Die Wasa, das schwedische Königsschiff

  • Danke an Dieter und Peter und die netten Likes


    Die Rüstbretter...

    Eine Gegenüberstellung der Rüstbretter aus dem Bogen, mit den tatsächlichen Gegebenheiten, bekräftigte mich in der Ansicht, diese neu zu gestalten. Die gezeichneten Rüsten wurden nun auf 2mm mit Bristolkarton aufgedoppelt. Der lässt sich zwar deutlich schlechter bearbeiten als Finnpappe (Bierdeckelkarton) bietet aber auch mehr Steifig- und Haltbarkeit als dieser. Hilfreich war dabei meine Konstruktion des "Roten Löwen". Die später benötigten dreieckigen Jungfern hatte ich bereits am 29.12.2021 bestellt und haben inzwischen ihre eigene Geschichte, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.


    Am 29.12.2021 hatte ich dreieckige Jungfern für den Weiterbau der Wasa bestellt. Vorgestern kam dann die Meldung, daß sie auf dem Weg seien.

    Als ich dann gestern Morgen von meiner Freundin zurück nach Hause kam, fand ich den folgenden Text in der email Benachrichtigung.

    Mein Erstaunen war Groß, weil ich nie einen Ablageort angegeben hatte. Trotzdem habe ich das Haus und Umgebung abgesucht und auch bei den Nachbarn gefragt. Nach Stunden fand ich dann eine Tel. Nr. der DHL auf dem Handy. Leider nur ein Chat mit einem Computer der zu keinem Ergebnis führte. Daraufhin wurde ich an einen neuen Chat mit einer Mitarbeiterin umgeleitet. Doch wie zu Erwarten hatte ich auch hier keinen Erfolg. Es täte ihr leid und sie wolle den Fall an einen zuständigen Mitarbeiter weiterleiten, der sich mit mir in Verbindung setzt.. Das könne aber dauern. Mein Versuch den Chat, wie angeboten zu speichern, funktionierte allerdings nicht. "Seite nicht vorhanden".


    Heute morgen ein erneuter Versuch bei der Post anzurufen. Unter der Nr. (0228) 43 33 112 Zunächst wieder ein Computer. Dabei habe ich diesmal Beschwerde ausgewählt. Zu meiner größten Überraschung meldete sich nun eine Frau, der ich mein Problem erläutern konnte. Nach dem unvermeidlichen Datenabgleich zu meiner Person und der 20stelligen Sendungsnummer, nahm sie die Beschwerde auf, um Nachforschungen anzustellen. In den nächsten zwei bis drei Tagen würde mir das Päckchen erneut zugestellt, oder ich eine Nachricht erhalten. Ich ließ meiner Freude, auf einen Menschengestoßen zu sein, freien Lauf und wir verblieben mit freundlichen Grüßen. Nun heißt es abwarten...


    Aller guten Dinge sind drei...

    So eben (10:45 Uhr) kommt meine Nachbarin Bärbel nach Hause und klingelt bei mir. Sie hat mein Päckchen gestern in Empfang genommen. Erst war ich nicht zu Hause, dann war sie unterwegs und nicht zu erreichen. Aber nun ist die Welt wieder in Ordnung. Hab auch schon bei DHL angerufen, das sich die Lage geklärt hat.

    Das neue Jahr fängt damit besser an als gedacht.

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

    Edited once, last by Reinhard Fabisch ().

  • Die weitere Planung...

    Zunächst wurden die Taljereeps für die späteren Wanten festgelegt.

    Danach der Aufbau der verschiedenen Masten, anhand der Modellbeschreibung vom Bogen. :S

    Daraus leitete ich die modifizierte Form für meine "Wasa" ab, wobei ich einmal mehr auf den Bau des "roten Löwen" zurück griff. ;)

    Nun wurden die Einzelteile gezeichnet, um daraus die verschieden Elemente zu bauen. :)



    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Der Großmast...

    Begonnen habe ich dann mit dem ersten Eselshaupt, welches die Marsstenge stabilisiert.

    Danach folgten die Salinge und die Mastbacken, bevor ich den wesentlich komplexeren Mastkorb anging.

    Hier mußten die 1 mm starken Stützen unten etwas verjüngt werden, um sie in die vorgesehenen Aussparungen der 2 mm dicken Plattform einzukleben.

    Der Boden dafür deckt das Ganze von unten ab.

    Um nun die Teile des Geländers 0,5 mm, in die Schlitze der Stützen zu kleben, bedurfte es großer Geschicklichkeit und etlicher Flüche. :evil:

    Aber nun ist's geschafft und ich bin stolz auf mein Werk.

    Warum der Mastkorb am Großmast der "Wasa" so extrem schief gebaut wurde, ließ sich bislang nicht ermitteln. :huh:


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Der Großmast Teil 2...

    Nun ging es an den oberen, kleineren Mastkorb.

    Und das machte die Sache, trotz der wiederholten Übung nicht einfacher. Es ist einfach alles filigraner. :S

    Für die Stützen hatte ich mir inzwischen was Einfallen lassen. :rolleyes:

    Nach dem Aufdoppeln wurde die hintere schräg verlaufende Kante so weit wie möglich ausgeschnitten und anschließend mit Sekundenkleber stabilisiert.

    Dann konnten zuerst die Schlitze ausgestochen und danach die restliche Kontur geschnitten werden. :D

    Das einsetzen in den Boden klappte diesmal ganz gut und auch das einfügen des Geländers ging relativ flott von der Hand.

    Als nächstes wurden auch die Salinge an der, den Aussparungen gegenüber liegenden Seite, mit Sekundenkleber bestrichen und danach erst beschnitten.

    Zum Schluß gab's dann noch das Eselshaupt für die Bramstenge.

    Bis die Tage, Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Moin zusammen,


    der Gross-Mars kann nicht so sehr schräg sein, auch beim Original (ja die Vasa ist tatsächlich bis zum Eselshaupt aufgetakelt in der Halle) , ist die Marsplattform

    parallel zur Wasserlinie. Leicht schräg dem Mastfall entsprechend ist ok, aber so macht das keinen Sinn. Der Fockmast hat Fall nach vorne, der Gross leicht nach achtern, der Kreuzmast stärker nach achtern.


    Ach, Du machst hier grossartige Arbeit - ein echter Hammer, wie Du das Alptraumschiff des schwedischen Königs wirklich werden lässt!!!


    Gruß

    Hadu

    Vielleicht kommt der Tag, an dem mehr Leute checken, dass Idiotie nicht links oder rechts ist, sondern in erster Linie daher rührt, dass jemand ein Idiot ist! (M. Tegge)




    www.modell-und-geschichte.jimdo.com


    Mitglied der Luft'46-Gang

  • Hallo Freunde der Wasa...

    Der Beitrag von HaDu gab mir ganz schön zu denken.

    Hatte ich meine Recherchen nicht ausführlich genug betrieben?

    Suspekt war mir die Sache ja von vornherrein. Aber da gibt es die Seite:


    wasa report german


    auf der, wenn man etwas herunter scrollt, folgenden Wortlaut findet:

    "31 und 32 - Ein weiterer auffälliger Punkt ist, dass der Mast sehr nach hinten geneigt ist, während der Mastkorb so sehr nach vorne abgekippt ist,

    dass es schwierig ist, sich dort auf den Beinen zu halten."


    Das schien mir zwar recht zu geben, aber eine Erklärung war es natürlich nicht.

    Auch auf den folgenden Bildern, dem 1:10 Modell aus Stockholm ist der gekippte Korb deutlich zu sehen.


    Bilder Schiffsmodell Wasa 1 : 10 im Wasa-Museum Stockholm


    Die Lösung brachte schließlich das Buch von Wolfram zu Mondfeld, welches mir "schnecke" zur Verfügung gestellt hatte. Dort steht sinngemäß folgendes:


    "War man schon überrascht, daß der Großmast mit 6,5 Grad gegen den Kiel einen weit stärkeren Fall nach achtern aufwies,

    als man das für Schiffe jener Epoche bislang angenommen hatte, so warf die Stellung der Mars alle bisherigen Theorien über den Haufen.

    AIs man im 15. Jahrhundert begann, diese Masten mit einem mehr oder minder starken Fall nach achtern zu bauen, sah eine rechtwinklig zum Mast angesetzte Mars

    nicht nur plump aus, sondern war für die Seeleute ausgesprochen gefährlich.

    So ging man Mitte des 17. Jahrhunderts dazu über, die Marsen parallel zur Konstruktionswasserlinie an den Masten zu befestigen,

    was eine praktisch waagerechte Standfläche bot.

    Es gab zwar einige holländische Maler, auf deren Schiffsdarstellungen es so aussah, als wären die Marsen parallel zum Decksprung angeordnet,

    doch führte man dies auf einen Irrtum des Künstlers zurück.

    Wie aber anhand der Großmars der WASA eindeutig bewiesen werden konnte, waren die Marsen dieser Zeit tatsachlich parallel zum Decksprung ausgerichtet.

    Doch eine parallel zum Decksprung bugwärts abfallende Mars war ebenso unpraktisch und gegebenenfalls gefährlich wie eine nach achtern abfallende."


    Ich werde nun die nur lose aufgesetzten Mastkörbe nach der Decks-Linie ausrichten, was gleich gefälliger wirkt, aber immer noch schief daher kommt.

    Eventuell müssen dazu allerdings die Mastbacken korrigiert werden. Darüber hinaus könnte man den Ständer so gestalten, dass der Bug um 1 Grad höher kommt,

    weil das Schiff um diesen Betrag hecklastig ist.

    Soweit mal, Euer Renee


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    Edited once, last by Reinhard Fabisch ().

  • Der Großmast Teil 3...

    Jetzt ging's erstmal an's letzte, diesmal winzige Eselshaupt und an die Salinge für den Flaggenstock.

    Und wie bereits vermutet mußten die Mastbacken korrigiert werden.

    Dann wurde der Großmast mit den Mastbandagen versehen, die den "aus Kanteln gefertigten" Mast zusammen halten.

    (Das man die gewaltigen Untermasten größerer Schiffe nicht aus einem einzigen dicken Stamm herstellte, hat zwei Gründe:

    Zum einen standen auch schon früher dicke, gerade gewachsene Bäume nicht an jeder Ecke,

    zum anderen hatte man beobachtet, daß ein Sturm oft dicke Bäume brach, während dünnere standhielten.

    Es wurden also mehrere dünne, zuvor entsprechend profilierte Teile zu einem dicken Stamm zusammengefaßt.)

    Im letzten Schritt wurden alle Teile (Untermast mit Mastkorb, Marsstenge mit Mastkorb, Bramstenge mit Salingen und der Flaggenstock) miteinander verklebt.

    Dazu nutzte ich die Eselshäupter zur Ausrichtung des Ganzen. Und so schaut meine Wasa mit Großmast nun aus. :)

    Ab morgen werd ich mir, nach der Geburtstagsfeier meines Bruders heut Nachmittag :thumbup: , den Fockmast vornehmen.

    Bleibt gesund und bis die Tage, Euer Renee


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  • Der Fockmast (1)...

    Wie schon beim Großmast, wurde zunächst eine Zeichnung erstellt. :D

    Nach dieser Skizze konnten nun die entsprechenden Teile des Bogens angepasst bzw, geändert werden.

    Dann ging's ans Aufdoppeln.

    Nach dem Trocknen griff ich dann zum Skalpell oder je nach dem auch zum Stichel und trennte die einzelnen Elemente aus der Vorlage heraus,

    was bei diesem Mastkorb-Durchmesser noch halbwegs gut ging. :S

    Der nächste, obere, wird dann wieder kleiner 8|. Dann wurde zusammengebaut.

    Euer Renee


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  • Der Fockmast (2)...

    Der nun folgende kleine Mastkorb wurde im Prinzieb wie alle Anderen gebaut.

    Unterschiedlich sind nur die Positionen der Salinge und Geländerhalterungen.

    Beim Aussticheln dieser Kleinteile kam nun so almählich Übung ins Spiel.

    Das ist auch nötig, weil die beiden letzten noch fehlenden Mastkörbe, für den Spriet- und den Besanmast, noch einmal kleiner werden. :wacko:

    Insgesamt ging's ganz gut von der Hand. :D


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  • Der Fockmast (3)...

    Als letztes wurden für den Fockmast die Mastbacken, Salinge und das winzige Eselshaupt gefertigt.

    Dann ging's ans Zusammensetzen.

    Und wie schon beim Großmast hab ich die Teile über die Eselshäubter ausgerichtet. :D


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Und hier ist das Ergebnis meiner Bemühungen. :)

    Die Vortsetzung gibt's, nachdem ich die nächste Valentins-Rose fertig habe.

    Bis dahin, Euer Renee


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Das wird ein sehr exakter Nachbau von der Vasa , die ich auf dem Weg nach Forsmark

    oft besichtigt habe . Von 1949 bis 1955 lebte zuletzt in Schweden , in Forsmark .

    Das Original besuchte ich seit seiner Wiederentdeckung .

    LG Jürgen

  • Zunächst mal ein Danke für das Kompliment, Jürgen.

    Woll'n wir hoffen das ich dem auch beim takeln gerecht werde. :rolleyes:

    Doch nun der Besanmast...

    Nun ist auch der Besanmast fertig.

    Alle benötigten Teile, wie Mastkorb Salinge und Eselshäupter wurden wie schon zuvor beschrieben gefertigt.

    Allerdings mußte ich diesmal ein Paar Salinge neu fertigen.

    Ich hatte mich dabei bereits beim Zeichnen vertan. Nun ja, es gibt schlimmeres. :S


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Sehr schön :thumbsup:


    ... manchmal frag' ich mich, ob ein Lasercutter mit Kamera und ein bischen Software zum Linienfilgen nicht eine wunderbare Erleichterung wäre ...

  • Der Sprietmast...

    Heute sollte der Spietmast gefertigt werden. Ein Teil, welches mir bislang bei all meinen Schiffsmodellen fehlte.

    Hierzu mußten entsprechende Recherchen gemacht werden, da es komplett Neuland für mich war.

    Dann ging ich daran die Teile vom Bogen mit dem vorhandenen Mast- und Rahensatz von Fly-Modell abzugleichen.

    Auch mußte ein weiterer Mastkorb gefertigt werden, der diesmal auf einem Knie vorne am Bugspriet befestigt wurde.

    Vorher aber mußten unbedingt die Sprietzurrings angebracht werden, da ein nachträgliches Montieren diese Aufgabe erschwert hätte.

    Damit die Befestigungstaue nun nicht auf der Schräge abrutschten, wurden hierzu Unterlegkeile hergestellt. :D

    Das Anbinden gestaltete sich auch so schwierig genug, da das Garn durch das Rost und den Unterbau des Gallions geschoren wurde. :S

    Doch dann - endlich konnte der Sprietmast augeklebt werden. :)


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Flaggenstock und Rüstbretter...

    Bei dem Foto vom Schiff fiel mir dann noch der fehlende Flaggenstock auf. :huh:

    Auch hier mußte, wie bei allen Masten, der Abgleich von Bogen und den Holzteilen von Fly gemacht werden.

    Die Halterung wurde auf 3 mm aufgedoppelt und Das Eselshaupt wie gewohnt gefertigt. Also keine große Sache.

    Beim anschließenden verkleben auf dem Popdeck, machte sich die zu Beginn gefertigte Schablone für den Winkel günstig bemerkbar.

    Es passte wie angegossen. :D

    Soweit gediehen, fasste ich mir ein Herz und brachte nun auch noch die Rüstbretter an. Lange genug hatte ich mich nun davor gedrückt.

    Dazu fädelte ich an jedem Untermast ein Garn durch Salingen und Mastkorb, dort wo auch später die Wanten festgemacht werden

    und nutzte es als Lot für die Rüsten. Die polnische Beschreibung hierzu ist da doch etwas dürftig. 8|


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Aber nun - nach knapp 11 Monaten Bauzeit ist das Schiff soweit fertig, dass ich mit dem Takeln beginnen kann.

    Vielen Dank für Euer Interesse und die Likes, die mich bislang begleitet haben. :thumbsup:

    Gruß und freut Euch auf die anstehenden Lockerungen :rolleyes: in der Pandemie,

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Reinhard!
    Da ist Dir mal wieder ein total toller Segler gelungen! Herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenden Modell!!!

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

  • Aber nun - nach knapp 11 Monaten Bauzeit ist das Schiff soweit fertig, dass ich mit dem Takeln beginnen kann.

    Klasse Renee, denn man auf ins zweite Drittel.

    Mit oder ohne Segel?

    Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

  • Moin Reinhard!

    Dann man ganz viel Geduld, vor allem beim Warten auf das Trocknen der Klebepunkte.

    Grüße

    Hanns


    Hänschen klein ging allein in die weite Welt hinein...jetzt lieber zu Hause bleiben

  • Servus Renee ,


    wirklich Extraklasse was Du da ablieferst , da kann man nur staunen ob Deiner Ausdauer und sauberen Arbeitsweise !!


    Mit lieben Grüßen aus der Steiermark

    Kurt :rolleyes:

  • Das stehende Gut...

    Oder anders gesagt, alles an Leinen und Tauen was nicht bewegt wurde, sonder fest "stand".

    Beginnen möchte ich hier mit den Wanten. Sie stabilisieren dei Masten gegen den Winddruck und zu den Seiten hin.

    Und da müssen zunächst mal die Taljereeps gefertigt werden. Mit ihnen werden die Wanten gspannt.

    Sie bestehen bei mir für den Groß- bzw. Fockmast aus je zwei 5mm Jungfern, den Wanttauen (Häkelgarn) und der Püttingskette.

    Nun wurden als erstes die Wantjungfern in die Wanttaue eingebunden.


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  • Für den Besan- und Sprietmast wurden dafür Jungfern in 4mm und 3,5mm angeschafft.

    Diese musten allerdings vorher aus Laserteilen zusammengesetzt werden.


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  • Im nächsten Schritt folgte das Einbinden der Püttingsjungfern mit der Püttingskette.

    Ansonsten wie beschrieben.


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  • Da am Sprietmast keine Rüstbretter vorgesehen sind, habe ich die Rüstjungfer nur in Häkelgarn eingefasst.

    Jetzt müssen alle zusammengesetzten Jungfern (4 und 3,5mm) noch nachgebohrt werden,

    damit ich das Garn für die Taljereeps auch hindurchfädeln kann.


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    Edited 3 times, last by Reinhard Fabisch ().

  • Moin Renee,


    ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Mir geht es eben so

    Gruß

    Herbert :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    Die letzten Arbeiten: Lotsenversetzboot Frya, Antonow AN 10, Saporoshez SAS 966, Werftkran, Bunkerboot, MS Schwerin, MS Vasoula, Fregatte Berlin, FLB 40-3


    In Arbeit : ?

  • Faszinierend!!!!

    Mir bleibt der Mund offen stehend. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

    Nein ,nein, ich bin nicht stur. Nur Meinungsstabil!

  • Danke für die erhobenen Daumen, docch nun:

    Die Taljereeps...

    Für das Verbinden der Want- und Püttingsjungfern hatte ich mir beim Bau des "Roten Löwen" ein paar HIlfsmittel gebastelt, die nun auch wieder zum Einsatz kamen. Und da beide Modelle im gleichen Maßstab, nämlich 1:100 gebaut werden, sollte das eigentlich passen. Zuerst wurde nun je eine 5mm Jungfer in die Schablone gelegt und dann mit dem Spannstück verklemmt. Jetzt konnten die beiden miteinander, wie Abbildung 1 zeigt, "vernäht" werden. Zum Abschluß gab's noch einen Tropfen Sekundenkleber zur Sicherung. Inzwichen sind alle Untermast-Taljen für den Fock-und den Großmast fertig belegt.

    Bemängeln muß ich die zum Teil miserabel angeortneten Bohrungen in den Jungfern von "Krick Modelltechnik".

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Moin Renee,


    ganz großes Kino :thumbsup:

    Was die LC-Bohrungen angeht: Das ist mir auch schon hier und da aufgefallen... Rettungsringe z. B., die auf der einen Seite breit, auf der anderen schmal daher kommen, weil der mittige Laser eben nicht mittig war... da sorgt mein Screw Punch für bessere Ergebnisse ;)

    Trotzdem sensationell, was Du zeigst, auch bei dieser sicher ermüdenden Massenproduktion, Hut ab :thumbup:


    Bin gespannt wie es weiter geht!


    LG aus der Nachbarschaft ;)


    Lars

  • Nun folgen die Untermast-Taljenreeps für den Besanmast in 4mm und das 3,5mm Taljenreep für den Sprietmast.

    Beide wurden in der gleichen, wenn auch kleineren Schablone gefertigt.

    Bei den 3,5ern wurde nur ein zusätzlicher 0,5mm Kartonstreifen am Klemmstück, mit Tesa verklebt.

    Damit wäre die "erste Etage" belegt und soll dieser Tage an das Schiff getüdelt werden.

    Dazu hab ich mal eine Zeichnung von den jeweiligen Masten und Stengen mit Zuordnungen gemacht.

    Und weil's soviel Spaß machte hab ich gleich das ganze Schff dazu gezeichnet. :D

    Bis dann also, Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Reinhard,

    ich bin wiedervon Deiner präzisen Arbeit begeistert!

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller