Schaarhörn - mein erster Bericht

  • Moin,

    ich starte hiermit meinen ersten Baubericht. Ich bin gespannt wie es mir gelingt. Beim ersten Mal ist man immer nervös.


    Ich habe mir die Schaarhörn gesucht, weil sie ein Unterwasserschiff hat.

    Ich hab schon mal was ausgeschnitten :-)


    Das habe ich noch nie gebaut. Also fange ich gleich damit an obwohl es erst als Nummer 25 dran ist. Aber die Zahlenfolge sollte nicht die Baureihenfolge sein, wie man schon auf den ersten Fotos sehen kann:


    26a, b erst nach 37....


    Nun habe ich die Schiffshaut mit "Seidenpapier" vorgeformt. und möchte sie mit dem Gerippe verheiraten. Beim Rumpf klebe ich immer das Heck vorher zusammen und ziehe die Hose dann über das Gerippe. Das geht hier nicht.


    Ich vermisse eigentlich bei fast allen Modellen eine Markierung um Spanntengerüst/Deck und Rumpfhaut gut passend aneinander zu bringen.


    Darum meine Frage: Wer von Euch hat schon Mal eine Lösung dafür gefunden? Hier auch speziell für das U-Schiff der Schaarhörn - auch unter Berücksichtigung der Montagezeichnung.


    Soweit für heute, Gruß Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin Dirk,

    viel Erfolg bei diesem Objekt mit UWS.

    Ich selber habe die Scharhörn noch nicht gebaut, habe aber von anderen Kartonbauern gehört, daß das UWS sehr schwer hinzukriegen ist. Dabei habe ich "schreckliche" Ergebnisse gesehen.

    Hast Du Dir eine Sicherheitskopie zum Üben gemacht.

    Bleib gesund und Gruß

    Ralph

  • Moin Ralph,

    das ist ja mal ein rrichtig guter Tipp. Sicherheitskopie - darauf muss ich erst mal kommen. Nee habe ich nicht, aber ich weiß nun, warum im Verlag Modellkarton angeboten wird...


    Ich hoffe ich komme um das schreckliche Ergebnis herum .... Du wirst es sehen:)


    Danke und bleib auch gesund

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Servus Dirk,


    die Teile der Aussenhaut des Unterwasserschiffs vorformen, vorformen und nochmals vorformwn.

    Solange, bis sich die Teile ohne Klebstoff genau anliegen.

    Dann festkleben.


    Ich hab damals beim Schlepper HERMES nicht gut genug vorgeformt und das Unterwasserschiff hat gruselig ausgschaut.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Moin DiHau;

    man nehme einen Kettenzug, jede Menge Stahlkeile, 2 kg Hammer, 10kg Magger; Zeichnungen und einen Lehrling mit.

    auf den Plan oder auf den Pallen das Deck auf den Kopf legen. Danach Schotten, Schlagschotten aufstellen ausrichten und anheften, immer von der Mitte nach nach achtern und vorn, oder von Mitte Schiff aus nach BB Seite bzw, Steuerbord Seite.

    Dann kommen die Decksbalken, Rahmen Spanten und Stringer und die Eisverstärkungen an die Reihe. Danach wird die Außenhaut, die schon vorgeformt ist auf die Spanten gelegt und ausgerichtet, und gleichzeitig an die Spanten angeheftet. Früher in den 80ger Jahren nahm 3,5 Elektroden, heute Schutzgas wenn die Halle zu ist.


    Bei widerspenstigen Außenhautplatten wurde der Kettenzug genommen. So geht es von Außenhautplatte zu Außenhautplatte von Plattengang zu Plattengang, beim Vorschiff von achtern nach vorne und beim Achterschiff von vorn nach achtern

    Wenn man ein Heck von einen Ankerzieher in Arbeit hatte wurde das ganze um die Komponente Anwärmer erweitert.

    Sobald die Platten in 3 Richtungen verformt werden sollen, braucht man einen großen Erfahrungsschatz für das verformen und dem anpassen an den Spanten. Es gab Leute auf der Werft für die war das Anwärmen der Stahlplatten ein Kinderspiel, sie wussten genau wo sie die Flamme anhalten mussten damit die Platte anschmiegte.


    Das war eine Teil aus der Praxis auf einer Werft.

    Ich würde mir eine Bleistiftmarkierung machen und zwar dort wo der mittlere Spant sitz. Dann heisst es formen und nochmals formen. und eine sogenannte Weissleimnaht setzen


    Bei mir liegt zur Zeit das Unterwasserschiff der " NEUWERK " auf dem Helgen.

    Bei diesen Schiff wie auch bei den Unterwasserschiffen der " BUGSIER 17 & BUGSIER 18 " hat der Konstrukteur einen Schale geplant, die sich wie eine Haut über die Spanten legen soll.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Ha, ich merke schon das dabei auch eine Menge Erfahrung vonnöten ist. Ich schreite also guten Mutes voran, nehme den 5 kg Hammer und werde mit dem zufrieden sein müssen was mir gelingt.


    Mit dem Strich am mittleren Spant kommt mir wie die Kerbe im Bootsrand bei den Schildbürgern vor. Ich bin gespannt und berichte soweit möglich.

    Viele Grüße aus dem Binnenland

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin DiHau;


    es ist ein Vorschlag von vielen Möglichkeiten. Man muss es ausprobieren, mit welcher Bautechniker man am besten zurecht kommt.

    Es ist kein Meister vom Himmel gefallen.


    Nur nicht aufgeben!

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Moin zusammen,

    Stimmt Arne! danke für deinen Tipp. Ich habe nicht aufgegeben und ein ganz ansehnliches Ergebnis erzielt. Es ist aber nicht so viel Schweiß geflossen, wie früher auf der Werft. Aufregend war es doch und so habe ich einen ganzen Abend gebraucht ca. 3 Stunden.


    Vorformen² und dann am Heck angefangen die Wasserlinie bis nach vorn zum Bug anzukleben. Erst Back- dann Steuerbord ... und die Wasserlinie ist überhaupt nicht verzogen. Das lässt hoffen, dass beide Rümpfe nachher gut übereinanderstehen. Hier mal 3 Bilder:

    Hier sieht man schön das der Kiel auseinanderklafft

    Bessser hab ich´s dann nicht verkleben können

    Und dann den Entlastungsschnitt gesetzt.


    :D Den Beulen nach zu Urteilen gab es einige Grundberührungen. Aber ich bin doch zufrieden und denke nachher wird diese Stelle nicht sehr ins Auge stechen. Hauptsache kein Leck :rolleyes:


    Heute noch schnell die Propeller und dann geht es an das Überwasserschiff.

    Ich melde mich, Gruß Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin Dirk;


    das sieht gut aus. Beim nächsten Unterwasserschiff wird der Ehrgeiz geweckt ☺


    Vielleicht hast Du ja was von der Dockung der " CAP SAN DIEGO " mitbekommen.


    Wenn ich das Bild noch mal richtig deute, wurde auf der BB Seite von Laderaum 1 eine Aussenhautplatte gewechselt.

    Da hat der DNV GL Inspektor die Materialstärke bemängelt.


    Das austauschen der Außenhautplatten ist eine elende Arbeit.

    Die Arbeit unter den Schiffsboden bei Binneschiffen ist nicht viel besser. Bei Binneschiffen hat man die zu dünne Stahlplatte verdoppelt. Die neue Platte wird über Schlitze die verschweißt werden angesetzt.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Guten Abend,


    Ich habe etwas im Geheimen gearbeitet. Dauert immer etwas, weil ich z.B. meinen Katamaran aus dem Winterschlaf geweckt habe, Stegaufbau im Verein .....

    Danke für Eure Anmerkungen. Ich muss noch lernen und mich im ein bisschen Forum umtun, um die Gepflogenheiten besser kennen zu lernen. Aber nun erst mal Schaarhörn

    Also:

    Propellerblätter kommen erst zum Schluss, um Beschädigungen zu vermeiden. Dafür habe ich schnell mal die Spanten und das Deck fertig gemacht.

    Meine Überlegung, das Holzdeck zu doppeln, ist an zwei Dingen gescheitert. Meine Kopie war schlechte Qualität und ich habe noch keinen Modellbaukarton und so war das "Doppel" zu dünn. Außerdem kenne ich das Original nicht und so hatte ich befürchtet, dass ich mit meinen "Verbesserungen" keine Verschönerung erreiche. Also bleibe ich lieber wieder am Originaldruck.


    Darum nun die Schiffshaut geformt³ und am Heck mit Seidenpapier zusammengeklebt

    Das könnte was werden und es wurde auch


    Ich habe mir für die Schiffshaut diesmal eine Stretchversion gewünscht. Ich habe ziemlich gekämpft, um sie bis zum Bug zu ziehen, damit am Steven kein Spalt entsteht. Puh es hat gerade noch geklappt. Auch das Heck ist gut geworden. Ich bin zufrieden.

    Die Bullaugen habe ich mit Briefumschlagfensterglaspapier hinterlegt. Dafür musste ich die Laschen etwas kürzen.

    Zu meiner Freude passen auch die beiden Rümpfe zusammen.


    Aber ich sehe auch deutlich zu viel Weiß am Unterwasserschiff. Da muss ich wohl doch etwas nachfärben. Das mache ich eher selten, weil ich denke, dass ein Kartonmodell eben solche Schnittkannten hat. Gibt es dazu eine grundsätzliche Einstellung oder macht da jeder wie er es am schönsten findet? Am Schornstein zum Beispiel geht Weiß gar nicht, oder?


    So viel für heute und einen schönen Start in die Woche

    Gruß Dirk

  • Moin, moin Dirk,


    für mich ist das Einfärben der Schnittkannten ein MUSS.....und ist die Kannte noch so klein, die Kannte will gefärbelt sein^^! Ich färbe grundsätzlich alle Kannten, bevor ich ein Teil zusammenklebe - ausser weiß natürlich. Das Modell wirkt ganz anders....probier es mal aus. Dabei den Farbton eine Stufe heller nehmen, weil die Kannten die Farbpigmente sehr dicht aufsaugen und das ergibt zumeist einen etwas dunkleren Farbton als gedacht......da also etwas gegenhalten.


    Ansonsten.....wird doch:thumbup:!


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin in die Runde,

    Ha-Jo: danke für dein "muss". Ich kann mir vorstellen, dass der Eindruck deutlich anders wird. Ich werde es mal ausprobieren. Was nimmst Du? Tusche oder Aquarell-Stifte? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?


    Jetzt geht es weiter mit meinem Modell. Nach Feierabend in meiner Werft habe ich oft keine Konzentration mehr für denBericht. Darum sammle ich immer etwas...


    Die Aufbauten waren schön passgenau und mit viel Geduld habe ich mein erstes Steuerhaus mit "Innenvertäfelung" hinbekommen.

    Im Rumpf scheint gerade Party zu sein


    Der Schornstein scheint ein wenig zu sehr nach hinten zu kippen. Aber die Linien der Ringe sagen: schön waagerecht.

    Da müssen die Masten aber ganz schön mitgehen


    Ich freue mich auch, dass ich mich getraut habe das eine Oberlicht mit "Glas" und geöffnet gebaut zu haben. Es gefällt mit sehr gut

    Hier mit Schattenwurf der offenen Luken

    Von weitem fallen die Schnitzer nicht so auf


    Inzwischen bekommt die Maschine auch Luft zum Verbrennen. Das Rot habe ich mit befeuchteten Malstiften (Schulkasten) geschaffen. Mit Tusche hätte ich auf der Fläche Angst, dass es sich verziehen könnte.

    Der Schornstein ist doch nicht ganz gerade


    Ich hoffe, dass ich ihn mit den Spannseilen noch ein wenig nach BB ziehen kann.


    Aber dass erst heute später.


    So long, Gruß Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Hallo in die Runde,

    es hat lange gedauert bis ich wieder etwas schreiben kann. "Die Zeit, die Zeit" :-)

    Um es vorweg zu nehmen. Ich habe in den letzten Tagen die Schaarhörn nach und nach vervollständigt. Das hat viel Spaß gemacht. und ich habe viel dabei gelernt, auch weil ich im Forum immer wieder nachgelesen habe. und inzwischen ist sie fertig. Beweisfoto am Ende.

    Ich möchte hier gerne noch ein kleines Thema vorstellen, dass mich bewegt hat und über das ich auch gelesen habe in der Rubrik Bautechniken: Herstellung von Masten.


    Ich liebe die klassische Art.

    Ein kleiner Pieks (eigentlich vier)

    Von der Rückseiten eng an eng rillen

    Biegen und rollen VOR dem Ausschneiden mach den Karton weich

    Ausschneiden und weiter runden, runden, runden

    Mit Weißleim nach und nach immer weiter zukleben. Damit kann ich die Naht gut schließen und (in diesem Fall fast) schön gerade ziehen. Die Steifigkeit erhält der Mast durch den erhärteten Weißleim.

    So habe ich einen schön schlanken und gerade Mast erhalten. Natürlich stabilisiert auch noch die Takelage die Masten später.


    Die Fotos der fertigen Schaarhörn kommen im nächsten Beitrag......

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Ein schönes Schiff und ein toll konstruierte Modell.

    Der Blick aus der Vogelperspektive. Die Sonnensegel fehlen noch.

    So nun liegt sie bei den neuen "Kumpels". Sie passt gut dazu.

    Im Nachhinein hätte ich die Sonnensegel lieber weggelassen. Sie nehmen ein bisschen den Blick auf die Details

    Liebe Grüße aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin Dirk,


    Glückwunsch zur Fertigstellung des kleinen Dampfers, das Modell ist Dir doch Recht schön gelungen und passt auch prima in das Ensemble des Dampfschiffe. Ich hätte wahrscheinlich die Sonnensegel auch weg gelassen. Aber trotzdem ein sehr schöner Anblick. Weiter so.


    Gruß

    Chris

  • Moin, moin Dirk,


    die SCHAARHÖRN ist dir sehr gut gelungen :thumbup:! Deine Flotte gefällt mir sehr.....den kleinen Norweger unten links will ich dieses Jahr auch noch in die dritte Dimemsion versetzen. Deine Mastbau-Methode habe ich auch schon angewandt....geht auch gut bei den ganz kleinen Röhrchen.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Danke Dir, HaJo. Mit dem Norweger wirst Du viel Freude habe. Ein kleines Modell aber mit allen Raffinesen. Das Heck übrigens zu unrecht etwas im Dunkeln ;)

    Ich habe jetzt die WARATAH bereits am Ausrüstungskai liegen. Mir fehlte lange der LC Satz. Und ich habe sie begonnen, bevor ich dieses schöne Forum entdeckt habe. Auch ein feines Modell.


    Danach plane ich einen neuen Baubericht über die Carpathia. Mal sehen wie ein HMV-verwöhnter Halblaie damit zurechtkommt. Ich werde vorher mal nach JSC Erfahrungen suchen. Es scheint dort eine andere Konstruktions-"Philosophie" zu Grunde zu legen.


    Grüße auch in die Runde, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort