Das Gelände um die Kirche wird heute als Friedhof benutzt. Besonders hervorzuheben ist die Außenkanzel, was die Kirche als Predigtkirche ausweist.

    Ulrich

  • Es freut mich, daß "mein" Bastelbogen hier im Forum ausführlich vorgestellt wird!

    Ulrich: Ihre Anmerkungen zeigen, daß Sie zum Thema "Christenberg" gut informiert sind. Super!

  • Erst einmal mein Dank an die "Daumenanklicker". :thumbsup:

    Ulrich

    Setz dich bitte mal mit SaxonettenEde in Verbindung! Er hat den Baubogen konstruiert:thumbup:


    So, nun geht's weiter:


    3. Die Mauern des Kirchenschiffs werden in der Reihenfolge Teil 3a, 3b, 3 mit der Grundplatte und mit dem Turm bzw. untereinander verklebt (nicht vergessen: Teile aus der Montageöffnung von Teil 3 herausschneiden!).


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Auch heute gilt mein Dank den "Daumenanklickern":thumbsup:


    4. Aus Teil 4 wird die Westwand des Chores gebildet (nicht vergessen: Teil aus der Montageöffnung herausschneiden!) und mit der Grundplatte und dem Kirchenschiff verbunden.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Vielen Dank für das Anklicken des Daumens:thumbsup:


    5.Nach dem Ausschneiden von Teil 4b muss auf dessen Rückseite eine Hilfslinie gezeichnet werden: Auf der bedruckten Seite des Teils wird die strichpunktierte Linie an den mit Pfeilen markierten Stellen mit der Stecknadel durchstoßen. Auf der Rückseite werden diese Punkte mit einer dünnen (!) Bleistiftlinie verbunden. Gegen das Licht gehalten muss sich die Bleistiftlinie genau mit der strichpunktierten Linie decken. Anschließend wird das Teil geritzt und gefalzt.



    Die oberen Klebelaschen der Chormauer 4a werden entlang der gezeichneten Hilfslinie geklebt.



    Nun werden die überstehenden Reste von Teil 4b nach unten gefalzt und mit Teil 4a verklebt.



    Die zusammengefügten Teile 4a und 4b werden nun an die Westwand des Chores und auf die Grundplatte montiert.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Moin liebe Leute, vielen Dank, dass es Euch gefällt:thumbsup:


    6. Aus Teil 4c wird das Chordach geformt und mit Teil 4 und Teil 4b verklebt.



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Hier noch ein anderes Bild von der Rückseite des Chores. Es gehört noch zum Arbeitsschritt 6:


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Liebe Bastelfreunde die diesen Baubericht verfolgen,

    Mir ist da leider ein Fehler unterlaufen an Teil 4. Die beiden Klebelaschen an der Dachschräge hätten so gefaltet werden müssen, dass beim Aufsetzen des Daches, Teil 4c, ein Dachüberstand ensteht. Ist mir leider nicht aufgefallen.;(

    Werde aber trotzdem weiterbauen.

    Sorry Christoph!


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Hallo SaxonettenEde,


    Habe ich schon versucht. Der Kleber ist zu gut und ich würde sonst das Dach vom Chor beschädigen. Mal sehen wie es weiter geht.?(


    7. Die Außenkanzel 5, das Außenkanzeldach 5a,



    die Stützpfeiler 6a-6f werden auf die markierten Stellen am Kirchenschiff bzw. der Grundplatte geklebt.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Vielen Dank für das Anklicken des Daumens:thumbsup:


    8. Die Treppe zur Außenkanzel wird aus den Teilen 7, 7a, 7b gefertigt und zwischen dem Stützpfeiler 6d und der Außenkanzel platziert (Siehe Abb. 1).

    Anmerkung: Der Hinweis auf Abb. 1 bezieht sich auf die Originalbauunterlage.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Meinen Dank an Alle, die den Daumen angeklickt haben!:thumbsup:


    9. Aus den Teilen 8-12 werden die Chorstützpfeiler hergestellt




    und am Chor angeklebt. Die Teile 8a, 8b, 9a, 9b usw. bilden die Wasserschläge und werden auf die markierten Stellen auf den Pfeilern geklebt (Siehe Abb. 2 aus der Originalbauunterlage).



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Hallo Ihr Lieben,

    Vielen Dank, dass es Euch gefällt:thumbsup:


    10. Der Chorreiterschaft 13 wird nach dem Zusammenkleben so auf das Chordach geklebt, dass die Klebenaht nach Osten zeigt (zur Orientierung: der Turm liegt im Westen!).



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • 11. Teil 13a wird auf Teil 13 geklebt, wobei der schwarze Punkt auf der weißen Montagefläche " über" dem Fenster des Chorreiterschafts sitzen muss.



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Hallo Kartonisten,

    ich finde die Feldsteinstruktur des Modells besonders gelungen! Ede, das hast Du gut gemacht!

    Grüße aus dem Lipperland,

    Hajo

    Ein Leben ohne Kartonmodellbau ist möglich, lohnt aber nicht! (Frei nach Loriot)

  • Hajo44 Kann mich Deinen Worten nur anschließen!

    Und meine Dank gilt auch heute wieder Allen, die den Daumen angeklickt haben.:thumbsup:


    12. Der Chorreiterheim 13b wird passgenau auf die unbedruckte Seite von Teil 13a geklebt (auch hier muss der schwarze Punkt auf Teil 13b über dem Fenster liegen !).



    Nun werden die Gauben von Teil 13a nach oben gefalzt und mit dem Chorreiterheim stumpf verklebt (Siehe Abb. 3 der Original-Bauunterlage).



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Walter und Gustav vielen Dank!:thumbsup:


    13. Die Aufschieblinge des Chordaches werden in der Reihenfolge 13e, 13f, 13g, 13h, 13i montiert (nicht vergessen: die Enden der Teile 13e und 13f vor der Montage doppeln!).


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Moin Harald und Ulrichm


    Alle Teile sind von Hand coloriert!!!:thumbup:


    Vielen Dank an Alle, die den Daumen angeklickt haben:thumbsup::thumbsup:


    14. Nachdem das Kirchenschiffdach 14 auf das Kirchenschiff geklebt wurde,




    werden die Dachgauben 13c, 13d, 14a-14d stumpf zusammengeklebt und auf die entsprechenden Stellen auf den Dächern verteilt.



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Vielen vielen Dank für das Anklicken des Daumens!!:thumbsup::thumbsup:


    @Ede

    Heute 200 Blatt 170g Offsetpapier für € 8,50 erstanden bei unserer lokalen Druckerei:D


    15. Der aus Teil 15 geformte Turmhelm wird auf die Helmbasis 15a geklebt. Dabei müssen die mit Pfeilen markierten Ecken in Richtung der weißen Montageflächen auf den Turmhelm zeigen.




    Anschließend wird die Helmbasis passgenau mit der unbedruckten Seite von Teil 15b verklebt.



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Euch herzlichen Dank für den Daumen!:thumbsup:


    16. Die Teile 16-19 bilden die Wichhäuschen des Turmhelmes und werden auf die markierten Stellen geklebt. Aus den Teilen 16a- 19a entstehen die Dächer der Wichhäuschen (16a auf 16, 17a auf 17 usw.).



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Vielen Dank für das Anklicken des Daumens:thumbsup::thumbsup:


    17. Als letzter Schritt wird der Turmhelm auf den Turm geklebt, wobei die Klebenaht des Turmhelmes zum Kirchenschiff zeigen muss.



    So liebe Bastelfreunde, das war der Baubericht der Martinskirche auf dem Christenberg bei Münchhausen.

    Ich hoffe, dass Euch der Baubericht so gefallen hat, wie mir der Bau des Modells. Insbesondere haben mir die handcolorierten Bauteile gefallen, die dem Modell das "Besondere" verleihen. Ebenso war die Passgenauigkeit hervorragend.

    Mein Dank gilt Chrisph May, der mir das Modell zur Verfügung gestellt hat.

    Das war es für heute! Bis zum nächsten Mal!:D

    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Horst_DH

    Changed the title of the thread from “Martinskirche auf dem Christenberg bei Münchhausen, M1:120, Christoph May” to “FERTIG Martinskirche auf dem Christenberg bei Münchhausen, M1:120, Christoph May”.
  • Moin zusammen,


    ja superschön!


    Ich kenne die Burg und das Kirchlein ja recht gut, weil ich einige schöne Jahre in Münchhausen-Wollmar gelebt habe.

    Der Ort ist ein archäologisches und historisches Schlaraffenland.


    Die keltische Fliehburg mit ihren bis zu 9 noch sichtbaren Ringwällen, den Hügelgräbern in den umliegenden Wäldern und dem

    fränkischen Torhaus, von dem noch einiges steht ist ein besonderer Ort.


    Ob der keltische Opferstein im Eingangsbereich der Kirche noch steht (...die Frage war nur, ob es ein der Epona oder dem Arth gewidmeter Platz war)?


    Daß hier ein Heiligtum der Kelten war, ist ausreichend erforscht, und die umliegenden Orte sind weitgehend keltischen Ursprungs.


    Übrigens ist da oben auch eine (damals) sehr nette Ausflugsgaststätte mit einfachem, aber reichlichem und leckeren Essen, innendrin voller Vitrinen mit keltischen und späteren Fundstücken!


    Gruß

    Hadu

    Vielleicht kommt der Tag, an dem mehr Leute checken, dass Idiotie nicht links oder rechts ist, sondern in erster Linie daher rührt, dass jemand ein Idiot ist! (M. Tegge)




    www.modell-und-geschichte.jimdo.com


    Mitglied der Luft'46-Gang

  • @hadu

    Vielen Dank für Deine historischen Anmerkungen zu der Kirche und ihr Umfeld. Sehr interessant!:thumbsup:


    @Harald und Ulrich

    Vielen Dank für Eure Anmerkungen.:thumbsup::thumbsup:


    Mein Dank gilt ebenso allen Interessierten die den Baubericht verfolgt haben, und den Daumen angeklickt haben!:thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Horst_DH:

    Hallo!

    Vielen Dank für den schönen Baubericht mit den vielen aussagekräftigen Bildern! Ich freue mich, daß Sie mit der Konstruktion zufrieden sind.

    Viele Grüße


    @alle anderen, die den Baubericht verfolgt haben:

    Die Kolorierung hat Pablo de la Riestra (hat eine eigene Homepage...einfach mal googeln) mit viel Liebe und Perfektion mit Aquarell-Buntstiften ausgeführt.


    SaxonettenEde

  • Quote from SaxonettenEde

    Die Kolorierung hat Pablo de la Riestra (hat eine eigene Homepage...einfach mal googeln) mit viel Liebe und Perfektion mit Aquarell-Buntstiften ausgeführt.

    Danke für den Tip/Link! Es ist für den Laien faszinierend, was man mit simplen Stiften darstellen kann :thumbsup:

    Harald