Meine Projekte am CAD Zeichentisch

  • Hallo Wolfgang,

    Ich würde ein Modell im Bauzustand ab 1939 bevorzugen, gerne der von 1945! Die genannte Schleswig-Holstein von WHV ist ja auch nicht im Indienststellungszustand, sondern von irgendwann Mitte der 30er Jahre! Also eh kein Vergleich möglich!

    Herzliche Grüße

    Martin

  • das digitale Modell der Schlesien,

    ist weitgehend als Kartonmodell gezeichnet, da ich jetzt meine Bauteile aus dem Modell abwickeln und gewinnen kann ( Rhino sei Dank). Die Beiboote der Kaiserlichen Marine sind ein Kapitel für sich. Ich hatte ja keine Ahnung was es da alles gab. Begriffe wie Barkasse, Pinasse, Kutter, Jolle, Gig, Dampfboot 1. 2. und 3. Klasse, Motorboot 1. 2. und 3. Klasse waren für mich recht unbekannt, bei mir waren Beiboote einfach Beiboote, aber man lernt auch im hohen Alter noch dazu. Die Takelage ist natürlich vereinfacht dargestellt und der Bauzustand ist wohl dem Jahr 1914 zuzuordnen, die prachtvolle Bug und Heckzier ist abgenommen. Die Schlesien ist ein enorm aufwändiges Modell, hatte ich mir gar nicht so vorgestellt, hat aber viel Vergnügen beim recherchieren und zeichnen des Modelles gemacht. Einige Probleme sind noch nicht anständig gelöst, Die beiden Kräne sind laut Beschreibung dampfangetrieben, aber die Pläne und Modelle die ich kenne, schweigen sich über den Aufbau der Antriebsanlage aus. Zwei Bilder fand ich, aus denen man eine schwache Ahnung des Antriebs erkennen konnte.

    Die Brücke ist im Modell recht karg bestückt, da muss einfach mehr gewesen sein, aber?

    viele Grüße

    Wolfgang

           

           

    Es geht immer noch besser.

  • Hallo Wolfgang,

    das ist eine schöne Ergänzung zur Sophie X. Eine Freude für jeden, dem die Sophie etwas karg detailliert erscheint. Ich glaube, daß wir uns da auf ein Spitzenmodell freuen können.

    LG

    Kurt

    Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
    Laotse

  • Neues vom Eisvogel,

    das digitale Modell hat viele kleine Änderungen erfahren, Anpassungen an die beim Bau des Modells aufgetretenen kleineren und größeren Probleme. Soweit zur Theorie und Praxis. Das kleine Schiffsmodell ist extrem detailliert, ich wollte einmal wissen, was man in so ein kleines Modell ( M= 200 ) unterbringen kann. Es sind dann ungefähr 400 Teile geworden.

     

    Bei den beiden Bildern kann man die unterschiedlichen Rendermodi des Rhino Programms sehen Beim ersten Bild ist der einfache und schnelle Rendermodus am Werk, das zweite Bild wird nach 50 Durchläufen erzeugt, ist halt doch ein Unterschied.

    Das Kartonmodell:

        

        

  • Moin Wolfgang,
    das ist ja wieder ein richtiges Meisterwerk.
    So müsste man konstruieren und bauen können.

    Ich hoffe, wir sehen das Modell nächste Woche auf dem Treffen in Mannheim.

    Grüße

    Peter

  • Die Wittelsbachklasse,

    da ich die alten Linienschiffen der Kaiserlichen Marine doch ins Herz geschlossen habe, musste ein neues Projekt auf den Bildschirm. Ich habe die Pläne der Wettin, gezeichnet von Lothar Wischmeyer erhalten, fünf Planrollen ca. 150X65 cm groß. Wie die Pläne zeigen ist die Wittelsbachklasse flach wie ein Floß konstruiert, die Balkenbucht beträgt 20 cm im 250er Maßstab 0,8 mm also kaum der Rede wert. Auch der Längsspant steigt nur gering zum Bug an, ist aber im Modell umgesetzt. Die Wittelsbachklasse hat wiederum nur 24 cm Hauptgeschütze, aber dafür 18X15 cm Mittelartillerie ! Ansonsten entsprechen die Abmessungen den später folgenden Baureihen

    Die Schlesien ist bei Walter Weber, er kontrolliert die Stimmigkeit der Baubögen und Bauanleitung. 2750 Teile auf 18 Bögen, 10 Seiten Bauanleitung und ca. 200 Teile Lasercut auf drei Platinen. Wenn nichts dazwischen Kommt, wird die Schlesien zum Internationalen Kartonbautreffen im Mai zu haben sein.

    LG

    Wolfgang

                    

    Es geht immer noch besser.

  • Hallo Wolfgang,

    ein Traum wird wahr ! Wie habe ich gehofft, dass die alten Linienschiffe der kaiserlichen Marine einmal erscheinen würden.

    Und auch noch ein Schiff der Wittelsbach-Klasse, mit dieser Kombination von Mittelartillerie in Türmen und Kasematten und den 15ern, die quasi im Sockel der Hauptartillerie untergebracht sind.

    Komme mir vor wie bei der Bescherung, dabei ist noch gar nicht der 24.


    Viele Grüße

    Zaphod

  • Hallo Wolfgang,

    das ist ja toll. Der Großvater meiner Schwiegermutter ist auf dem Schwesterschiff, der SMS Zähringen gefahren.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Modell irgendwann einmal zu erwerben wäre.

    Viele Grüße

    Frank

  • Hallo liebe Kartongemeinde,

    ich habe ein kleines Problem mit der neuen Blender Version 5.0. Es gibt da das Problem . das das u´"Unfold Tool" verschwendet, wenn es größer ist als die vorgebene Box.. Kann mir da jemend helfen?

    Bitte Bitte

    Thomas

  • Der Rumpf

    besteht wie üblich aus Längs und Querspanten. Da ich den Bananeneffekt vermeiden will, werden die Spanten verdoppelt und zwei Längsspanten eingefügt, das ergibt eine recht stabile Konstruktion. Das ist vielleicht etwas übertrieben, hat sich eigentlich gut bewährt.

    ein langer Stringer auf beiden Seiten, stellt die Fläche für die Terrassen und die Aufnahme der unteren 15 cm Batterie zur Verfügung

    die Bordwände sind durch die Kasematten recht kompliziert, die Einhausung der 15 cm Geschütze ist nicht einfach, die zurückgesetzten Wände der Terrassen sind im Übergang zur Bug und Hecksektion schwierig zu Konstruieren.

    zum Schluss kommt das Hauptdeck, das eine für diesen Schiffstyp typische Form aufzeigt

    ich hoffe es ist von Interesse, wenn ich zeige. wie ich ein Modell konstruiere und aufbaue

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Es geht weiter,

    der Bug der Wittelsbachklasse kragt ziemlich weit aus. Mit den Seitenlinien der Querspanten lässt sich mit Rhino problemlos eine Fläche auf diese Linien aufziehen, aber !!! leider kann man diese Fläche nicht abwickeln, weil sie doppelt gekrümmt ist. Also unbrauchbar.

    aber man weiß ja sich zu behelfen. die Seitenlinien der Spanten werden in drei gleiche Teile zerlegt, die Trennpunkte durch gerade Linien verbunden. Jetzt lassen sich drei Streifen konstruieren die nur in einer Richtung gekrümmt sind und sich problemlos abwickeln lassen. Man sieht dass die Streifen ihre eigene Form haben, einfach drei gleiche Streifen zusammen fügen funktioniert nicht.

        

    Die Aufbauten auf dem Hauptdeck bekommen ihr eigenes Spantengerüst, das den Unterbau für das Aufbaudeck darstellt. Klaus hat mir dankeswerter Weise einige Bilder der Wittelsbachklasse zu Verfügung gestellt, der Bauzustand ist wohl kurz vor dem Krieg zuzuordnen, es sind einige Änderungen zu erkennen, die ich wohl übernehmen werde.

    Es sind jetzt alle 18 Geschütze des 15 cm Kalibers an Bord. Bei diesem Schiffstyp des Einheitslinienschiffes war wohl noch das Marinedenken aus der Segelschiffära am Werk, schön in Linie fahren und sich gegenseitig mit einem Hagel aus den 15 cm Batterien eindecken.

    LG

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Hallo Jan,

    wie immer , kommt drauf an was besser funktioniert, Fläche aufziehen an einer oder zwei Leitkurven. Auch mache ich mir die Mühe eine möglichst gleiche Anzahl von Kurvenpunkten zu erreichen, das Ergebnis sieht sauberer aus.

    LG

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Hallo Wolfgang,

    die Fortschritte sehen prima aus !

    In den 1890er und wohl auch noch frühen 1900er Jahren ging man noch von geringen Gefechtsentfernungen aus, daher machte die Vorstellung, den Gegner mit einem Geschosshagel mittleren Kalibers zu überschütten und seine Aufbauten in einen (brennenden) Trümmerhaufen zu verwandeln, Sinn. Die schweren Geschütze hatten eine vergleichsweise lange Ladezeit (konnten zunächst nicht in jeder Position nachgeladen werden). Bei der Wittelsbachklasse ist man deswegen auch bei der Hauptari im Kaliber auf 24cm runtergegangen - die 24er schossen bedeutend schneller.

    Die Nachtgefechte zwischen IJN und US-Navy im Zweiten Weltkrieg unterstreichen, was man auf geringe Entfernungen mit Geschützen mittleren Kalibers für Verheerungen anrichten kann.

    VG

    Zaphod