Meine Projekte am CAD Zeichentisch

  • Damit keine Langweile aufkommt, beschäftige ich mit dem Zeichnen und Konstruieren zweier Modelle, natürlich wieder Schiffe der Grauen Flotte. Einmal endlich die Breslau in der Ausführung kurz vor dem Untergang, also nach div. Umbauten und Umrüstung auf 15 cm Geschütze. Das zweite Modell ist die Tirpitz. Warum die Tirpitz? Die gibt es doch schon öfter! Einfach weil es Spaß macht den gewaltigen Zossen virtuell auferstehen zu lassen und ich möchte ein Modell haben, das meinen Ansprüchen an Detailierung und Aussehen genügt. Ich habe mein Vergnügen damit Pläne zu wälzen, Bilder zu suchen, Pläne mit den Bildern zu vergleichen und diese daraus gewonnen Erkenntnisse in die Modelle einfließen zu lassen.


    Herzliche Grüße

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Hallo Wolfgang,


    schön mal wieder von dir zu hören.

    Das sind tolle Projekte die du dir vorgenommen hast. Auch mir macht es unheimlich Spaß sich mit den Vorbildern zu beschäftigen. Nicht nur mit den Details sondern auch mit der Geschichte.

    Mit besten Grüßen


    Andreas Paul

  • Servus Vornamensvetter,


    die Breslau klingt gut!

    Da rennst du sicher etliche offene Türen ein!

    Als amtsbekannter Kakanier, wäre mir die Mobilmachungsversion August 14 (12x10,5er) wesentlich sympatischer.

    Könntest du dir diese Version als alternative Konfiguration vorstellen?


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Servus Wolfgang!


    "Es geht immer noch besser", und "glücklicher" Rentner!

    Diese zwei wenigen Worte haben mich tief im Herzen angesprochen.


    Natürlich auch Deine Arbeit mit der 3D-Konstruktion der schönen Schiffe.

    Und genau wie bei Dir ist auch für mich die Verbindung des Kartonbaus mit meinem Beruf und anderen Hobbies entscheidend für den Spaß an der Sache.


    Vor allem was man da beim Suchen im Internet nach und nach an alter Geschichte und bewundernswerter Kultur zu sehen bekommt ist phänomenal. Man kommt vom Einen zum Anderen, findet die unglaublichsten Zusammenhänge und lernt mehr als in 13 Jahren Schulbesuch.


    Herzliche Grüße aus der sonnigen Ukraina

    Hanns

  • die Breslau im ursprünglichen Zustand


    Da ich bei der Konstruktion der umgebauten Breslau doch auf einige Probleme gestoßen bin, habe ich die Breslau im ursprünglichen Zustand gezeichnet, da hier die Bilder und Planlage deutlich besser ist. Nebenbei bemerkt, was da einem als Breslau angeboten wird ist schon merkwürdig. Die Breslau ist ein Zwischenschritt und zeigt Merkmale der älteren Kreuzergenerationen und weist mit vielen Merkmalen in die Zukunft ( Wiesbaden ). Das digitale Modell ist noch nicht ganz fertig, zeigt aber schon im wesentlichen alle Merkmale des Kreuzers.


    Herzliche Grüße

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Hallo Wolfgang,

    das hört sich ja gut an, warte ich doch schon seit gefühlten Jahrzehnten auf neue Graue der Kaiserlichen Marine.

    Und dann die Breslau, ein Vierschornsteiner, super !!

    Gruß Harald Steinhage

  • Etwas Handwerkliches,


    nachdem das digitale Modell seiner Vollendung entgegengeht, sitze ich seit ein paar Wochen am meinem kleinen Arbeitsplatz ( im Wohnzimmer ) und verbaue die vielen gezeichneten Teile zum Modell der Breslau. Es ist ein elegantes Schiff mit seinen 4 geneigten Schornsteinen und den schlanken Linien, die haben früher doch sehr viel Wert auf ein schnittiges Erscheinungsbild gelegt. Der vordere Mast und die Kamine haben eine Neigung von 2 Grad, der hintere Mast eine Neigung von 4 Grad. In der Literatur wird die Magdeburgklasse schiffsbautechnisch als sehr gelungen geschildert. Einzig die Bewaffnung mit den 10,5 cm Geschützen steht in der Kritik und war wohl auch nicht mehr Zeitgemäß, ist später auch bei allen Schiffen dieser Klasse geändert worden ( 8 15 cm Geschütze ).


    Herzliche Grüße Wolfgang


            



     

    Es geht immer noch besser.

  • Was ist das für eine seltsame Waffe vor dem ersten Schornstein?

    Siemens Luftbohrer gegen Tiefflieger🤪?

    Statt eines schnöden Ankers bohrt sich damit das Schiff in einer Wolke fest; die seinerzeit neueste Erfindung von Willi II.

    Im Bau: MS WILHELM GUSTLOFF, 1:250



    Aufwachen - es ist 5 vor 33...

  • Moin Wolfgang,

    im Voraus schon mal vielen Dank!

    Warum? Weil ich als echter Amateur am Herumdoktern bin, die Magdeburg für das SeaWarMuseum in Thyboron/DK zu bauen. Bloß viel brauchbare Zeichnungen hatte ich noch nicht gefunden - ich hatte vor, einen 3Schornsteiner umzumodeln, ihm auch noch ein Minenlegeheck zu verpassen, und . . . . fertig.:D! Hätte sowieso keiner bemerkt. Und nu bist Du die Rettung!

    Warum gerade die Magdeburg? Weil der Museums"besitzer" gerne Ausstellungstücke haben würde, die zeigen durch was der WWI nachhaltig beeinflußt wurde. Dazu gehört die Versenkung der Magdeburg mit Geheimpapieren, die die Russen geborgen haben und den Engländern übergeben haben. So wußte das Empire jeden geplanten Schritt der Hochseeflotte.

    Übrigens: im SeaWarMuseum sind schon 5 Kartonmodelle ausgestellt, auch die Wiesbaden von Dir!

    Gruß aus dem hohen Norden

    Ralph

  • Hallo Wolfgang,


    gute Idee das mit den Bohrer zum ausrichten.

    Bei der Wiesbaden habe ich mir dafür extra ein Alu-Rundprofil passend gedreht.


    Hallo Ralph,


    habe in Jabietz seinen Blog die Bilder vom Museum gesehen. Da haben die Modelle einen sehr schönen Ausstellungsplatz gefunden. :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Gut das es noch ein Museum gibt was so etwas zu würdigen weiß.

    Mit besten Grüßen


    Andreas Paul

  • Der Kleine Kreuzer Breslau ist fertig,


    durch die gegenwärtigen Umstände, die einem doch etwas unmotiviert werden lassen, hat sich das Projekt Breslau hingezogen, jetzt aber endlich ist es abgeschlossen.

    Das Modell ist sehr filigran geworden und beanspruchte meine Modellbaufähigkeiten bis zum Anschlag. Sehr hilfreich war mein kleiner Lasercutter, den ich sehr zu schätzen weiß, ein wirklich fleißiger Helfer, der, wenn man die vielen kleine Kniffe raus hat, sehr gute Ergebnisse abliefert.

    Das digitale Modell entsteht im Wechselspiel mit dem wirklichen Modell, denn manche Teile die man am Bildschirm konstruiert, funktionieren in der realen Welt nicht so gut, da müssen dann andere Lösungen her.


    herzliche Grüße

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    sehr schön geworden. :thumbsup:

    Einer von den Kaisers Vierschornsteinern fehlt noch in meiner Sammlung.

    Wäre schön wenn es davon einen Bogen geben würde.

    Mit besten Grüßen


    Andreas Paul

  • Doch, etwas ist hinzuzufügen:


    Liebes Christkind!


    Da ich heuer ganz besonders brav war, bring mir bitte den Bogen der Beslau in 1:250, mit Detailsatz.


    Dein kleiner Wolfgang.


    Oder weniger Jahreszeitkonform:


    WILL HABEN!


    Einfach ein schönes Modell.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Arbeiten an der Tirpitz


    Meine Zeit verbringe ich momentan mit der Konstruktion des Kamins der Tirpitz, einem wirklich enorm aufwändigen Konstrukt. Die Kamine der Bismarck und Tirpitz sehen auf den ersten Blick ziemlich gleich aus, sind aber wirklich sehr unterschiedlich. Bei der Durchsicht der div. angebotenen Pläne und Modelle findet sich deswegen auch auch ein schönes Durcheinander aller möglichen Fehler und Verwechselungen. Aber zum Glück gibt es ja noch Fotos, nach denen man arbeiten kann, also schaut man sich die Bilder sehr oft an und findet nach dem X ten mal immer wieder neue Details die man vorher nicht erkannt hat. Das ist eine Beschäftigung die ich gerne mache und mehr Lösungen findet als nach irgend einem Plan zu konstruieren. Zum Beispiel die Flugzeughallen neben dem Kamin. Meine Arado entspricht genau den Abmessungen der technischen Zeichnungen, muss also in die Halle passen. Die Hallen der Bismarck von Peter Brand sind einfach zu klein, da geht kein Flieger rein, es fehlt nicht viel, aber doch zu klein. Bei den schwenkbaren Schutzhauben der Scheinwerfer am Kamin findet sich bei den verschiedenen Modellausführungen auch sehr viele Ungereimtheiten, wird Tirpitz und Bismarck schön verwechselt. Zum Schluss noch ein paar Bilder.


    Herzliche Grüße

    Wolfgang   

       

    Es geht immer noch besser.

  • Der Kleine Kreuzer Breslau ist fertig,


    [...]

    Ein wirklich tolles Modell. Sowohl in digital als auch "zum Anfassen". Top! :thumbup:


    Welche Pläne wurden als Grundlage genommen bzw. bekommt man mittlerweile ein Kartonmodell? Oder kann man evtl. sogar das CAD Modell erwerben?



    Der Hintergrund meiner Frage ist wie folgt:

    Ich möchte gerne die SMS Stralsund bauen. Nicht aus Karton, sondern mit Holzrumpf als Stand- oder Fahrmodell.

    Momentan bin ich an dem Torpedoboot "Wolf" (1927) dran. Dabei habe ich das Modell von GPM als Grundlage genommen und anhand der Spanten einen Rumpf aus Holz gefertigt. Die Aufbauten übertrage ich aus dem Kartonmodell in ein CAD Programm und "baue" dort die Einzelteile zusammen. Im Nachhinein erfolgt ein maßstäblicher Ausdruck mit einem 3D-Drucker.


    Mit einem fertigen CAD Modell bräuchte man lediglich die Spanten vom Rumpf. Die Einzelteile kann man sich virtuell ausschneiden und entsprechend drucken.


    Gruß Dominic

  • Die Emden 3


    Nachdem ich stolzer Besitzer der aktuellen Rhino Version 7 geworden bin, habe ich mit diesem Programm eines meiner Lieblingsschiffe, die Emden 3 gezeichnet. Ich will ja keine Reklame für Rhino machen, aber die Rhino Version 7 hat wirklich viele gute und fortschrittliche Zeichenbefehle. Auch der Renderer ist mächtig erweitert worden.

    Bei der Konstruktion der Emden 3 habe ich viele Modelle und Bilder, Dank dem Internet, betrachten können und bei den Modellen leider feststelle müssen, dass viele Modelle nur entfernte Ähnlichkeit mit dem Orginal haben, dass fand ich dann doch etwas enttäuschend.

    Mein Modell ist bestimmt nicht fehlerfrei, aber bestimmt eine der besten Annäherungen an das Orginal im Zustand der späten 1944er Jahre. Auch stimmt die Farbgebung nicht,

    das Schiff war ursprünglich traditionell hellgrau/dunkelgrau gestrichen, dann im Krieg dunkel Eisengrau mit weißen Bug und Heckspitzen, 1944 dann ein durchgehendes mittleres Grau.


    MG

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Moin, moin Wolfgang,


    deine EMDEN sieht super aus :thumbup: ! Vor allen Dingen der wohl dargestellte letzte Rüststand hat was......die Farbgebung sieht sehr sauber und geschliffen aus, könnte ich voll mit leben. Gegen Kriegsende gab es wohl nur noch sporadische Farbarbeiten.....


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Wolfgang,

    da hast Du ja sehr schöne Modelle in der Pipeline. Ich hoffe, daß alle bei den Mannheimern als Bögen realisiert werden.

    LG

    Kurt

    Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
    Laotse

  • Die Emden 3 in verschiedener Farbgebung


    Das dunkel Eisengrau mag historisch korrekt sein, ist für ein Modell aber wenig geeignet, die dunkle Farbe verschluckt die vielen feinen Details, ist halt eine Tarnfarbe.

    Zum Ende des Krieges war die Emden durchgängig in einem mittleren Grau angestrichen laut dem Buch " Anstriche und Tarnabstriche der deutschen Kriegsmarine " vom

    Bernard & Graefe Verlag.

    Die Änderungen am gezeichneten Modell sind leicht zu bewerkstelligen, man muss nur die Farbparameter ändern, der Vorteil einer in digitaler Form gespeicherten Zeichnung.


    MG

    Wolfgang

    Es geht immer noch besser.

  • Hallo Wolfgang,

    ich stimme Dir zu, daß die Details bei dem helleren Grau wesentlich besser zur Geltung kommen.

    LG

    Mainpirat

    Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
    Laotse

  • ein erstaunlicher Fund


    im Marinearsenalheft Nr. 33 habe ich beim Durchblättern einige Bilder der Emden, aufgenommen im Herbst 44 im Oslofjord und Pillau. Auf den Bildern erkennt man die Umrüstung der Emden. Es wurden die alten 8,8 cm Flakgeschütze gegen 10,5 cm SK L 45 Geschütze in Mittelpivotlafette C 32 ersetzt, es kamen 3,7 cm Flakgeschütze, vermutlich 3,7 cm Flak M42 an Bord, die Torpedozwillinge wurden durch Drillingssätze ersetzt. Gut erkennen kann man die Umrüstung der 15 cm Geschütze auf die neuen TBK L48 C36 wobei die Schutzschilde stark nach denen auf den Schweren Kreuzern verwendeten Schutzschilde aussehen. Leider kann ich keine Bilder aus dem Marine Arsenal, wegen der ungeklärten Urheberproblematik, einstellen. Der Podzun-Pallas Verlag ist dazu auch noch Insolvent. Aber es macht einfach Spaß, Unterlagen und Bücher durchzuschauen, im Internet nach Infos zu suchen und sich ab und zu über neue Erkenntnisse zu freuen, auch wenn es sonst keinen Menschen interessiert ( siehe obigen Beitrag ). Ich habe meine Erkenntnisse in mein digitales Modell eingearbeitet, siehe die Bilder


    Liebe Grüße

    Wolfgang       


                

  • Moin Wolfgang,

    Aber es macht einfach Spaß, Unterlagen und Bücher durchzuschauen, im Internet nach Infos zu suchen und sich ab und zu über neue Erkenntnisse zu freuen, auch wenn es sonst keinen Menschen interessiert

    ... Du bist ein Bruder im Geiste; nein, also mich ihteressiert speziell die EMDEN - in der Ausführung als Schulkreuzer mit den wohl meisten Auslandsreisen. Sicherlich haben die letzen Umbauten zu mehr "Wumms" geführt, um einmal einen unsäglichen Politiker als Vorlage zu nehmen. Ich habe mich auch mit diesem Projekt beschäftigt und einiges aus privaten Sammlungen gefördert und bekommen. Solltest Du an eine Version vor dem mörderischen Kriege denken, könnte ich sicherlich ein wenig mehr beisteuern?

    Ich bin ja auch mit meinen Zeichnungen jenseits des Interesses ...

    Gruß

    kartonskipper

  • Hallo Jahrgang 51


    erst einmal Chapeau für Deine Mühen!

    Was ist eigentlich aus Deiner modifizierten Gneisenau geworden?

    Wird sie gedruckt?


    @ Kartonskipper


    beziehen sich Deine Andeutungen hinsichtlich der Emden 3 auf den in der Literatur angedeuteten Umbau des Schiffes mit vier 15cm Doppelltürmen am Vorabend des II. Weltkrieges?


    Ich wünsche Euch Beiden noch viel Spaß beim Konstruieren

  • Zwei Betrachtungen über Rümpfe


    Aus Interesse habe ich den Rumpf der Graf Zeppelin konstruiert und musste dann doch das können der damaligen Konstrukteure bewundern. Um eine stabile Schwimmlage zu

    erreichen wurde der Rumpf unsymmetrisch berechnet und konstruiert. Die Steuerbordaufbauten belasten das Schiff einseitig und müssen Backbordseitig kompensiert werden.

    Auch die recht merkwürdige Anordnung der vorderen Geschützbatterie ist recht ungewöhnlich.


          


    Der Rumpf der Linienschiffe der Deutschlandklasse ist ein ganz anderes Kapitel. Erinnert mehr an eine alte Festung mit ihren Kassamatten und Erkern, sieht aber irgendwie gut aus


          

    Viele Grüße Wolfgang

    Es geht immer noch besser.