H.M.S. Ark Royal von Angraf reskaliert auf 1:250

  • Nach einer kleinen Pause, in der ich kartonistisch aber nicht untätig war, möchte ich heute mit meinem nächsten Baubericht beginnen.


    Bisher war bei meinen Projekten die graue Flotte unterrepräsentiert. Das will ich jetzt ändern. Die für mich faszinierendsten Schiffe sind Flugzeugträger. Somit will ich hier auch einen Flugzeugträger bauen. Ich möchte aber auch meinen Baustandards treu bleiben. Das heisst der Vergeichbarkeit wegen Maßstab 1:250 und kein Unterwasserschiff.


    Meine Wahl fiel auf den britischen Flugzeugträger Ark Royal und auf den Bogen von Angraf. Jedoch ist dieser gerade im Maßstab 1:200 gehalten, was mich dazu zwingt, die Bögen einzuscannen und auf 80% wieder auszudrucken.


    Mir ist durchaus bewusst, dass diese Methode einen Farb- und möglicherweise einen Qualitätsverlust mit sich bringen kann. Aber der Wille nach einem einheitlichen Maßstab für alle meine Modelle ist bei mir größer, als die Originalfarben möglichst zu erhalten.


    Bild 1: Der Bogen von Angraf


    Nun haben die Bögen von Angraf bei mir nicht den Ruf, dass sie allerkleinste Teile enthalten. Ich denke, dass der Bogen auch mit der Verkleinerung sich noch sehr gut bauen lässt.

    Erste Kontakte mit der Ark Royal hatte ich schon als Jugendlicher. Damals bekam ich ein Plastikmodell von Airfix im Maßstab 1:720 von meinen Eltern geschenkt. Es war damals schon ein formschönes Schiff.

    Ich verbaue heute meinen ersten polnischen Bogen. Daher weiss ich noch nicht, was auf mich zukommt. Neben den Skizzen gibt es leider nur eine Beschreibung auf polnisch. Ich hätte mir zumindest eine englische Beschreibung daneben gewünscht.

    Als zusätzliche Dokumentation habe ich über den Träger von Kagero ein Heft mit Risszeichnungen bekommen. Leider nicht mit 3D-Zeichnungen von diesem Träger. Aber diese habe ich dann im Internet gefunden.


    Bild 2: Das Heft mit Zeichnungen von Kagero


    Ich hatte dieses Heft in der E-Bucht etwas länger verfolgt. Der Einstiegspreis von etwa 80 € war mir damals zu teuer. Mit der Zeit war der Preis für dieses Heft auf das 10-fache angestiegen und ich hatte mich geärgert, dass ich nicht zu Anfang zugeschlagen hatte.

    Ein zufälliger Blick bei Amazon zeigte mir, dass dieses Heft dort für 17,95 € angeboten wurde. Da habe ich sofort zugeschlagen.

    Im nächsten Schritt in Kürze möchte ich tief in die Baudetails einsteigen.

  • Hallo apfisdu1,


    Klugscheißmodus an: Der Airfix-Kit war in 1:600. Klugscheißmodus aus.


    Na die Angraf-Bögen stehen eigentlich nicht in dem Ruf gleichmäßige Modellqualität zu bieten. Es scheint von Kit zu Kit zu variieren. Insofern glaube ich wird die Qualität kaum leiden, wenn Du runterskalierst. Hoffentlich ist die Spantenkonstruktion gut zwischen Unter- und Oberwasserschiff zu teilen. Ich wünsche Dir bei dem Projekt viel Erfolg!

    Herzliche Grüße
    Gerald

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    I'm walking! @fats_domino

  • Es gibt Kartonbögen für Schiffe, da ist sinnvoll nicht nur das Schiff zu bauen, sondern auch die Ladung, die diese Schiffe transportieren. Ein Klassiker ist sicherlich die Autofähre. Hierbei sind die Autos nicht mehr Bestandteil des eigentlichen Schiffes, sondern für sich betrachtet ein eigenes Modell, was nichts mehr mit dem Schiff zu tun hat.


    Bild 1: Autofähre Uthlande mit Autos


    Sehr ähnlich verhält es sich bei der H.M.S. Ark Royal mit den Flugzeugen. Der Bau sicherlich ein Muss, haben sie mit dem eigentlichen Schiff nichts mehr zu tun.


    Ich habe bisher diese Ladungselemente immer wenn ich das Schiff fertig hatte, gebaut. Dann konnte man sie direkt an die richtige Position stellen. Der Nachteil bei einer solchen Vorgehensweise war immer für mich, dass ich gedanklich schon mit dem Schiffbau abgeschlossen hatte und meistens schon in Gedanken beim nächsten Schiff war. So war der Bau der „Ladungsteile“ teilweise doch eine Quälerei, zumal hier auch Massenbau umgesetzt werden musste.


    Das will ich bei der H.M.S. Ark Royal ändern und will die Flugzeuge zuerst bauen. So will ich mir die Vorfreude auf den Schiffsbau bis zum Start erhalten.

    Diese Vorgehensweise hat auch einen Nachteil. Was ist, wenn der Träger nichts wird? Dann ist zumindest mein nächstes Bauprojekt schon bekannt. (Flugfelddiorama):D

    Schauen wir uns zunächst einmal die Konstruktion an.


    Bilder 2 und 3: Konstruktion der Flugzeuge


    Als angebotene Flugzeuge in dem Bogen ist die Fairey Swordfish als einziger Flugzeugtyp vorhanden. Wie für diese kleinen Maßstäbe üblich erfolgt der Bau in Segmentbauweise, wobei zwei Segmente immer durch ein gemeinsames Kopfteil verbunden sind.


    Bei der Herunterskalierung der Flugzeuge habe ich dünneren Karton verwendet, als ich rechnerisch hätte verwenden müssen. So musste ich die Kopfteile ein wenig größer ausschneiden, als sie abgedruckt sind. Eine weitere Herausforderung war für mich genügend Klebefläche auf den Seiten der Kopfteile zu haben. Ich habe daher 6 (!) Lagen Karton aufeinandergeklebt und ich bin gut damit gefahren.


    Bild 4: 6-lagiges Kopfteil für Segmente des Flugzeugs


    So hatte ich am Ende eines Segments beim eingeklebten Kopfteil für das nächste Segment immer noch genug Klebefläche.


    Bilder 5 und 6: Ausreichende Klebefläche an den Seiten der Kopfteile für das nächste Segment


    Doch beginnen wir am Anfang. Ich habe alle Flugzeuge hinten angefangen und dann mich weiter nach vorn durchgearbeitet. Das war für mich am Einfachsten.


    Bild 7: Jedes Flugzeug habe ich von hinten begonnen und mich dann nach vorn durchgearbeitet


    Wenn ich mich einmal nach vorn bis zum Propeller durchgearbeitet hatte, dann war der Rumpf schon einmal fertig.


    Bild 8: Der Rumpf ist schon einmal fertig

    Danach habe ich mich an die Flügel gemacht. Beim Ober- und Unterflügel sind eine Kartonfüllung vorgesehen, um die Flügel plastischer aussehen zu lassen.


    Bilder 9 und 10: Die Flügel werden angefertigt

  • Die beiden Flügel wurden am Rumpf angebracht. Dann konnte ich die Haupträder setzen. Hinten wurden die Höhenruder noch abgestützt. Unten kamen noch Heckrad und Fanghaken an den Rumpf. Und auch der für die Swordfish so charakteristische Torpedo durfte unter dem Rumpf nicht fehlen.


    Bild 11: Die Unterseite des Flugzeugs


    Der Ober- und Unterflügel wurde in Richtung der Flugzeug Längsachse mit vier Kartonteilen verstrebt. Diese wurden paarweise untereinander mit 0,1 mm Draht, den ich schwarz eingefärbt hatte wiederum verstrebt. Und dann war er fertig, mein erster Flieger der H.M.S. Ark Royal.


    Bild 12: Mein erster Flieger ist fertig


    Anbei noch weitere Seitenansichten.


    Bilder 13, 14 und 15: Weitere Seitenansichten


    Jetzt brauche ich aber nicht nur einen Flieger, sondern ganz viele. Wieviele ganau hann ich noch nicht abschätzen, da ich die Decksgröße nicht genau kenne. So entschliesse ich mich rrst einmal ein Dutzend Flieger zu bauen.


    Ich kalkuliere einmal Spaßeshalber durch. Der Bau des Fliegers hat mich jetzt drei Abende an Zeit gekostet. Dann würde mein nächster Baubericht dann zu Ostern kommen, denn alle 12 Flieger fertig sind. :D


    Spaß beiseite. Diese Flieger sind natürlich alle schon fertig. Ich habe sie in der Zwischenzeit gebaut, bevor ich überhaupt mit diesem Baubericht begonnen habe.


    Bilder 16 und 17: Meine Fliegerflotte


    Es ist aber durchaus noch möglich, dass ich den ein oder anderen Flieger mit eingeklappten Flügeln noch nachbaue. Der Bogen bietet auch die Möglichkeit, einen der Lifts so darzustellen, dass dieser in seiner unteren Position dargestellt wird. Aber das ist noch Zukunftsmusik.


    Im nächsten Baubericht können wir uns dann wirklich dem Schiffsbau widmen.

  • Hallo,

    zuerst die Flieger, dann der Träger, das scheint mir eine gute Vorgehensweise zu sein. So kann man den Bau des eigentlichen Wunschobjektes gedanklich durchgehen.

    Ulrich

  • Jetzt nach vielen Vorarbeiten will ich mich direkt dem eigentlichen Objekt der Begierde zuwenden, dem Träger.


    Zum Bau muss ich dennoch ein paar Dinge vorweg schicken.


    Trotz der Verkleinerung hat der Träger immer noch eine Länge von mehr als einem Meter. Mit dieser Länge habe ich mich entschieden, den Rumpf auf eine Glasplatte aufzukleben, damit der Rumpf auch gerade wird. Als Glasplatte verwende ich eine mit einer Dicke von ca. 8 mm.


    Bild 1: Eine Glasplatte mit ca. 8mm biegt sich garantiert nicht durch


    Dicker hätte sie aber auch nicht sein dürfen, denn sonst wird sie zu schwer. Mit der Re-Skalierung werde ich alles neu ausdrucken müssen. Schauen wir uns einmal die Beschreibung an, welche Kartondicken (natürlich heruntergerechnet) wird benötigen.


    Bild 2: Benötigte Kartondicken


    Die Kartondicken werden im Bogen durch die Anzahl der *-chen angegeben.


    **** bedeutet 1,6 mm Kartonstärke

    **** bedeutet 0,8 mm Kartonstärke

    **** bedeutet 0,4 mm Kartonstärke

    **** bedeutet 0,2 mm Kartonstärke oder weiss jemand, wie stark Bristolpapier ist?


    Dann gibt es noch Bauteile ohne *-chen. Diese verklebe ich unverstärkt.


    Jetzt muss ich mich darum kümmern, wie ich diese Kartonstärken erreiche. Für die ersten Bauschritte mit dem Rumpf verwende ich 160 g. Karton. Ich werde zuerst großflächige Verklebungen haben. Ich verwende hierfür Sprühkleber. Mit Sprühkleber habe ich beste Erfahrungen gemacht.


    Bild 3: Sprühkleber ist der geeignete Kleber für großflächige Verklebungen


    Der Sprühkleber (zumindest den, den ich verwende) hat zwei riesen Vorteile:

    • Der Karton schlägt keine Wellen nach der Verklebung
    • Die Trocknungsphase ist relativ zeitunabhängig
      Der Sprühkleber klebt nach 5 Minuten etwa genauso gut wie nach 10 Sekunden

    Dennoch muss man gerade bei kleineren Teilen aufpassen, denn der Sprühstrahl kann kleine Teile wegwehen und die „schöne“ Seite landet ausgerechnet auf der verklebten Fläche.


    Ich habe es bei den ersten Teilen mit dem Rumpf um Teile der Stärken 0,8 mm und 1,6 mm zu tun.


    Bei 160 g. Karton mit dem entsprechenden Sprühkleberaufschlag erreiche ich die 0,8 mm nach 4 Lagen Karton.


    Bild 4: 0,8 mm Kartonstärke sind nach 4 Lagen Karton erreicht


    Für 1,6 mm müsste ich das Ganze dann noch einmal verdoppeln. Das war mir aber zu aufwändig. Daher habe ich die 4 Lagen Karton einfach auf 0,8 mm Graukarton aufgeklebt, von dem ich genügend an Vorrat besitze.


    Bild 5: Mit zusätzlichen 8 mm Graukarton und den 4 Lagen komme ich dann auf 1,6 mm


    Längsspanten, Boden- und Deckenplatten sind in 0,8 mm Stärke ausgeführt. Die Querspanten kommen dann auf 1,6 mm.


    Nach eigenen Empfindungen und Kenntnis vieler in Deutschland aufgelegten Kartonbaubögen halte ich die Stärken für übertrieben. Einen Vorteil haben sie jedoch. Sie bieten viel Klebefläche.


    Fangen wir dann mit den Bodenplatten. Vervierfacht färbe ich jetzt die Ränder mit schwarzer Farbe ein, um spätere Blitzer zu verdecken.


    Bild 6: Möglichen späteren Blitzern beuge ich mit etwas Farbe an der Seite vor

    Dann ist es soweit. Ich befestige die vier Grundplattenteile mit Fixogum auf der Glasplatte. Fixogum besitzt den Vorteil, dass es sich bei einem späteren Fertigstellungsgrad des Trägers leicht von der Grundplatte lösen lässt ohne das Modell zu beschädigen.


    Bilder 7 und 8: Die Grundplatte ist gelegt


    Die Konstruktion des Bogens weist eine saubere Trennung von Unter- und Oberwasserschiff auf, sodass man zu jedem Zeitpunkt auch das (von mir nicht gebaute) Unterwasserschiff nahtlos dransetzen könnte.


    Im nächsten Baubericht geht es um die ersten Spanten und das unterste Deck.

  • Weiter geht es mit den Spanten oberhalb der Wasserlinie. Der Längsspant ist wie bereits geschrieben 0,8 mm dick und die Querspanten sind 1,6 mm dick. Das Passverhältnis von der Breite der Grundplatte zu der Länge der Querspanten war relativ gut. Die Anpassungen, die ich machen musste waren alle unter 1 mm. Diese Differenz kann jedoch durch die Reskalierung auch hervorgerufen worden sein. Die Grundspanten sehen jetzt wie bei einem Schlachtschiff (Dickschiff) aus. Was ich bei dieser Konstruktion gegenüber den deutschen Bögen ein wenig vermisse, sind die Verbindungslaschen der Grundplatten. Aber lassen wir uns einmal auf dieses Experiment ein.


    Bild 1: Die untersten Spanten sind auf der Grundplatte


    Bevor ich das erste Deck draufklebe möchte ich noch Bleigewichte in die Spantenkonstruktion einkleben, die dafür sorgen sollen, dass das Schiff auch nach seiner Fertigstellung gerade bleibt und sich nicht verformt. Hierfür nehme ich Bleigewichte aus einer Gardinenschnur.


    Bild 2: Bleigewichte sollen dafür sorgen, dass das Schiff auch nach seiner Fertigstellung gerade bleibt


    Danach kann ich das erste Deck aufsetzen. Es bildet den unteren Hangar. Auf dem Deck ist eine schwarze Fläche dargestellt. Dieses bildet einen der Fahrstühle für die Flugzeuge ab. Diesen werde ich wahlweise später auch detaillieren.

    Auch hier gab es mit der Passgenauigkeit keine Probleme und ich musste hier nicht korrigierend eingreifen.


    Bilder 3 und 4: Das Grund-Deck ist drauf


    Im nächsten Baubericht setze ich das Spantengerüst auf diesem Deck fort.

  • Jetzt wollen wir aus dem Schiff, das jetzt noch die Form eines Schlachtschiffs hat, einen Flugzeugträger machen. Dazu wird auf dem vorhandenen Decl noch einmal eine Spantenkonstruktion aufgesetzt.


    Ich beginne mit dem Mittelspant am Bug. Auch dieser mit vier Lagen Karton auf eine Dicke von 0,8 mm gebracht.


    Bild 1: Der vordere Mittelspant sitzt schon


    Das gleiche machen wir jetzt auch für den Heckbereich. Die beiden Spantenbereiche stoßen hierbei nicht direkt aufeinander, sondern werden durch einen Deckfahrstuhl unterbrochen, der detailliert werden kann, was ich mir später vornehmen werde.


    Bild 2: Der hintere Mittelspant wird solo aufgesetzt


    Ausgespart bleibt erst einmal der Fahrstuhlbereich.


    Bild 3: Der Bereich für die spätere Detaillierung des Fahrstuhls


    Jetzt werden die ganzen Querspanten aufgesetzt und man erahnt schon etwas von der späteren Rumpfform.


    Bilder 4 und 5: Die Querspanten sind jetzt auch drauf


    An einigen Stellen, wie z. B. hier am Bug lässt sich schon absehen, welche Herausforderungen mich erwarten werden.


    Bild 6: Neue Herausforderungen warten schon


    Im Gegensatz zu den amerikanischen Trägern war der Flugzeughangar der Ark Royal doppelstöckig.


    Bild 7: Doppelstöckiger Hangar


    An einigen Stellen ist das Spantengerüst aber noch nicht komplett, da erst Decks ausgestattet werden müssen, an die man später nicht mehr herankommt.

    Davon erzähle ich im nächsten Baubericht.

  • Es geht am Heck weiter. Dort befindet sich eine beplankte Decksfläche, die „bestückt“ werden will.


    Bild 1: Zu bestückende leere Decksfläche


    Auf Deck kommen zwei Poller, ein Oberlicht, eine Winde und zwei Lüfter. Da das Deck überbaut ist, kommen an jede Seite 6 Stützen.


    Bilder 2 bis 4: Komplett bestücktes Deck


    Wie bereits beschrieben wird oberhalb des Decks eine Decke eingezogen. Im fertigen Zustand kann man das Deck nur noch von der Seite durch die Bordwand einsehen. Bevor ich die Bordwand später aufsetze versehe ich die offenen Stellen noch mit einer Reling.


    Bild 5: Durch die eingezogene Decke sieht man das Deck von oben leider nicht mehr


    Auf die aufgesetzten Spanten kann jetzt eine weitere Fläche aufgesetzt werden. Darauf wiederum kann ich das Spantengerüst zum Heck weiter fortsetzen. Hier ist zumindest von den Spanten die charakteristische Heckform der Ark Royal schon einmal erkennbar.


    Bild 6: Die charakteristische Heckform ist erkennbar


    Deutlich sieht man auch das bebaute Deck, was in das Innere des Schiffes „gewandert“ ist.


    Bild 7: Das bebaute Deck befindet sich jetzt im Schiffsinneren


    Im nächsten Baubericht bestücke ich das Deck im Bugbereich.

  • Heute will ich das Deck am Bug weiter ausbauen. Zuerst einmal ergänze ich noch ein paar Spanten im Bereich zum Abschluss des Flugdecks. Hier ahne ich schon, dass ich später einmal sorgfältig vorformen muss.


    Bilder 1 und 2: Spanten zum Abschluss des Flugdecks am Bug


    Die Hauptarbeit besteht jedoch im Bestücken des Decks am Bug. Es befindet sich später unter dem Flugdeck. Ich habe einmal die Deckklüsen ausgestanzt, damit die Ankerketten hier sich dem Blick des Betrachters entziehen können. Da man später nur noch von der Seite reinschauen kann (und nicht von oben), habe ich darauf verzichtet, die Deckklüsen komplett plastisch auszuformen.


    Bild 3: Das Deck am Bug muss jetzt bestückt werden


    Im Folgebild ist die Bestückung abgeschlossen. Ich weiss nicht, ob die Ankerketten ein wenig zu klein sind. Aber wir schauen nur von der Seite rein.


    Bilder 4 und 5: Die Bestückung des Decks ist abgeschlossen


    Die Handräder im hinteren Bereich habe ich sogar als Ätzteile ausgelegt. Ob man das später noch erkennen kann, kann ich jetzt noch nicht beurteilen.


    Bild 6: Die hinteren Handräder sind als Ätzteile ausgelegt


    Probehalber habe ich das Deck einmal in den Bugbereich eingeschoben. So wird man dieses Teil aber später nicht sehen können. Es kommt noch ein Dach oben drauf.


    Bilder 7 und 8: Deck probeweise eingelegt in den Bugbereich


    Es kommt auf das Deck noch ein Dach und dann kann das Ganze wie eine Kassette in den Bugbereich eingeschoben werden.


    Bild 9: Das vordere Deck wird wie eine Kassette in den Bugbereich eingeschoben und verklebt


    Von oben ist nun wirklich keine Draufsicht mehr auf das Deck möglich.


    Bild 10: Die Draufsicht ist nicht mehr möglich


    Im nächsten Baubericht stelle ich den Flugzeughangar fertig.

  • Der Bogen bietet einen der Aufzüge in der unteren Position darzustellen. Diese Möglichkeit will ich umsetzen. Ich habe aber zusätzlich die Möglichkeit, durch Auflegen des ausgeschnittenen Teils aus dem Flugdeck den Aufzug in seiner oberen Endposition darzustellen.

    Für die Darstellung des Aufzugs in seiner unteren Position wollte ich aber auch ein Flugzeug mit darstellen. Da der Aufzug recht schmal ist, hatten die Originale die Möglichkeit, die Flügel an den Rumpf zu klappen.


    Bild 1: Für die Darstellung eines Flugzeugs im Aufzug benötige ich ein Modell mit abgeklappten Flügeln


    Diese Darstellung mit den abgeklappten Flügeln ist authentisch. Das habe ich durch das Internet recherchiert.

    Die Hangars sind zweistöckig. Der Träger ist recht schmal. Der erste Stock ist hier schon fertig.


    Bild 2: Der erste Stock ist fertig


    Beim zweiten Stock fällt mir sofort ein Konstruktionsfehler auf. Das Stück mit den Führungsschienen gehört nicht an die hintere Wand, sondern an den Aufzug. (Hier werde ich an der Kante noch einmal ein wenig nachbessern müssen).


    Bild 3: Erster Konstruktionsfehler


    Dieser Fehler wird aber nicht weiter ins Gewicht fallen, da dieser Bereich durch das oben aufliegende Flugdeck überdeckt und damit unsichtbar wird. Es wird aber nicht der einzige Konstruktionsfehler bleiben, wie wir im nächsten Baubericht sehen werden.


    Bild 4: Der komplettierte Aufzug


    Damit schließe ich den Bau des Aufzuges erst einmal ab.

  • Im Rumpf der Ark Royal gibt es Mittschiffs Aussparungen, deren ersten Teil ich heute bauen will.


    Für die Aufnahme der Aussparungen sind auch in den Querspanten Aussparungen vorgesehen. Lediglich der Boden für die Aussparungen ist schon durch das Verlegen des unteren Decks vorhanden.


    Bild 1: Die Aussparungen werden entsprechend des freigelassenen Platzes der Querspanten eingefügt


    Zuerst will ich die Rückwand mit den Spanten verkleben. Da fällt auf, dass der Querspant W9b und die Rückwand 60P nicht recht zusammenpassen wollen. Auf dem Spant ist noch zu viel Material vorhanden. Für mich eine klassische Fehlkonstruktion.


    Bild 2: Querspant W9b eine klassische Fehlkonstruktion


    Dieser Fehler lässt sich durch Nachschneiden mit einem endlichen Aufwand beheben. Jedoch ist mir eines klar geworden.

    Dieser Bogen ist nie einem Kontrollbau unterzogen worden, denn sonst wäre der Fehler sofort aufgefallen und hätte korrigiert werden müssen.


    Bild 3: Fehlerstelle nach Korrektur


    Da später einmal alles von der Bordwand überdeckt sein wird, wird der Fehler später nicht mehr sichtbar sein.

    Für alle diejenigen, die dem Fehler vorab aus dem Wege gehen möchten, habe ich die Korrektur für den Schnitt markiert.



    Bild 4: Alternativer Schnitt für Querspant W9b


    Nach der Korrektur sind die Aufbauten und Trennwände der Aussparung problemlos baubar.


    Bild 5: Aufbauten und Trennwände sind jetzt problemlos einbaubar


    Es müssen jetzt noch Ottergeräte, Motoren und Poller eingesetzt werden, die ich im nächsten Baubericht vorstellen werde. Jedoch möchte ich schon einmal die Decke vorbereiten. Da die Aussparung teilweise zwei Etagen besitzt, ist dieses Teil auf der einen Seite die Decke für die untere Etage und zugleich der Boden für die obere Etage.


    Bilder 6 und 7: Vorbereitung Decke bzw. Boden der Aussparung


    Auf das entsprechend verstärkte Teil 60aP (Decke untere Etage) wird rückseitig das Teil 61 aufgeklebt (Boden obere Etage).


    Die Kleinteile stelle ich im nächsten Baubericht vor.

  • Zaphod: Für uns im deutschen Raum eigentlich undenkbar. Aber der Ruf des Verlages kommt nicht von ungefähr.


    Zu den Kleinteilen. Ich habe mich zuerst einmal auf die Ottergeräte konzentriert. Ich habe mich sehr schwer getan. Nicht, weil mir Kleinteile nicht liegen würden. Ich hatte nur alle eingescannten Bögen im neuen Maßstab 1:250 auf 160 gr. Papier ausgedruckt. Gerade wenn man dann kleine Teile noch verdoppelt, dann entstehen bei dieser Kartonstärke Dicken, die man bei Kleinteilen nicht unterschätzen sollte.


    Bild 1: Die Ottergeräte in Bau


    Die Ottergeräte wurden bei der Fertigstellung noch durch einen 0,33 mm Draht ergänzt.


    Bild 2: Die fertigen Ottergeräte


    Vielleicht drucke ich Kleinteile in der Zukunft noch auf dünnerem Papier aus.


    Als weitere Kleinteile waren noch Poller und eine Art Motorwinde zu bauen.


    Bild 3: Weitere Kleinteile


    Dann konnte ich diese „Aussparung“ ausstatten.


    Bild 4: Die Kleinteile wurden eingesetzt


    Die Aussparung besteht aus zwei Stockwerken. Den unteren Stockwerk habe ich jetzt ausgestattet. Den oberen Stockwerk verbindet ein Niedergang. Ich habe mich einmal an dem Kartonmodell versucht. Das Ergebnis war für mich überhaupt nicht zufriedenstellend. Nicht nur das. Das Teil aus Karton war obendrein auch noch viel zu kurz. Da habe ich mich kurzentschlossen für ein Ätzteil entschieden.


    Bild 5: Nicht nur krumm und schief, sondern auch zu kurz


    Dann konnte ich das obere Deck der Aussparung bestücken. Sie bestanden aus drei Kästen mit Fenstern. Fenster schreien natürlich immer nach aussticheln und hinterkleben, was ich dann auch getan habe.


    Bild 6: Aussticheln und Hinterkleben ist angesagt


    Und so sieht das Ergebnis auf dem oberen Deck aus.


    Bild 7: Oberes Deck in der Ausstattung


    Hier fehlen jetzt nur noch die Trennwände und in die Decke muss wiederum ein Niedergang eingebaut werden und dann ist die komplette Aussparung fertig.


    Anbei zum Schluss vielleicht noch eine Gesamtansicht der Ark Royal im aktuellen Bauzustand.


    Bild 8: Gesamtansicht vom aktuellen Bauzustand


    Es gibt im hinteren Bereich des Schiffes noch Aussparungen, die bestückt werden müssen. Um diese kümmere ich mich im nächsten Baubericht. Leider auch mit den nächsten Fehlerchen.

  • Heute habe ich wieder genug Material für einen Bericht zusammen. Es geht um die beiden großen Aussparungen auf der Back- und Steuerbordseite.

    Hier kommen zuerst die Segment-Trennwände hinein und dann werden neben Kästen die bekannten Winden und Poller ergänzt.


    Bild 1: Die Aussparungen werden mit Segment-Trennwänden, Pollern und Winden bestückt


    Doch schon bald wird meine Bastelfreude durch die nächsten Fehler getrübt. Es gibt Passungenauigkeiten, hervorgerufen durch schlechte Konstruktion.


    Bild 2: Erste Passungenauigkeiten treten auf


    Die Aussparung auf der Backbord-Seite hat weiße Stellen für das Bauteil 84 (Kasten) an zwei Stellen.


    Bild 3: Das Bauteil 84 in zweifacher Ausfertigung


    Die Bauanleitung unterstützt an einer Stelle diese These noch.


    Bild 4: Die Bauanleitung unterstützt das Ganze noch


    Die erste Stelle, wo ich stutzig werde ist die Tatsache, dass das Bauteil nur einmal existiert. Gut, ich könnte es ja zweimal ausdrucken.


    Aber eine andere Stelle der Bauanleitung sagt mir auch, dass dieser Platz bereits für ein Boot vergeben ist.


    Bild 5: Andere Stelle der Bauanleitung, der Platz ist eigentlich für ein Boot bereits vergeben


    Ein Blick von oben auf die Bodenplatte der Aussparung gibt dieser Stelle der Bauanleitung Recht.


    Bild 6: Blick von oben auf die doppelt vergebene Stelle


    Durch Nachlässigkeiten des Konstrukteurs häufen sich die Fehler. Ich bin einmal gespannt, ob der Bogen baubar bleibt.


    Was werde ich hier tun? Der weiße Fleck an der Wand wird mit einer Blende überklebt. Farbige Ersatzflächen gibt es im Bogen genug. Dann wird dort das Boot eingebaut.


    Ich frage mich überhaupt: An einigen Stellen werden sich Beiboote befinden. Wenn die Decke einmal drauf befindet, dann wird es für mich schwer sein, diese Beiboote dort einzubauen. Also klebe ich sie lieber vor dem Einziehen der Decke rein.



    Die Bauergebnisse sind für mich sehr unbefriedigend, aber noch lösbar.

  • Beim Bau der Tautrommeln, habe ich wie bei meinen letzten Modellen auch, das Tau auf die Trommelnabe draufgezogen. Man sollte hier keinen zu dünnen Faden verwenden, denn sonst wickelt man sich hier einen Wolf.


    Bilder 1 und 2: Die Tautrommeln werden mit Faden umwickelt


    Die fertigen Taurollen kann ich dann auf dem Deck platzieren.


    Bilder 3 und 4: Die Tautrommeln werden auf dem Deck platziert

    Somit sind erst einmal alle von der Nummernreihenfolge vorgesehenen Bauteile auf den Decks platziert. Die Decke könnte jetzt eingezogen werden.

    Man kann absehen, dass es später einmal Probleme geben wird, wenn ich die Beiboote in Aussparungen platzieren will. Man kommt wegen der engen Platzverhältnisse nur sehr schlecht heran. Daher habe ich mich entschlossen, die Beiboote jetzt zu bauen und dort zu platzieren. Es sind nicht alle Beiboote, sondern nur diejenigen, die in den Aussparungen, die ich aktuell bearbeite, vorgesehen sind.


    Bei der ersten Beibootkategorie muss von innen nachgefärbt werden, da hier die Bootsinnenwände gut sichtbar sind. Ich denke, diese waren innen nicht strahlendweiss.

    Bild 5: Die Boots-Innenwände müssen hier nachgefärbt werden


    Die nächste zu bauende Bootskategorie hatte ein Führerhaus. Die angedeuteten Fenster waren in schwarz gehalten. Das geht gar nicht. Die müssen ausgestichelt und hinterklebt werden. Noch schlimmer sind nur Fenster mit strahlendem Hellblau, wie es bei früheren Modellen oft üblich war.


    Bilder 6 und 7: Das Aussticheln von Fenstern auch bei Beibooten eine Pflichtübung für mich


    Und so sieht das Ergebnis meiner kleinen Bastelei aus.


    Bild 8: Das Beiboot ist fertig


    Zum Schluss habe ich noch ein größeres Beiboot mit Rudern angefertigt, welches für den Transport von vielen Seeleuten vorgesehen war.


    Ich habe dabei die Duchten immer verdoppelt, ob wohl es vom Bogen nicht vorgesehen war. Bei früheren Bauten hatten sich die Duchten immer S-förmig verbogen, wenn der Druck durch die Bordwände zu groß wurde.


    Alle jetzt fertigen Beiboote habe ich dann an Deck befestigt.


    Bild 9: Meine Tagesausbeute

    Ich habe noch nicht alle Beiboote für die hintere Backbordseite geschafft. Daher wird es mit diesem Thema im nächsten Baubericht weitergehen und dann bleibt ja noch die Steuerbordseite.

  • Schön! Und es war sicher richtig, die Boote bereits jetzt zu bauen.

    Befanden sich an dem darüberliegenden Decke Laufkatzen, um die Boote nach außenbords bewegen zu können?

  • Hallo Helmut,

    ja, an der Decke befinden sich Laufkatzen. Ich bin mir noch nicht einig, ob ich sie jetzt bereits anbringen soll. Ich befürchte, es könnte später Schwierigkeiten beim Anbringen der Bordwand geben.


    Gruß Axel

  • kiwikevin: tks


    Gestern war ein idealer Tag für den Weiterbau. Es standen noch die letzten zwei Beiboote der Backboard-Aussparung an. Anbei meine Ausbeute.


    Bild 1: Die Ausbeute des letzten Basteltages


    Beim oberen Beiboot waren die Maße schon echt stramm und grenzwertig. Dafür muss ich es auch nur einmal bauen.

    Eingebaut und komplettiert sieht das Ganze nun so aus:


    Bild 2: Boote eingebaut in die backboard-seitige Aussparung


    Hier muss auf Höhe der nebeneinanderliegenden Beiboote noch die Blende drauf. In die unten liegende Decke setze ich noch Niedergänge ein. Da ich hier Ätzteile einsetzen will, muss ich die Aussparungen noch ein wenig anpassen.


    Unter die Decke gehören noch Laufkatzen, deren Endpunkt auch auf der Rückwand aufgedruckt ist. Wenn die Ark Royal sauber konstruiert worden wäre, dann könnte man diese auch zum jetzigen Zeitpunkt bereits anbringen. Ich habe jedoch die Befürchtung, dass es Ärger mit den Bordwänden geben könnte. Daher setze ich die Laufkatzen später ein, um beim Anbringen der Bordwände ein wenig mehr Freiheiten zu haben.


    Als nächstes stehen die Beiboote der Aussparung auf der Steuerboard-Seite an. Hier muss ich die vier linksseitigen Beiboote von Bild 1 noch einmal bauen. Zwei dieser Beiboote habe ich aber schon fertig.

  • Alle Boote in dieser Ebene sind jetzt auf Deck verteilt. Somit kann ich hier die Decke von oben draufsetzen.


    Bild 1: Alle Boote dieser Ebene sind jetzt an Deck verteilt


    Bevor ich jedoch das Deck aufsetzen kann, muss ich die Niedergänge nach oben einsetzen. Auf die im Bogen angebotenen Niedergänge aus Karton verzichte ich dankend und ersetze diese durch Ätzteile. Die Durchbrüche in den Decks müssen hierbei geringfügig angepasst werden.


    Bilder 2 und 3: Die Niedergänge müssen vorher noch eingesetzt werden


    Da in den nächsten Ebenen außer den Trennwänden nichts steht, komme ich recht zügig voran.


    Bild 4: Es geht mit den nächsten Ebenen schnell nach oben


    Auf der Backbord-Seite ist die nächste Ebene als Hänge-Element ausgeführt.


    Bild 5: Nächste Ebene backbord-seitig ist ein Hängeelement


    Leider befindet sich hier in den Markierungen für die Trennwände der nächste Fehler. Ich habe mich für die Markierungen auf dem Boden entschieden, da diese mir plausibler erscheinen.


    Bild 6: In den Trennwandmarkierungen befindet sich der nächste Fehler


    Hier auf das Deck kommen pro Seite wieder zwei Beiboote. Da auch hier wieder eine Decke von oben draufkommt, entschließe ich mich die Beiboote jetzt einzubauen.


    Bilder 7 und 8: Die Beiboote werden nachfolgend eingebaut, die Markierungen für die Slipanlagen sind aufgedruckt


    Hier bereits ein kleiner Vorgeschmack auf die Slipanlagen. Es kommen an die Seite noch kleine Kurbeln, mit denen die Boote seitlich bewegt werden können.


    Bild 9: Die Slipanlagen für die Beiboote in Vorbereitung

  • Mein heutiger Baubericht hat eine gute und leider eine schlechte Seite. Aber fangen wir erst einmal mit der guten Seite an. Die Slipanlagen, mit denen man die Ruderboote bewegen kann, sind fertig geworden. An beiden Enden habe ich aus Draht eine Kurbel gebogen und angebracht. Anbei die Ergebnisse.


    Bilder 1 und 2: Die Slipanlagen für die Ruderboote sind fertig


    Jetzt brauche ich nur noch die vier Ruderboote zu bauen und einzukleben.


    Als ich jedoch meine Bastelsachen wegräumen wollte, bin ich mit der Trägerglasscheibe gegen einen Gegenstand gestoßen, sodass diese zerbrach. Durch das Gewicht dieser Scheibe ist mir der Träger in zwei Hälften zerrissen.


    Bild 3: Durch den Bruch der Scheibe ist der Träger zerrissen


    Bei der Analyse des Schadens konnte ich sehen, dass nur der unterste Längsspant durchgerissen ist. Der restliche Bruch ist Klebekante.


    Nach meiner Einschätzung ist der Schaden aber reparierbar, sodass zum Schluss keine Reparaturschäden mehr sichtbar sind. Es war auch seltsam, dass alle bisher angebauten filigranen Teile unbeschädigt geblieben sind.


    Im ersten Schritt habe ich erst einmal beide Hälften von den nunmehr jetzt zwei Glasscheiben befreit. Da das meiste ja Klebekante war, habe ich dann die Klebereste entfernt und den hinteren Teil dann auf ein Brett geklebt. Dann habe ich beide Hälften spaltfrei wieder zusammenschieben können. Ich habe dann überdimensionale Klebelaschen aus verdoppelten 160 gr. Karten konstruiert und damit beide Teile verbunden.


    Bild 4: Beide Teile sind durch überdimensionale Klebelaschen miteinander verbunden


    Nach dem Trocknen kann es wie gewohnt weitergehen.

    Das Experiment mit der Glasscheibe als Untergrund ist für mich somit abgeschlossen.



  • Moin Axel,

    ich kann Deinen Schreck sehr gut nachvollziehen. Zum Glück lässt sich der Schaden so reparieren, dass er später nicht sichtbar ist.

    Gruß aus Flensburg

    Jochen

  • hallo Axel,

    So wie es aussieht, hast Du enormes Glück gehabt! Prima, dass sich der Schaden am Modell wohl problemlos reparieren lässt.
    Ich habe Glasplatten als Modellbauunterlage immer schon mit ziemlichem Argwohn betrachtet. Meine größeren Modelle entstehen auf dem Rest einer Küchenarbeitsplatte, die sich nicht den Bruchteil eines Millimeters verbiegt.

  • Hallo zusammen,


    in dieser Bauphase war noch eine Sollbruchstelle vorhanden. Ich bin froh, dass ich viele Stellen nicht durch zusätzliche Laschen verstärkt haabe. Selbst die schon eingebauten Details sind verschont geblieben. Ich gehe, davon aus, dass wenn Herr Wandtke nicht noch einige Überraschungen parat hat, dass man hinterher nichts mehr sieht.


    So kann ich dann jetzt weiterbauen:


    Nach dem glimpflichen Unfall geht es jetzt weiter mit Rettungsbooten, die ich auf die zuvor erstellte Slipanlage aufsetze.


    Bild 1: Im nächsten Schritt werden die Boote aufgesetzt


    Zum Abschluss dieses Bauschritts habe ich dann vier Boote angefertigt.


    Bild 2: Rettungsboote in der Übersicht


    Dann kann die nächste Decke aufgesetzt werden. Von den Rudern auf dem Boot sieht man dann leider nicht so viel. Von außen wird später, wenn die Bordwand drauf ist, noch einmal eine Plattform mit weiteren Kuttern von außen angesetzt werden, auf denen sich auch die beiden markanten Kräne befinden werden.


    Von oben setze ich erst einmal die nächsten Spanten auf. Der Bau an dem Aufzug ist erst einmal abgeschlossen.


    Bild 3: Abschluss der Bauarbeiten am Aufzug


    Von der Höhe der Spanten hängen wir jetzt auf der Höhe des Flugdecks, was ich hier einmal provisorisch aufgelegt habe.


    Bild 4: Provisorische Auflage des Flugdecks zur Orientierung


    Wie geht’s nun weiter? Es sind noch zwei der gleichen Rettungsboote zu bauen, die in eine Aussparung im Heckbereich in die Spanten eingebaut werden. Davon im nächsten Baubericht.

  • Im nächsten Schritt war noch eine Aussparung mit jeweils einem Rettungsboot zu bauen.


    Bild 1: Aussparung in noch geöffnetem Zustand


    Leider verdeckt hinterher die aufgesetzte Decke die Mühe, die ich mir mit den Rudern gemacht habe.

    Wenn die Decke drauf ist, kann ich diesen Kasten in die Aussparungen der Spanten einkleben.


    Bild 2: Die in die Spanten eingeklebten Aussparungen


    Von der Seite reingeschaut hat man den Blick, wie er später einmal beim fertigen Modell sein wird. Es werden dann zusätzlich noch eine Reling und der Bordwand angebracht werden.


    Bild 3: Der Blick von der Seite


    Im nächsten Schritt wird es an die vorderen Geschützplattformen gehen.

  • Ich konnte dem gestrigen Abend noch einen Basteltag entlocken. So habe ich mich an die hinteren Geschützplattformen gemacht. Neben den Umrisswänden waren jede Menge Munitionsschränke aufzustellen.

    Bilder 1 und 2: Die hinteren Geschützplattformen


    Diese habe ich dann auch direkt an ihre Positionen im Spantengerüst eingebaut.


    Bilder 3 und 4: Die hinteren Geschützplattformen im Spantengerüst


    Man sieht hier, dass der ein oder andere Spant nicht 100%ig gerade ist. Das sind noch die Folgen des Sturzes. Wenn einmal Bordwände und Deck drauf sind, dann sieht man nichts mehr davon. Bisher aber passt noch alles.

  • Bisher bin ich beim Bau der Ark Royal nicht immer in aufsteigender Nummer der Baugruppen vorgegangen. Das hatte auf der einen Seite den Sinn, dass ich Baugruppen vorgezogen habe, die ich zu einem späteren Zeitpunkt nur noch schwer unterbringen konnte (z.B. Beiboote). Auf der anderen Seite waren noch nicht die Baugruppen verklebt, an denen man diese Bauteile ausrichten konnte. Bei den nächsten beiden Baugruppen bin ich einmal strikt nach aufsteigenden Baugruppen-Nummern vorgegangen. Anbei kam folgendes heraus:


    Mit den hinteren Geschützplattformen hatte ich die Baugruppe 87 verbaut. Nächste Baugruppe war also Nr. 88, eine Vertiefung am Rande des Flugdecks.


    Bild 1: Vertiefung am Rand des Flugdecks


    Aber wie richte ich eine Vertiefung am Spantengerüst aus, wenn ich weder die Bordwand noch das Flugdeck bereits habe? Ich habe die Vertiefung erst einmal mit einem kleinen Tropfen Kleber am Spantengerüst befestigt, damit ich ihn wieder lösen kann. Die Feinausrichtung kann erst erfolgen, wenn ich mindestens die Bordwand dran habe.


    Das gleiche gilt für zwei Geschützplattformen Baugruppen 89 und 90, auf denen später PomPom-Geschütze platziert werden. Auch diese kann ich erst final platzieren, wenn die Bordwand drauf ist.

    Warum werden diese in der Baugruppennummer vor der Bordwand vorgezogen?

    Das alles vermittelt einen sehr unüberlegten Eindruck.

    Ich denke mit der Bordwand entscheidet sich, ob der Bogen baubar ist oder ob er im „Rundordner“ landen wird.


    Bild 2: Geschützplattformen für PomPom-Geschütze


    Aber ich will auch noch einmal einen positiven Aspekt herausheben. Ich habe einmal die Flugdeck Platten vorzeitig fertig gestellt und diese oben drauf gelegt. Schon ergibt sich ein anderes Modell. Wie gesagt, sind sie nur draufgelegt.


    Bilder 3 bis 7: Impressionen mit aufgelegtem Flugdeck


    Dem ein oder anderen wird sicherlich aufgefallen sein, dass es bei den einzelnen Deckplatten leichte aber störende Farbnuancen gibt.

    Da ich den Bogen reskaliert baue, kommen hier die verkleinerten Bögen aus einem ganz normalen Drucker. Ich habe die einzelnen Deckplatten zu unterschiedlichen Zeiten ausgedruckt. Daher lassen sich möglicherweise die Farbunterschiede erklären. Ich will noch einmal einen Ausdruck wagen, in dem ich alle anderen Teile ausser dem Flugdeck auf dem Bogen lösche. Mal sehen, wie der Druck dann aussieht. Ein professionellerer Fotodrucker (Canon Pixma 10S) ist bestellt, aber noch nicht lieferbar.

  • Als nächstes war die vordere Geschützplattform an der Reihe.


    Bilder 1 und 2: Auch die vordere Geschützplattform ist nun fertig


    Sie passt sich gut in das Spantengerüst ein.


    Bilder 3 und 4: Einbau in das Spantengerüst


    Als nächstes würde das Flugdeck an der Reihe sein. Es liegt ja bereits seit längerer Zeit oben auf. Was ich aber bei Angraf von vielen Seiten gelernt habe ist, dass man auf die Nummernreihenfolge hier nicht viel geben darf. Ich überspringe das Flugdeck erst einmal.


    So fange ich jetzt wirklich mit der Bordwand an. Ich möchte durch das (noch) fehlende Flugdeck von oben die Möglichkeit haben auch von innen bei der Bordwandmontage eingreifen zu können.


    Ich habe heute auch ein wenig Glück gehabt. Gerade heute habe ich vom Passat-Verlag mein Jahresmodell erhalten, wo auch die fehlenden Ätzteilrelings mit in der Sendung waren.


    Ich bin mit Spannung dabei, weil ich nicht weiss, ob die Bordwand zum Schluss passen wird.



    Mehr davon im nächsten Baubericht.

  • Bei mir sieht es sehr düster aus. Ich versuche die Bordwand an das Spantengerüst zu bekommen.

    Während die Heckpartie noch halbwegs vorzeigbar am Spantengerüst befestigt werden kann, …


    Bilder 1 bis 3: Bordwand der Heckpartie


    … habe ich einmal probehalber die folgenden Bordwandteile angebracht und nur die äußersten Eckpunkte befestigt, damit es wieder leichter entfernbar ist.

    Schon nach wenigen Bordwandteilen hintereinander offenbart sich ein Spalt von ca. 2 mm.


    Bild 4: Der Spalt wird mit zunehmender Anzahl angesetzter Bordwandplatten immer größer


    Noch schlimmer sieht es am Bug aus. Die Rundung am Bug war schon schwer hinzubekommen.


    Bild 5: Die Bordwände am Bug


    Die ersten Bordwände mag man so recht und schlecht noch hinbekommen.


    Bild 6: Vordere Bordwände am Bug


    Aber was danach kommt, ist nur noch inakzeptabel.



    Bild 7: Hier passt nichts mehr


    Die einzige Chance, die ich noch sehe, wäre wirklich eine Neukonstruktion und Anpassung der Bordwände. Aufwand pro Teil etwa 2 Tage.

    Hinzu kommt die schwindende Motivation …

  • Hallo Axel,


    es sieht so aus, als ob Deine Bordwände ziemlich dick sind, das könnte die Ursache für die Rundungsprobleme am Bug sein.


    Wenn Du den Originalbogen verbautest, würde ich persönlich jetzt die Reißleine ziehen. Bei eingescannten Teilen ist es möglich, diese an den Rändern passend zu verlängern.


    Leider erfüllt Herr Wandtke als Konstrukteur wieder einmal die in ihn zu setzenden Erwartungen.


    Zaphod

  • Helmut B.: Hallo Helmut,

    das Schlimmste, was mir jetzt passieren kann, ist der Rundordner. Wenn ich erst einmal weitermache, kann ich nur daraus lernen.

    Jochen Haut: Hallo Jochen,

    da hast du vollkommen Recht. Es gibt schon Tage, wo ich mich zwingen muss ...

    Zaphod: Mit den Bordwänden hast du Recht. Die sind ziemlich dick. Ausdruck auf 160 gr. Karton.

    Den Originalbogen verbaue ich nicht, weil ich alle meine Modelle im Maßstab 1:250 haben möchte. Genau den Weg der Verlängerung gehe ich jetzt auch.

    Du kannst sicher sein, das war mein letzter Bogen von Herrn Wandtke.


    Gefühlte hunderte von Iterationsschritten habe ich jetzt hinter mir. Das bedeutet Anpassen des Bordwandteils auf dem Bildschirm. Ausdrucken auf dünnem Papier. Anhalten auf dem Spantengerüst und Aufnehmen der Unterschiede und wieder zurück an den Bildschirm.


    Herausgekommen ist schließlich folgendes Teil.


    Bild 1: Das Resultat meiner Iterationen


    Dieses Teil habe ich dann auf Karton (160 gr.) ausgedruckt und sorgfältig auf das Spantengerüst verklebt.


    Bild 2: So sieht das Ganze dann auf dem Rumpf aus


    Mein Fazit:


    Es ist eine wesentliche Verbesserung zur Vorsituation. Jedoch völlig überzeugen tut mich dieses Resultat nicht.

    Vielleicht bekomme ich es hier auch nicht besser hin. Meine Verbesserungsschritte musste ich immer durch das Anhalten an den Rumpf ermitteln.

  • Hallo Axel,

    dieses Ergebnis sieht doch gut aus und Du kannst so zufrieden sein. Wenn alles fertig ist wirst höchstwahrscheinlich nur Du es sehen.

    ich wünsche Dir für den Weiterbau keine weiteren böse Überraschungen!

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

  • Nach kleinerer Pause melde ich mich wieder zurück. Ich hatte teilweise mehr Zeit in meinen Beruf zu investieren auf der anderen Seite muss ich mich schon an den Weiterbau zwingen, da ich eigentlich immer mehr die Fehler des Konstrukteurs ausbaden muss.


    So habe ich mich an das markante obere Bugteil gemacht.


    Bild 1: Das markante Bugteil soll es sein


    Lasst euch nicht durch den Schlitz in der Bugwand auf der Backbordseite irritieren. Auch dieses Teil wartet auf seine Neukonstruktion.


    Schon beim Anhalten merke ich, dieses Teil passt mal wieder nicht. Es ist zu lang.


    Bild 2: Das markante Bugteil passt nicht


    Aber wo etwas zu lang ist, kann man es ja kürzen.


    Bild 3: Das Teil wird zerlegt und gekürzt


    Gesagt getan. Danach von hinten mit einer Reling unterlegt.


    Bild 4: Das Teil wird aufbereitet


    Danach wird dieser Teil schon einmal an der Bordwand angebracht.


    Bild 5: Fragmente an der Bordwand


    Ich habe noch ein paar Bordwandsegmente mehr angebracht.


    Bild 6: Die ersten Bordwand Segmente auf der Steuerbord Seite


    Teilweise sind die Segmente hier noch nicht entgültig befestigt.


    Jedoch hält sich meine Begeisterung in Grenzen.