MRB 2021 Thread #1 - Teilnehmer (5/5): Wanni, René Pinos, Wurst Blossom, Willi H. und pianisto

  • war ich auch schon am Studieren des selbigen Bogens. Hab

    ausser diesem nämlich gar nichts mehr annähernd französisches im Archiv...

    Bei mir ist es auch nur noch die israelische Mirage von WAK. Die ist baubar (hat Spitfire in diversen Foren eindrucksvoll bewiesen) und sieht mächtig genial aus. Aber für so ein Event muß es richtig schön klischeefranzösisch daherkommen. Eine israelische Lackierung stört da nur, egal wie gut sie aussieht. Wobei, der historische Hintergrund ist gar nicht so unpassend, haben die Franzosen doch schon eh und je den Israelis Militärtechnik zugeschoben. Stichwort Atombombe.

    Die Morane Saulnier von Halinski hingegen sieht richtig gut aus und ist auch kein "böser" Flieger des Vichy-Regimes, sondern wurde von einem polnischen Piloten zur Verteidigung Frankreichs vor unseren überaus zweifelhaften Vorfahren geflogen. Das Problem bei diesem Modell: Ricleite hat im Nachbarforum ein ziemliches Statement hingestellt. Ich möchte, daß meine M.S. 406 genauso gut aussieht. Und ich weiß auch schon gleich von Anfang an, wie utopisch dieser Gedanke ist:pinch:

  • Während die Flugzeugbau-Entscheidungsneurosen lustig vor sich hin reifen, habe ich auf der Autobaustelle noch ein paar Fakten geschaffen. Das ist mal wieder so ein Modell, das eindeutig beweist, daß Teilezahl und Schwierigkeitsgrad auf gar keinen Fall in proportionalem Zusammenhang stehen. In die hier gezeigten Bauteile sind mehrere Stunden Bastelarbeit nebst drei Litern Modellbauerschweiß geflossen. Teil Nr. 33 mußte zweimal gebaut werden, weil ich da zuerst eine Biegung nicht kapiert habe. Glücklicherweise sind die Teile der Motorabdeckung im Bogen doppelt vorhanden, in weiser Voraussicht des Konstrukteurs:thumbup:




    Die Abdeckung ist jetzt nur zu Ansichtszwecken draufgelegt. Präzisions- und symmetrietechnisch ist das immer noch wunderbar in Ordnung. Aber heftig schwierig, das Ganze. Warum mache ich mir eigentlich ins Hemd beim Gedanken daran, einen kniffligen Halinski anzuschneiden?(

  • Ricleite hat mit jedem Flieger noch ein Statement hingestellt...

    Ich will aber auch so geil bauen:cursing:Man muß sich halt hohe Ziele stecken, sonst wird man am Ende nie in ausreichendem Maße von sich selbst enttäuscht sein:cool:



    Bevor es bei Halinskis losgeht, mußte ich noch ein Bißchen im VerpackungsG schmökern habe ich mich nochmal der ProArte-M.S. 406 gewidmet. Nicht, weil ein Weiterbau großen Sinn machen würde, sondern um mir noch ein Bißchen grundlegende Kenntnisse zur Form des Flugzeuges anzueignen, bevor ich ein "richtiges" Modell baue. Die Klebelasche vor der Cockpitsektion taucht in keiner Skizze auf, ich habe sie erst heute im Bogen gefunden. Konnte aber problemlos nachinstalliert werden:



    Die Paßgenauigkeit der Teile zueinander ist eigentlich gar nicht so doof. Im Grunde ist das ein baubares Modell. Was mir allerdings so richtig schön den Magen umdreht, zeigt das nächste Bild nochmal in einer unschönen Nahaufnahme:



    Ist das ein guter Zeitpunkt, um das Ding wegzulegen und zum Halinski zu wechseln? Ich würde sagen: "Aber latürnich8o"


    Aber vorher...


    läuft da ja noch ein Rennwagenprojekt:whistling:Der Motorhaube nächste Teile. Die hintere Verkleidung ist doppellagig und von innen schön geschwärzt. Das Endergebnis ist ein Bißchen grenzwertig, weil es mir nicht gelungen ist, die Geschichte so ganz ohne Spaltmaße umzusetzen:




    Das MRB-Format kommt meiner Vorliebe, stets mehrere Projekte durcheinander weg zu bauen, sehr entgegen, wie ich finde:thumbsup:


    Gruß,


    Daniel.

  • Moin Daniel,

    Das MRB-Format kommt meiner Vorliebe, stets mehrere Projekte durcheinander weg zu bauen, sehr entgegen


    das finde ich sehr erfreulich. Mir tut mehr oder weniger ungezwungene Abwechslung zu meiner Überraschung auch sehr gut. Möge dieser Zustand lange anhalten und viele Nachfolger finden.


    Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und interessante Erkenntnisse.

    Gustav

  • Hi Daniel,


    Deine Formel 1 Renner kann ich nur bewunden, sieht super aus.


    Bei den/m Flieger(n) hätte ich ein paar Ratschläge für dich. Du hast ein paar Hundertstel zuviel Spantenumfang. Die Verstärkungsteile und speziell die aus LC Sätzen sind heutzutage sehr passgenau und müssen deshalb in jedem Fall ordentlich, der Rumpfform folgend verschliffen werden. Mein Motto ist auch, so wenig Klebstoff als möglich zu verwenden! Aber gut Vorformen und mehrfach trocken anpassen ist auch ganz wichtig, dadurch hast Du weniger Spannung im Bauteil.


    Nur só vom Pinó...

    So langsam geht's mir wie dem Virus...

    Ich brauch dringend einen Wirt!

  • René Pinos: Danke für den Ratschlag:thumbup:Die dekadenten zwei Millimeter Grafikversatz kriege ich damit aber auch nicht wegoptimiert:PDie Geschichte mit dem Spantengerüst verschleifen habe ich auch in der Textanleitung der M.S. 406 von Halinski gelesen. Ehrlich gesagt versetzt mich das ein Bißchen in Unbehagen, weil auch schnell mal ein Mü zu viel weggeschliffen ist, was dann wieder andere Probleme verursacht:pinch:Drumherum werde ich aber nicht kommen. Am Rumpf der Airacobra sollte auch geschliffen werden. Ich habe das mal großzügig ignoriert, was im Ergebnis dann leider leicht "beulig" daherkommt.

    Die Spannung im hinteren Rumpfsegment hatte ich auch mit ausgiebigem Vorformen und mehrfacher Trockenanprobe noch drin. Vielleicht wäre Schleifen da das Mittel der Wahl gewesen. Eher wahrscheinlich, sogar. Es wird also Zeit, sich mit ein Bißchen risikobehaftetem Neuland zu beschäftigen:S


    Gruß,


    Daniel.

  • Und damit startet jetzt der zweite Versuch, eine französische Morane Saulnier 406 zu bauen, diesmal mit einem erwiesenermaßen baubaren Modell, das einem allerdings in Sachen Schwierigkeitsgrad gehörig die Ohren rauchen läßt8|


    Zunächst Bogen und Lasercut. Das sieht so aus, den Detailsatz habe ich schon katalogisiert:



    Anleitungstechnisch gibt es Skizzen, Skizzen und nochmal Skizzen. Zusätzlich habe ich die Textanleitung gescanned, ausgelesen und mit DeepL übersetzt:



    Zunächst noch ein Wort Bild zur lustigen Fortsetzungsgeschichte "Halinski und Lasercut":cursing:



    Und dann ging's auch schon lustig ans Bauen. Der Unterschied beim Spaßfaktor zwischen "Modell bauen" und "Halinski bauen" liegt mutmaßlich darin, daß Halinski-Modelle in pedantischer Weise strategisch durchgeplant sind. Man muß einfach nur darauf achten, den Schwierigkeitsgrad zu bewältigen und so präzise wie möglich bauen. Als Beispiel zeige ich hier mal die superfiligranen Seitenteile des Cockpits, die beim Halinski hochgradig nutzerfreundlich veranlagt sind, während ich bei der ProArte M.S. 406 in diesem Bereich ohne angemalten Lasercut schlichtweg überhaupt keine Chance gehabt hätte.



    Der derzeitige Stand:



    Ich glaube, es wird ein Spantenmonster. Man beachte nur, wie die beiden Fußraum-Beulen ins Spantengerüst reinkonstruiert sind. Großes Kino ist das:thumbup:


    Gruß,


    Daniel.

  • I think it will be a frame monster. Just note how the two footwell dents are built into the frame structure. That's great cinema: thumbup:

    Wurst Blossom


    Daniel,


    Your MS 406 looks great. I will keep my eyes on your report.

    You might want to be careful on the connection parts for a vertical stabilizer, landing gear bays and the front end curvatures.

    I hope that the attached photos would be helpful to you.


    It was tricky to put 4 parts together and connect them to the fuselage.



    I used a guide ring when I assembled the top and ring part of landing gear bays to align them.

    (Unglued and later removed after # 4)



    The front top end has a wave curvature and

    I don't think I got it.



    Cheers !!!


    Seo by the Bay

    Edited 3 times, last by Seo ().

  • Seo: Thanks for the Pictures. Long before doing the first Cut, I just knew that this Model will be much more complicated than it originally looks8|We'll see what happens. Your Guide Ring is a very cool Idea. I looked at it and thought about using a "Hose Clamp" (as Google Translate told me?() for this...


    Und weil es der Halinski mal wieder böse in sich hat, mußten wieder mal ein paar Teile ans "Entspannungsmodell" geklebt werden. Als nächstes kamen die vorderen unteren Seitenkästen ans Hinterteil und zusätzlich habe ich schon mal das Getriebe geklebt:



    Weil da so große, labberige Flächen drin sind, habe ich mal die Nummer mit dem Zeitungspapier ausprobiert. Verklebt wurde dieses selbstredend mit flinker Flasche. Was die ganze Nummer taugt, wird sich aber erst ganz am Ende nach dem Klarlack zeigen. Ich finde aber, ein Bißchen zusätzliche Stabilität ist schon spürbar. An der Bodenplatte habe ich mit Ein-Millimeter-Pappe verstärkte Klebespanten angebracht. Ursprünglich sollte hier absolut alles mit Klebelaschen geregelt werden... Aber manchmal schießen die Tschechen mit ihrem Klebelaschenabsolutismus auch etwas übers Ziel hinaus:D

    Im Folgenden wurde die Bodenplatte für die Karosseriemontage vorbereitet. Hinten an den Seitenkästen habe ich aus dem zusätzlich im Bogen vorhandenen Ersatzteil noch eine verstärkte Platte gebaut. Das war mir im Ursprungszustand deutlich zu labberig.



    Und dann, erst das Vorderteil drauf, dann das Hinterteil dran:



    In Sachen Paßgenauigkeit ist das bis jetzt richtig genial:thumbsup:Wenn man drei derart riesige Bauelemente mit ein paar handgesägten Spanten und diversen Markierungen zusammenschustert, dabei einfach mal überhaupt keine Spaltmaße hat und die Geschichte dann auch noch plan auf dem Tisch steht und eine gute Figur macht... Dann hat der Konstrukteur auch seine Hausaufgaben gemacht:thumbup:Hoffentlich geht das so weiter8o


    Gruß,


    Daniel.

  • Wer baut denn hier schon wieder so komische halbeckige Rennwagen:?::?::?:


    Halinski gibt's heute:!:


    Zunächst ein Bißchen "Gedöns" in Vorbereitung weiterer Bauschritte:



    ...und dann die linke und die rechte Seite des Cockpits:



    Jetzt wird's dann aber richtig knifflig, weil um Pilotensitz und Steuerknüppel herum mit diversesten Drähten hantiert werden muß. Dazu muß ich jetzt erstmal ein Bißchen in den Bauberichten meiner Vorbastler etwas "herumschnüffeln":cool:


    Gruß,


    Daniel.

  • Die monetarisierten Arroganzkartoffeln haben verloren:thumbsup:Gegen das Land unserer derzeit größten und einzigen Modellbauvorliebe8oAch, wie schön ist Deutschland-Bashing:cool:


    Damit vor Freude niemand aus dem Sitz hochgeht, habe ich mal sicherheitshalber ein paar Anschnallgurte eingeklebt:



    Bei den Fußpedalen habe ich dann eine fortgeschrittene Fummelei veranstaltet, die den mentalen Sicherungskasten ernsthaft in Gefahr bringt:pinch:Das sind dünne Drähte, umwickelt mit filzstiftgegrautem Zigarettenpapier... aus französischer Herstellung, übrigens. Wir müssen hier ja schließlich beim Thema bleiben:DIm Anschluß habe ich die senkrechten Drähte mit Weißleim auf den waagerechten fixiert. Hochgradig wacklig, das Ganze und das Grau ist auch meilenweit daneben. Dafür sind die Teile aber am Ende sehr unsichtbar ganz unten im Cockpit vergraben und eignen sich somit hervorragend, um direkt in der Praxis ein Bißchen mit überdrehten Bautechniken herumzuexperimentieren, ohne sich gleich das Modell zu verhageln:whistling:


    Gruß,


    Daniel.

  • ...und noch zwei Tage lang weiter in den "Innereien" herumgewühlt:





    Alle verbauten Drähte sind mit ergrautem Zigarettenpapier umwickelt. Das senkt den Schwierigkeitsgrad ungemein, weil man das Zeugs auf diese Weise dann doch sehr anständig verkleben kann. Besonders elegant kommt das leider nicht rüber, aber so ist es für mich wenigstens baubar.

    Noch ein Wort zum Steuerknüppel: Dieser ist, gemäß Bauanleitung, einfach als ein geschwungenes Stück Draht vorgesehen. Wenn man aber "MS 406 Cockpit" googelt, landet man überwiegenderweise auf dem Pilotensitz der restaurierten Schweizer Maschine und schaut auf einen Steuerknüppel mit schwarzem Handgriff und Knöpfchen obendrauf. Also wurde das, mittels Acrylfarbtunke, möglichst originalkonform umgesetzt. Jetzt noch das Armaturenbrett und dann ist tatsächlich schon das Cockpit fertig8o


    Und dann habe ich noch das hier gefunden:


    https://www.airplane-pictures.…e-morane-saulnier-ms-406/


    Das ist nicht ganz die von Halinski umgesetzte Maschine, kommt aber designtechnisch schon stark in die Nähe des Modelles. Allerdings sind die Auspuffe einmal komplett anders gestaltet. Vielleicht hat da ja irgendjemand einen Zweit- oder Drittmotor mit abweichenden Abgasableitungen reinmontiert?(


    Gruß,


    Daniel.