Black Pearl (Fluch der Karibik) von UHU 02

  • Nach langem Überlegen was man so bauen könnte, habe ich mich für die Black Pearl entschieden. Segelschiffe habe ich bisher noch nicht gebaut. Wird also ein spannendes Unterfangen. Inklusive zweiseitiger Bauanleitung, besteht das Ganze aus 25 Bögen. Das Modell bietet wieder eine Menge Möglichkeiten zum supern. Kurz zur Anleitung, sie ist in Fotos gehalten, in ganzen Bauabschnitten. Beim Bau muss man sich also Schritt für Schritt rantasten. Habe in anderen Foren vorab nach Bauberichten gesucht, bin lediglich bei den Kartonmodellbauern fündig geworden. Dem Kartonkollegen ging es ähnlich, was Bauberichte angeht, geht deshalb nicht so in die Tiefe.

    Frisch ans Werk...

    Zuerst wird der Mittelspant ausgeschnitten. Er besteht insgesamt aus vier Teilen, zwei für jede Seite. Ich habe mich entschieden die Teile auf 2mm Graukarton zu leimen. Das gibt dem Vorder und Achtersteven eine schöne Proportion, von der Stärke her. Ich trenne Ruder und Klüver ab. Werden neu aufgebaut. Das Ruder wirkt sehr fipsig und der Klüver kommt aus Holz. Zunächst habe ich die Stb Seite auf den Karton geleimt. Nach gutem Trocknen habe ich die Äußeren Konturen ausgeschnitten, anschließend entsprechend die Bb Seite ausgeschnitten und auf den Karton geklebt. Die Seiten sind nich hundertprozentig deckungsgleich. Kann man aber mit leben. Nun alles gut trocknen lassen...:sleeping:

  • Leider ist ein Maßstab nicht angegeben, bzw. auf Grund mangelnder Japanischkenntnisse kann ich u.U. das entsprechende Schriftzeichen nicht deuten... Habe anhand von Originalabmessungen von Galeonen der entsprechenden Zeit den Maßstab errechnet. Komme da auf einen Wert von ca. 1:150. So kann man das gute Stück auch mit Figuren bestücken.

    Der Mittelspant ist gut durchgetrocknet. Jetzt gilt es die Schlitze der Querspanten, die Buchten der Niedergänge und Masthülsen herauszutrennen. Trotz scharfer Cutterklingen ein mühsames Unterfangen. Optisch hat das alles ein wenig gelitten. Vorder - und Achtersteven bekommen sowieso eine neue Textur. Der Rest bleibt unsichtbar. Ich habe alle Schnitte von der Stb Seite getätigt. Wie Eingangs schon beschrieben ist die Bb Seite nicht hundertprozentig deckungsgleich. Ich werde die Galeone als Wasserlinienmodell darstellen. Anhand von zeitgenössischen - und Filmbildern habe ich mich orientiert und zusätzlich auch an den Stückpforten. Hoffe alles passt so und die Perle nimmt kein Wasser.... Die Spanten werden bis auf den Heckspiegel mit gedoppelten Modellkarton (160g/m2) hinterklebt. Der Heckspiegel bekommt nur eine einfache Lage. Das Ganze lasse ich einen Tag gut durchtrocknen. Das macht schön verzugs - biegesteif.

  • Moin,


    ich werde gespannt deinem Bericht folgen. Die Black Pearl ist schon ein tolles Schiff mit einer ausgeprägten (Film-)Geschichte, und was ich bisher jetzt sehe ist sehr vielversprechend.


    Nur ein Wort noch zu deiner Bemerkung, das Ruder betreffend:

    Das Ruder wirkt sehr fipsig und ......

    Nach dem Handbuch für Modellbauer von Mondfeld waren die Ruder von einer eher schmalen Bauart. Es gilt wohl als Faustregel, je schneller das Schiff desto schmaler das Ruder.

    Da nach Captain Jack Sparrow die Black Pearl das schnellste Schiff derzeit auf den Weltmeeren war, könnte die Bauart auf dem Bogen durchaus hinkommen ;)


    Ich bin auf den weiteren Fortschritt sehr gespannt.


    Beste Grüße

    Detlev

  • @Detlef aus Berlin, vielen Dank für Deinen Hinweis. Dann werde ich natürlich ganz klar die Rennversion beibehalten. Nochmals Danke.


    Der nächste Abschnitt wird Fleißarbeit, das Ausschneiden der Spanten und die Erweiterung der Führungsschlitze auf aktuelle Kielstärke. Zu verbauen sind insges. 19 Spanten. Numeriert sind sie von 3 bis 22. Da ich die Pearl als Wasserlinienmodell bauen werde müssen die meisten Spanten im unteren Bereich entsprechend gekürzt werden. Alle Spanten müssen oben bündig mit dem Mittelspant abschließen. Die Spanten 4a und b, sowie 15 a und b werden miteinander verleimt, also zu einem Spant gemacht. 4a/15a sind die Auflagen für Vor - und Hauptdeck. Hier entsprechend die Schlitze erweitern. Spant 8 zeigt mit der Holztäfelung nach hinten. Die Spanten 4, 8 und 15 stelle ich plastisch dar. Bei 4 und 8 doppel ich die Rahmen auf. Der Handlauf oben an 4 wird auch modifiziert. Bei Spant 15 werden Tür und Fenster gepimpt. Die Kartonfenster habe ich herausgetrennt und durch bedruckte Folie ersetzt. Wegen der entstandenen Transparenz habe ich auf Spant 16 eine Holzstruktur geleimt. Für den Steven habe ich mir eine Textur im Netz gezogen und paint 3D bearbeitet. Zunächst schneide ich einen Streifen in der Stärke des Stevens zu und leime ihn in einem Stück an. Mit einer Schablone scheide ich dann die Bb und Stb Ansicht des Stevens zu und befestige auch diese.

  • Links und recht der Kajüttür werden zwei Stützträger, 15c, angebracht. Bausatzseits sind es zwei Teile. Ich will die Figuren seperat und ein wenig plastisch auf die schwarzen Stützbalken aufbringen. Nach Original die neuen Balken zugeschnitten. Schon das Original ist zu kurz, um ca. 3mm. Habe zwei neue Stützbalken zugeschnitten, die aber in der Stärke viel schmaler sind. so passen dann auch die Proportionen mit den aufgesetzten Figuren. Das war ein wenig figgeliensch, sieht aber ganz gut aus. Beim Heckspiegel war der größte Aufwand die aufgesetzte Zier halbwegs sauber auszuschneiden, so das beim Fügen von beiden Hälften alles halbwegs sauber aufeinander passt. Bin noch am Überlegen ob ich die restlichen Zierelemente auch aufdoppeln werde.

  • Fortfahren werde ich mit den Decks, 36/37/38a/39a und 40. Vorschiff und Achterdeck (36/37/40) sind einteilig. Das Hauptdeck kommt zweiteilig, mittig längs getrennt. Die Decks auf jeden Fall anpassen vor dem verleimen. Das Hauptdeck verbinde ich rückwärtig mit Blättchen (Zigarettenpapier). Sie sind sehr dünn und tragen so gut wie nicht auf, was beim Leimen auf den Mittelspant sehr von Vorteil ist. Unbedingt gut trocknen lassen. Die Öffnungen für die Niedergänge kann man vor dem Fügen oder auch hinterher heraustrennen. Zunächst bringe ich erst die Vorschiffdecks und das Achterdeck an, ganz behutsam, damit sich die Querspanten nit so durchdrücken. Das kleine Deck am Vordersteven musste ich etwas in der Tiefe korrigieren, ebenso das Vorschiffdeck. Das Achterdeck passt soweit. Lediglich die Spanten beiderseits stehen etwas über. Das lässt sich mit ein wenig schleifen schnell beheben. Auf dem Achterdeck bringe ich noch die Knaggen für den Heckspiegel an, 55R/M/L. Das Hauptdeck wird später eingebaut, es bekommt noch Ergänzungen.

  • Vom Hauptdeck gehen zwei Niedergänge ins Zwischendeck. Die Modellniedergänge entsprechen nicht so einer Galeone. Sehen eheraus wie Kellerabgänge. Also alles neu gebaut. Ich schneide schwarze Kartonstreifen in Höhe der Niedergänge zu. Sie dienen zusätzlich als Anschlag für die Zwischendecksegmente. Die Deckstextur schneide ich mir aus dem Hauptdeck zu und leime sie auf Graukarton. Dann können die Decks eingebaut werden. Die Decksleisten der Niedergänge und des Grätings zwischen den Niedergängen,doppel ich auf. Auch hier nutze ich die dunkleren Deckstexturen. Die Öffnungen der Niedergänge fasse ich noch mit einer Dickung ein. Aus den Seiten der Originalniedergänge fertige ich mir Wangen, die mit Deckstextur belegtwerden. Die ausgeschnittene Stufung der Originalteile sitzt dann zwischen den Texturen. Die Stufung steht über die Textur, wie bei einer Netzsäge. So kann man dann die Stufen exakt ausrichten. Die Stufen fertige ich auch aus Decksboden. Gegenüber den Treppen bring ich noch Stützpfosten an, hinter der Querdickung. Jetzt ist das Hauptdeck reif für den Einbau...

  • Bevor es an die Planken geht, noch eine entspannende Arbeit, das große Hauptdeckgräting, Teil 46. Bausatzseits bestehend aus einem Teil. Ich trenne das Gräting heraus. Ich verleime dann den verbliebenenKasten. Unter die obenliegnden Einfassungsleisten leime ich in vierfacher Kartonstärke, 1mm breite Leisten. Sie dienen auch als Anschlag für das Gräting. Die auf dem Gräting querlaufenden Leisten doppel ich auch auf. Bevor das Gräting an seinen Platz geleimt wird, leime ich ein Stück Graukarton (im entspr. Querschnitt) unter die innenliegenden Leistchen. Ist alles gut getrocknet, wird das Gräting aufgebabbt und dann schnell auf´s Deck.

    Es läßt sich nicht mehr schieben, die Bordwand ruft.... Gehe mit ein wenig Unbehagen ans Werk, weil noch nie einen Segler gebaut. Das erste Blatt enthält die Außen - und Innenseiten der Schanz und der ersten nach unten folgenden Plankenreihe, siehe Foto (nur Bb, Stb identisch). Ein wenig Kopfzerbrechen bereitete mir Teil 23 Lb, Plankenabschnitt im Bugbereich, hin zum Vordersteven. In der Bauanleitung gibt es keinerlei Hinweis wie zu verbauen und sehr schlecht zu erkennen auf der fotografischen Darstellung. Dann ist der Groschen dann doch noch gefallen. Der kleine Streifen wird inwändig an die Oberkante von 23Lb geklebt. Ich doppel auch hier den Streifen auf, einmal für die Optik und als Führungsanschlag.

  • Da beide Seiten identisch sind werde ich hier nur die Bb Seite beschreiben. Ich beginne mit der Schanz. Sie besteht aus zwei Teilen, 32La, 32Lc außen und 33La, 33Lb innen (Die erste Plankenreihe aus den Teilen 23Lb, 23La un d 32Lb). Jetzt ist viel geschnibbel angesagt. Handläufe, Pfosten und Stückpforten müssen herausgearbeitet werden. Die Innenseite wird auf doppelten Modellkarton aufgeleimt. Nach ausreichendem Trocknen werden auch hier die entsprechenden Teile herausgearbeitet. Die Dopplung gibt eine halbwegs realistische Schanzstärke und eine Führung für das Anleimen an den Decks. Die zwei Teile der Außenschanz werden gefügt, erst stumpf verleimt und dann mit Zigarettenpapier, von der Rückseite, beklebt. Ist alles gut getrocknet können die beiden Innenteile aufgebracht werden. Leider sind die Außen - und Innenseite nicht hundertprozentig deckungsgleich. Hier musste ich etwas nacharbeiten, was sich gelohnt hat. Vor dem endgültigen Anbringen der Schanz runde ich das Teil leicht vor und passe es an. Eine wirkilich gute Passgenauigkeit! Mit dem Verleimen beginne ich am Achterdeck und leime mich peut a peut Richtung Bug. Die Passgenauigkeit hat das änfängliche Unbehagen rasch weggewischt...8o

  • Plankenreihe 1 (Teil23La/Lb und 32Lb) läßt sich auch sauber verbauen. Das Elend nahm seinen Lauf mit der Reihe2 (Teil 25l). Obwohl ich wirklich sehr sauber und exakt, mit hingebungsvoller Ruhe, das Segment ausgeschnitten habe, klafften schon beim Anlegen hie und da kleine Lücken. Der Anschluss am Steven war perfekt. Achtern,...ein Gentleman genießt und schweigt :cursing:... Es gibt keinerlei Bauplanmäßige Hinweise in welcher Reihenfolg die Beplankung verbaut wird. Das mag der Grund für das Ergebnis sein. Ich habe nach durchlaufender Numerierung gefertigt. Habe die Teile angehalten, was augenscheinlich auch passte. Die Numerierung auf dem Bogen ist nicht chronologisch. Mit wahrscheinlich todsicherem Gespür habe ich mich auf eine falsche Fährte locken lassen. Die Stb Seite werde ich anders angehen. Die einzelnen Plankenstreifen habe ich mit Klebelaschen hinterleimt auf die dann die folgenden befestigt werden ohne aufzutragen. Ob des dämlichen Fehlers ist es im Heckbereich zu einer außergewöhnlichen Wellaform Plankung gekommen . Mußte ich dann mit Streifen kaschieren :evil:. Am Steven habe ich auch noch eine Leiste angebracht. Ist zwar nicht schön geworden aber erhellend, learning by doing...

  • Habe mir noch mal die Stb Seite der Beplankung angesehen. Bin der Meinung es eigentlich doch richtig gemacht zu haben. Bb Reihenfolge, die schon verbaute, ist identisch von der Numerierung her. Vielleicht kann ein Leser des Berichtes, anhand des angefügten Fotos, einen hifreichen Tip posten. Bis zum Anbringen ist noch etwas Zeit, muss erst die Schanz auschneiden, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Schon mal ein Danke, bis denne...

  • Hi Don Motore,

    hast Du schonmal geprüft, ob die Abfolge bzw. das Profil der Querspanten überhaupt einen geschmeidigen Übergang hergibt? Das Bild K800_IMG_0005.png könnte darauf hinweisen, dass evtl. schon im Spantengerüst eine spätere "Delle" vorprogrammiert ist. Könnte das sein?

    Auf jeden Fall ein sehr spannendes Projekt. Bin schon gespannt auf den Fortgang.

    Viele Grüße!

  • Ja, zwei Spanten eng aufeinander und davor und danach ein größerer Abstand bis zum jeweils nächsten Spant. Das lädt natürlich bei der Beplankung geradezu zum "Verdellen" ein......von der Konstruktion her sehr ungünstig.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • @ airbusxx, Hajo und Reinhard: Vielen Dank für Eure Expertise. Habe die Spanten, da alle numeriert, entsprechend verbaut und peinlichst auf eine gute Zentrierung auf dem Mittelspant geachtet. Nach Euren Hinweisen, fiel es denn auch wie Schuppen... Im Bug - und Heckbereich und die Spanten 20/21 (die letzten vorm Heckspiegel) standen zumimndest auf einer Seite leicht vor. Habe dem aber nicht die anscheinend dringend benötigte Aufmerksamkeit entgegengebracht. Das hätte man im Vorfeld wohl beischleifen müssen. Vielen Dank für Eure fachkundige Unterstützung. Von Zeit zu Zeit kann dann auch noch aus einem windigen Leichtmatrosen was halbwegs ordentliches werden....:whistling::pinch:

    Schon mal zum neugierig werden, die Stb Seite.... Demnächst auf diesem Kanal

  • Da ja nun Spantentechnisch einiges im Argen lag, Änderung nicht mehr möglich, nun weiter und das Beste draus machen. Die Steuerbordseite barg dann doch mehr Überraschungen als gedacht. Nach dem Austrennen der Schanzteile, innen/außen, zeigten sich beim Trockenpassen arge Ungenauigkeiten. Die Außenseite war hinten raus zu lang, ca. 2mm. Habe unterhalb der Schnecke (Schanz Achterdeck) an der Stückpforte getrennt und die 2mm abgeschnitten. So sieht man die Trennung so gut wie garnicht und es passt auch wunderbar. Das Folgeteil ist im achteren Bereich alle andere als passgenau. Hier klaffen unschöne Lücken. Hier ist ausfüttern angesagt. In der Ansicht zwar nicht so schön, eben auch nicht anders machbar. Weiter geht es dann mit der ersten Plankenreihe, 25 R. Abgesehen von der Spantenproblematik ließ sie sich gut anbringen. Bei den beiden folgenden, 27R/29R, muß man Obacht geben. Zuerst muß man den Vorderstevenanschluß von 29R anbringen. 27R stößt dahinter an die Nase von 29R. Dann kann 27R komplett verleimt werden und auch der Rest von 29R. Die folgenden sind auch problemlos. Auf beiden Seiten kommt es im Heckbereich, bei den Planken 24-31L/R, zu Überständen. Lassen sich mit scharfer Klinge sauber beischneiden. Geschafft der Rumpf ist soweit fertig. Von Nahem betrachtet nicht sonderlich ansehnlich, Dank der dunklen Textur aber, auf ein wenig Abstand, ganz lecker...

  • Man möge mir im Nachfolgenden die Unkenntnis Schiffsspezifischer Bezeichnungen nachsehen, meine Kenntnisse sind arg begrenzt....

    Im nächsten Schritt werden einige Details hervorgehoben, die auf der Bordwand aufgedruckt sind. Längsseits verlaufende Leisten, die Außenbordsleiter und der benachbarte, senkrecht laufende Balken. Die Stückpforten werden, einfach, auf die gedruckten der Bordwand geleimt, sowie die Bänder der Pforten. Außnahme die Stückpforte unterhalb der Achterdecks "Showtreppe". Die wird offen dargestellt und entsprechend aufgefüttert. Die "Bänke", an denen die Wanten befestigt sind, und die Knaggen werden auch aufgedickt. Hierbei drauf achten das die Knaggen auf den Bänken und nicht darunter sitzen. Für Connaisseure kein Problem, für absolute Greenhörner .... Natürlich gepennt und die erste gleich falsch angebaut :pinch:... Zum Glück ließ sich das Mißgeschick halbwegs sauber beheben. Die Bank im Vorschiffbereich muß etwas eingekürzt werden. Man sollte sie unbedingt vor dem Verleimen anhalten um evtl. Anpassungen noch tätigen zu können. Die Leiste im hinteren Bereich des Schiffes, unterhalb des Kajütversprungs, wird erst nach Anbau der Stützen angebracht. Den Klüverbaum habe ich aus einem Schaschlikspieß gefertigt. Als Muster diente der Kartonklüver. Ich habe ihn dann mit Nußbaum dunkel gebeizt, Eiche dunkel wäre auch eine Option. Ich habe Clou Tütenbeize benutzt. Nach gutem Trocknen dann mit Mattlack fixiert. Für das Modell eignet sich die 6er Box artist pen "brush" Terra ausgezeichnet zum Kantenfärben, gute Übereinstimmung. Die hier beschriebene Vorgehensweise deckt sich mit der Bb Seite.

  • Während der Trocknungszeit der Backbordanbauten, wurschtel ich ein wenig auf dem Deck weiter. Ich baue zunächst das achtere Oberlicht, Teil 54. Die gedruckten Fensterflächen trenne ich heraus und ersetze sie durch transparente Folie. Die Form des Oberlichtes passt sich an das Gefälle des Achterdecks an. Durch die Verglasung ist die weiße Klebefläche nun bestechend gut zu sehen. Vor dem Anbringen färbe ich selbige in einem dunkelbraun. Da könnte man noch so einiges auf die Spitze treiben, was einen Innenausbau anginge...

    Weiter mit dem Steuerrad, den Teilen 51a - c. Die Halterung von Rad und Welle sind einteilig, 51a. Auf dem Fuß ist ein schwarzes Rechteck, welches die Öffnung für das Steuerseil des Ruders darstellt. Ich trenne es heraus. Teil 51a bekommt dann noch ein paar Ergänzungen um es ein wenig plastischer wirken zu lassen. 51b, das Steuerrad, ist gespiegelt gedruckt. Nach dem Verleimen und trocknen trenne ich das Ruder vorsichtig heraus. Ich färbe es dunkler, an den Wellenbock angelehnt. 51c, die Welle nebst Steuerseil, das gleich abgetrennt wird und später durch Zwirn ersetzt wird, dann runde ich vor und leime es auf einen Zahnstocher. Passt genau. Die einzelnen Teile füge ich nun zusammen. Ist alles gut getrocknet wird das Steuerseil angebracht. Das Steuerrad werde ich erst verleimen wenn die Außenarbeite abgeschlossen sind.

  • Im Bugbereich müssen noch die Galionregel angebracht werden. Die aufgedruckten Klebemarkierungen passen entweder hinten oder vorne. Habe dann erst einmal Bauberichte der Kunststoffschwestern durchstöbert, ob der Positionierung der Regel. Je nach Hersteller gibt es da auch Unterschiede. Ich habe die Klebemarken gefärbt, weil keine Bedeutung mehr. Die Regel haben jeweils einen Pfosten, die ich abtrenne, weil auch sie keinen Sinn machen. Die Plastikschwestern weisen auch keine auf. Im hinteren unteren Teil des Regel sind die Ankerklüsen mit am Bauteil. Ich trenne sie ab und fertige sie neu, um sie nach Anbau der Regel seperat zu platzieren. Ich beginne mit dem Verleimen am Vorsteven, hoffe das ist richtig, in dem ich die Schnecke auf dem Steven nach allen Seiten bündig fixiere. Gleichzeitig darauf achten das das hintere Ende oben bündig mit der Vorschiffschanz ist. Ist die Schnecke gut getrocknet, wird der hintere teil an der Bordwand befestigt. Hier darauf achten das das Regel einen sanften Bogen nach Außen bildet. Anschließend fixiere ich den darunter liegenden. oberen Teil des Bogens nur mit der Außenkante am Vorsteven. Dann können die Klüsen angebracht werden. Nach der Trocknung habe ich mit einem entsprechenden Bohrer den Rumpf durchbrochen für die Ankertaue.

  • Außen ist nun soweit alles angebracht, bis auf den Kajütbalkon und das Ruder. Beschäftige mich nun erstmal mit den Decks. Das Steuerrad kann jetzt verleimt werden. Darauf achten das es auf die zweite Klebemarke kommt, von Mittschiffs nach achtern gesehen. Davor kommt später ein Schapp, Teil 50. An der achteren Decksschanz sitzen zwei Klampen, die lediglich aufgedruckt sind. Ich werde sie Plastisch darstellen. Ich leime den Druck auf gedoppelten Karton und trenne dann die Klampe heraus, oben die Hörner, unten die Gabel. Die Bank fertige ich aus einer Decksdiele, aufgefüttert wie oben. Die Gabel dann mittig an die Unterseite der Bank und die Hörner entsprechend aufgesetzt. Farblich ist der Druck auf der Schanz in einem Ocker gehalten. Ich färbe diesen Teil dann braun. Anschließend kommen die Klampen an die Schanz, insgesamt eine je Seite.

  • Auf dem Achterdeck fehlen jetzt noch Teil 50, das Schapp, und die Nagelbank (52a - c) und die Schiffsglocke, dazu dann gesondert. Das Schapp kommt einteilig. Wird auch etwas aufgemöbelt. Auf den Deckel kommen gedoppelte Leisten, derSockel/Füße werden gedoppelt und die Fachungen hervorgehoben. Das gibt dann ein feines "Kästchen". Die Nagel bank am achteren Mast ist dreiteilig, zwei Füße und die belegte Bank. Die Füße belasse ich wie vorgegeben. Die Bank wird neu gefertigt, aus gedoppeltem Schiffsboden. Die Nägel, wie bei den Klampen, gedoppelt. Ober - und Unterteile werden dann ausgeschnitten und an die Bank geleimt. Den Abstand habe ich mir vorher vom Original abgenommen. Dann wird die Bank mit den Füßen verbunden und auf dem Deck platziert.

  • Schiffsglocke, 53a/b, ist recht einfach gehalten und wirkt etwas wuchtig. Vom Druck verwende ich nur die Bogeneinfassung und die Glockenaufhängung. Der Rest wird neu gebaut. Das Kunststoffmodell hat einen vierstempligen "Glockenstuhl" mit, ich nenn das mal, orthodoxem Kuppeldach. Hier gibt es nur zwei Stempel und für mehr wäre auch nicht genug Platz. Die Stempel fertige ich aus Schiffsdiele, auch die Dickungen an den Enden. Die Schmiege der Decksneigung nehme ich vom Druck ab. Den Bogen gibts auch neu, lediglich die Einfassung bleibt Original. Nach dem Verbinden der Stempel mit dem Bogen wird die quere Aufhängung für die Glocke eingeleimt. Ihr habe ich vorher eine Aufhängungswicklung verpasst. Die Glocke soll vollplastisch werden. Hierzu habe ich zwei Rundprofile miteinander verleimt. Das größere ist innen hohl und das kleinere passt saugend hinein. Kunstoffkleber vorher rein und gut trocknen lassen. Dann ab ins Bohrfutter und gedreht. Anschließend den Rohling geschliffen und aufgebohrt. Nun kann die Glocke bemalt werden. Ich habe hier einen goldenen Edding verwandt. Ist die Farbe trocken leime ich noch den Schlegeltampen in die Glocke und dann ab an die Aufhängung. Im Anschluß auf das Achterdeck, welches dann Bausatzseits fertig ist.

  • Auf dem Hauptdeckgräting werden laut Bauplanvorgabe zwei Beiboote, quer zum Gräting, angebracht. Habe mich mal bei dem Kunstoffmodell schlau gemacht. Hier ist nur ein Boot vorgesehen, welches von den Maßen, nach vörn und achtern, über das Gräting etwas herausschaut. Nicht lange nachgedacht, ein neues Boot muß her. Habe in meinem Fundus noch die Victory von Shipyard, welche diverse Boote zur Auswahl hat. Meine Wahl habe ich dann entsprechend herunterskaliert. Die Bauanleitung hat nur das kleinste der Boote beschrieben, passt aber auf alle. Vor dem Zusammenbau habe ich den Kiel vorsichtshalber noch einmal auf dem Gräting angehalten. Vor dem Zusammenbau muss man lediglich genau auf die Numerierung achten, um z.B. beim Bootsboden nicht Bug mit Heck zu vertauschen. Die entsprechenden Auflageböcke doppel ich auf und leime sie auf die Kopfenden der Einfassung des Grätings. Dann kann das Beiboot aufgebockt werden. Ich finde es viel stimmiger mit dem neuen Boot. Die Originale schienen mir doch etwas zu verwegen.... Es bekommt dann noch eine Ausstattung mit Mast, Segel und Rudern.

  • Peter_H: Danke für Deinen Daumen. Eine Ansicht läßt sich machen. Ich weiß leider nicht wann UHU 02 den Bogen erstellt hat, scheint mir eines seiner früheren Werke zu sein, so nehme ich an, weil er ansonsten eine nahezu perfekte Passgenauigkeit bei seinen anderen Modellen erreicht, die ich bisher gebaut habe. Nichts desto trotz ist das ein schönes Modell und für einen Segler Neueinsteiger wunderbar. Es bleibt dann auch für einen Novizen genug Raum für Ergänzungen. Als Vorlage/Referenz nutze ich die Plastikmodelle. Was mir dann möglich setze ich entsprechend um, bzw versuche es. Ordentlich probieren, try and error.....

  • weiter mit Kleinteilen wie den Aufgängen zum Vorschiff, dem Vorschiffgräting und den Ankerkränen. Die Aufgänge, Teile 45, sind als Treppen vorgesehen, mit Auf - und Stoßtritt. Das werde ich ändern, indem ich die Stoßtritte weg lasse. Der Zusammenbau ist problemlos. Da die Teile nur einseitig bedruckt sind müssen sie mit entsprechender Textur gedoppelt werden. Sie werden nach Fertigstellung dann, direkt an der Schanz, bündig mit dem Vordeck angebracht. Passen tadellos. Der Abgang, Richtung Vordeck, bekommt ein Geländer. Bausatzseits ist es mit dem Abgang, 45M, verbunden. Ich hatte es abgetrennt, weil ich die Abgänge komplett neu gebaut habe. Nach dem Ausschneiden leime ich die Füße des Geländers bündig an die Innenseiten der Decksleisten um den Abgang. Mit einer scharfen Klinge bekommt man ein wirklich schönes Ergebnis.

  • Die Ankerkräne, Teile 42, sind sehr, sehr einfach gehalten. Sie haben nur drei Seiten, sind nach unten hin offen. Die Außenbordstützen empfinde ich als zu klein. So wie sie dargestell sind würden sie auch nicht richtig auf die Marken der Galionregel passen. Der Mai ist zwar noch hin, ich mach trotzdem neu... Die Stützen trenne ich ab. Die angedeutete Öffnung für die Blockrolle, fürs Anker hieven, schneide ich aus. Da die Stege der Öffnung zu den Seiten sehr zart sind, und sich beim fälzen verdrehen würden, leime ich jeweils pro Seite einen Hochkantsteifen, von innen, auf die Falzlinie. So bleiben die fragilen Stege stabil. Gleichzeitig geben sie die Innenwandung der Öffnung in Längsrichtung. Dann setze ich vor Kopf der innenliegenden Hochkantstreifen kleine entsprechend bemaßte Stücke. So ist die Öffnung dann rundum dicht. Die Seiten können nun geknickt und mit den Hochkantstreifen verleimt werden. Die Unterseite wird mit einem neugefertigten Streifen verschlossen, genauso wie die Köpfe. Die Rolle deute ich mit einem querliegenden Steg an. So passt später auch ein stärkeres Ankertau hindurch. Die neugefertigten Außenbordauflagen müssen, nach dem Befestigen der Kräne, an der Auflagenkante an die Schmiege der Kräne angepasst und beschnitten werden. Dann passt alle bestens. Die Klebemarkierungen auf dem Vordeck, für die Kräne, kann man ignorieren.

  • Hi Don...

    Na das schaut doch schon alle ganz propper aus :thumbsup:

    Und die Art und Weise wie Du Dich dem Modell näherst, bzw. wie Du so baust gefällt mir sehr gut :thumbup:

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Wow, wenn ich mir das so ansehe und dann lese, dass Du "Segelschiff-Novize" bist, Chapeau!

    Das freut mich natürlich sehr, denn die Segler sind hier bisher kaum vertreten!

    Ich werde dann wohl mein nächstes Modell hier auch gerne dokumentieren, aber das dauert noch ein wenig. Meine Wolf ist schon zu weit fortgeschritten, als dass ein rekonstruierter BB hier Sinn macht, und mein zweites Modell in Arbeit ist ein Wettbewerbsbeitrag im NAchbarforum und darf logischerweise hier nicht gezeigt werden!


    So lange freue ich mich an Deinem Modell und bin vor allem auf die Umsetzung der Takelage gespannt!


    Beste Grüsse

    Peter

  • Renee und Peter: Danke für Eure positive Begleitung. Bisher läuft es ja ganz gut mit den üblichen, kleinen, Hochs und Tiefs :pinch:


    So lange freue ich mich an Deinem Modell und bin vor allem auf die Umsetzung der Takelage gespannt!

    Peter, da hab ich den allermeisten Respekt vor. Gerade bei Seglern ist das ja eine besondere Herausvorderung. Bin schon jetzt am schauen wie man so ein Schiff korrekt takelt. Garn habe ich schon bestellt. Für mich noch beruhigend weit weg. Das große Schlottern kommt wohl noch. Aber es gibt ja vorab noch einiges zu tun. 8o

  • Auf dem Vordeck müssen noch zwei Nagelbänke, Teile 43 und 44, verbaut werden. Die Vorgehensweise ist, für beide, identisch mit der Achterdecksbank. Bei Teil 44, der langen Bank zwischen den Aufgängen, darauf achten die Schmiegen der Pfostenfüße nicht gerade beizuschneiden. Kann man durchaus übersehen. Die Klebemarke für die kurze Bank, 43, ist durchgehend weiß gedruckt, entsprechend der Breite der aufzusetzenden Nagelbank. So bliebe dann nach der Montage, zwischen den Pfosten, ein unschöner weißer Streifen sichtbar. Ich werde darüber einen Streifen mit Deckstextur kleben, quasi als Sockel für die Bank.

    Im nächsten Schritt wende ich mich der Ballustrade/Aufganggeländer am Achterdeck zu, Teil 49a. Aufganggeländer und Ballustrade sind ein Teil. Die Geländer trenne ich ab, weil ich die Treppe anders baue als vorgegeben. Auch hier ist eine scharfe Klinge wichtig, ich habe eine Doppelung zwischen Vor - und Rückseite aufgebracht, um die feinen Details herauszuarbeiten. Die Falzkante der Ballustrade zeigt beim Anbau dann nach oben, das leicht geschwungene Unterteil geht Deckwärts, nimmt die Decksneigung auf. Bevor die Teppen installiert werden, müssen erst die Kanonen darunter platziert werden. Dazu demnächst mehr....

  • Sehr schön, die Balustraden machen einen hervorragenden Eindruck! Bei den Nagelbänken empfehle ich Dir, die Belegnägel noch mit Sekundenkleber zu stabilisieren, da diese später auch dem Zweck des Belegens dienen werden und da kann schonmal ein bisschen Zug drauf kommen!


    Und was die Takelage angeht, so ist das tatsächlich ein Thema für sich! Aber lass Dich da mal nicht nervös machen, geh einfach nach Gefühl vor und wenn das alles nicht genau so "korrekt" ist, wie es (vielleicht) damals war, dann sieht das kaum jemand. Ich selber bin auch kein Spezialist, aber ich habe doch schon das eine und andere Schiffchen getakelt. Wenn Du also Fragen hast, dann immer her damit. Und wenn ich nicht helfen kann, dann kann ich vielleicht Kontakt zu versierteren Taklern herstellen!


    Und wenn Du Dich mit der Takelage nur annähernd so gut zurecht findest, wie mit dem Rumpfbau, dann wird das ein klasse Hingucker werden!


    Beste Grüsse

    Peter

  • @ Peter: Danke für das Angebot. Werde darauf zurückkommen wenn es anfängt zu haken. Werde bestimmt die eine oder andere Frage haben. Sekundenkleber ist ein wirklich gutes Mittel Karton zu stabilisieren. Habe so die obere Heckzier mit seinen feinen Details entsprechend stabilisiert. Ich nutze ihn auch für die Takelung von zeitgenössischen Schiffen. Saugfähiger Zwirn wird dann schön steif. Keine Durchhänger oder abknickende Kartonteile. Sie arbeiten auch so gut wie gar nicht bei Raumfeuchtedifferenzen. Ob das auch bei Seglern funktioniert? Mal schauen. Danke und Gruß, Ralf:thumbsup:

  • Die Kanonen bestehen aus sechs Teilen, 3 für die Lafette, zwei für die Vorholermimik und das Rohr. Insgesamt wieder sehr einfach dargestellt. Die Lafette leime ich auf einen stärkeren Graukarton. Die Räder und die Mündung fertige ich neu. Zusätzlich schneide ich Streifen in zwei Breiten zu, die die Wülste auf dem Rohr hervorheben. Die Kuppe am Ende des Rohres trenne ich ab, fertige ich als Einzelteil. Aus 0,5mm Plastikrundprofil fertige ich die Wiegenzapfen und den Zapfen an der Rückseite des Rohres, für die Rückschlagsicherung. Aus feinem Kupferdraht stelle die Ringe her, die dann an der Lafette und der Bordwand befestigt werden. Führung/Halterung Vorholer und Rückschlagsicherung. Für das Faltenfreie rollen der Rohre habe ich mir ein Modell zurechtgeschliffen, um die das Rohr sauber anliegt. So kann ich die Rohre dann sauber runden und verleimen. Am Rohr sind kleine helle Stellen, die die Position der Wiegezapfen markieren. Ich durchstoße sie im flachen Zustand mit einer Nadel und weite sie dann mit einem 0,5mm Bohrer. Nach dem verleimen des Rohres kann der Zapfen problemlos durchgeführt und mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert werden. Der Endzapfen am Rohr wird auch mit einem Tropfen Sek.Kleber mittig auf die Kuppe geklebt. Die Mündung habe ich aus gedoppeltem Modellkarton ausgestochen. Vor dem Verbauen setze ich mit einer Nadel das Zentrum, quasi ein Vorkörnen. Die Mündung wird mit Sekundenkleber fixiert und an den Rändern vorsichtig mit dem Kleber "getränkt". Über die Kapillarwirkung zieht er in den Karton. Das nun noch anstehende Aufbohren der Mündung läßt sich nun problem - und unfallfrei bewerkstelligen. Nach Fertigstellung einer Kanone und Stellprobe, mußte ich feststellen, das die Kanone für den Standort (unter der Treppe) zu breit geraten ist und somit nur schräg zu platzieren war. Lösung des Problems, die Seiten der Lafette werden, so wie im Bausatz vorgesehen, einfachlagig verbaut. Die Mittschiffs zeigenden Seiten bekommen die aufgedickten Räder und die Ringe. So passt dann die Kanone exakt in die Stückpforte. Die restlichen Kanonen können in Vollversion gebaut werden.

  • Für das Faltenfreie rollen der Rohre habe ich mir ein Modell zurechtgeschliffen, um die das Rohr sauber anliegt. So kann ich die Rohre dann sauber runden und verleimen.

    Wenn ich Dir so zusehe, mit welcher Kreativität Du hier ans Werk gehst, dann bekomme ich das Gefühl nicht los, dass ich mich im letzten Beitrag etwas weit aus dem Fenster gelehnt habe. Vielleicht wird es ehr umgekehrt sein, dass ICH von DIR lerne.

    Die Kanonen sehen top aus!


    Beste Grüsse

    Peter

  • Peter: Danke für den Strauß, was mich ein wenig verlegen macht :), da eher der Vetreter von Tod dem rechten Winkel und warum runden wenn man es auch knicken kann....:pinch:. Was schön an diesem Forum ist, man wird immer irgendwie begleitet und bekommt jedweden Rat und Hilfestellung. Durch das Lesen der verschiedenen Berichte hat man einen wahnsinnig riesigen Pool an Wissen und Techniken. Manchmal steht man ja wirklich wie der Ochs vorm Berge, nach dem Motto, warum den bequemsten Weg gehen wenn es auch umständlicher geht ?(.

    Habe mir Deine Wolf angeschaut, ein herrliches Stück!


    So und jetzt hauen wir uns wieder Berichte um die Ohren....


    Am Heck fehlt noch das Ruderblatt. Das muß auf die Stärke des Kiels/der Steven gebracht werden. Eine entsprechende Textur von zwei Seiten auf Graukarton geleimt. Nach dem Trocknen mit einer Schablone ausgeschnitten. Auf die sichtbare Hinterkante des Blattes, leime ich einen entsprechend breiten Streifen. Das Blatt wird nun noch auf Wasserlinie gekürzt. An Beschlägen verbleiben nur noch drei. Ich stelle sie plastisch dar. Hierzu schneide ich sechs 1mm breite Streifen zu. Ich lege den Streifen um ein Runprofil, 0,5 mm, gebe an der Unterseite etwas Leim an und drücke mit der Skalpellklingenkante den Streifen straff um das Rundprofil. So bekommt man ein schönes Scharnier. Zuerst fertige ich die Beschläge für das Ruderblatt. In die Beschläge für den Steven führe ich kleine Zapfen ein und sichere sie mit Sekundenkleber. Dann schiebe ich sie in die Ruderblattbeschläge und fixiere auch das mit Sekundenkleber. Ich richte das Ruder zentriert aus. Nach dem Aushärten wird alles am Achtersteven angeleimt.

  • Das Ruder weist noch eine Lücke auf, zwischen Blatt und Heckkasten. Wie so oft fällt einem nach getaner Arbeit auf, das das Schiff so gar nicht manövrierfähig wäre... Werde also ein Stück dazwischen fummeln und etwas kosmetische Korrektur betreiben. Den unschönen Stoß verkleide ich. Der Heckkasten wirft zum Glück einen wohltuenden, deckenden Schatten, der das zu kurz Gedachte sanft bedeckt....Schlingern beseitigt, fehlen noch die Rudersicherungen. Ich nutze für Schiffe die Ketten (Anker etc.) der Fa. Weinert. Sie gibt es in verschiedenen Maßstäben im Angebot. Zuerst zwirbel ich mir die Ringe aus dünner Kupferlitze. Da gehn dann aber nicht die Ketten dran. Man hätte sie gleich mit eindrehen können, hätte dann aber einen unschönen Bogen in dem Ring. Ich trenne den Ring am Stoß der Draht - verwindung auf. Kette vorsichtig drauf und anschließend mit Sek. Kleber verkleben. Später ist nichts mehr zu sehen. Jetzt muss das Ganze noch am Blatt und Heck angebract werden. Ist alles gut fest lackiere ich die Ringe.