Bredford Dolphin - JSC - 1:250

  • .....hatten wir doch gerade!


    Jein!

    Wolfgang hatte erst vor kurzem seinen grandiosen Baubericht über die Bredford Dolphin abgeschlossen, aber er baute den Bogen in 1:400.

    Das hat mich angespornt, endlich meine Bohrinsel anzufangen, bei der es sich um die aufskalierte Version vin 1:250 handelt.

    Ich will hier nicht jeden Papierschnipsel beschreiben, sondern einen "Schnelldurchgang" machen (was die Beschreibung betrifft, nicht den Bau) und dabei sowohl versuchen, die Unterschiede zur Version 1:400 aufzuzeigen, als auch die mir möglichen Verfeinerungen.


    Die Version 1:250 ist auf A3-Bögen gedruckt mit der bei JSC üblichen sehr feinen Auflösung. Es ist ein sehr schwerer und steifer Karton mit einer Dicke von 0,25 mm. Das gibt Stabilität, aber auch Probleme bei Teilen, die zu Runden oder sogar zu Rollen sind. Dazu später mehr.


    Die Baureihenfolge ist identisch mit der kleineren Version; Es beginnt also mit dem Frühstücksbrett, der eigentlichen Plattformbasis. (manche Teile sind schon vorbereitet und bisher nur aufgelegt.) Für das Kantenfärben und Ausbessern der signalroten Teile ist der Farbton Kadmiumrot Hell aus der Albrecht Dürer Serie von Faber-Castell ideal. Ein Farbunterschied ist kaum festzustellen.

    "Natürlich" werden bei dem Riesenmaßstab von 1:250 alle Fenster "verglast" und Tür und Tor aufgedoppelt. Dafür muß man sich allerdings alle Türen / Tore rauskopieren und neu drucken. Bis zu diesem Baufortschritt hat man eher das Gefühl von Lego in der frühen Form: Ein Klötzchen am anderen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auch die aufgedruckten Rohrleitungen plastisch ausführe.


    Sehr schnell geht es an die Säulen unter der Plattform und es tritt der erste Schweiß auf die Stirn.

    Die Säulen lassen sich noch relativ einfach aus dem dicken Karton formen. Aber alle Spalte und Toleranzen sind durch das Aufskalieren auch entsprechend vergrößert worden. Die Führungsteile in den Säulen lassen viel Spiel übrig, was dann eine saubere Verbindung zwischen dem zylindrischen Teil und dem Fuß sehr erschwert. Mir ist die Verbindung jedenfalls nicht befriedigend gelungen. Das Mikadospiel bzw. die Streben zum Stabilisieren der Säulen sind geschickterweise auch auf dem "Panzer"karton gedruckt. Null Chance, das eng zu rollen. Es setzten die ersten Fluchtaktivitäten ein; ich habe einige Teile im Bau schon mal vorgezogen bzw. vorbereitet, wie zum Beispiel die Schwimmkörper.

    Mein erster Versuch mit den Streben war der Druck eines Scans auf einem 130g Papier, was sich aber auch nicht (von mir) ordentlich rollen ließ. Also bin ich reumütig auf 80g Papier umgestiegen und habe in zwölf Versuchen meine acht benötigten Mikadostäbe gefertigt. Der resultierende Durchmesser ist etwas dünner geworden als vom Konstrukteur vorgesehen, aber besser ging es nicht. Auch ist es sehr schwierig, exakt gerade zu rollen, um die Abschrägungen an den Enden in derselben Ausrichtung zu bekommen. Es gibt ordentlich klaffende Spalte an den Übergängen zu den Säulen (ein Problem, das auch Wolfgang bei seinem Bau hatte). Das läßt sich aber kaschieren: Mit Klebstoff auffüllen und färben. Was die Spalte betrifft: Hier kann man bei den äußeren Säulen sehr gut sehen, wie es mir nicht gelungen ist, saubere Anschlüsse zwischen dem zylindrischen Teil und dem Fuß herzustellen. Das hoffe ich noch etwas kaschieren zu können.

    Zusammengefaßt: Die Unterseite der Bohrplattform ist immens schwierig, da viele Teile mit großzügigen Toleranzen in räumlich verschiedenen Richtungen eigentlich gleichzeitig montiert und ausgerichtet werden müssten.


    Die inneren Säulen sind jetzt schon montiert, für die äußeren Säulen habe ich erst eine Stellprobe gemacht.


    Wenn erst einmal alle Säulenverstrebungen montiert sind (die Schwimmer sind eigentlich erst für später vorgesehen), bekommt die Plattform ihre Versteifungsrippen an der Unterseite. Wolfgang hatte das Problem, die farbigen Rückseiten mit einem 80g Papier unterkleben zu müssen und dadurch starken Verzug zu bekommen. In meiner Bauversion ist für die farbige Rückseite Material derselben Stärke wie die Vorderseite vorgesehen. Und da ich außerdem große Flächen ungern verklebe, habe ich die Baugruppen voneinander getrennt und einzeln aufgeklebt. Damit bleibt das Ganze relativ eben.

  • ...und weiter geht 's.

    Jetzt konnten die "großen" Strukturen unterhalb der Plattform fertiggestellt werden.

    Dummerweise habe ich mich mal wieder vom Bauschwung mitreißen lassen und gebaut, was das Zeug hält. Formal korrekt: Nach der Reihenfolge der Bauanleitung. Es geht um die horizontalen Verstrebungen. Da in der Version 1:250 die Teile der Verstrebungen auf den dicken Karton gedruckt sind, habe ich alle zu rundenden Teile auf 130g Papier gedruckt und die zu rollenden Teile auf 80g Papier. So ließ sich das einigermaßen bewältigen. Beim Wickeln habe ich als temporären Kern eine Stricknadel verwendet und die Strebe nach Augenmaß auf den gewünschten Enddurchmesser gebracht. Die Stricknadel wurde aus der fertigen Strebe wieder entfernt. Da die Säulen noch relativ beweglich sind, habe ich die Bohrinsel wieder auf ihre Schwimmer gestellt, ausgerichtet und beschwert. So kann ich bei der Montage der Horizontalstreben sehen, ob ich die Säulen möglicherweise etwas auseinander drücke. Das ist das Ergebnis (Hier allerdings auch schon mit den Senkkästen (Caissons), dazu später mehr):

    Jetzt konnten die Versteifungen der Unterseite dran kommen. Zu meinem Glück baue ich die große Version der Bohrinsel. Die horizontalen Streben sind heftig im Weg beim Montieren der Versteifungen. Es ging, aber geschwitzt habe ich schon! Hätte ich doch immer mal wieder einen Blick auf Wolfgangs Baubericht geworfen! Also für Nachbauer zum Mitschreiben:


    Reihenfolge der Plattformunterseite:

    Empfehlung: Alleskleber verwenden, da man noch Zeit genug hat für nachträgliche Justierungen.

    1. Schwimmkörper bauen, um sie als Justierschablone immer wieder untersetzen zu können.

    2. Mittlere Säulen und Vertikalstreben fertigstellen und montieren. Anhand der Schwimmkörper die Lage justieren.

    3. Äußere Säulen und Vertikalstreben fertigstellen und montieren.

    4. Alle Versteifungsrippen einbauen.

    5. Eventuell hier schon Feinteile wie Plattformen und Treppen für die Unterseite montieren (Teilegruppen 96 - 123; habe ich noch nicht erledigt).

    6. Horizontalstreben montieren und justieren.

    7. Senkkörper (Caissons) montieren.


    Die Ansicht auf die Stirnseite. Wie im richtigen Leben! :cool:

    Jetzt könnten die Schwimmkörper montiert werden, da die Oberseite noch relativ eben ist und gut beschwert werden kann beim Aushärten des Klebers.


    Anmerkungen zu den Senkkästen: Die Teilebezeichnungen haben die Angaben RA, RF, LA und LF. A= Aft, F= Front, R=Steuerbord, L=Backbord.

    So habe ich die Teile montiert. ?(8| Leider völlig falsch! Die Bezeichnungen stimmen nicht.

    An diesen beiden Bilder läßt sich die richtige Einbaulage der Teile rekonstuieren:

    Grundsätzlich: Die Einkerbungen zeigen nach außen, aber wer ist vorn und wer hinten? Wie man sieht, hat das Original an den hinteren Senkkästen jeweils Backbord und Steuerbord Ausleger bzw. die Lager dafür. Also müssen die Senkkästen, die in dem Bereich Montagemarkierungen aufweisen nach hinten kommen.


    Hier die Ansicht der Steuerbordseite:

    Damit ergibt sich für die Teilebezeichnungen folgendes:

    RF ist eigentlich RA

    RA ist LA

    LA ist LF

    LF ist RF

  • Moin Manfred,


    ich bin natürlich begeistert, dass Du die große Insel unter die Schere genommen hast!

    So kann ich die Bauphasen alle nochmal durchleben (und mit Dir ggf. durchleiden ...).

    Es wird auf jeden Fall interessant!


    Alles Gute für den orangen Giganten :thumbup:

    Gruß

    Wolfgang

  • Das filigrane Geschäft beginnt mit Macht!

    Unter der Plattform hängen, scheinbar unmotivert, an jeder Schrägstrebe Plattformen. Ich kann mir nur vorstellen, daß dies Inspektionsplattformen für die Wiederlager der Schrägstreben an der Unterseite der Bohrinsel sein sollen. In der der Anleitung laufen sie nur als "Equipment under platform". Irgendeine Darstellung der Zugangsmöglichkeiten sind am Modell nicht vorgesehen und auch nicht zu erkennen.


    Da ich ja im "Riesenmaßstab" 1:250 baue, kann die Gitterstruktur mit dem darunterliegenden Versteifungsfachwerk nicht einfach nur aufgedruckt dargestellt werden. Aber falls mein Verfeinerungsansatz nichts so richtig wird, er verschwindet ja später unter dem Tisch / der Bohrinsel. Es ist mein Testprojekt, ob ich alle freischwebenden Plattformen so werde bauen können.


    Die Teile 100 und 101 stellen die Ober- und Unterseite der Plattform an den Streben der äußeren Pfeiler dar. Als Gittermaterial verwende ich LC-Grätings, das Versteifungsfachwerk wird aus 130g Papier ausgestochen und untergeklebt. Im Bild sieht man im Prinzip die Arbeitsschritte bzw. die verwendeten Teile.

    Hier sind alle vorbereiteten Plattformen zu sehen: Oben und unten sind jeweils die Plattformen der äußeren Pfeiler, in der Mitte die der mittleren. Diese müssen später stumpf aneinandergeklebt werden. Hört sich zwar leicht an, ist aber wegen der schon vorhandenen Verstrebungen ein elendes Gefummel.

    Hier ist die hinterste Plattform im Rohbau probeweise aufgelegt: Wenn Arbeits- oder Inspektionsplattform, dann Reling!

    Weil der Abstand bis zur Unterseite der Bohrinsel sehr gering ausfällt, gibt es nur eine in der Höhe halbierte Reling. Den fertigen Zustand zeigen dann diese Ansichten (es fehlt noch etwas das waagerechte Ausrichten):

    Allmählich wird der Bau empfindlich. Man muß jetzt sehr aufpassen, wo und wie man ihn anfasst, um ihn neu zu positionieren ohne Flurschaden anzurichten. Das Stabilste sind die mittleren Pfeiler, die Senkkästen darf man praktisch nicht berühren, sonst knicken sie sofort nach innen.

    Das war bisher nur die Lockerungsübung für den Filigrankram, der noch unter die Bohrinsel kommt.

  • Moin Zusammen;


    auch ich habe sie bei mir noch liegen, warte aber noch ein wenig,


    Gebaut wurde die Plattform 1976 in Verdal; Norwegen.


    Die Verdal Verft soll zur Aker Group gehören.

    Ausgelegt ist die Insel für eine Bohrtiefe von 25.000 ft.

    Insel Typ Aker H-3.


    Von diesen Insel Typ gibt es noch einige die arbeiten.


    Als Gegenpart habe ich einmal die " STENA DON " gebaut 2001 auf Kvaerner Warnow Werft Shipyard.


    Insel Typ CS 30

    Ausgelegt ist die Insel für eine Bohrtiefe von 27.800 ft.


    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Manfred,


    das Problem mit dem dauernden Anfassen des Modells hatte ich auch, mir ist dann ja viel zu spät eine Lösung eingefallen: Unterbau

    Bir Dir sind es natürlich ganz andere Dimensionen, aber zumindest als Anregung ...


    Gruß

    Wolfgang

  • Bevor ich weitere Ergebnisse präsentieren kann, noch ein paar Anmerkungen zu der Unterseite der Bohrinsel:

    Bei diesem Bild des Originals kann man sehen, daß die Plattform am Bug zwischen den Diagonalstreben deutlich tiefer sitzen muß als im Modell. Außerdem ist ein hängender Steg als Zugang erkennbar: Also Plattform wieder abnehmen, ein angepasstes Exemplar konstruieren und in der richtigen Höhe wieder montieren. Dazu kommt noch der Zugangssteg, der im Modell nicht existiert.:wacko::evil:

    Überhaupt fehlen an der Unterseite der Bohrinsel Teile im Modellbogen. Dazu dann im weiteren Bericht mehr.

  • Noch ein paar weitere Anmerkungen zur Bestückung der Unterseite der Bohrinsel:

    Die Teile 111 (Oberseite) und 112 (Unterseite), hier aus dem LC-Satz gebaut, werden insgesamt 2x benötigt. Gedruckt sind aber nur die Teile für ein Exemplar, während der LC-Satz korrekt die Teile für beide Exemplare enthält.

    Die Baugruppe 102-105 (105 ist eine Leiter, hier nicht abgebildet) ist ein ziemliches Durcheinander. Bei all diesen Plattformen/ Laufstegen ist (fast) immer die Ober- und die Unterseite gedruckt. Jede Seite hat (normalerweise) eine andere Nummer. Aber Teil 104 nicht; wie man sieht, sollen aber zwei Exemplare gebaut werden. An den Pfeilern an der Vorderseite der Bohrinsel sind auch sowohl an Steuer- als auch Backbord Markierungen für die Montage aufgedruckt. Aber der Laufsteg (102, 103) ist nur für ein Exemplar vorhanden.

    Immerhin sind Ober- und Unterseite wie bisher meist mit unterschiedlichen Teilenummern bezeichnet.

    Es macht den Eindruck, daß die Ausstattung der Bohrinselunterseite im Modell etwas stiefmütterlich konstruiert ist. Laufstege unterhalb der Bohrinsel sind nur sporadisch angedeutet. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß das Original ein recht komplexes Netz von Laufstegen besitzt. Leider habe ich dafür bisher keine Informationen gefunden.

    So gibt es beispielsweise die Baugruppe 113 bis 123, welche eine Treppenkonstruktion für den Zugang zu einem Schwimmkörper liefert. Auch diese ist nur für ein Exemplar vorhanden. Das halte ich aber für unlogisch, denn auch der zweite Schwimmkörper braucht eine Zugangsmöglichkeit; auf beiden Schwimmkörpern befinden sich Poller.

  • Moin Manfred;


    so ich habe noch mal in meinen Fundus reingesehen.


    Es gibt in der HANSA ein paar Berichte über die auf Werften gebauten Bohrinseln. das wären 2 oder 3 Inseln die auf deutschen Werften gebaut worden sind.

    Das sind einmal 3 Inseln von HDW Werk Ross, Hamburg und Deutsche Werft Finkenwerder, sowie Blohm & Voss, jetzt zugehörig zur Lürssen Gruppe. Dort wurden auch Inseln gebaut.


    Von Blohm & Voss sind die " SCARABEO 3 " und "SCARABEO 4 " sowie " CHRIS CHENERY ".


    Zum anderen würde vielleicht was in der Schiffahrt International zu finden sein.

    Eine weitere Möglichkeit wäre vielleicht Diggi Peer oder das Tamm Museum in Hamburg, vielleicht auch das Rikarkivet aus Dänemark


    Ich habe nicht nachgesehen was an Zeichnungen oder Bilder da ist.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Noch will ich etwas detaillierter über den Baufortschritt berichten, da ich mich dank des Maßstabes 1:250 leichter in Details verlieren kann, als es Wolfgang gezeigt hat.

    Für die Aufhängung der Plattformen habe ich 0,5mm Kunststoffstäbe verwendet. Außerdem kam beim Verteilen der Aufhängungen eine spezielle Vorrichtung zum Einsatz: Das sind die Teile (102 - 107), welche der Bogen für die Laufstege vorsieht:

    Wobei ich anmerken muß, daß nur ein Exemplar des L-förmigen Steges vorgesehen ist. Ich habe ein zweites Exemplar gebaut, da, wie oben erwähnt, die Bogenvorlage bei dieser Teilegruppe inkonsistent ist.

    Es fällt auf, daß die Leiter (Teil 105), welche von der Plattform am Pfeiler nach unten geht, im Nirwana endet. ?( Zitat aus der Politik: "Das geht aber gar nicht!!!!" Ein Bild des Originals (siehe weiter oben) zeigt, daß die Leitern über mehrere Plattformen bis zu den Schwimmkörpern führen. Mit diesen nachempfundenen Teilen kommt also auch etwas ähnliches an das Modell:

    Dann hat das Ganze schon mehr Hand und Fuß. Übrigens sieht man hier schon deutlich, wie empfindlich der Bau jetzt schon ist. Falls man ungewollt an die Senkkörper an den äusseren Pfeilern kommt, knicken die Ecken sofort leicht nach innen. Durch wiederholt notwendiges Ausbeulen zeichnen sich inzwischen schon Knickstellen an den abgeschrägten Ecken ab.;( Eigentlich kann man in diesem Baustadium die Bohrplattform nur an den mittleren Pfeilern ohne allzu große Gefahr hantieren.


    Die Unterseite ist noch lange nicht fertig, es stehen noch eine Menge Spinnenbeine, Treppchen und freie Nachempfindungen an.

  • Endlich! Die Unterseite ist fertig nach einer Menge Improvisation.

    Wie man oben an dem letzten Bild sieht, endet der Steg für die Leiter im Nirwana. Auch bei seitlichem Betrachten der Plattform sieht man die unmotiviert darunter hängenden Stegstückchen, welche der Bogen mitliefert, ohne irgendwie sinnvolle Anbindung. Unter der Plattform müßte es eigentlich ein vollständiges Wegenetz von Stegen geben, damit wenigstens die angedeuteten Teile sinnvolle Anschlüsse haben. Also mache ich den Scheuer!


    Die äußeren Plattformen zwischen den Diagonalstreben habe ich wieder entfernt und verlängert, um sie tiefer zu setzen und ihnen eine ordentliche Reling zu geben. Und sie werden Anschlüsse an ein Stegenetz bekommen. Die längste "Hauptstraße" wird gut 20cm lang, weshalb eine andere Vorrichtung zum Einsatz kommt beim Fixieren der Aufhängungen.

    Dieses Bild zeigt die beiden Hauptstraßen:


    Solange die Plattform nicht auf dem Rücken liegt und man die Unterseite im Detail studiert, fallen auch die teilweise etwas unsauberen Anschlußstellen zwischen den Stegsegmenten nicht so auf. Die schon vorhandenen Diagonal- und Horizontalstreben haben das Montieren heftig erschwert. Immerhin bin ich ohne Flurschaden durchgekommen.


    Bei der Treppe zum Schwimmkörper war die Fummelei fürchterlich. Ich habe sie auch nur "frei nach..." gebaut, eine Zwischenetage fehlt, da meine Treppen steiler sind, als im Bogen vorgegeben. Natürlich sollte in dem Riesenmaßstab alles Treppenstufen und ordentliche Geländer bekommen. Würde man die Treppe rechtzeitig vor Anbau der Verstrebungen und der Schwimmkörper installieren, wäre sie auch besser ausrichtbar. Ich konnte in meinem Bauzustand überhaupt froh sein, irgendwie noch ranzukommen. Manchmal hat die Suche nach der richtigen Handhaltung, der Pinzettenrichtung und der richtigen Zugangsseite wesentlich länger gedauert, als das Vorbereiten einer Treppenetage.


    Die Treppe ist jgeschafft, die Schwimmkörper sind montiert, ich kann die Oberseite der Plattform in Angriff nehmen.:D

  • Heute nur ein kleiner Fortschritt, der die Teile 127-139 beinhaltet, welche die Umfassung der Bohrinsel bilden. Sind diese montiert, ist der grün markierte, umlaufende Gang geschlossen und die Eckpfeiler abgedeckt. Die Abdeckungen der Längsseiten besitzen bei den inneren Aussparungen recht große Toleranzen, sprich Lücken. Mein Montagekriterium war, die Eckpfeiler sauber abzudecken und den grünen Umgang passig anzuschließen.

    Beides ist möglich, aber dafür gibt es an den Aufbauecken vorn und hinten Lücken. Und natürlich bei diesem Maßstab:

    Jede Treppe soll ihre Stufen bekommen! So allmählich bin ich gezwungen, bei jedem Hantieren immer erst einmal vorsichtig zu schauen, wo die Finger ohne Flurschaden greifen können. Das wird mit dem weiteren Baufortschritt noch ein heftiger Eiertanz werden ( Es kommt ja auch Ostern!).

  • Je schöner und wärmer das Wetter wird, desto langsamer geht es voran, aber es geht voran.

    Die Bestückung der Plattformoberseite beginnt mit dem blumenkohlartigen Unterbau des Bohrturmes. Man kommt sich vor wie mit einem Lego-Baukasten, ein Klötzchen wird an das andere geklebt.

    Soweit es mir machbar erscheint, habe ich die Baugruppe unabhängig von der Plattform gebaut. Das verhindert Bauschäden.

    Ab diesem Bauzustand habe ich den Unterbau montiert, da jetzt immer mehr Elemente kommen, die zusätzlich eine Verbindung mit der Plattform haben.

    Die Erfahrung hat dann gezeigt, daß man, bevor das Ganze montiert wird, noch einiges vorziehen und anbauen könnte (Teile 160 - 168, verschiedene Erker und die Steuerkanzel des Bohrturmes). Das wäre auch für ein leichteres Handhaben zu empfehlen.

    Den aktuellen Bauzustand zeigen die folgenden Bilder. Der weitere Bau wird sich noch einige Zeit im "Lego"-Universum tummeln.


    Und beim Fotografieren tauchen doch immer wieder Ecken auf, die noch Farbe vertragen.:whistling:

  • Hier mal ein Beispiel, was mir der Maßstab 1:250 bei dem Modell ermöglicht (Der eine oder andere kann das sicherlich auch im Maßstab 1:400).

    Die Baugruppe 169-171 ist eine Plattform mit mehreren Ebenen. Ein Ausschnitt aus der Bauanleitung mit der Ansicht des Unterbaues vom Bohrturm zeigt die Plattform links vorn): Die vorbereitete Basis sieht bei mir dann so aus:

    Die weiße Fläche ist ein Hilfsunterlage, um die kurzen Treppen vorzumontieren.

    Am Modell bekommt die Gruppe dann noch zwei weitere Treppen. Da die Bohrinsel sehr verschachtelt ist, braucht es sehr viele Treppen, Plattformen und Stege, um die Höhenunterschiede zu überwinden. Das zieht sich und stärkt die Nerven. :cool:

  • Der Bau des verschachtelten Aufbaues läßt es als sinnvoll erscheinen, aufgrund der vielen Überkragungen auch möglichst alle Details wie Treppen und Relings anzubringen. Die Größe und Sperrigkeit des Modells erschwert es doch zu sehr, das erst im fortgeschrittenen Baustadium zu machen. Das Stichwort Reling hat mich die Bilder des Originals noch einmal genauer betrachten lassen. Die Relings sind gelb! Ein schöner Farbkontrast zum Signalorange, nur leider hatte ich das Treppengebilde innen (s. oben) in grau angelegt. Das konnte ich nur teilweise gelb nachfärben, da nicht mehr alle Geländer vernünftig mit Pinsel und Farbe erreichbar sind.


    Den Aufbau habe ich komplett als eigenen Modul fertiggestellt, damit es sich leichter damit hantieren läßt. Jede Ebene wird möglichst komplettiert,

    bevor die nächste aufgesetzt wird.

    Mir ist auch hier wieder aufgefallen, daß Markierungen für Bauteile immer mal wieder nicht passen bzw. die maßliche Treffgenauigkeit über mehrere Ebenen nicht paßt. Ich bin mir nicht klar, ob es durch ungenaues Bauen meinerseits entsteht oder von Unsauberkeiten in der Modellkonstruktion herrührt. Ich denke, beides trifft zu.

    ABER! Trotzdem ist die Bohrinsel ein Leckerbissen, u.a. wegen der knalligen Farbgebung.

    Hier das Aufbaumodul, wie ich es fertiggestellt habe:

    Und hier auf der Plattform montiert:

  • Das Bebauungsgebiet steuerbords neben den Aufbauten ist inklusive der Kommandobrücke inzwischen fertiggestellt.

    Zum Bau ist nicht viel zu sagen, da Wolfgang in seinem Bericht über die Version in 1:400 schon ausführlich die Details beschrieben hat.

    In der großen Version des Modells bringen die vielen gelben Relings auf den unterschiedlichen Ebenen einen besonderen farblichen Akzent und sie stellen oft hohe Anforderungen an die Fingerfertigkeit, da etliche verwinkelte, bereits überbaute Ecken nicht so einfach erreichbar sind, um ein Stückchen Reling zu plazieren. Man weiß oft erst im weiteren Baufortschritt, wo ein Gang oder Steg weiterführt und wo eine Reling hingehören müsste.


    Die Bilder des Originals zeigen alle nur die Dackelperspektive, ich habe nichts gefunden, was mir genauere Erkenntnis über das Geschehen an Deck gibt.

  • Hallo Reinhard,

    es kommt natürlich darauf an, wo dein Schwerpunkt liegt. Wenn du den Anspruch der möglichst hohen Modelltreue hast, wird die Sache schwierig. Wenn man mehr mit dem Spaß- und Neugierfaktor unterwegs ist, dann ist der Bauauftrag keine Frage. So habe ich die Freiheit zu überlegen, was könnte wahrscheinlich/sinnvoll/realistisch sein.

    Das schlagende Argument für mich: Es gibt kein alternatives, ausgefeilteres Modellangebot einer Bohrinsel. Und selbst zu konstruieren liegt mir nicht.


    Also ran an die Pappe!


    Schönen Gruß

    Manfred