Flugdeckkreuzer "Kiew", 1:200, Oriel

  • Moin Andi,

    Ich habe mich entschieden, dennoch weiterzubauen

    guter Entschluß, ich sehe keine Mängel. Meine Unterwasserschiffe in dieser Bauweise haben immer deutlich anders ausgesehen, deshalb habe ich sie auch fast immer nachbessern und pönen müssen.


    Mach weiter so :thumbup:.


    Viele Grüße

    Gustav

  • Danke, Helmut, Gustav und euch Daumenhebern.


    Der Bug ist verkleidet. M.E. ist das Teil, in dem sich die Ankertaschen befinden, falsch konstruiert. Und zwar stimmt die Krümmung des Bugs nicht. Dies wird einerseits von oben innen sichtbar, wo eine deutliche Lücke zwischen Mittelspant und Aussenhaut klafft (Pfeil im linken Bild), und andererseits von der Seite, wo das ÜWS mit einem Knick in das UWS übergeht statt mit einer konstanten Rundung (rechter Pfeil im Bild rechts)..


      


    Das führt auch zu einem Spalt zwischen diesem und dem hinten anschliessenden Teil (linker Pfeil im Bild rechts). Um diesen Spalt zu schliessen, müsste das vordere Teil im unteren Bereich deutlich stärker nach vorne innen kippen, was es bei korrekter Krümmung des Buges tun würde.


    Um diesen Fehler zu korrigieren (den übrigens auch das Modell im einzigen mir bekannten Baubericht zeigt) müsste das Teil neu konstruiert werden. M.E. würde aber der unvermeidbare Farbunterschied zum Rest des Rumpfes mehr stören.


    Andi

    Die Natur sagt uns gerade einmal mehr, dass wir mit unserer Masslosigkeit alles zerstören... Und wir werden auch dieses Mal nicht zuhören.


    im Bau:

    Dampfwalze H. Zettelmeyer (Zarkov Models)

    Kiew (Oriel)

  • Auf der Steuerbordseite sind die grossen Aussenhautteile angebracht.



    Wie bereits erwähnt sind die Bordwände ca. 3-4 mm zu kurz. Ich habe mich entschieden, die Korrektur im Bereich der Öffnungen für die Beiboote zu machen in der Hoffnung, dass sie hier wegen des niedrigeren und stark gestuften Rumpfes weniger auffallen als in der Mitte oder vorne.



    Der untere Pfeil zeigt den ebenfalls schon erwähnten Fehler beim Teil S18 des UWS. Am vorderen Rand der Beibootnische habe ich bereits ein Stück eingefügt. Da ich im Bogen keine Farbreserve für das ÜWS gefunden habe, habe ich dazu die Rückseite der Teile L12c verwendet. Diese werden später unter dem Überhang des Flugdecks praktisch unsichtbar sein, so dass dort eine Farbabweichung nicht auffallen wird.



    Jetzt folgen die grossen Teile der Backborseite. Die Lücken werden anschliessend zusammen mit den übrigen Kleinteilen am Rumpf geschlossen.


    Andi

    Die Natur sagt uns gerade einmal mehr, dass wir mit unserer Masslosigkeit alles zerstören... Und wir werden auch dieses Mal nicht zuhören.


    im Bau:

    Dampfwalze H. Zettelmeyer (Zarkov Models)

    Kiew (Oriel)

  • Moin Andi;


    es ist Dir gut gelungen, es gefällt mir.;)

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Andi,


    das sind schon ganz erhebliche Fehler in der Konstruktion, mir würde das die Petersilie verhageln, ich bewundere Dein Durchhaltevermögen.


    Zaphod

  • Danke, Arne, Zaphod und den Daumenhebern.


    Unterdessen ist zwar die Backbordseite auch mit den grossen Teilen gepflastert, aber mit der Länge der Bordwandteile ist bei diesem Modell etwas grundsätzlich schief gelaufen. Dass es nicht an mir liegt zeigt sich darin, dass im bereits erwähnten russischen Baubericht genau die gleichen Stellen geflickt sind. Meine Motivation hat dadurch aber doch so gelitten, dass ich mir an den später wenig oder nicht sichtbaren Stellen keine grosse Mühe mehr gebe.


      


      


    Der Bau geht vorläufig weiter in der aus Erfahrung berechtigten Hoffnung, dass am Schluss die vielen Details auf dem Deck die Unzulänglickeiten darunter vergessen lassen. Ich werde jetzt zuerst die Löcher stopfen (kein Spass) und dann die Kleinteile des Rumpfes ergänzen (hoffentlich wieder Spass).


    Andi

    Die Natur sagt uns gerade einmal mehr, dass wir mit unserer Masslosigkeit alles zerstören... Und wir werden auch dieses Mal nicht zuhören.


    im Bau:

    Dampfwalze H. Zettelmeyer (Zarkov Models)

    Kiew (Oriel)

  • Hallo Andi.

    Dann hoffe ich mal, dass das die einzigen Mängel bleiben. Ich habe bei dem Modell das Gefühl, dass es keinen Kontrollbau gegeben hat…

  • Danke den Daumenhebern!


    Helmut: dein Gefühl teile ich. Aber wundern tut mich das schon lange nicht mehr.


    Ich habe alle Unteransichten unter dem Flugdeck verkleidet und mit ihren Streben versehen. Auf dem Teil 17e gibt es zwar auch Markierungen für Streben, diese sind aber im Bogen nicht vorhanden, also ist Selberschnitzen angesagt. Dann wurden Bug und Heck mit diversen Kleinteilen (Anker, Bug- und Heckzier, Schriftzüge etc.) ergänzt.


      



    Beim Podest L16 darf wieder geschnitzt werden, da die schon bekannten 2-3 mm in der Länge der Aussenhaut fehlen. Da es im Bogen keine Farbreserve in Decksfarbe gibt, habe ich den eingesetzten grauen Steifen an der Hinterkante auch um das Deck weitergezogen.


      


    Weil es bald ansteht und ich es jetzt wissen wollte, habe ich das Flugdeck schon einmal aufgelegt. Die Platten des Spantengerüstes passen, die farbige Verkleidung ist auch hier deutlich zu kurz.



    Nachdem auch diese Fehler beim bereits mehrfach erwähnten russischen Baubericht deutlich sichtbar sind ist klar, dass Spantengerüst und Verkleidung des Rumpfes über der Wasserlinie nicht zusammenpassen. Glaubt man den verschiedenen Quellen zur Länge des Originals, hat das Spantengerüst die richtige Länge und die Verkleidung ist zu kurz.


    Ich bilde mir zwar ein, nicht besonders defätistisch zu sein, aber das Szenario "Übungsabbruch" gewinnt laufend an Attraktivität.


    Andi

    Die Natur sagt uns gerade einmal mehr, dass wir mit unserer Masslosigkeit alles zerstören... Und wir werden auch dieses Mal nicht zuhören.


    im Bau:

    Dampfwalze H. Zettelmeyer (Zarkov Models)

    Kiew (Oriel)

  • Hallo Andi,


    ich denke hier sind seitens des Verlags die Grenzen des Zumutbaren überschritten. Die Zeit, die Du mit diesem Modell sparst, kannst Du im Bau eines gut konstruierten Modells besser anlegen.


    VG


    Zaphod

  • Danke für den Ratschlag, Zaphod. Leider gibt es zwei hohe Hürden, die vor diesem Entscheid stehen. Erstens die Frage, wo ich das gut konstruierte Modell hernehmen soll, da ich doch so gerne diese Klopper aus dem Osten baue. Und zweitens meine Sturheit verbunden mit der Tatsache, dass mich die Kiew doch immer wieder reizt.


    Neben dem Ausfüllen der Lücken geht es jetzt auch darum, überall die gerundeten Übergänge von den Bord- und anderen Wänden zu den Decks zu bauen. Dazu gibt es kleine Streifen im Bogen. Diese haben die exakte Breite, die bei einem perfekten Bau gebraucht wird. Da ich diese Präzision kaum irgendwo erreicht habe, will ich die Streifen selber in der jeweils nötigen Breite zuschneiden können. Irgendwie habe ich es fertig gebracht, den grössten Teil der grauen Farbreserve zu verlegen. Aber mit einigen Versuchen habe ich eine passable Näherung auf meinem Drucker fertig gebracht. Das kann auch eine grosse Hilfe sein, wenn ich später allenfalls verkorkste Teile selber ausdrucken muss.



    Damit war es Zeit, das Flugdeck aufzubringen. Leider besteht zwischen den beiden vordersten Teilen ein deutlicher Farbunterschied.



    Weiter geht es dann im August nach den Ferien.


    Andi

    Die Natur sagt uns gerade einmal mehr, dass wir mit unserer Masslosigkeit alles zerstören... Und wir werden auch dieses Mal nicht zuhören.


    im Bau:

    Dampfwalze H. Zettelmeyer (Zarkov Models)

    Kiew (Oriel)