MS LÜTJEOOG, Papershipwright, 1:250

  • Moin, moin!

    David Hathaway hat seit kurzem den Bogen der LÜTJEOOG auf seiner Homepage zum kostenlosen Download eingestellt - nochmal an dieser Stelle vielen herzlichen Dank dafür. Das Modell verspricht viel Spaß in verhältnismäßig kurzer Zeit und bringt schon von Haus aus "angemessen" viele Kleinteile mit.

    Ebenso viel Spaß wie der Bau macht mir zuvor aber (meist) die Recherche, und da möchte ich Nachbauern ein paar Quellen ans Herz legen bzw. darf sie Euch zur Verfügung stellen. Unter Shipspotting.com findet Ihr hier eine sehr schön detaillierte Aufnahme des Heckbereichs und bei Marinetraffic hier eine Profilaufnahme, die mir beide sehr weitergeholfen haben. Da ich die Suche wegen des "ü" im Namen etwas mühsam fand, stelle ich die Links direkt ein. Für den Innenausbau allerdings war ich auf fremde Hilfe angewiesen, die ich von Christian Kamp erhalten habe, der auf seiner Homepage den Bau seines RC-Modells in 1:33 beschreibt. Die damals von ihm genutzten Quellen (Linienrisse etc.) wären interessant gewesen, aber er hat böse Erfahrungen machen müssen mit Copyright-Inhabern und gibt verständlicherweise solche Dinge nicht mehr aus der Hand. Mit seinen eigenen Aufnahmen war er dagegen sehr großzügig, und hat mir auch erlaubt, sie Euch zur Verfügung zu stellen - hiermit seien sie eingestellt. Vielen herzlichen Dank nochmal dafür!

    Außerdem habe ich einen Generalplan von 1978 bekommen, der im Schiff aushängt und als Bestandteil der Schiffsunterlagen gemeinfrei ist.


     


     


    Ich war schon fast fertig, den Bogen nur in kleinen Details zu verändern und werde an den entsprechenden Stellen noch ein paar Worte dazu verlieren, kann mich jetzt aber auch nicht mehr um die Brückeneinrichtung herumdrücken, was aber den "Anstich" des Bogens heute abend nicht mehr verhindern wird.

    Bleibt nur noch die Anmerkung, dass sich die LÜTJEOOG seit ihrer Indienststellung 1979 in einigen Details doch etwas verändert hat ("Was?" "Ja!" "Nein!" "Doch!"). Die beiden oben verlinkten Aufnahmen liegen zwischen 2016 und 2018, wer sie also mit heutigem Stand bauen will , müsste mindestens die Holztüren an der Brücke durch weiße ersetzen und den Kran auf rot umfärben (von der Beschriftung ganz zu schweigen). Im Übrigen sind die Wallschienen erweitert worden, was auf diesem Bild der Schiffswerft Diedrich sehr schön erkennbar ist. Mein Modell soll Stand 2016 sein, wie David es gezeichnet hat, wer aber für Lasercuts die neuen Wallschienen braucht, sende mir bitte ein entsprechende PN. Ich rechne mal mit 10,00 EUR einschließlich Versand für den fertigen Satz mit voraussichtlich Mast, Reling, Leitern, Boots- und Rettungsinsel-Lagern, Wallschienen, Scheibenwischern und den Ankerketten - Änderungen und Ergänzungen mal vorbehalten, und erstmal müssen sie hier passen.

    BIs denn - ein schönes Wochenende!

    Heiner

  • Moin alle!

    Statt mit dem Rumpf habe ich mit der Brücke angefangen, schließlich wollte ich sehen, ob alles passt. Für den ersten Durchlauf bin ich sehr zufrieden, im Moment sehe ich nur an 2 kleinen Stellen Bedarf für Nacharbeiten. Da einige Signalleinen um die Dachkante herumlaufen, wollte ich nicht das Brückendach, sondern gleich den ganzen Aufbau mit Dachgarten, Mast und Takelage abnehmbar machen, das hat sich ganz gut bewährt bei mir. Sinnvoller wäre allerdings, statt des hier verwendeten 160er Kartons doch lieber den 120er zu nehmen. Beim Fahrstand bin ich leider wieder zu anspruchsvoll für meinen Drucker geworden, die ganze Detaillierung verschmilzt hier zu einer Art Digitaltarnmuster, da muss ich wohl für mehr Klarheit sorgen - weniger ist mehr. Ansonsten ergibt sich der Aufbau eigentlich aus den Bildern.

    Der Brückenaufbau wird nur von innen bedruckt, das gibt dann gar keine Schnittlinien mehr.

    Als nächstes kommt der Rumpf auf die Matte. Bis denn

    Heiner


     


     


     


  • Moin alle!

    Heute war Anschnitt.

    Den Längsspant habe ich verdoppelt, einmal für die Haltbarkeit, zum anderen für den Niedergang zur Brücke, der bei abgenommenem Brückenaufbau sichtbar wird und dann auch vom Hauptdeck durch die geöffnete Tür einsehbar wird. An Spant 5 habe ich die Brückenverglasung verkleinert, die sehr schmalen Stege auf dem Bogen zwischen den Scheiben sind eine unnötig anspruchsvolle Herausforderung, im Original sind sie breiter. Bei der Gelegenheit habe ich noch Davids Version des Bundesadlers gegen eine skalierte Original-Vektorgrafik getauscht. Die Aufbauwand 10 ist mit hinterklebten Laschen am Achterdeck ausgerichtet und befestigt. Am Backdeck habe ich dank Matthias Hinweis auf verrutschte Klüsen nur die Speigatten ausgestochen; Klüsen werden nach Anbringung der Außenwände von außen nachgebohrt. Das Spantengerüst kann jetzt unter Radiergummis beschwert die Nacht über abbinden.

    Mit dem Fahrstand bin ich nach Bearbeitung inzwischen zufrieden, der Trick war, die Grafik auf 85 % herunter zu skalieren und mit maximaler Pixelzahl auszudrucken, was allerdings die Farben stark abgedunkelt hat. Weiter geht´s morgen.


     


  • Der Niedergang zur Brücke ist nach Probesitz der bisherigen Teile wesentlich besser sichtbar, als ich erwartet hätte, deshalb habe ich hier nochmal nachgelegt und neu gezeichnet, aber nun ist alles fertig. Falls David einverstanden ist, stelle ich die Datei bei den Downloads ein.

    Bis dahin habe ich am Modell weiter gemacht. Aufbaurückwand und der daran geklebte Streifen von Spant 5 ergeben einen Rahmen, in den sich das Brückendeck saugend und schmatzend einpassen lässt - bis der Niedergang darunter aufgeklebt ist, ist es aber nur aufgelegt. Der Heckspiegel ist bereit fest angebracht, die Bordwände sind noch in Vorbereitung; am Bug fehlen die Ankertaschen, die ich ergänzt habe. Außerdem sind die ersten beiden Rettungsringe angebracht; die anderen beiden kommen auf die Innenschanz an den Seiten der Brücke, sobald der Rumpf zu ist und ich die Ausschnitte für die Positionsleuchten gesetzt habe.

    Bis denn

    Heiner


      


     

  • Moin alle!

    Man kann nicht sagen, dass ich die letzten Tage faul war, nur zum Bauen bin ich nicht gekommen - gestern abend ging es aber endlich weiter. Das Brückendeck muss vor den Bordwänden eingeklebt werden, weil die Oberkante der geneigten Backbordwand daran geklebt wird. Vor dem Einbau kamen noch die beiden letzten Rettungsringe an die Innenschanz und Bedienpulte für den Kran. Das Pult an backbord scheint dabei ein Fehler gewesen zu sein; laut Generalplan ist nur auf der Steuerbord-Nock eines vorgesehen, was Sinn macht, da nur dort die Bordwand geöffnet ist und eine Ankerplatte im Arbeitsdeck sitzt. Anzeichen, dass das anders gebaut wurde, habe ich auch nicht - also Nachbauer: weglassen! Ich schneid meines heute abend da wieder weg.

    Beim Niedergang - Licht und Schatten. MIt der Grafik bin ich sehr zufrieden, tatsächlich ist die Treppe eine "Rutschbahn", aber selbst wenn ich in Natur darauf sehe, vermisse ich die plastischen Stufen nicht :love:.

    Die Laschen habe ich nicht groß genug abgeknickt; Ihr seht auf Bild 16 die Lücken in den Ecken zum Brückendeck - dadurch wird der Niedergang aber zu hoch, sitzt auf dem Achterdeck auf und hält das Brückendeck von den Spanten weg. Abhilfe: sauberer arbeiten - oder wirklich KRÄFTIG andrücken :pinch:.

    Außerdem seht Ihr beim letzten Bild durch die Tür, dass zwischen den Türöffnungen der Aufbauwand und des Niedergangs gut 1 mm Lücke klafft - im Original ist der Niedergang tatsächlich um dieses Stück nach innen versetzt und liegt nicht, wie ich erwartet hatte, an der Aufbauwand an. Wenn man die rechte Seite des Niedergangs ab Fußpunkt des Handlaufs nach hinten wegschneidet und Fußboden und Rückwand des Vorraums um 1 mm nach rechts verbreitert, ist alles in Ordnung - nur komme ich bei diesem Modell da nicht mehr ran. Der Ergänzungsbogen wird in diesen Punkten noch geändert und passendere Teile bekommen.

    Als nächstes kommen die Bordwände...


     


     

  • Die Bordwände sind angebracht. Ich habe sie mittschiffs ausgerichtet und angebracht, so dass backbord der Anschluss an Spant 5 praktisch fugenlos gelang und steuerbord am Arbeitsdeck nichts überstand, dann an Heck und Bodenplatte mit wenigen Klebepunkten fixiert und zum Schluss die Oberkanten des Schanzkleids innen und außen aneinander ausgerichtet und vom Bug nach mittschiffs hin verklebt. Den Spalt zwischen den Bughälften habe ich dann erst ganz zum Schluss mit Weissleim verschlossen.

    Das Ergebnis ist nicht so sauber geworden, wie ich es gerne hätte, kann man aber noch so hinnehmen; dass die Bugspitze gut 1 mm nach vorne von der Spitze der Bodenplatte absteht, fällt nur auf, wenn man das Modell hochnimmt (hier hatte Matthias seine Bordwände gekürzt), und den teils schlechten Sitz zwischen den Schanzkleidelementen innen und außen nehme ich auf meine Kappe; ich vermute, dass ich mit Uhu zu flink war und sich die Teile nach dem ausrichten noch einmal verschoben haben. Ein paar Schanzkleidstützen, ein improvisierter Schandeckel und 4 Königsrollen am Bug sollten optisch für Ablenkung sorgen...


     


     

  • Moin alle!

    Vielen Dank erstmal für Euer Daumendrücken, das feuert mich so richtig an! Da heute allerdings Gartenwetter hier ist und ich ein paar Versprechen halten muss, werde ich gleich erstmal unseren Magnolienbaum auf die nachbarrechtlich opportune Höhe verstümmeln müssen, das fühlt sich an wie strafbewehrte Unterlassungserklärung plus Anwaltskosten im Kartonbau, mehr sage ich jetzt nicht dazu.;(

    Ach so, die Brücke, ja - Kanten sind noch nicht gefärbt, und ich hatte beim zeichnen selber den Spalt an der Vorderseite zwischen Spant 5 und der Inneneinrichtung vergessen, entsprechend musste ich dort jetzt die Seitenteile kräftig zurückschneiden, sonst wären die Türen zu gewesen - das ging bis in die Heizkörper und muss auf dem Bogen nochmal korrigiert werden. Auf der Rückseite ist der Tisch neben dem Kartenschrank zu breit geraten, auch hier werde ich noch nachbessern. Definitiv richtig ist, alles auf 120 gr Karton zu drucken. Das Steuer aus einem Ätzrad könnte man offenbar auch weglassen, zu sehen ist es kaum, oder man druckt es gleich auf die Vorderwand des Steuerstands.

    Weiter gehts, wenn ich das Gemetzel draussen hinter mir habe...


     


     

  • Heute ist Brückentag. Mit eingelassenen Wänden und eingeklebter Fensterfolie sind die Wände stabil genug, um nicht gleich wieder Wellen zu werfen. Anschließend die Dachfläche aufkleben und den Kompass, dann kann die Front mit Aussteifung unter dem Dach und der Frontblende geschlossen werden. Es passt - so gerade, aber nach 2 mal abnehmen und wieder aufstecken muss man schon nicht mehr so doll drücken. Das Dach hält´s aus...:D:D:D

    Außerdem sind die Schlote und der Niedergang in den Maschinenraum dazu gekommen. Am einfachsten wird alles gerade, wenn man die Gruppe auf der Tischplatte ausrichtet und dann am Stück festklebt - passt.


     


     

  • Danke Euch allen für die Likes und Dir, Nils für die Ermunterung. Heute lief es sehr gut, eine Menge Kleinzeug ist hinzugekommen - Scheinwerfer, Deckskisten, Radar, Anker - nichts besonders anspruchsvolles, aber in der Menge wirkt die Lütte plötzlich schon deutlich "fertiger".


     



    Als nächstes wird´s dann rund gehen, Zeit, Zigarettenpapier zu rollen - es gibt Poller und Schwanenhalslüfter rund ums Vorschiff und die Poop. Wenn dann noch der Kran fertig ist, fehlt nicht mehr viel - höchste Zeit, mit den Lasercuts fertig zu werden. Ich will sie so anordnen, dass sie beim Transport wie die HMV-LC voll vom Bogen umfasst und geschützt sind, sie aber zum Spritzen mit wenigen Schnitten freigestellt werden können. Da Peggy allerdings heute einen ziemlich dicken, sehr kurzfristigen Auftrag bekommen hat, werden bis zum Wochenende wahrscheinlich keine Teile mehr fertig werden.

    Bis die Tage

    Heiner