FERTIG Thermopolium (Römischer Schnellimbiss) Regio V, Pompeji, M 1:24, Paperdiorama

  • Mit diesem Architekturmodell möchte ich Euch mit in das Jahr 79 n. Chr. mitnehmen, in das Jahr, in dem Pompeji vom Ausbruch des Vesuvs mit einer 5 bis 6 Meter dicken Asche und Gesteinsschicht bedeckt wurde.


    Wer schon einmal in Pompeji war, konnte die Gebäude und Gegenstände bestaunen, die die Archäologen im Laufe der Jahrzehnte ausgegraben und konserviert haben.


    Sei es die prunkvollen Bäder, Saunen, Bordelle, Statuen und öffentliche Garküchen.


    Die am besten erhaltene Garküche, das Thermopolium Regio V, wurde im vergangenen Jahr ausgegraben, zusammen mit den Gebeinen des Besitzers oder seines Gehilfen. Einen kleinen Film über die Ausgrabung gibt es auf YouTube.


    Anhand der Ausgrabungen hat Paperdiorama das Kartonmodell im Maßstab 1:24 erstellt, dass ich nun bauen möchte. Leider gibt es keine Bauanleitung zu diesem Modell, die ich aber beim Bau des Modells versuche zu erstellen. Mit Hilfe von zwei Bildern des fertigen Modells habe ich die Einzelteile markiert und vermerkt auf welchen Blättern sie sich befinden. Dazu habe ich mir meine eigene Nummerierung der Bauteile ausgedacht (Bild 001 und Bild 002).


    Bewusst habe ich in der Titelzeile den Begriff "Schnellimbiss" verwendet, da diese Art des "Restaurants" direkt an der Straße lag und jeder sich aus den angebotenen Speisen etwas nach seinem Geschmack aussuchen konnte. Damals gab es ja noch keine sogenannten "Food-Trucks", wie es sie heute gibt. Egal ob diese "Imbissbuden" einen eigenen Antrieb haben oder nicht, heute ist eben alles ein "Food-Truck".


    Nun gut, kommen wir also zur Sache und beginnen mit dem Bau:


    1. Grundplatte (Bild 003, Bild 004, Bild 005)


    Die Grundplatte an den bezeichneten Stellen vorritzen, ausschneiden, falten und zusammenkleben.




  • Hallo Renee

    Vielen Dank! Ebenso gilt mein Dank an die anderen Leser, die den Daumen angeklickt haben!:thumbsup:


    2. Rückwand aus den Teilen Blatt 2, Teil 1 und Blatt 3, Teil 2 (Bild 006, 007, 008, 009)


    Blatt 2, Teil 1 vorritzen. Den roten Vorhang ausschneiden und dann das übrige Teil 1 ausschneiden, falten und zusammenkleben.


    Von Blatt 3, Teil 2 grob ausschneiden und vorritzen. Das Teil ausschneiden, falten und zusammenkleben.


    Teil 2 (von Blatt 3) so in Teil 1 (von Blatt 2) einkleben, dass ein Türrahmen mit einem roten Vorhang entsteht.


    Die so entstandene Rückwand aus den Teilen Blatt 2, Teil 1 und Blatt 3, Teil 2 legen.



    beiseite .

    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Eigendlich schon interessant, das sich da vom Design in fast 2000 Jahren nicht viel geändert hat. Der Imbiss könnte praktisch überall so stehen.

  • Da liegst Du garnicht so falsch Zwieblum:thumbup:

    Danke an die Bastelfreunde die den Daumen angeklickt haben.


    3. Rückwand aus den Teilen Blatt 3, Teil 1 und 2 (Bild 010, 011, 012)


    Von Blatt 3, Teil 1 grob ausschneiden und vorritzen. Teil 1 ausschneiden, ebenso den roten Vorhang. Teil 1 falten und zusammenkleben.


    Von Blatt 3, dass nächste Teil 2 grob ausschneiden und vorritzen. Das Teil ausschneiden, falten und zusammenkleben.


    Teil 2 (von Blatt 3) so in Teil 1 (von Blatt 2) einkleben, dass ein Türrahmen mit einem roten Vorhang entsteht.


    Die so entstandene Rückwand aus den Teilen Blatt 3, Teil 1 und Blatt 3, Teil 2 beiseite legen.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Danke Hans-Joachim:thumbsup:


    4. Anbringen der Rückwände auf die Grundplatte (Bild 013, 014)


    Die lange Rückwand (Blatt 3, Teile 1 und 2) und die kurze Rückwand (Blatt 2, Teil 1 und Blatt 3, Teil 2) zur Probe aufsetzen und die Passgenauigkeit überprüfen.


    Zuerst die lange Rückwand auf die Grundplatte kleben und die Klebung trocknen lassen.


    Nun die kurze Rückwand auf die Grundplatte kleben und mit der langen Rückwand verbinden. Die Klebung trocknen lassen.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Vielen Dank, dass ihr den Daumen angeklickt habt:thumbsup:


    5. Hintergrundbilder (Bild 015, 016, 017, 018)


    Die beiden Hintergrundbilder Blatt 4, Teil 1 und Blatt 5, Teil 1 ausschneiden.


    Anmerkung: Beim Hintergrundbild Blatt 4, Teil 1, habe ich eine kleine Klebelasche an konstruiert, um das Hintergrundbild mit der Bodenplatte zu verbinden.


    Beide Hintergrundbilder wurden von mir mit 1 mm Graupappe verstärkt.


    Zuerst das Hintergrundbild Blatt 4, Teil 1 mit der Rückwand (Blatt 3, Teile 1 und 2) und der Bodenplatte verkleben und die Klebung gut trocknen lassen.


    Anschließend das Hintergrundbild Blatt 5, Teil 1 mit der Rückwand (Blatt 2, Teil 1 und Blatt 3, Teil 2) verkleben, sowie die Klebelasche von diesem Hintergrundbild mit dem Hintergrundbild Blatt 4, Teil 1 verkleben. Auch hier die Klebung gut trocknen lassen.



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • 6. Die Theke besteht aus den Teilen Blatt 5, Teil 2 und Blatt 6 Teil 1 (Bild 019)


    Beim Bau der Theke hat man die Wahl zwischen 2 Versionen, zum Einen die Einfache und zum Zweiten die detaillierte Version.


    Bei der einfachen Version werden beide Thekenteile vorgeritzt, ausgeschnitten, gefaltet und zusammengeklebt.


    Bei der zweiten Version, der Detaillierten, kommen die Kleinteile von Blatt 7 mit ins Spiel. Diese Version werde ich bauen.


    Beim Betrachten der Teile Blatt 5, Teil 2 und Blatt 6 Teil 1, ist mir aufgefallen, dass jegliche Klebelaschen zum Befestigen der fertigen Theke auf der Bodenplatte fehlen.


    Somit habe ich vor dem Ausschneiden der Teile Blatt 5, Teil 2 und Blatt 6 Teil 1 die entsprechenden Klebelaschen aufgezeichnet.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Danke Jürgen und die Anderen!


    Nun können die Knicklinen vorgeritzt und beide Teile ausgeschnitten werden.


    Die auf Bild 019 ROT eingezeichneten Bereiche einschneiden und die schwarzen Kreise vorsichtig ausschneiden.


    Das Hauptteil der Theke, Blatt 6, Teil 1, jetzt falten und zusammenkleben und von Blatt 5, Teil 2 in Position kleben (Bild 021).


    Von Blatt 7, die Teile 1 und 2 (Bild 023) am breiteren Ende (Oben) mit Klebelaschen versehen, vorritzen, ausschneiden, zu einem Kegelstumpf formen und in die Öffnungen der Theke einsetzen (Bild 024) und festkleben. Die beiden größeren Teile 1 sind in die beiden größeren Öffnungen einzusetzen.


    Von Blatt 7, die Teile 3 und 4 ausschneiden und auf die eingesetzten Teile 1 und 2 von Blatt 7 kleben (Bild 025, 026).


    Die Theke habe ich zur Probe mal in den Raum gestellt (Bild 027).


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

    Edited once, last by Horst_DH ().

  • Vielen Dank für das Drücken des Daumens:thumbsup:


    Um mehrere Deckel für die Amphoren mit den Speisen zu erhalten, habe ich das Blatt 7 mehrmals ausgedruckt, die Teile 5 und 6 grob ausgeschnitten und auf 1mm Graupappe geklebt (Bild 028). Nach dem Trocknen die Teile ausschneiden und mit Griffen von Blatt 7 versehen.


    Klebstoff auf die Unterseite der Theke geben und auf die Grundplatte in Position kleben (Bild 029).


    Die Deckel für die Amphoren je nach Aussehen auf die Amphoren kleben (Bild 030).


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Moin Gustav.

    Herzlichen Dank!
    Dieses Grabungsergebnis kannte ich nicht.


    Das ist doch unglaublich, wie diese Malereien erhalten sind, oder?

    Sagenhaft!

  • Moin Helmut,


    Das ist doch unglaublich, wie diese Malereien erhalten sind, oder?

    so ist es. ich habe mir diese Farbkraft vorher auch nicht vorstellen können.

    Der Erhaltungszustand könnte mit dem Schutz vor dem Sonnenlicht zusammenhängen. Mir stellt sich dabei auch noch die Frage, wie und woraus solche dauerhaften Farben hergestellt worden sind.


    Viele Grüße

    Gustav

    Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

  • Hallo Helmut und Gustav,

    Meine Frau und ich waren begeistert, erstaunt usw. bei unserem Besuch in Pompeji vor 3 Jahren wie gut sich die vielen Wandmalereien in den Gebäuden erhalten haben. Gerade die Farben aus diesem "Imbiss" sind einfach atemberaubend und sehen aus, als ob die Bemalung gerade erst vor ein paar Tagen gemacht wurden.


    Vielen Dank auch an die anderen "Daumenanklicker"!:thumbsup:


    7. Mauerrest (Blatt 2, Teil 2) (Bilder 031 bis 035)


    Den Mauerrest (Blatt 2, Teil 2) vorritzen, ausschneiden, falten und zusammenkleben.


    Anmerkung: Auch hier habe ich zwei zusätzliche Klebelaschen an der Unterseite des Mauerrestes zur besseren Standsicherheit angebracht.


    Den Mauerrest auf der Grundplatte in Position kleben. Hilfreich sind hier die beiden Bilder von Paperdiorama.



    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Hallo,


    es wird sich um Farben auf Pflanzen- oder Tierbasis (Purpurschnecken) handeln.

    Heutzutage übrigens ein gutes Indiz, wenn man gefälschten Gemälden auf die Spur kommen will.

    Zaphod

  • Hallo Zaphod,

    Wusste garnicht, dass man aus Schneckenhäusern Farbe gemacht hat. :thumbup:


    Allen, die den Daumen angeklickt haben meinen Dank!:thumbsup:


    8. Drei Amphoren, Blatt 7, Teile 7 und 8 (Bild 035)


    Für Blatt 7 habe ich 110g Papier genommen und nicht 170g wie bei den Seiten 1 bis 6, da es sich bei den Einzelteilen der Amphoren und der anderen Teile auf Blatt 7 um kleinere Teile handelt.


    Bei allen drei Amphoren habe ich jeweils eine zusätzliche Klebelasche angebracht.


    Der Bau geht recht einfach von der Hand, ist aber ein wenig Fummelei, da einige Teile doch recht klein sind.


    Alle drei fertigen Amphoren werden, wie auf dem Foto, in die Raumecke hinter der Theke an der Wand befestigt.


    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Somit ist das brandaktuelle Modell von Paperdiorama fertig. Der Bau hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Passgenauigkeit war sehr gut, jedoch hätten einige Klebelaschen mehr vom Konstrukteur berücksichtigt werden können.


    Bedanken möchte ich mich bei allen die den Baubericht gelesen, den Daumen angeklickt und Kommentare geschrieben haben.


    Bis zum nächsten Mal!

    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Horst_DH

    Changed the title of the thread from “Thermopolium (Römischer Schnellimbiss) Regio V, Pompeji, M 1:24, Paperdiorama” to “FERTIG Thermopolium (Römischer Schnellimbiss) Regio V, Pompeji, M 1:24, Paperdiorama”.
  • ...und der Vesuv im Hintergrund droht das kommende Unheil an...


    Ein richtig hübsches Modell!

    Vielen Dank für die Vorstellung dieses Bogens und den Baubericht!

  • Hallo Horst,


    auch von mir Glückwunsch zur Fertigstellung und herzlichen Dank für den Baubericht. Ohne Dich wäre ich nicht auf das Modell aufmerksam geworden.

    Zaphod

  • Servus Horst ,


    vielen Dank für den Top Aktuellen Baubericht aus Pompeji .


    Da ich ein großer Fan von Pompeji bin , aus eigener Erfahrung , gefällt mir Dein Projekt besonders gut , BRAVO !!


    Mit freundlichem Gruß aus Flavia Solva

    Kurt

  • Hallo Horst,


    ein ungewöhnliches und sehr schönes Modell.

    Da ich neulich einen Bericht über Ausgrabungen dort und einen ebensolchen Imbiss gesehen habe, hat mich dein Bau besonders interessiert.


    Viele Grüße

    Dieter

  • Hallo Dieter,

    ...Da ich neulich einen Bericht über Ausgrabungen dort und einen ebensolchen Imbiss gesehen habe, ...

    Das ist wohl genau der in Pompeji freigelegte Imbiss.

    Beste Grüße aus der Nachbarschaft der Colonia Ulpia Traiana

  • Steffen

    Vielen Dank! Mit den Flugzeugen wird es wohl in nächster Zukunft nichts. Habe vor 6 Wochen eine Hand-OP gehabt, die nächste steht demnächst an. Nichts mit Doppeldecker und Co.:cursing:

    @ Helmut, Zaphod, Jürgen, Kurt, Dieter und Zwieblum und all die Anderen!

    Vielen Dank für eure Anmerkungen und das Anklicken des Daumens!


    Hab einen passendes Behältnis für den Imbiss gefunden damit er vor Staub und Licht geschützt bis zur nächsten Ausstellung (die es hoffentlich bald mal wieder gibt) aufbewahrt werden kann.

    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Hallo Renee und Ulrich,

    Vielen Dank für Eure Kommentare!:thumbsup:


    dank auch an all die Anderen, die den Daumen angeklickt haben.:thumbsup:

    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • "Garum" ... das Zeug haben die Römer überall hin mitgenommen. Heute kannst du anhand der Fischbandwurmeier in Fundstellen feststellen, ob's Römer vor Ort gab oder nicht.