Carpathia - ein schönes Modell. JSC, 1:250

  • Ich habe mich jetzt der CARPATHIA zugewandt. Nachdem ich die WARATAH abgeschlossen habe (ohne Baubericht), habe ich mich an ein JSC Modell gewagt.



    Der Titel ist sehr emotionalisierend und die Modellfotos vielversprechend


    Als ich anfing das Modell - bzw. den Bogen - zu lesen, war ich beeindruckt wie unterschiedlich JSC und HMV an die Konstruktion herangehen. Einerseits das Mittel- und Querspantenmodell und andererseits ein Rumpf-in-Modell. Mir fällt kein anderer Begriff dafür ein. Mit LC-Schnitt ein Heckgerippe und eine Bodenplatte.

    Alles passgenau und gut zu verarbeiten


    Die Teile sind alle sehr groß aber vielleicht habe ich auch nur den Eindruck weil meine bisherigen Modelle eigentlich eher klein waren. Ich habe die WARATAH im Vergleich davor gestellt.

    Ein Größenvergleich


    Das Problem was sich für mich ergibt ist eigentlich sehr komplex:

    Das Modell ist sehr einfach vom Entwurf herund es entsteht sofort der Wunsch ein wenig zu supern. Ich bin darin aber nicht so sehr gut und ein zentraler Punkt ist bisher bei mir das Briefumschlagfensterpapier für die Bullaugen - macht Tiefe und glänzt. Mit dem Innenrumpf dahinter geht das nicht, weil da direkt weißer Karton ist.


    Hat da jemand mit so etwas Erfahrung und kann mir raten?


    Die schwarzen Markierungen sind für die Einstiegsluken und Stöße der Bordwandteile.


    Für mich kommt dann die Frage hoch: welchen Kleber verwende ich für die Bordwände auf dem Innenrumpf? Es darf nicht zu wässrig sein wegen der Wellen. Aber auch ein wenig Zeit zum "Schieben" sollte sein. Hat jemand eine Idee?


    Jetzt erst mal eine kreative Pause


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin Dirk,


    zu deinen Fragen antworte ich mal so:

    Verglasen von Bullaugen geht auf unheimlich viele verschiedene Arten, angefangen von der Fensterfolie von Briefumschlägen, Tesafilm, Acetatfolie oder dünner PVC Folie. Es geht auch mit Micro Kristal Klar :


    Zum Verkleben der großen Fläche solltest du tunlichst keinen Weißleim nutzen, hier kannst du mit Uhu FF schwarz gut arbeiten, ggf mit etwas Aceton verdünnen, dann ist die Offenzeit etwas länger.


    Viel Spaß an der Carpathia. Mein Tip: lass die Bullaugen so wie sie sind und gewinne erst einmal Erfahrungen beim Bau der größeren Schiffe.


    LG

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Moin Dirk!

    Robi hat da in jeder Hinsicht Recht, mit der Verglasung (ich nehme Folien für Tageslichtprojektoren, die mit Laserdrucker bedruckbar sind; Tinte auf Folie ist mir nicht deckend und nicht haltbar genug),wie auch mit der Flinken Flasche für den Rumpf und mit der Überlegung, ob Du das wirklich mit einem großen (und teuren) Modell zum ersten Mal ausprobieren willst; mit "vertanzten", fransigen oder unterschiedlich groß geschnittenen Löchern kannst Du einen Rumpf ganz schnell ruinieren. Wenn Du es machen willst, würde ich mir die Höhe der Bullaugen ausmessen und mit Edding, CD-Marker oder einem ähnlichen nicht-wasserbasierten Filzstift schwarze Streifen auf den Innenrumpf malen; die Außenhaut ist auch schwarz, da scheint nichts durch, und wenn die Folie drüber ist, sieht nur ein sehr genauer Betrachter vielleicht den Unterschied zu echten Löchern. Zum supern gibt es auch noch andere Möglichkeiten; für die vielen massiven Bordwände Schanzkleidstützen zB. innen aufs Deck setzen. Wo keine Bordwände sind, Relinge einsetzen (Lasercuts sind günstig und leicht zu verarbeiten, Photoätzteile dafür deutlich filigraner und robuster - mache sagen auch "widerspenstig"...), Ankerketten, und vielleicht auch noch über das JSC-Angebot nachdenken, die Lüfter als Resinteile zu kaufen; auf den Bildern auf dem Umschlag sehen sie m. E. deutlich besser aus als alles, was ich in der Hinsicht bisher bauen kann.

    Toitoitoi, ich bin gespannt!

    Heiner

  • Moin Dirk,

    schönes Projekt, da schaue ich gerne zu.

    Du kannst mal versuchen, Deine Brieffenster- Bullaugen nach dem Einbau mit dunkelgrauer, oder schwarzer Farbe

    auf der Rückseite zu färben. Man kann dann nicht mehr durchsehen und der Glanz bleibt auf der

    Vorderseite erhalten. Ich nutze dazu einen Stift von Faber-Castell, den Pitt Artist Pen.

    Einfach mal versuchen, viele Wege führen zum Ziel und wenn mal was nicht so gut klappt,

    dann klappt es beim nächsten Modell.

    Das ist halt Kartonmodellbau und eben kein Lego.


    Gutes Gelingen noch,

    Andreas

  • Hallo Zusammen,

    danke für Eure spontanen Antworten. Sehr hilfreich und informativ.


    Thomas: Nein, die Waratah ist ein kleiner Dampfschlepper aus Australien (HMV hat ihn neu im Programm). Der Liner wäre ein tolles Projekt!


    @Robi: Danke für den Tipp mit UHU FF wegen wasserfrei. Was genau ist das denn? ich habe im Netz nix gefunden.


    Heiner: Danke für die Warnung. Ich bin in die Versuchsphase eingestiegen. Weil der Innenrumpf direkt hinter den Bullaugen ist, ist der Aufwand für eine "artgerechte" Hintermalung der Bullaugen sehr aufwendig und der Effekt sehr gering. Da liegt auch an dem guten Druck mit dem Schatten in den Bullaugen. Vielleicht können die Fotos im weiteren Bericht dazu noch etwas erhellend beitragen.


    Für Heute ist Schluss, Gruß Drik

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Jetzt ist ein Monat um. Es wird Zeit den Baufortschritt zu zeigen. Manchmal schaffe ich nicht einmal eine Winde an einem Abend. Nun gut...


    Mit den Bullaugen habe ich einen Vesuch gemacht. Es gibt im Bausatz "spare parts". Diese habe ich genommen und bei einem die Bullaugen mit "Glas" hinterlegt. Der Unterschied ist nicht zu erkennen. Ich habe darauf verzichtet.

    Die Quadrate sind es! Aber welches ist welches?


    Das Heck ist mir einem Gerippe aus LC-Teilen vorgeformt. Das passt alles sehr gut, aber es ist teilweise sehr umständlich.

    Die noch nicht verklebten Teile sind 4-fach gedoppelt und trotzdem bilden sie keine glatte Auflage für das Achterdeck.


    Das Hecke habe ich wie immer vorgeformt und mit Seidenpapier verklebt und dann montiert. Vielleicht wäre ein Vorgehen nach der Anleitung besser gewesen. Ohne Streiflicht fallen die Wellen nicht so auf.

    Insgesamt ein schönes Heck.


    Der Rumpf passt haargenau und mein Wunsch nach einer Markierung für das Ansetzen der Bordwand wurde erhört.


            


    Nach und nach wachsen Decks und Aufbauten im Verein immer weiter. Das Schiff wird in seiner Größe erkennbar und es bietet sich ein Vergleich mit meinem bisherigen Flagschiff der Augusta Viktoria an. Ich habe die Modelle nebeneinnader gelegt. Die Breite und die Höhe machen letztlich den Unterschied aus. Ich bin auf den Vergleich gespannt, wenn die Ausrüstung fertig ist.

            

    Da fehlt ja noch einiges.


    Hier konnte schon einiges ergänzt werden. Ehrlich gesagt bin ich auf den Schornstein gespannt, der auf allen Bildern einen mächtigen Eindruck macht. Für heute muss es erstmal reichen.


    Gruß aus Hannover

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Sehr schönes Projekt ! Da beide (Augusta V. und Carpathia) noch im Stapel lauern bleib ich da natürlich dran.

    Die Bauart von JSC scheint ja recht speziell.


    Gruß aus Nürnberg

    Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
    (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Moin Dirk,


    das sind doch tolle Fortschritte :thumbup:

    Und Deine "Augusta Victoria" ist super :thumbsup::thumbsup:


    Bzgl. der "Fenster-Verglasung": Ich verwende meist Antistatik-Folie (aus der Verpackung von Computerteilen z. B.). Wenn Du direkt hinter den Fenstern eine weiße Wand liegen hast, kannst Du diese entweder schwärzen oder, wenn Du nur ein paar wenige Fenster darstellen musst, entsprechende Stellen ausschneiden, für mehr Tiefe.


    Viel Spaß weiterhin beim Bau und LG


    Lars

  • Hallo zusammen,

    Ende Juni habe ich versucht einen Spannungsbogen aufzubauen und hoffe nun, dass er gehalten hat.

    Der Schornstein ist so groß, dass ich ihn sofort abgspannt habe, damit er nicht um kippt :). und ich habe die kleine Scheelenkuhlen zum Größenvergleich als "Rettungsboot" dazu gelegt :

         

    Ich glaube die Dimension wird deutlich


    Bei dem Versuch den Schonstein zu runden bin ich auf das Problem gestoßen, dass der Karton sehr fest ist. Ich hab es nicht geschafft ohne "Falten" zu arbeiten und dadurch wurde deutlich, dass die Farbe leicht abreibt. Ich musste den ganzen Schornstein mit angefeuchtetem Farbstift farblich nachbehandeln. Wer genau schaut wird es erkennen.


    Nach und nach kommen nun die Details auf die Decks. Die Winden als meine Angstgegner sind tlw. im LC vorhanden. Der Satz ist jedoch auf weißem Katon und insgesamt sehr sparsam.

    Weiß für Winden führt zwangsläufig zum Anmalen (Schminken). Gut zu sehen die hervorragende Schablone für die Wanten (Es entstehen immer zwei gleichzeitig). Ihr werden das Ergebnis sehen.


    Ich arbeite beim Schminken am liebsten mit Tuschkasten und Pinsel mit möglichst wenig Wasser.


    Hier mal ein Blick auf ein Zwischenergebnis.


    Auf dem Vordeck sehen die Winden dann so aus. Die Poller sind nicht von Bogen sondern ich habe sie aus einen schwarzen Karton gestanzt und aufgeklebt. Das hat echt Punkte in der B-Note gebracht.

    Trotzdem wirkt das Deck noch recht leer

    Erst mit Mast und Ladebäumen wird ein ganzes draus.

    Wie versprochen das Ergebnis der Wanten aus den Schablonen


    Ich habe mich von vorn nach hinten durchgearbeitet und dachte damit werde ich nie fertig.

    Hier sind schon 2 Decks fertig


    aber letztlich hat es doch noch geklappt und das schöne Schiff ist fertig geworden. Erstmal stelle ich ein gesamtfoto ein, damit ihr seht das es stimmt was ich behaupte :-). Einige Details und Ausschnitte kommen im nächsten Beitrag ins Netz. Dabei schreibe ich dann noch einige Erfahrungen mit dem Kartonbogen der Carpathia.



    Und noch einmal das Parallel mit der Augusta Viktoria


    Erstmal Pause weil Bilderzahl und Datenmenge ausgeschöpft ist. Fortsetzung folgt.

    Gruß aus Hannover

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Helmut B.

    Changed the title of the thread from “Carpathia - ein schönes Modell” to “Carpathia - ein schönes Modell. JSC, 1:250”.