Die Wasa, das schwedische Königsschiff

  • Links auf Deinem Plan läuft die Schot der Oberblinde durch einen Block an der Nock der Blinderah. Die feste Part des Toppnannt der Blinde setzt davor an der Nock an. So würde ich takeln. Rechts im Plan sieht es so aus, als ob Schot und Toppnannt durch einen Block laufen. Das halte ich für unglaubwürdig.


    Dur wirst es schon gut machen :thumbsup:


    Viel Erfolg,

    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • …Rechts im Plan sieht es so aus, als ob Schot und Toppnannt durch einen Block laufen. Das halte ich für unglaubwürdig.

    Das war mir auch aufgefallen. So kann es nicht gewesen sein. Klemmer wären vorprogrammiert gewesen.

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Moin zusammen...

    Jetzt bin ich restlos verwirrt.

    Dann wäre diese Anortnung falsch?

    Und wo die feste Part der Blinde Topnannten sein soll, verstehe ich auch nicht.

    Quote


    Also: Die Schoten der Oberblinde sind gleichzeitig die Toppnanten der Blinde.

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

    Edited once, last by Reinhard Fabisch ().

  • Moin Renee,


    alles in Ordnung, keine Verwirrung! Die Führung der Schoten der Oberblinde passt, wie Du es skizziert hast :thumbsup:


    In #241 meine ich irrtümlich mit "Die feste Part des Toppnannt der Blinde setzt davor an der Nock an" die Konterbrassen der Blinde. Das musste ich erst nachlesen um zu erfahren, dass die Konterbrassen die Funktion der Toppnannten der Blinde übernehmen. Sie halten die Rah der Blinde in der Waage und helfen, die Rah nach vorn zu bewegen (während die Brassen die Rah nach achtern holen).


    Jetzt aber :D


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Die ersten Segel hängen...

    sind aber noch nicht volständig und auch noch nicht fest belegt.

    Und jetzt gehts nach Haltern auf einen Geburtstag.

    Neues also erst ab Montag.

    Danke für Deinen Mut machenden Beitrag, Klaus. :thumbsup:

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Ganz großes Kino Reinhard, toll :thumbsup:

    ________________________________________________________


    Man darf nicht verlernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen.
    (Henri Matisse )

  • Danke J.R. :)

    Oberblinde und Blinde sind gesetzt, vertäut und belegt.

    Nur mit den Schoten der Blinde bin ich noch nicht zufrieden. :S

    Auf allen Darstellungen verlaufen sie in einem leichten Bogen vom Schiffsrumpf zur Blinde.

    Stehen also nicht unter Zugspannung. Jetzt hab ich sie mal mit Klammern bestückt. Vielleicht hängt sich das aus. :rolleyes:

    Wir seh'n uns dann wieder beim Fockmast,

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Waaaahnsinn. Um das alles zu verstehen muss man sich sehr lange damit beschäftigen. 1a*

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

    Nein ,nein, ich bin nicht stur. Nur Meinungsstabil!

  • Auf die Gefahr hin für Verwirrung zu sorgen... :love:


    Wurden die Schoten der Blinde wirklich soweit bis zur Kuhl geführt? Damit würden sie doch – auch bei weggenommenen Segel – das Ankerhandling und die Führung der Fockschoten behindern? Waren die Belegpunkte der Blindeschoten nicht eher auf der Back?


    Ich schreibe das jetzt, ohne Deinen Takelplan zu kennen. Ansonten hast Du ein stolzes und beeindruckendes Bugsprietensamble gebaut. Ein Mast für sich!


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Moin Renee,


    wenn du die Schoten mit verdünntem Weißleim einstreichst, sollten sie ihre durchhängende Form behalten.


    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Der Fockmast...

    Da ich mich nunmehr entschieden habe, das Focksegel mit Bonnet darzustellen, wurde das als erstes in Angriff genommen.

    Zunächst die Schlaufen anbringen und dann mit den Schlingen vom Focksegel verbinden.

    So, wie bereits beim Besansegel gezeigt.



    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Das mit dem verdünntem Weißleim hat übrigens gut geklappt. Danke "fretsche". :)

    Dann wurde der Plan für die Blöcke erstellt um sie anschließend vorzufertigen. Und nun gehts daran, das Focksegel an den Mast zu bringen.

    Da wurde als erstes das Fall mit seinem Kardeelblock montiert. Das war schon mal eine Geduldsprobe, weil im ersten Versuch die Leinen über Kreuz führten. :evil:

    Jetzt nach dem zweiten Versuch bin ich ganz zufrieden und hab die Leinen bereits auf Deck, an dem Knecht festgemacht. :D

    Für mehr reichts aber heute nicht mehr.

    Bis dahin, Euer Renee

  • Da fragt ich mich doch, ist das echt oder ist das ein Modell? :thumbup:

    Das ist eine sehr berechtigte Frage! Eine großartige Kunstfertigkeit und ein immer weiter interessanter Baubericht! Klasse Reinhard und vielen Dank!

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

  • Danke - und nun kommt das Focksegel an Bord...

    Nachdem nun alle Leinen am Rahsegel angebracht waren, wurden sie farblich mit Klammern sortiert.

    Nun wurden zuerst die beiden Falltaue unter die Rah gezogen und festgesetzt. Damit hatte das Segel seine Position bezogen.

    Nun wurden die farblich markierten Leinen nach Back- bzw. Steuerbord verteilt und entwuselt. 8|

    Das gab nun den nötigen Platz, um das Rack um den Mast zu schlingen und an der Rah festzumachen.

    Danach wurden die Topnanten gespannt, was der Rah zusätzlichen Halt beschert. :D

    Erst jetzt konnte jetzt auch das Fall straff gezogen und mit der Rah fest verbunden werden.

    Mast, Rah und Segel bilden ab jetzt eine Einheit. :)


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Die Belegung der restlichen Leinen bedurfte dann wieder einiges an Geschick und Geduld, :huh:

    weil man an die zumeist binnenbords gelegenen Belegpunkte nur mit Mühe heran kommt. :S

    Begonnen hab ich hier mit den Brassen, um das Segel auszurichten. Sie laufen über die Stage und enden an der Beting,

    wo auch die Topnanten festgemacht werden. Dann wurden die Sprotgordings und Geitaue zur Bordwand verlegt.

    Alsdann die Halsen, zuerst von einer Kausch (Außenbord-Mittschiffs) zum Segel und von da zur Bordwand Mittschiffs über einen Block nach innen.

    Dann das vordere Tau, zur Brille am Scheg und weiter von unten durch das Gallion und dort festgemacht.

    Zwischendurch und damit es nie langweilig wird, brach beim schwenken und neu positioniere der Lampe, eine Flaggenstenge ab. :cursing:

    Zum Glück ließ sich das schnell reparieren. :thumbsup:


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Die Bulins gehen zunächst zum Bugspriet und dann weiter über je einen Block in das Gallion.

    Zum Schluß wurden noch die Bauchgordings, die Inneren zu je einer Mastklampe, die Äußeren zur vorderen Reling verlegt und festgemacht.

    Damit wäre das Focksegel, passend zum Jahreszeitenwechsel, heute am letzten kalendarischen Sommertag, komplett. :D

    Bis die Tage, dann schon im Herbst, beim Fock-Marssegel.

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!