IJN Maya 1:200

  • Liebe Freunde, wie bereits angekündigt, möchte ich hier gerne meine Erfahrungen beim Bau der IJN Maya in 1:200 veröffentlichen. Nachdem der Bausatz erst 2020 erschienen ist, bin ich wahrscheinlich einer der ersten der diesen Bogen anschneidet.
    Ich hab mir den Bausatz mit Lasercuts und dem Spantengerüst auch in Laser bestellt. Gekommen ist ein grosses Packet im DIN A3 Format. Ziemlich dick und dieBauanleitung, wie beim GPM Verlag halt leider nur in Bildchen. Beim Durchlesen wurde mir schon bewusst, daß dies ein eher komplexes Projekt wird.


    Beim Durchblättern des Bogens konnte ich mich schon mal von der Professionalität überzeugen, mehrere Varianten werden für Niedergänge etc angeboten, es sind Farbflächen zum korrekten Nachfärben vorhanden. Auch die Fenster sind als Transparenzfolie vorhanden.Hier ein paar Auszüge aus dem Bauplan, vor dem Mast hab ich jetzt schon Respekt:


    Begonnen hab ich mit dem Zusammenstecken der Spanten und dem Verkleben dieser mit UHU Hart, da die Stabilität hier sehr wichtig ist. Den Rumpf hab ich ganz einfach begonnen zu beplanken, also ohne mit leichten Papier vorher.

    Die erste kleine Herausvorderung kommt schon ab dem 3. Teil, denn da geht der Rumpf in einen Wulst über, welcher aber erst später drübergeklebt wird. Das heisst die Lasche muss eingeschnitten werden um den Rumpfteil an der Kante zu befestigen, die aber dann durch den Abschluss wieder verdeckt wird:

    Danach kommt noch ein Kartonteil rein, der den Abschluss später stützen wird:


    Ich hoffe die Seitenverkleidung reicht bis zu meiner Unterwasserlinie, wir werden sehen. Jetzt gehts erstmals weiter mit dem Bug. Bevor ich das Deck aufklebe, werde ich wahrscheinlich noch die Niedergänge bauen.

  • Moin Moin

    Das Schiffchen liegt auch auf meinem Stapel und wurde immer wieder an die Seite geschoben. Deshalb werde ich sehr interessiert deinen BB lesen und anschauen.


    Otto

  • Verzeiht wenn ich ich erst jetzt wieder melde, aber da ich nur am Wochenende zum basteln komme und dann auch nur wenn das Wetter draussen nicht zum Berggehen aussieht, ist meine Werft nur teilweise besetzt.

    Den Unterwasserrumpf hab ich jetzt fertiggestellt.

    Auch wenn es ein paar Dellen gibt, in natura schaut es besser aus.Ich hatte ja auf eine Vorbeplankung verzichtet. Die Stelle an der der seitliche Wulst wieder an den Rumpf kommt, diesmal von der Bugseite her ist ein bißchen tricky und ohne die Alternative, die dem Bogen beiliegt, wärs wahrscheinlich in die Hose gegangen, da ich am Ende 2 Millimeter zu schräg wurde.



    Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Der Ständer ist auch schon fertig, das Oberdeck harrt noch seiner finalen Verklebung, da ich die Niedergänge (8 an der Zahl) vorher einbaue, bevor ich das Deck fest verklebe.


    Sobald das Deck gesetzt ist, werde ich mich an die Seitenwände machen, da bin ich schon gespannt, ob diese wirklich passen, ich hab die Befürchtung, daß ich da am Unterwasserschiff teilweise stückeln muss.

  • Weiter geht es. Den Unterwasserteil hab ich soweit fertig gebaut und danach begonnen, das Deck zu setzen. Die Niedergänge wollte ich, wie bereits erwähnt, schon vorher setzen. Davon gibt es etliche, ich hab mich entschieden alle offen zu bauen.
    Leider konnte ich die Bauteile für die Treppchen nicht finden (oder wollte nicht), deshalb sind einige alte Lasercuts Treppen zum Zuge gekommen.

    Im Grossen und Ganzen keine Hexerei, allerdings muss man aufpassen, da der hintere Niedergang mit einem Spanten kollidiert.

    Fertig schaut das dann so aus:


    Weiter ging’s dann mit den Seitenwänden. Diese sind in etliche Teilstücke unterteilt, ich empfehle von der Mitte aus zu beginnen, da die Position an den Spanten genau gegeben ist, da hier nur eine Panzerung angebracht werden muss.

    Die Verkleidung zum Heck ist kein Problem und auch die Verstärkungen für die späteren Torpedowerfer sind relativ einfach.

    Für jene, die den Bogen nachbauen, die Innenlaschen sind auf Bogen 12 zu finden, das ist nämlich jener, der auch rückseitig koloriert ist.


    So und nun kam die vordere Seitenwand dran, zu bauen in 2 Teilen. Und wie schon in meinen früheren Postings erwähnt und befürchtet, die Seitenbeplankung des Unterwasserschiffes reicht hier nicht. Ich habe keine Ahnung woran es liegt, aber es fehlen bis zum 2mm um die Seitenwand abzudecken.

    Der Bogen hat zum Glück einen zweiten Satz des Unterwasserschiffes, dadurch konnte ich stückeln.
    Zufrieden bin ich aber trotzdem nicht:

    Den vorderen Teil hab ich schon angebracht und das finale Ergebnis ist nicht so schlimm, wie es jetzt hier vielleicht aussieht. Trotzdem wundert es mich, dass der Bogen, und vor allem nachdem die Spanten so genau sie bis jetzt waren, hier so weit fehlt.
    Wie gesagt, der Unterwasserteil liegt zweimal vor, deshalb reichlich Material zum nachbessern.Da ich der polnischen Bauanleitung nicht mächtig bin, liegt eventuell liegt hier mein Fehler.
    Nicht verzagen, der Rumpf ist immer die Einstiegshürde, auch wenn der nicht perfekt ist, der Spass geht erst danach los.

  • Hallo FL,


    die Niedergänge sind zur rechten Zeit angebracht, im Nachhinein wird es immer schwer, sie reinzufummeln.

    Bei vielen polnischen Bögen sind die Teilgruppen in der Manier eines Suchspiels auf den Bögen verteilt, vermutlich wirst Du irgendwann auf die jetzt nicht gefundenen Niedergänge stoßen.


    Ist dem Bogen ein schwarzer Wasserpass auf dünnem Papier beigelegt? Wenn nicht, böte es sich an, einen solchen selber herzustellen. Wenn man wirklich dünnes papier nimmt, trägt der Wasserpoass kaum auf und überdeckt wunderbar die Nahtstelle zwischen Über- und Unterwasserschiff und mit etwas Glück auf etliche der angestückelten Übergänge am Bug.


    Es ist allerdings eine Herausforderung, einen Wasserpass selber zu entwerfen, da sich seine Dicke zum Bug und Heck hin oft verändert.


    VG


    Zaphod

  • Lieber Zaphod, vielen Dank für deine Antwort,

    Da ich mir die Lasercuts des Modells gleich mitbestellt habe, hab ich auch schon gesehen, dass die Geländer für die Niedergänge genau einmal vorhanden sind, obwohl es 9 an der Zahl sind. Ich denke aber das kann ich mit 0.5mm Draht hinbekommen.

    Das Vorbeplanken - wie du erwähnst - hatte ich mir bei so einem Modell eigentlich nicht „erhofft“, da wie beschreiben bis jetzt alles sehr genau war.

    Ich hab im Internet jetzt einen weiteren Bericht zur Maja gefunden.

    Anscheinend vom Konstrukteur selbst, allerdings baut der das Unterwasserschiff komplett anders. Ich denke er beplankt jedes einzelne Element, schleift und koloriert dann.

    Wie auch immer, der Rumpf ist immer die erste Hürde. Jetzt steht noch die Steuerbordseite an, dann die Ruderanlage und Schrauben und dann bleibt das am Ständer :-)

  • Ein bißchen hab ich weitergebaut, leider nur ein Foto.

    Die Seitenwände an Backbord und Steuerbord sind jetzt dran, danach kommt noch die Panzerung.

    Trotz aller Widrigkeiten schaut’s dann zum Schluß gar nicht mehr so schlimm aus, Fotos folgen.

    Für die Panzerung, welche aus drei Teilen besteht, empfehle ich, mit dem Heckteil zu beginnen.

    Dort ist eine Markierung ersichtlich für eine der Laschen die dann noch angebracht werden müssen. Danach lassen sich Mittel und Bugteil leicht ankleben. Als Tipp, denn es wird alles stumpf verklebt, einfach eine Klebelasche einzufügen:

    kartonbau.de/attachment/745452/

    Nachdem ich auch die Entmagnetisierungsstreifen angebracht habe, bleiben für den Bug noch 2 lange Streifen übrig. Wo die hingehören, weiss ich nicht. Ich denke die gehören als direkt unter das Heck?

    Wie gesagt, ich war faul mit Fotos, aber das Wetter für das Wochenende ist schlecht, deshalb hoffe ich, die Steuerbordseite fertig zu machen und die Ruder und Schrauben anzubringen. Danach ist der Rumpf endlich fertig und die spannenden Sachen starten.

    Das wird das Torpedodeck sein und die ersten Kästchen am Deck.

    So als Update, ich hab noch Fotos gemacht:

    Und hier fehlt noch die Panzerung;


    Wie gesagt, so ganz zufrieden bin ich nicht, im Vergleich zur Graf Spee ist der Rumpf um etliches aufwändiger, man muss halt das Beste daraus machen.

  • Der Rumpf ist jetzt endlich geschafft. Die Panzerungen sind beide dran und schlussendlich schaut es gar nicht so übel aus. Jetzt kann endlich der spannendere Teil beginnen:

    Nächster Schritt, die Ruderanlage mit Steuer.

    Und wer jetzt genau hinsieht, kann auch den Fehler entdecken, der sich eingeschlichen hat, denn viel Fahrt wird mein Schiffchen so nicht aufnehmen :-). Die „Wellen“ sind übrigens Plastikröhren mit Messingfarbe, ich mag es nicht, so ewig lange Teile zu rollen.

    Als nächstes die beiden Buganker. Da erkennt man schon so langsam wie detailliert es weitergeht, ich hab die Anleitung samt Bauteilen mal hinzugefügt:


    Als nächstes kommen die kleinen Anker Y2 am Heck, danach werde ich mich an die ersten Kästchen und den ersten Aufbauten am Torpedodeck widmen.

  • Also grosses Update hab ich keines, nur ein kleines. Also die zwei kleinen Anker hab ich jetzt auch fertig und platziert:

    Am Deck stehen auch schon mehrere Kästchen, aber leider noch kein Foto.

    Für alle Nachbauer: Die Laschen, welche an der Panzerung aufgeklebt werden, sollten eigentlich mit einem mittel starken Karton (liegt bei) verstärkt werden, sowie die Anker selbst. Hab ich übersehen.

    Auch hab ich die 8 Poller schon gebaut. Das gehört für mich einfach auf ein frisches Deck, sonst kann es ja nicht in der Werft festgemacht werden. (Leider auch ohne Foto).


    Auch glaube ich jetzt zu wissen, was ich an den Seitenwänden falsch gemacht habe: Die Seitenwände sollen nur bis zur Kante verklebt werden und die 2mm, welches das Deck mit seiner Beklebung einnimmt mit den überständigen Laschen kaschiert werden. Wie gesagt, da ich mich auf die Zeichnungen verlasse und die polnische Anleitung nicht lesen kann, und die auch nicht eingezeichnet sind…

    Weiters wollte ich die Fusspferde (ist das so richtig?) neben den Ankern setzen und hab die mal mit Stahldraht gebogen aber gleich wieder aufgegeben. Deshalb meine Frage an die erfahrene Community: Wie macht ihr das so?

    Mein Plan wäre, einfach alte Lasercuts Leitern zu verwenden, gibt es alternative Vorschläge?